Corona-Pandemie
Türkischer Wissenschaftler entwickelt Medikament: Coronavirus in 48 Stunden zerstört

Los Angeles – Nach dem deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), die mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Virus Covid-19 entwickelten, könnte einem weiteren türkischstämmigen Forscher im Kampf gegen Corona ein Durchbruch gelingen. Ein in den USA lebender türkischer Wissenschaftler hat ein Medikament entwickelt, das innerhalb von 48 Stunden das Coronavirus zerstören soll. Erste Versuche an Tieren waren erfolgreich. Der Wirkstoff soll bald auch an Menschen getestet werden, berichtet TRT Deutsch.  „Ich habe ein Medikament entwickelt, ein Behandlungsmodell, bei dem das Medikament mit Enzymen interagiert und den Zellen und dem Virus ein Signal gibt, sich selbst zu terminieren“, so Dr. Serhat Gümrükcü, geschäftsführender Direktor und Leiter der translationalen Forschung am Seraph Research Institute mit Sitz in Los Angeles in einem Gespräch mit TRT Deutsch. Gümrükcü und sein Team konnten das Virus innerhalb von 48 Stunden neutralisieren. Auch bei Corona-Mutationen soll das Medikament wirksam sein. Der Wissenschaftler rechne künftig mit einer Genehmigung für versuche an Menschen, berichtet TRT Deutsch weiter. Wie das Institut in einer Pressemitteilung bekannt gab, werde man das Medikament über einen Inhalator verabreichen können, um Anwender vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Es werde erwartet, dass die Behandlung auch gegen SARS-CoV-1 und alle zukünftigen Mutationen des SARS-Virus wirksam ist – und somit das Potenzial hat, alle SARS-bezogenen Pandemien auszurotten. Über Seraph Research Institute Das Seraph Research Institute ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung, die beim U.S. Department of Health and Human Services registriert ist und daran arbeitet, die medizinische Wissenschaft in Bereichen mit ungedecktem Bedarf voranzutreiben. Das Team der Organisation, bestehend aus führenden Wissenschaftlern und medizinischen Experten, arbeitet an der Beantwortung grundlegender Fragen, die in der Wissenschaft verwurzelt sind. Dabei werden Krankheiten auf jeder Ebene – von der molekularen bis zur zellulären – und der Physiologie, von der individuellen bis zur bevölkerungsbezogenen Skala, untersucht, um neue Ansätze zu entwickeln, die Patienten mit unheilbaren Krankheiten helfen.

Auch interessant

– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

„Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam
   

Tourismus
Nach Flugstopp in die Türkei: Griechenland erwartet 500.000 Russen

Athen – In der vergangenen Woche hatte Russland kurz vor der Urlaubssaison die meisten Charter- und Linienflüge in die Türkei ausgesetzt. Als Grund nannte Moskau den starken Anstieg der Corona-Fälle in der Türkei. Von diesem Flugstopp wird womöglich Nachbar Griechenland profitieren. Nur wenige Tage nach der Ankündigung hat der griechische Tourismusminister Harry Theoharis Russland einen Besuch abgestattet. Griechenland strebt in diesem Jahr danach, die Touristenzahlen von 2019 zu erreichen, was Russland betrifft. Insbesondere für dieses Jahr liegt das Ziel bei 500.000 russischen Touristen, während Griechenland im Jahr 2019, vor Ausbruch der Pandemie, etwa 600.000 Russen beherbergte. Die russische Botschaft in Athen begrüßte den Minister auf Twitter mit einem „Willkommen in Moskau“. „Griechenland ist ein beliebtes Ziel für russische Touristen“, so die Botschaft und fügte hinzu „und Russland bietet unbegrenzte Möglichkeiten für griechische Besucher.“
(Screenshot/Twitter)
„Im Jahr 2019 haben wir über 500.000 russische Reisende in Griechenland beherbergt und mit der diesjährigen Eröffnung des griechischen Tourismus sind wir bereit, jeden russischen Touristen zu begrüßen, der einen unvergesslichen, absolut sicheren Urlaub in unserem Land verbringen möchte“, so Theoharis gegenüber Reportern. Theocharis fasste seine Reise nach Russland zusammen und betonte, dass sein Besuch in Russland „äußerst konstruktiv“ gewesen sei. „Die langjährige Freundschaft zwischen Russland und Griechenland wurde in allen Kontakten, die ich während meines Aufenthalts in Moskau hatte, deutlich“, fuhr der Minister fort. „Die Liebe der Russen zu unserem Heimatland spiegelt sich in den Bemühungen, die wir gemeinsam unternehmen, um die touristischen Bewegungen zu befreien und die Formalitäten zu vereinfachen, wieder“, sagte er. „Ich verlasse Russland nur mit optimistischen Botschaften für die Wiederaufnahme der touristischen Aktivitäten nach Griechenland“, fügte Theocharis hinzu. Während seines dreitägigen Aufenthalts in der russischen Hauptstadt hatte der Minister eine Reihe von Treffen mit prominenten Persönlichkeiten der Tourismusbranche, hochrangigen Regierungsvertretern und Vertretern des privaten Wirtschaftssektors wie etwa Reiseveranstalter.

