UN-Generalversammlung
Für Bau neuer Flüchtlingslager: Türkei bittet Bangladesch um Land

Der türkische Außenminister hat am Dienstag Bangladeschs Premierminister Sheikh Hasina gebeten, Land für den Bau von Lagern für Rohingya-Flüchtlinge bereitzustellen.

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New York (aa) – Der türkische Außenminister hat am Dienstag Bangladeschs Premierminister Sheikh Hasina gebeten, Land für den Bau von Lagern für Rohingya-Flüchtlinge bereitzustellen.

„Wenn Sie das tun können, sind wir bereit, angemessene Lager für diese gefährdeten Menschen zu bauen“, so Cavusoglu.

Mevlut Cavusoglu sprach auf einem Treffen zur Rohingya-Krise am Rande der 74. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York. Die Rohingya-Krise sei eine der schwersten Tragödien in der Welt, so Cavusoglu, und die Türkei begrüße die Rolle sehr, die Bangladesch bei der Bewältigung der großen Zahl von Rohingya-Flüchtlingen übernommen hat.

„Wir bitten Bangladesch, Land zur Verfügung zu stellen, so wie wir es für syrische Flüchtlinge in der Türkei getan haben“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Minister.

„Wir glauben, dass auch die internationale Gemeinschaft mehr tun sollte, um die Last Bangladeschs zu teilen und das Problem der Rohingya-Flüchtlingslager zu verringern“, sagte Cavusoglu.

Die Türkei erwarte, dass Myanmar die notwendigen Schritte für die freiwillige, sichere und würdige Rückkehr der Rohingya unternehme.

Laut Amnesty International flohen mehr als 750.000 Rohingya-Flüchtlinge, meist Kinder und Frauen, aus Myanmar und überquerten Bangladesch, nachdem die myanmarischen Streitkräfte im August 2017 begannen, gewaltsam,gegen die muslimische Minderheit vorzugehen.

Etwa 18.000 Rohingya-Frauen und -Mädchen wurden von der Armee und der Polizei Myanmars vergewaltigt, so ein Bericht der  Ontario International Development Agency (OIDA).

Die UNO hat Massenvergewaltigungen, Morde – auch an Säuglingen und Kleinkindern -, brutale Gewalt und das Verschwinden von Personen durch die staatlichen Streitkräfte Myanmars dokumentiert. Die UNO hatte daraufhin die Verbrechen an den Rohingya als Genozid klassifiziert in ihrem Bericht und die Mitglieder des Sicherheitsrates aufgerufen Maßnahmen zu ergreifen.

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„Einige Soldaten nahmen mich und zwei andere Mädchen mit in ein Haus. Sie schlugen mir mit einer Waffe ins Gesicht, traten gegen meinen Brustkorb und trampelten auf meine Arme und Beine. Anschließend vergewaltigten mich drei von ihnen über mehrere Stunden. Irgendwann wurde ich ohnmächtig.“

Die Soldaten brachen Shadibabiran eine Rippe. „Das war enorm schmerzhaft und ich konnte kaum atmen. Nach wie vor habe ich mit dem Atmen Probleme, aber ich gehe nicht zum Arzt, weil ich mich so sehr schäme.“

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