Gesundheitswesen
Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen: Chancen und Herausforderungen
Kommentar
KI-Aktien: Ist der Hype überschritten – oder beginnt Europas Chance?
Nach einem spektakulären Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) diskutiert der Markt zunehmend über eine mögliche Blasenbildung.
Die hohen Erwartungen haben Schwergewichte wie Nvidia und Microsoft in neue Kursregionen getragen: Ende August liegt Nvidia rund plus 30 Prozent seit Jahresbeginn, Microsoft ca. plus 20 Prozent. Gemeinsam repräsentieren beide rund 15 Prozent des S&P 500, ein Rekordwert, der selbst in einem technologiegeprägten Index hervorsticht.
Wer über marktgewichtete Standard-ETFs investiert, trägt dieses Klumpenrisiko nahezu 1:1 mit. Kernfrage: Sind diese Bewertungen tragfähig oder droht Überhitzung?
Während US-Schwergewichte die Indizes dominieren, rückt Europa bislang weniger in den Vordergrund. Doch mehrere Übernahmen europäischer Technologie-Nebenwerte in den vergangenen zwölf Monaten zeigen, dass hier substanzstarke, oft unterschätzte Geschäftsmodelle vorhanden sind.
Korrekturen ohne Trendbruch
Einzelne KI-Titel verzeichnen immer wieder spürbare Rücksetzer, sobald Erwartungen verfehlt werden (Beispiel August: Palantir: plus 10 Prozent nach Zahlen Anfang August, seither minus 10 Prozent).
Gleichzeitig handeln Microsoft und Nvidia nahe Allzeithochs. In Summe sehen wir keinen Trendbruch. Zwischenkorrekturen werten wir als unterjährige, temporäre Bewegungen. Die strukturellen Wachstumstreiber bleiben intakt, da KI-Prozesse über Branchen hinweg verändert, Effizienzen hebt und neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
Zugleich wächst die Konzentration auf wenige Mega-Caps; die Chancen des KI-Zyklus liegen nicht ausschließlich bei Big Tech.
Warum die Nachfrage nach Rechenleistung steigt
Ein viel diskutierter Punkt ist ein möglicher Kapazitätsüberschuss bei Rechenzentren. Kurzfristig sind Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage denkbar, langfristig treibt die wachsende Zahl von Anwendungsfällen die Nachfrage.
Ein relevanter Treiber sind Small Language Models (SLM). Sie lösen spezifische Aufgaben häufig effizienter und kostengünstiger als Large Language Models (LLM).
Das senkt die Kosten pro Abfrage, verbreitert den Einsatz und erhöht den Bedarf an Infrastruktur und Rechenleistung. In der Ökonomie wird dieser Zusammenhang oft als Jevons-Effekt beschrieben.
Enabler und Anwendungen im Fokus
Unternehmen, die Rechenleistung und Infrastruktur liefern, bilden die technologischen Grundbausteine der KI-Welle. Ein Beispiel ist Alphawave Semi (IP für Hochgeschwindigkeits-
Auf der Anwendungsseite zeigen sich ebenfalls messbare Effekte. So automatisiert der Versicherer Lemonade Prozesse mit Sprachmodellen. Jüngste Entwicklungen helfen zudem, Risiken in der Policenvergabe besser zu bepreisen. Im zweiten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen ein Rekordergebnis.
Konsequenz für Anleger
Die Innovationsimpulse der kommenden Jahre dürften nicht allein von Big Tech ausgehen. Nebenwerte mit belastbaren Geschäftsmodellen und fairen Bewertungen – auch in Europa – können robuste Wettbewerbsvorteile aufbauen.
Weil Big Tech über ETFs in vielen Depots bereits hoch gewichtet ist und Konzentrationsrisiken steigen, spricht viel für bewusste Diversifikation mit Off-Benchmark-Investments in technologiegetriebene Nebenwerte.
1) US-Tech-Schwergewichte und Klumpenrisiko
„Nvidia und Microsoft stehen zusammen für rund 15 Prozent des S&P 500 – ein Rekordwert. Über marktgewichtete ETFs wird dieses Klumpenrisiko nahezu 1:1 in Portfolios getragen.“
2) Korrekturen, aber kein Trendbruch
„Einzelne Rücksetzer bei KI-Titeln sind für uns unterjährige, temporäre Bewegungen – die strukturellen Wachstumstreiber bleiben intakt.“
3) Strukturelle Nachfrage durch Small Language Models
„Small Language Models senken die Kosten pro Abfrage und verbreitern den Einsatz – das erhöht den Bedarf an Infrastruktur und Rechenleistung, oft als Jevons-Effekt beschrieben.“
4) Europa-Substanz
„Während US-Schwergewichte die Indizes dominieren, rückt Europa zunehmend in den Blick: Mehrere Übernahmen europäischer Technologie-Nebenwerte zeigen substanzstarke, oft unterschätzte Geschäftsmodelle.“
5) Konsequenz für Anleger: Diversifikation
„Weil Big Tech in vielen Depots über ETFs bereits hoch gewichtet ist, spricht viel für bewusste Diversifikation mit Off-Benchmark-Investments in technologiegetriebene Nebenwerte.“
Mike Judith, Partner und Chief Sales Officer bei TEQ Capital
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Reisen
Adrenalin unter der Sonne: Abenteuerurlaub in Sharm El-Sheikh
1. Wüstensafaris in Sharm El-Sheikh
Wer Abwechslung vom Strand sucht, findet sie nur wenige Kilometer entfernt: in der endlosen Weite der Wüste Sinai. Ob mit dem Quad durch Sand und Staub oder mit dem Jeep über felsige Hügel – die Wüstensafaris rund um Sharm El-Sheikh sind Abenteuer pur. Das Highlight der Wüstensafari? Der atemberaubende Sonnenuntergang über der Sinai-Wüste, wenn der Himmel in warmen Orange- und Rottönen glüht und die Dünen golden schimmern. Auf die Tour folgt oft ein entspannter Abend in einem traditionellen Beduinencamp: Hier lässt sich der Tag bei guter Gesellschaft, traditionellem Essen und dem Blick auf den klaren Sternenhimmel ausklingen. Achtung, die Wüstensonne hat es in sich. Es lohnt sich also, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor im Gepäck zu haben. Bequeme Kleidung und geschlossene Schuhe sind ebenfalls ein Muss – schließlich geht es über unebenes Gelände und durch heißen Sand. Zum Schutz vor Staub empfiehlt sich ein Halstuch oder ein Tuch für Mund und Nase.2. Tauchen und Schnorcheln in Sharm El-Sheikh
