Türkei
FC Barcelona klagt gegen türkisches Modelabel

Istanbul (nex) – Der spanische Fußballgigant FC Barcelona hat wegen Urheberrechtsverletzung gegen das türkische Unternehmen „Barca Textile“ Klage erhoben.
„Der Club Barcelona ist zu einem Fußballphänomen geworden, das mit dem Namen Barça asoziiert wird. Die Marke meines Kunden war in der Türkei schon lange bekannt, bevor das beklagte [Textil-] Unternehmen seine Marke „Barça“ markenrechtlich schützen ließ“, zitiert die türkische Tageszeitung „Hürriyet“ die Klageschrift eines Anwalts im Namen von FC Barcelona.
Das türkische Unternehmen Barca Textile Industry and Trade Ltd. habe den Namen „Barca“ erst vor fünf Jahren schützen lassen, wogegen der Fußballverein „seit 1899, dem Gründungsjahr des Unternehmens, als „Barça“ bezeichnet wird“, so die Klageschrift des Barcelona-Anwalts Deniz Kol.
„Das wahre Eigentum liegt zweifellos bei meinem Mandanten, dem Fußballclub. Wir beantragen die Annullierung und Aufhebung der Marke „Barca“ des beklagten Unternehmens“. Ali Öziçer, der Inhaber von Barca Textile, sagte, dass das Unternehmen eine 22-jährige Geschichte hat und Bekleidungsartikel in viele europäische Länder exportiert, darunter Deutschland und Italien. „Barca bedeutet Boot auf Italienisch. Wir sind ein Unternehmen, dessen Marke in vielen Ländern geschützt ist“, sagte er.
Öziçer betonte auch, dass sein Unternehmen in den vergangenen Jahren bei den spanischen Behörden beantragt habe, seinen Namen schützen zu lassen. Der Antrag sei nicht angenommen worden. Laut Öziçer sei FC Barcelona über den Markennamen auch deshalb irritiert, weil der Verein in der Türkei ein Restaurant mit dem Namen „Barça“ eröffnen wollte.
„Sie sind hierher gekommen und wollten bei den Behörden ein Restaurant unter dem Namen „Barça“ registrieren. Ihr Club hat sich zweimal beworben und wir haben zweimal gegen ihren Registrierungsantrag Berufung eingelegt. Nun wurde von Ihnen Klage gegen unseren Namen eingereicht“, sagte Öziçer, der Firmeninhaber von Barca.
Experten zufolge wird Barcelona jedoch wenig Erfolg eingeräumt. Sie haben zwar den Namen Barca im Bereich des Fussballs auch ohne Markenanmeldung erfolgreich etabliert, jedoch gilt dies für den sportlichen Bereich. Der Bereich der Mode befindet sich in einer anderen Nizzaklasse und dürfte somit nicht geschützt sein.

Türkei
Türkischer Bildungsminister: Anzahl der Schulfächer wird um die Hälfte reduziert

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Ankara (nex) – Die Anzahl der Fächer, die an türkischen Schulen auf den Lehrplan stehen, werden, werden ab dem nächsten Jahr um die Hälfte reduziert, kündigte Bildungsministerin Ziya Selçuk an. Im März wird ein Programm über die Anzahl der zu unterrichtenden Kurse angekündigt. Es wird ab dem nächsten Jahr realisiert. Möglicherweise kann es zu einer Halbierung kommen [in der Anzahl der Kurse]“, sagte Selçuk in einem im türkischen Fernsehen übertragenen Interview am Sonntag. „Es ist nicht möglich, dass Kinder 15-16 Kurse besuchen und dabei erwarten, dass sie sie alle verstehen, tief verstehen und registrieren. Die Anzahl der Unterrichtsfächer, die sie besuchen müssen, wird definitiv reduziert“, sagte er. „Ein guter Bildungsminister arbeitet auch für die Zukunft. Jeden Monat werden neue, konkrete und große Projekte angekündigt“, fügte er hinzu.    

