Religion
NRW verzichtet auf Kopftuch-Verbot in Kitas und Grundschulen

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen wird es kein Kopftuch-Verbot in Kindertagesstätten und Grundschulen geben. Die Landesregierung ist von entsprechenden Plänen abgerückt. „Wir haben uns entschieden, auf ein Verbot zu verzichten und stattdessen gemeinsam mit dem Schulministerium die Aufklärungsarbeit und Elterninformation in Kitas und Grundschulen systematisch zu verbessern. Ein entsprechendes Programm wird gerade erarbeitet“, sagte die Staatssekretärin für Integration der Landesregierung, Serap Güler der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Vor eineinhalb Jahren hatte Güler erstmals Überlegungen öffentlich gemacht, kleinen Kindern weit unterhalb der Religionsmündigkeit von 14 Jahren in staatlichen Einrichtungen wie Kitas und Grundschulen das Tragen von Kopftüchern zu untersagen. Nach eingehender juristischer Prüfung wurden diese Pläne nun verworfen. „Es ist rechtlich umstritten, ob ein Kopftuch-Verbot als Eingriff in die Religionsfreiheit und in Elternrechte vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben würde“, sagte Güler der WAZ. Ein Gutachten, das die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte, habe die Bedenken eher verstärkt. Die Menschenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ dagegen halte das staatliche Einschreiten gegen eine Frühverschleierung wegen der religiösen Konditionierung der Kinder sehr wohl für geboten. „Ein langer Rechtsstreit hilft niemandem weiter“, so Güler.

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– Halal-Challange – Kommentar: Wenn die „Islam-Kritiker“ mit dem Schweinefleisch spielen

Wenn du denkst, du hast alle bescheuerten Aktionen bei Facebook längst gesehen, kommt eine noch größere Dämlichkeit daher.

Kommentar: Wenn die „Islam-Kritiker“ mit dem Schweinefleisch spielen

Dersim-Aufstand
Kommentar: Der türkische Generalstab nahm die weltweit aufkeimende Gefahr von Giftgas sehr ernst

