Businessnews
Türkei: Flixbus übernimmt türkischen Marktführer Kamil Koc

Istanbul – Flixbus hat nach eigenen Angaben das führende Fernbusunternehmen der Türkei Kamil Koc übernommen. Wie Flixbus am Mittwoch mitteilte, habe man sich mit dem  bisherigen Eigentümer des türkischen Unternehmens auf die Übernahme geeinigt. „Die Vereinbarung wird nach der Genehmigung durch die zuständigen Behörden voraussichtlich in den nächsten Wochen in Kraft treten.“ Schrittweise werde Kamil Koc in das bestehende Netzwerk von Flixbus integriert. Dazu zählen bisher 2000 Ziele in 28 europäischen Ländern und in den USA. Nach eigenen Angaben betreibt das Unternehmen damit Europas größtes Fernbusnetz und zählte im vergangenen Jahr rund 45 Millionen Fahrgäste. Nach Angaben von Flixbus fährt Kamil Koc 61 Städte in der Türkei an und beförderte im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Menschen. Zum Preis machte das Reisebusunternehmen zunächst keine Angaben.  

Berlin
Hofreiter: Hohe Aggressivität gegen Grüne in Ostdeutschland

Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, hat trotz steigender Zustimmungswerte auch eine hohe Aggressivität gegen seine Partei im Wahlkampf in Ostdeutschland ausgemacht. „Aber ja, es gibt auch harte Konfrontation: Die Rechtsradikalen und Rechtspopulisten versuchen, Sorgen und Ängste der Menschen zu instrumentalisieren, die tun so, als wären sie der Osten. Da halten wir entschieden dagegen, und deshalb greifen die uns hart an“, sagte Hofreiter der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Es gibt auch viele Fragen an uns, klar, gerade aus Regionen, die vor einem erneuten Strukturwandel stehen. Aber mein Eindruck ist, dass immer mehr Leute verstehen, dass wir sie nicht im Regen stehen lassen, dass wir mit den Leuten zusammen daran arbeiten, solche Regionen nach vorne zu bringen.“ Noch vor Jahren sei seine Partei in Ostdeutschland vielfach nach der Devise behandelt worden: „So wichtig sind die Grünen nicht….“ Inzwischen gebe es dort „ein großes Interesse an uns und unseren Themen“

Balkan
Washington: Kosovo und Serbien müssen gegenseitige Provokationen unterlassen

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US-Außenminister Mike Pompeo regte Serbien während eines Treffens mit dem serbischen Präsidenten an, sich auf sein strategisches Ziel, die EU-Mitgliedschaft, zu konzentrieren. Wie es in der Erklärung des Außenministeriums heißt, sagte Pompeo, dass Serbien sich auf die Erneuerung des Dialogs mit Prishtina konzentrieren müsse. Pompeo und Vučić sprachen über ihre gemeinsame Vision von stabilen, sicheren und wohlhabenden westlichen Balkanstaaten sowie über die weitere Unterstützung Serbiens auf dem Weg in die EU. „Außenminister Pompeo ermutigte Serbien, sich auf die Erreichung dieses strategischen Ziels zu konzentrieren, indem es die Reformen beschleunigt und die Verhandlungen mit dem Kosovo über ein umfassendes Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen, das zur gegenseitigen Anerkennung führt, erneuert“, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums. Pompeo erinnerte daran, dass beide Seiten Provokationen, die den Normalisierungsprozess behindern, vermeiden sollten. Sie müssen im Geiste des Kompromisses und der Flexibilität handeln, die für den Abschluss des Abkommens und die Nutzung der Potenziale beider Länder notwendig sind. Pompeo hob zudem die guten Beziehungen zwischen den USA und Serbien hervor.

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– Balkan – Serbien: „Ein weiteres Land zieht die Anerkennung des Kosovo zurück“

Der serbische Außenminister Ivica Dačić kündigte im staatlichen TV-Kanal RTS an, dass er nächste Woche den Namen des 15. Landes nennen werde, das die Anerkennung des Kosovo entzogen habe.

Serbien: „Ein weiteres Land zieht die Anerkennung des Kosovo zurück“

USA
Trump: „König Israels“

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US-Präsident Donald Trump teilte am Mittwoch ein Zitat von Wayne Allyn Root, einem konservativen Radiomoderator, der den Präsidenten als „den größten Präsidenten für Juden und für Israel in der Weltgeschichte“ bezeichnete. „Danke an Wayne Allyn Root für die sehr schönen Worte“, twitterte Trump.
„‚Präsident Trump ist der größte Präsident für Juden und für Israel in der Weltgeschichte, nicht nur für Amerika, er ist der beste Präsident für Israel in der Weltgeschichte….und das jüdische Volk in Israel liebt ihn, als wäre er der König von Israel. Sie lieben ihn, als wäre er das zweite Kommen Gottes…. Aber amerikanische Juden kennen ihn nicht und mögen ihn nicht. Sie wissen nicht einmal mehr, was sie tun oder sagen. Das ergibt keinen Sinn! Aber das ist in Ordnung, wenn er weiterhin das tut, was er tut, ist er gut für alle Juden, Schwarze, Schwule, alle. Und vor allem ist er gut für jeden in Amerika, der einen Job will. Wow!“
US-Juden wählen mehrheitlich Demokaten und haben Trump wiederholt für seine Unterstützung der israelischen Regierung verurteilt. Der US-Präsident bezeichnete Juden die Demokraten wählen als „illoyal“.

