Bread&Water-Projekt
Palästina: Deutscher Mode-Start-Up startet Hilfsprojekt für Gaza

Das junge Berliner Modelabel Bread&Water ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt und schon ist es dem Kernteam aus Rebal, Klaudia, Florian, Marcel und Sandra, den Protagonisten vor Ort, gelungen, mit der Stiftung Sternenstaub von Jürgen Todenhöfer einen prominenten Unterstützer zu gewinnen.

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Berlin (eurasia/nex) – Bread&Water ist nämlich kein rein kommerziell ausgerichtetes Projekt, sondern verfolgt mit seiner Arbeit den Zweck, Entwicklungsinitiativen in aller Welt zu unterstützen. Die erste Kollektion soll beispielsweise Kinder im Gaza-Streifen unterstützen, einen Abschluss an der bekannten Musikschule des Edward Said National Conservatory of Music zu ermöglichen, das 2008 zerstört worden war und einen Ortswechsel vollziehen musste mit der Konsequenz, dass sie eine Studiengebühr von 600 US-Dollar jährlich erheben muss.

(Foto: Bread&Water)
(Foto: Bread&Water)

Dennoch ist es der Gaza Music School gelungen, wieder einen geordneten Betrieb zu gewährleisten und derzeit 180 Schüler im Alter von 7 bis 16 Jahren auszubilden. Einer davon ist Wisam Mohammed Ismail, ein talentierter Gitarrenschüler, der zur Leitfigur der ersten Kampagne geworden ist. Auf dem ersten Designer-T-Shirt der Bread&Water-Kollektion ist ein Bildmotiv Wisams zu sehen, wie dieser gerade in einer Ruinenlandschaft auf seiner Gitarre spielt.

Die Vorgehensweise von Bread&Water ist klar strukturiert. Eine Berliner Modedesignerin unterstützt die Kreation der Produkte, anschließend werden diese in limitierter Auflage (etwa 300 Stück) in Polen produziert und der Verkauf der Designer-T-Shirts soll Geldmittel einspielen, die eine Unterstützung der gemeinnützigen Projekte ermöglichen.

Neben Wisam Mohammed Ismail, dessen Geschichte durch die Verkaufskampagne erzählt werden soll, sollen durch die Kampagne von Bread&Water noch weiteren neun Kindern ein Schulabschluss ermöglicht werden. Die Sternenstaub Stiftung wird gewährleisten, dass die Unterstützung 1:1 nach Gaza zu den vorgesehenen Empfängern gelangt.

(Foto: Bread&Water)
(Foto: Bread&Water)

Als Zielgruppe will Bread&Water Modebegeisterte erreichen, die bewusst einkaufen und mit ihrer Kaufentscheidung auch Mehrwert für das Gemeinwesen und gemeinnützige Anliegen schaffen wollen. Statt Gewinnmaximierung durch ausbeuterische und umweltschädliche Produktionsverhältnisse zu betreiben, wollen die Protagonisten bleibende Werte schaffen und die Welt mit ihrer Arbeit ein wenig besser machen.

Mit 66 Prozent des Verkaufspreises, die in soziale Projekte fließen, soll auch dem Käufer der Produkte das Glücksgefühl verschafft werden, das damit verbunden ist, Armen und Notleidenden geholfen zu haben. Alle Unterstützer erhalten natürlich auch ein T-Shirt in individuellem Design.

Pro Quartal soll es zudem regelmäßig eine limitierte Auflage von T-Shirts geben. Die Gewinne dieser modischen Einzelstücke sollen dann komplett an das Projekt gespendet. Für die Sicherstellung der Produktion sucht das Projekt nun auch mittels Crowdfunding Unterstützer. Bei Erreichen der Fundingschwelle von 2500 Euro wird die Produktion in die Wege geleitet und die T-Shirts anschließend im Onlineshop angeboten.

Sobald die Fundingschwelle überschritten ist, fließt jeder weitere Support durch die Crowd direkt und sofort in das Bread&Water-Projekt in Gaza. Bei Erreichen des Fundingziels von 9800 Euro wird es bereits möglich sein, bereits innerhalb des StartNext-Kampagnenzeitraums das soziale Projekt der ersten Kollektion zu verwirklichen.

Mehr Infos zum Projekt und die direkte Unterstützungsmöglichkeit:
https://www.startnext.com/breadandwaterfashion

 


Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

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