Soylus Rücktritt
Türkei: Erdogan lehnt Rücktrittgesuch Innenminister Soylus ab

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Rücktrittsgesuch von Innenminister Süleyman Soylu am Sonntagabend abgelehnt. Wie türkische Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichten, habe Erdogan bei einem Telefonat dem Innenminister mitgeteilt, dass er seinem Rücktrittsgesuch nicht nachkommen werde. Jetzt sei „nicht der Zeitpunkt für einen Rücktritt“ habe Erdogan gesagt. Daraufhin habe der persönliche Referent des türkischen Präsidenten, Hasan Dogan, das Rücktrittsgesuch des Innenministers zerrissen und in den Papierkorb geworfen. Soylu hatte am Sonntagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter überraschend seinen Rücktritt verkündet. In seiner Rücktrittserklärung sagte Soylu, dass er die volle Verantwortung über die teils tumultartigen Szenen aufgrund der kurzfristig anberaumten 48-stündigen Ausgangssperre vom Wochenende übernehme. Er habe das Amt des Innenministers mit stolz ausgeübt und werde dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer treu bleiben. Die Ausgangssperre sollte um Mitternacht enden. Die türkische Regierung hatte am Freitagabend mit nur zwei Stunden Vorwarnung in 30 Großstädten Ausgangssperren verhängt. Der für viele extrem überraschende Schritt sorgte für viel Kritik. Medienberichten zufolge sei es nach der kurzfristigen Ankündigung am Freitagabend zu Panikkäufen und „chaotischen Szenen“ vor Geschäften gekommen. Nutzer sozialer Medien kritisierten die Behörden für die späte Bekanntgabe der Ausgangssperre. Soylu ist ein Politiker der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt und war seit August 2016 Minister für Inneres im Kabinett von Ministerpräsident Binali Yıldırım. Seit dem 9. Juli 2018 war er auch im Kabinett der Regierung von Recep Tayyip Erdogan Innenminister. In den Jahren 2015/2016 war er im Kabinett Davutoglu Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit. https://twitter.com/suleymansoylu/status/1249403093151887362

Türkei
Innenminister Süleyman Soylu zurückgetreten

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Ankara – Der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurückgetreten. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat über den Kurznachrichtendienst Twitter überraschend seinen Rücktritt verkündet. In seiner Rücktrittserklärung sagte Soylu, dass er die volle Verantwortung über die teils tumultartigen Szenen aufgrund der kurzfristig anberaumten 48-stündigen Ausgangssperre vom Wochenende übernehme. Er habe das Amt des Innenministers mit stolz ausgeübt und werde dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer treu bleiben. Die Ausgangssperre sollte um Mitternacht enden. Die türkische Regierung hatte am Freitagabend mit nur zwei Stunden Vorwarnung in 30 Großstädten Ausgangssperren verhängt. Der für viele extrem überraschende Schritt sorgte für viel Kritik. Medienberichten zufolge sei es nach der kurzfristigen Ankündigung am Freitagabend zu Panikkäufen und „chaotischen Szenen“ vor Geschäften gekommen. Nutzer sozialer Medien kritisierten die Behörden für die späte Bekanntgabe der Ausgangssperre. Soylu ist ein Politiker der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt und war seit August 2016 Minister für Inneres im Kabinett von Ministerpräsident Binali Yıldırım. Seit dem 9. Juli 2018 war er auch im Kabinett der Regierung von Recep Tayyip Erdogan Innenminister. In den Jahren 2015/2016 war er im Kabinett Davutoglu Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit. https://twitter.com/suleymansoylu/status/1249403093151887362

