Brunnen für Afrika
Khabib Nurmagomedovs Kindheitstraum: Menschen in Afrika helfen

Lagos (nex) – „Ich bin sehr beeindruckt von Khabib Nurmagomedov, weil er es zu seiner obersten Priorität gemacht hat, nach Nigeria zu reisen und dort Wasserbrunnen zu bauen. Jeder kann sagen, dass er will, dass die Welt besser wird, aber es braucht einen besonderen Menschen, damit diese Veränderung bei ihm beginnt. Wenn wir die Dinge in dieser Welt verbessern wollen, ist die einzige Person, die wir verändern müssen, wir selbst.“, so der US-amerikanische MMA-Kämpfer Rashad Evans auf seinem Instagram-Account. Im Ring lehrt UFC-Leichtgewichtschampion Khabib Nurmagomedov seinen Gegnern das Fürchten und weist mit 27 zu 0 einen eindrucksvollen Kampfrekord auf. Im privaten Leben hat der 30-jährige gläubige Muslim jedoch ein großes Herz und befindet sich momentan im afrikanischen Nigeria, um die dort sehr benötigten Wasserbrunnen bauen zu lassen. Es sei schon immer sein Kindheitstraum gewesen, den Menschen in Afrika zu helfen und er habe stets darum gebetet, dass Gott ihm diese Möglichkeit gibt. „Elhamdulillah, er hat auf meine Gebete geantwortet“, schreibt der Kämpfer auf Instagram. Nurmagomedov hatte am 6. Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren Conor McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und bleibt weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Im Anschluss kam es jedoch zu unschönen Szenen. Nurmagomedow sprang direkt nach Kampfende über den Zaun und griff das Team des Iren an. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters. Treffen mit Erdogan Im Oktober traf der dagestanische Kämpfer bei der Eröffnung des neuen Flughafens in Istanbul den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

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– Hunger in Ostafrika – Türkischer Präsident Erdogan ruft zur Hilfsaktion gegen Hungersnot in Afrika auf

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am gestrigen Samstag in einer Tweetreihe zur Teilnahme an der Hilfsaktion des Türkischen Roten Halbmondes für die von Dürre und Hunger bedrohten Menschen in Ostafrika aufgerufen.

Türkischer Präsident Erdogan ruft zur Hilfsaktion gegen Hungersnot in Afrika auf

TV-Tipp
„Saat des Terrors“: Die dunkle Seite der Geheimdienste

Pakistan, 2008. Jana Wagner ist für den BND in Islamabad im Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit der amerikanischen DEA (Drug Enforcement Administration) ist Jana zuständig für den Kampf gegen die Drogengeschäfte, mit denen die islamistischen Terrorgruppen von Pakistan aus ihre Aktivitäten in Afghanistan und anderen Ländern finanzieren.

Als der gut vernetzte James Logan Davies, ein Informant Janas und ihres amerikanischen Kollegen Stephen Walker, von einem großen bevorstehenden Drogendeal in Lahore erzählt, kontaktieren sie gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Thomas Günther und den amerikanischen Kollegen Oberst Baqri vom ISI (Inter-Services-Intelligence, pakistanischer Militär-Geheimdienst), der offiziell im Kampf gegen Al Quaida und deren Geschäfte an der Seite des Westens steht.

Doch statt die Drogenkuriere festzunehmen und den westlichen Geheimdiensten zu überstellen, lässt der ISI sie exekutieren. Jana ist außer sich – und ihr Misstrauen Baqri gegenüber ist geweckt. Der sucht zwar ihre Nähe und verweist auf seine Ausbildung in Deutschland. Aber er macht auch deutlich, dass das Misstrauen gegenseitig ist. Solange die Pakistaner vom Westen in der Terrorabwehr gebraucht werden, sind sie willkommene Gesprächs- und Geschäftspartner. Sobald die akute Gefahr abgewendet ist oder die Politik andere Schwerpunkte hat, werden sie wieder fallengelassen.

Der Doppelagent

Jana ist beunruhigt und kann diese Unruhe nur mit dem Sicherheitsbeauftragten Nicholas Krüber teilen, dem sie uneingeschränkt vertraut. James Logan Davies‘ pakistanische Ehefrau Lamia vertraut ihr an, dass ihr Mann ein Doppelagent sei, der seine Arbeit für die westlichen Geheimdienste dazu nutzt, ungehindert im Auftrag der Terrororganisation Laschkar-e Taiba Anschlagsziele in Mumbai auszukundschaften. Jana glaubt Lamia Davies und will ihr helfen, in den Westen zu fliehen.

