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VW holt türkischen Spitzenmanager Murat Aksel von BMW

Wolfsburg – Volkswagen-Chef Herbert Diess verpflichtet den nächsten Vorstand von BMW. Der türkische Sptitzenmanager Murat Aksel führe ab Sommer 2020 das Einkaufsressort der Marke VW. Aksel arbeitete bei BMW zuletzt als Chefeinkäufer für Nordamerika. Er habe aber bereits gekündigt, berichtet das manager magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise. Wie das Blatt weiter berichtet, war VW-Chef Diess acht Jahre Mitglied des BMW-Vorstands und hat nach seinem Wechsel zu VW im Jahr 2015 bereits mehrere Topmanager von BMW verpflichtet. Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann und Audis künftiger Vorstandschef Markus Duesmann kommen von dem Münchener Konkurrenten, berichtet manager magazin weiter. Duesmann soll die Audi-Spitze Anfang April übernehmen. Aksel habe schon bei BMW direkt für Diess gearbeitet.
(Foto: Screenshot/Twitter)

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– VW-Werk in Manisa – VW: Suchen nicht nach Alternativen für Türkei-Werk

Der deutsche Autokonzern suche nicht nach Alternativen für das ursprünglich in der Türkei geplante neue Osteuropawerk.

VW: Suchen nicht nach Alternativen für Türkei-Werk
   

Meinung
Kommentar: Die „kurdischen“ Flüsterer in Deutschland

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel „Mut zum Handeln, gut gemacht Annegret Kramp-Karrenbauer!“, sagt die jesidisch-kurdisch-deutsche Fernsehjournalistin Düzen Tekkal, nach einem Treffen mit der deutschen Verteidigungsministerin. Was die anderen „kurdischen“ Flüsterer bislang in der deutschen Politik gestemmt haben, damit Deutschland in Nordsyrien eingreift, ist nicht bekannt. Meiner einer steht offensichtlich auf einer Blacklist, die in dieser Szene herumgereicht wird. Es gibt zwei Lager: die einen die konsequent andere Meinungen ganz einfach abschalten und die anderen, die ihre Kanäle offen halten. Bei Prof. Dr. Burak Çopur bin ich seit einer Streitschrift unten durch; erst hat er mich in Twitter, dann auf Facebook geblockt. Beim Repräsentanten der Kurdischen Gemeinschaft in Deutschland e. V. und Mitglied im ZDF-Fernsehrat Ali Ertan Toprak bin ich bereits seit längeren geblockt. Ismail Küpeli, selbsternannter Politikwissenschaftler und Historiker, hat mich ebenfalls „entfreundet“. Die Staatssekretärin des Landes Nordrhein-Westfalen, Serap Güler kann mit meiner Meinung offenbar gar nicht umgehen. Es sind nur die Namen die mir gerade einfallen. Es sind viel mehr, die offenbar eine Blacklist durchreichen und jeden der die Thesen, Meinungen oder Vorwürfe nicht teilt, konsequent auszublenden versuchen. Sie wollen sich erst gar nicht dem Diskurs stellen, kritische Fragen gefallen lassen. Was sie sagen ist richtig, was andere dazu sagen ist grundsätzlich „falsch“, „faschistisch“ oder „nationalistisch“. Man ist „Erdolf-Fan“ oder einer von den „Grauen Wölfen“; es ist bereits ein Automatismus. Mittlerweile bin ich offenbar alles und jeder, nur kein Mensch. Entmenschlichung ist der Vater dieser Unart, die sich in Deutschland unter diesen Flüsterern breitgemacht hat. Von Meinungsfreiheit oder differenzierter Sicht halten diese Damen und Herren herzlich wenig. Ihnen geht es um die Durchsetzung der eigenen Interessen. Damit die Demagogie auch in der deutschen Öffentlichkeit greift, darf niemand das beim Namen nennen. Offenbar wird deshalb diese Blacklist in dieser Zunft herumgereicht. Ich erkläre mich mal so: ich bin ganz bestimmt kein Engel auf Erden, Dreck am Stecken hat jeder. Aber was ich gar nicht abhaben kann ist, wenn Menschen andere Menschen mit Terror belegen, um ihnen etwas aufzuoktroyieren. Das nennt man im entferntesten Sinne Terrorismus. Nichts anderes ist das Gegenteil davon. Wenn Menschen offenkundig andere Menschen aufgrund ihrer Meinung ausschließen, vom Diskurs fernhalten und damit die öffentliche politische Meinungsbildung in ihrem Sinne beeinflussen. Ich halte einen Çopur, Toprak, Güler, Küpeli und wie sie alle heißen mögen, für Terror-Flüsterer. Es beginnt damit, dass man die andere gegenteiligen Stimmen konsequent von der politischen Teilhabe zurückdrängt. Sie sind es, die, wenn es so weit ist, die Politik für sich vereinnahmen und die politische Windrichtung vorgeben. Viele haben längst resigniert, andere lassen sich davon nicht beeindrucken. Man muss sich aber eingestehen, dass die „kurdischen“ Flüsterer in Deutschland das Zepter in der Hand halten. Ich werde aber nicht müde, meine Meinung frei zu sagen. Worum geht es denn eigentlich? Was diese Herrschaften fordern ist eine kurdische Autonomie, ein Staat den es derzeit nicht gibt. Nicht gibt? Doch, im Norden des Iraks, geduldet und mit freundschaftlichen Grüßen des türkischen Staates. Aber offenbar reicht es den kurdischen Nationalisten nicht. Sie wollen ein „Großkurdistan“. Wieso sollte man denn auch bei jedem Versuch der Türkei, den Terrorismus im In- wie Ausland zu beenden, auch stänkern? Diese „kurdischen“ Flüsterer sind astreine Nationalisten, was sie betreiben ist astreiner Pankurdismus. Beispiel: Als die Polizei 1987 auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien mit Schlagstöcken gegen die serbischen Nationalisten vorging, dachte wohl niemand daran, dass dieser Nationalismus unter Slobodan Milošević zum Panserbismus führt und die Teilung Jugoslawiens, den Genozid an anderen zur Folge haben wird. Spätestens seit der Etablierung des Selbstbestimmungsrechts der Völker auf völkerrechtlicher Ebene im 20. Jahrhundert sind Nationalismen eine hegemoniale Ideologie auf globaler Ebene. Mir kann keiner vormachen, die „kurdische Frage“ sei allenfalls nur eine Selbstbestimmungsfrage. Das hatte Milošević seinerzeit auch so in die Welt gesetzt. Übrigens, eine Ideologie, die in Europa beheimatet ist und ständig umgreift. Die Türkei hat seit der Gründung der Republik den Republikanismus als einer der Stützen der Staatsdoktrin. Es ist einer der sechs Eckpfeiler; Populismus, Laizismus, Revolutionismus, Nationalismus und Etatismus. Nationalismus und Republikanismus sind einer der Gründe, weshalb die Türkei als solcher keine ethnisch-völkischen Kollektive als Minderheiten anerkennen kann. Das gilt im übrigen auch für manche europäischen Staaten und ihren Eckpfeilern, von der sich die türkische Republik ja reichlich bedient hat. So hat z.B. der französische Staat die einschlägigen Kopenhagener Kriterien betreffs der Minderheitenregelungen nur unter dem Vorbehalt