Auto-News
Türkisches E-Auto TOGG kommt nach Deutschland

Stuttgart – Die türkische E-Automarke TOGG, hierzulande auch als „Erdogan-Auto“ bezeichnet, kommt nach Deutschland. Wie türkische Medien berichten, habe das Unternehmen unter dem Namen „Togg Europe“ in Stuttgart bereits die notwendigen Schritte eingeleitet, um eine GmbH zu gründen. Wie das Wirtschaftsmagazin Businessinsider berichtet, besteht das Ziel des deutschen Ablegers darin, sich bei dem Technologie-Hub de:hub in Stuttgart zu bewerben, der beim Wirtschaftsministerium angesiedelt und in zwölf Städten in Deutschland vertreten ist. Das Netzwerk fördert den Austausch von technologischer und wirtschaftlicher Expertise und ermöglicht so Innovationen, berichtet Businessinsider weiter. Das neue E-Auto soll zunächst in Deutschland vermarktet und später auch in andere europäische Märkte wie Frankreich und Italien exportiert werden, so Businessinsider. 

TOGG gewinnt internationalen Designpreis

Für ihr C-SUV-Modell erhielt die türkische Automarke im April einen der weltweit renommiertesten Designpreise, den iF Design Award. Der C-SUV, der das Ergebnis von 150.000 Arbeitsstunden des TOGG-Designteams in Zusammenarbeit mit Pininfarina als strategischem Partner und unter der Leitung des weltbekannten Designers Murat Günak ist, wurde laut einer Mitteilung von TOGG in der Kategorie „Professional Concept“ ausgezeichnet. „TOGG ist die erste türkische Marke, die eine solche Auszeichnung erhält und hat mit seinem C-SUV-Modell bei den iF Design Awards 2021 einen bedeutenden Erfolg im Bereich Mobilität erzielt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Türkisches E-Auto Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde. TOGG-Fabrik Im Juli 2020 legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan  den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Man habe mit dem Bau eines „riesigen Produktionskomplexes  begonnen, der die Wahrnehmung einer Fabrik in den Köpfen der Menschen radikal verändern wird, so Erdogan. Er sei stolz darauf so ein gigantisches Projekt, trotz Einschränkungen durch die Coronakrise, realisieren zu können. Das erste einheimische Auto sei ein seit 60 Jahren währender Traum der Türkei und diese Fabrik somit ein historischer Schritt.

Anfang dieses Jahres sagte Gürcan Karakas, der CEO der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), dass das Werk im Jahr 2022 mit einer Jahreskapazität von 175.000 Einheiten die Massenproduktion aufnehmen werde, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu weiter. Über eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2030 auf den Straßen der Türkei unterwegs sein, so der türkische Energie- und Rohstoffminister Fatih Donmez im Januar. „Bis 2022 oder 2023 hoffen wir, unser eigenes einheimisches Auto auf den Straßen zu sehen“, sagte Dönmez in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Am Freitag wurde neben der SUV-Variante auch eine Limousine vorgestellt. Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus. 

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– Türkei – Atak Electric: Erdogan fährt ersten türkischen fahrerlosen Bus Probe

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan unternahm am Montag eine Probefahrt im ersten in der Türkei entworfenen und hergestellten fahrerlosen E-Bus, dem Atak Electric.

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Jerusalem-Krise
Volker Beck verurteilt Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen israelkritischem Tweet