Aber im Gegensatz zu Nicholas und ihrem einheimischen Übersetzer Tariq Usmani will ihr Chef Thomas Günther nichts von dem Verdacht hören. Er hält das Ganze eher für eine Falle. Und als Jana herausfindet, dass Davies auch für den CIA arbeitet, untersagt Günther ihr strikt, weiterzuforschen. Was wiederum Jana zu denken gibt: Wer hält seine schützende Hand über James Logan Davies? Und warum? Alles was sie über seine Aktivitäten herausfindet bestärkt sie in dem Verdacht, dass Davies tatsächlich ein Doppelagent ist und dass Anschläge in Mumbai unmittelbar bevorstehen.

Zwischen den Fronten

Es ist offensichtlich, dass es Interessen gibt, über die niemand mit ihr reden will und die vermutlich vom CIA gesteuert werden. Inzwischen hält Jana es auch für möglich, dass drohende Anschläge wegen dieser Interessen nicht verhindert werden. Als die Systeme des BND für ihre Recherche über Davies gesperrt werden, kann sie nicht locker lassen.

Sie nimmt offiziell Urlaub und folgt Davies heimlich nach Mumbai, beobachtet und fotografiert, wie er Plätze und Orte auskundschaftet. Aber ihr privater Einsatz bleibt nicht geheim. Nicht nur Davies bemerkt sie, auch der indische Geheimdienst nimmt Kontakt auf. Jana gibt nichts preis, verspricht aber zukünftige Informationen. Zurück in Pakistan greift der ISI sie auf. Jana ist zwischen alle Fronten geraten.

Ihrem Chef Thomas Günther ist ihr Ausflug ebenfalls nicht verborgen geblieben. Die pakistanische Regierung hat sich über Jana beschwert. Doch sie erhält eine Chance: Bei einer Lagebesprechung mit den Amerikanern kann sie ihre Bedenken offen darlegen. Der vorsitzende Geheimdienstler hat ihre These vom Doppelagenten und den drohenden Anschlägen gerade energisch niedergebügelt, als eine Bombe in dem Hotel hochgeht, die Nicholas Krüger das Leben kostet.

Ein Anschlag der Taliban, betont Oberst Baqri, die ihre Taktik zunehmend auf westliche Ziele verlegen. Jana sieht sich auf tragische Weise bestätigt und greift zu einem außergewöhnlichen Mittel: Mit Hilfe von Übersetzer Tariq als Mittelsmann informiert sie den indischen Geheimdienst. Vergeblich. Noch bevor ihr Kontaktmann etwas unternehmen kann, wird er getötet und Jana selbst der Spionage für die Taliban beschuldigt. Sie wird ausgewiesen. Sie ist gerade dabei das Land zu verlassen, als die Nachricht von einer schrecklichen Anschlagserie in Mumbai sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Das Erste:“Saat des Terrors“ – Themenabend über die dunkle Seite der Geheimdienste am Mittwoch, 21. November, ab 20:15 Uhr