Taucher und Schnorchler erwartet unter der glitzernden Oberfläche des Roten Meeres eine bunte Unterwasserwelt voller faszinierender Korallenriffe, bunter Fische und geheimnisvoller Wracks. Zu den bekanntesten Tauch- und Schnorchelgebieten dieses beliebten Reiseziels zählt der Ras Mohammed Nationalpark – ein geschütztes Meeresreservat, das mit klarem Wasser und einer unglaublichen Artenvielfalt begeistert. Ein weiteres Highlight ist das Wrack der SS Thistlegorm, ein britisches Frachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, das heute zu den spektakulärsten Wracktauchplätzen weltweit gehört. Für Schnorchel-Anfänger und Familien eignet sich besonders das Tiran Island – hier lassen sich schon in geringer Tiefe bunte Fische und lebendige Korallenriffe entdecken.3. Wandern im Sinai-Gebirge
Wer nicht auf die Ruhe der Wüste verzichten möchte, kann sich auf beeindruckende Ausblicke bei einer Wanderung durch das Sinai-Gebirge freuen. Besonders beliebt sind der nächtliche Aufstieg zum Berg Sinai in Begleitung eines Guides und der anschließende Sonnenaufgang – ein einmaliges Erlebnis, das oft mit einem Besuch des historischen Katharinenklosters kombiniert wird. Wichtig: Festes Schuhwerk, warme Kleidung und eine Taschenlampe gehören zur Ausstattung dazu. Die Wanderung dauert nämlich etwa zwei bis drei Stunden und führt über steinige Pfade und zahlreiche Stufen hinauf auf knapp 2.300 Meter. Doch die Anstrengung lohnt sich: Am Gipfel angekommen, werden Wanderer mit einem Sonnenaufgang belohnt, der die ganze Mühe vergessen lässt.4. Bootstouren durch das Rote Meer
Wer das Rote Meer nicht nur vom Strand oder unter Wasser, sondern auch ganz entspannt vom Deck aus genießen möchte, sollte sich eine Bootstour definitiv auf die To-do-Liste schreiben. Täglich starten ab Sharm El-Sheikh verschiedene Ausflüge – ob zu abgelegenen Badebuchten, beliebten Schnorchelspots oder den Inseln vor der Küste. Mit etwas Glück begegnet man hier sogar Delfinen, die durch die Wellen springen. Nicht vergessen: Auf Deck kann die Sonne besonders heiß und intensiv werden, Sonnencreme darf im Gepäck also auf keinen Fall fehlen. Badesachen und ein Schnorchelset sind ebenfalls empfehlenswert, wenn du die Unterwasserwelt auch vom Boot aus erkunden möchtest. Eine leichte Jacke oder ein Tuch schützen bei kühlem Fahrtwind, und wer empfindlich auf Seegang reagiert, sollte an Reisetabletten denken.Beste Reisezeit für Sharm El-Sheikh
Sharm El-Sheikh bietet zu jeder Jahreszeit unvergessliche Erlebnisse und viel Sonne. Besonders milde und angenehme Temperaturen erwarten Besucher von Oktober bis April – vor allem ideal für Ausflüge oder Wanderungen, aber auch entspannte Strandtage und Wassersport. In den Sommermonaten von Juni bis August kann es sehr heiß werden – dann ist vor allem Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit wichtig. Also heißt es nur noch: Koffer packen, die Sonne genießen und die faszinierende Mischung aus atemberaubender Natur, spannenden Abenteuern und entspannter Erholung in Sharm El-Sheikh entdecken.AUCH INTERESSANT
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Durchgeführt wurde das Ranking vom britischen Reiseversicherer AllClear Travel Insurance, der historische Wetterdaten und Social-Media-Trends ausgewertet hat.
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Gastkommentar
Thomas: „Liebes Israel, wie schmeckt die eigene Medizin?
Ein Gastkommentar von Michael Thomas
Sabine Brandes, die Autorin des Meinungsartikels in der „Jüdischen Allgemeinen“, zeigt uns, dass sie als Israelin selbstverständlich Realitäten verbergen, verstecken und verzerren kann – weil sie es darf.
Ob sie überhaupt, was sich meiner Kenntnis entzieht und ehrlich gesagt, auch weiter nicht interessiert, selber Jüdin ist, ist egal. Ihr steht aber ein riesiges Arsenal von Juden als Waffe und Argument zur Verfügung, die von Deutschland vor 80 Jahren zu Tode gebracht wurden.
Und da ist es nunmal egal, wer oder was das heutige Israel eigentlich ist – denn was es auch tut, es darf das. Wenn nicht, wirft es mit diesen Leichen … und spätestens dann darf es das ja doch.
Da stellt sie sich also dahin, nimmt eine Anzahl toter Juden in die Hand, wedelt mit ihnen in Richtung ihrer Angreifer und droht, damit zu werfen. Man muss eben lieb zu ihr und ihresgleichen sein:
„Fast überall auf der Welt werden Menschen derzeit geächtet, beschimpft und attackiert, weil sie israelisch, jüdisch oder beides sind – und damit verantwortlich gemacht für den Krieg in Gaza.“
Das, so Brandes, geht natürlich gar nicht. Brandes wedelt nicht nur – sie wirft auch!
„Dass Juden als Sündenböcke herhalten müssen, ist leider altbekannt.“
Wer jetzt aber im Zielgebiet aufrecht stehenbleibt, sieht, wie sich diese Leichen in Luft auflösen und Leute wie Brandes ziemlich dumm aus der Wäsche gucken lassen.
Denn soviel ist klar: Nach entsprechenden Umfragen, Interviews und Diskussionsmitschnitten zeigt sich das Bild, nach welchem die weit überwiegende Mehrheit aller Israelis alle Nichtjuden kritisch und Araber als Schädlinge, Untermenschen, wandelnde Gefahr und als Schmutz betrachten.
Nur ein geradezu verschwindend kleiner Prozentsatz denkt, dass sowohl Nichtjuden, als auch Araber, tatsächlich zu den Menschen zu zählen und als solche zu behandeln sind. Schon das in Israel recht weit verbreitete Buch „Thora der Könige“ führt detailliert aus, dass Nichtjuden sowieso nur als Sklaven und zu ihrem Dienst erschaffen sind. Man kann sie nach Belieben handeln, benutzen und bei Bedarf natürlich auch erschlagen.