Torgelow
Stiefvater von getöteter Leonie festgenommen

Tegelow (nex) – Am Ende war der Fahndungsdruck wohl zu groß: Nach tagelanger Flucht hat die Polizei David H. gefunden. Er soll die sechsjährige Leonie in Torgelow getötet haben. Das berichtet der “Nordkurier“ am Montag. Eine Polizeistreife habe den Gesuchten auf der B109 zwischen Ducherow und Anklam gestellt. Der Stiefvater der getöteten Sechsjährigen war seit Montag vergangener Woche auf der Flucht. Eine Polizeisprecherin habe dem “Nordkurier“ bestätigt, dass der mutmaßliche Mörder in einem Auto mit seinem Anwalt unterwegs war um sich der Polizei zu stellen. Er muss heute noch zum Amtsgericht nach Pasewalk gebracht werden, um ihm den Haftbefehl zu verkünden, berichtet “Nordkurier“ weiter. Danach werde er vermutlich in die JVA in Bützow oder Stralsund gebracht. Dem 27-Jährigen wird Mord durch Unterlassen vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll er die Sechsjährige derart misshandelt haben, dass sie am 12. Januar in der Wohnung der Familie an den schweren Verletzungen starb, berichtet der “Nordkurier“.        

Schönheitswettbewerb
Kosovo-Amerikanerin Florinda Kajtazi gewinnt Miss New York USA 2019

New York (nex) – Florinda Kajtazi wurde am Sonntagabend im Performing Arts Center von Genesis Suero zur Miss New York USA 2019 gekürt. Die junge Frau mit kosovo-albanischer Abstammung konnte sich gegen viele Mitbewerberinnen durchsetzen. Florinda ist 27 Jahre alt und lebt in Yonkers.
Sie wird New York bei der 68. Ausgabe von Miss USA vertreten. Dieser Wettbewerb gehört zu den wichtigsten Schönheitswettbewerben in den Vereinigten Staaten von Amerika.
(Foto: Screenshot/Deskgram)
Sie ist voller Freude und bedankt sich auf Deskgram bei ihren Fans. Sie schreibt: In meinem wunderschönen Abendkleid, das von VJOSA JUSUFI angefertigt wurde, habe ich mich wie eine Prinzessin gefühlt. https://youtu.be/3ZSKQlse0iI

Handelsstreit mit den USA
China: Schwächstes Wachstum seit 28 Jahren

Peking (nex) – Chinas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr so langsam, wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt expandierte 2018 um 6,6%, so die am Montag veröffentlichten offiziellen Daten. Das ist die schwächste Jahresperformance seit 1990. Diese Ankündigung wurde angesichts des anhaltenden Handelsstreits Pekings mit den USA, dem größten Handelspartner, mit Spannung erwartet. An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass die Abkühlung die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Das chinesische Wachstum hat an Dynamik verloren, nachdem die Regierung versucht hat, die hohe Verschuldung zu reduzieren. Nach der globalen Finanzkrise hatte die Volksrepublik vor rund zehn Jahren mit riesigen Konjunkturprogrammen dafür gesorgt, dass die globale Wirtschaft nicht in eine Depression stürzte. China hat auch die Auswirkungen des Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten zu spüren bekommen, der zu neuen Zöllen auf mehr als 250 Milliarden Dollar chinesischer Exporte geführt hat.

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– Türkisch-amerikanische Beziehungen – Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

In einem Telefonat am Montag beschlossen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken.