Osterbotschaft
Türkei: Erdogan sendet Ostergrüße an Christen

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Ankara – Während bei uns in Deutschland Botschaften der Kanzlerin oder des Bundespräsidenten an Muslime starke Irritationen in der Bevölkerung hervorrufen, gehört dies in der Türkei schon lange zur Tradition. So hat der türkische Staatspräsident auch dieses Jahr wieder eine Osterbotschaft gesendet und den Christen zum Osterfest gratuliert. „Die Kultur des Zusammenlebens auf anatolischem Boden wird heute, wie in der Vergangenheit, Frieden und Brüderlichkeit festigen und uns in eine strahlende Zukunft tragen“, sagte er. Die Koexistenz verschiedener Religionen in der Region seit Hunderten von Jahren sei ein Beispiel für die Welt, fügte Erdogan hinzu. Die Türkei werde weiterhin alles tun, dass türkische Bürger christlichen Glaubens ihre Religion frei ausüben könnten. Er dankte den christlichen Bürgern zudem für die Unterstützung der Solidaritätskampagne der Türkei gegen den Ausbruch des Coronavirus. Auch christliche Stiftungen in der Türkei beteiligen sich an dem von Präsident Erdogan eingerichteten Solidaritätsfonds für Betroffene der Corona-Pandemie. Wie Vatikan News berichtet, unterstützte die armenische Kirche die Kampagne mit umgerechnet 60.000 Euro, die syrisch-orthodoxe rund 14.000 Euro und die Stiftung des ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel mit 41.000 Euro. Erdogan hatte Ende vergangenen Monats die „Nationale Solidaritätskampagne“ zur Förderung des Kampfes gegen die Ansteckung mit dem Coronavirus ins Leben gerufen. Die Gelder sollen auch Menschen zugute kommen, die nun in ihrem Alltag massive wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, berichtet Vatikan News weiter. Erdogan selbst habe sieben seiner Monatsgehälter für den Fonds gespendet. Christen begehen Ostern als die Zeit der Kreuzigung und der drei Tage später folgenden Auferstehung Jesu.

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Noch nie in der Geschichte der Türkischen Republik hat es so viele Sanierungen und Instandsetzungen von Gotteshäusern der Minderheiten gegeben, wie in der Regierungszeit der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten islamisch-konservativen AKP.

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Corona-Pandemie
Türkische Botschaft: In der Türkei herrscht keinerlei Chaos oder Panik

Berlin – Die Türkei hat bislang auf flächendeckende Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verzichtet. Für dieses Wochenende hat die Regierung jedoch ein 48-stündiges Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt. Medienberichten zufolge sei es nach der kurzfristigen Ankündigung am Freitagabend zu Panikkäufen und „chaotischen Szenen“ vor Geschäften gekommen. Nutzer sozialer Medien kritisierten die Behörden für die späte Bekanntgabe der Ausgangssperre. Am Samstag hielten sich die Menschen jedoch weitgehend an die Beschränkungen. Fernsehbilder aus Istanbul zeigten bei schönem Wetter ungewohnt menschenleere Plätze und fast autofreie Straßen. Die Nachrichtenagentur Anadolu zeigte am Samstag in Bildern, wie staatliche Helfer Menschen Tüten mit Lebensmitteln übergaben. In einer Pressemitteilung hat sich die türkische Botschaft zur aktuellen Lage geäußert. Die am Samstag um 0.00 Uhr eingeführte Sperre sei vor allem eine Maßnahme zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung gegen die weltweit verbreitete Corona-Pandemie. Geschäfte wie Bäckereien und Apotheken, die zur Erfüllung der dringenden oder grundlegenden Bedürfnisse der Bürger dienen, blieben während dieser Ausgangssperre weiter geöffnet. Die Regierung habe die Bürger der betroffenen 31 Provinzen gebeten, sich zu ihrer eigenen Sicherheit an die Ausgangssperre zu halten und vorher jegliches Verhalten zu vermeiden, das zu einer Verringerung des sozialen Abstands führt. Zu Panikatmosphären sei es nur vereinzelt gekommen, der größte Teil der Bevölkerung habe die Entscheidung mit Verständnis aufgenommen, so die türkische Botschaft in Berlin. Es herrsche weder Chaos noch Panik. Mehr als 1.000 Corona-Tote in der Türkei Wie der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitag mitteilte, ist die Zahl der Infizierten Menschen auf 47.029 gestiegen. 1.006 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

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Auf Anweisung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan lieferte ein Militärflugzeug der türkischen Luftwaffe am Freitag neben einem persönlichen Brief Erdogans an den britischen Premierminister Boris Johnson, medizinische Hilfsgüter an Großbritannien.

