Bildungspolitik
Grünen-Spitzenkandidatin Jarasch für Verbeamtung von Lehrern

Die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen für die Abgeordnetenhauswahl, Bettina Jarasch, ist offen für die Verbeamtung von Lehrern. „Wenn es wirklich keine bessere Lösung gibt, um genügend Personal für unsere Schulen zu gewinnen (…), dann bin ich bereit, auch über Verbeamtung zu sprechen“, sagte Jarasch der „Berliner Morgenpost“. Oberstes Ziel, gerade nach den Schulschließungen in der Corona-Pandemie, sei eine gute Lehrkräfte-Ausstattung. Berlin habe einen „Wettbewerbsnachteil im Werben um Personal“, so die Grünen-Spitzenkandidatin. „Wir kommen nicht daran vorbei, dass Berlin inzwischen Last Man Standing ist, also das letzte übrige Bundesland, das tatsächlich noch an der Nicht-Verbeamtung festhält“, erklärte Jarasch. Bislang hatten die Berliner Grünen eine Verbeamtung von Lehrkräften strikt abgelehnt. Sie setzten dagegen auf „multiprofessionelle Teams“. Auch Bettina Jarasch macht keinen Hehl daraus, dass ihr der Schritt hin zur Verbeamtung schwerfällt. „Eine Rückkehr zur Verbeamtung würde zu neuen Ungleichheiten im Lehrerzimmer führen, da gesetzlich nicht alle verbeamtet werden können“, sagte die Grünen-Politikerin. Sie rechnet in der Stadt mit rund 7000 angestellten Lehrkräften, die aufgrund ihres Alters oder chronischer Krankheiten nicht verbeamtet werden können. „Für diese Gerechtigkeitslücke gibt es bis jetzt keine gute Lösung“, sagte sie. Man müsse über Wege nachdenken, „wie wir diese Gerechtigkeitslücke zumindest lindern helfen“. Am Beginn der Woche hatte sich die Grünen-Politikerin, die nach der Wahl neue Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden will, mit Vertretern der Schulleiterverbände getroffen. Diese hätten ihr sehr deutlich vor Augen geführt, wie dramatisch die Situation an den Schulen sei. Eine Personalplanung sei für die Leitungen kaum noch möglich – auch, weil die Kündigungsfristen für angestellte Lehrkräfte sehr kurz seien. „Das heißt, dass Personal, mit dem sie zu Beginn der Ferien noch fest gerechnet haben, am Ende der Sommerferien plötzlich in Brandenburg oder ganz woanders anfängt, wo die Verbeamtung winkt“, berichtete Jarasch von den Gesprächen mit den Schulleitern. Die Verbeamtung von Lehrkräften wurde in Berlin im Jahr 2004 abgeschafft. Bildungssenatorin Scheeres hat aber, nachdem sie sich lange gegen eine Wiedereinführung der Lehrerverbeamtung gesträubt hatte, seit 2019 den Standpunkt gewechselt, fordert inzwischen auch die Verbeamtung von Lehrkräften. Abgelehnt wird diese weiterhin von den Linken. Bei der Opposition fordern die CDU und die AfD den Beamtenstatus für Lehrkräfte, die FDP ist dagegen. Das vollständige Interview der „Berliner Morgenpost“ im Wortlaut: Frau Jarasch, wie ist die Lage an den Berliner Schulen? Bettina Jarasch: Wir starten in diesem Schuljahr in einer besonderen Situation, weil die Kinder fast zwei Schuljahre hinter sich haben, die durch Corona nicht regulär waren. Bei einem ganzen Teil der Kinder und Jugendlichen hat sich herausgestellt, sie können eben nicht mit Distanzunterricht und Remote Learning zurechtkommen, sondern sie brauchen für gutes Lernen eine Bezugsperson. Dafür brauchen wir eine gute Lehrkräfte-Ausstattung. Insbesondere an den Grundschulen haben wir inzwischen bis zu 80 Prozent Lehrkräfte ohne volle Lehramtsbefähigung – also Quer- oder Seiteneinsteiger*innen. Da müssen aus der Mangelsituation heraus Leute, die