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Israelkritik: Pink Floyd Gründer Roger Waters gefeuert

Die Berliner Plattenfirma BMG kündigt den Vertriebsvertrag mit dem umstrittenen englischen Sänger Roger Waters nach dessen israelkritischen Äußerungen.

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Berlin – Die Berliner Plattenfirma BMG kündigt den Vertriebsvertrag mit dem umstrittenen englischen Sänger Roger Waters nach dessen israelkritischen Äußerungen.

Im November sagte Waters, der die Band Pink Floyd gegründet hat, in einem Podcast-Interview mit Glenn Greenwald, dass er von BMG, dem viertgrößten Musik- und Tonträgerunternehmen der Welt, entlassen worden sei, nachdem die Muttergesellschaft von BMG, das deutsche Medienunternehmen Bertelsmann, pro-israelischen Druck ausgeübt habe.

Waters sprach schon oft über „Verschwörungen gegen die Veröffentlichung seiner Überzeugungen“. Bei einem Konzert in Birmingham (Großbritannien) im vergangenen Jahr begann Waters mit einer zehnminütigen Rede, in der er seine „brutale“ Behandlung in Deutschland beklagte und sagte, zahlreiche Medien hätten versucht, ihn wegen seiner Unterstützung der Menschenrechte in Palästina zu vernichten. „Sie versuchen, mich zu vernichten, wie sie Jeremy Corbyn und Julian Assange vernichtet haben“, sagte er. „I will not be cancelled.“

„Israel hat ein Existenzrecht, solange es eine echte Demokratie ist, solange keine Gruppe … mehr Rechte genießt als eine andere. Aber leider ist das nicht genau das, was in Israel und Palästina passiert“, sagte Waters in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Der Künstler bestreitet, antisemitisch zu sein.

BMG hatte 2016 einen Verlagsvertrag mit dem 80-jährigen Musiker unterzeichnet und wollte im vergangenen Jahr eine neu aufgenommene Version des Pink-Floyd-Albums Dark Side of the Moon aus dem Jahr 1973 veröffentlichen, doch nach der Einstellung von Thomas Coesfeld als CEO wurde die Veröffentlichung schließlich gestrichen. Die Neuaufnahme wurde daraufhin von dem britischen Plattenlabel Cooking Vinyl veröffentlicht.

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