Flüchtlingskrise
Türkei: Erdogan kündigt Rückkehr von 1 Million Syrern an

Ankara – In einem 100.000 Häuser umfassenden Großprojekt der Türkei für syrische Flüchtlinge im Norden Syriens wurden 57.306 fertiggestellt und am heutigen Dienstag in einer feierlichen Zeremonie übergeben. In einer Videobotschaft erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, dass das Projekt die freiwillige Rückkehr von einer Million syrischen Flüchtlingen ermöglichen werde. Die von der Türkei angesichts der sich verschärfenden humanitären Tragödie in Syrien eingeleiteten grenzüberschreitenden Operationen hätten bisher die Rückkehr von 500.000 Syrer in die neu geschaffenen Sicherheitszonen ermöglicht „Etwa 500.000 Syrer sind seit Anfang 2016 in sichere Gebiete zurückgekehrt. Jetzt bereiten wir ein neues Projekt vor, das die freiwillige Rückkehr von einer Million unserer syrischen Brüder ermöglichen wird“, so der türkische Staatschef. Die Häuser wurden laut Erdogan als vollständiger Lebensraum mit Moschee, Schule, sozialer Einrichtung und Spielplatz konzipiert. „Indem wir die Zahl der Häuser auf 100.000 erhöhen, werden wir die Bedingungen von 100.000 Familien, wenn auch nur ein wenig verbessern, “ so Erdogan weiter. „Die gesamte autarke wirtschaftliche Infrastruktur vom Wohnen über Schule und Krankenhaus, von der Landwirtschaft bis zur Industrie wird in das Projekt einbezogen“, betonte der türkische Staatschef. „Wir haben nicht nur unsere Türen geöffnet, um den Unterdrückten die Möglichkeit zu geben, ihr Leben und ihre Würde zu retten, sondern wir setzen auch alles daran, dass sie in ihre Heimat zurückkehren können“, sagte er. „Wir unterstützen die laufende Migrationsstrategie mit Projekten zur Förderung der freiwilligen Rückkehr“, sagte er und fügte hinzu: „Der Bau von Häusern war einer dieser Schritte.“ Das Projekt werde mit der Unterstützung nationaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen durchgeführt.
„Das Projekt, das wir gemeinsam mit den lokalen Behörden in 13 verschiedenen Regionen, darunter Azez, Jarablus, El bab, Tel Abyad und Ras al-Ayn, durchführen werden, ist sehr umfangreich.“
Die Zahl der in der Türkei lebenden Syrer liegt derzeit bei rund vier Millionen, und nach Angaben des Innenministeriums haben zwischen 2011 und 2021 fast 175.000 Syrer die türkische Staatsbürgerschaft erhalten. Seit Anfang 2011 herrscht in Syrien ein grausamer Bürgerkrieg. Seitdem wurden Hunderttausende von Menschen getötet und mehr als 10 Millionen vertrieben, so die Zahlen der UN.

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Einer neuen Studie zufolge sind die meisten Syrer, die seit dem Bürgerkrieg in ihrem Land in die benachbarte Türkei geflohen sind, glücklich und wollen nicht in ihre Heimat zurückkehren.

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Wirtschaft
Türkei: Exporte erreichen neuen Tagesrekord

Ankara – Das tägliche Exportvolumen der Türkei ist laut Handelsminister Mehmet Mus am Freitag auf einen neuen Rekord von fast 2 Mrd. USD gestiegen. Die Zahl von 1,956 Milliarden Dollar, die gestern erreicht wurde, „ist die höchste … an einem Tag in der Geschichte der Republik“, schrieb Mus am Samstag in einem Twitter-Post, berichtet Anadolu. Die Türkei lege die Messlatte für den Erfolg immer höher und befinde sich „jetzt auf einer anderen Spur bei den Exporten“, was zu höherer Produktion, Investitionen und Beschäftigung führe, fügte er hinzu. Jüngsten offiziellen Daten zufolge stiegen die Exporte und Importe der Türkei im ersten Quartal dieses Jahres um 20,6 Prozent bzw. 42 Prozent auf 60,2 Mrd. USD bzw. 86,6 Mrd. USD. Allein im März beliefen sich die Ausfuhren des Landes auf 22,7 Mrd. $, was einem jährlichen Anstieg von 19,8 Prozent entspricht, während die Einfuhren um 30,7 Prozent auf 30,88 Mrd. $ stiegen, wie aus den Zahlen des Türkischen Statistikamtes (TurkStat) hervorgeht. Hauptzielland der türkischen Exporte war im vergangenen Monat Deutschland mit einem Volumen von 1,9 Mrd. $, was einem Anstieg von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es folgten die USA mit einem Volumen von 1,56 Mrd. $ und einem Anstieg von 25,6 Prozent im Jahresvergleich, während die Ausfuhren nach Italien mit 1,27 Mrd. $ um 30,5 Prozent höher ausfielen als im März 2021.