noch nie vor einer Klasse gestanden haben, gleich als Klassenleitung die volle Verantwortung übernehmen. Das ist leider inzwischen fast ein Regelfall, haben mir die Vertreter*innen der Berliner Schulleiterverbände in einem Gespräch Anfang dieser Woche berichtet. Haben die Schulleiter gesagt, worin eine Lösung bestehen könnte? Sie alle haben sehr deutlich gesagt, dass es an der Verbeamtung liegt und sie keine andere Möglichkeit mehr sehen. Die Kündigungsfristen bei angestellten Lehrkräften sind sehr kurz. Das heißt, dass Personal, mit dem sie zu Beginn der Ferien noch fest gerechnet haben, am Ende der Sommerferien plötzlich in Brandenburg oder ganz woanders anfängt, wo die Verbeamtung winkt. Heißt das, Sie würden als Grünen-Spitzenkandidatin die Verbeamtung der Lehrkräfte mittragen? Das wäre neu. Eine Rückkehr zur Verbeamtung würde zu neuen Ungleichheiten im Lehrerzimmer führen, da gesetzlich nicht alle verbeamtet werden können. Deshalb würde ich mir sehr wünschen, ohne Verbeamtung auszukommen. Aber das oberste Ziel muss sein, eben gerade nach Corona, dass wir eine gute Lehrkräfte-Ausstattung hinbekommen. Das haben die Kinder verdient, jetzt mehr denn je. Das haben auch die Lehrkräfte verdient. Denn Entlastung für sie gibt es nur mit mehr Personal. Wenn es wirklich keine bessere Lösung gibt, um genügend Personal für unsere Schulen zu gewinnen – und wir haben in den letzten Jahren als rot-rot-grüne Koalition ja schon viel versucht, wie beispielsweise das bessere Einstiegsgehalt für Grundschullehrer*innen -, dann bin ich bereit, auch über Verbeamtung zu sprechen. Man hat den Eindruck im Gespräch, dieser Schritt fällt Ihnen nicht leicht. Gerade die Grünen wollten immer eine Ungleichheit im Lehrerzimmer verhindern… Ja! Wir kommen aber nicht daran vorbei, dass Berlin inzwischen Last Man Standing ist, also das letzte übrige Bundesland, das tatsächlich noch an der Nicht-Verbeamtung festhält. Das bringt uns in eine ganz schwierige Situation, denn der Lehrkräftemangel ist ein bundesweiter, und wir haben einen Wettbewerbsnachteil im Werben um Personal. Aber richtig ist auch: Die Gerechtigkeitslücke, die durch die Verbeamtung entstehen wird, treibt uns um. Was meinen Sie damit? Wir haben in Berlin gerade ein Gesetz verabschiedet, das die Altersgrenze für die Verbeamtung auf 45 Jahre festlegt. Das heißt, wir könnten einem großen Teil der Lehrkräfte eine Verbeamtung anbieten, aber ein Teil – es sind ungefähr 7000 Lehrkräfte – könnte nicht verbeamtet werden. Für diese Gerechtigkeitslücke gibt es bis jetzt keine gute Lösung. Die SPD hat vorgeschlagen, dass man dann eben einfach den angestellten Lehrkräften, die man nicht verbeamten kann, vier Wochenstunden Reduzierung gibt. Das geht aber rechtlich nicht. Wenn wir also ernsthaft über Verbeamtung sprechen, dann werden wir auch über weitere Vorschläge sprechen müssen, wie wir diese Gerechtigkeitslücke zumindest lindern helfen. Löst Verbeamtung alle Probleme? Nein. Wir müssen dringend dafür sorgen, dass es insgesamt wieder mehr Lehrkräfte gibt. Es gibt im Lehramtsstudium offensichtlich viele Abbrüche, viele Wechsel und Schwund. Wir haben mit den Hochschulen vereinbart, dass sie 2000 Lehramtsstudierende ausbilden. Davon beenden bislang gerade mal 700 ihr Studium, wie mir die GEW-Vertreter*innen berichtet haben. Da braucht es eine bessere Betreuung, helfen könnten auch Bleibeprämien für Referendare. Deshalb werde ich das Gespräch mit den Hochschulen suchen.

