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Mutmaßliche Unterstützerin rechter Terrorgruppe noch auf freiem Fuß

Die Polizei hat eine mutmaßliche Unterstützerin der sogenannten Gruppe S. bisher weder festgenommen noch vernommen, berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT. Marion G. stand in engem Kontakt zu Mitgliedern der mutmaßlichen rechtsextremen terroristischen Vereinigung. Obwohl die Polizei am 14. Februar 2020 in einer bundesweiten Razzia zwölf Beschuldigte der mutmaßlichen rechten Terrorzelle festnahm, ist Marion G. weiterhin auf freiem Fuß.

(Symbolfoto. nex24)
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Die Polizei hat eine mutmaßliche Unterstützerin der sogenannten Gruppe S. bisher weder festgenommen noch vernommen, berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT. Marion G. stand in engem Kontakt zu Mitgliedern der mutmaßlichen rechtsextremen terroristischen Vereinigung. Obwohl die Polizei am 14. Februar 2020 in einer bundesweiten Razzia zwölf Beschuldigte der mutmaßlichen rechten Terrorzelle festnahm, ist Marion G. weiterhin auf freiem Fuß.

Marion G. hatte verschiedene Gruppen im Messenger-Dienst Telegram gegründet. Mindestens zwei dieser Chat-Gruppen – die „Aufnahmegruppe der Gruppe die Aufrechten“ und „Der harte Kern“ – nutzten Mitglieder der Gruppe S., um sich zu organisieren. G. hatte zudem ein Treffen der Mitglieder des „harten Kerns“ im September 2019 in Heilbronn organisiert. Zwei Wochen später wurde sie von Ermittlern bei einem Treffen der gesamten Gruppe S. in Alfdorf in Baden-Württemberg observiert, als sie Übungen mit Pfeil und Bogen anleitete. Das bestätigte Marion G. der ZEIT Anfang März 2020.

Die 55-jährige Frau aus einem kleinen Ort in Franken bestreitet eine Beteiligung an den Plänen und Vorbereitungen von Terroranschlägen. Trotz umfangreicher Ermittlungen hat die Polizei Marion G. auch mehr als drei Monate nach der Festnahme ihrer Kameraden bis heute nicht zu ihrer Rolle in der Terrorzelle befragt. Das bestätigte sie der ZEIT noch am Dienstag dieser Woche.

Die Bundesanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppe S. vor, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben, um Politiker zu töten und Muslime in Moscheen zu erschießen. Ihr Ziel war es, einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Zu laufenden Ermittlungen wollte sich der Generalbundesanwalt nicht äußern.

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