Berlin – Der ehemalige Grünenpolitiker Volker Beck (60) hat die Klimaaktivistin Greta Thunberg für ihren Tweet kritisiert. Thunberg hatte einen Tweet der kanadischen Journalistin und Filmemacherin Naomi Klein geteilt, in dem das brutale Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte gegen demonstrierende Palästinenser scharf verurteilt wurde. Klein ist jüdischen Glaubens. Die „Entwicklungen in Jerusalem und Gaza zu verfolgen“ sei verheerend, so die Klimaaktivistin in ihrem Tweet und fügte den Hashtag #SaveSheikhJarrah (Rettet Sheik Jarra) hinzu. In dem von Klein geteilten Tweet ist ein Video aus der Al-Aqsa-Moschee zu sehen, in dem israelische Sicherheitskräfte gegen Gläubige vorgehen. Die Filmemacherin fordert in dem Tweet die Menschen auf, sich „gegen die Kriegsverbrechen“ auszusprechen. Klein:
Sprechen Sie lauter. Riskieren Sie Stellungen und Privilegien. Es muss nicht in den sozialen Medien sein, aber irgendwo muss es sein. Schreiben Sie einen Brief. Unterschreiben Sie die Petitionen. Tun Sie es bei der Arbeit. Tun Sie es zu Hause. Kriegsverbrechen nach Kriegsverbrechen. #SaveSheikhJarrah #GazaUnderAttack
  Grünenpolitiker Volker Beck spottet über Thunberg Ex-Grünenpolitiker verspottete Thunberg in den Kommentaren unter ihrem Tweet „Haben Sie etwas zu den Raketenangriffen der Hamas zu sagen und wie deren positiver Einfluss auf das Klima ist?“, fragte Beck. Dies sorgte bei zahlreichen Nutzern für Unverständnis. „kann mir jemand erklären, warum volkis reaktion so krass ist? eigentlich ist er doch ein smoother typ wo ist denn das problematische an dem tweet?“, so ein Max. Ein offenbar israelischer Nutzer verurteilte Becks Kommentar:
„Von einem israelischen Bürger, Schande über Volker Beck für seine rabiate Unterstützung von Israels Besatzung und #Apartheid. Danke @GretaThunberg“
Seit dem Wochenende kommt es auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan in Teilen Ost-Jerusalems zu Konfrontationen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei, unter anderem in Sheikh Jarrah und außerhalb der ummauerten Altstadt, sowie in Haifa, einer gemischt arabisch-jüdischen Stadt im Norden Israels. Dabei kamen bisher (Stand Dienstag) 26 Protestierende ums Leben, darunter neun Kinder.

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– Jerusalem-Krise – US-Politikerin Rashida Tlaib verurteilt Militärhilfen an Israel

Vor dem Hintergrund der seit Tagen anhaltenden Zusammenstöße in Jerusalem hat die US-Politikerin Rashida Tlaib die US-Militärhilfen an Israel scharf verurteilt.

US-Politikerin Rashida Tlaib verurteilt Militärhilfen an Israel
 

Jerusalem-Krise
Nach Israel-Kritik: CDU-Politikerin Ayten Erdil zurückgetreten

Berlin – Die türkischstämmige Politikerin Ayten Erdil, Vorstandsmitglied der Berliner CDU, ist nach einem Beitrag, in dem sie die gewaltsame Vorgehensweise der israelischen Sicherheitskräfte gegen palästinensische Demonstranten verurteilte, zurückgetreten. In einem Post auf Facebook warf Erdil am Montag Israel „Terror“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor. Nachdem der Landesvorstand sich davon distanzierte, trat sie zurück. „Wir distanzieren uns ausdrücklich davon und haben bereits mit ihr gesprochen. Sie legt mit sofortiger Wirkung ihren Sitz im Landesvorstand nieder“, teilte der Landesverband auf Twitter mit. Weder das Existenzrecht Israels noch eine klare Linie gegen Antisemitismus seien verhandelbar, so die Mitteilung weiter. Die CDU Berlin stehe fest an der Seite der Menschen in Jerusalem und verurteile die „terroristischen Raketen-Angriffe der Hamas“. Die brutale Vorgehensweise der Sicherheitskräfte, die auch von der UN bereits verurteilt wurde, erwähnte die CDU nicht. Landesvorsitzender Kai Wegner bemühe sich „vielmehr seit geraumer Zeit um eine Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Jerusalem“.  Es sei „kein Antisemitismus, Verbrechen und Verbrecher gegen die Menschlichkeit beim Namen zu nennen….leider periodisch zur Fastenzeit“, hatte Aydil geschrieben. „Man stelle sich vor, jedes mal zu Weihnachten gibt es Bomben als Geschenke“. Am Dienstag war der Beitrag bereits gelöscht worden.

