Skopje
Türkei verurteilt Erdogan-Kommentar des kosovarischen Botschafters Gjergj Dedaj

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Skopje – Die türkische Botschaft in Skopje verurteilte am Donnerstag einen Facebook-Post des kosovarischen Botschafters in Nordmazedonien. In einer schriftlichen Erklärung sagte die Botschaft, dass sie die „unbegründeten Behauptungen“ und den „feindlichen Diskurs“ von Gjergj Dedaj gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf verurteilt „Dieser jüngste Beitrag zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war, nicht mit dem Botschafter des Kosovo, Dedaj, zusammenzukommen, der sich erneut gegen unser Land ausgesprochen hat und sich der Verantwortung für seinen Titel nicht bewusst ist“, heißt es in der Erklärung. „Nein zu den politischen Denkmälern von Erdogans Türkei!“ schrieb Dedaj auf Facebook und bezog sich auf ein Denkmal im Demokratiepark in Albaniens Hauptstadt Tirana, das von der Türkischen Kooperations- und Koordinierungsagentur (TIKA) in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tirana errichtet wurde, um an die Opfer des Putschversuchs 2016 in der Türkei zu erinnern. Der vereitelte Putschversuch vom 15. Juli kostete 240 Menschen das Leben, es gab über 2.100 Verletzte.
(Foto: Screenshot/Facebook/gjergj.dedaj.56)

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WikiLeaks-Gründer Assange verurteilt Falschmeldungen über Putschversuch in der Türkei

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am gestrigen Donnerstag darauf hingewiesen, dass die Falschmeldung über den vereitelten Putschversuch in der Türkei in den selbsternannten „Fake News Awards“ von US-Präsident Donald Trump hätten erwähnt werden sollen.

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Opferfest
Türkei: 35.000 verletzte Amateur-Schlachter bei Opferfest

Ankara – Obwohl ihnen hohe Geldstrafen drohen und die Stadtverwaltungen im ganzen Land kostenlose Schlacht-Service mit professionellen Metzgern und hygienischen Bedingungen anbieten, schlachten viele Türken beim islamischen Opferfest ihre Schafe und Rinder auf der Straße oder an anderen nicht dafür geeigneten Orten. Wie jedes Jahr aufs Neue, verletzten sich dabei auch heuer Tausende Amateur-Schlachter. Laut den Zahlen des türkischen Gesundheitsministeriums, mussten aus diesem Grund türkeiweit 35.000 Menschen in die Notaufnahme, nachdem sie während der diesjährigen Feiertage beim unsachgemäßen Schlachten von Opfertieren verletzt wurden. Allein am ersten Tag mussten fast 30.000 Menschen in Krankenhäuser gebracht werden, meldet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsministeriums. In Istanbul – der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei – erlitten 3.000 Einwohner dabei die meisten Verletzungen, während die Hauptstadt Ankara mit über 2.300 Verletzten an zweiter Stelle lag. Auch in der zentralanatolischen Provinz Konya wurden 2.223 Menschen verletzt. In der Türkei ist das Opfern von Tieren an öffentlichen Orten wie Gärten, Parks, Plätzen oder Straßen verboten und wird bei Verstoß mit einer Geldstrafe belegt. Den Bürgern wird empfohlen, die Tiere in geeigneten hygienischen Einrichtungen, die von der Stadtverwaltung festgelegt werden, schlachten zu lassen. Insgesamt 130.000 Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums waren im Rahmen der vom Ministerium für das Opferfest ergriffenen Maßnahmen im Einsatz. Beim viertägigen Opferfest „Kurban Bayrami“ oder arabisch „Id alAdha“, werden Schafe oder Rinder zum Gedenken an den Urvater Abraham geschächtet.