anerkannt, dass diese nicht auf Frankreich anzuwenden seien. Das selbe gilt auch für Spanien, weshalb derzeit die europäische Gemeinschaft bei den Katalanen lediglich als Zaungast zuschaut. Dagegen baut das deutsche Paradigma auf ethnischen, resp. völkischen Kollektiven als politischen Subjekten zwischen Staat und Individuum auf, auch wenn das Grundgesetz staatsrechtlich weit moderner ist. Die Unmittelbarkeit, die dem französischen oder türkischen Republikanismus im Verhältnis zwischen Staat und Bürger zugrunde liegt, ist für die Menschen sehr schwer nachzuvollziehen. Deswegen haben gerade diese Flüsterer es so leicht, in der Politik und tief im bürgerlichen Milieu eine Stimme zu etablieren, während andere türkische oder deutschtürkische Meinungen unter den Tisch fallen. Deshalb greift in Deutschland auch die Propaganda der Terrororganisation PKK oder die ihres syrischen Ablegers, der YPG. So wird dann z.B. aus dem Satz „es gibt in der Türkei keine Minderheiten“, die verzerrende Aussage „die Türkei leugnet die Existenz der Kurden.“ Es gibt aber definitiv keine Leugnung der Existenz von „Kurden“ in der Türkei. Diese Minderheit wie andere Minderheiten leben mitten unter den ethnischen Türken, sind miteinander verheiratet, verschwägert, haben gemeinsame Kinder und gemeinsame Interessen. Die Mehrheit dieser kurdischen Minderheit hat mit dem Nationalismus, der aus Europa heraus befeuert wird, nichts zu tun; sie will damit auch nichts zu tun haben. Selbstverständlich muss man das türkische Konzept der sechs Eckpfeiler hinterfragen. Man ist heutzutage übrigens auch weit kritischer, als in früheren Jahren. Der Laizismus kann in dieser Form nicht den Bedürfnissen der Gesellschaft Genüge tun, weshalb sie ständig hinterfragt und angegriffen wird. Die Kluft zwischen (ideologisch begründetem) Anspruch und (historisch determinierter) Wirklichkeit in Zusammenhang mit dem Republikanismus ist doch weit größer, als wir es wahrhaben wollen. Das gilt auch für die Verhältnisse in Frankreich; nur das dort der für Europa typische Rassismus durchschlägt. In der Türkei ist das osmanische Erbe weit stärker, als es die orthodox-kemalistische Elite wahrhaben will; so wie das christlich-jüdische Erbe in Deutschland, die immer wieder durchschlägt. Für die Türkei, wie auch für alle anderen Nachfolgestaaten des Osmanischen Reiches, heißt dies, dass Religionszugehörigkeit als politisches identitätsstiftendes Element weit bedeutsamer ist, als wir es wahrhaben wollen. Man erinnere sich an den türkischen Schriftsteller Ziya Gökalp. Schon Gökalp musste zur Mobilisierung der Massen im türkischen Befreiungskrieg an den Glauben der Menschen appellieren. Man denke nur an das von Erdogan seinerzeit zitierte Gedicht aus der Zeit des Befreiungskrieges, für das er ins Gefängnis musste. Und wenn wir ehrlich sind: allein unter Berufung auf einen „sterilen“ und intellektuell wohlformulierten republikanischen Bürgerbegriff wäre uns der Laden namens Türkei schon längst auseinander Geflogen. Die große Masse der (sunnitischen) Kurden in der Türkei begreift sich nicht als Teil des türkischen Gemeinwesens, weil sie sich im staatsrechtlichen Republikanismus des türkischen Bürgerbegriffs wiederfinden, sondern weil sie den Glauben als Kitt dieser Gesellschaft begreifen – und sich somit zugleich scharf von den „gottlosen“ Bewegungen des kurdischen Nationalismus im In- wie Ausland abgrenzen. Und das ist es, was den „kurdischen“ Flüsterern mächtig auf die Eier geht. Weshalb wohl hat die Alevitische Gemeinde in Deutschland damals unter Ali Ertan Toprak eine scharfe Linie zwischen dem alevitischen Glauben und dem Islam gezogen und weshalb wurde dieser Glaube in Deutschland anerkannt, der Islam nicht? Deshalb meiden sie die kritischen Meinungen anderer, deswegen blocken sie alles ab und deshalb sind sie dermaßen in der deutschen Öffentlichkeit präsent. Weil sie so präsent sind, können sie mit Narrativen und Perspektiven ein Bild zeichnen, die es so nicht gibt. Aber, gerade weil man so auf diesen Zugpferd des europäischen Nationalismus gesetzt hat und zeitgleich das Religiöse verteufelt, finden diese Herrschaften in der Türkei, im Iran oder in Syrien kein Gehör. Ihre Reichweite ist daher beschränkt; Gott sei Dank, sonst müsste man sich mit weiteren Konfliktherden und Genoziden beschäftigen. Vielleicht nehmen sich die Herrschaften Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Herzen. Der hat die Verhinderung einer Vorlesung von Bernd Lucke und einer Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière kritisiert. Das offene Ohr, das beherzte Wort, die schonungslos ehrliche, aber auch respektvolle Auseinandersetzung seien Tugenden, die das Land heute dringend brauche, sagte Steinmeier laut Redemanuskript am Freitag bei einer Veranstaltung in Berlin. Was nicht gebraucht werde, „sind aggressive Gesprächsverweigerung, Einschüchterung und Angriffe“, ergänzte er. Dies gelte für Politiker, aber auch für „umstrittene Professoren“, sagte Steinmeier. Also meine Damen und Herren Çopur, Toprak, Küpeli oder Dagdelen, immer schön fair bleiben! Kramp-Karrenbauer sollte sich von Flüsterern aus dieser Ecke fernhalten, ist nicht gut für ihre politische Karriere. Wenn Kanzlerin Merkel sie vorher auf so einen Posten gehievt hat, wo sie die Möglichkeit hätte, sich als Kanzlerkandidatin zu beweisen, dann sollte sie auch liefern; und sie lieferte auch sehr zügig, in den letzten Monaten eine derart große Inkompetenz, dass sie sich auf dem direkten Wege für das Kanzleramt disqualifiziert hat. Ihre schwachsinnigen Äußerungen und Vorstöße tun sogar Politikern aus ihrem näheren Umfeld weh. Sie verbockt sich die Kanzlerschaft im Rekordtempo. Wenn man sich die personellen Alternativen der Union anschaut – Merz und Spahn – stimmt mich die Demontage der Kramp-Karrenbauer dann doch sehr nachdenklich. Natürlich ist eine Politikerin nicht allwissend und Kramp-Karrenbauer ist auch nicht die erste, die Bildungslücken offenbart. Wenn eine solche Lücke allerdings eine elementare Frage des eigenen Ressorts betrifft, kann man da nicht einfach verschämt drüber hinweg sehen. Fast noch gravierender scheint mir aber der Umstand, dass die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit eines Bundesministeriums derart dilettantisch und von Flüsterern unterlaufen ist. Warum lässt sie ihr Stab ins offene Messer laufen?
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Deutschland
PKK/YPG-Sympathisanten besetzen Turkish Airlines Check-in-Schalter

