Terrorismus
Türkei: Norwegens PKK-Chef in Bursa festgenommen

In der westtürkischen Provinz Bursa haben Sicherheitskräfte ein hochrangiges PKK-Mitglied festgenommen.

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Bursa – In der westtürkischen Provinz Bursa haben Sicherheitskräfte ein hochrangiges PKK-Mitglied festgenommen.

Wie Daily Sabah (DS) unter Berufung auf Behördenangaben berichtet, ging der Festnahme eine gemeinsame Operation der Polizei und des türkischen Geheimdienstes (MIT) am 27. Juli voraus.

Wie DS weiter berichtet, war der als M.S. identifizierte Terrorist demnach erst kürzlich in die Türkei eingereist und stand seitdem unter Beobachtung – er soll die Aktivitäten der PKK in Norwegen geleitet haben. Seit dem 31. Juli sitzt er wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation hinter Gittern.

Abdullah Öcalan gründete die PKK Ende der 1970er Jahre und führte bis zu seiner Verhaftung in Nairobi, Kenia 1999, einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat, bei dem bisher über 40.000 Menschen zu Tode kamen. Die PKK wird in den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft. Nach einem im Jahre 2013 begonnenen Versöhnungsprozess nahm die PKK ihre Angriffe im Juli 2015 wieder auf. Seitdem geht das türkische Militär wieder verstärkt gegen die Organisation vor. Die PKK und ihre Splitterorganisation TAK verübten zahlreiche Anschläge, unter anderem in Ankara und Istanbul.

Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.

Eine Kritik der PKK ist im Vergleich zu den 1990er Jahren in europäischen Medien kaum noch zu finden. Obwohl es vor allem Kurden selbst sind, die unter dem Dominanzstreben der linksextrem ausgerichteten PKK und ihres syrischen Ablegers YPG leiden – und für viele Kurden, die der PKK/YPG-Doktrin nicht folgen, die Kritik an ihnen mit Gefahr für Leib und Leben verbunden ist – stellen westliche Medien die beiden Organisationen fast ausschließlich als legitimes Sprachrohr der Kurden dar.

(nex/aa/ds)

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