Wohnungsnot
Sozialverband VdK warnt vor wachsender Wohnungslosigkeit

Bentele: Klarer Handlungsauftrag an die Bundesregierung Osnabrück – Angesichts der erneut gesunkenen Zahl von Sozialwohnungen und steigender Mieten warnt der Sozialverband VdK Deutschland vor wachsender Wohnungslosigkeit. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Vor allem müssen wir für Menschen mit wenig Geld sorgen und sie davor schützen, dass hohe Mieten sie in die Wohnungslosigkeit treiben. In der Grundsicherung müssen die Kosten der Unterkunft an die realen Wohnungsmarktverhältnisse angepasst werden.“ Bentele drängte zudem auf eine Wende in der Rentenpolitik, damit Menschen im Alter auf eine gute Rente vertrauen und ihre Miete zahlen könnten. „Dazu gehört unter anderem, die Grundrente einzuführen, und zwar ohne Bedürftigkeitsprüfung.“ Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist nach Darstellung der VdK-Präsidentin riesig: „Wenn fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen in Deutschland fehlen, dann ist das ein klarer Handlungsauftrag an die Bundesregierung, hier endlich tätig zu werden.“ Nur leider komme die im Koalitionsvertrag angekündigte Wohnraumoffensive nicht aus der Defensive. Bentele betonte, Alleinerziehende mit Kindern, Langzeitarbeitslose, Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit Behinderung, aber auch junge Familien sollten keine Angst haben, die jetzige Wohnung zu verlieren, weil die Miete ungebremst steige. Als wichtiges Rezept gegen die Wohnungsnot bezeichnete Bentele Investitionen in sozialen und barrierefreien Wohnungsbau. Neubauten lösen das Problem nach ihren Worten aber nur begrenzt: „Wir brauchen auch Regelungen für den Bestand.“

NRW
Kritik an Orden für Ex-Finanzminister Helmut Linssen

An der Ankündigung der Düsseldorfer Staatskanzlei, Ex-NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) mit dem Landesverdienstorden auszuzeichnen, gibt es massive Kritik. SPD und Grüne im NRW-Landtag fordern von Linssen, auf den Orden zu verzichten. SPD-Fraktionsvize Michael Hübner sagte der Düsseldorfer Rheinischen Post: „Wer Geld in Steueroasen schafft, um es vor dem Fiskus zu verstecken, sollte dafür keinen Verdienstorden bekommen, sondern zur Rechenschaft gezogen werden. Linssen sollte den Orden nicht annehmen, wenn ihm noch was an seiner Ehre liegt.“ Grünen-Fraktionschefin Monika Düker sagte der Zeitung: „Die zweithöchste Auszeichnung des Landes soll ausdrücklich Vorbilder ehren. Und ein solches Vorbild kann Helmut Linssen nicht sein, da er nachgewiesenermaßen Privatvermögen in einer Steueroase untergebracht hat. Helmut Linssen sollte auf den Orden verzichten.“

Berlin
Weil sie türkisch sprachen: Mann attackiert Frauen am S-Bahnhof

Berlin – Weil sie türkisch sprachen, wollte ein 37-jähriger Mann auf dem S-Bahnhof Wittenau zwei Frauen mit einer Metallratsche attackieren. Beide Frauen konnten in eine S-Bahn fliehen.

Wie die BZ unter Bezugnahme auf eine Mitteilung der Bundespolizei weiter berichtet, saßen die zwei Frauen um kurz vor 21 Uhr auf einer Bank auf dem S-Bahnhof Wittenau und unterhielten sich in türkischer Sprache. Beide Frauen hatten jeweils einen Kinderwagen mit einem Säugling dabei. Plötzlich sei ein 37-jähriger Mann zu ihnen gekommen, habe eine der beiden Frauen grob an der Schulter gepackt und sie aufgefordert, sich auf Deutsch zu unterhalten. Als er eine Metallratsche von seinem Gürtel nahm und zum Schlag ausholte, seien die beiden Frauen in eine S-Bahn geflüchtet. Zeugen hätten dem Angreifer die Metallratsche abgenommen und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Cybercrime
Rostock: Kinderporno-Ring im Darknet zerschlagen