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Gastkommentar
Yücel: „Zu viel Antisemitismus am 1. Mai“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Der 1. Mai, Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung oder auch als internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, verkommt immer mehr zu einem antijüdischen, antizionistischen Tag. Konflikte aus dem Ausland werden hereingetragen, antisemitische Ideologien befördert; so gesehen wieder einmal am 1. Mai in Berlin. Sogenannte Antifaschisten und Antisemiten marschierten auch am gestrigen 1. Mai durch die Alleen Berlins. Wehende Fahnen internationaler Terrororganisationen, Konterfeis von Führern oder Märtyrern dieser Terrororganisation, verbotene oder beobachtete Organisationen; alles war vertreten, um den sogenannten Tag der Arbeit zu feiern. Im Grunde war das aber nur die jährliche Generalmobilmachung der eigenen Sympathisanten durch Organisationen, die im In- wie Ausland Terrornetzwerke unterstützen und deren Ideologien wie auch deren Kampf hierher nach Deutschland tragen. Am 1. Mai wehen trotz der Abschreckungspolitik und Verbotspolitik der Bundesregierung weiterhin z.B. Konterfeis des völkisch-kurdischen Terrorfürsten Abdullah Öcalan, der im Jahre 1978 die völkisch-kurdische PKK gründete. Ebenfalls wehen auch in diesem Jahr in denselben Reihen wie der PKK-Anhänger und deren syrischen Schwesterorganisation YPG, Fahnen der vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachteten türkischen MLKP (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei) sowie deren Jugendorganisation KPÖ, oder die der TKP-ML (Kommunistische Partei der Türkei – Marxistisch-Leninistisch). Ihre starke Zuneigung zueinander sowie die gemeinsamen Märsche resultieren aus den kämpferischen Aufrufen zum gemeinsamen bewaffneten Kampf gegen die Türkei, die vor allem im sogenannten Kampf um Kobanê feierlich erneuert wurde. Es liefen also auch an diesem 1. Mai in Berlin wieder zu viel Antisemitismus von der antizionistischen Art frei herum. Erstaunlich, dass das in Deutschland kaum wahrgenommen wird bzw. die Kenntnis über diese Organisationen generell gegen null tendiert. Schließlich hat nicht nur Abdullah Öcalan behauptet, das jüdische Kapital versuche seit mehr als einem Jahrhundert, die Türkei unter ihre Kontrolle zu bekommen und dass die Juden ein Grundübel für viele Konflikte im Nahen Osten seien. (Quelle 1,Quelle 2)
(Screenshot/Wikipedia)

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

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Ukraine-Konflikt
Soziologe Welzer warnt: Weltkrieg ist eine echte Gefahr

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Berlin – Der Soziologe Harald Welzer, Erstunterzeichner eines offenen Briefs von Prominenten aus Kultur und Wissenschaft an Kanzler Olaf Scholz, hat vor einer Eskalation der bewaffneten Auseinandersetzung in der Ukraine und der Gefahr eines Weltkriegs gewarnt. Derzeit befinde man sich in einer Logik der Steigerung von Gewalt. „Diese Logik führt möglicherweise dazu, dass der Krieg zu einem großen Krieg wird, sich also entgrenzt, oder sich im minderschweren Fall auf Dauer stellt und auf Jahre auf einen Zermürbungs- und Abnutzungskrieg hinausläuft“, erklärte Welzer im Fernsehsender phoenix. Notwendig sei es, jetzt eine Unterbrechung anzustreben und die Kriegsdynamik zu unterbrechen. „Wir brauchen ein Fenster, eine Unterbrechung der Gewalt-Eskalation, damit überhaupt eine Verhandlung stattfinden kann, in der ein Kompromiss erarbeitet werden kann“, so der Gewaltforscher weiter. Für die Sichtweise und den Selbstbehauptungswillen der angegriffenen Ukraine müsse man jedes Verständnis aufbringe. „Aber diese Perspektive ist nicht identisch mit der Perspektive einer internationalen Politik, die über Kriegsziele und eine Ordnung nach dem Krieg Rechenschaft ablegen muss, und die das größte Interesse daran haben muss, dass dieser Krieg nicht zu einem Weltkrieg eskaliert. Und diese Gefahr besteht objektiv“, war Welzer überzeugt. Da man keine gesicherte Prognose über den weiteren Verlauf des Krieges abgeben könne, tue man gut daran, die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht ausufern zu lassen. „Man muss versuchen zu verzögern oder einen Spalt in die Gewalt zu schlagen, damit man einen Raum hat, in dem andere Möglichkeiten des Handelns wieder zur Geltung kommen“, führte der Sozialpsychologe weiter aus.