Auch interessant

– Ukraine-Krise – Nach Russlands Flugstopp: Selenskyj ruft Ukrainer zu Türkei-Urlaub auf

In der vergangenen Woche hatte Russland kurz vor der Urlaubssaison die meisten Charter- und Linienflüge in die Türkei ausgesetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bürger nun aufgerufen zur Unterstützung der Türkei ihren Urlaub dort zu verbringen.

Nach Russlands Flugstopp: Selenskyj ruft Ukrainer zu Türkei-Urlaub auf
       

"Lost in Europe"
Recherche: Über 18.000 Flüchtlingskinder verschwunden

18.292 unbegleitete geflüchtete Kinder und Jugendliche sind zwischen 2018 und 2020 in Europa als verschwunden gemeldet worden, nachdem sie in staatlicher Obhut waren. Das zeigt eine exklusive Datenanalyse des Rechercheverbunds „Lost in Europe„. Die meisten der verschwundenen Minderjährigen stammen aus Marokko, Algerien und Eritrea. In Deutschland wurden nach Angaben des Bundeskriminalamts zwischen 2018 und 2020 7.806 unbegleitete Minderjährige vermisst gemeldet. Die meisten kamen aus Afghanistan, gefolgt von Marokko und Algerien. 7.082 sind wieder aufgetaucht, doch von 724 fehlt jede Spur. Das BKA bezeichnet die eigenen Daten als Näherungswerte. Darüber zeigt sich Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, empört: „Dass das Bundeskriminalamt bei den Vermisstenzahlen der unbegleiteten, geflüchteten Kinder und Jugendliche an vielen Stellen im Dunkeln tappt, ist aus Kinderschutzgründen ein Skandal.“ Die europaweite Analyse des Rechercheverbunds offenbart eklatante Unterschiede der nationalen Statistiken: So erheben Frankreich, Dänemark und Rumänien gar keine Daten zu unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen, Bulgarien unterscheidet nicht zwischen begleiteten und allein reisenden Kindern und Jugendlichen. Die für Flüchtlingsfragen zuständige EU-Innenkommissarin Ylva Johansson lässt über ihren Sprecher auf Anfrage mitteilen, dass „die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten bereits signalisiert habe, dass sie mehr gegen das Verschwinden geflüchteter Kinder unternehmen müssten, unter anderem durch bessere Datensammlungen“. Nach Auffassung von Kinderrechtsorganisationen wie ECPAT und des Deutschen Kinderhilfswerkes sowie Kevin Hyland, Menschenhandelsexperte des Europarats, dürfte die tatsächliche Anzahl vermisster Minderjähriger noch höher liegen. Dabei seien gerade sie gefährdet, von kriminellen Netzwerken ausgebeutet zu werden. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert nun eine europaweit einheitliche Datenerhebung sowie die Einführung eines EU-Sonderbeauftragten für vermisste Flüchtlingskinder. Bei der Recherche haben unter anderem der britische „Guardian“, der niederländische Rundfunk VPRO, der belgische „de Standaard“ und der rbb zusammengearbeitet.