Über die türkische Bestellung von Giftgas aus dem Edeka für die Bevölkerung von „Dersim“ Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Ein TV-Beitrag der „ttt“ in der ARD hat am vergangenem Sonntag die Geschehnisse von 1937 und 1938 in der türkischen Provinz Tunceli (Dersim) behandelt. Unter dem Titel „Wie Kemal Atatürk Aleviten ermorden ließ“ wurde in der TV-Sendung behauptet, wie unter Einsatz von Giftgas aus Deutschland angeblich „Aleviten“ ermordet wurden. Das ist schlichtweg Irreführung der öffentlichen Meinung und ein Schlag ins Gesicht der „alevitischen“ Minderheit in der Türkei. In dem Dokument den die ARD TV-Sendung „ttt“ hervorgekramt hat und aus dem hervorgehen soll, dass das Giftgas aus Deutschland für die Bevölkerung von „Dersim“ bestimmt war, wird der Name „Dersim“ oder Tunceli nicht einmal erwähnt. Man ist sich aber sehr wohl sicher, dass die Türkei den Einsatz von Giftgas praktisch gegen „Aleviten“ vollzogen hat, nur weil das „Bruderland“ just zu der Zeit ein nationalsozialistisches Deutschland war. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die völkischen Kurden und PKK-Versteher gerade deshalb so beherzt daran arbeiten, diese Konstellation mit Rotstift zu unterstreichen. Die sogenannten Belege zeigen jedoch nur auf, dass die Türkei vor dem Zweiten Weltkrieg angeblich Giftgas von Deutschland bezogen haben will. Ob eine Lieferung auf Bitten der Türkei aus Deutschland erfolgte, steht aber noch immer im Raum. Es steht auch noch im Raum, ob das Dokument, dass die Order für Giftgas beinhaltet, aus dem türkischen Staatsarchiv stammt. Das ist ebenfalls nicht sicher. Es ist sogar die Rede von einer Fälschung, die sich in eine Reihe von vielen gefälschten Dokumenten wiederfindet. Mal davon abgesehen, hatte die Türkei sehr wohl Interesse an chemischen Waffen, aber ein anderes wie man es ihr unterstellen will. Das türkische Parlament nahm am 4. Mai 1925 das Genfer Protokoll an, die am 17. Juni 1925 in Genf von Unterzeichnerstaaten wie der Türkei dann ratifiziert wurde. Was das ist? Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag über das Verbot der Verwendung von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen sowie von bakteriologischen Mitteln im Kriege. Das Protokoll verbot damals den Gebrauch chemischer und biologischer Waffen, es enthielt allerdings keine Vorgaben zu deren Entwicklung, Herstellung und Lagerung. Aus diesem Grund wurden mit der Biowaffenkonvention (1972) und der Chemiewaffenkonvention (1993) im Nachhinein zwei weitere Verträge abgeschlossen, die entsprechende Regelungen zu Rüstungsbeschränkungen und Abrüstungsverpflichtungen enthielten. Auch die Türkei unternahm damals aufgrund der weltweit herrschenden Giftgas-Gefahr Schritte, um sich militärisch wie zivil abzusichern und Vorkehrungen gegen den Einsatz von chemischen Waffen gegen die Türkei zu treffen. So veröffentlichte 1927 der türkische Generalstab für die gesamten Streitkräfte eine Lektüre, in der über Giftgas-Angriffe Aufklärung betrieben wurde. Man nahm die Gefahr so ernst, dass die Militärangehörigen den Nachweis erbringen mussten, diese Lektüre gelesen oder die Ausbildung darin abgeschlossen zu haben. Die Zivilbevölkerung wurde mit Aufklärungskampagnen über Giftgas informiert. Es wurden Lektüren veröffentlicht, Plakate aufgehängt, in Zeitungen Hinweise und Handlungsanweisungen bei Giftgas-Angriffen abgedruckt. Man war sich offensichtlich über die schwelende Gefahr eines bevorstehenden Konflikts größeren Ausmaßes bewusst. Die weltweit aufkeimende Gefahr über die Entwicklung und Einsatz von Giftgas nahm der türkische Generalstab sehr ernst, zumal man deshalb eigens dafür in der Armee eine Unterabteilung für chemische Waffen einrichtete. Der damalige Generalmajor Hüsnü Riza Ünsal veröffentlichte daraufhin als leitender Kommandeur der Abteilung für chemische Waffen eine Lektüre, in der er vor der weltweiten Gefahr von Einsatz von chemischen Waffen gegenüber der Türkei warnte. Die bedrohliche Wahrnehmung wurde offenbar durch den weltweiten Einsatz von chemischen Kampfstoffen genährt. So verwendete ein Verband der sowjetischen Armee während des Bauernaufstands von Tambow 1920/21 chemische Kampfstoffe zur Bekämpfung der aufständischen Bauern ein. Im Rifkrieg in Nordmarokko setzte Spanien ab 1924 chemische Waffen gegen die aufständischen Rifkabylen, einen Berber-Stamm, ein. Dabei wurde Spanien von Frankreich und in einem Geheimvertrag von der deutschen Reichswehr unterstützt. Die Royal Air Force setzte in der Bekämpfung von Kurden im irakischen Sulaimaniyya zwischen März 1923 und Mai 1924 insgesamt viermal Bombeneinsätze mit Giftgas ein, um den abtrünnigen Anführer Mahmud Barzandschi in die Knie zu zwingen. Ein weiteres Mal wurde Giftgas vom faschistischen Italien im Zweiten Italienisch-Libyschen Krieg sowie im Italienisch-Äthiopischen Krieg (1935–1936) verwendet. Von den militärischen Warnungen und Hiobsbotschaften inspiriert, nahm sich auch der aus Kayseri stammende Chemiker Salih Turgay dem Thema an und veröffentlichte eine wissenschaftliche Abhandlung über chemische Waffen und ihre Wirkung auf die Zivilbevölkerung. Das Thema nahm solch eine Brisanz an, dass es auch in Schulen im Schulunterricht übernommen wurde. Wie man erkennen kann zeigte sich die türkische Führung über die weltweite Produktion und Einsatz von chemischen Waffen besorgt, zumal die Briten nach dem Ersten Weltkrieg bis weit in das Jahr 1927 hinein im Nachbarland Irak immer wieder chemische Waffen eingesetzt hatten. In Anbetracht der Tatsache, dass der Erste Weltkrieg nur wenige Jahre zurücklag und der Einsatz von chemischen Waffen den Europäern weiterhin keine Kopfschmerzen bereitete, unternahm die Türkei jedwede Schritte, um dieser Gefahr zu begegnen. Dazu gehörte offenbar auch, dass man sich chemische Waffen besorgen wollte und damit die Politik der Abschreckung verfolgte. Ob dieses im Raum stehende Giftgas von Deutschland bezogen wurde, ist nicht belegt. Um das zu belegen, müsste Deutschland ihre Archive durchforsten und entsprechende Akten aufzeigen, die eine Lieferung von chemischen Waffen nachweisen. Der entscheidende Punkt in dieser Thematik ist aber, dass die Türkei offenbar bis weit in den April 1939 hinein kein Giftgas besaß oder in der Lage war, welches selbst zu produzieren. Das geht auch aus britischen Archiven heraus, zumal die türkische Führung nach der Anfrage in Deutschland von 1937, diesmal 1938 das britische Königreich um Lieferung und Ausbildung zu chemischen Kampfstoffen bat, jedoch offenbar auch hier hingehalten wurde. Fest steht aber, dass der letzte Aufstand von „Dersim“ bereits im September 1938 niedergeschlagen wurde. Wie konnte die türkische Armee ohne grundlegende Kenntnisse über chemische Kampfstoffe und Produktionsanlagen bzw. Lieferungen aus dem Ausland dieses angebliche Giftgas-Angriff bewerkstelligen? Das Bild zeigt einen türkischen Soldaten mit Gasmaske während der Militärübung von 19. August 1939 in Istanbul.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Kommentar – Der Zeitgeist der „Kurden“ und Atatürk im Lichte der Gegenwart