PKK/YPG-Sympathisanten stören Flugverkehr in Deutschland sowie Italien und besetzen CDU-Büro Anhänger der Terrororganisation PKK/YPG haben an verschiedenen Flughäfen in Deutschland und Italien demonstriert und damit für Verspätungen und Behinderungen im Flugverkehr gesorgt. Erhebliche Behinderungen in Hamburg und Frankfurt Obwohl die Anti-Terror-Offensive der Türkei gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Nordsyrien beendet ist und die Milizen der PKK/YPG aufgrund des Waffenstillstands abziehen dürfen, kommt es in Europa weiterhin zu unangemeldeten Protesten und Unruhen von Linksextremisten. Die Anhänger der auch in Europa verbotenen Terrororganisation PKK haben heute unter anderem an einigen Flughäfen die Flugschalter der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines besetzt, wodurch es zum Beispiel am Flughafen Hamburg und Frankfurt zu erheblichen Behinderungen kam. Fluggäste konnten deshalb nicht für ihre Flüge einchecken. Fluggäste, die sich über die Situation beschwerten, sollen laut türkischen Medien von den Demonstranten angegriffen worden sein. Auf den sozialen Netzwerken beschweren sich türkische Politiker und Blogger darüber, dass die Polizei dabei nur zugesehen oder gar die illegalen Demonstranten beschützt habe. Auch die Meldungen in den türkischen Nachrichtenportalen teilen diese Kritik. Flughafen Bologna ebenfalls Ziel von Linksterroristen der PKK Vor wenigen Tagen hatten PKK/YPG-Anhänger den Flughafen in Bologna gestürmt und dort die Schalter von Turkish Airlines belagert. Auch dort soll die italienische Polizei nach übereinstimmenden Berichten türkischer Nachrichtenagenturen nicht eingegriffen haben, um die illegale Besetzung der Flugschalter zu beenden. Besetzung der CDU-Parteiräume in Chemnitz Derweil kam es in Chemnitz zur Besetzung der lokalen CDU-Parteizentrale durch Sympathisanten der Terrororganisation PKK/YPG. Die Unruhestifter aus dem linksextremistischen Spektrum wurden durch die Polizei aus dem Gebäude gebracht, da sie nicht freiwillig hinauswollten. Die Aktivisten der PKK/YPG werden auch durch deutsche und europäische Linksterroristen unterstützt.