Die Rolle der Geheimdienste bei der Globalisierung des Terrors durch ihre Einflussnahme auf Terrorzellen ist so problematisch wie umstritten. Terror ist ein Geschäftsmodell und Hebel für politischen Einfluss und Relevanz und reicht vom Hindukusch bis in unsere Gesellschaft hinein. Daniel Harrichs aufwendig inszenierter und prominent besetzter investigativer Fernsehfilm „Saat des Terrors“ (SWR, ARD Degeto, BR, RBB, SR) thematisiert die Arbeitsweise der Geheimdienste und beleuchtet die komplexen Verkettungen des globalisierten Terrors zwischen Pakistan, Indien, Europa und den USA. „Saat des Terrors“ ist ein Politthriller über eine deutsche BND-Agentin, die in Pakistan herausfindet, dass Anschläge in Mumbai unmittelbar bevorstehen. Bei dem Versuch, diese Anschläge in letzter Sekunde zu vereiteln, muss sie erfahren, dass ihre Anstrengungen von unterschiedlichsten Nachrichtendiensten hintertrieben werden. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. In den Hauptrollen spielen Christiane Paul, Axel Milberg, Heiner Lauterbach, Navid Negahban. Im Anschluss an den Fernsehfilm „Saat des Terrors“ folgt die Dokumentation „Spur des Terrors“ (SWR, Redaktion: Thomas Reutter). Autor Daniel Harrich erzählt darin die Geschichte des US-Geheimagenten David Coleman Headley, der unter den Augen der westlichen Geheimdienste zum islamistischen Doppelagenten und Terror-Mastermind wurde. Dabei hinterfragt der investigative Filmemacher die Rolle der westlichen Geheimdienste, auch des BND: Welche Verantwortung tragen unsere Dienste am Aufbau der Terrorzellen in Pakistan, die später Anschläge in Europa verübten? Exklusive Interviews mit Augenzeugen und Geheimdienst-Mitarbeitern sowie Video- und Gerichtsdokumente belegen fatale Fehler der Nachrichtendienste. „Saat des Terrors“ ist eine Produktion der diwafilm im Auftrag von SWR, ARD Degeto, BR, RBB, SR für Das Erste. Regie: Daniel Harrich, Buch: Gert Heidenreich und Daniel Harrich. Die Redaktion liegt bei Manfred Hattendorf (SWR, federführend), Christine Strobl (ARD Degeto), Claudia Gladziejewski (BR), Verena Veihl (RBB) und Andrea Etspüler (SR).

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– Terrorismus – US-Wissenschaftler: „Ausländische Besatzung ist der Auslöser für Selbstmordterrorismus“

In seinem Buch, Cutting the Fuse: The Explosion of Global Suicide Terrorism and How to Stop It (University of Chicago Press, 2010), argumentiert der US-Politikwissenschaftler Robert A. Pape und sein Co-Autor James K. Feldman, dass die ausländische militärische Übernahme einen Anstieg der Selbstmordattentate im Irak geschürt habe und nicht religiöser Extremismus.

US-Wissenschaftler: „Ausländische Besatzung ist der Auslöser für Selbstmordterrorismus“
 

Israel
Aus Protest gegen Waffenruhe: Israelischer Verteidigungsminister Lieberman tritt zurück

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Tel Aviv (nex) – Aus Protest gegen die Waffenruhe im Gaza-Streifen ist der israelische Verteidigungsminister Lieberman zurückgetreten. Die Vereinbarung von Ministerpräsident Netanjahu mit den Palästinensern bezeichnete Lieberman als eine „Kapitulation vor dem Terror“. „Ich bin hier, um offiziell meinen Rücktritt als Verteidigungsminister bekannt zu geben“, kündigte er am Mittwoch an. „Was gestern geschah – die Vereinbarung mit der Hamas – ist eine Kapitulation vor dem Terror; es gibt keine andere Interpretation“, sagte Lieberman. „Was wir jetzt als Land tun, ist, kurzfristige Ruhe auf Kosten unserer langfristigen Sicherheit zu kaufen“, sagte er. Die israelische Armee hatte gestern die Bombardierung des Gazastreifen eingestellt. Die Waffenruhe war unter anderem von Ägypten vermittelt worden. Lieberman kritisierte die israelischen Regierung in der Palästinenserfrage scharf als zu „lasch“. Lieberman ist Vorsitzender der nationalistischen Partei Israel Beitenu. Israelischen Medienberichten zufolge könnte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorübergehend auch das Amt das Verteidigungsministeriums übernehmen.    

Türkisch-Chinesische Beziehungen
Justizministerien: China und Türkei beschließen Stärkung der Zusammenarbeit

Peking (nex) – Die türkischen und chinesischen Justizminister unterzeichneten am heutigen Mittwoch eine Vereinbarung zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministerien. Der türkische Justizminister Abdulhamit Gül befindet sich zur Zeit in Peking und unterzeichnete die Absichtserklärung mit seinem chinesischen Amtskollegen Fu Zhengua. Das Treffen sei erfolgreich gewesen, sagte Gül den Reportern. Man habe sich über gegenwärtige Probleme von beiden Ländern ausgetauscht. „Wir sprachen sehr offen über die Zusammenarbeit in den Rechtsfragen beider Länder. Es ist uns ein Anliegen, unsere Probleme in diesen Fragen zu lösen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken“, fügte Gül hinzu. Der Dialog zwischen der Türkei und China habe sich durch die Treffen und einen regelmäßigen Austausch zwischen den Staats- und Regierungschefs beider Länder verstärkt, was zu einer Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel und Politik sowie in der Justiz geführt habe. In diesem jährlich stattfindenden Kongress werden sich, wie jedes Jahr, Beamte aus beiden Ländern treffen, um rechtliche Probleme und die weitere Zusammenarbeit zu diskutieren, Er fügte hinzu, dass acht türkische Staatsanwälte und Richter an der Pekinger Universität für öffentliche Sicherheit eine chinesische Sprachausbildung erhielten. Es sei sehr wichtig, sowohl das türkische als auch das chinesische Rechtssystem zu kennen, so Gül. (aa)