Türkei
Balikesir: Mindestens 15 Tote bei Busunglück

Balikesir – Bei einem Busunfall in der Westtürkei kamen am Samstag laut Angaben der Rettungskräfte mindestens 15 Menschen ums Leben. Mindestens 17 Menschen wurden bei dem Busunglück zum Teil schwer verletzt Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, geriet der Bus auf der Balıkesir-Autobahn bei Edremit außer Kontrolle und überschlug sich. Die verletzten Fahrgäste wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. 11 Menschen starben dem Bericht zufolge noch am Unfallort. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Unfallursache sei im Gange. Bei einer ersten Untersuchung an der Unfallstelle wurde festgestellt, dass der Passagierbus mit einer Geschwindigkeit von 95 Stundenkilometern in die Kurve fuhr und auf der Straße eine Bremsspur von etwa 40 Metern hinterließ. In der Zwischenzeit untersuchten der Gouverneur von Balıkesir, Hasan Şıldak, und örtliche Verwaltungsbeamte den Unfallort und besuchten die Verletzten in den Krankenhäusern.
(Screenshot/Twitter)

Corona-Pandemie
Saudi-Arabien will Grenzen für geimpfte Umrah-Pilger wieder öffnen

Riad – Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, dürfen geimpfte Muslime aus dem Ausland wieder an der Pilgerfahrt Umrah in die heilige Stadt Mekka teilnehmen, sofern sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Fast 18 Monate nach der Schließung der Grenzen zur Bekämpfung des Coronavirus wird Saudi-Arabien ab Montag „nach und nach Umrah-Anträge aus verschiedenen Ländern entgegennehmen“, berichtete die Saudi Press Agency (SPA). Die Genehmigungen werden zunächst 60.000 Umrah-Pilgern pro Monat erteilt, doch soll diese Zahl schrittweise auf zwei Millionen pro Monat erhöht werden, heißt es in dem Bericht. Pilger aus Übersee müssen demnach ihrem Umrah-Antrag autorisierte COVID-19-Impfbescheinigungen beifügen. Geimpfte Pilger aus Ländern, die auf der saudi-arabischen Einreiseverbotsliste stehen, werden bei ihrer Ankunft einer institutionellen Quarantäne unterzogen, so der Bericht weiter. Die Umrah ist eine freiwillige Pilgerreise nach Mekka, die Muslime zu jeder Zeit des Jahres unternehmen können, im Gegensatz zur jährlichen Hadsch, die Gläubigen, die über die nötigen Mittel verfügen, mindestens einmal in ihrem Leben durchführen müssen. Die Umrah wurde im Februar 2020 wegen der Befürchtung eines Ausbruchs des Coronavirus ausgesetzt.

