Kampf gegen den Terror
Terrorismus: Türkischer Geheimdienst vereitelt IS-Anschlag in Europa

In einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienstes MIT und Antiterror-Einheiten der Polizei seien der libanesischstämmige dänische Staatsangehörige Mahamad Laban sowie der irakischstämmige Schwede Mohammed Tofik Saleh in einem Hotel im Istanbuler Landkreis Seyhan Anfang dieses Monats festgenommen worden.

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Ankara (nex) – Sicherheitskräfte haben in der südtürkischen Provinz Adana mit der Festnahme zweier IS (Daesh)-Verdächtiger einen „sensationellen“ Terroranschlag in Europa vereitet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise.

In einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienstes MIT und Antiterror-Einheiten der Polizei seien der libanesischstämmige dänische Staatsangehörige Mahamad Laban sowie der irakischstämmige Schwede Mohammed Tofik Saleh in einem Hotel im Istanbuler Landkreis Seyhan Anfang dieses Monats festgenommen worden.

(Foto: Terörle Mücadele EGM)

Die Verdächtigen hätten während der Vernehmung behauptet, sie seien von Europa nach Syrien zur Lieferung humanitärer Hilfe gereist. Es habe sich jedoch später herausgestellt, dass sie sich 2014 der Terrormiliz in Syrien angeschlossen hätten.

Am 10. Februar veranlasste ein Gericht in Adana die Verhaftung von Laban und Saleh wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation.

(Foto: MIT)

 

Die türkische Polizei habe während der Festnahme zudem digitales Material beschlagnahmt, unter denen sich auch Fotos der Beschuldigten befinden sollen. Auf diesen seien sie den Sicherheitskreisen zufolge in Tarnkleidung und mit Kalaschnikows neben IS-Milizen zu sehen. Die beiden Festgenommenen plädierten Medienberichten zufolge auf nicht schuldig.

Laban und Saleh hätten geplant, so heißt es weiter, mit gefälschten Papieren über Griechenland in Europa einzureisen.

Sie seien hochrangige Mitglieder der Terrorgruppe IS (Daesh) gewesen. Laban habe für den Geldfluss aus Europa, Saleh für Munitions- und Waffenlieferungen gesorgt. Beide Verdächtige hätten in Syrien ein intensives Waffen- und Sprengstofftraining durchlaufen.

Im Zuge der Ermittlungen habe sich weiter ergeben, dass Salah gemeinsam mit seiner Frau Fatime und den beiden Töchtern im Jahr 2014 in die Türkei eingereist sei. Anschließend habe die Familie die Grenze zu Syrien überquert, doch Fatime sei nach Schweden zurückgekehrt und den Behörden gemeldet, dass ihr Mann nach Syrien gereist sei, um sich dem IS (Daesh) anzuschließen.

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