Türkei-Sanktionen
Frankreich: Beruhigende Erklärungen werden Erdoğan nicht vor EU-Sanktionen retten

"Beruhigende Erklärungen von Erdogan werden für die Türkei nicht ausreichen, um die EU-Sanktionen zu umgehen, Paris erwartet von der Türkei Taten nicht Worte", erklärte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian.

Teilen

Paris – „Beruhigende Erklärungen von Erdogan werden für die Türkei nicht ausreichen, um die EU-Sanktionen zu umgehen, Paris erwartet von der Türkei Taten, nicht Worte“, erklärte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian vor der entscheidenden Tagung des Europäischen Rates im kommenden Monat, auf der Sanktionen gegen Ankara beschlossen werden könnten, berichtet RT Deutsch.

„Beruhigende Erklärungen, die wir in den vergangenen zwei oder drei Tagen von Präsident [Recep Tayyip] Erdogan gehört haben, reichen nicht aus, wir brauchen Taten“, sagte Le Drian vor der Sendung Le Grand Jury, die gleichzeitig von RTL, Le Figaro und LCI ausgestrahlt wird.

Beruhigende Erklärungen, die wir in den vergangenen zwei oder drei Tagen von Präsident Erdoğan gehört haben, reichen nicht aus. Wir brauchen Taten.

Einige der Aktionen, die Frankreich von der Türkei erwarte, könnten im „östlichen Mittelmeer und Libyen, problemlos durchgeführt werden“. Es gäbe auch einige, die leicht in Bergkarabach durchgeführt werden können, so der Außenminister. Wie RT Deutsch weiter berichtet, beschuldigte der französische Außenminister die Türkei mit „einer expansionistischen Politik sowie der Verletzung internationaler Normen in Libyen, im Irak, im östlichen Mittelmeerraum und in Bergkarabach, wo sie „syrische Söldner einsetze“.

Im vergangenen Monat hätten sich die Staats- und Regierungschefs der EU darauf geeinigt, das Verhalten der Türkei zu bewerten und bei einem Treffen des Europäischen Rates im Dezember eine Entscheidung über mögliche Sanktionen gegen das Land zu treffen, so RT weiter.

Zum Thema

– Türkei –
Erdogan: Die Türkei gehört zu Europa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Sonntag, die Türkei sehe sich selbst als Teil Europas. Er forderte die Europäische Union jedoch auf, „ihre Versprechen zu halten“, etwa was den Beitrittsantrag des Landes und die Flüchtlinge betreffe.

Erdogan: Die Türkei gehört zu Europa

Auch interessant

China: Zum Jahrestag des Ürümqi-Massakers an den Uiguren

München - Am 5. Juli jährt sich das brutale Vorgehen chinesischer Sicherheitskräfte gegen uigurische Demonstranten in Ürümqi zum 17. Mal. Menschenrechtsorganisationen nutzen diesen Gedenktag...

Trump und Erdoğan: Warum die Türkei zur Trumpfkarte wird

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Seit Tagen ist in westlichen Medien ein bemerkenswertes Schauspiel zu beobachten. Kaum rückte der NATO-Gipfel näher, häuften sich Analysen über...

Türkei und Kanada planen Freihandelsabkommen

Ankara - Die Türkei und Kanada haben offiziell Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen (FTA) aufgenommen. Dies teilte das Büro des kanadischen Premierministers Mark Carney am...

Mehr als jede dritte Lehrkraft 50 Jahre oder älter

Berlin - Vor dem neuen Schuljahr wird vielerorts über den Lehrkräftemangel diskutiert. Dabei steht häufig auch die Altersstruktur innerhalb der Berufsgruppe im Fokus. Ein...

Yücel: Die Türkei verfolgt geostrategische Autonomie

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Manchmal verrät ein Artikel weniger über sein Thema als über die Brille, durch die der Autor schaut. Der Beitrag im...

Headlines

Yücel: An der Türkei kommt man nicht mehr vorbei

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Es muss für die türkische Opposition unter dem Doppelgespann Ekrem İmamoğlu und Özgür Özel mittlerweile...

Israelisches Konsulat verurteilt New Yorks First Lady Rama Duwaji

New York - Das israelische Konsulat in New York hat die Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, Rama...

Brüssel: Premier De Wever am Flughafen mit Erdogan-Revolver

Brüssel - Ein höchst ungewöhnliches diplomatisches Geschenk des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat nach dem NATO-Gipfel in Ankara...

Trump und Erdoğan: Warum die Türkei zur Trumpfkarte wird

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Seit Tagen ist in westlichen Medien ein bemerkenswertes Schauspiel zu beobachten. Kaum rückte der NATO-Gipfel...

Meinung

31 Jahre Srebrenica: Warum das Gedenken heute wichtiger ist denn je

Morgen am 11. Juli 2026 jährt sich das Massaker von Srebrenica zum 31. Mal. Im Sommer 1995 verübten bosnisch-serbische Truppen unter den Augen der...

Yücel: An der Türkei kommt man nicht mehr vorbei

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Es muss für die türkische Opposition unter dem Doppelgespann Ekrem İmamoğlu und Özgür Özel mittlerweile frustrierend sein. Jahrelang erklärt man...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...