Braunschweig
„Tag der Befreiung“: Gedenkstätte eines ehemaligen KZ-Außenlagers beschmiert

Im Vorfeld des „Tag der Befreiung“ haben Unbekannte an der KZ-Gedenkstätte einen Farbanschlag verübt. Der Staatsschutz ermittelt.

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Braunschweig – Im Vorfeld des „Tag der Befreiung“ haben Unbekannte an der KZ-Gedenkstätte einen Farbanschlag verübt. Der Staatsschutz ermittelt.

Bislang Unbekannte haben die Gedenkstätte eines ehemaligen KZ-Außenlagers in der Schillstraße mit roter Farbe beschmiert.

Der Kriminaldauerdienst, sowie der Staatsschutz, waren vor Ort und sicherten Spuren. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizei Braunschweig weiter mitteilt, soll die Farbe in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig und den Verantwortlichen der Gedenkstätte schnellstmöglich entfernt werden.

Am 8. Mai wird auch der „Tag der Befreiung“ gefeiert. Heute vor 76 Jahren hatte die deutsche Wehrmacht bedingungslos katapultiert.

Erst am Mittwoch rief die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten zu mehr Wachsamkeit gegenüber Angriffen auf die Erinnerungskultur auf.

„Angriffe auf die deutsche Gedenkkultur sind ein zentrales Element demokratiefeindlicher, rechtspopulistischer und -extremer Bestrebungen. Denn die NS-Gedenkstätten tragen nicht nur durch ihre Bildungsarbeit dazu bei, durch die aktive Auseinandersetzung mit den Ursachen, Wirkungen und Folgen der nationalsozialistischen Diktatur ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu entwickeln und damit das Wertefundament der freiheitlichen Demokratie zu stärken. Angriffe auf NS-Gedenk- und Dokumentationsstätten sind daher auch immer Angriffe auf die Demokratie“, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Dr. Elke Gryglewski der Celler Presse, nachdem es in Braunschweig und Umgebung immer wieder Angriffe auf Gedenkorte an die Opfer des Nationalsozialismus in Niedersachsen gegeben hatte.

 

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