Rostock – Cybercrime-Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) in Mecklenburg-Vorpommern und der Staatsanwaltschaft Rostock sind Nutzern einer Internet-Plattform zum Austausch von Kinderpornografie auf die Spur gekommen. Das berichtet NDR. „Die Seite ist seit vorgestern nicht mehr erreichbar“, sagte der Rostocker Staatsanwalt Paul Pfeiffer dem NDR Nordmagazin. Die Plattform im Darknet wurde am Dienstag abgeschaltet, wie LKA und Staatsanwaltschaft heute mitteilten. Deutscher, der eigenes Kind missbraucht haben soll, festgenommen Im sogenannten Tor-Netzwerk im Darknet hatten mehrere hundert Nutzer Zugriff auf kinderpornografische Dateien. „Diese Nutzer haben seit Februar 2018 etwa 200.000 Bilder und Videos von Kinderpornografie ausgetauscht. Das haben wir mitgeschnitten. Von diesen Nutzern konnten wir zwei Franzosen und zwei Deutsche ermitteln“, so Pfeiffer weiter. In einem Fall handelt es sich laut LKA um einen deutschen Staatsangehörigen, der sein eigenes Kind sexuell missbraucht haben und auch anderen zum sexuellen Missbrauch angeboten haben soll. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen wurde demnach festgenommen, wodurch ein weiterer Missbrauch verhindert worden sei. Von den Verdächtigen stamme keiner aus dem Raum Rostock. Nähere Angaben machten die Ermittler nicht. Dem Schlag gegen die Verdächtigen waren den Angaben zufolge mehrmonatige, teils internationale Ermittlungen vorausgegangen. Der Fokus habe sich auf den Plattform-Betreiber und die Nutzer gerichtet. Mit Hilfe des Bundeskriminalamtes konnte der Serverstandort der Plattform lokalisiert werden. Er wurde von einem Provider in Dubai vermietet, befand sich aber in einem Rechenzentrum in den Niederlanden. Der Server sei beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Anonymen Hinweis erhalten Den ersten Hinweis auf die Plattform erhielt das LKA im Dezember 2017 anonym über die Onlinemeldestelle „Netzverweis.de“. Weil der Hinweis dort einging, wurden Ermittler hierzulande aktiv, obwohl es sich um ein internationales Netzwerk handelte. Die beim Meldeportal zu Kinderpornografie, Cybercrime und Extremismus eingehenden Hinweise werden vom LKA und den Polizeidienststellen

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Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

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"Nacho's Especiales"
Google ehrt Nachos-Erfinder Ignacio Anaya García mit Doodle

Am 15. August hätte der Nachos-Erfinder Ignacio Anaya García, Spitzname „Nacho“, seinen 124. Geburtstag gefeiert. Dafür wird er von Google in vielen Ländern mit einem animierten Doodle geehrt. Das Doodle zeigt García an dem legendären Abend im Jahr 1943, als er rein zufällig die Nachos erfunden hat. García arbeitete an diesem Abend wie jeden Tag als Kellner im Restaurant Club Victoria in der mexikanischen Grenzstadt Piedras Negras, als eine Gruppe hungriger Frauen amerikanischer Soldaten hereinkam. Da an diesem Abend jedoch der Koch erkrankt war, musste er selbst in die Küche und improvisieren. Mit Käse überbackenen Tortillas und Jalapenos kreierte Anaya kurzerhand das neue Gericht „Nacho’s Especiales“. Weil sich die Gäste begeistert zeigten, nahm der Besitzer des Restaurants dieses Gericht schnell in die Speisekarte auf. 1960 eröffnete Garcia sein eigenes Restaurant mit dem passenden Namen „El Nacho“.

Israel
Nach Trump-Tweet: Israel könnte Einreise muslimischer US-Politikerinnen verweigern