Corona-Pandemie
Türkei: Kinder-Impfprogram womöglich noch vor Schulbeginn

Ankara – Um vor dem Schulanfang im September mit der Impfung von Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren zu beginnen, erwägen die Behörden in der Türkei eine Ausweitung des aktuellen COVID-Impfprogramms, so Professorin Sema Turan vom Wissenschaftsrat. „Nach den Plänen, die derzeit erörtert werden, könnte das Impfalter zunächst gesenkt werden, um die 12-Jährigen, die ebenfalls gefährdet sind, zu erfassen. Später sollen dann auch Kinder im Alter von 15 Jahren geimpft werden. Wir wollen die Schulen wie geplant am 6. September wieder öffnen, und unsere Priorität besteht darin, die notwendige Unterstützung zu leisten, um die Wiederaufnahme des Unterrichts zu ermöglichen“, zitiert die Tageszeitung Hürriyet Daily News Turan. Die Frage sei im Wissenschaftsrat des Gesundheitsministeriums erörtert worden, und eine entsprechende Entscheidung soll bald getroffen werden, fügte sie hinzu. Seit dem Start des Impfprogramms Mitte Januar hat die Türkei mehr als 76 Millionen Dosen des Coronavirus-Impfstoffs verabreicht. Etwa 29 Millionen Menschen wurden bisher vollständig geimpft, während fast 42 Millionen Menschen ihre erste Dosis der Impfung erhalten haben. Laut dem Chefarzt des Pendik-Ausbildungs- und Forschungskrankenhauses der Marmara-Universität und ehemaligen Vorsitzenden der türkischen Gesellschaft für Intensivpflege, habe sich die Impfung bei der Verhinderung schwerer Fälle bisher als sehr wirksam erwiesen. „Die Zahl der täglichen COVID-19-Fälle liegt momentan bei etwa 25.000. Angesichts dieser Zahlen müssten sich derzeit eigentlich mehr Patienten auf der Intensivstation befinden“, sagte Cinel und fügte hinzu, dass sich aktuell zwischen 600 und 700 Patienten auf der Intensivstation befänden. Während des zweiten Welle, als die Zahl der Fälle auf über 33.000 anstieg, habe die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen bei etwa 6.000 gelegen. Cinel betonte, 95 Prozent der Patienten, die derzeit auf den Intensivstationen behandelt werden, seien nicht geimpft.

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Gleichwie auch Weltkrisen der Vergangenheit – wie etwa die Spanische Grippe Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit fast 50 Millionen Toten – hat auch die Corona-Pandemie die skurrilsten Fantastereien und Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht.

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Waldbrand-Katastrophe
Waldbrände: Türkei und Griechenland wollen sich gegenseitig helfen

Ankara – Angesichts der verheerenden Waldbrände in Griechenland hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu seinem griechischen Amtskollegen am Freitag eine Beileidsbekundung übermittelt. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf eine Erklärung des griechischen Außenministeriums weiter berichtet, bedankte sich Nikos Dendias seinerseits bei Cavusoglu für seine Solidarität und die beiden Top-Diplomaten erklärten sich bereit, einander zu helfen. Ein Ende der Waldbrand-Katastrophe am Mittelmeer ist nicht in Sicht. Besonders dramatisch ist die Lage weiterhin in Griechenland. In den vergangenen 24 Stunden wurden Medienberichten zufolge mehr als 400 Waldbrände gezählt. „Es ist eine biblische Katastrophe“, so Vizebürgermeisterin des Ortes Ost Mani, Eleni Drakoulakou. Das Feuer erreichte am Samstag auch einen Vorort von Athen. Über Nacht drückten starke Winde das Feuer in die Stadt Thrakomakedones, wo hunderte Häuser niederbrannten. Wie der staatliche Sender ERT am Samstag unter Berufung auf das Nationale Observatorium Athen berichtete, verbrannten nach ersten Schätzungen bisher mindestens 60.000 Hektar Fläche.Die Feuerwehr hat nicht nur mit dem Feuer, sondern auch mit extrem hohen Temperaturen und dem Wind zu kämpfen, der die Flammen immer wieder anfachte. Auch die Türkei kämpft seit Ende letzten Monats mit heftigen Waldbränden, die große Teile der Waldgebiete im Westen und Süden des Landes verwüstet haben. Das Land hat bisher 196 der 208 Waldbrände eingedämmt, während die Flammen nach Angaben der Behörden acht Todesopfer gefordert haben. Am Samstag kämpften mehr als 5.000 Einsatzkräfte gegen die Flammen an.  