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– Jerusalem – UN verurteilt Israel wegen Angriff auf Kinder

Am Sonntag forderte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF die israelischen Behörden auf, keine Gewalt mehr gegen Kinder anzuwenden und alle inhaftierten Kinder freizulassen.

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Treffen in Baku
Corona-Pandemie: Aserbaidschan dankt Russland für Unterstützung

Baku – Der aserbaidschanische Außenminister dankte Russland für seine Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Land durch die Entsendung von medizinischen Spezialisten und den russischen Impfstoff Sputnik V. „Wir sind Russland dankbar für die Entsendung von medizinischen Spezialisten in unser Land und die Lieferung des Impfstoffs Sputnik V. Die Lieferung des russischen Impfstoffs wird einen sehr positiven Effekt auf die Geschwindigkeit und den Umfang der Impfung der aserbaidschanischen Bürger haben“, sagte Jechun Bajramow am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Die erste Charge des Impfstoffs sei am 2. Mai in Aserbaidschan angekommen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Die Pandemie sei eine Herausforderung für die ganze Menschheit und habe sich auch auf den Handelsumsatz zwischen Aserbaidschan und Russland ausgewirkt, betonte Bajramow . „Der Rückgang des gegenseitigen Handelsumsatzes im Jahr 2020 war mit der Pandemie verbunden, aber er erreichte immer noch etwa drei Milliarden Dollar und bei den heutigen Gesprächen wurde das Potenzial für ein weiteres Wachstum hervorgehoben“, erklärte Bajramow. Laut dem aserbaidschanischen Außenminister war die Pandemie ein guter Lackmustest für die russisch-aserbaidschanischen Beziehungen. „Bei den Verhandlungen haben wir mit Befriedigung festgestellt, dass unsere Länder diesen Test mit einer ausgezeichneten Note bestanden haben“, bemerkte Bajramow. Sergej Lawrow traf am 10. Mai zu einem Arbeitsbesuch in Aserbaidschan ein. Bei dem Treffen wurde zudem ein Plan für interministerielle Konsultationen unterzeichnet. Der russische Außenminister kam in Baku auch mit Präsident Ilham Alijew zusammen. Alijew betonte, dass sein Land eine positive Dynamik in den Beziehungen mit Russland genießt. „Es ist ein halbes Jahr seit Ihrem letzten Besuch vergangen und wir freuen uns, auf die anhaltende positive Dynamik in unseren Beziehungen hinzuweisen“, sagte Alijew bei seinem Treffen mit Lawrow. Alijew erinnerte daran, dass er im Mai ein Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt hat. „Wir haben uns gegenseitig persönlich zu unserem gemeinsamen Sieg, dem Sieg über den Faschismus, gratuliert“, sagte er.

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– Kaukasus – Aserbaidschan: 1.500 Religionsgemeinschaften

Heute ist Aserbaidschan ein multiethnisches und multikulturelles Land, in dem unterschiedliche Nationalitäten zusammenleben und gemeinsam ihre Traditionen bzw. Kultur weiterentwickeln.

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Jerusalem-Krise
Instagram und Twitter nennen Pannen als Grund für das Löschen von palästinensischen Beiträgen