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– Terrorismus – Türkei: 26 Jahre nach Yavi-Massaker der PKK mit 33 Toten

Die Hinterbliebenen des schrecklichen Yavi-Massakers von 1993 haben auch dieses Jahr an die Opfer gedacht.

Türkei: 26 Jahre nach Yavi-Massaker der PKK mit 33 Toten

Industrie
Grüne fordern staatliche Hilfe für Stahlindustrie

Die Grünen wollen sich für einen Erhalt der heimischen Stahlindustrie einsetzen und rufen nach massiver staatlicher Unterstützung für die Branche. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, spricht sich eine Gruppe um Landeschefin Mona Neubaur und Grünen-Wirtschaftspolitikerin Katharina Dröge in einem Eilantrag zum kleinen Parteitag am kommenden Sonntag (27.10.) in Essen dafür aus, durch staatliche Mittel „die konkrete Investitionsentscheidung“ für eine CO2-freie Stahlherstellung zu ermöglichen. „Die erste CO2-freie Bramme muss aus NRW kommen“, heißt es in dem Eilantrag, der der WAZ vorliegt. In NRW ist der Branchenriese Thyssenkrupp in Bedrängnis geraten. Die Grünen erhöhen mit ihrem Vorstoß auch den Druck auf NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung seien „offensichtlich nicht bereit, die Stahlindustrie bei der notwendigen Transformation mit gezielten politischen Maßnahmen zu unterstützen“, kritisieren die Grünen in ihrem Eilantrag. Die bisherigen Vorschläge seien „viel zu vage“. Für Investitionen in eine CO2-freie Stahlerzeugung sollten nach Ansicht der Grünen unter anderem Mittel aus dem Innovationsfonds des Europäischen Emissionsrechtehandels in NRW zum Einsatz kommen. Zudem regen die Grünen „eine Quote für klimaneutralen Stahl“ sowie eine Kompensation von möglichen Wettbewerbsnachteilen durch höhere Produktionskosten an.

Terrorismus
Türkei: 26 Jahre nach Yavi-Massaker der PKK mit 33 Toten

Erzurum (aa) – Die Hinterbliebenen des schrecklichen Yavi-Massakers von 1993 haben auch dieses Jahr an die Opfer gedacht. Am 25. Oktober 1993 verübte die Terrororganisation PKK im Stadtteil Yavi der osttürkischen Stadt Erzurum einen Anschlag, bei dem 33 Zivilisten, darunter auch fünf Kinder, getötet wurden. Die PKK überfiel an diesem Abend mit Schnellfeuerwaffen ein Kaffeehaus der Nachbarschaft, in der sich die Anwohner versammelt hatten, um im Fernsehen die Nachrichten zu schauen. Außer den 33 Toten wurden auch mindestens 50 Menschen verletzt.
(Foto: Screenshot/Milliyet)
Die Hinterbliebenen, die das brutale Gesicht der Terrororganisation miterlebten, erinnern sich noch immer an den Tag des Massakers und spüren den Schmerz in ihren Herzen, als ob der Anschlag heute geschehen wäre. „Die Terroristen fragten zuerst nach unseren Identitäten. Sie versammelten uns zusammen mit einigen anderen von der Straße im Kaffeehaus und schalteten den Fernseher aus“, so Abdulcelil Köse, der an diesem Abend durch sieben Kugeln schwer verletzt wurde, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Ohne ein weiteres Wort zu sagen hätten die Terroristen auf jeden im Kaffeehaus das Feuer eröffnet, so Köse. „32 Menschen starben sofort. Hüseyin Dursunoglu, erlag später seinen Verletzungen“, sagte Köse weiter. „Mein Vater und mein Onkel starben ebenfalls, und mein anderer Onkel wurde verletzt“, fügte er hinzu. „Wir wünschten, dieser Vorfall wäre nie passiert. Der Schmerz, den wir in diesem Moment spüren, ist heute noch frisch“, sagte Kose. Yildirim Yavilioglu, der das Massaker ohne Verletzungen überlebte, sagte, dass diejenigen, die ihrem Staat und ihrer Nation treu sind, absichtlich angegriffen wurden. „Das erste Opfer des Massakers war Alaattin Akdeniz, der sich ihnen [den Terroristen, Anmerkung der Redaktion] widersetzte. Dann eröffneten sie das Feuer auf alle anderen“, sagte er. Das Feuer stoppte nicht für ungefähr 10-15 Minuten, sagte Yavilioglu und fügte hinzu: „Ich sah, wie sie ihre Waffen nachluden“. Die Angreifer hätten bei ihrer Flucht noch aus dem fahrenden Transporter, mit dem sie zum Anschlag gekommen seien, geschossen. „An diesem Abend trank ich mit meinem Freund Tee. Ich habe überlebt, aber er ist gestorben. Ich fühle immer noch den Schmerz. Es ist unmöglich zu vergessen, was passiert ist“, sagte er.