Zum Thema

– Währungspolitik – Kampf gegen den Dollar: China und Türkei vereinbaren Währungsabkommen

Eine Währungsaustauschvereinbarung zwischen den Zentralbanken der Türkei und Chinas soll die Bedeutung der lokalen Währungen gegenüber dem Dollar stärken. Die Notenbanken der beiden Länder haben Ende November ein Swap-Geschäft im Umfang von 450 Mio. TL abgeschlossen.

Kampf gegen den Dollar: China und Türkei vereinbaren Währungsabkommen
 

Türkei
Saudischer Offizieller zum Khashoggi-Mord: Nur jemand unter Heroin würde so etwas tun

Ankara (nex) – Ein Vertreter des saudischen Geheimdienstes habe geschockt reagiert, als er die Audioaufzeichnungen des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi gehört habe, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag gegenüber Reportern. Erdogan bezeichnete den Inhalt als „Katastrophe“ und forderte die saudischen Behörden auf, konkrete Maßnahmen gegen die Mörder zu ergreifen. „Alle, die gefragt haben, konnten sich die Aufzeichnungen dieses Mordes anhören. Unsere Geheimdienstorganisation hat nichts verschwiegen. Neben Saudi-Arabien hörten sich die Vereinigten Staaten, Frankreich, Kanada, Deutschland und Großbritannien diese Aufnahme an. Der Inhalt ist eine echte Katastrophe, sogar der Geheimdienst-Offizier der Saudis war schockiert, als er die Aufnahme hörte“, so Erdogan weiter. „Dieser Mann benutzt vielleicht Heroin, nur jemand unter  dem Einfluss von Heroin würde so etwas tun“, zitierte Erdogan den saudischen Offiziellen.
Auf eine Anschlussfrage über die Reaktion des saudischen Geheimdienst-Offiziers wiederholte Erdogan, dass dieser schockiert war, als er die Aufnahme hörte. „Ja, der Mann war schockiert, als er es hörte. Es gibt eine solche Realität in dieser Hinsicht. Trotz dieser Tatsachen gibt es immer noch Leute, die sich bemühen, die Fakten zu verzerren“, so Erdogan.
Erdogans Äußerungen zu den Aufnahmen weichen stark von der Stellungnahme Riads zu den Geschehnissen, die zum Tod Khashoggis führten, ab. Der Kolumnist der Washington Post wurde demnach kurz nach seinem Betreten des saudischen Konsulats in Istanbul erdrosselt. Der „New York Times“ zufolge ist auf der Aufnahme ein Mann zu hören, der einem Gesprächspartner am Telefon sagt, er solle seinem „Chef sagen“, dass der Auftrag ausgeführt wurde. Der Name des Chefs wird zwar nicht erwähnt, doch gehen laut der Zeitung US-Geheimdienstvertreter davon aus, dass es sich dabei um den saudischen Thronfolger Kronprinz Mohammed bin Salman handelt.

Zum Thema

– Fall Khashoggi – Interview: Khashoggi sah in der Türkei ein neues Osmanisches Reich

Jamal Khashoggi, der Berichten zufolge im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde, betrachtete die Türkei als ein Schlüsselland für einen neuen Nahen Osten.