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Corona-Pandemie
RWI-Chef fordert umgehende Lockerungen in Corona-Krise

Der Essener Ökonom und frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat sich für rasche Lockerungen in der Corona-Krise ausgesprochen. Der Präsident des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung gehört dem Expertenrat Corona von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an. Schmidt sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „In den vergangenen Wochen war das Herunterfahren unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens noch unverzichtbar. Nun sollte umgehend eine Phase der wachsamen Normalisierung aufgenommen werden.“ Dazu müsse man vor allem auf individuelle Schutzmaßnahmen setzen. Es solle vor allem darum gehen, am Arbeitsplatz und beim Konsum Sicherheitsabstände und Hygienestandards zu gewährleisten. „Bei der Umsetzung sind in erster Linie die Unternehmen gefragt, und ich bin auch davon überzeugt, dass sie in der Lage sind, ihre Produktionsverfahren und die Prozesse ihrer Leistungserbringung rasch darauf auszurichten“, sagte Schmidt. Die schrittweise Öffnung müsse zwingend durch eine staatlicherseits orchestrierte Strategie des massiven Testens begleitet werden, die noch über Monate durchzuhalten sei. „Dann könnten im Falle von Neuinfektionen umgehend Isolationsmaßnahmen eingeleitet werden, insbesondere auch dann, wenn keine Symptome erkennbar sind.“ Zudem sprach sich der Ökonom für den freiwillige Einsatz einer Tracing-App aus. „Wir werden auch damit leben müssen, dass in den kommenden Monaten an verschiedenen Stellen immer wieder nachgesteuert werden muss.“

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Corona-Krise
Jedem zweiten Familienunternehmen droht Pleite in den nächsten drei Monaten

Düsseldorf – Vielen Familienunternehmen droht aufgrund der Corona-Krise das Aus. Laut einer Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer“, die der Rheinischen Post (Samstag) vorliegt, reicht die Liquidität von 56 Prozent der befragten Unternehmen unter den aktuellen Bedingungen nur noch maximal drei Monate. Nur 22 Prozent der befragten Unternehmen könnten sich demnach ein Jahr lang über Wasser halten. „Die Lage ist dramatisch“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“, der „Rheinischen Post“. Bei 67 Prozent der Betriebe seien die Umsätze eingebrochen – im Durchschnitt um knapp die Hälfte. „Diese Halbierung der Umsätze wird tiefe Narben in unserer Wirtschaftskonjunktur hinterlassen, sowohl bei den Arbeitslosenzahlen, als auch bei den Investitionen“, prophezeit der Unternehmer. Der Verband hatte 1260 Unternehmer befragt, welche Auswirkungen es auf ihr Geschäft gibt. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen hat demnach bereits Kurzarbeit beantragt. Allerdings wurde bislang offenbar nur bei 40 Prozent der Befragten dem Antrag auch bereits stattgegeben – im Schnitt nach 7,7 Werktagen. Auch andere Instrumente wie das Aussetzen von Steuervorauszahlungen (40 Prozent der Befragten) oder Anträge auf Steuerstundungen (36 Prozent der Befragten) wurden bereits von Unternehmen genutzt. Doch mehr als die Hälfte der Befragten gab jeweils an, dass nach mehr als neun Bearbeitungstagen noch keine Genehmigung der Anträge vorliegt. „Die Anträge für Hilfsangebote stecken im Bearbeitungsstau der Behörden fest“, kritisiert Reinhold von Eben-Worlée: “Es sind die Bundes- und die Landesregierungen, die den Stillstand der Wirtschaft zu verantworten haben. Sie haben zwar viele Hilfen beschlossen, aber ihre Behörden vielfach nicht ausreichend für diese Situation verstärkt.“