Instagram und Twitter haben technische Fehler für das Löschen von Beiträgen verantwortlich gemacht, die die mögliche Vertreibung von Palästinensern aus Ost-Jerusalem erwähnen, aber Datenrechtsgruppen befürchten, dass „diskriminierende“ Algorithmen am Werk sind und fordern mehr Transparenz. Palästinenser, die in dem von jüdischen Siedlern beanspruchten Viertel Sheikh Jarrah leben, hatten in den sozialen Medien protestiert, da ihnen die gewaltsame Räumung droht, aber einige fanden ihre Beiträge, Fotos oder Videos entfernt oder ihre Konten seit letzter Woche gesperrt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bis Montag hatte 7amleh, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf soziale Medien konzentriert, mehr als 200 Beschwerden über gelöschte Beiträge und gesperrte Konten im Zusammenhang mit Sheikh Jarrah erhalten. „Auf Instagram wurden meist Inhalte entfernt, sogar Archive von älteren Beiträgen wurden gelöscht. Auf Twitter waren die meisten Fälle eine Kontosperrung“, so Mona Shtaya, eine Advocacy-Beraterin bei 7amleh. Instagram und Twitter erklärten, dass die Konten „irrtümlich von unseren automatisierten Systemen gesperrt wurden“ und dass das Problem behoben und der Inhalt wiederhergestellt worden sei. Instagram sagte in einer Erklärung, dass ein automatisiertes Update letzte Woche dazu führte, dass Inhalte, die von mehreren Nutzern erneut geteilt wurden, als fehlend angezeigt wurden, was Posts über Sheikh Jarrah, Kolumbien und US-amerikanische und kanadische indigene Gemeinschaften betraf. „Es tut uns sehr leid, dass dies passiert ist. Vor allem für diejenigen in Kolumbien, Ost-Jerusalem, und indigenen Gemeinschaften, die annahmen, dass dies eine absichtliche Unterdrückung ihrer Stimmen und ihre Geschichten war – das war überhaupt nicht unsere Absicht,“ so Instagram.

Seit dem Wochenende kam es auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan in Teilen Ost-Jerusalems zu Konfrontationen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei, unter anderem in Sheikh Jarrah und außerhalb der ummauerten Altstadt, sowie in Haifa, einer gemischt arabisch-jüdischen Stadt im Norden Israels. Dabei kamen bisher (Stand Dienstag) 26 Protestierende ums Leben, darunter neun Kinder.

Die Zusammenstöße wurden durch die geplante gewaltsame Räumung mehrerer palästinensischer Familien aus dem Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem und die vorübergehende Schließung des Damaskustors in der Altstadt ausgelöst.

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– Jerusalem-Krise – US-Politikerin Rashida Tlaib verurteilt Militärhilfen an Israel

Vor dem Hintergrund der seit Tagen anhaltenden Zusammenstöße in Jerusalem hat die US-Politikerin Rashida Tlaib die US-Militärhilfen an Israel scharf verurteilt.

US-Politikerin Rashida Tlaib verurteilt Militärhilfen an Israel
 

Jerusalem-Krise
US-Politikerin Rashida Tlaib verurteilt Militärhilfen an Israel

Detroit – Vor dem Hintergrund der seit Tagen anhaltenden Zusammenstöße in Jerusalem hat die US-Politikerin Rashida Tlaib die US-Militärhilfen an Israel scharf verurteilt. Das Geld der amerikanischen Steuerzahler werde verwendet, um Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Der Kongress müsse die Hilfen, die nach Israel geschickt werden, an Bedingungen knüpfen und sie ganz beenden, wenn diese Bedingungen nicht eingehalten werden, so die palästinensischstämmige Demokratin auf Twitter. Erklärungen brächten nichts. „Genug ist genug“, so Tlaib. Tlaib erinnerte daran, dass nur wenige Tage zuvor 75 Prozent ihrer Kollegen, Demokraten und Republikaner, sich verpflichtet hätten, die Milliardenhilfen an Israels Militär nicht an Bedingungen zu knüpfen. „Tage später nahm der Apartheidstaat die Zwangsumsiedlung in #SheikhJarrah wieder auf. Jetzt sehen wir Granaten, Kugeln und Tränengas in der Al-Aqsa“, so Tlaib weiter. Tlaib:
Al-Aqsa ist die drittheiligste Stätte des Islams, und Menschen, die während der heiligsten Tage des heiligen Monats Ramadan beten, wurden von israelischen Streitkräften geschlagen, vergast, erschossen und getötet. Ihnen wird medizinische Hilfe verweigert und sie werden gezwungen, Gebetsteppiche als Tragen zu benutzen. Ein Ort des Friedens, der durch Gewalt entweiht wurde.
Am Sonntag und Montag kam es auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan in Teilen Ost-Jerusalems zu neuen Konfrontationen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei, unter anderem in Sheikh Jarrah und außerhalb der ummauerten Altstadt, sowie in Haifa, einer gemischt arabisch-jüdischen Stadt im Norden Israels auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan. Die Zusammenstöße wurden durch die geplante gewaltsame Räumung mehrerer palästinensischer Familien aus dem Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem und die vorübergehende Schließung des Damaskustors in der Altstadt ausgelöst.  