Interview: Khashoggi sah in der Türkei ein neues Osmanisches Reich
   

Gesundheitspolitik
Lauterbach: Digitales Rezept muss so schnell wie möglich kommen

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Osnabrück – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich hinter den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Einführung „digitaler Rezepte“ gestellt und fordert eine rasche Umsetzung. „Wir sollten den Gesetzentwurf beschleunigen. Das ,digitale Rezept‘ muss so schnell wie möglich kommen“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Die Hürden für die Verschreibung von Rezepten nach telemedizinischer Beratung müssen fallen.“ Eine entsprechende Reform „wird die Versorgung von Patienten gerade im ländlichen Raum enorm verbessern“, ergänzte der Arzt und SPD-Vizefraktionschef. Er hoffe, dass der Gesetzentwurf schon in den nächsten Wochen in den Bundestag eingebracht werden könne, sagte Lauterbach. Eine Einführung des „digitalen Rezeptes“ bis 2020 sei „realistisch“ und müsse gelingen. Die SPD werde „keine Verzögerungen in Kauf nehmen“, so Lauterbach. „Digitale Rezepte werden die medizinische Versorgung verbessern und können die Kosten senken.“ Die Befürchtung, durch eine Ausweitung ärztlicher Beratungen per Video-Telefonie würden direkte Kontakte zwischen Ärzten und Patienten ersetzt, wies Lauterbach zurück. „Dort, wo Telemedizin bereits angewandt wird, ist das nicht der Fall. Im Gegenteil: Telemedizin verhindert, dass gar kein Kontakt mehr stattfindet“, sagte Lauterbach. Deutschland sei weltweit das Land mit den häufigsten Arztkontakten. Auch der Sorge, dass durch „digitale Rezepte“ Patientendaten in die falschen Hände geraten können, trat Lauterbach entgegen. „Es hat lange gedauert, bis in der Telemedizin für ausreichenden Datenschutz gesorgt wurde. Das nun gefundene Konzept ist dafür aber auch besonders sicher.“

"Paten in Deutschland"
Nach politischem Druck: TV-Sender stoppt Doku über Armenier-Mafia in Deutschland

Halle (tp) – Mittwochabend wollte der Mitteldeutsche Rundfunk MDR eine TV-Dokumentation über das Netzwerk der armenische Mafia in Deutschland senden. Dazu kam es kurz vor Ausstrahlungstermin nicht. Der armenische Botschafter lies über den Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung erwirken, stoppte die Ausstrahlung der Dokumentation  „Paten in Deutschland“, die in Zusammenarbeit mit dem Spiegel entstanden war und über dessen Thema Anfang November erstmals berichtet wurde. Laut MDR habe der armenische Botschafter zuvor mit einer Unterlassungserklärung versucht, die Ausstrahlung der Dokumentation zu verhindern. Als das jedoch nicht gefruchtet habe, soll man die einstweilige Verfügung erwirkt haben. Der MDR und der Spiegel müssen jetzt die gerichtliche Verfügung beachten, sind gezwungen, die Ausstrahlung vorerst zu unterlassen. Anfang November hatten der MDR und der Spiegel in einer Zusammenarbeit erstmals über armenische Mafiastrukturen in Deutschland berichtet, deren mutmaßliche Kontakte bis in höchste diplomatische Kreise Armeniens reichen sollen. Der derzeitige armenische Botschafter soll offenbar auch verwickelt sein, stand den Recherchen des MDR und Spiegel zufolge bereits vor zehn Jahren unter Verdacht, in internationale Schleuseraktivitäten verwickelt gewesen zu sein. Gegen ihn wurde jedoch ergebnislos wegen des Vorwurfs der Geldwäsche ermittelt. Dem Bericht zufolge gelten die armenischen Mafiastrukturen als besonders brutal und sollen landesweit wirken. Ausserdem soll die armenische Mafia auch mit der mächtigsten Verbrecherorganisationen der Welt, der Vereinigung der kalabrischen Mafia `Ndrangheta zusammenarbeiten.

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– Geschichte – Erdogan: Türkei hat die Verantwortung, „Schmerz der armenischen Mitbürger zu teilen“

Die Türkei hat die Verantwortung, den Schmerz der armenischen Mitbürger wegen der „Ereignisse von 1915“ zu teilen, heißt es in einer vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterschriebenen Erklärung.

Erdogan: Türkei hat die Verantwortung, „Schmerz der armenischen Mitbürger zu teilen“

