Start Panorama Ausland Necla Özmen Türkei: Angebliche Trump-Tochter verurteilt Kritik an US-Präsidenten

Necla Özmen
Türkei: Angebliche Trump-Tochter verurteilt Kritik an US-Präsidenten

Die 55-jährige Necla Özmen aus Ankara, die behauptet, die geheime Tochter von US-Präsident Donald Trump zu sein, hat sich zu Beleidigungen gegen ihren angeblichen Vater geäußert.

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Istanbul – Die 55-jährige Necla Özmen aus Ankara, die behauptet, die geheime Tochter von US-Präsident Donald Trump zu sein, hat sich zu Beleidigungen gegen ihren angeblichen Vater geäußert.

Özmen, die mit ihrer Klage und Aussagen bereits für Aufsehen sorgte, sagte: „Es ist sehr schwer für mich, dass mein Vater beschimpft wird. Die Familie ist für jeden heilig.“

Özmen reagiert auf Kritik an Trump

Necla Özmen lebt in Ankara und hatte vor einem Familiengericht Klage eingereicht, um einen DNA-Test zu erzwingen. Sie beruft sich auf Angaben ihrer Adoptivmutter, die 2017 erklärte, Necla sei das Kind einer US-Bürgerin namens Sophia, die in den 1960er Jahren eine Affäre mit Trump gehabt habe.

Özmen fordert Klarheit über ihre Herkunft, stellt aber keine finanziellen Ansprüche.Ihre jüngste Äußerung ist eine Reaktion auf mutmaßliche Beleidigungen gegen Trump. „Die Familie ist heilig“, betonte sie und äußerte, dass solche Angriffe sie persönlich verletzen. Die Aussage sorgte in türkischen Medien für weitere Schlagzeilen und heizt die Debatte um ihre Behauptung an.

Gerichtliche Abweisung und Spekulationen
Das Gericht in Ankara wies die Klage zurück, da es an Beweisen mangele. Trotzdem hält Özmen an ihrer Geschichte fest. Die Geschichte wurde international aufgenommen, oft als Kuriosum dargestellt. Trump selbst hat sich nicht geäußert.
(Foto: Screenshot)
Die Behauptung von Necla Özmen

In ihrer Petition gab Özmen an, dass sie 1970 geboren wurde und im Standesamt als Kind von Satı und Dursun Özmen registriert ist. Sie merkte an, dass Dursun Özmen 2009 verstorben ist und dass Satı Özmen, die sie großgezogen hat, ihr 2017 die Wahrheit gesagt hat.

Özmen behauptete, Satı Özmen habe gesagt, sie habe im Krankenhaus ein totgeborenes Kind zur Welt gebracht, und dass zur gleichen Zeit eine Frau namens Sophia – die angeblich durch eine verbotene Beziehung von Trump schwanger geworden war – ihr Kind zur Welt gebracht und es Satı Özmen übergeben habe.

Özmen fordert einen Vaterschaftstest und legt angebliche Briefe und Dokumente vor. In Interviews sagte sie, sie wolle keine finanziellen Forderungen stellen, sondern nur Klarheit über ihre Herkunft. Die 55-Jährige reichte die Klage bei einem Familiengericht in Ankara ein. Sie argumentierte, dass ein DNA-Test die Wahrheit ans Licht bringen müsse.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DHA erklärte Necla Özmen, sie habe die Entscheidung vor das Berufungsgericht gebracht und auch Petitionen an die US-Botschaft und Gerichte in den Vereinigten Staaten geschickt.

„Ich möchte, dass er mit mir spricht“

„Ich weiß nicht, wie genau das ist. Ich möchte herausfinden, ob er mein Vater ist. Ich möchte ihm weder wissentlich noch unwissentlich Schwierigkeiten bereiten. Ich möchte nur wissen, ob er mein Vater ist. Ich möchte, dass er mit mir spricht. Ich kann durch einen DNA-Test beweisen, dass er mein Vater ist, wenn er zustimmt. Ich glaube, dass er ein guter Vater ist. Ich glaube, dass er mich auch nicht abweisen wird“, so Özmen gegenüber Medien.

Gericht weist Klage ab

Das Gericht in Ankara hat die Klage zurückgewiesen. Begründung: Es fehlten ausreichende Beweise für eine Vaterschaft, und die Vorwürfe seien unsubstantiiert.

Die Richter sahen keine Grundlage für einen DNA-Test. Özmen kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Die Geschichte sorgte in türkischen und internationalen Medien für Aufsehen – viele sehen sie als Kuriosum oder Spekulation. Trump selbst hat sich bisher nicht geäußert.