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– Jerusalem – UN verurteilt Israel wegen Angriff auf Kinder

Am Sonntag forderte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF die israelischen Behörden auf, keine Gewalt mehr gegen Kinder anzuwenden und alle inhaftierten Kinder freizulassen.

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Jerusalem
Israel weist die von den USA geäußerte „Besorgnis“ zurück

Tel Aviv – Israel wies am Montag die von den USA geäußerte „Besorgnis“ über gewaltsame Zusammenstöße in Jerusalem, die durch geplante Vertreibungen von Palästinensern aus Ost-Jerusalem ausgelöst wurden, zurück. Das Weiße Haus erklärte, dass der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, mit seinem israelischen Amtskollegen Meir Ben-Shabbat gesprochen und „ernste Bedenken“ über die Situation in Jerusalem geäußert habe. Ben-Shabbat seinerseits gab am Montag eine Erklärung ab, in der er sagte, dass die internationale Einmischung in die Angelegenheit „die Randalierer und diejenigen, die sie schicken um Israel zum Einlenken zu zwingen“ belohne. „Israel bewältigt die Ereignisse in Jerusalem aus einer souveränen Position, mit Verantwortung und Diskretion – trotz der Provokationen“ so Ben Shabbat . Am Sonntag kam es auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan in Teilen Ost-Jerusalems zu neuen Konfrontationen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei, unter anderem in Sheikh Jarrah und außerhalb der ummauerten Altstadt, sowie in Haifa, einer gemischt arabisch-jüdischen Stadt im Norden Israels auf dem Höhepunkt des muslimischen heiligen Monats Ramadan. Die Zusammenstöße wurden durch die geplante Räumung mehrerer palästinensischer Familien aus dem Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem und die vorübergehende Schließung des Damaskustors in der Altstadt ausgelöst. „Herr Sullivan wiederholte auch die ernste Besorgnis der Vereinigten Staaten über die möglichen Vertreibungen palästinensischer Familien aus ihren Häusern in der Sheikh Jarrah Nachbarschaft,“ so die Erklärung des Weißen Hauses weiter. Dies ist die erste größere Krise zwischen Israel und den Palästinensern, mit der sich die Biden-Administration befassen musste. Nach vier Jahren, in denen die Trump-Administration so gut wie keine Kritik an Israels Vorgehen im Westjordanland und in Jerusalem geübt hat, sieht sich die israelische Regierung nun mit einer US-Regierung konfrontiert, die sehr viel kritischer ist.

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– Jerusalem – UN verurteilt Israel wegen Angriff auf Kinder

Am Sonntag forderte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF die israelischen Behörden auf, keine Gewalt mehr gegen Kinder anzuwenden und alle inhaftierten Kinder freizulassen.