Auch interessant

– Türkei – BILD-Reporterin: Flüchtlingslager der Türkei wie „5-Sterne-Hotels“

Im Vergleich zu der Situation in Griechenland, gleichen laut der griechischen Journalistin Liana Spyropoulou, die Flüchtlingslager in der Türkei 5-Sterne-Hotels.

BILD-Reporterin: Flüchtlingslager der Türkei wie „5-Sterne-Hotels“

Corona-Pandemie
Erfolgreiche Impfkampagne: Israel hebt Maskenpflicht auf, öffnet Schulen

Tel Aviv – Dank einer sehr erfolgreichen Impfkampagne ist die Infektionsrate in Israel in den vergangenen Wochen stark gesunken, so Ge­sundheitsminister Juli Edelstein am Donnerstag. Die Maskenpflicht im Freien werde ab Sonntag aufgehoben. Auch Schulen sollen wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren. In öffentlichen Räumen gelte jedoch vorerst weiterhin eine Maskenpflicht. Mehr als die Hälfte der Einwohner Israels wurde bereits zwei Mal gegen das Coronavirus geimpft. Inzwischen ist die Zahl der Neuinfektionen auf unter 100 (Freitag) gesunken, Mitte Januar waren es noch 10.000. Nachdem Israel unter einer schweren dritten Welle der Pandemie gelitten hatte, hat sich die Situation in den letzten Monaten rapide verbessert, da das Land die weltweit schnellste Pro-Kopf-Impfaktion durchgeführt hat. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft, und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die täglichen Neuerkrankungen und die schweren Fälle sind auf ein Niveau gefallen, das seit Monaten nicht mehr erreicht wurde. Laut führenden israelischen Ärzten könnte das Land sehr bald eine Herdenimmunität erreichen. Dies ist der Fall, wenn genügend Menschen gegen eine Infektion geschützt sind – , so dass sie sich nicht mehr ausbreiten kann – und selbst Menschen, die keine Immunität besitzen, sind indirekt geschützt. Diese Immunität entsteht zum einen durch eine durchgemachte Infektion, zum anderen durch eine Impfung. Für Covid liegt der geschätzte Schwellenwert für Herdenimmunität bei mindestens 65-70 Prozent. Da die Fallzahlen gesunken sind, hat Israel nach und nach die Coronavirus-Beschränkungen zurückgenommen und Geschäfte, Veranstaltungsorte und andere Aktivitäten wieder geöffnet. Der nationale Viruszar und Corona-Beauftragter Prof. Nachman Asch hat gesagt, dass die gesamte Wirtschaft im nächsten Monat wieder vollständig geöffnet werden kann, wenn es keinen neuen Anstieg der Ansteckung gibt. In einem Interview am Samstag sagte er, dass „die große Herausforderung“ darin bestehen werde, sicherzustellen, dass Masken in geschlossenen Räumen verwendet werden. „Ich hoffe, dass wir uns darauf verlassen können, dass wir eine Maske in der Tasche haben und sie benutzen, wenn sie gebraucht wird“, fügte er hinzu.

Zum Thema

– Corona-Krise – Israel: Null Tote unter 523 000 Corona-Geimpften

Über eine halbe Million Menschen wurden in Israel bereits zwei Mal geimpft und unter diesen ist gibt es keinen einzigen Toten.

