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München: Dokumentarfilmpreis geht an „Bruce Lee & The Outlaw“

Der Niederländer Joost Vandebrug erhält dieses Jahr auf dem DOK.fest München den Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit.

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Der Niederländer Joost Vandebrug erhält dieses Jahr auf dem DOK.fest München den Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Sein Debütfilm „Bruce Lee & The Outlaw“ erzählt von dem elfjährigen Bukarester Straßenjungen Nicu, der bei einem Kriminellen namens „Bruce Lee“ ein Zuhause findet – in unterirdischen Tunneln.

Bruce Lee, der berüchtigte König der Bukarester Unterwelt, bietet Nicu Essen und so etwas wie eine Familie. Doch Drogen sind allgegenwärtig, zum Beispiel das silberne Aurolac, mit dem Bruce Lee sich einreibt. Als Nicu fast an Tuberkulose stirbt, tritt plötzlich Raluca in sein Leben, pflegt ihn gesund und gibt ihm zum ersten Mal die Chance, ein Kind zu sein. Nicu muss sich entscheiden: Verlässt er die Tunnel und seinen Ziehvater?

„Der Film gewährt uns einen Blick in den Abgrund der Hölle“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. „Die allgegenwärtige Sehnsucht eines Kindes nach der Geborgenheit einer Familie steht im Zentrum der Erzählung. Ein jedes Kind ergreift jeden Strohhalm, der sich ihm bietet, mag es auch der Falsche sein. Der Regisseur Joost Vandebrug nimmt uns vorbehaltlos und ohne Wertung mit in die uns ansonsten verschlossene ,Unterwelt‘ und beweist in seinem berührenden Film, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern.“

Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit wird gestiftet von B.O.A. Videofilmkunst und ist mit 3.000 Euro dotiert. Er wird dieses Jahr zum sechsten Mal verliehen. Zur Jury gehörten Schauspielerin Michaela May, Dr. Heribert Prantl (Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung), Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri (Programmbeauftragte SWR-Arte), Hans Demmel (Vorstandsvorsitzender VAUNET – Verband privater Medien e.V.), Michaela Braun (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats SOS-Kinderdörfer weltweit) und Christine Kehrer (Head of TV/Video SOS-Kinderdörfer weltweit).

Der Preisträger Joost Vandebrug lebt in London und arbeitet als Fotograf und Videoregisseur. Er war unter anderem für Vogue, Nike und die Pet Shop Boys tätig. Parallel zu seinem Debüt-Dokumentarfilm „Bruce Lee & The Outlaw“ entstand der Fotoband „CINCI LEI. Exploring the generation time forgot in post-communist Bucharest“. Mehr Informationen zu ihm gibt es auf seiner Website: www.joostvandebrug.com.

Vandebrug erhält den SOS-Dokumentarfilmpreis bei der DOK.fest-Preisverleihung am 18. Mai um 20 Uhr an der HFF München. Eine weitere Preisübergabe mit Screening des Films findet am 19. Mai um 18 Uhr im Museum Fünf Kontinente statt.

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