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Balkan
Medien: Weiterer Staat wird Anerkennung Kosovos zurückziehen

Pristina (nex) – Die Republik Palau hat ihre Entscheidung aus dem Jahr 2009, den Kosovo als unabhängigen Staat anzuerkennen, widerrufen, berichtet der in Pristina ansässige TV-Sender Klan Kosova TV. Wie der TV-Sender berichtet, sei die Entscheidung, die Anerkennung zurückzuziehen, nach diplomatischem Druck seitens Serbien und Russland auf den Inselstaat erfolgt. Am Freitag teilte Serbiens Außenminister Ivica Dacic gegenüber den Medien in Belgrad mit, dass ein Land die Anerkennung des Kosovo widerrufen werde, ohne weitere Details zu nennen. Dem TV-Sender Klan Kosova zufolge handele es sich bei dem Land um den Inselstaat Palau in der westlichen Pazifik. Das kosovarische Außenministerium habe die Meldung jedoch dementiert. „Expansionistischer türkischer Einfluss“ Der renommierte ägyptische Journalist Abdel Latif El Menawy fordert in einem Kommentar in der ägyptischen Tageszeitung Al-Masry Al-Youm die Entscheidung Kairos während der Regierungszeit Mohamed Mursis Kosovo als Staat anzuerkennen, wieder rückgängig zu machen. Diese Entscheidung, so El Menawy, sei ein Fehler gewesen, da es die Beziehungen Ägyptens zu Serbien verschlechtert habe. Mursi habe auf Druck eines „expansionistischen türkischen Einflusses“ gehandelt, mit dem Ziel Ankaras, seine Einflussphäre im Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches wiederzuerlangen. El Menawy steht, nach Einschätzung internationaler Experten, der gegenwärtigen ägyptischen Regierung unter Abdel Fatah El-Sisi nahe. Kairo erkannte Kosovo am 26. Juni 2013 an – nur wenige Tage bevor das ägyptische Militär den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes stürzte.

Die serbische Tageszeitung Vecernje Novosti schrieb im Januar 2018, dass sich die Beziehungen Serbiens mit Ägypten seit dem Sturz Mursis wieder verbessert hätten und betonte, dass Kairo seit der Anerkennung Kosovos als Staat vor fast fünf Jahren noch immer keine Botschaft in Pristina eröffnet habe und es auch sonst keine diplomatischen Beziehungen gebe.

Vecernje Novosti berichtete, dass serbische Behörden in den kommenden Monaten die Liste aller Länder, die den Kosovo anerkannt haben, durchzugehen, um ihre eigene Liste derjenigen zu bestimmen, die diese Entscheidung möglicherweise widerrufen könnten, darauf werde „bald eine groß angelegte diplomatische Kampagne“ folgen. Seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 haben 110 von insgesamt 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Republik Kosovo als unabhängigen Staat diplomatisch anerkannt.

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Grabar-Kitarović erklärte, dass Kroatien die Türkei auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft weiterhin unterstützen werde, und wies auf die entscheidende Rolle hin, die die Türkei in Bezug auf die Flüchtlinge spielt.

Kroatien unterstützt weiterhin EU-Beitritt der Türkei

Grabar-Kitarović in der Türkei
Kroatien unterstützt weiterhin EU-Beitritt der Türkei

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident äußerte sich erfreut, seine kroatische Amtskollegin Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarović und ihre Delegation erneut in der Türkei zu empfangen: „Es gibt eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Kroatien, unserem Verbündeten in vielen Bereichen, vor allem auf dem Balkan, unserer gemeinsamen Geographie“, sagte Erdogan am gestrigen Samstag. Das vertrauliche Gespräch zwischen den Staatschefs, bei dem es um die regionalen Entwicklungen sowie die bilateralen Beziehungen ging, sei sehr produktiv verlaufen. Erdoğan betonte, dass sie den gemeinsamen Willen bekräftigten, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und Kroatien auf ein Niveau zu heben, das ihrem wahren Potenzial entspricht. Er fügte hinzu: „Ich freue mich, darauf hinzuweisen, dass wir bei einer Vielzahl von regionalen und internationalen Fragen, die für unsere Länder von großer Bedeutung sind, die gleichen Empfindungen haben. Wir sind der Meinung, dass der trilaterale Beratungsmechanismus Türkei-Kroatien-Bosnien-Herzegowina wiederbelebt werden sollte.“ „Kroatien ist einer der größten Unterstützer eines EU-Beitritts der Türkei“ Präsident Erdoğan betonte, dass Kroatien stets einer der größten Unterstützer der Türkei in Bezug auf ihren Beitrittsprozess zur Europäischen Union war. Grabar-Kitarović ihrerseits erklärte, dass Kroatien die Türkei auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft weiterhin unterstützen werde, und wies auf die entscheidende Rolle hin, die die Türkei in Bezug auf die Flüchtlinge spielt. Präsidentin Grabar-Kitarović äußerte sich auch erfreut über die Zunahme des jährlichen Handelsvolumens zwischen den beiden Ländern und lobte die bilateralen Beziehungen als ausgezeichnet. Präsident Erdoğan betonte, dass er sich mit seinem kroatischen Amtskollegen darauf geeinigt habe, die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu verstärken.