Olympische Spiele
Tokio: Gold für türkische Boxerin Busenaz Sürmeneli

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Tokio – Nach einem spannenden Finale in der Kokugikan Arena sicherte sich die türkische Boxsportlerin Busenaz Sürmeneli am 15. Tag der Olympischen Spiele in Tokio die Goldmedaille. In der Gewichtsklasse bis 69 Kilo (Weltergewicht) bezwang sie ihre chinesische Gegnerin Hong Gu 3:0 und wurde somit die erste türkische Boxerin, die eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewann. Die für ihren aggressiven Stil bekannte Weltmeisterin von 2019 konnte im Eröffnungskampf gegen die schwer zu fassende chinesische Boxerin nur in den letzten 30 Sekunden einige Schläge landen, aber nicht genug, um die erste Runde zu gewinnen. In der zweiten Runde begann Sürmeneli, Gu mit ihrem nach vorne gerichteten Stil näher zu kommen und effektivere Schläge zu landen. Nachdem Gu ein Punkt abgezogen worden war, nahm die türkische Boxerin die Zügel in die Hand und konnte die zweite Runde für sich entscheiden. In der letzten Runde gingen Sürmeneli und Gu aggressiv aufeinander los, aber beide Boxerinnen konnten zuerst keine klaren und sauberen Schläge landen. In ihrer Verzweiflung versuchte die Chinesin durch rechte und linke Schwinger ihre türkische Gegnerin K.O. zu schlagern. Dies eröffnete Sürmeneli jedoch Chancen für mehrere Treffer und somit ein Sieg durch Punkte.    

Irak
Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion entschärfen weitere PKK-Bombe

Erbil – Den Streitkräften der kurdischen Autonomieregion gelang am Donnerstag erneut die Entschärfung einer von der Terrororganisation PKK platzierten Bombe. Der 65-Kilo-Sprengsatz sei in der Nähe eines Peschmerga-Außenpostens an einer Landstraße in der Provinz Duhok entdeckt worden. „Sicherheitskräfte der Peshmerga vereitelten den Versuch, eine von der PKK auf der Hauptstraße zwischen den Bezirken Amedi und Drealuk im Gebiet zwischen dem Kawani-Komplex und dem Dorf Sargali gelegte Menge TNT zur Explosion zu bringen“, so eine namentlich nicht genannte Quelle gegenüber Kurdistan24.

Die Spannungen zwischen den kurdischen Streitkräften und der PKK sind in den letzten Monaten wieder eskaliert. Die PKK beschuldigt die Peschmerga und die Regierung der kurdischen Autonomieregion des Irak, mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Im Dezember wurden bei Zusammenstößen zwischen den beiden Seiten im Bezirk Amedi in Duhok ein Peschmerga getötet und drei PKK-Kämpfer schwer verletzt, von denen einer später verstarb. Zwei Peschmerga starben zudem im November bei weiteren Zusammenstößen im selben Gebiet.

Die Regierung der kurdischen Autonomieregion hat die PKK wiederholt aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

„Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw Präsident Nechirvan Barzani im Dezember 2019. Barzani sagte zudem, dass die Terrororganisation PKK auch für die Kurden eine Sicherheitsbedrohung darstelle.

„Wir haben versucht zu kommunizieren, dass sie [die PKK] für unsere Geschwister in Nordsyrien eine Gefahr sind“, so Barzani. „Mein einziger Wunsch ist es, dass sich die Kurden von der PKK distanzieren. Die PKK hat versucht, sich über die syrischen Kurden zu legitimieren.

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Auto-News
Elektromobilität: Sechs Tipps auf dem Weg zur passenden Wallbox