Ein TV-Beitrag der „ttt“ in der ARD hat am vergangenem Sonntag die Geschehnisse von 1937 und 1938 in der türkischen Provinz Tunceli (Dersim) behandelt. Unter dem Titel „Wie Kemal Atatürk Aleviten ermorden ließ“ wurde in der TV-Sendung behauptet, wie unter Einsatz von Giftgas aus Deutschland angeblich „Aleviten“ ermordet wurden. Das ist schlichtweg Irreführung der öffentlichen Meinung und ein Schlag ins Gesicht der „alevitischen“ Minderheit in der Türkei. Ein Kommentar.

Kommentar: Der Zeitgeist der „Kurden“ und Atatürk im Lichte der Gegenwart

Kommentar
Kommentar: Der Zeitgeist der „Kurden“ und Atatürk im Lichte der Gegenwart

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Ein TV-Beitrag der „ttt“ in der ARD hat am vergangenem Sonntag die Geschehnisse von 1937 und 1938 in der türkischen Provinz Tunceli (Dersim) behandelt. Unter dem Titel „Wie Kemal Atatürk Aleviten ermorden ließ“ wurde in der TV-Sendung behauptet, wie unter Einsatz von Giftgas aus Deutschland angeblich „Aleviten“ ermordet wurden. Das ist schlichtweg Irreführung der öffentlichen Meinung und ein Schlag ins Gesicht der „alevitischen“ Minderheit in der Türkei. Vor allem ist es eine unwissenschaftliche und nicht objektive Herangehensweise. In der Türkei und in Deutschland hat der TV-Bericht deshalb für Furore gesorgt und wie ich finde zurecht. Etliche türkische Historiker, Journalisten und Politiker in der Türkei sprechen von Propaganda, die nun aus Deutschland los getreten werde, nach dem es vor Jahren in der Türkei geradezu ausgeschlachtet wurde. Man kann es Propaganda nennen, zumal die Echtheit der zitierten Audioquelle, angeblich vorhandener echter Dokumente oder die Oralhistorie innerhalb der Familien nicht verifizierbar ist oder bewusst aus dem Kontext gerissen wird. Aber zurück zur TV-Sendung: Max Moor, der Moderator der TV-Sendung, beginnt auch gleich damit, das sogenannte „rückständige“ Osmanische Reich durch Atatürk in die Moderne führen zu lassen. Dabei habe laut Moor Atatürk z.B. die religiösen Führer entmachtet. Moor hat wohl noch nicht begriffen, dass die Moderne längst auch die Fälscher in der Türkei erreicht hat, dass die Moderne derzeit vom Weltklima bedroht wird, der einzige klimaneutrale Staat auf der Erde das „rückständige“ Bhutan ist und nicht das Moderne Deutschland; so leicht kann man sich also irren. Und man irrt sich auch in anderen Themen: Der wohl entscheidenste Punkt der TV-Sendung bezieht sich auf ein sogenanntes Dokument, das angeblich aus dem türkischen Staatsarchiv stammen soll. Was einem auf Anhieb nicht auffällt, weil ja die Ungeheuerlichkeit einen fesselt, ist, dass die Unterschrift des „Reisi Cumhur“, also des Staatspräsidenten Atatürk auf vielen Heckpartien von Modernen Fahrzeugen klebt. Außerdem ist es doch fast schon merkwürdig, dass die Unterschriften der vielen Minister und Kabinettsmitglieder in den vielen sogenannten „echten“ Dokumenten eins zu eins gleichen. Man muss nur die Suchmaschine Google anschmeißen, um etliche solcher Dokumente mit Haar-gleichen Unterschriften zu finden, die sich exakt gleichen. Wie viele Fälschungen, die angeblich aus dem türkischen Staatsarchiv stammen sollen, will man eigentlich noch auftischen? Ich erhebe also den Vorwurf, dass das besagte Dokument nicht echt ist, dass dieses Dokument wie mit vielen anderen Dokumenten seit Jahren kursieren, die angeblich dies oder das beweisen sollen. Es ist doch fast schon sicher woher oder aus welcher Ecke dieses Dokument wieder einmal entsprungen ist. Vor Jahren wurde der groteske Vorwurf schon einmal medial ausgesprochen, die türkische Armee habe Giftgas gegen die Bewohner von Tunceli eingesetzt, man habe dabei die hitlerische Hilfe in Anspruch genommen. Damals waren es sogenannte Journalisten der PKK-nahen Propagandamaschinerie. 2011 setzte dann der Journalist der AKP-nahen „Yeni Şafak“ Yaşar Taşkın Koç unter Verwendung des Dokuments, die „ttt“ ja nun erneut aufgetischt hat, erneut das Gerücht, die heute die Schlagzeilen füllen. Dann, 2014, fällt in diesem Zusammenhang in den türkischen Medien auch der Name des „Dersimer“ Hasan Saltık, der erneut irgendwelche Dokumente vorlegt, aus der hervorgehen soll, dass die türkische Armee Giftgas eingesetzt habe. Bis heute ist nicht erwiesen, dass die für die Vorwürfe verwendeten Dokument, die „ttt“ selbstbewusst ebenfalls zu Felde anführt, echt sind bzw. aus dem türkischen Archiv stammen. Hunderte türkische Historiker aller ideologischer Richtungen müssen offenbar blind gewesen sein, diese historisch wichtigen Dokumente