Kampf gegen Terror
Türkei: 1682 Festnahmen in einer Woche

Türkische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche 1.682 Personen wegen des Verdachts der Verbindungen zu Terrororganisationen festgenommen. Dies teilte das Innenministerium am Montag mit.

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Ankara (nex) – Türkische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche 1.682 Personen wegen des Verdachts der Verbindungen zu Terrororganisationen festgenommen. Dies teilte das Innenministerium am Montag mit.

In einer Erklärung gab das Ministerium bekannt, dass zwischen dem 19. und dem 26. Dezember 1096 Personen wegen des Verdachts einer Mitgliedschaft im Gülen-Netzwerk (FETÖ) inhaftiert, von denen wiederum 426 festgenommen worden seien.

Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch vom 15. Juli in der Türkei mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs, die das Gülen-nahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten, organisiert, geplant und durchgeführt zu haben.

Dem Prediger wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

Weiter heißt es in der Erklärung, dass die türkischen Sicherheitskräfte in der vergangenen Woche landesweit 220 Anti-Terror-Razzien durchgeführt hätten.

Dabei seien 508 PKK-Verdächtige inhaftiert worden. 78 dieser Personen seien anschließend von den Behörden festgenommen worden.

Während der Anti-Terror-Einsätze hätten die türkischen Sicherheitskräfte vier Terroristen getötet und fünf weitere nach Kampfeshandlungen gefasst.

390 Personen seien wegen Finanzierung von Terrorgruppen festgenommen worden. Heroin, andere illegale Drogen, geschmuggelte Zigaretten, Öl sowie Millionen von Banknoten seien dabei konfisziert worden.

Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen, bei dem bislang etwa 40.000 Menschen getötet worden sind.

Laut dem Statement wurden auch 78 IS (Daesh)-Verdächtige im Zuge der Anti-Terror-Operationen inhaftiert und 12 von ihnen festgenommen.

In ihrem Kampf gegen illegale Migranten hätten die türkischen Sicherheitskräfte bislang 1.960 Personen beim Versuch, unerlaubt die türkische Grenze zu überqueren, gefasst.

29 Personen seien wegen Menschenschmuggels inhaftiert, von denen 13 festgenommen worden seien, heißt es weiter.

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