Die private Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Punkt beim Ausbau der Elektromobilität. Denn: die meisten Ladevorgänge werden zu Hause durchgeführt. Was gilt es auf dem Weg zur eigenen Stromtankstelle zu beachten? ADAC SE und E.ON haben grundlegende Tipps zusammengestellt. 1. Sich über verschiedene Fördermöglichkeiten informieren Die bundesweite KfW-Förderung läuft nun weiter. Der Bund stockt bei der Förderung privater Ladestationen um 300 Millionen Euro auf. Anträge sind wieder möglich. Es gibt außerdem regionale und kommunale Förderprogramme. Förderdatenbanken, wie die von E.ON, helfen bei der Orientierung und zeigen auch, welche Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung erfüllt werden müssen. Ein bisschen recherchieren lohnt sich also. 2. Die richtige Wallbox auswählen Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Modellen am Markt, die zu allen modernen Elektro-Autos mit dem standardisierten Typ-2-Stecker passen. Die Wallboxen unterscheiden sich aber im Funktionsumfang. So gibt es zum Beispiel vernetzte Boxen, bei denen der Ladevorgang bequem über eine Smartphone-App gesteuert und eingesehen werden kann. Wenn Ihre Wallbox öffentlich zugänglich ist, etwa in einer Tiefgarage oder am Carport, ist darauf zu achten, sie vor unbefugter Nutzung zu schützen. Das ist entweder mit einem klassischen Schlüssel, einer App-Freischaltung oder per RFID-Karte möglich. Bei der Außenmontage sollte man auch daran denken, dass die Box wettergeschützt sein muss. Viele Boxen gibt es außerdem in Ausführungen mit oder ohne bereits fest angeschlossenem Ladekabel. Während die Versionen ohne Kabel in der Regel günstiger sind, bieten solche mit Ladekabel mehr Komfort: Das Ladekabel muss nicht jedes Mal erst aus dem Auto geholt werden, sondern wartet schon an der Wallbox auf seinen Einsatz. 3. An den Fehlerstrom-Schutzschalter denken Wichtig ist auch der so genannte Fehlerstrom-Schutzschalter, kurz auch FI-Schalter, der bei Überlastung den Stromkreis sofort unterbricht: Nur wenige Wallboxen verfügen über einen integrierten FI-Schalter. Achten Sie bei der Wahl der Wallbox darauf, ob Sie für die Installation einen vorgelagerten und günstigeren FI Typ A oder einen FI Typ B benötigen – Infos gibt’s dazu im Datenblatt des jeweiligen Produkts. 4. Autostrom mit passender Ladeleistung Bei der Ladeleistung gibt es Unterschiede: Standard sind heute 11 kW Ladeleistung, das ist ausreichend, um Ihr E-Auto bequem über Nacht vollzuladen. Das Nachladen für eine Strecke von 300 km dauert bei einer 11 kW-Wallbox etwa sechs Stunden. Neben der 11 kW-Option gibt es aber auch leistungsstärkere Modelle mit 22 kW, die die Akkus entsprechend schneller füllen können. Wichtig: Wallboxen mit bis zu 11 kW Ladeleistung müssen beim jeweiligen Verteilnetzbetreiber angemeldet werden. Für Wallboxen mit einer höheren Ladeleistung benötigt man dagegen eine Genehmigung vom Verteilnetzbetreiber. Beides muss man unbedingt vor der Installation erledigen. Außerdem ist vorab zu klären, ob das E-Auto höhere Ladeleistungen überhaupt nutzen kann. Der Strom muss also zum Auto passen, nur das ergibt den richtigen Autostrom. 5. Platzierung der Wallbox planen und Kosten kalkulieren Weiterer Tipp: Gut überlegen, wo die Wallbox montiert werden soll und beachten, wo sich der Ladeanschluss des E-Autos befindet. Eine gute Planung vermeidet spätere Stolperfallen durch im Weg liegende Kabel und hilft bei der Kostenkalkulation. Ein Angebot für die Wallbox-Installation bekommt der Verbraucher vom Elektriker direkt oder online, zum Beispiel beim ADAC: Beim Online-Installationscheck von E.ON und ADAC beantworten Interessierte kurze Fragen zur individuellen Wohn- sowie Parksituation und erhalten sofort online ihr passendes Angebot, das gleich mit beauftragt werden kann. Mehr als ein Metermaß und ein paar Minuten Zeit sind für den Online-Check nicht notwendig. 6. Stromtarif wählen Besonders klimafreundlich sind E-Autos unterwegs, wenn sie rein mit Ökostrom geladen werden. Und nicht vergessen: Der Bezug von grünem Strom für die Wallbox ist oft Voraussetzung für eine Förderung – und er ist gut fürs Klima. Wichtig: Es gibt auch smarte Tarife, mit denen Elektroautofahrer ihren Stromer abends und nachts günstiger mit Ökostrom aufladen können.

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Die türkische Automobile Joint Venture Group (TOGG), die das erste Elektrofahrzeug des Landes produziert, erhielt für ihr C-SUV-Modell einen der weltweit renommiertesten Designpreise, den iF Design Award.