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Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
 

NRW
Mitgliederrekord bei NRW-Grünen – Seit Landtagwahl 2017 stieg Zahl um 45 Prozent

Der Landesverband der Grünen in Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen Mitgliederrekord. Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ teilte die Partei mit, erstmals mehr als 18.000 Mitglieder zu haben – genau seien es 18.303. Seit der Landtagswahl 2017 seien die Grünen in NRW um gut 45 Prozent gewachsen, allein in diesem Jahr kamen fast 3500 neue Mitglieder dazu. „Natürlich ist unser Ziel bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr, die hohen Zustimmungswerte in so viele Gestaltungschancen wie möglich zu verwandeln“, sagte Landesvorsitzender Felix Banaszak der Zeitung. Seine Kollegin Mona Neubaur betonte: „Wir werden weiter Profil zeigen für konkreten Klimaschutz und sozialen Zusammenhalt, auf die Stärkung des Gemeinwohls und die Verteidigung der Werte unseres Grundgesetzes gegen die Angriffe von Rechts.“ Die Grünen hatten bei der Europawahl im Mai besonders in NRW große Erfolge verzeichnen können. Mit Köln, Düsseldorf und Dortmund wurden sie in den drei größten Städten des Landes die stärkste Kraft, in acht Kölner Stadtteilen erzielten sie einen Wert über 40 Prozent.

Anti-Sanktionstag
Dürre: Simbabwe fordert von EU und USA Aufhebung der 2003 auferlegten Sanktionen

Simbabwe hat für Freitag einen öffentlichen Feiertag eingerichtet, um auf die schwere Belastung der ohnehin schwachen Wirtschaft des Landes durch Sanktionen aufmerksam zu machen. Dieses Jahr haben Dürre und Zyklon Idai bereits 5,5 Millionen Menschen in Simbabwe von Nahrungsmittelhilfe abhängig gemacht, und das Land braucht dringend internationale Finanzierung zur Unterstützung seiner Wirtschaftsreformen. Der 25. Oktober wurde zum Anti-Sanktionstag erklärt und auf dem zugehörigen Festival in Harare werden die lähmenden Auswirkungen der im Jahr 2003 von den USA und der EU verhängten Sanktionen aufgezeigt. Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa bezeichnete diese Sanktionen aus der Robert Mugabe-Ära als kontraproduktiv und als Hindernis für seine Anstrengungen einer wirtschaftlichen Kehrtwende für Simbabwe nach Jahrzehnten der Isolation und Misswirtschaft. Mugabe verstarb im September. „Diese Sanktionen verletzen das Menschenrecht des Volkes von Simbabwe auf Entwicklung und Verbesserung seiner Lebensqualität“, sagt Präsident Mnangagwa. „Außerdem verlangsamen die Sanktionen unseren Fortschritt, verhindern unseren Wirtschaftsaufschwung und bestrafen die Ärmsten und Schwächsten.“ Die strikten fiskalpolitischen Sparmaßnahmen seiner Regierung haben bereits zu einer ausgeglichenen Bilanz, anhaltenden Primärhaushaltsüberschüssen und einem Maß an Finanzdisziplin geführt, das in Simbabwe jahrzehntelang nicht zu sehen war. Das Land erfüllt die mit dem Internationalen Währungsfonds vereinbarten steuerlichen und finanziellen Ziele und erwartet für das Jahr 2019 eine Senkung seines Haushaltsdefizits von 12 % des BIP auf 5 %. All dies ist jedoch gefährdet, solange Simbabwe aufgrund der Sanktionen vom internationalen Finanzwesen und Fachwissen ausgeschlossen bleibt. „Wir führen zurzeit all diese Reformen – alle schmerzhaften Prozesse, die absolut notwendig sind – ohne jegliche Hilfe von außen durch“, sagt Außenminister Sibusiso Moyo. Er betont, dass internationale Unterstützung die Reformen in Simbabwe und die Bemühungen der Regierung um Versöhnung und Gerechtigkeit beschleunigen würde. Simbabwe aktualisiert derzeit 30 Gesetze aus der Mugabe-Ära, um die westlichen Standards zu erfüllen. Umstrittene Notstands- und Mediengesetze werden durch neue Gesetze ersetzt, die zurzeit im Parlament debattiert werden. Präsident Mnangagwa bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung für sein Reformprogramm: „Simbabwe verdient einen Neuanfang. Sanktionen sind eine Lose-Lose-Situation. Kooperation ist ein Gewinn für alle.“ Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft hat ihre Solidarität mit Simbabwe ausgesprochen und fordert das Ende der lähmenden Sanktionen. Die Gruppe von 16 Nationen proklamierte im August, dass die Sanktionen nicht mehr akzeptabel sind und die Entwicklung in der gesamten Region behindern.