Fremdenfeindlichkeit
Niedersachsen: Muslimischer Friedhof geschändet

Northeim (tp) – In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte ein muslimisches Gräberfeld auf dem Northeimer Stadtfriedhof geschändet. Grabsteine wurden u.a. mit roter Sprühfarbe beschmiert. Im niedersächsischen Northeim haben Unbekannte in der Nacht zu Sonntag ein muslimisches Gräberfeld auf dem Stadtfriedhof geschändet. Grabsteine wurden u.a. mit Symbolen des Nazionalsozialismus verunstaltet. Insgesamt zwölf Grabsteine muslimischer Grabstätten auf dem Northeimer Stadtfriedhof wurden dabei u.a. mit drei Hakenkreuzen verunstaltet. Gemeldet wurde der Vorfall am Sonntagvormittag gegen 09.00 Uhr von zwei Friedhofsbesuchern. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit der Reichskristallnacht, die sich am 9. November jährte. Laut der Polizei war es in den letzten vier Jahren ruhig. Eine ähnliche Tat sei davor erneut geschehen, aber diesmal sei das Ausmaß der Gräberschändung größer, so ein Polizeisprecher. Die Polizei hat eine intensive Spurensicherung am Tatort durchgeführt. Die weiteren Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung, Störung der Totenruhe und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen werden vom Staatsschutz verfolgt.

Menschenrechtsverletzungen in China
Kommentar: Inzwischen so gut wie kein Uigure von Erziehungsmaßnahmen verschont

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther  Angesichts der Passivität der internationalen Gemeinschaft und der offiziellen Legalisierung des Lagersystems baut China seine Lager im Eiltempo aus; Satellitenbilder und Ausschreibungen für Bauanträge zeigen dies. Zudem werden uigurische Häftlinge systematisch in andere Provinzen Chinas verlegt; Häftlinge aus China dagegen nach Xinjiang gebracht. Von Umerziehungsmaßnahmen ist inzwischen so gut wie kein Uigure oder anderer Angehöriger einer muslimischen Minderheit in Xinjiang verschont. Wer nicht ständig interniert ist, ist von Maßnahmen betroffen, bei denen die Lagerinsassen nachts zu Hause schlafen dürfen, oder Han-Funktionäre sind im Hause untergebracht, die systematisch die Familie bespitzeln, insbesondere indem die Kinder ausgehorcht werden. Frauen werden zwangsverheiratet. Immer mehr Familien werden zerrissen. Kinder werden in KZ-gleiche Waisenhäuser gebracht. Uiguren im Ausland werden bedroht und eingeschüchtert. Ihre Familien müssen den Kontakt zum Ausland abbrechen. Auslandsuiguren oder -kasachen sind in völliger Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen. Auch ausländische Ehemänner haben den Kontakt zu ihren uigurischen Frauen verloren. Angeblich gibt es eine Anfrage der pakistanischen Regierung über den Verbleib der Ehefrauen von 50 pakistanischen Staatsbürgern. Ähnliche Anfragen aus Kasachstan wurden negativ beschieden. Eine wirksame Hilfe von Staaten, deren Bewohner betroffen sind, gibt es nicht. Es ist schon erfreulich, dass Kasachstan inzwischen Kasachen mit chinesischem Pass schützt, die Türkei ein sicheres Asylland für Uiguren ist und Malaysia der unverschämten chinesischen Forderung nach Auslieferung geflüchteter Uiguren die Tür ins Gesicht geschlagen hat. China hält es jedenfalls nicht für nötig, die elementarsten Regeln internationalen Rechts einzuhalten. Es bedroht rücksichtslos Einwohner anderer Staaten. Uiguren im Ausland werden von chinesischen Behörden bedroht und man versucht sie so zu erpressen, ihre Landsleute im Ausland auszuspionieren. Auch Hui-Muslime werden zunehmend verfolgt. Inzwischen wurden selbst Hui-Muslime wegen des Besitzes terroristischen Materials verurteilt; worum es sich bei diesem Material handelte, wurde in der im chinesischen Fernsehen ausgestrahlten Urteilsverkündung nicht gesagt – bezeichnenderweise: Die Gefahr von Terrorismus durch Hui-Muslime ist prima facie eine Absurdität. Die Verfolgung von Christen nimmt rapide zu. Der katholische Bischof von Wenzhou wurde neulich zu Umerziehungsmaßnahmen entführt und verurteilt. Koreanische Staatsbürger werden festgenommen etc. etc. Personen im Ausland, die Beziehungen zu christlichen Kirchen haben, werden als Spitzel angeworben: Ein junger indischer Wissenschaftler, der dies ablehnte, hat die Nachrichten, die er auf dem chinesischen Chatdienst WeChat erhielt, veröffentlicht. China schickt systematisch Spitzel ins Ausland, um dort studierende Chinesen zu denunzieren. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass immer mehr Chinesen inzwischen Angst haben, über WeChat frei zu kommunizieren. Chinesische Studenten im Ausland haben Angst zurückzukehren, manche entscheiden sich, es aus politischen Gründen nicht zu tun. Es ist erschreckend zu sehen, wie die Dreistigkeit des chinesischen Verbrecherstaats ungehindert operieren kann. Man fragt sich, wie lange das Ausland die unverschämte Verletzung seiner Souveränität durch ein Land, das jede Grenze in Einflussnahme, Erpressung und Industriespionage überschreitet, das alles hinnehmen will.
Was nun die Zustände in den menschenfreundlichen Trainingszentren anbelangt, so hat inzwischen ein chinesischer Chirurg enthüllt, dass Uiguren systematisch zur Organentnahme für Transplantationen genutzt werden. Deshalb werden auch die Leichen von in den Lagern Verstorbenen nicht an die Angehörigen zurückgegeben. Inzwischen sind die biologischen Daten der Uiguren zwangsweise weitgehend erhoben und gespeichert. Passende Organe für Transplantationen können bestellt werden: Häftlinge werden nach Bedarf zur Organentnahme getötet. Wer Facebook besitzt und es sich zumuten will, kann sich unter folgendem Link ein eigenes Bild davon machen.
Mit diesen Methoden steht China exakt auf derselben Stufe mit den Verbrechen der Japaner mit asiatischen Frauen, den Verbrechen, die man in Japan bis heute besonders beschämend findet. Ebenso ist es auch in Deutschland immer noch wenig bekannt, dass in den KZs der Nazis ebenfalls Frauen systematisch vergewaltigt wurden, die Nazis zudem ein perfides Bordellsystem für Häftlinge betrieben, wo Häftlingen zur „Belohnung“ Sex mit professionellen Prostituierten unter den Augen ihrer Bewacher angeboten wurde. Das System der Ermordung von Häftlingen zur Organentnahme nähert sich jedenfalls den grauenhaftesten Verbrechen der Nazis und der Japaner gerade an Chinesen: Medizinische Experimente an Menschen in dem berüchtigten Lager 731. Die ungeheuerlichen Verbrechen der VR China in Xinjiang heute, machen eines deutlich: Die Welt interessierte sich, während es geschah, insgesamt kein bisschen für die Ausrottung der Juden durch die Nazis. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man entgegen allen Beteuerungen nichts aus dem Völkermord der Nazis, nichts aus den Verbrechen des Kolonialismus gelernt. Völkermord und Massenmord wurden und sind bis heute eine Selbstverständlichkeit geworden. Wen wundert es da, dass eine Weltmacht wie China ungestraft so agieren kann?
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Menschenrechtsverletzungen in China – Malaysischer Politiker Anwar Ibrahim: Muslimische Regierungen fürchten China