Türkisch-russische Beziehungen
Russland verdoppelt Tomatenimporte aus der Türkei

Berlin (nex) – Russland wird das Kontingent für Tomatenimporte aus der Türkei verdoppeln, sagte der türkische Land- und Forstwirtschaftsminister am Samstag. Bekir Pakdemirli war im Rahmen der 11. Berliner Agrarministerkonferenz in der deutschen Hauptstadt Berlin. Er habe das Thema mit seinem russischen Amtskollegen verhandelt, so Pakdemir den Reportern vor der türkischen Botschaft in Berlin. „Einer unserer größten Fortschritte ist, dass wir unsere Quote für Tomatenimporte von 50.000 Tonnen auf 100.000 Tonnen erhöhen konnten“, sagte er. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets vonseiten der Türkei, aufgrund der Verletzung des nationalen Luftraums im Jahre 2015, hatte Moskau verschiedene Maßnahmen gegen Ankara ergriffen. Darunter fiel auch das Importverbot für türkische Landwirtschaftsprodukte sowie die Beendigung des visafreien Reisens für Türken. Russland verbot damals die Einfuhr von türkischem Obst und Gemüse, einschließlich Tomaten, Orangen, Äpfel, Aprikosen, Kohl, Brokkoli, Mandarinen, Birnen, Pfirsiche, Gurken, Pflaumen, Erdbeeren, Zwiebeln, Nelken und Geflügel. Nach einer Wiederannäherung zwischen Moskau und Ankara  lockerte Russland jedoch die Handelssanktionen gegen die Türkei im Sommer 2017.

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– Russland – Putin: TurkStream Gaspipeline wird 2019 vollständig in Betrieb gehen

Die TurkStream-Gaspipeline soll Ende 2019 vollständig in Betrieb gehen, so der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch.

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Kosovo-Nachrichten
Premierminister Haradinaj verurteilt Verhör von KSF-Soldaten an serbischer Grenze

Pristina (nex) – Der kosovarische Premierminister hat am Samstag die Inhaftierung und Befragung zweier Soldaten der Sicherheitskräfte Kosovos (KSF) durch serbische Beamte am Grenzübergang Jarinje verurteilt und die sofortige Freilassung gefordert. „Der unmenschliche Druck und die Verfolgung von Minderheiten der KSF setzte sich heute an der Grenze CP in Jarinje fort, wo die serbischen Behörden Alen und Anel Ujkanovic festgenommen haben. Dieser Akt ist völlig inakzeptabel und Kosovo fordert ihre sofortige Freilassung“, schrieb Ramush Haradinaj in einem Tweet am Samstag. Laut kosovarischen Medien gehören die Soldaten zu der serbischen Minderheit des Kosovos. In einem weiteren Tweet sagte Haradinaj, dass Vorfälle wie dieser, die Kosovaren an das schreckliche Milosevic-Regime erinnerten, welcher offenbar noch immer in Serbien lebte. Generalmajor Rrahman Rama der KSF bestätigte eine dreistündige Befragung. Die KSF-Soldaten seien danach freigelassen worden und befinden sich laut Rama derzeit in der serbischen Stadt Novi Pazar. Bereits Anfang Januar sagte ein serbischer Abgeordneter des Kosovo, dass er und weitere Mitglieder seiner Partei wiederholt Schikanen der serbischen Polizei und des Geheimdienstes BIA ausgesetzt gewesen seien. Der Abgeordnete Slobodan Petrovic, Vorsitzender der Unabhängigen Liberalen Partei (SLS), sagte, dass auch er und sein Stellvertreter Boban Stankovic, öfters von der serbischen Polizei am Grenzübergang Merdare zwischen dem Kosovo und Serbien festgehalten worden seien.