zu übersehen. Man muss schon ziemlich ideologisch verblendet sein, um dem etwas abzugewinnen. Zum anderen kann ein einziges Dokument nicht beweisen, dass die türkische Regierung das Giftgas aus Deutschland erworben und auch einsetzen ließ. Man müsste mitunter auch die deutschen Archive durchforsten und sicherstellen, ob denn diese angeblich von der Türkei angeforderte Giftgas-Lieferung erfolgte, ob sie und wo sie vermutlich eingesetzt wurden. Es stellt sich auch die Frage, wie man es damals bewerkstelligt hat, Giftgas-Bomben für Flugzeuge zielgenau auf Höhlen abzuwerfen, ohne dabei Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, zumal ja genau das offenbar „bestellt“ wurde; und keine Mörsergranaten mit Giftgas, die ihren Zweck vielleicht erfüllen könnten. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass die damaligen chemischen Kampfstoffe nicht effizient oder im Umgang sehr unsicher waren, was den zielsicheren Einsatz anbelangt. Es stellt sich also die grundlegende Frage, ob denn so etwas zu damaliger Zeit möglich war, ob die Lieferung aus Deutschland tatsächlich erfolgte und ob es ein Kampfpilot im Jahre 1937/1938 geschafft hat, eine Bombe zielgenau auf einen Höhleneingang in einer unwegsamen Region abzuwerfen. Auf der anderen Seite – sollten die Vorwürfe je zutreffen – muss man sich auch vergegenwärtigen, welcher Zeitgeist damals in Zusammenhang mit Giftgas herrschte. Jetzt in Schnappatmung zu geraten, ist unwissenschaftlich und nicht objektiv. Nach dem Ersten Weltkrieg sah man es in den USA als ein „höchst effektiven und zugleich humansten aller Waffen“ an, wenn man von Giftgas sprach. Der britische Kriegsminister Winston Churchill meinte zu jener Zeit gar: „Ich verstehe die Zimperlichkeit bezüglich des Einsatzes von Gas nicht. Ich bin sehr dafür, Giftgas gegen unzivilisierte Stämme einzusetzen“, wobei er von der arabischen Bevölkerung im Irak, aber auch den Kurden in Sulaimaniyya sprach. Bis heute hält sich hartnäckig der Verdacht, dass die britische Armee in den Gefangenenlagern auf der Halbinsel Sinai türkische Soldaten mit Giftgas- bzw. Giftbädern zum erblinden brachte. Offenbar wurden sie als lebende Versuchsobjekte für neue chemische Kampfmittel missbraucht. Zuerst einmal muss man verstehen, dass in der Türkei das Thema „Dersim“ bzw. „Kurden-Aufstände“ seit Jahrzehnten wissenschaftlich, politisch wie medial, öffentlichkeitswirksam behandelt wird. Hier so zu tun, als seien die „kurdischen“ Aufstände ein Tabuthema in der Türkei, ist absurd und entbehrt jedweder Grundlage. Bereits kurz nach der Niederschlagung des Tunceli-Aufstands waren etliche türkische Abgeordnete darum bemüht, die Umstände und das Leid der Bevölkerung in Tunceli aufzuklären bzw. zu lindern, die durch die Kämpfe verursacht wurden. Vielleicht sollte „ttt“ das mal beherzigen, anstatt so zu tun, als sei die junge Republik stets bestrebt gewesen, unter allen Umständen über „Leichen“ zu gehen und zu versuchen jedwede wissenschaftliche wie öffentliche Debatte im Keim zu ersticken. Mustafa Kemal Atatürk ist der Gründer der türkischen Republik, ja! Er ist kein Übervater und auch kein Übermensch. Dieser Nationalstaat hat, wie der deutsche TV-Sender ARD diesmal in diesem Punkt richtigerweise festgestellt hat, eine Sprache, eine staatlich gelenkte Religion und viele ethnische Völker vereint. Was Anatolien bzw. die Türkei nach dem Ersten Weltkrieg und während des Befreiungskampfes bis weit in das Jahr 1938 entzweite, war, dass die Siegermächte des Ersten Weltkriegs verschiedenen Stammesführern und religiösen Oberhäuptern Unabhängigkeit oder einen Nationalstaat versprachen, während man den Vertrag von Sèvres formulierte. Das ist deshalb wichtig, weil manche sogenannten „Experten“ wie der Essener Prof. Burak Copur den Türken insgesamt Nationalismus vorwerfen, als sogenannte Opfer die Koçgiris oder Seyit Rızas Gefolgschaft anführen. Dabei waren doch diese Stammesführer und religiösen Oberhäupter jene selbst, die sich von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs etwas wie einen Nationalstaat bzw. Souveränität erhofften und Hilfen forderten und auch bekamen. Was der exportiere Nationalismus aus Europa in den betroffenen Ländern verursachte, kann man mitunter noch immer im Balkan bewundern. Es ist doch kein Geheimnis mehr, dass im November 1920, also zu Beginn des türkischen Befreiungskampfes, diese religiösen und ethnisch-nationalen Stammesführer in İmranlı zusammen kamen, um ihre nationalistischen Ziele zu formulieren und zu konkretisieren. Am 8. Dezember 