Menschenrechtsverletzungen in Israel
Zum 16. Todestag: Welt gedenkt der Friedensaktivistin Rachel Corrie

Weltweit wurde am gestrigen Samstag an die amerikanische Friedensaktivistin erinnert.

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Olympia (nex) – Weltweit wurde am gestrigen Samstag an die amerikanische Friedensaktivistin erinnert.

Rachel Corrie starb am 16. März 2003 bei einem friedlichen Protest, als sie das Haus einer palästinensischen Familie vor dem Abriss zu schützen versuchte. Der israelische Bulldozerfahrer habe sie wiederholt überfahren, so Augenzeugen.

#RachelCorrie wurde an ihrem Todestag zu einem der Top-Trends auf Twitter.

Die in Olympia, Washington, geborene Corrie widmete ihr Leben den Menschenrechten und war bekannt für ihre Liebe zum Frieden und ihren Einsatz für die Rechte der Palästinenser. Sie enthüllte häufig die Menschenrechtsverletzungen durch Israel in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Die israelische Untersuchung ihres Todes ergab, dass es sich um einen Unfall handelte. Weder die internationale Gemeinschaft noch die Eltern von Corrie haben die israelische Erklärung akzeptiert.

Im Jahr 2005 reichten Corries Eltern eine Zivilklage gegen Israel ein und bekräftigten, dass sie entweder absichtlich getötet worden sei, oder dass die Soldaten kriminelle Fahrlässigkeit gezeigt hätten. Sie verklagten den Staat Israel auf einen symbolischen Schadenersatz von einem US-Dollar.

Ein israelisches Gericht wies die Klage im Jahr 2012 zurück und entschied, dass die israelische Regierung nicht für ihren Tod verantwortlich sei. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch sowie Friedensaktivisten verurteilten die Entscheidung. Corrie ist seither eines der Symbole der palästinensischen Bewegung.

Ein irisches Hilfsschiff, das 2010 nach Gaza auslief, wurde nach Rachel benannt. Ihre Geschichte und die Notlage der Palästinenser wurde in mehreren Dokumentarfilmen aufgezeigt.

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