„Was gestern Abend in Merdare geschah, zwang uns, eine Parteiversammlung einzuberufen. Die SLS wird vom serbischen Innenministerium (MUP) und der BIA schikaniert. Sie haben mich zuerst aufgehalten, und gestern haben sie den stellvertretenden Parteichef und den stellvertretenden (Kosovo)-Minister Stankovic angehalten. Wir glauben, dass es sich um Belästigung handelt, auch wenn sie nicht physisch ist. Es ist unangebracht, jemanden für vier oder fünf Stunden an der Grenze festzuhalten, um ihn über Dinge zu befragen, die allgemein bekannt sind und in den Medien berichtet wurden“, zitiert ihn das serbische Newsportal „N1“ am Donnerstag.

Lokalen Medien zufolge, seien sie unter anderem zur geplanten Armee Kosovos befragt worden, ob Serben im Kosovo dieser beitreten würden. Er forderte den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und die Premierministerin Ana Branbic zu einer Erklärung auf. „Es ist unmöglich, dass sie nicht wissen, warum wir an der Grenze angehalten wurden“, sagte Petrovic. Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember, in einer für den jungen Staat historischen Abstimmung, einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete KSF soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen. Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere. Auch unter den Serben Kosovos gebe es ein großes Interesse, den geplanten Streitkräften beizutreten. Bisher seien über 300 Bewerbungen eingegangen, so Rrustem Berisha, Minister der Kosovo-Sicherheitskräfte (KSF), in einem Gespräch mit Kosovapress.

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– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Kommunalwahlen in der Türkei
Türkischer Innenminister Soylu: 53.000 Syrer dürfen bei Kommunalwahlen wählen

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Mardin (nex) – Mindestens 53.000 Syrer werden bei den Kommunalwahlen in der Türkei am 31. März wählen können, sagte der türkische Innenminister am Samstag.
Suleyman Soylu teilte mit, dass 53.099 Syrer, die die türkische Staatsbürgerschaft erworben haben, bei den Kommunalwahlen wählen dürfen. Soylu gab diese Informationen in der südöstlichen Provinz Mardin, wo er an einem Treffen zur Wahlsicherheit teilnahm, bekannt. „Am Wahltag werden 547.000 Sicherheitskräfte im Dienst sein“, sagte Soylu.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu weiter berichtet, sagte Soylu auch, dass die Türkei 6.680 zusätzliche Sicherheitskräfte in 11 Provinzen und 12 Distrikten eingesetzt hat. Damit soll die Bedrohung und der Druck, den die PKK-Terrorgruppe auf türkische Bürger ausübt vermieden werden. Die Bürger sollen frei wählen können. Am 31. März 2019 sollen in der gesamten Türkei Kommunalwahlen stattfinden, um die lokalen Behörden zu benennen. Der Wahlkampf endet am Abend des 30. März, einen Tag vor der Wahl. Die letzten Wahlen in der Türkei waren Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die am 24. Juni 2018 stattfanden.

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– NEX24-Interview – Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“

Für die bevorstehenden türkischen Kommunalwahlen im März, wurde in der Urlaubsmetropole Alanya erstmals eine in Russland geborene türkische Staatsangehörige als Bürgermeisterkandidatin nominiert. In ihrem ersten Interview mit einem ausländischen Medium sprach Cetinkaya in ihrem Büro in Alanya mit dem NEX24 Türkei-Korrespondenten.

Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“