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– Israel – Jerusalem: Neuer Bahnhof wird nach US-Präsident Donald Trump benannt

Ein neuer Bahnhof neben der Klagemauer, auch bekannt als die Westmauer der al-Aqsa-Moschee oder Buraqmauer, soll nach US-Präsident Donald Trump benannt werden. Dies hat die Jerusalem Post am gestrigen Mittwoch gemeldet.

Jerusalem: Neuer Bahnhof wird nach US-Präsident Donald Trump benannt

London
Bericht: USA verweigern Englands First Lady Carrie Symonds Einreise

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Carrie Symonds, Freundin des englischen Premierministers Boris Johnson, wurde Berichten zufolge das Visum für die USA verweigert. Laut der britischen Boulevardzeitung Daily Mail beantragte Symonds (31) ein Visum um im Rahmen ihrer Tätigkeit bei einer US-amerikanischen Umweltgruppe in die USA zu reisen. Dies sei von den amerikanischen Behörden jedoch abgelehnt worden. Es wird angenommen, dass die Entscheidung auf einen fünftägigen Besuch Somalias im vergangenen Jahr zurückzuführen ist. Auch diese Reise der englischen Firstlady, die aktuell noch die First-Girlfriend ist, habe ebenfalls im Rahemn ihrer Tätigkeit bei der Umweltorganisation stattgefunden, berichtet Daily Mail weiter. „Wir hoffen, dass dies rechtzeitig geklärt werden kann, damit Frau Symonds wie geplant in die USA reisen kann“, wurde eine diplomatische Quelle zitiert. Symonds‘ Partner, Premierminister Boris Johnson, muss noch das Scheidungsverfahren mit seiner Frau Marina Wheeler, mit der er 25 Jahre verheiratet war und vier Kinder hat, abschließen. Im vergangenen Monat zog Symonds zusammen mit Johnson in die Downing Street und wurden somit das erste unverheiratete Paar, das in Nr. 10 lebte. Die beiden trafen sich 2012, als Symonds sich Johnsons Wiederwahlkampagne für den Londoner Bürgermeister anschloss, nachdem sie zwei Jahre lang als Pressesprecherin für die Conservative Partei tätig war.  

Türkei
Made in Turkey: „Weltbestes Sturmgewehr“ MPT-76 entwickelt sich zum Renner

Ankara (nex) – Das in der Türkei entwickelte Sturmgewehr MPT-76 gilt aktuell als das beste der Welt. Als bisher einziges Sturmgewehr hat sie insgesamt 42 Nato- und weitere acht Tests bestanden. Dabei seien laut Militärkreisen 1,1 Millionen Patronen verschossen worden. Das Gewehr zeichnet sich durch eine effektive Schussreichweite von bis zu 600 Metern aus. Es kann 700 Schuss pro Minute mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 800 Metern pro Sekunde abfeuern. Es hat das Kaliber 7,62 Millimeter für NATO-Munition. Mit dem Ziel das Standardgewehr der türkischen Armee, das vom deutschen Hersteller Heckler & Koch (HK) entwickelte Modell G-3, zu ersetzen, begann die staatliche Waffenschmiede MKEK in Kooperation mit dem Waffenhersteller Sarsilmaz Sanayi 2015 mit der Produktion des MPT-76 in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale. Sarsilmaz Silah Sanayi ist offizieller Pistolenlieferant der Polizei und Streitkräfte des Landes und ist ebenfalls als Subunternehmer in der Flugzeugindustrie tätig. MPT bedeutet auf Türkisch (Millî Piyade Tüfeği) „Nationales Infanteriegewehr“. Die erste Lieferung von 10.000 Einheiten ging 2017 an die türkische Armee. Wie die türkischen Streitkräfte am Mittwoch mitteilten,  seien bisher 40.000 MPT-76 in den Bestand aufgenommen worden. Auch der türkische Geheimdienst MIT sei Medienberichten zufolge bereits umgestiegen. Nach einer Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ersetzte die Leibgarde des Staatschefs ebenso ihre bisherigen Waffen mit dem beliebten heimisch hergestellten Modell. Auch im Ausland findet das türkische Gewehr immer mehr Käufer. Die somalische Regierung, die sich derzeit im Kampf gegen die Terrormiliz al-Shabaab befindet und Nordzypern, gehören nach Angaben des Unternehmens zu den ausländischen Abnehmern.