Es kursiert eine große Menge an durchaus authentischem Material, teilweise von israelischen „Soldaten“ während ihrer Kriegsverbrecher selbst gefilmt, in welchem sie sich rühmen, den menschlichen Dreck für eine Besiedlung Gazas durch Israel wegzuräumen.
Da zeigte sich selbst ein bekannter, westeuropäischer Spitzenpolitiker sehr dankbar, dass Israel ihm diese „Drecksarbeit“ abnähme. Mediziner haben die Entdeckung gemacht, dass sich die israelischen Scharfschützen in Gaza einen Spaß und Wettkämpfe daraus machen, wer jetzt Kindern am exaktesten in den Kopf, in den Bauch oder in die Genitalien schießt.
Sie klopfen im Westjordanland nicht höflich an Haustüren, lassen sich freundlich Tee servieren und erfragen geduldig im Plauderton, ob die Bewohner vielleicht feindselige Absichten gegen sie hegen würden, bloß weil sie ihr Land stehlen, sondern sie brennen ungefragt ganze Dörfer nieder, verprügeln, foltern und verhaften die Kinder und töten deren Eltern. Einfach so. Meine Güte. Ist doch nur Dreck.
Zuweilen, als hätten sie Angst davor, nicht wirklich richtig verstanden zu werden, sagen Spitzenpolitiker wie damals Ayelet Shaked als Justizministerin Israels wortwörtlich in Medien, Araber seien „Schlangen“, die es zu beseitigen gälte. Und auch der amtierende Präsident Israels, Herzog, ereiferte sich live vor laufenden Kameras mit der ultimativen Klarstellung, dass es in Gaza gar keine unschuldige Bevölkerung gäbe.
Flankiert wird all das mit der öffentlichen Forderung populärer TV-Moderatoren, es reiche nun nicht aus, alle Menschen von Gaza zu erschießen, nein, er wünsche sich Gaskammern. Sie sollten gefälligst langsam verrecken. Alle.
Deshalb kann ich ganz aufrichtig Brandes überhaupt nicht verstehen. Eine Gesellschaft, die im Glauben, unterschiedslos ein anderes Volk beschuldigen und anschließend vernichten zu können, kann sich unmöglich darüber wundern, selbst mit gleichem Maßstab gemessen und behandelt zu werden.
Und man müsste fürchten, eine den Israelis völlig unverständliche, verwirrende und wahrscheinlich verstörende Sprache zu sprechen, wenn man sie vor einem An- oder Übergriff interessiert nach ihrer individuellen Einstellung befragen würde.
Wir, die Gemeinschaft der Zivilisierten und Kultivierten, sind es Israelis überall auf der Welt beinahe womöglich schuldig, sie wütend, laut und aggressiv von allen Plätzen und Orten, in jedem Geschäft, Hotel und Restaurant zu verjagen, weil sie sonst gar nicht verstehen könnten, dass wir Völkermord jetzt nicht so toll finden?
Sie selber leben ja täglich in dieser Vorstellungswelt, sie halten ihren undifferenzierten Hass für wirkmächtig und gerechtfertigt genug, ihn geradezu missionarisch verbreiten zu müssen, wozu sie sich sehr gern anderswo einiger Medien wie die „Jüdische Allgemeine“ und diverser Organe der Springer-Medienlandschaft bedienen.
Vielleicht hat die Welt in der Vergangenheit für Israel einfach in Rätseln gesprochen? Hätte man ihm die gleiche, psychische wie physische Gewalt antun müssen, wie sie sie selbst verüben?
Muss das jetzt wirklich sein?
Müssen wir überall in allen Ländern ernsthaft, konzentriert und angestrengt unterschiedslos nach allen Israelis suchen, nur, um sie anschreien und davonjagen zu können …. bloß, damit sie uns endlich verstehen?
Ich ganz persönlich würde mich ja absolut weigern, ihnen Gewalt anzutun, sie, ihre Angehörige oder ihr Hab und Gut zu verletzen, weil ich nicht an Gewalt glaube und sogar denke, dass noch nicht einmal sie das verdient haben, obschon ich befürchte, dass sie uns oder mich sonst nicht verstehen können.
Vielleicht muss ich das üben.
Mir begegnete unlängst auf einem Flughafen eine ganze Schar Ultraorthodoxer Juden auf ihrem Weg zum Weiterflug, die sich sowieso bereits ängstlich und hektisch prüfend umsahen. Ich habe aber darauf verzichtet, sie anzuschreien, zu bedrohen oder gar zu schlagen. Vielleicht bin ich ja ein Weichling und nun schuld daran, dass sie weiterhin an die Totalvernichtung aller Palästinenser glauben.
Sie darf, was niemand darf: völlig ungeniert und undifferenziert pauschalieren. Und das macht sie gleich in den ersten Sätzen völlig klar, wenn sie sagt:
„Wenn ich Sächsisch höre, wechsle ich die Straßenseite und zische »rechtsextremes Pack«.“
Sie darf das. Sie hat einen Persilschein.
Quelle: Jüdische Allgemeine: Wenn Urlaub zum Risiko wirdGastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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ZUM THEMA
– Netanjahu-naher Kanal – Israel: TV-Produzent fordert Gaskammern in Gaza
Er sprach sich außerdem für einen „grausamen und harten Tod“ für alle Bewohner des Gazastreifens aus, verwarf die Vorstellung von unschuldigen Zivilisten
Israel: TV-Produzent fordert Gaskammern in Gaza
Glücksspiel
Sportwetten ohne Oasis: Ein Trend, der bleibt
Der Anfang: Vom Ausweichen zur Wahl
Anfangs wurden Anbieter ohne Oasis hauptsächlich von gesperrten Spielern genutzt – als Schlupfloch, als Plan B. Doch diese Rolle hat sich grundlegend verändert. Heute nutzen solche Plattformen auch Personen, die nie von Oasis betroffen waren. Warum? Weil sie dort etwas finden, das vielen regulierten Anbietern verloren ging: Spielkomfort, Eigenverantwortung und internationale Offenheit. Ein Nutzer schrieb in einem Forum: „Ich will kein Kind sein, das an die Hand genommen werden muss. Ich will einfach wetten – ohne dass ein System mir sagt, wann ich aufhören soll.“Wie dieser Trend organisch gewachsen ist
Statt wie ein Hype zu verpuffen, wuchs das Segment der Oasis-freien Anbieter konstant – und aus sich selbst heraus. Was diesen Anstieg besonders macht: Es gab keinen Werbedruck, keine landesweiten Kampagnen. Der Zuwachs kam über Nutzerempfehlungen, Foren, Erfahrungsaustausch. Drei Gründe, warum der Trend stabil bleibt:- Verhaltensmüdigkeit gegenüber Bürokratie: Viele Nutzer sind genervt vom Aufwand bei regulierten Plattformen – Dokumentenuploads, Identitätsabgleiche, Limitabfragen.