UN verurteilt Israel wegen Angriff auf Kinder

Irak
Berichte: PKK greift erneut kurdische Peschmerga-Truppen an

Erbil – In der Autonomieregion um Erbil habe es erneut Zusammenstöße zwischen den kurdischen Peschmerga-Truppen und der PKK-Terrororganisation gegeben. Der Angriff erfolgte, als eine Peschmerga-Einheit dabei war einen neuen Militärposten im Ort Barbzin im Unterbezirk Sidakan zu errichten, erklärte Abdulla Hussien, der stellvertretende Kommandant der Balak-Brigade, am Donnerstag gegenüber lokalen Medien. Dabei seien Raketenwerfer und AK-47-Sturmgewehre eingesetzt worden. Verletzte habe es jedoch nicht gegeben, so Hussien weiter. „Einige der PKK haben die Peschmerga mit RPG, Scharfschützen, BKC und AK-47 angegriffen, aber die Peschmerga haben sie besiegt“, erklärte Peschmerga-Kommandeur Bahram Arif Yasin gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw. In einem Gespräch mit der PKK-nahen Nachrichtenagentur Roj News, bestätigte die PKK den Angriff, es sei jedoch zu keinem Kampf gekommen. Kämpfer der PKK hätten einige Male in die Luft geschossen, woraufhin die Peschmerga-Einheiten bereits geflohen seien. Die Spannungen zwischen den Peschmerga und der PKK sind in den letzten Monaten wieder eskaliert. Die PKK beschuldigt die Peschmerga und die Regierung der kurdischen Autonomieregion des Irak mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Im Dezember wurden bei Zusammenstößen zwischen den beiden Seiten im Bezirk Amedi in Duhok ein Peschmerga getötet und drei PKK-Kämpfer schwer verletzt, von denen einer später verstarb. Zwei Peschmerga starben zudem im November bei weiteren Zusammenstößen im selben Gebiet. Die Regierung der kurdischen Autonomieregion hat die PKK wiederholt aufgefordert das Gebiet zu verlassen. „Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw Präsident Nechirvan Barzani im Dezember 2019. Barzani sagte zudem, dass die Terrororganisation PKK auch für die Kurden eine Sicherheitsbedrohung darstelle.

„Wir haben versucht zu kommunizieren, dass sie [die PKK] für unsere Geschwister in Nordsyrien eine Gefahr sind“, so Barzani. „Mein einziger Wunsch ist es, dass sich die Kurden von der PKK distanzieren. Die PKK hat versucht, sich über die syrischen Kurden zu legitimieren.

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Der Präsident der „Autonomen Irakischen Region Kurdistan“ (KRG), Necirvan Barzani, hat sein Volk dazu aufgerufen, sich von der Terrororganisation PKK zu distanzieren.

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Jerusalem
UN verurteilt Israel wegen Angriff auf Kinder

New York – Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, und hochrangige UN-Beamte haben ihre tiefe Besorgnis über die Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in Ost-Jerusalem zum Ausdruck gebracht, insbesondere über jene, die am Freitagabend begannen und bis in die Nacht zum Sonntag andauerten. Mehrere palästinensische Kinder sind unter den Verwundeten. Am Sonntag forderte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF die israelischen Behörden auf, keine Gewalt mehr gegen Kinder anzuwenden und alle inhaftierten Kinder freizulassen. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen Ted Chaiban, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, und Lucia Elmi, UNICEF-Sonderbeauftragte im Staat Palästina, darauf hin, dass in den vergangenen zwei Tagen 29 palästinensische Kinder verletzt und weitere acht verhaftet worden seien.
„Unter den Verletzten war auch ein einjähriges Kleinkind. Einige Kinder wurden mit Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. .
Die Organisation habe Berichte erhalten, dass Krankenwagen daran gehindert wurden die Verletzten zu unterstützen und zu evakuieren, und dass eine Klinik vor Ort Berichten zufolge getroffen und durchsucht wurde. Die Erklärung rief dazu auf, alle Kinder zu jeder Zeit vor Gewalt zu schützen und aus der Gefahrenzone herauszuhalten, das Recht der Familien auf Zugang zu allen Kultstätten zu wahren und den Verletzten ohne Einschränkungen zu helfen.
„In den vergangenen zwei Tagen wurden 29 palästinensische Kinder in Ost-Jerusalem verletzt, unter anderem in der Altstadt und im Viertel Sheikh Jarrah. Acht palästinensische Kinder wurden inzwischen verhaftet. Ein einjähriges Kleinkind war unter den Verletzten. Einige Kinder wurden mit Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Alle Kinder sollten zu jeder Zeit vor Gewalt geschützt und aus der Gefahrenzone ferngehalten werden. Das Recht der Familien auf Zugang zu allen religiösen Stätten sollte gewahrt und den Verletzten ohne Einschränkungen geholfen werden.“
Der offizielle Sprecher von UN-Chef Guterres, Stéphane Dujarric, sagte in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung, dass die israelischen Behörden maximale Zurückhaltung üben und das Recht auf friedliche Versammlungsfreiheit respektieren müssen. Das UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) forderte Israel am Freitag auf, alle Zwangsräumungen, auch im Ost-Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah, sofort einzustellen und bei der Anwendung von Gewalt größtmögliche Zurückhaltung zu üben, um die Sicherheit dort zu gewährleisten.