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– Nationales Infanteriegewehr MPT76 – Leiter türkischer Waffenschmiede nach Weitergabe von Geheimplänen an US-Fima festgenommen

Der Geschäftsführer der größten Waffenproduktionsstätte der Türkei MKEK in Kirikkale soll für den Deal 1,2 Millionen US-Dollar bekommen haben – die Forschungs- und Entwicklungskosten des Projekts liegen nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei 22 Millionen Dollar.

         

Medien
Ranking: Deutschlands meist gefürchtete Investigativredaktionen

Das ZDF-Politmagazin Frontal 21, der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung sowie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel sind die drei meist gefürchteten Investigativredaktionen bei deutschen PR-Profis. Das ergab der aktuelle PR-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor. An der Umfrage haben 510 Fach- und Führungskräfte der PR teilgenommen. Demnach haben die Befragten am meisten Respekt vor dem Rechercheteam des TV-Politformats Frontal 21 (33 Prozent). Fast genauso viele Kommunikationsprofis fürchten den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (32 Prozent). Der Spiegel landet mit 29 Prozent auf Platz drei. Auf Platz vier folgt die Bild. Jeder vierte PR-Experte sorgt sich um eine kritische Berichterstattung durch das Boulevardblatt (25 Prozent). Weniger gefürchtet ist hingegen das Rechercheteam um den Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff. Nur jeder sechste Befragte nennt die Redaktion des auf RTL ausgestrahlten Formats „Team Wallraff – Reporter Undercover“ (16 Prozent). Wenig Sorge bereiten den PR-Profis auch die Recherchen der überregionalen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine (fünf Prozent) sowie des vom Bayerischen Rundfunk produzierten TV-Magazins Report München (vier Prozent). Deutschlands meist gefürchtete Investigativredaktionen:
1. Frontal 21 (33%)
2. Rechercheverbund NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (32%)
3. Spiegel (29%)
4. Bild (25%)
5. RTL Team Wallraff (16%)
6. Monitor (13%)
7. Süddeutsche Zeitung (13%)
8. Panorama (10%)
9. Plusminus (8%)
10. Report Mainz (7%)
11. Handelsblatt (5%)
12. Stern (5%)
13. Kontraste (5%)
14. Frankfurter Allgemeine (5%)
15. Report München (4%)

Rüstungsindustrie
Ukraine und Türkei entwickeln Kampfdrohne neuer Generation

Die Ukraine hat eine Kooperation mit der Türkei in militärtechnischem Bereich aufgenommen. Derzeit wird unter Beteiligung der türkischen Firma Baykar Defence eine neuartige Kampfdrohne neuer Generation – Akinci – entwickelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik, unter Bezugnahme auf eine Mitteilung des staatlich geführten ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom vom Dienstag. „Die Angriffsdrohne Akinci neuer Generation wird gemäß Anforderungen bewaffneter Konflikte im 21. Jahrhundert konstruiert und ist vor allem für die türkischen und die ukrainischen Streitkräfte bestimmt“, zitiert Sputnik Ukroboronprom-Generaldirektor Pawel Bukin. Wie Sputnik weiter berichtet zählt die Drohne zur neuen, schweren Klasse unbemannter Flugapparate. Sie wird mit zwei Triebwerken aus ukrainischer Produktion ausgestattet. Die Drohne werde eine Spannweite von bis zu 20 Metern und eine maximale Flughöhe von rund zwölf Kilometer haben. Der Flugapparat werde etwas mehr als eine Tonne Munition tragen und bis zu 24 Stunden autonom fliegen können, berichtet Sputnik. Die Kampfdrohne werde zudem mit lenkbaren Raketen und Bomben bestückt sein.

Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet. Dies wurde vom Pressedienst des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC) der Ukraine gemeldet.

„Das staatliche Unternehmen Ukrspetsexport, das Teil von Ukroboronprom ist, einem Verband von Multiproduktunternehmen (Konglomerat oder Konzern) in verschiedenen Sektoren der Verteidigungsindustrie, und das türkische Unternehmen Baykar Defense, das einer der führenden Hersteller von Drohnen ist, haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet“, heißt es in der Erklärung.

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– Kiew – Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet.

Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen
   

Kosovo
Abschiebung türkischer Staatsangehöriger: Opposition fordert Ausdehnung der Ermittlungen auf hochrangige Staatsbeamte

Die Abgeordneten der Opposition im Kosovo fordern, dass die laufenden Ermittlungen über die umstrittene Abschiebung türkischer Staatsangehöriger im vergangenen Jahr in die Türkei nicht bei niederrangigen Polizisten enden sollten und auf hochrangige Polizei- und Staatsbeamte ausgedehnt werden müssen. „Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaft diejenigen anklagt, die die Befehle zur Deportation erteilt haben. Sie sind die Machthaber staatlicher Sicherheitsbehörden wie der Polizei und des Kosovo-Geheimdienstes sowie den Präsidenten und ehemaligen Innenminister“, sagte Driton Selmanaj von der Demokratischen Liga des Kosovo, LDK, gegenüber dem Recherchenetzwerk BIRN. „Wir haben monatelang an dem Fall gearbeitet…. und die Staatsanwaltschaft hat genügend Beweise, so dass es keinen Grund mehr gibt, weiter zu warten“, fügte der Abgeordnete hinzu. Wie BIRN weiter berichtet, ergab eine parlamentarische Untersuchung, dass der Kosovo-Geheimdienst, der mutmaßlich die Operation leitete, sechs türkische Staatsangehörige „illegal“ ausgewiesen hat – fünf Mitarbeiter türkischer Hochschulen im Kosovo und einen Arzt. „Es ist gut, dass Verfahren eingeleitet wurden, um die Verantwortlichen für verschiedene Gesetzesverstöße vor Gericht zu bringen, aber es ist äußerst enttäuschend und inakzeptabel, dass nur einige schwache Akteure ins Visier genommen wurden und die Hauptverantwortlichen gemieden und begnadigt werden“, sagte Selmanajs Ko-Vorsitzender im parlamentarischen Ausschuss für diesen Fall, Xhelal Svecla, von der oppositionellen Vetevendosje Partei, am Donnerstag auf Facebook. „Ich fordere alle 22 Polizeibeamten [im Bericht] auf, diejenigen, die die Befehle zur Abschiebung gegeben haben, nicht zu schützen, und ich fordere alle Staatsbeamten auf, keine rechtswidrigen Befehle auszuführen, egal woher sie kommen“, so Svecla weiter. Die Polizei „ist nicht schuld“, sagt Haradinaj

Im November 2018 nannte der scheidende kosovarische Premierminister Ramush Haradinaj die Aktion, die zur Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen mit Aufenthaltserlaubnis führte, „übereilt und überraschend“, sagte aber auch, dass die Polizei des Kosovo nicht für den Vorfall verantwortlich sei.

„Die Polizei hat die Tat vollstreckt, die Polizei glaubte, dass sie eine patriotische und heroische Tat zum Wohle des Landes begangen hat. Wir können nicht zur Polizei gehen und ihnen sagen, dass es ihre Schuld ist“, sagte Haradinaj. Wie BIRN weiter berichtet, unterzeichnete Haradinaj am Tag nach der Abschiebung eine Entscheidung über die sofortige Entlassung von Driton Gashi, dem Leiter des Kosovo-Geheimdienstes AKI und dem Innenminister Flamur Sefaj. Am 30. März 2018 gab Haradinaj eine Erklärung ab, in der er erklärte, dass er von der Aktion, die von der kosovarischen Polizei auf der Grundlage von Informationen des Geheimdienstes durchgeführt wurde, nicht informiert worden sei. Die sechs im März letzten Jahres abgeschobenen Türken wurden von Ankara wegen mutmaßlichen Verbindungen zum in den USA lebenden Prediger Fethullah Gulen gesucht. Ankara macht Gülen für Putschversuch verantwortlich Die türkische Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten.

248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.

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– Balkan – Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt

16 Monate nach der umstrittenen Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen aus dem Kosovo in die Türkei im März 2018 sollen 22 Mitglieder der kosovarischen Polizei in einem Bericht genannt worden sein, der sie mit dem vom Polizeiinspektorat des Kosovo, IPK, veröffentlichten Fall verbindet.

Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt
   

Selfie-Trend
259 Opfer: Selfies tödlicher als Hai-Angriffe

Fünfmal so viele Menschen kamen in den vergangenen Jahren beim Schießen von Selbstporträts ums Leben wie durch Angriffe von Haien. Nach einer Meldung der Fachzeitschrift „Journal of Family Medicine and Primary Care“ starben zwischen Oktober 2011 und November 2017 weltweit mindestens 259 Menschen bei Selfie-Aufnahmen. 50 Menschen wurden im selben Zeitraum durch Haie getötet. Die meisten Selfie-Opfer stammen aus Indien mit 159 Toten, gefolgt von Russland, das mit 16 Todesfällen den zweiten Platz in der Statistik der Todesfälle einnimmt. Auf Platz drei stehen die USA mit 14 Toten – die meisten erschossen sich, als sie mit der Waffe vor der Kamera posierten. Mehrere Menschen stürzten im Grand Canyon zu Tode. Im Durchschnitt machten Frauen mehr Selfies als Männer. Doch die Todesopfer waren zu drei Viertel Männer.