Corona-Pandemie
Kommentar zur Weltspiegel-Sendung „Türkei: Vertuschen statt Helfen“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Ich habe mir den Weltspiegel in der ARD vom 5. April angesehen und es wurde dabei unter anderem auch über die Türkei berichtet. Der Titel des Beitrags über die Türkei hieß „Türkei: Vertuschen statt Helfen“. Unter dem Link der Sendung Weltspiegel kann man sich den Beitrag noch einmal ansehen. In der Anmoderation wird erklärt, dass auch die türkische Regierung die Gefahr des Coronavirus lange heruntergespielt hätte. Jetzt würden sich die Nachrichten vom rasanten Anstieg der Infizierten häufen. Die Zweifel würden immer lauter, die die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums über die Opferzahlen infrage stellten und erklärt „Angeblich sollen auch schon Massengräber für die Toten ausgehoben worden sein.“ Die Regierung würde das dementieren. Ich weiß nicht, woher die Journalisten des Weltspiegels ihre Informationen beziehen, aber der Vorwurf an die türkische Regierung die Gefahren vor dem Coronavirus heruntergespielt zu haben ist absurd, weil die Türkei zu den ersten Staaten gehörte, die konkrete Maßnahmen gegen die Pandemie ergriffen haben. Zu den „angeblichen“ Massengräbern: Wenn das wirklich der Fall wäre, hätte sich das in den sozialen Medien und anderen Medien schon längst rumgesprochen. An die Weltspiegel Redaktion: Wo sind denn bitte die Massengräber, wenn ihr das schon behauptet? Aber dem Weltspiegel geht es gar nicht um die Wahrheit, sondern um die Verbreitung von gehörtem. Ich möchte nicht behaupten, dass es im Rahmen der Corona-Pandemie keine Probleme in der Türkei gibt, denn die gibt es auch in anderen Ländern. Aber lasst bitte die Kirche im Dorf. Wir alle befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die es vorher in dieser Form noch nicht gab. Dann kommt in dem Beitrag eine anonyme Ärztin zu Wort, die Corona-Patienten behandeln würde und die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums für zu niedrig hält. Das Personal des Krankenhauses, in dem sie arbeitet, wäre auch auf Corona getestet worden, aber man hätte ihnen keine Ergebnisse mitgeteilt, weil nach ihrer Ansicht „bei 70 Prozent positiv getestetem Krankenhauspersonal“ keiner mehr da wäre, der die Patienten versorgt. Diese angebliche Ärztin kann eine andere Meinung vertreten, was auch normal wäre, aber was sie sagt ist nicht repräsentativ. Es ist ihre Meinung und aus der kann ich nicht auf die Allgemeinheit schließen. Jetzt komme ich zu den Maßnahmen in der Türkei gegen die Corona-Pandemie. Ich nenne jetzt ein paar Maßnahmen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen, wie in Deutschland auch, Einschränkungen im täglichen Leben hinnehmen. Für Menschen ab 65 Jahren und für unter 20-Jährige gilt eine Ausgangssperre. Stadtreisen in andere Städte sind nur in Ausnahmefällen bzw. mit Zustimmung des örtlichen Regierungspräsidiums möglich. Es gibt noch andere Einschränkungen, aber ich kann jetzt nicht alle hier aufführen. Jeder Bürger in der Türkei und Ausländer mit Aufenthaltstitel können über ihre persönlichen e-devlet (Internetportal des türkischen Staates) Zugangsdaten kostenlos eine Schutzmaske bestellen. Jeder Supermarkt in der Türkei bietet vor seinem Eingang kostenlose Hygienehandschuhe und Masken an. Warum um Himmels willen erwähnt der Weltspiegel das nicht? Stattdessen kommt eine anonyme Ärztin zu Wort. Hier in Deutschland bekomme ich nicht einmal gegen Bezahlung in der Apotheke Hygienehandschuhe. Stattdessen heißt es „Tut uns leid, leider ausverkauft.“ In Deutschland hatte zeitweise nicht einmal das Krankenhauspersonal eigene Schutzmasken und dem Weltspiegel fällt nichts Besseres ein, als die Türkei schlecht zu reden. In der Türkei bekommt jeder Bürger pro Woche 5 Masken kostenlos zur Verfügung gestellt. In welcher Institution bekomme ich hier in Deutschland kostenlos Hygienehandschuhe gestellt? Jetzt komme ich noch auf die medizinischen Hilfslieferungen der Türkei zurück. Die Türkei ist ein hilfsbereites Land und das zeigt sie gerade eindrucksvoll. Über Italien, Spanien, Österreich, Serbien, Nordmazedonien, Kosovo, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Großbritannien und andere Länder, hat die Türkei ihre Unterstützung bewiesen und wird es auch weiterhin tun. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die wahre Größe eines Staates bzw. Landes. Aber auch die Bundeswehr hilft in diesen schwierigen Zeiten. So transportierten Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 100 Covid-19 erkrankte Patienten aus Frankreich und Italien zur Behandlung nach Deutschland. In diesen außergewöhnlich schwierigen Zeiten, aber auch sonst, sollten die Staaten zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Meinung
Kommentar: Feindbild Jens Spahn