Israel: Null Tote unter 523 000 Corona-Geimpften
   

Religionsfreiheit
Türkei verurteilt „Verbot von Korankursen“ in Nordzypern

Ankara – Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun hat das „Verbot von Korankursen“ in Nordzypern verurteilt. „Den Säkularismus so oberflächlich und falsch zu interpretieren, ist ein Schritt in Richtung Abschaffung der Grundrechte und Freiheiten“, so Altun in einer Stellungnahme auf Twitter. Diese Entscheidung sei das „Produkt eines ideologischen und dogmatischen Geistes“. Säkularismus garantiere die Religionsfreiheit und könne nicht als Mittel zum Verbot des Religionsunterrichts verwendet werden, so Altun weiter. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte die Entscheidung des Gerichts. Das [nordzyprische] Verfassungsgericht müsse zuerst lernen was Säkularismus ist, so Erdogan. Nordzypern sei nicht Frankreich. „Sie sollten die Gewohnheiten der Türkei in die Praxis umsetzen. [Sie] sollten diesen Fehler schnell korrigieren, sonst werden unsere nächsten Schritte anders sein“, sagte der türkische Staatschef am Freitag. Anfang dieser Woche entschied das Gericht, dass jeder Kurs, einschließlich der Korankurse, vom Bildungsministerium der Insel geregelt und angeboten werden muss und nicht von einer religiösen Kommission. Die Entscheidung hat viele zu der Annahme verleitet, dass Nordzypern Korankurse gänzlich verboten hat. Sprecher des Gerichts haben gegenüber lokalen Medien bestritten, dass ihr Urteil Koran-Kurse verbietet. Auch Nordzyperns Ministerpräsident Ersan Saner sagte am Freitag, dass im Land weiterhin Koran-Unterricht angeboten werde. „Die Kurse werden fortgesetzt, nachdem wir die gesetzlichen Änderungen zu diesem Thema abgeschlossen haben“, sagte er.
(Screenshot/Twitter)

Ukraine-Krise
Nach Russlands Flugstopp: Selenskyj ruft Ukrainer zu Türkei-Urlaub auf

Kiew – In der vergangenen Woche hatte Russland kurz vor der Urlaubssaison die meisten Charter- und Linienflüge in die Türkei ausgesetzt. Als Grund nannte Moskau zwar den starken Anstieg der Corona-Fälle in der Türkei, politische Beobachter sehen den Schritt doch als Warnung Russlands an Ankara, wegen den Äußerungen Erdogans zu der Lage in der Konfliktregion Donbass im Osten der Ukraine und der Krim und den Waffenlieferungen der Türkei an die Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bürger nun aufgerufen zur Unterstützung der Türkei ihren Urlaub dort zu verbringen. „Sie haben sicher mitbekommen, dass Russland die Touristen oder den Tourismus aus der Russischen Föderation in die Türkei einschränken werde. Das ist deren Sache. Aber ich denke, dass wir gerade jetzt die touristischen Aktivitäten mit der Türkei erhöhen müssen“, so Selenskyj in seiner Rede nach der Sitzung des Nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsrates in der er seine Reise in die Türkei. bewertete. „Wir müssen zeigen, dass wir die Türkei unterstützen“, sagte er und forderte die Ukrainer auf, in der Türkei Urlaub zu machen. „Ich bin der Türkei und insbesondere Erdoğan dankbar. Er unterstützt die Anliegen der Ukraine wirklich sehr“, sagte Selenskyj und fügte hinzu, dass es für die Ukraine wichtig sei, dass der türkische Staatschef die Haltung Kiews unterstützt und die Annexion der Krim ablehnt. Vor der Corona-Pandemie besuchten etwa 1,6 Millionen (2019) Ukrainer und sieben Millionen Russen die Türkei.

Zum Thema

– Ukraine-Krise – Russland verurteilt Türkei für Drohnen-Lieferungen an Ukraine

Russland hat am Donnerstag die Lieferung türkischer Drohnen an die Ukraine verurteilt. Dies ermutige die Ukraine zu militärischen Schritten in der Krisenregion und trage nicht zu einer Deeskalation bei.

