Auch USA hatten El-Bakraoui auf der Liste
Niederlande: Bringt Erdogan die Regierung zu Fall?

Die Enthüllungen des türkischen Präsidenten Erdogan über die Warnung aus Ankara vor dem späteren Brüssel-Attentäter El-Bakraoui ziehen weite Kreise. Die Türkei hatte sowohl Belgien als auch die Niederlande über die Terrorgefahr des Dschihad-Touristen informiert.

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Den Haag (nex) – Der rechtsextreme Politiker Geert Wilders hat infolge der Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Ausweisung des späteren Brüssel-Attentäters Ibrahim El-Bakraoui den Rücktritt des niederländischen Premierministers Mark Rutte gefordert. Hintergrund der Unruhe, von der mittlerweile die gesamte Opposition erfasst wurde, ist die Erklärung Erdogans, die Türkei habe El-Bakraoui als mutmaßlichen „Dschihad-Touristen“ in Gaziantep aufgegriffen und in weiterer Folge inklusive Warnhinweis über die Niederlande in dessen Heimat Belgien ausgewiesen.

Gaziantep war bereits seit Anfang des Jahres 2014 als Drehscheibe ausländischer Kämpfer bekannt, die versuchten, über die Türkei nach Syrien zu gelangen, um sich dort terroristischen Gruppen anzuschließen. Die Türkei hatte deshalb ihre Vorsichtsmaßnahmen massiv verstärkt und in diesem Zusammenhang ist ihnen auch El-Bakraoui als mutmaßlicher Grenzgänger in Sachen Terrorismus ins Netz gegangen. Er war anschließend auf eigenen Wunsch erst in die Niederlande gebracht worden. Die Niederlande und Belgien, die beide über die Abschiebung des späteren Attentäters informiert wurden, hatten zwar kriminelle Aktivitäten des Verdächtigen registriert, konnten jedoch nach eigener Aussage keine terroristische Verbindung seiner Person feststellen.

In den USA sollen sich die Brüder El-Bakraoui jedoch bereits vor den Anschlägen von Brüssel auf der Terrorwarnliste befunden haben. In Belgien hatten infolge der Enthüllungen der Innen- und der Justizminister ihren Rücktritt angeboten. Premierminister Charles Michel hatte die Ansuchen jedoch abgelehnt.

 

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