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Türkei
„Trotz Doppelmoral“: Erdogan bekräftigt entschlossene Haltung auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

Ankara – Auch in diesem Jahr hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zum Europatag eine Botschaft veröffentlicht. Die Türkei werde „trotz der Doppelmoral und der Hindernisse“ ihre entschlossene Haltung und ihre Bemühungen auf dem Weg zur Mitgliedschaft in der EU beibehalten, so der türkische Staatschef. Die Türkei, als ein Teil Europas in Bezug auf historische, geographische und menschliche Aspekte, sei bereit, ihren Teil zur Lösung der Probleme der Europäischen Union und zur Erhöhung der Effektivität der Union beizutragen. Eine Mitgliedschaft der Türkei werde den Weg für den Aufstieg eines Europas ebnen, das auf regionaler und globaler Ebene effektiver ist und nicht nur seinen Bürgern, sondern auch den Menschen in seiner Nachbarschaft und der ganzen Welt Hoffnung gibt, so Erdoğan weiter. Die Europäische Union habe ihre Versprechen bezüglich der Vollmitgliedschaft jedoch nicht gehalten und den Beitrittsprozess der Türkei immer wieder behindert. „Mit diesen Gedanken wünsche ich mir, dass der ‚Europatag‘ der Union hilft, sich von ihrer strategischen Blindheit zu befreien, und ich möchte dem 9. Mai, dem Europatag aller Europäer, vor allem meiner Bürger, gratulieren, so Erdoğan. Der 9. Mai 1950 gilt als Geburtsstunde Europas und wird in allen Mitgliedstaaten als Europatag begangen. An diesem Tag schlug der damalige französische Außenminister Robert Schuman vor, die Kohle- und Stahlindustrie in Frankreich und Deutschland einer gemeinsamen obersten Behörde zu unterstellen. Dieser Plan wurde in die Tat umgesetzt. Er legte damit den Grundstein für die heutige Europäische Union. Die Türkei beantragte 1987 den Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (einem Vorläufer der EU) und wurde 1997 zum prospektiven Beitrittskandidaten. Die Beitrittsgespräche wurden 2005 aufgenommen. 2007 war es jedoch wegen der Haltung der Türkei in der Zypernfrage zu einem Stillstand in den Verhandlungen gekommen. Auch die deutsche und französische Regierung hatten sich gegen die volle EU-Mitgliedschaft der Türkei gestellt.

Nach dem vereitelten Putschversuch im Juli 2016 hatten die Spannungen zwischen einigen EU-Staaten und der Türkei zugenommen. Deutsche Politiker hatten daraufhin öffentlich die Einstellung, das EU-Parlament in einer nicht bindenden Resolution ein Einfrieren der Beitrittsverhandlungen, gefordert.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben am Samstag eine Videokonferenz abgehalten, in der Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union und regionale Entwicklungen besprochen wurden.

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