Kampf gegen den Terror
Türkei: Massive Luftangriffe der Streitkräfte auf IS- und YPG-Ziele entlang der Grenze

Die Türkei hat nach dem Selbstmordanschlag von Gaziantep ihre Angriffe gegen Terrormilizen auf der syrischen Seite der Grenze massiv verstärkt. Man möchte jetzt den IS vollständig aus der Grenzregion vertreiben. Gleichzeitig sollen sich Rebellen von der Türkei aus auf den Sturm auf Dscharablus vorbereiten.

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Gaziantep (nex) – Am Montag hat die türkische Luftwaffe im Rahmen ihres Antiterrorkampfes Stellungen der Terrormilizen IS und YPG auf der syrischen Seite der Grenze mit Artillerie beschossen. IS-Stellungen in der Stadt Dscharablus und solche der PYD nahe Manbidsch seien massiv mit Haubitzen unter Feuer genommen worden, hieß es in mehreren Medien.

Unter dem Eindruck des Selbstmordanschlages in Gaziantep, bei dem am Wochenende mindestens 54 Gäste einer Hochzeit ums Leben gekommen waren, hat Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu angekündigt, die Grenzregion vollständig vom IS „säubern“ zu wollen. Man werde den IS „bis zum Ende bekämpfen“. Gleichzeitig scheint die Türkei ihr nahe stehende Rebellengruppen an der Grenze zusammengezogen zu haben, deren Ziel es sein könnte, Dscharablus vom IS zu befreien, bevor es den etwa 20 Kilometer vor der Stadt stehenden YPG gelingt, die Stadt einzunehmen.

Dies berichten Medien unter Berufung auf mehrere Quellen, darunter auch die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In diesem Fall wäre der syrische PKK-Ableger in wesentlicher Weise seinem Ziel nähergekommen, die so genannten „Rojava“-Kantone mit kurdischer Bevölkerungsmehrheit im Norden Syriens geografisch zusammenzuschließen und so eine geschlossene, von PKK-Anhängern dominierte Region entlang der türkischen Grenze zu schaffen.

Einen Tag nach der Kondolenzadresse des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, verurteilte auch der Sprecher des U.S. State Departments, Mark Toner, den Anschlag als „abscheulichen Angriff“. Am Mittwoch will Vizepräsident Joe Biden in die Türkei reisen, um dort über Strategien im Kampf gegen den Terror zu sprechen.

 


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“Keine Deals mehr mit dem Terrorpaten Erdogan” – Ein Kommentar

 

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