Kommentar
Nordsyrien: Europa hat acht Jahre zugeschaut

NATO-Treffen: Profis bremsen Kramp-Karrenbauer aus Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der Syrien-Vorschlag der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbaur ist beim NATO-Treffen auf wenig Interesse gestoßen. Damit ist der Vorschlag, eine international überwachte Schutzzone in Nordsyrien einzurichten, vorerst ausgebremst worden; zurecht. Leicht lächelnd stand Kramp-Karrenbauer neben dem ernst dreinblickenden türkischen Amtskollegen Hulusi Akar. Sonst sieht man den ehemaligen Chef des türkischen Generalstabes, West Point-Absolventen sowie NATO-Verbindungsoffizier, in seiner Rolle als amtierenden Verteidigungsminister eher relaxt. So auch vor Beginn des zweitägigen NATO-Treffens in Brüssel. Wie selbstverständlich grüßte Akar lächelnd und bestimmt die Fotografen mit einem militärischen Salut. Akar gilt seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei als der zweite Mann in der Türkei, der nach diesem einschneidenden Erlebnis die Außenpolitik der Türkei maßgeblich beeinflusst hat; und immer noch beeinflusst. Er eckt seitdem nicht nur gegen die USA an, sondern tritt auch gegenüber der NATO viel energischer auf; so auch am Mittwoch während dem NATO-Treffen. Wie erwartet kam der Syrien-Vorschlag der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbaur während des NATO-Treffens nicht gut an. Das hat mehrere Gründe. Zum einen dürfte Hulusi Akar ein Machtwort gesprochen haben, denn NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte am Ende des ersten Tages des Treffens, man habe offen und ehrlich miteinander gesprochen. Zum anderen hindert die Dynamik in Nordsyrien jedwede Pläne, zumal Europa längst als Zaungast nur zum Zuschauen verdonnert ist. Und als letztes hinterlassen die Einlassungen in der deutschen politischen Landschaft einen Faden Beigeschmack, bei der unweigerlich die Frage aufkommt, was man den letztendlich in Nordsyrien beabsichtigt. Vor allem die Beweggründe der seit 100-Tagen amtierenden Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, eine internationale Schutzzone auf Nordsyrien – und nicht etwa auf andere Gebiete – einzurichten, stößt sauer auf. Kramp-Karrenbauer macht auch keinen Hehl daraus, in welchen Teil Syriens es sich lohnt, einzuschreiten und in welcher nicht. Wäre die deutsche Verteidigungsministerin so sehr um die Zukunft des syrischen Volkes besorgt, wäre sie längst drauf und dran mit Putin und Assad das Gespräch zu suchen oder zumindest mal ansatzweise die Sanktionen der EU gegen Syrien infrage zu stellen. Stattdessen versteift man sich unerklärlicherweise in der deutschen Politik auf militärische Abenteuer in Nordsyrien, und nur hier. Kramp-Karrenbauer hat offenbar nicht vor, dem syrischen Volk Stabilität und Sicherheit zu bringen, sondern die Instabilität beizubehalten, außer in Nordsyrien. Nordsyrien scheint unerklärlicherweise eine Priorität zu besitzen. Mehr als acht Jahre versuchte sich niemand in der deutschen Politik, mit einer wie auch immer gearteten Schutzzone zu profilieren. Mehr als acht Jahre sah man stattdessen zu wie das syrische Volk von einer Metropole in die andere verjagt, weggebommt oder in die Flucht ins Ausland gedrängt wird. Seit mehr als fünf Jahren kann man dabei zuschauen, wie die europäischen Innenminister um syrische Flüchtlinge schachern. Und seit mehr als drei Jahren kommt man dann auch noch nicht einmal dem Deal mit Erdoğan nach, der jetzt endgültig die Faxen dicke hat und droht. Hulusi Akar hat diesem Treiben zusammen mit den Amtskollegen in Russland, Washington und dem Iran ein Ende gesetzt. Jetzt kommt die deutsche Amtskollegin und will nun eine längst überfällige und von der Türkei seit 2012 geforderte Schutzzone für sich verbuchen? Das klappt nicht nur aus diesem Grund, sondern aus vielerlei Gründen. Zunächst einmal müsste Kramp-Karrenbauer Hulusi Akar davon überzeugen, der ebenfalls im NATO-Gefüge ein Veto-Recht besitzt, wie man die Region stabilisiert: Mit oder ohne die YPG. Zum anderen ist ein NATO-Mandat nicht automatisch von der UNO gedeckt. Auch wenn es von Kramp-Karrenbauer nicht beabsichtigt ist, auf die gesamte NATO zu setzen, sondern dafür einige wenige Verbündete zu gewinnen. Ohne UNO-Mandat wird es ziemlich „völkerrechtswidrig“. Im Gegensatz zu Deutschland, Großbritannien oder Frankreich, besitzen Russland sowie die Türkei eine syrische Eintrittskarte. Russland wurde von Assad eingeladen in Syrien mitzumischen. Assad hat der Türkei per Abkommen (Adana 1998) zugesichert, ihre sicherheitsrelevanten Bedenken am Grenzgebiet in Syrien auch militärisch aus dem Weg zu räumen, wenn es erforderlich ist. Kramp-Karrenbauer hat nichts von alledem. Vor der UNO werden etwaige Bemühungen, ein Mandat einzuholen vielleicht fruchten, denn Sie müsste nur 9 von 15 ständige wie nichtständige Mitglieder dafür gewinnen, aber letztendlich kann Russland mit einem Veto all das zunichtemachen. Und Russland hat bereits signalisiert, was man