- Neue Zielgruppen: Nicht nur Sportfans, auch Trader, Pokerfreunde und eSports-Spieler nutzen diese Plattformen heute crossfunktional.
- Kulturelle Verlagerung: Die Akzeptanz für Selbstverantwortung im digitalen Raum wächst – auch im Glücksspielbereich.
Was Nutzer heute wirklich wollen
In Gesprächen mit Spielern, aus Auszügen von Nutzerkommentaren und Feedbacks auf Bewertungsportalen kristallisieren sich Bedürfnisse heraus, die klassische Anbieter oft nicht mehr erfüllen:- Reduktion auf das Wesentliche: Kein Popup-Feuerwerk, keine 30-seitigen AGB – sondern Klarheit.
- Schnelligkeit in allen Prozessen: Von Anmeldung bis Auszahlung soll alles in Minuten funktionieren.
- Weltweite Märkte, keine lokalen Grenzen: Wer auf asiatische Ligen oder politische Ereignisse wetten will, findet das bei regulierten Anbietern kaum.
Beobachtung im Zahlenbild
Ein Blick auf verfügbare Marktdaten zeigt: Der Traffic auf internationalen Wettplattformen mit Oasis-freier Struktur hat sich von 2020 bis 2024 mehr als verdoppelt. Parallel stagniert das Wachstum klassischer Anbieter – trotz massiver Investitionen in Werbung und Partnerschaften.| Jahr | Internationale Anbieter (Visits/m) | Deutsche Anbieter (Visits/m) |
| 2020 | 3,2 | 8,5 |
| 2021 | 4,6 | 8,7 |
| 2022 | 6,8 | 8,4 |
| 2023 | 8,9 | 8,1 |
| 2024 | 10,5 | 7,9 |
Warum Rückkehr unwahrscheinlich ist
Ein bemerkenswerter Punkt: Viele Spieler, die einmal zu einem Anbieter ohne Oasis gewechselt sind, kehren nicht zurück – selbst wenn ihre Sperre abgelaufen ist oder sie bei deutschen Plattformen wieder freigeschaltet werden. Warum?- Sie haben gelernt, ohne Kontrolle zu spielen – und vermissen sie nicht.
- Sie empfinden die klassische Nutzerführung als veraltet und träge.
- Sie möchten nicht mehr zurück in ein System, das sie einmal ausgeschlossen hat.
Drei Elemente, die die Plattformen langfristig attraktiv machen
Nicht Boni oder Quoten machen einen Anbieter langfristig relevant. Es sind tiefere Faktoren:1. Interface, das nicht bevormundet
Viele neue Plattformen verzichten auf aggressive Hinweise, ständige Reminder und Zwangsabfragen. Das stärkt das Gefühl von Souveränität.2. Flexible Märkte mit Dynamik
Wetten auf Tagesereignisse, Entertainment, Krypto oder Community-Wettspiele sorgen für ein lebendiges Angebot jenseits der Norm.3. Kundensupport, der nicht automatisiert ist
Statt Chatbots antworten echte Menschen. Statt Templates gibt es echte Hilfe. Das erzeugt Vertrauen – unabhängig von Lizenzstandort.Fazit: Oasis-freies Wetten ist kein Ersatz – sondern Evolution
Die Branche hat sich gespalten – nicht im Sinne eines Konflikts, sondern einer natürlichen Diversifizierung. Sportwetten Anbieter ohne Oasis bedienen ein Bedürfnis, das immer mehr Spieler teilen: Selbst entscheiden, selbst verantworten, selbst genießen. Was als Flucht begann, wurde zur neuen Heimat für eine wachsende Zahl von Spielern. Und dieser Trend wird bleiben – weil er sich nicht auf Protest stützt, sondern auf Erfahrung.FAQ – Kurze Antworten auf oft unausgesprochene Fragen
Muss man gesperrt sein, um Anbieter ohne Oasis zu nutzen?
Nein. Die meisten Nutzer sind völlig frei – sie nutzen diese Plattformen aus Überzeugung.Ist das legal?
Ja. Anbieter mit internationaler Lizenz dürfen genutzt werden, sofern sie nicht gezielt in Deutschland werben.Gibt es keinen Schutz?
Doch – aber freiwillig. Viele Plattformen bieten Limitfunktionen, Reality Checks oder Selbstsperren. Du musst sie nur aktivieren.Warum nutzen so viele Krypto?
Weil es schneller geht, oft günstiger ist – und keine Bank dazwischenfunkt. Aber klassische Zahlungsmethoden sind meist auch verfügbar.Ist eine Rückkehr zu deutschen Anbietern möglich?
Technisch ja. Psychologisch? Für viele eher nicht.AUCH INTERESSANT
– Gewichtheben-EM – Moldawien: Gold für türkischen Gewichtheber
Bei den Europameisterschaften im Gewichtheben 2025 in Chișinău, Moldawien, errang der türkische Athlet Kaan Kahriman am 15. April den Titel in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm.