Russland verurteilt Türkei für Drohnen-Lieferungen an Ukraine

Ausland
Griechenland: Alevitentum erhält rechtliche Anerkennung

Athen – Griechenland hat in der vergangenen Woche das Alevitentum offiziell anerkannt. Dies gab der stellvertretende griechische Minister für Bildung und religiöse Angelegenheiten, Angelos Syrigos, bei der Neueröffnung eines Cem Evi, eines alevitischen Gotteshauses in der Grenzregion Evros bekannt. Das Cem Evi im Dorf Megalo Dereio habe somit einen offiziellen Rechtsstatus erhalten, berichtet die lokale Tageszeitung Evros News, weiter. Neben den Gottesdiensten wird das Haus für die Menschen im Dorf und in der Umgebung auch verschiedene andere Dienste, wie etwa die Verteilung von Lebensmitteln, durchführen, so Evros News.
(Screenshot: Evros News)
Bei Treffen mit führenden Aleviten der Region sowie dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Soufli, Yusuf Kotsa, sprach Syrigos auch über die Probleme, die Schulen in der Gegend haben. Das Bildungsministerium ist auch für religiöse Fragen und den Betrieb von Gebetsstätten zuständig. In diesem Zusammenhang, aber auch weil er sein Interesse an den Aleviten und ihren Belangen zeigen wollte, versprach Syrigos, ihre Interessen zu vertreten. Aleviten sind Mitglieder einer vorwiegend in der Türkei beheimateten Glaubensrichtung, die sich im 13./14. Jahrhundert unter den zugewanderten oghusisch-turkmenischen Stämmen in Anatolien und Aserbaidschan verbreitete. In der Türkei machen sie etwa 15-25 Prozent der Bevölkerung aus. In Deutschland und Österreich gelten sie als offiziell anerkannte Religionsgemeinschaft.

Auch interessant

– Sumela-Kloster – Türkei: Erdogan-Regierung lässt weiteres Kloster restaurieren

Zu den unzähligen Kirchen und Klöstern, die in den vergangenen Jahren in der Türkei restauriert wurden, reiht sich ein weiteres christliches Gotteshaus ein.

Türkei: Erdogan-Regierung lässt weiteres Kloster restaurieren
 

Corona-Krise
Städte und Gemeindebund NRW verlangt weiteren Rettungsschirm für Kommunen

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Schäden werden 2021 mit 1,34 Milliarden Euro laut einer Prognose mehr als doppelt so hoch ausfallen wie im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Haushaltsumfrage unter den Mitgliedskommunen des Städte- und Gemeindebundes NRW hervor, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. „Die Zahlen sind alarmierend“, warnte Hauptgeschäftsführer Christof Sommer im Gespräch mit unserer Zeitung. Bund und Land müssten handeln, sonst geht den Städten und Gemeinden „die Luft aus.“ Der Ergebung zufolge schaffen nur noch 70 von 360 befragten Kommunen einen echten Haushaltsausgleich ohne Reduzierung ihres Eigenkapitals, wie ihn das Haushaltsrecht vorschreibt, also knapp 20 Prozent. Weitere 195 Kommunen (54,16 Prozent) erreichen einen fiktiven Haushaltsausgleich nur durch eine weitere Reduzierung ihres Eigenkapitals. „Die Entwicklung ist alarmierend“, betonte Christof Sommer. „Trotz der Hilfen von Bund und Land aus 2020 geraten Kommunen finanziell zunehmend in eine bedrohliche Schieflage.“

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Coronavirus: Deutsche Telekom könnte 80.000 Mitarbeiter zeitnah impfen

Die Deutsche Telekom plant, große Teile seiner Belegschaft in kurzer Zeit selbst gegen das Coronavirus zu impfen, sollte das Unternehmen Impfstoff zugeteilt bekommen.