Ein Gastkommentar von Sahin Karanlik Ich habe jetzt ein neues Hobby. Bringt mir zwar viele Feinde, Beschimpfungen und Blockierungen ein, aber ich kann nicht damit aufhören, weil ich mich wie ein Getriebener fühle. Inzwischen ist es ist wie eine Sucht, schlimmer als Meth oder Heroin und ich weiß nicht, wie ich aus diesem Sumpf wieder herauskomme. Ich korrigiere Fake-Zitate von Jens Spahn. Gut, hört sich auf dem ersten Blick krank an und viele werden sich angewidert von mir abwenden, aber ich kann nicht damit aufhören. Zuerst begann es mit einem kleinen Zitat.
„Jens Spahn möchte, dass die Pflegekräfte mehr arbeiten.“
Ich weiß nicht, was mich zu der Zeit geritten hat. Vielleicht war es Neugierde oder der Reiz etwas Verbotenes zu tun, aber ich habe einfach gegoogelt, warum er so etwas verlangen sollte. Heraus kam, dass er die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessern wollte, um Teilzeitkräfte wieder zu mehr Stunden zu motivieren. Also nichts Schlechtes, im Gegenteil. Trotzdem kursiert das Zitat seit fast zwei Jahren im Netz. Einmal auf dem Geschmack gekommen, ging es weiter. Jetzt war ich angefixt und wollte den Kick wiederholen.
„Wer zu wenig Pflegekräfte hat, muss Betten abbauen!“
Beim ganzen Zitat ging es darum, Patienten mit Personaluntergrenzen zu schützen, damit nicht zu wenig qualifiziertes Personal auf den Stationen ist.
„Spahn hat tausende Krankenhäuser geschlossen!“
Auch hier: Da ich bisher keine Kranken auf Ikea-Parkplätzen und Feldwegen liegen gesehen habe, die von Freiwilligen notdürftig versorgt wurden, musste ich nachschauen. Obwohl das umstritten ist, wird das von vielen Experten befürwortet, weil es wieder um eine höhere Qualität der Krankenhäuser und um eine bessere Bündelung der Kräfte geht.
„Spahn hat tausende Notfallstationen dicht gemacht!“
Und wieder ging es dabei um Konzentration auf große Kliniken, um Komplikationen und Todesfälle zu vermeiden, da bei kleineren Stationen die Qualität nicht immer gewährleistet ist.
„Spahn hat alles kaputt gespart!“
Das können die Ärzte und Pfleger vor Ort zwar besser beurteilen, aber Deutschland hat während der Corona-Krise im Verhältnis zu den Infizierten die geringsten Toten und die meisten Intensivbetten der Welt. Wir sind sogar in der Lage, Patienten aus Italien und Frankreich aufzunehmen und zu versorgen. Es ist leicht meiner Sucht zu frönen. Kein einziges Meme über Jens Spahn, das der Wahrheit entspricht. Meist Zitate aus dem Zusammenhalt gerissen, stark verkürzt, verdreht oder einfach gelogen. Wie kann ich mich also davon freimachen, wenn mir der Stoff immer wieder unter die Nase gehalten wird? Ich persönlich halte eine gute Gesundheitsversorgung für das Allerwichtigste, wichtiger als noch schickere Autobahnen oder Flughäfen und ich finde Kritik sehr wichtig. Das muss ein Minister, besonders so ein karriereorientierter Politiker wie Jens Spahn aushalten, aber es hilft niemandem weiter, auf ihn einzuschlagen und am Ende geht es nicht um eine Verbesserung der Zustände, sondern nur darum, die Person schlecht zu machen, auch wenn er an diesen Verbesserungen arbeitet. Das einzige, was ich ihm vorwerfe ist, dass er mich nicht inzwischen dafür bezahlt. Ich habe schließlich auch andere Süchte. Vielen Dank Sahin Karanlik
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Türkei schickt auch nach Großbritannien Hilfslieferung