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Logistik 4.0
Industrie und Lagerlogistik 2025: Trends, Herausforderungen, Chancen
Digitalisierung und Logistik 4.0 als Innovationsmotor
Digitalisierung ist damit nicht länger nur ein Schlagwort, sondern eine Grundvoraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Eine Analyse zu Industrie 4.0 im Mittelstand (siehe Studie) zeigt, dass smarte Systeme nicht nur Kosten senken, sondern auch Emissionen reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.Resilienz im Fokus: Automatisierung als Antwort auf Fachkräftemangel
Der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel in Lager und Transport. Unternehmen begegnen diesem Trend zunehmend mit Automatisierung. Roboter übernehmen Routineaufgaben, intelligente Fördertechnik sorgt für reibungslose Abläufe und KI-Systeme planen Bestände dynamisch. Branchenexperten betonen, dass Automatisierung nicht als Gefahr, sondern als Chance gesehen werden sollte: Sie entlastet Mitarbeiter und schafft gleichzeitig neue, höher qualifizierte Tätigkeiten.Nachhaltigkeit – nicht nur Pflicht, sondern Chance
Die steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz wirken sich unmittelbar auf die Logistik aus. Eine Untersuchung im Paket- und Expresssektor zeigt, dass die CO₂-Emissionen pro Sendung seit 2016 deutlich gesunken sind, obwohl das Sendungsvolumen stetig wächst. Bis 2030 werden zudem fast 80 Prozent aller neuen Logistikflächen unter strengeren Emissionsauflagen stehen. Nachhaltige Lagertechnik wird so nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch zur regulatorischen Notwendigkeit.Triple Transformation: Digitalisierung, Resilienz & Nachhaltigkeit vereinen
Branchenstudien sprechen von einer „Triple Transformation“, die in den kommenden Jahren den Markt prägen wird: Digitalisierung als Fundament, ergänzt durch resiliente Strukturen und nachhaltige Prozesse. Wer diese drei Felder vereint, schafft die Grundlage für zukunftssichere Lagerkonzepte, die sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten.Strategisch investieren: Lagertechnik als Schlüsselfaktor
Vor diesem Hintergrund rückt die Ausstattung von Lagern immer stärker ins Zentrum unternehmerischer Strategien. Es geht nicht mehr allein um Platz, sondern um flexible, modulare und digitale Systeme, die sich an wandelnde Anforderungen anpassen lassen. Gerade beim Lagerbedarf ist es entscheidend, auf Lösungen zu setzen, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Resilienz miteinander verbinden. So lassen sich Lieferzeiten verkürzen, Engpässe vermeiden und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.Marktrobustheit trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten
Trotz globaler Krisen bleibt die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen in Deutschland stabil. Der Flächenumsatz lag im ersten Halbjahr 2025 auf Vorjahresniveau. Unternehmen investieren weiterhin, weil flexible Lagerkonzepte als entscheidend für Stabilität und Wachstum gelten. Eine fundierte Studie zur Logistikbranche kommt zu dem Schluss, dass Investitionen in diesen Bereich zu den sichersten strategischen Schritten zählen.Fazit
Die Industrie steht 2025 vor großen Herausforderungen – Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsdruck und digitale Transformation verändern die Spielregeln. Wer diese Trends frühzeitig integriert, profitiert von effizienten Abläufen, geringeren Kosten und einer besseren Marktposition. Moderne Lagerlösungen sind dabei nicht nur ein technisches Detail, sondern ein entscheidender Baustein für den langfristigen Erfolg.AUCH INTERESSANT
– Logistik – Studie: Frankfurt derzeit einer der attraktivsten Logistikstandorte Europas
Es wird erwartet, dass Städte wie Amsterdam, Kopenhagen und Stockholm in den nächsten fünf Jahren das schnellste Wachstum des Online-Handels in Europa verzeichnen werden.
Studie: Frankfurt derzeit einer der attraktivsten Logistikstandorte Europas
Kryptowährungen
Skepsis vor Bitcoin & Co: Warum lehnen viele Nutzer Kryptowährungen (noch) ab?
Kryptowährungen im Alltag: Wie verbreitet ist die Nutzung wirklich?
Trotz Blockchain-Buzz und NFT-Boom bleibt das digitale Geld in vielen Lebensbereichen ein Exot. Während sich eine kleine, technikaffine Gruppe längst auf Wallets, DeFi-Protokolle und Krypto-ATMs eingeschossen hat, leben weite Teile der Bevölkerung in einer ganz anderen Realität. In Deutschland etwa geben über 60 % der Menschen an, keinerlei Interesse an Bitcoin zu haben. Kein Wunder, schließlich lässt sich der Wocheneinkauf beim Discounter nicht in Bitcoin begleichen und der Brötchenbäcker um die Ecke fragt eher nach Münzen als nach QR-Codes. Auffällig sind auch die Unterschiede je nach Altersgruppe. Während die Generation Z neugierig experimentiert und teils sogar in Memecoins investiert, bleibt die Babyboomer-Fraktion lieber beim Sparbuch, so unsinnig das aus Renditesicht auch sein mag. Dass Kryptowährungen im Alltag kaum sichtbar sind, hat also nicht nur mit dem Stand der Technik zu tun, sondern auch mit kulturellen Mustern und generationsspezifischem Vertrauen.Was Menschen wirklich abschreckt
Die Faszination für Krypto endet oft dort, wo die Realität beginnt. Die Bedienung einer Wallet, das Verständnis für Seed-Phrases oder die Panik vor verlorenen Private Keys halten viele davon ab sich mehr mit Kryptowährungen zu beschäftigen. Zahlreiche Menschen haben schlicht das Gefühl, nicht zu wissen, worauf sie sich da einlassen würden und wer schon beim Online-Banking nervös wird, wird bei dezentralen Systemen kaum entspannt durchatmen. Hinzu kommt der Ruf der Volatilität. Der Krypto-Markt kennt keine Gnade. Wer einsteigt, muss mit heftigen Kursschwankungen leben. Innerhalb weniger Stunden kann ein Coin um 20 % fallen, sich dann wieder verdoppeln und am nächsten Tag komplett abstürzen. Für Freunde der Stabilität ist das eher eine Horrorvorstellung als ein Investmentmodell. Auch die Technik wirkt abschreckend. Wallets, Börsen, Transaktionsgebühren. Das alles liest sich wie ein neues Schulfach, das niemand freiwillig belegen würde. Die Einstiegshürde ist hoch und wer sich nicht intensiv damit beschäftigt, läuft Gefahr, Fehler zu machen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Anders als beim Online-Banking gibt es hier keinen Zurück-Knopf, kein Callcenter, keinen freundlichen Mitarbeiter, der schnell mal eine Transaktion storniert.Schlechte Presse und dubioses Image?
Der Ruf von Bitcoin ist ein fragiles Konstrukt, das regelmäßig ins Wanken gerät. Von Darknet bis Drogenhandel war schon alles dabei, was ein digitales Zahlungsmittel nicht unbedingt salonfähig macht und wenn dann noch Geschichten über Schneeballsysteme, Exit-Scams oder spektakuläre Börsenpleiten durch die Schlagzeilen geistern, ist es kaum verwunderlich, dass viele lieber Abstand halten. Prägend war auch der Zusammenbruch von FTX,einer der größten Krypto-Börsen weltweit. Milliarden von Anlegergeldern verpufften in Luft, die Macher standen plötzlich mit Handschellen da und die Branche war gleich mit am Pranger. Solche Skandale bleiben hängen, auch wenn sie Ausnahmen sind. Sie zementieren das Bild einer Szene, in der es weniger um Technologie als um Zockerei und Betrug geht. Wer dann noch durch Instagram-Profile von selbsternannten Krypto-Gurus scrollt, die mit Rolex und Lamborghini ihren vermeintlichen Reichtum feiern, bekommt eher Reality-TV-Vibes als das Gefühl, hier gehe es um eine ernsthafte Finanzalternative. Die visuelle Sprache der Szene schreit nach Bluff, nicht nach Vertrauen.Bargeld bleibt beliebt, doch was bedeutet das für die digitale Finanzzukunft?