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Eine ranghohe Diplomatin der Vereinigten Staaten hat die Rolle der Türkei in der Ukraine-Krise als „entscheidend“ bezeichnet und ihre Vermittlungsbemühungen zwischen Moskau und Kiew gewürdigt.

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rbb-Recherche
Kalbitz (AfD) droht Verfahren wegen Zweckentfremdung von Abgeordnetengeldern

Berlin (rbb) – Andreas Kalbitz, Brandenburger Abgeordneter und ehemaliger Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion, hat seit Januar 2022 keine Miete für sein Wahlkreisbüro bezahlt. Das bestätigte die Landtagsverwaltung der Redaktion rbb24 Recherche. Die Verwaltung prüfe deshalb derzeit rechtliche Schritte gegen Kalbitz, da er die Mittel für die Anmietung seines Wahlkreisbüros in Königs Wusterhausen „seit Januar 2022 mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu dem gesetzlich vorgesehenen Zweck eingesetzt“ habe. Die Landtagsverwaltung hat zudem weitere Erstattungszahlungen mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Die seit Januar geleisteten Zahlungen für die Mietkosten sollen mit „Ansprüchen des Abgeordneten Kalbitz gegenüber der Landtagsverwaltung verrechnet“ werden. Am 29. April 2022 hatte sich der Vermieter von Kalbitz‘ Wahlkreisbüro an die Landtagsverwaltung gewendet und mitgeteilt, dass der Abgeordnete seit Januar 2022 keine Miete mehr bezahlt hatte. Deshalb kündigte ihm der Vermieter und verlangt die Räumung des Büros bis zum 13. Mai 2022. Laut Abgeordnetengesetz haben die Parlamentarier einen Anspruch auf Erstattung der Kosten für die Anmietung eines Wahlkreisbüros. Die Mittel dafür werden aus Steuergeldern finanziert und sind zweckgebunden. Die Landtagsverwaltung teilte dem rbb weiter mit, dass sie sich derzeit „um genaue Aufklärung des Sachverhalts“ bemühe und „weitere Schritte auch rechtlicher Art prüfen“ werde. Ein möglicher rechtlicher Schritt könnte nach Aussage des Staats- und Verfassungsrechtlers Prof. Ulrich Battis auch eine Strafanzeige und ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sein. „Hier besteht der Verdacht der Untreue“, sagte Battis. Andreas Kalbitz äußerte sich gegenüber rbb24 Recherche nicht zu dem Vorgang. Ende April war im Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren, dass Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der AfD angestrengt hatte, bekannt geworden, dass er bei der AfD und beim Finanzamt Königs Wusterhausen Schulden haben soll. Nach Angabe von AfD-Anwalt Joachim Steinhöfel sei eine versuchte Kontopfändung erfolglos gewesen. Steinhöfel hatte eine sogenannte „Drittschuldnererklärung und Empfangsbekenntnis“ der Commerzbank vom 24. November 2021 vorgelegt.

Griechenland
Die Çelebi-Sultan-Mehmed-Moschee in Dimetoka

von Kemal Bölge

Im heiligen Monat des Ramadans anno 1668, weilte der polyglotte osmanische Reiseschriftsteller Evliya Çelebi in Dimetoka, dem heutigen Didymoteicho. Er betrachtete die Çelebi-Sultan-Mehmet-Moschee und sah ihre Holzkuppel sowie das hohe, reich verzierte Minarett. Geografisch betrachtet befindet sich Dimetoka etwa 30 km südlich der türkischen Stadt Edirne.

Bereits gegen Ende des 14. Jahrhunderts gab Sultan Bayezid I. den Startschuss zum Bau der Moschee, den sein Sohn Sultan Mehmed I., zwischen 1420 und 1421 durch den Architekten Hacı Ivaz Pascha bauen ließ, aber im fortgeschrittenen Stadium des Baus den Regenten im Mai 1421 der Tod ereilte und der Gebieter die Fertigstellung nicht mehr selbst erleben durfte.