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Reisen
Corona statt Urlaub: Wann gute Reiserücktrittsversicherungen einspringen

Während der Corona-Pandemie ist die Urlaubsplanung unsicherer als sonst. Wer plötzlich und schwer erkrankt – etwa an Covid-19 – kann seine Reise nicht wie geplant antreten. Um nicht auf Tausenden Euro sitzen zu bleiben, kann es sich für Reisende lohnen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Diese übernimmt die Kosten, wenn die Reise aus triftigen Gründen nicht stattfinden kann. Aber nicht alle Versicherer tragen die Stornokosten, wenn die Reise wegen Corona ins Wasser fällt. Der Geldratgeber Finanztip hat die Konditionen von Reiseversicherungen unter die Lupe genommen und empfiehlt zuverlässige Tarife. Steigende Inzidenzen, viele Virusvarianten: Im plötzlichen Krankheitsfall muss auch eine sehr teure Reise kurzfristig storniert oder abgebrochen werden. Wer in einem solchen Fall hohe Kosten vermeiden will, kann eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. „Die Reiserücktrittsversicherung zahlt, wenn Sie Ihre Reise aus schwerwiegendem und unerwartetem Grund absagen müssen“, erklärt Finanztip-Reiseexperte Max Mergenbaum. „Das kann eine plötzlich auftretende Krankheit sein, aber auch ein Unfall oder der Tod eines Angehörigen.“ Grundsätzlich lohnt sich die Reiserücktrittsversicherung am ehesten bei lange geplanten, besonders teuren Reisen. Ebenfalls sinnvoll ist sie für Personen, die ein höheres Stornorisiko haben, zum Beispiel Familien mit kleinen Kindern oder Senioren. Wer eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, sollte unbedingt einen Tarif wählen, bei dem Zahlungen bei einem Reiseabbruch mitenthalten sind. „Dann leistet die Versicherung auch, wenn Sie Ihre Reise vor Ort abbrechen müssen“, so Mergenbaum. Nicht jede Versicherung zahlt während einer Pandemie Aber Achtung: Einige Reiseversicherungen enthalten eine einschränkende Klausel, die Leistungen im Fall einer Pandemie ausschließt. Von solchen Verträgen sollten Verbraucher die Finger lassen. „Wir empfehlen bei Finanztip nur solche Tarife, die keine Pandemie-Klausel haben“, sagt Mergenbaum. Mittlerweile leisten gute Reiserücktrittsversicherungen auch, wenn jemand als Kontaktperson in persönliche Quarantäne muss. Die Angst, am Virus zu erkranken, reicht allerdings bei keiner Versicherung aus, um bei einer Stornierung das Geld zurückzubekommen. Gleiches gilt für regionale und überregionale Quarantänemaßnahmen im Heimatland oder am Reiseort. „Hierbei handelt es sich um höhere Gewalt, die vom Versicherungsschutz ausdrücklich ausgenommen ist“, erklärt Mergenbaum. Travelsecure und Allianz versichern Corona-Reiserücktritt Im letzten Finanztip-Vergleich schnitten die Reiserücktritts-Tarife der Travelsecure und der Allianz Travel am besten ab. Beide Tarife leisten auch, wenn Versicherte schwer an Covid-19 erkranken. Wer sich auch für den Fall versichern will, dass er die Reise wegen persönlicher Quarantänemaßnahmen nicht antreten kann, kommt als Neukunde bei der Allianz Travel günstiger weg. Seit Dezember 2020 ist die persönliche Quarantäne im Tarif der Allianz standardmäßig mitversichert. Um dasselbe Schutzniveau bei der Travelsecure zu erreichen, müssen Kunden zusätzlich zur Reiserücktrittsversicherung für jede einzelne Reise einen Corona-Schutzbrief dazubuchen. Den gibt es in zwei Ausführungen: In der Basisvariante ist der Reiserücktritt wegen Quarantäne vor Beginn der Reise versichert, in der Premiumvariante ist auch der Reiseabbruch enthalten. „Die Zusatzversicherung macht den Tarif noch einmal um einiges teurer“, sagt Mergenbaum. „Zur eigentlichen Reiserücktrittversicherung zahlen Singles für den Premium-Schutzbrief nochmal rund 23 Euro pro Reise obendrauf, für Familien sind es 108 Euro zusätzlich.