Gerade in Deutschland hat das Bargeld einen besonderen Stellenwert. Es klimpert, es glänzt und es fühlt sich echt an. Während in anderen Ländern selbst kleinste Beträge digital beglichen werden, greift man hierzulande gern noch zum Schein und das nicht nur aus Gewohnheit, sondern auch aus Überzeugung. Bargeld gilt als anonym, sicher und unabhängig. Drei Eigenschaften, die tatsächlich auch Bitcoin für sich beansprucht, allerdings in einer Art und Weise, die vielen schlicht zu abstrakt ist. Die wenigsten wissen, dass man mit einer Kryptowallet völlig ohne Bankverbindung Transaktionen abwickeln kann. Für sie bleibt es eine Technologie, die irgendwo im Internet existiert, aber keine Relevanz für den Alltag hat.Wie der Staat zur Skepsis beiträgt
Wer sich doch einmal näher mit Kryptowährungen beschäftigt, stolpert früher oder später über Warnhinweise der BaFin. Diese betont regelmäßig, dass es sich bei Bitcoin & Co. nicht um gesetzliche Zahlungsmittel handelt und dass beim Kauf keinerlei Einlagensicherung greift. Wenn alles den Bach runtergeht, gibt’s kein Rettungspaket. Auch die steuerliche Behandlung ist nicht gerade einladend. Gewinne müssen versteuert werden, Haltefristen müssen beachtet werden und der Überblick über Transaktionen ist ohne Tools kaum zu behalten. Das deutsche Steuerrecht ist bekanntlich kein Ort für Innovation, aber eher ein Paragrafendschungel. Da verwundert es wenig, dass viele einfach die Finger davon lassen. Die EU arbeitet zwar mit der MiCA-Verordnung an einheitlichen Standards, doch die Implementierung dauert. Bis die Politik so richtig handlungsfähig ist, bleibt vieles vage, und genau das ist für Menschen, die finanzielle Sicherheit wertschätzen, ein echtes Problem. Denn Unsicherheit ist kein gutes Verkaufsargument, wenn es um Geld geht.Kritik trifft nicht immer ins Schwarze
Dennoch beruht die Ablehnung von Kryptowährungen häufig auf Missverständnissen. So gilt Bitcoin als anonym, dabei ist jede Transaktion öffentlich nachvollziehbar. Wer allerdings nicht weiß, was ein Blockchain-Explorer ist, wird das nicht erkennen. Auch das Argument der fehlenden Alltagsrelevanz greift zu kurz. In Ländern mit Hyperinflation oder eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen sind Kryptowährungen keine Spielerei, sondern eine echte Alternative. In Venezuela etwa sichern viele Familien mit Stablecoins ihre Existenz. Dort, wo der Staat keine Stabilität mehr bietet, entsteht Raum für neue Formen von Vertrauen, oft in Form von Codezeilen und Peer-to-Peer-Netzwerken.Was sich ändern muss, damit das Vertrauen wächst
Damit Kryptowährungen mehr als ein Nischenthema bleiben, braucht es Veränderungen, und zwar auf mehreren Ebenen. Nutzerfreundlichkeit steht dabei ganz oben. Je weniger technisches Vorwissen nötig ist, desto größer die Chance, dass Neugier entsteht. Auch Bildung spielt eine zentrale Rolle. Wer versteht, was Dezentralität bedeutet, erkennt schnell die Unterschiede zum klassischen Bankwesen. Gerade Jüngere sind hier ein wichtiger Hebel. Sie wachsen mit digitalen Konzepten auf und hinterfragen Finanzsysteme, die für ihre Eltern noch unantastbar waren.
Gastkommentar
Kommentar: „Britanniens Schachzüge in Osteuropa“
Britanniens Schachzüge in Osteuropa
Besondere Spannung erzeugte die Lage in Transnistrien. Russlands begrenzte militärische Präsenz und alte Waffenlager stellten sowohl Risiken als auch Chancen dar. Großbritannien stärkte die militärische und nachrichtendienstliche Infrastruktur Moldawiens und entwickelte Pläne für mögliche Interventionen in Transnistrien. In Verbindung mit den Parlamentswahlen 2025 verschärfte dies die innenpolitische Polarisierung: Die Regierungspartei sah die westliche Unterstützung als Legitimität, die Opposition warnte vor Bedrohungen von Neutralität und Sicherheit. Londons Einfluss prägte die Innenpolitik deutlich. Auch in Europa traten Widersprüche zutage. Während EU und USA Moldawien unterstützten, verfolgte Großbritannien eine entschlossenere Linie. London plante, Moldawien zu einem operativen Zentrum des Westblocks zu machen, gerade als der Krieg in der Ukraine eskalierte. Dies verschärfte Spannungen mit Transnistrien und Russland und machte Moldawien zu einem Spielball globaler Interessen. Großbritanniens Strategien beeinflussten nicht nur die Innenpolitik, sondern auch die Sicherheitsbalance in Osteuropa. Das Jahr 2025 offenbarte Großbritanniens leise, aber entschlossene Aktionen. Der Einfluss auf den Krieg in der Ukraine, die Wahl- und Reformprozesse in Moldawien sowie die Pläne für Transnistrien zeigten Londons Ambitionen deutlich. Hinter demokratischen und humanitären Rhetoriken verbarg sich ein politisches Kalkül, das kleinere Länder schwächt und sie zu Spielbällen im Machtkampf der Großmächte macht. Großbritannien gestaltet still, aber konsequent, die Zukunft Osteuropas nach seinen eigenen Interessen.Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland
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– Gastkommentar – Çelik: Wer entscheidet, ob ein Staat Atomwaffen besitzen darf?
Die jüngsten israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen sind nicht bloß eine Eskalation im Nahostkonflikt, sondern Ausdruck einer Weltordnung
Çelik: Wer entscheidet, ob ein Staat Atomwaffen besitzen darf?
