Israel-Iran-Konflikt
Thomas: „Langsam gehen Israel die Abwehrraketen aus“

Teheran hatte bei dem Schlagabtausch vor einigen Monaten angekündigt und damit gedroht, dass Israel bei einem ernstgemeinten Angriff ein Armageddon erleben würde.

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Ein Gastkommentar von Michael Thomas

Schon bizarr irgendwie. Dem Iran hört niemand zu.
Teheran hatte bei dem Schlagabtausch vor einigen Monaten angekündigt und damit gedroht, dass Israel bei einem ernstgemeinten Angriff ein Armageddon erleben würde.
Es hatte niemanden so wirklich interessiert.

Sie haben sich im Gegenteil sogar lustig über die paar überzähligen und veralteten Raketen gemacht, deren Start der Iran zu allem Überfluss auch noch vorher angekündigt hatte, damit durch sie bloß nicht zuviel in Israel passiert. Und jetzt regnen modernste Raketensalven auf Israel nieder und verursachen Verwüstungen.

Ob man jetzt vielleicht doch mal zuhört? Der Iran hat nach eigener Aussage noch weitere, stärkere Überraschungen auf Lager – und schon jetzt brennen Tel Aviv, Haifa und weitere Orte.

Wenn die USA tatsächlich aktiv mit Luftschlägen und Bombardierungen Teherans eintreten, dann nicht etwa, um ein „Atomprogramm“ zu stoppen, sondern nur, um Israel vor der Vernichtung zu bewahren.

Diverse, iranische Atomanlagen werden sowieso gar nicht angegriffen. Denn Wladimir Putin hat mehrere hundert russische Arbeiter und Wissenschaftler in den Iran gebracht, die die mit russischer Hilfe errichteten Anlagen „betreuen“, also in Wirklichkeit als lebende Schutzschilde beschützen. Putin hat die Garantie Israels und der USA, dass in diesen Anlagen kein Schräubchen durch sie verbogen wird.

Trump sitzt in der Klemme. Er hat das iranische Versprechen einer Kriegführung bis zum bitteren Ende auf dem Tisch. Daneben stapeln sich die Klagen aus seinen eigenen Reihen (!) gegen eine aktive Kriegsbeteiligung und vor ihm steht ein flennender Netanyahu, der sich völlig verrechnet hat und seine Städte brennen sieht.

Wie auch immer das Großmaul entscheidet, wird er Fehler machen – denn wenn er auch nur einem Russen ein Härchen krümmt, dürfte Israel oder der Iran sein geringstes Problem sein.
Schießt er aber „nur“ auf Teheran, werden Hunderte oder Tausende seiner Soldaten in Leichensäcken heimkehren. Schießt er gar nicht, hat es mal ein Israel gegeben.

Tragisch. Hätte man Iran einmal nur zugehört, gäbe es diese Lage nicht. Israel hat seine Grenzen geschlossen, keiner kommt mehr raus. Sie würden alle gehen und an jeder Tür hinge ein Schild „Niemand mehr da!“.

Vielleicht wäre es doch mal an der Zeit, Iran durch ernsthafte Gespräche und Verhandlungen dazu zu bringen, seine derzeit noch zirückgehaltenen „Überraschungen“ ungenutzt im Arsenal zu behalten … denn langsam gehen Israel die Abwehrraketen aus.
Auch die schadhaften darunter übrigens, die selbst in israelische Städte einschlugen.

Ohne die USA, die noch immer nicht wissen, was sie nun tun oder lassen sollten, wird Israel fallen.

Soviel zeichnet sich ab.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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