von so einer internationalen Einmischung hält. Wozu also dieser Vorstoß mit Blick auf die NATO? Die meisten NATO-Verbündeten haben inzwischen realisiert, dass dort unten nichts mehr so sein wird wie früher. Nur Frankreich und Großbritannien haben Interesse daran, weiterhin vor Ort ein Wörtchen mitzureden; zumindest erwecken sie den Anschein dort noch den Fuß in der Türangel zu haben. Die USA als NATO-Zugpferd will auf keinen Fall mehr mit Bodentruppen antreten, will aber politisch am Ball bleiben und unterstützt jeglichen Vorstoß. Kramp-Karrenbauer ist sich sehr wohl bewusst, dass dort unten auch in naher Zukunft kein bleibender Frieden herrschen wird; da macht sich auch die Türkei keine Hoffnungen mehr. Zu lange hält der syrische Bürgerkrieg an, zu viele Akteure haben einfach zugeschaut, wie das Land in einer Gewaltspirale unter geht. Viele Binnen- und Auslandsflüchtlinge sehen daher auch in Syrien keine Zukunft mehr, was sie verständlicherweise nicht auf ihre Kinder übertragen wollen. Auch wenn die Türkei es schafft, eine gewisse Ordnung in der Schutzzone in Nordsyrien zu etablieren, den Störfaktor YPG-Kurden wird es immer geben und Assad wird mit Putin nicht eher ruhen, bis auch das letzte Rebellennest ausgehoben ist. Schon alleine das schreckt viele syrische Flüchtlinge in der Türkei davon ab, sich wieder in Syrien anzusiedeln. Nur etwa 300.000 syrische Flüchtlinge sind bislang in die gesicherten Zonen in Syrien zurückgekehrt; mit viel Überzeugungsarbeit und Geld. Ist es etwa das, was die deutsche Verteidigungsministerin am meisten beschäftigt? Eine erneute syrische Flüchtlingswelle, die die Türkei überfordern und überrollen wird? Eine weitere Welle wird Europa nicht verkraften, weder politisch noch gesellschaftlich, dass ist ganz sicher. Das ist offenbar auch der Kernpunkt, der die Verteidigungsministerin zu solchen oberflächlich betrachtet, undurchdachten Plänen bewegt. So undurchdacht ist der Plan aber nicht, nur wenig aussichtsreich. Ohne die Türkei oder Russland zusammen mit Assad mit ins Boot zu nehmen, wird Deutschland unweigerlich scheitern. Und bereits hier hakt es gewaltig. Mehrere Jahre hat man den NATO-Partner Türkei in allen Belangen brüskiert, gedemütigt, Verträge und Abkommen ausgesetzt, Sanktionen angedroht. Nicht anders sieht es bei Russland aus. Nicht einmal mehr einen lausigen Flüchtlingsdeal vermochte man oder wollte man korrekt und pünktlich einhalten; da war sogar Trump zuletzt viel verlässlicher als die EU. Es ist nicht die Schuld von Kramp-Karrenbauer allein, aber sie und ihre Partei, die Koalitionspartner und die Oppositionsparteien waren es, die das Treiben in der EU gedeckt, den Flüchtlingsdeal zum Schluss verwässert und mit fadenscheinigen Begründungen den Geldfluss in der Pipeline in Richtung Türkei gedrosselt haben. Noch immer sind seit 2016 von den Milliardenbeträgen für die Flüchtlingsversorgung in der Türkei – wenn auch von der EU bewilligt – noch nicht geflossen. Noch immer plappert man im Betreuten-Denken das nach, was die syrisch-kurdische YPG/PKK lautstark propagandistisch von sich gibt. Zudem haben sich im Dunstkreis der deutschen politischen und medialen Landschaft „Flüsterer“ breitgemacht, die tief im bürgerlichen Lager die Narrative und Perspektiven verankern und diese sich die Politik zu eigen gemacht hat. Auch gegenwärtig wird Kramp-Karrenbauer von eben diesen Flüsterern belagert, die vorgeben, was in Nordsyrien zu machen ist, welche angeblichen Verbrechen und Desaster unter der Kontrolle der Türkei zu befürchten sind. Solange das anhält, ist Kramp-Karrenbauer, ist Deutschland zum Scheitern verurteilt. Gerade weil man jahrelang diese Narrative und Perspektiven in Deutschland gegen die Türkei verankert hat, ist es ein Kraftakt und politisch tödlich, sich ausgerechnet jetzt dagegenzustemmen. Deshalb ist man auch nicht in der Lage, der Türkei in dieser Hinsicht auch nur im entferntesten noch einen Deal anzudrehen, ohne dabei politisch selbst immensen Schaden zu nehmen. Um den Anschein aufrechtzuerhalten, hat deshalb z.B. der deutsche Außenminister Heiko Maas schon mal ein Machtwort in Richtung Türkei gesprochen, um dort dann kleinlaut zu werden. Aber nicht einmal mehr das klappt, denn ausgerechnet sein türkischer Amtskollege twittert ihm entgegen, er solle seine Füße stillhalten, ansonsten sei er herzlich Willkommen.
(Screenshot)
Man tut eben weiterhin das, was man seit Jahren gegenüber dem Wahlvolk getan hat: weiterhin gegen die Türkei wettern und hoffen, dass die Türkei noch eine Weile mitspielt. Zudem erwartet man offenbar, dass das deutsche Volk selbst zur Räson kommt, wenn es merkt, dass alles aus dem Ruder gerät, wenn man der Türkei jetzt nicht unter die Arme greift. Es ist eine Gratwanderung, die die herrschende deutsche Politik da hinlegen muss, die am Ende über die Zukunft Europas entscheiden wird.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Militäroffensive in Syrien – Erdogan: Adana-Abkommen von 1998 erlaubt Offensive in Syrien