Anwars Äußerungen gehören zu den bisher schärfsten eines führenden Politikers in der islamischen Welt, der die Misshandlungen der muslimischen Minderheiten in China verurteilt.

Malaysischer Politiker Anwar Ibrahim: Muslimische Regierungen fürchten China
 
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Seehofer-Rücktritt
FDP fordert Umbau des Innenministeriums nach Rückzug Seehofers

Düsseldorf – Nach dem angekündigten Rückzug von CSU-Chef Horst Seehofer auch vom Amt des Bundesinnenministers soll es nach dem Willen der FDP einen Umbau des Ministeriums geben. „Das Bundesinnenministerium ist keine Show-Veranstaltung der CSU“, sagte FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Nach dem Rückzug Seehofers könne sich das Haus wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren. „Die Bereiche Bauen und Heimat sollten daher wieder ausgegliedert werden“, sagte Kuhle. Unter massivem Druck der eigenen Parteibasis und knapp einen Monat nach der schweren CSU-Pleite bei der Landtagswahl hat Horst Seehofer am gestrigen Sonntag seinen Rücktritt als CSU-Chef und Bundesinnenminister angekündigt. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat Seehofers sofortigen Rücktritt als Bundesinnenminister gefordert. „Jeder Tag, den Horst Seehofer weiter Innenminister bleibt, ist ein Tag zu viel“, so Göring-Eckardt gegenüber dem „Tagesspiegel“ (Montag). Wenn es um die Innere Sicherheit gehe dürfe es „keine weiteren Hängepartien geben“. Seehofers Politik der Ausgrenzung und Spaltung sei „ein Sicherheitsrisiko“ für die Gesellschaft.