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Tel Aviv – Israel erwäge, den beiden Unterstützerinnen der Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) die Einreise zu verweigern, berichtet die Schweizer Nachrichtenagentur sda unter Bezugnahme auf israelische Medien am Donnerstag. Die beiden muslimischen US-Abgeordneten Rashida Tlaib und Ilhan Omar sollen demnach am Wochenende am internationalen Flughafen Ben Gurion ankommen. Geplant sei unter anderem ein Besuch auf dem für Juden und Muslimen heiligen Tempelberg in Jerusalem in Begleitung von palästinensischen Repräsentanten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe am Vortag mit dem Innen- und dem Außenminister, dem Minister für Innere Sicherheit, dem Chef des Nationalen Sicherheitsrats und dem Generalstaatsanwalt über eine endgültige Entscheidung in der Frage beraten, berichtet die sda unter Berufung auf eine Mitteilung israelischer Regierungskreisen. „Es ist möglich, dass Israel den Besuch nicht in seinem gegenwärtigen Format erlaubt“, zitiert sda einen Regierungssprecher. Der US-amerikanische Staatspräsident Donald Trump forderte am Donnerstag Israel auf, die Einreise der Kongressabgeordneten zu verhindern. In einem Twitter-Post sagte er, „es würde große Schwäche zeigen, wenn Israel Rep. Omar und Rep. Tlaib den Besuch erlaubt“. Omar und Tlaibs öffentliche Unterstützung für die Boykottbewegung gegen Israel hatte bereits Kritik aus dem Weißen Haus erhalten. In seinen Bemerkungen vom vergangenen Monat, die weithin als rassistisch verurteilt wurden, sagte Trump, dass vier farbige Abgeordnete – Frau Omar und Frau Tlaib, sowie die Vertreter Alexandria Ocasio-Cortez aus New York und Ayanna S. Pressley aus Massachusetts – in die Länder, aus denen sie kamen, „zurückkehren“ sollten, berichtet die New York Times.

Bildungsmonitor
GEW fordert mehr Förderung für sozial benachteiligte Schüler

Gewerkschaftsvorsitzende Tepe nennt steigende Schulabbrecherquote „besorgniserregend“ Osnabrück – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche stärker zu fördern. Mit Blick auf den Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) kritisierte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Das Kardinalproblem des Bildungssystems in Deutschland bleibt die starke Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft.“ Als besonders besorgniserregend bewertet Tepe, dass laut der Studie die Schulabbrecherquote gestiegen sei. Die GEW fordert daher eine erhebliche Erhöhung der Bildungsausgaben. „Die öffentlichen Investitionen müssen steigen. Wenn die oberen 10 Prozent der Einkommensbezieher mehr Geld für private Nachhilfe ausgeben, hilft das den unteren 30 Prozent der Gesellschaft nicht weiter“, betonte die GEW-Vorsitzende. Als „wenig hilfreich“ bewertet die Bildungsgewerkschaft das Ranking-System, das dem INSM-Bericht zugrunde liegt. Dies verführe dazu, dass sich Bildungspolitiker aus einzelnen Ländern mit Verweis auf einen guten Tabellenplatz auf ihren vermeintlichen Lorbeeren ausruhen und Bildungspolitik falsche Wege einschlägt.

Berlin
Gröhe kritisiert Spahns Widerspruchslösung für mehr Organspenden

In der Debatte um neue Organspenderegeln in Deutschland weist der CDU-Politiker Hermann Gröhe im ARD-Mittagsmagazin am Donnerstag darauf hin, dass sich die Bedingungen verbessern müssten. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister sagte: „Dass jeden Tag drei Menschen sterben, weil kein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht, kann uns nicht ruhen lassen.“ In Bezug auf Jens Spahn kritisierte der Ex-Gesundheitsminister, die Widerspruchslösung sei ein starker Eingriff ins Selbstbestimmungsrecht der Menschen. Das sei vor allem nicht zielführend. Gröhe betonte, es gehe nicht so sehr darum, Menschen für die Zustimmung zu gewinnen, sondern vorhandene Zustimmungen im Ernstfall in den Krankenhäusern auch in eine Transplantation münden zu lassen. Gröhe empfahl, dass es beratende Gespräche beim Hausarzt geben solle. Der CDU-Politiker betonte die Wichtigkeit der Organspende: „Wir haben eine hohe Zustimmung, aber es kommt zu selten zu Transplantationen.“ Hermann Gröhe äußerte den Wunsch, dass sich die Menschen in diesem Land mit der Frage beschäftigen sollen, als Organspender im Ernstfall zu helfen. (ots)