Coronavirus: Deutsche Telekom könnte 80.000 Mitarbeiter zeitnah impfen

Rentenpolitik
Rentenversicherung mahnt zu Vorsicht bei Anhebung des Rentenalters

Osnabrück – Die Deutsche Rentenversicherung mahnt in der Diskussion um eine weitere Anhebung des Rentenalters zur Vorsicht. Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Wir sollten uns genau anschauen, ob die Lebenserwartung tatsächlich immer weiter steigt. Es gibt ja auch schon Länder, wo das nicht mehr der Fall ist.“ Roßbach betonte, gegenwärtig gingen die Menschen im Durchschnitt mit 64,3 Jahren in Altersrente. Zudem laufe bis 2031 noch die Anpassung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Sie forderte: „Wir sollten jetzt genau beobachten, ob die Menschen tatsächlich länger arbeiten oder ob sie vorgezogene Renten mit Abschlägen hinnehmen. Das sollte man wissen, wenn man über diese Frage diskutiert.“ Unter anderem aus Kreisen der Unionsparteien gibt es Forderungen, die Lebensarbeitszeit zu verlängern, wenn – wie es heißt – „wir alle älter werden“. Auch die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrem Frühjahrsgutachten zu einer späteren Rente geraten. Es werde eine Herausforderung, die Staatsfinanzen nach der Corona-Pandemie wieder auf eine solide Basis zu stellen, schreiben sie. Vor allem die perspektivisch steigenden Ausgaben für die Rentenversicherung spielten dabei eine große Rolle. Roßbach mahnte zudem: „Wenn man die Rentenanpassungen ein weiteres Mal dämpft, muss man natürlich auch ehrlich sagen: Das ist eine Änderung zulasten der Rentner. Sie haben dann ein größeres Paket zu tragen.“ Kurzfristigen Reformbedarf sieht Roßbach nicht. Sie sagte: „Wir haben in diesem Jahr sogar ein Rentenniveau von 49,4 Prozent. Da sind wir deutlich über dem, was immer vorausgesagt wurde. Selbst im Jahr 2025 sind wir noch deutlich über der Haltelinie von 48 Prozent.“ Auch werden die Beitragssätze nach ihren Angaben im laufenden und im kommenden Jahr stabil bei 18,6 Prozent bleiben können. „Erst im 2023 ist eine Anhebung zu erwarten auf dann prognostiziert 19,3 Prozent.“ Bei der Einführung der Grundrente ist die Rentenversicherung nach den Worten von Roßbach im Zeitplan. „Das gilt für den Datenaustausch mit den Finanzbehörden und auch für die interne Organisation, sodass wir – wie bisher geplant – im Juli die ersten Bescheide verschicken werden.“

Auch interessant

– Rentenpolitik – DGB lehnt Anhebung des Rentenalters strikt ab

Der Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter deutlich auf fast 70 Jahre anzuheben, stößt bei Gewerkschaften und Arbeitgebern auf ein unterschiedliches Echo.

DGB lehnt Anhebung des Rentenalters strikt ab

Corona-Krise
NRW-Konzerne: Es fehlt der Impfstoff

0
Viele große NRW-Konzerne sind bereit, ihre Beschäftigten gegen das Coronavirus zu impfen, und warten lediglich noch auf die Zuteilung von Impfstoff. Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärten zahlreiche Unternehmen – darunter die Dax-Konzerne Bayer und Covestro, die Kölner Ford-Werke, der Motorenbauer Deutz und der Chemiekonzern Lanxess -, die notwendige Infrastruktur für die Verabreichung von Vakzinen bereits geschaffen zu haben. Lanxess-Vorstandschef Matthias Zachert sagte der Zeitung, die Betriebsärzte stünden „längst bereit, um unsere Mitarbeiter in den Chemparks sowie unserer Zentrale sehr schnell durchzuimpfen – was fehlt, ist leider der Impfstoff.“ Er sehe es mit einem gewissen Stirnrunzeln, dass vor allem die Bundespolitik immer wieder an die Aufgaben oder vermeintliche Verpflichtungen der Wirtschaft appelliere, so der Chemiemanager: „Wir haben unsere Hausaufgaben längst gemacht – Schutzkonzepte, Home Office, Schnelltests. Und mir wäre wohler, wenn auch die Politik ihre in ähnlicher Intensität machte, statt immer wieder neue Aufforderungen an uns Unternehmen zu richten. Das gilt auch für das Impfen.“ Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) rechnet mit rund 12.000 Betriebsärztinnen und -ärzten, die für Impfungen jetzt schon deutschlandweit bereitstehen: „Würde jeder von ihnen nur zwei Stunden am Tag impfen, könnten im Monat fünf Millionen Beschäftigte geimpft werden“, sagte Vizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf. „Wir stehen in der Spur und sind vorbereitet, soweit man das sein kann.“

Zum Thema

– Corona-Pandemie – Coronavirus: Deutsche Telekom könnte 80.000 Mitarbeiter zeitnah impfen

Die Deutsche Telekom plant, große Teile seiner Belegschaft in kurzer Zeit selbst gegen das Coronavirus zu impfen, sollte das Unternehmen Impfstoff zugeteilt bekommen.

Coronavirus: Deutsche Telekom könnte 80.000 Mitarbeiter zeitnah impfen