1920 forderten die Führer der Koçgiri dann in einem Telegramm an Mustafa Kemal Pascha die Einrichtung eines unabhängigen Kurdistans. Es sollte die Provinzen Diyarbakir, Mamuret ül-Aziz, Van und Bitlis umfassen. Sie beriefen sich dabei auf den Vertrag von Sèvres und drohten offen mit Waffengewalt. Wenn das kein Nationalismus ist, was dann? Die provisorische Regierung in Ankara stand nun massiv unter Druck; auch gewollt von den Siegermächten. Um nicht an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, entschied sich das türkische Nationalparlament in Ankara, sich erst mit dem Stamm der Koçgiri zu beschäftigen, das Aufbegehren in „Dersim“ unter dem Stammes- und religiösen Oberhaupts Seyit Rıza vorerst einmal zu ignorieren. Es ging also nicht explizid um „Kurden“ oder „Aleviten“ bzw. „Zazas“, sondern nur um die Durchsetzung der stattlichen Autorität gegenüber kleinen Machtgefügen, die die Staatsmacht in Abrede stellten. Der Koçgiri-Aufstand wurde trotz mehrfacher und vorheriger Appelle und dringlicher Vermittlungsversuche innerhalb des türkischen Parlaments an kurdische Nationalisten der „Gesellschaft für den Aufstieg Kurdistans“ Mitte Juni 1921 dann vorerst niedergeschlagen, um sich danach der Front gegen die griechische Besatzungsarmee zu widmen. Damit war zwar der Stamm der Koçgiri und die nationalistische „Gesellschaft für den Aufstieg Kurdistans“ während des Befreiungskrieges gegen die griechische, britische, französische und italienische Besatzungsarmee vom Tisch, der weitaus mächtigere Oberhaupt Seyit Rıza stellte aber weiterhin eine Gefahr für die noch sehr junge Republik dar, was sich auch bald herausstellen sollte. Deshalb sollte sich das Kulturmagazin des ARD „ttt – titel, thesen, temperamente“ doch bitteschön den damaligen Zeitgeist vergegenwärtigen, um diese Art von Konflikt zu verstehen. Da stehen sich zwei ideologische Gleichgesinnte gegenüber: einmal der türkische Nationalstaatsgedanke der sich aus der Asche des Osmanischen Reiches erhebt und zum anderen der kurdische Nationalstaatsgedanke, der sich aus Feudalherren und religiösen Oberhäuptern zusammensetzt und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Letztere hatten auch andere Beweggründe, um Aufstände gegen die Ankaraner Regierung anzuzetteln: die bedrohte Stellung als Oberhaupt, wirtschaftliche Erwägungen, die gepflegte Vielweiberei oder der Analphabetismus, um das untergeordnete Volk weiterhin beherrschen zu können. Es ist doch völlig absurd, dass gerade die selbsternannten „Sozialisten“, „Liberalen“ oder „Linken“ eine öffentliche Debatte anzetteln, dessen Kernthema sich doch auf Nationalismus, Feudalismus oder religiösen Fanatismus bezieht. Es ist bezeichnend dafür, wie grotesk die hiesige Debatte angestoßen wird, um die türkische Geschichte nach eigenen Maßstäben und aus dem Zeitkontext herausgerissen neu zu bewerten. Dabei ist doch längst bekannt, wer diesen Feudalismus und diese Stammesstrukturen Ende der 60er Jahre mit bekämpft, dann aber seit Ende der 90er Jahre den völkischen Nationalismus wiederentdeckt hat: der Führer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan. Das sich nun gerade jene hervorheben, die diese patriarchalisch-religiöse Strukturen klammheimlich in Abrede stellen – da wird doch die Audio-File eines türkischen Ministers tatsächlich genau darin verkürzt wiedergegeben – oder nicht erwähnen, zeigt doch, auf welchen Pfaden sich diese Herrschaften bewegen, um ihren Nationalismus unbehelligt weiterhin frönen zu dürfen. Es ist der Irrwitz der „kurdischen“ Geschichtsschreibung schlechthin, sich gerade auf solche Herrschaften einzulassen – und die ARD lässt sich dafür auch noch instrumentalisieren oder verfolgt sie dabei gar eine eigene Agenda? Dienen solche TV-Sendungen eigentlich nun der Aufklärung oder der Verblödung? Der öffentlich-rechtliche TV-Sender ARD hätte sich nicht einseitig mit „Experten“ eindecken dürfen, um diese These in die Welt zu setzen, die die AKP-nahe „Yenisafak“, die PKK-nahe „Özgür Gündem“ vor Jahren schon einmal in die Welt gesetzt hat und seither einen Beweis schuldig blieb. Zudem, böse Zungen würden ja behaupten, dass man hier mit aller Macht versucht Parallelen zur Nazi-Zeit zu ziehen um das deutsche Gewissen zur erleichtern. Nun ist die Shoah mit 6 Millionen vergasten Juden eben kein kleines Delikt wie die Niederschlagung einer nationalistisch-kurdischen Aufstandsbewegung.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Terrorismus – Kurden-Präsident Barzani: Die Türkei hat kein Problem mit Kurden