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Madonnas Ex-Ehemann, renommierter britischer Regisseur und Filmproduzent Guy Ritchie (Snatch, Sherlock Holmes), schwärmt in einem Video über die Türkei.

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Griechenland
Ozan Ahmetoğlu: Schließung türkischer Minderheitsschulen verstößt gegen geltendes Recht

İskeçe (Xanthi) – Die Entscheidung des griechischen Bildungsministeriums und der Bildungsdirektion für Ost-Mazedonien/Thrakien 12 Grundschulen der türkischen Minderheit wegen vermeintlich „sinkender Schülerzahlen“ zu schließen, hat zu deutlicher Kritik von politischen Parteien und zivilgesellschaftlicher Institutionen geführt. Der Vorsitzende der Türkischen Union von İskeçe (Xanthi), Ozan Ahmetoğlu, zeigte sich in einem Interview mit dem Fernsehsender „CNN-Türk“ empört über den Beschluss und bezeichnete es als „Verstoß gegen geltendes Recht“. Die Bildung an den Schulen der türkischen Minderheit in Westthrakien habe rechtlich betrachtet einen Sonderstatus und daher gelte das Argument „sinkender Schülerzahlen“ des Bildungsministeriums nicht, da der rechtliche Status dieser Schulen sich auf ein internationales Abkommen stütze. Anfragen der türkischen Minderheit werden durch griechische Regierungen abgewiesen Noch vor 11-12 Jahren habe es in Westthrakien noch etwa 200 Schulen der türkischen Minderheit gegeben, die sich bis heute um die Hälfte reduziert habe. Letztes Jahr habe die Zahl noch bei 115 Schulen gelegen und heute seien es nur noch 103 und wenn die Behörden weiter an diesen Maßnahmen festhielten, werde die Anzahl der Minderheitsschulen unter 100 fallen. Das Hauptaugenmerk der türkischen Minderheit richte sich nicht nur auf die geschlossenen Schulen, sondern auch auf die Gründung von Kindergärten, der Fortbildung und Entwicklung von Lehrern an den Grundschulen der Minderheit. Es gibt unterschiedliche Anfragen. Leider hätten griechische Regierungen keines der Forderungen, Anfragen oder Erwartungen zur Situation der Grundschulen hinsichtlich der Erziehung der türkischen Minderheit akzeptiert. „Wenn ich hier ein Beispiel aus İskeçe nennen darf. Im Regierungsbezirk İskeçe gibt es nur eine Minderheitenschule für den mittleren Bildungsabschluss und das Gymnasium. Der Unterrichtsbetrieb an dieser Minderheitenschule erfolgt in einem alten Tabakwarenlager, das in osmanischer Zeit errichtet und aus Holz erbaut wurde. 750 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit diese Schule. Seit Jahren fordern die Türken in Westthrakien und İskeçe ein neues Schulgebäude. Selbst diese Forderung wird nicht umgesetzt und zurückgewiesen. Das erwähnte Beispiel verdeutlicht sinnbildlich die Sichtweise griechischer Regierungen zum Thema Bildung der türkischen Minderheit in Westthrakien“, so Ahmetoğlu. Minderheitenschulen sind einer Rufmordkampagne ausgesetzt Bei den Türken in Westthrakien herrsche die Meinung vor, dass die dortigen türkischen Grundschulen und Schulen durch eine Rufmordkampagne beschädigt und mit der Zeit ihre Existenz verlieren würden. Kemal Bölge/Xanthi

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Mit zahlreichen Politikern aus Deutschland und Österreich gehört er zu den schärfsten Kritikern der Türkei bezüglich der Presse- sowie Meinungsfreiheit. Er verurteilt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan etwa immer wieder für dessen Vorgehensweise mit Vertretern der Medien.

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