London – Auf Anweisung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan lieferte ein Militärflugzeug der türkischen Luftwaffe am Freitag neben einem persönlichen Brief Erdogans an den britischen Premierminister Boris Johnson, medizinische Hilfsgüter an Großbritannien.  Das Hilfspaket umfasse Schutzmasken und -anzüge. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu, dankte am Mittwoch der britische Außenminister Dominic Raab in einem Telefongespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu der Türkei für eine weitere Hilfssendung. Dieser Schritt sei ein „Zeichen der starken Freundschaft zwischen den beiden Ländern“, so Raab. Laut der Sky News Korrespondentin Alex Crawford umfasse die Lieferung unter anderem 159.000  Schutzmasken und 100.000 Schutzanzüge. In den vergangenen Tagen entsandte die Türkei auch Hilfslieferungen an viele weitere Staaten wie Serbien, Nordmazedonien, Kosovo, Spanien und Italien. Die NATO dankte der Türkei für ihre Hilfssendungen. „#NATO Solidarität in Aktion: Die Türkei schickt heute ein Frachtflugzeug mit medizinischen Hilfsgütern nach Italien und Spanien, um unseren gemeinsamen Kampf gegen #COVID19 zu unterstützen“, sagte Stoltenberg auf Twitter. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, lobte die Türkei am Freitag für ihre Solidarität mit den vom Coronavirus befallenen Ländern und sagte, dass die Türkei ein Vorbild für die ganze Welt sei.

Corona-Krise
Corona lässt Pommes-Nachfrage einbrechen: Bauern sitzen auf Hunderttausenden Tonnen Kartoffeln

Osnabrück – Die Landwirte in Deutschland könnten in diesem Jahr wegen der Corona-Krise auf etwa 200.000 Tonnen spezieller Pommes-Kartoffeln sitzen bleiben. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Schätzungen des Bauernverbandes. Bauernverband rechnet mit bis zu 40 Millionen Euro Schaden Den möglichen Schaden taxiert der Verband mit 30 bis 40 Millionen Euro. Generalsekretär Bernhard Krüsken teilte der „NOZ“ mit: „Anbieter von Verarbeitungskartoffeln werden Verluste hinnehmen müssen, weil einige Verarbeiter ihre Abnahmeverträge nicht einhalten oder kurzfristig stornieren.“ Auslöser der Pommes-Krise sind die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus: Weil Kantinen, Restaurants und andere Großabnehmer weitgehend geschlossen haben, fehlen Pommes-Produzenten die Kunden. Die Produktion ruht. Andere Vermarktungen der Kartoffeln gelten als schwierig, weil die Sorten speziell für die Pommes-Herstellung gezüchtet worden sind. Am Ende bliebe nur die Vernichtung. Landwirte in Belgien und den Niederlanden stehen vor vergleichbaren Problemen. Hier sollen jeweils bis zu eine Million Tonnen Pommes-Kartoffeln auf Abnehmer warten.