Der Präsident der „Autonomen Irakischen Region Kurdistan“ (KRG), Necirvan Barzani, hat sein Volk dazu aufgerufen, sich von der Terrororganisation PKK zu distanzieren.

Kurden-Präsident Barzani: Die Türkei hat kein Problem mit Kurden

Gesundheit
Türkei: Alle Zigaretten künftig in schwarzen Standardpackungen ohne Logos

Ankara – In ihrem Kampf gegen das Rauchen hat die türkische Regierung einen weiteren Schritt angekündigt. Ab dem morgigen Donnerstag sollen alle im Land verkauften Tabakerzeugnisse und Zigaretten mit einfachen, einheitlichen Verpackungen versehen werden. Die bereits hergestellten Produkte sollen noch bis zum 5. Januar verkauft werden dürfen. Die neue Regel zielt darauf ab, die Attraktivität und die irreführenden Eigenschaften von Verpackungen mit verschiedenen Farben und grafischen Designs zu beseitigen und die abschreckende Wirkung von Gesundheitswarnungen zu verstärken, so der Minister für Land- und Forstwirtschaft der Türkei, Bekir Pakdemirli, in einer Erklärung. Die neuen Verpackungen werden eine Farbe mit einer Standardformation von Markennamen und anderen notwendigen Informationen haben, aber kein Logo oder andere Unterscheidungsmerkmale. Warnfotos werden 85 Prozent der Verpackungen abdecken und eine Hotline-Nummer soll Menschen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Informationen zu Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid werden auf den neuen Verpackungen nicht mehr zu sehen sein. Pakdemirli erklärte, dass die Maßnahme darauf abziele, Menschen vom Konsum von Tabakwaren und Zigaretten abzuhalten.

Berlin
Nach Mord an Tschetschenen: Deutschland weist russische Diplomaten aus

Berlin – Nach dem Mord an einem Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit in Berlin, hat die Bundesregierung zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Sie seien mit sofortiger Wirkung zu unerwünschten Personen erklärt worden, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Nach SPIEGEL-Informationen sind sie Agenten des militärischen Geheimdienstes GRU. Die Bundesanwaltschaft hatte zuvor die Übernahme der Ermittlungen von der Berliner Staatsanwaltschaft bekannt gegeben und erklärt, dass sie Anhaltspunkte für die Beteiligung staatlicher Stellen in Russland sieht. Das Auswärtige Amt begründete die Ausweisung damit, dass russische Behörden „trotz wiederholter hochrangiger und nachdrücklicher Aufforderungen“ nicht hinreichend an der Aufklärung der Tat mitgewirkt hätten. Die Tat in Berlin ist damit zu einer schweren Belastung für das deutsch-russische Verhältnis geworden, berichtet der Tagesspiegel. „Weitere Schritte in dieser Angelegenheit behält sich die Bundesregierung im Licht der Ermittlungen vor“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts. Der russische Botschafter in Berlin wurde am Mittwochmorgen ins Auswärtige Amt einbestellt, um ihm die Entscheidung mitzuteilen. Bereits vor zwei Wochen war er zum Gespräch gebeten worden, um Russland noch einmal zur Mithilfe bei der Aufklärung des Mordes aufzufordern, berichtet der Tagesspiegel weiter. Russland kündigte an, mit entsprechenden Schritten zu reagieren. Die Ausweisung der beiden Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin sei „unbegründet und unfreundlich“, erklärte das Außenministerium in Moskau. „Wir sind gezwungen, eine Reihe von Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.“ Das ist eine absolut haltlose Spekulation“, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zu dem Verdacht, den er auf „irgendwie aufgebauschte Meldungen deutscher Medien“ schob, berichtet die BILD. Zelimkhan Khangoshvili war am 23. August im Kleinen Tiergarten in Berlin erschossen worden. Khangoshvili kämpfte Anfang der Nullerjahre im Tschetschenien-Krieg gegen Russland. Später kooperierte er mit den Sicherheitsbehörden in Georgien und der Ukraine und hat dabei offenbar auch Informationen über russische Spionageaktivitäten geliefert. Vor knapp drei Jahren war er nach Deutschland übergesiedelt und hatte erfolglos Asyl beantragt, berichtet der Spiegel.