Gastkommentar
Syrien – Für die Türkei nicht verhandelbar
Spannungen zwischen Israel und Syrien
Die Spannungen zwischen Israel und Syrien hatten zugenommen, als Israel kurz nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad im Dezember die von der UNO kontrollierte Pufferzone in Syrien übernahm und Luftangriffe auf Militäreinrichtungen in Syrien durchführte. Ziel der Angriffe war es nach Angaben von israelischen Regierungsvertretern, südlich von Damaskus eine entmilitarisierte Zone zu schaffen. Israel hatte damals erklärt, es werde nicht zulassen, dass sich feindliche Kräfte entlang der Grenze festsetzen, wie es die vom Iran unterstützten Gruppen während Assads Herrschaft getan hätten. Israel misstraut der neuen syrischen Regierung weiterhin, die unter Präsident Ahmed al-Sharaa geführt wird und will entsprechende Sicherheitsgarantien sowie eine demilitarisierte erweiterte Zone. Im Juli führte die israelische Armee daher inmitten gewaltsamer Zusammenstöße zwischen drusischen Milizen des drusischen Scheichs al-Hijri und syrischen Regierungstruppen in der Region Suweida im Süden Syriens, Luftangriffe gegen syrische Regierungstruppen, um Scheich al-Hijri zu unterstützen. Als der syrische Präsident Ahmad Al-Sharaa nach dem Sturz von Baschar al-Assad die Macht übernahm, hatte er versprochen, das Land durch Wiederaufbau und einen erneuerten Zentralstaat zu vereinen. Die Golf-Staaten gesellten sich auf seine Seite. Ankara stand dem von Natur aus wohlgesonnen, und Washington unterstützte diesen Ansatz bis vor kurzem.Alternative zu einem zentralisierten Staat
Als der US-Gesandter Tom Barrack, jedoch kürzlich in Beirut andeutete, das Land müsse auch Alternativen zu einem zentralisierten Staat erkunden, schrillten die Alarmglocken in Ankara; denn wie Barrack in das Horn blies, so hallte es in der syrisch-türkischen Grenze nach. In einer jüngsten Abschlusserklärung der YPG-geführten völkisch-kurdischen SDF ließ man die Idee der Dezentralisierung sich nicht zwei Mal sagen und forderte deren sofortige Umsetzung. Die syrische Regierung reagierte darauf diese Woche, indem sie die Regionen Deir ez-Zor, Raqqa, Hasaka in Nord- und Ostsyrien und Suweida von der bevorstehenden Parlamentswahl ausschloss. Wie es hieß aus „Sicherheitsbedenken“ hinsichtlich der antidemokratischen Haltung in der Region. Präsident al-Sharaa hatte bereits zuvor Gespräche über eine Teilung oder kantonale Verwaltung als unmöglich zurückgewiesen, während die einheimische Bevölkerung in den von der YPG- / SDF-kontrollierten Region dahingehend unsicher ist: Die einen fürchten eine Zersplitterung und aufkeimende Gewalt, die anderen sehen in der Dezentralisierung den einzigen noch gangbaren Weg nach einem Jahrzehnt Bürgerkrieg. Ankara hingegen hat in Nordsyrien ähnliche Kopfschmerzen wie Israel in den syrischen Golanhöhen, wenn nicht gar Migräne. Feindliche Kräfte, die sich entlang der Grenze festsetzen könnten und eine regionale Bedrohung darstellen, dass kommt für Ankara nicht in Frage. Für die Türkei klingen solche Ideen und Forderungen wie Hohn und Spott. Die Verwandlung von arabischen Nationalstaaten zu fragmentierten Mini-Staaten ohne echte Souveränität, erkennt Ankara als Fortsetzung des Sykes-Picot-Abkommen, die seit 1916 eine permanent anhaltende Krise in der Region entfacht hat.Was für Israel die rote Linie ist, gilt auch für die Türkei
Das wird die Türkei auf gar keinen Fall zulassen. Die Einheit Syriens ist eine nicht verhandelbare rote Linie für Ankara. Nicht nur, weil sich die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK als YPG / SDF im nordöstlichen Grenzgebiet der Türkei verschanzt hat, sondern und vor allem, weil der Führer der YPG / SDF, Mazlum Abdî, sich dem Aufruf des inhaftierten PKK-Terrorfürsten Abdullah Öcalan, die Waffen niederzulegen, nicht beugen will und somit die Initiative der Türkei zur Waffenniederlegung der PKK untergräbt. Pikant daran ist: Israel unterstützt die YPG / SDF gegen Ankara. Die YPG / SDF setzt sich wiederum für die Ziele Israels in Palästina und für die Drusen unter Scheich al-Hijri in Syrien ein; eine Win-win-Situation, für Israel und die YPG / SDF. Das erkennt man auch an der Haltung der in Europa ansässigen Gruppierungen der völkischen Kurden, die für eine dezentralisierte Selbstverwaltung der „Kurden“ stehen und zugleich gegen die Zwei-Staaten-Lösung der Palästinenser scharf angehen und den Krieg in Gaza als gerechtfertigt betrachten. Mazlum Abdî, der sich trotz Öcalans Aufruf und der Vereinbarung mit dem syrischen Präsidenten Ahmad Al-Sharaa vom 10. März, sich seither einer Integration in die syrische Armee widersetzt, traf sich am Montagabend mit dem US-Botschafter in Ankara und Sondergesandten für Syrien, Tom Barrack. Seitdem ist alles nicht mehr so, wie es sein sollte. Ob es sich dabei um Barracks Idee handelt oder um ein Signal für einen Kurswechsel in der neuen Syrienpolitik Washingtons, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. In Ankara hat das Vorgehen des US-Botschafters jedoch für Unbehagen gesorgt. Staatspräsident Erdoğan erklärte darauf: „Wer sich Ankara und Damaskus zuwendet, wird gewinnen.