Start Politik Ausland Flüchtlingskrise Türkei plant in Nordsyrien 200.000 Wohneinheiten für Flüchtlinge

Flüchtlingskrise
Türkei plant in Nordsyrien 200.000 Wohneinheiten für Flüchtlinge

Wie eine namentlich nicht genannte Quelle des türkischen Präsidialamtes gegenüber dem Nachrichtensender Habertürk am Freitag äußerte, hat die Türkei Pläne für ein gigantisches Bauprojekt.

Flüchtlingslager/Kilis/Türkei (Archivfoto: AA)
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Ankara – Wie eine namentlich nicht genannte Quelle des türkischen Präsidialamtes gegenüber dem Nachrichtensender Habertürk am Freitag äußerte, hat die Türkei Pläne für ein gigantisches Bauprojekt. Dabei sollen in Nordsyrien für eine Million Flüchtlinge neue Gemeinden aufgebaut werden.

Demnach sollen 140 Dörfer errichtet werden, in denen jeweils 5.000 syrische Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Geplant seien 10 Distrikte in der von der Türkei geplanten Sicherheitszone im Norden Syriens, in die jeweils 30.000 syrische Flüchtlinge umgesiedelt werden sollen.

Insgesamt seien 200.000 Wohneinheiten für rund eine Million Syrer geplant, die seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 in die Türkei geflohen sind. Zu den Bauplänen gehörten auch Sporthallen, Schulen, Jugendzentren, Moscheen und medizinische Kliniken. Das gesamte Projekt werde auf etwa 27 Milliarden Dollar geschätzt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe diesen Plan bereits mit amerikanischen Regierungsvertretern während seines Besuchs in der Generalversammlung der Vereinten Nationen diese Woche geteilt, so türkische Medienberichte.

„Wir wollen in der Lage sein, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, zwei Millionen Syrer in den Friedenskorridor umzusiedeln“, sagte Erdogan am Dienstag bei den Vereinten Nationen.

„Wenn wir diesen Korridor bis zur Linie Deir ez-Zor-Raqqqa erweitern können, können wir die Zahl der Syrer, die aus der Türkei, Europa und anderen Ländern nach Hause zurückkehren, auf bis zu drei Millionen erhöhen“, fügte er hinzu.

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