Gesundheit
Masern: Ungeschützt trotz Impfung

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Vielen Erwachsenen in Deutschland ist nicht bewusst, dass sie trotz Masernimpfung ungeschützt sind. Wer nach 1970 geboren wurde und in der Kindheit nur eine Impfung erhielt, sollte den Schutz dringend nachholen, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ schreibt. Heute weiß man, dass die erste Dosis nicht immer anschlägt. Seit 2000 werden daher für Kinder zwei Impfungen empfohlen – die erste zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten. Die Hälfte der Erkrankten musste in die Klinik Auch wer unsicher ist, ob überhaupt eine Impfung erfolgte, sollte sich immunisieren lassen. „Wichtig ist dies vor allem vor Fernreisen“, sagt Professorin Marylyn Addo, Leiterin der Infektionsabteilung am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Erwachsene sind keineswegs vor der vermeintlichen Kinderkrankheit geschützt. Bei den jüngsten Masernwellen war etwa die Hälfte der Betroffenen älter als 20 Jahre. Bei ihnen verläuft die Infektion besonders schwer. Etwa die Hälfte der 543 Patienten, bei denen 2018 eine Infektion festgestellt wurde, musste im Krankenhaus behandelt werden – besonders Kinder zwischen einem und vier Jahren sowie Erwachsene zwischen 20 bis 39. Bei bis zu einem Fünftel kommt es zu Komplikationen wie Entzündungen von Mittelohr und Lunge. Bei einem von 1.000 Erkrankten entzündet sich das Gehirn, mitunter mit bleibenden Schäden. Masern-Erreger sind hochansteckend Die Masern-Erreger zählen laut Addo „zu den ansteckendsten, die wir kennen“. Für eine Übertragung muss man den Erkrankten nicht einmal berühren. Oft genügt es, wenn man dieselbe Luft atmet. „Schon wer mit einem Infizierten im Bus fährt, kann sich anstecken“, sagt die Expertin. Selbst wenn sich ein Patient zum Beispiel in einer Arztpraxis nicht mehr im Raum befindet, kann es zu einer Übertragung kommen. In feinen Tröpfchen in der Luft überleben die Masernviren bis zu zwei Stunden.

Gesundheit
Studie: Immer mehr Jugendliche gestresst durch digitale Medien

Der Trend ist erschreckend: Immer mehr junge Bundesbürger fühlen sich durch digitale Medien zunehmend gestresst. Waren es im Vorjahr noch 36 Prozent, so liegt deren Anteil in diesem Herbst bereits bei 41 Prozent. Auslöser sind dabei vor allem die vielen Ablenkungsmöglichkeiten durch Chats, Videos oder Social Media sowie die ständige Erreichbarkeit für Freunde und Familie. Um den Stress durch digitale Medien zu verringern, empfehlen sich digitale Auszeiten – das Erfolgsgeheimnis der „entspannten“ jungen Bundesbürger. Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Gesundheit 2019“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“. Mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen 14 und 34 Jahren wurden dafür befragt. Vor allem junge Frauen fühlen sich von sozialen Medien unter Druck gesetzt: 78 Prozent erkennen in Chats, Videos und Social Media Stressauslöser, bei den Männern sind es 58 Prozent. „Je jünger die Befragten, desto intensiver nehmen sie Aktivitäten in den sozialen Medien als soziale Verpflichtung wahr. In der Altersgruppe von 14 bis 17 fühlen sich fast neun von zehn gestresst angesichts der Flut von Chats und Statusupdates“, weiß Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse. Mit dem Alter nehme der Social-Media-Stresslevel ab, dafür steige der Druck über die allgemeine Informationsflut an, also z. B. Mails, Newsletter und Nachrichten. Schlafmangel ausgelöst durch digitale Medien „Vor allem die erholsame Nachtruhe leidet unter dem digitalen Dauerfeuer“, so Hantke. Auf die Frage, wie sich der Stress bei ihnen auswirke, antworteten die meisten der Befragten mit „Müdigkeit durch Schlafmangel“ (56 Prozent) und „Probleme beim Einschlafen“ (53 Prozent). Knapp jeder Zweite gab auch „Gereiztheit“ und „Erschöpfung“ an. Die Ärztin warnt vor den Folgen des Schlafmangels: „Insbesondere junge Menschen leiden schnell unter Konzentrationsproblemen und Unaufmerksamkeit.“ Das Bundesgesundheitsministerium hat sich der Empfehlung der Amerikanischen Schlafgesellschaft AASM angeschlossen und empfiehlt eine Schlafdauer von 8 bis 10 Stunden für 13- bis 18-Jährige. Digitale Auszeit ist wichtig Knapp acht von zehn Befragten begegnen dem Stress durch digitale Medien mit „analogen“ Hobbys wie Sport, Musik, Kunst oder sozialen Aktivitäten. Als besonders erfolgreiche Strategie erweist sich die „digitale Auszeit“. Denn von den gestressten Teilnehmern klinkt sich nur jeder Zweite bewusst eine Zeitlang aus dem digitalen Leben aus. Von den nicht gestressten Teilnehmern sind es 76 Prozent, die sagen: „Ich nehme mir digitale Auszeiten, wann und so oft ich will.“ „Ohne digitale Medien geht nichts mehr im Leben junger Menschen. Außerdem erleichtern und vereinfachen Smartphone und Computer das tägliche Leben enorm“, sagt Hantke. „Trotzdem ist es wichtig, zwischendurch alle Geräte mal auszuschalten und sich nur auf sich selbst zu besinnen – ganz ohne Ablenkungen aus der digitalen Medienwelt.“ Die Studie „Zukunft Gesundheit 2019 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ (PDF) finden Sie hier: www.Die-Schwenninger.de/Studie