“ Das klingt wie das gezogene Schwert, die im Licht funkelt. Das ist als neues Sicherheitskonzept der Türkei und vor allem für Syrien zu verstehen. Das bedeutet, diejenigen, die sich nicht Ankara und Damaskus zuwenden, leer ausgehen werden. Sie landen im Club der Verlierer. Und vor allem werden diejenigen, die sich Tel Aviv zuwenden, überhaupt nicht gewinnen, sondern nur verlieren. Erdoğans Wink mit dem Zaunpfahl ging zuallererst in Richtung Mazlum Abdî, danach gen Tel Aviv. Ankara hat berechtigte Sorge darüber, dass sich in Syrien etwas wiederholt, was in Irak schon einmal erlebt wurde. Im Irak hatte Washington ebenfalls versucht, ein ähnliches System zu etablieren. Die Ursache des darauffolgenden irakischen Bürgerkriegs war und ist das ethnische und konfessionelle System, die Washington auf die Spitze getrieben hatte. Deshalb scheint der Irak auch nach Jahrzehnten nicht wieder auf die Beine zu kommen. Ein System, das im Irak versagt hat, soll in Syrien Früchte tragen? Syrien hat seinen Bürgerkrieg vor sieben Monaten überwunden. Sollte ein neuer Bürgerkrieg entlang der ethnischen und konfessionellen Bruchlinien ausbrechen, öffnen sich die Tore der Hölle für die gesamte Region und darüber hinaus. Dann wäre die Revolution vom 8. Dezember bedeutungslos und die Welt darf sich auf weitere Flüchtlingswellen gefasst machen.Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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Darüber hinaus erinnert nun tagesaktuell der türkische Außenminister auf der OIC-Versammlung („Organisation of Islamic Countries“) in Riad an ein weiteres Instrument, mit dem die Welt, die UN, auf die fortgesetzten Verbrechen Israels reagieren könnte, wenn sie es nur wollte: Die OIC möge geeint in der UN-Generalversammlung den Antrag einbringen, Israel von der Teilnahme an den Sitzungen und Aktivitäten der UN auszuschließen. Er sagt:„Bei diesem Treffen werden wir uns auf drei dringende Aufgaben konzentrieren: den Krieg zu beenden, eine gemeinsame Reaktion der islamischen Umma zu erreichen und die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren“.Das formelle Verfahren zum Ausschluss eines UN-Mitglieds nach Artikel 5 und 6 der Charta verlangt normalerweise eine Empfehlung des Sicherheitsrats, allerdings gab es 1974 im Fall Südafrikas einen Präzedenzfall, bei dem das Beglaubigungsschreiben Südafrikas vom Ausschuss der UN abgelehnt wurde. Daraufhin verlangte die Resolution 3207 (2) im September 1974 unter Hinweis auf die ständige Missachtung Südafrikas aller zuvor gefassten Beschlüssen zur Beseitigung der Apartheid den Ausschluss Südafrikas, der auch stattgegeben wurde. Dies war einer der letzten und großen Nägel im Sarg der südafrikanischen Apartheid. Die Situation um Israel ist in vieler Hinsicht erheblich ernster; zwischenzeitlich existieren seit Jahrzehnten zahllose Resolutionen der Generalversammlung zu den Themen Menschen- und Völkerrecht, die allesamt in Bausch und Bogen vollständig von Israel ignoriert werden. Die Entscheidungen, die jeweils mit überzeugenden Mehrheiten der 193 in der UN organisierten Staaten getroffen werden und wurden, sind aufgrund des beständigen Vetos der USA niemals durch konkrete Maßnahmen des Sicherheitsrats gestützt oder durchgesetzt worden. Erst diese vollständige Paralyse machte den konsequenten und fortgesetzten Bau der „Siedlungen“, die das Westjordanland immer weiter zersägen und die Errichtung eines palästinensischen Staates zunehmend verunmöglichen, überhaupt erst möglich. Die von Fidan angesprochene Solidarität der islamischen „Ummah“ (damit ist eher spirituell die weltweite Gemeinschaft aller Muslime gemeint), die in der OIC einen politischen Niederschlag finden sollte, konnte sich ihrerseits nie zu gemeinschaftlichem und wirkungsvollem Handeln gegen Israel durchringen. Der Grund dafür liegt im umgreifenden Abhängigkeitsverhältnis der einzelnen Staaten zu den USA und den westlichen Nationen allgemein, die solches unter Drohungen und Belohnungen stets zu untergraben verstanden. Es ist zweifelhaft, ob sich die OIC diesmal in der UN-Generalversammlung in Form ihrer einzelnen Staaten zu einer gemeinschaftlichen Aktion wird durchringen können und den Antrag auf Ausschluss Israels tatsächlich einbringen werden. Dies würde in jedem Fall eine Reihe weiterer Debatten, womöglich unter Hinzuziehung der Resolution 377 A („Uniting for peace“) nach sich ziehen und die Verkrustung und Paralyse der UN überwinden. Eines bleibt in jedem Fall durch den Vorstoß Fidans in der OIC klar zu erkennen: die UN-Generalversammlung hätte Instrumente zum Handeln in der Hand und ist keineswegs zur Tatenlosigkeit verdammt. Unterbleibt jede Aktion, muss nach anderen Gründen für das Versagen der UN gesucht werden, während sie gleichzeitig damit unter Beweis stellt, dass sie sich als Machtinstrument der USA und der westlichen Industrienationen versteht. Denn Resolutionen und Beschlüsse gegen Staaten, die diesem Machtblock sonst entgegenstehen, fallen sonst sehr schnell und durchgreifend, wie im Falle Russlands. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die UN überhaupt eine Zukunft hat, oder ob sie in Blöcke zerfällt, die sich derzeit neu bilden. Neben den BRICS formiert sich beispielsweise derzeit neben der Achse China-Russland ein gewissermaßen „neues Afrika“, das tatsächlich bereits über die Schaffung einer eigenen Währung („Afro“) nachdenkt und mit dem Präsidenten von Burkina Faso, Ibrahim Traoré, eine neue Lichtgestalt hat, dessen Stimme u.a. in der AU („African Union“) gehört wird. Die Zeit der unbestrittenen Dominanz der USA geht zuende, mit jedem Tag entscheiden sich immer mehr Organisationen, Gemeinden, ganze Nationen zur Ächtung Israels und ebnen den Weg zu einer globalen Solidarität außerhalb der UN. Die Frage, ob und was einer zerstörten UN folgen könnte, wird sicherlich durch Geld und Kanonen entschieden werden. Da die Rohstoffe der Welt endlich sind und die ressourcenreichen, bis dato vom Westen niedergehaltenen Länder ein neues Selbstbewusstsein ausbilden, wird der Kampf um Märkte und Profite mit Gewalt entschieden werden, sobald die UN am Prüfstein Israel zerbricht. Wir haben nur noch eine einzige Chance; wird sie von der UN versemmelt, versinkt die Welt im Krieg. (1) United Nations General Assembly (UNGA) resolution (2) Relationship between the United Nations and South Africa
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