Die USA und EU bezeichneten den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien völkerrechtswidrig und als Invasion. Ankara wurde aufgefordert die türkischen Streitkräfte abzuziehen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch erneut – wie zuvor auch sein russischer Amtskollege Wladimir Putin – auf das Adana-Abkommen zwischen Ankara und Damaskus hingewiesen. Dieses Abkommen erlaube der Türkei eine Intervention in Syrien.

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USA
40 Mio Dollar an türkischen Geschäftsmann: Weltbank verurteilt Usbekistan

40 Mio. Dollar Schadensersatz für türkischen Unternehmer Washington (nex) –  Das Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) hat die usbekische Regierung dazu verurteilt, aufgrund der illegalen Enteignung des Besitzes des türkischen Textil- und Süßwarenherstellers “Günes”, 40 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen. Güneş zufrieden mit dem Urteil Der Unternehmensführer der türkischen Firma, Vahid Güneş, hatte von der usbekischen Regierung 180 Millionen Dollar sowie weitere Schadensersatzansprüche gefordert. Das Gericht kam damit den Forderungen des Geschädigten teilweise nach. Der türkische Geschäftsmann zeigte sich mit dem Urteil des Gerichts zufrieden. Geschäftsführer eines Einkaufszentrum Vahid Güneş war zwischen 2004-2011 als Unternehmer Geschäftsführer des großen Einkaufszentrums Turkuaz in der Hauptstadt Taschkent. Die Hölle in Usbekistan erlebt Doch was war geschehen? Güneş berichtet über seine Zeit in usbekischer Einzelhaft und sagt: „Ich habe in Usbekistan die Hölle erlebt“. Ferner erzählt Güneş seine Erlebnisse, die einem Krimi würdig ist: „Ich befand mich am 2. März 2011 gegen 10:30 Uhr in meinem Einkaufszentrum. Es kamen plötzlich etwa 300 vermummte und bewaffnete Personen und umzingelten das Gebäude. Wir wussten nicht, was um uns geschieht. Sie haben mich in meinem Büro festgehalten.“ Über eine Woche Dauerbewachung im eigenen Büro Güneş wurde von ca. 50 bewaffneten Leuten bewacht. „Sie haben mich sieben, acht Tage im Büro festgesetzt“, so der Geschäftsmann. Plünderung der Waren „Während sie mich im Büro festhielten, haben sie das Einkaufszentrum geplündert. Sie haben die geplünderte Ware in mehrere Lastwagen geladen, die sie vor die Tore gefahren haben.“ Einzelhaft im Geheimdienstgefängnis „Nachdem ein Haftgrund erfunden wurde, haben sie mich in ein Gefängnis gesteckt.“ Und: „Ich wurde nahezu neun Monate lang in Einzelhaft gehalten.“ Der Ort, wo Güneş inhaftiert war, befand sich laut seiner Aussage unter der Obhut des usbekischen Geheimdienstes. „Ich habe so viel entsetzliches Leid ertragen. Am Ende kam ich gegen ein Lösegeld von 700.000 Dollar raus, das mein Bruder bezahlt hat“, so der türkische Unternehmer gegenüber türkischen Medien 2012.

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– NEX24-Reportage – Usbekistan: „Die Korruption ist noch immer allgegenwärtig“

Usbekistan, das 1991 seine Unabhängigkeit vom sozialistisch-sowjetischen Block erklärte, wurde 25 Jahr lang von Islam Karimov regiert. Nach Einschätzung der Mehrheit politischer und ökonomischer Kommentatoren ist Usbekistan in dieser Zeit nach außen autark und nach innen repressiv sowie etatistisch geblieben. Karimov verstarb im September 2016.

Usbekistan: „Die Korruption ist noch immer allgegenwärtig“

WM in Wuhan
Weitere Medaille für türkische Ringer: Auch Riza Kayaalp holt Gold bei Militärolympiade

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Ringen: Goldmedaille für Türke Rıza Kayaalp bei Militär-Olympiade Wuhan – Der türkische Nationalringer Rıza Kayaalp ist Olympiasieger im Ringen bei den diesjährigen Militärweltmeisterschaften im chinesischen Wuhan geworden. In der Schwergewichtsklasse bis 130 KG traf der Türke im Finale im griechisch-römischen Stil im Schwergewicht auf seinen estnischen Gegner Heiki Nabi, den er nach einem spannenden Kampf mit 3:1 besiegte. Zuvor hatte der Türke Taha Akgül im freien Stil in der Gewichtsklasse bis 125 KG seinen iranischen Rivalen mit 3:0 besiegt. Bereits fünf Medaillen Damit hat die Türkei bei den Militär-Olympiaden in China schon zwei Gold- und drei Bronzemedaillen gewonnen. Auch Kayaalp zeigt den Militärgruß Sowohl Rıza Kayaalp als auch Taha Akgül machten auf dem Siegertreppchen den obligatorischen Militärgruß. Durch das Salutieren drücken türkische Sportler ihre Solidarität mit den Streitkräften aus, die derzeit an einer Anti-Terror-Offensive gegen die Terrororganisation YPG/PKK in Nordsyrien teilnehmen. Militärolympiaden seit 1995 Die Militärolympiaden werden seit 1995 alle vier Jahre nach Vorbild der Olympischen Spiele im Sommer und seit 2010 alle vier Jahre im Winter durch den Militär-Weltsportverband ausgetragen. Dabei finden die Sommerspiele immer ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen statt, die Winterspiele werden im selben Jahr ausgetragen. Die siebte Auflage des Sommerevents findet seit vergangenen Freitag und noch bis zum 30. Oktober im chinesischen Wuhan statt. Kayaalp ging schon in den Jahren 2010 und zwischen 2012 und 2018 aus acht europäischen Turnieren als Sieger hervor und wurde 2019 zum vierten Mal Weltmeister. Insgesamt gewann der 29-Jährige 19 Goldmedaillen, die erste bei der Weltmeisterschaft der Junioren 2008 in Istanbul.

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– WM in Wuhan – Ringen: Goldmedaille für Türke Taha Akgül bei Militär-Olympiade

Der türkische Nationalringer Taha Akgül ist Olympiasieger im Ringen bei den diesjährigen Militärweltmeisterschaften im chinesischen Wuhan geworden. Der Türke traf im Finale im freien Stil im Schwergewicht auf den iranischen Asienmeister Yadollah Mohebbi.

Ringen: Goldmedaille für Türke Taha Akgül bei Militär-Olympiade