NATO-Gipfel
Erdogan: Treffen verlief sehr gut

London – Beim zweitägigen NATO-Gipfel in London kam Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Dienstag auch zu einem einstündigen Vierertreffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Frankreichs Emmanuel Macron und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson zusammen. Bei dem Treffen sollte die Lage in Syrien besprochen werden. Merkel war laut der Nachrichtenagentur Anadolu mit dem Treffen sehr zufrieden. Das Meeting sei produktiv verlaufen, zitiert Anadolu die Kanzlerin. Auch der türkische Staatspräsident habe sich zufrieden gezeigt. Auf die Fragen der Journalisten wie das Treffen verlaufen sei antwortete Erdogan mit „sehr gut“.  Auf der türkischen Seite nahmen am Treffen außerdem Finanzminister Berat Albayrak, Verteidigungsminister Hulusi Akar, Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun und Geheimdienstchef Hakan Fidan teil.  

Flüchtlingspolitik
Sachsen will Flüchtlinge nach Syrien-Urlaub möglichst bald abschieben

Sachsen will sobald wie möglich den Abschiebestopp für Syrer auslaufen lassen, um Flüchtlinge nach einem Syrien-Urlaub abschieben zu können. „Sobald es menschenrechtlich vertretbar ist, sollten insbesondere Straftäter, Gefährder und jene, die in ihrer Heimat Syrien Urlaub machen, zurückgeführt werden“, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern befasst sich ab diesem Mittwoch in Lübeck mit dem Abschiebestopp. Die bisherige wiederholte Verlängerung sei „kein Selbstzweck“, betonte der CDU-Politiker. Bei einer weiteren Verlängerung erwarte er vom Bund, „die Lage in Syrien genau im Blick zu behalten“.

Künstlerkollektiv ZPS
Zentralrat der Juden sagt Gespräche mit Aktionskünstlern ab

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Düsseldorf – Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein vereinbartes Gespräch mit der Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit (ZPS) abgesagt. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“. Als Reaktion auf die massive Kritik an der sogenannten Gedenkstätte der Künstlergruppe in Berlin sagte ein Sprecher des ZPS, dass das gesamte weitere Vorgehen der Aktion „nur in enger Absprache“ mit dem Zentralrat der Juden weiterentwickeln werde. „Wir führen diesbezüglich Gespräche mit den Verantwortlichen.“ Ziel sei es, eine gemeinsame Linie zu entwickeln. Dem widersprach Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es entspreche nicht der Wahrheit, dass das weitere Vorgehen in Abstimmung mit dem Zentralrat stattfinde, sagte Schuster der „Rheinischen Post“. „Das Künstlerkollektiv hatte um ein Gespräch gebeten, was aber noch nicht stattgefunden hat. In diesem Gespräch wollten sie ihre Aktion näher erläutern.“ Die Vorgehensweise des Zentrums für politische Schönheit nannte Schuster unseriös. Sie diene offensichtlich ausschließlich dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. „Das geplante Telefonat wurde daher von unserer Seite abgesagt.“ Das ZPS hatte am Montag auf dem Gelände der ehemaligen Krolloper in Berlin eine sogenannte Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Teil der Aktion ist eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe Asche von Opfern der Massenmorde der Nazis enthält. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte die Aktion bei Twitter „problematisch“ genannt. Sollte es sich tatsächlich um Asche von Schoa-Opfern handeln, dann wurde die Totenruhe gestört“, teilte die Organisation mit.

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– Nahostkonflikt – Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Die israelische Besatzung hat Palästina in 17 Jahren (von 2000 bis 2017) rund 48 Milliarden US-Dollar gekostet.

Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar