Türkei
Erdogans Justizreform: Zahl weiblicher Richter und Staatsanwälte erreicht Höchststand

Nach Angaben des türkischen Justizministeriums hat die Zahl der weiblichen Richter und Staatsanwälte in den letzten Jahren den höchsten Stand erreicht.

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Ankara (nex) – Nach Angaben des türkischen Justizministeriums hat die Zahl der weiblichen Richter und Staatsanwälte in den letzten Jahren den höchsten Stand erreicht. Von den insgesamt 20.777 türkischen Richtern und Staatsanwälten im Dienst, seien 13.284 männlich und 7.493 weiblich, berichtet die Hürriyet Daily News.

Präsident Erdogan gab letzte Woche die Neuerungen der Justizreform bekannt, welche die Gleichstellung der Geschlechter bei der Einstellung von Personal gewährleisten soll.
Bei einer Zeremonie am 22. Mai wurden 1.446 Richter und Staatsanwälte ernannt , davon 758 Männer und 688 (zirka 47,5 Prozent) Frauen.

Die Gesamtzahl der türkischen Richter und Staatsanwälte sei inklusive der Ernennungen im vergangenen Monat auf 20.777 Bedienstete gestiegen. Noch vor dem Putschversuch 2016 soll sich die Zahl im Dezember 2013 auf insgesamt 13.666 belaufen haben. Die Zahlen der weiblichen Richter und Staatsanwälte würden rasant ansteigen und hätten sich seit 2010 verdreifacht.

Während der Anteil der weiblichen Richter und Staatsanwälte im Jahr 2010 bei 22,8 Prozent gelegen haben soll, sei dieser Anteil mit den letzten Ernennungen auf 36 Prozent gestiegen.
Unter den im Berufsfeld des Richters tätigen 7.493 Frauen gäbe es mehr Richterinnen (6.369) als Staatsanwältinnen (1.124). Davon seien zirka 460 weibliche Richter bei Verwaltungsgerichten, 448 bei den Landgerichten und 118 bei den regionalen Verwaltungsgerichten im Dienst.

Der Oberste Gerichtshof beschäftige 718 weibliche Richter, während die Zahl der weiblichen Staatsanwälte dort 24 betragen soll. Während der Staatsrat der Türkei 236 Richterinnen und 13 Staatsanwältinnen beschäftigte, verzeichne das Verfassungsgericht vier Richterinnen.

Von insgesamt 207 Staatsanwälten seien 14 Frauen im Dienst, während 82 weibliche Richter und weibliche Staatsanwälte von insgesamt 82 Bediensteten in der Zentrale des Ministeriums beschäftigt waren.

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