Hacı Ivaz Pascha gilt auch als Architekt der berühmten Grünen Moschee (Yeşil Cami) sowie des Grünen Schreins (Yeşil Türbe) in Bursa. Insbesondere die Grüne Moschee gilt als Meisterwerk osmanischer Baukunst.

Eine Moschee mit einem Pyramidendach

Da Sultan Bayezid I. als Bauherr der Moschee gilt, wird das Gebäude auch als Bayezid-Moschee bezeichnet. Dimetoka diente für kurze Zeit als Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Das historische Gotteshaus befindet sich im Zentrum von Dimetoka, des Bezirks Evros-Meriç, der sich im äußersten Nordosten Griechenlands befindet.

Die Moschee erstreckt sich über einer Grundfläche von 1000 Quadratmetern und besteht aus einem quadratischen Gebetsbereich sowie einem 22 Meter hohen Minarett. Schon beim ersten Anblick fällt das Pyramidendach des muslimischen Gotteshauses ins Auge, weshalb sich viele Besucher gefragt haben dürften, warum die Moschee keine klassische Kuppel besitzt und auch keinen Portikus vorweist.

Vom Gebetshaus zum Getreidedepot

Diese berechtigte Frage führen manche Wissenschaftler und die Online-Enzyklopädie des Islam auf den Tod von Mehmet I. zurück. Das Ableben des Souveräns habe die ursprüngliche angedachte Fertigstellung über den Haufen geworfen und in der Eile hätten sich die Bauplaner für ein Pyramidendach entschieden.

Die Çelebi-Sultan-Mehmet-Moschee gehört zu den ersten und ältesten osmanischen Moscheen in Europa. 1957 soll die türkische Zeitung Cumhuriyet einen Artikel veröffentlicht haben, wonach der damalige Gouverneur von Dimetoka den Schlüssel der Moschee beschlagnahmt und die muslimische Gebetsstätte an die griechische Agrarbank vermietet habe, die es als Getreidedepot genutzt hätte.

Nach Beginn der Restaurierungsarbeiten zerstörte ein Großbrand die Moschee

Wie zahlreichen anderen Moscheen in Griechenland droht leider auch dieser muslimischen Gebetsstätte das gleiche Schicksal. Im Herbst 1992 zerstörte ein Sturm einen Teil des Minaretts, aber auch die Fenster der Moschee gingen dabei zu Bruch.

Im Jahr 2008 hatten unbekannte Täter politisch motivierte Schmierereien am Gebäude angebracht und zur Zerstörung der Moschee aufgerufen. Die griechischen Behörden hatten die Restaurierung der alten Moschee genehmigt und mit den Sanierungsarbeiten wurde bereits begonnen. Am 22. März 2017 gegen 00:30 Uhr ereignete sich in der Nacht ein Großbrand, bei dem die historisch wertvolle hölzerne Innenkuppel völlig zerstört wurde.

Abschlussbericht der Feuerwehr: Brandursache ist Fahrlässigkeit des Restaurierungsteams

Zur Brandursache gibt es unterschiedliche Angaben, wobei zunächst erklärt worden war, dass der Brand in der Moschee durch unsachgemäße Schweißarbeiten oder durch Elektrokontakt ausgebrochen sei.

Einige Tage vor dem Großbrand wurden tagsüber tatsächlich Schweißarbeiten durchgeführt, allerdings konnte das ausgebrochene Feuer von der örtlichen Feuerwehr schnell gelöscht werden. Der Großbrand soll während der Nacht ausgebrochen sein, also zu einer Uhrzeit, wo normalerweise niemand in der Moschee arbeitet.

In dem hinzugefügten Video wird das ganze Ausmaß der zerstörten Moschee deutlich. In dem Abschlussbericht der griechischen Feuerwehr zur Brandursache heißt es, das Feuer sei auf Fahrlässigkeit des Teams zurückzuführen, die die Restaurierungsarbeiten in der Moschee durchgeführt habe. Nach dem Großbrand von 2017 hatten Unbekannte vor zwei Jahren an die Minarette der Moschee eine griechische Fahne aufgehangen, die von den Behörden wieder entfernt wurde.

Zu Beginn dieses Jahres hatten der oder die Täter an den Wänden eines Gebäudes gegenüber der Moschee Schmierereien wie „die Islamisierung des Evros muss jetzt beendet werden“, angebracht. Die Tat wurde sowohl die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden (DEB) als auch die Föderation der Westthrakien-Türken in Europa (ABTTF) verurteilt.

Halit Habipoğlu, Präsident der ABTTF, verurteilte damals die Tat aufs Schärfste und sprach von einer „bösen Mentalität“, die versucht habe, ein Anti-Islam-Plakat vor der historischen Moschee anzubringen. Seit dem Großbrand in der Çelebi-Sultan-Mehmet-Moschee in Dimetoka sind fünf Jahre vergangen und bisher ist nicht bekannt, wie es mit der zerstörten Moschee weitergeht. Lokale Medien hatten über die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Wiedererrichtung des osmanisch-türkischen Gotteshauses berichtet, allerdings passierte danach nichts.

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– Wirtschaft – Handel zwischen Griechenland und Türkei steigt um 70 Prozent

Im Zuge der Wiederannäherung zwischen der Türkei und Griechenland, stieg der bilaterale Handel der NATO-Verbündeten im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar.

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Gastbeitrag
„Crème de la Crème der Erdogan-Gegner beim Iftar-Essen“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Am vergangenen Donnerstag folgten zahlreiche Gäste der Einladung des Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir zum gemeinsamen islamischen Fastenbrechen. Mit dabei waren u.a. Lamya Kaddor, Eren Güvercin mit seiner Gemahlin, Kazim Türkmen und Düzen Tekkal. Die Crème de la Crème der German-Islamisten (in Anlehnung an Euroislam) fand sich also am vergangenen Donnerstag in einer Zeltbude ein, um der Einladung von Cem Özdemir (Grüne) zu folgen. Grund: Essen fassen zum Ramadan, sprich Iftar. Die Menü-Karte liest sich wie folgt: Beelitzer Spargel, Wildkräuter Salat mit Apfel, Pinienkerne Vinaigrette. Pilz Maultaschen, Burrata Creme, Brunnenkresse. Baskischer Käsekuchen, Rhabarber Anis Salat. alkoholfreies Rothaus Tannenzäpfle, Filterkaffee. Nun, an und für sich ist das in der Menü-Karte ersichtliche, aus dem Schwarzwald stammende, mit weichen Wasser gebraute erfrischende Tannenzäpfle, das in einem getrennten Abteil des Bierzeltes vorgekühlt zur Verfügung stand, kein Streitpunktthema an sich. Es hat sich auch kein Gast beim Iftar beschwert; die meisten werden das lokale Gebräu auch nicht kennen. Auch im Netz hält sich die Empörung nach Bekanntwerden in Grenzen, wennschon der Anlass des Festmahls, von Cem Özdemir hätte bedacht werden müssen. Seis drum, entweder hat er nicht dran gedacht, wollte seinen German-Islam-Stempel aufdrücken oder schlicht und einfach die Lokalköstlichkeiten seiner deutschen Heimat auftischen. Ob der türkischstämmige Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, die interkulturelle Kompetenz, die Fähigkeit besitzt, sich auf andere Rituale einzulassen, kann jedenfalls nicht infrage gestellt werden. Schließlich trägt er bei allen jüdischen Anlässen die Kippa; auch dann, wenn seine Solidarität gefragt ist; das hat er bewiesen. Und Cheeseburger würde er keinesfalls am Schabbat auftischen; stimmt doch! Trotzdem irritierend, wenn er den Grund der Einladung penetrant wiederholt, aber dennoch ein Bierchen bereitstellt. Schließlich lädt er zu einem bestimmten Anlass (u.a.) praktizierende Muslime ein und nicht irgendwelche Vertreter eines Bauernverbandes. Das ist aber nun nicht das Problem an sich. Etwas anderes stört mich an diesem Iftar-Essen gewaltig. Diese opportune, heuchlerische Inszenierung, bei der Cem Özdemir am Tisch Grimassen schnitt, während bei den Gästen ein stetes gegenseitiges Grinsen und Lächeln das Bierzelt erhellte. Hatten die etwa vor dem Iftar die Bäckchen noch liften lassen? Das Problem ist ganz einfach: Cem Özdemir lässt bis heute kein gutes Haar an der DITIB übrig. In zahlreichen Interviews kritisierte Özdemir die NRW-Landesregierung für Ihre Kooperation mit der DITIB oder bezeichnete den türkischen Moscheeverband als ein Teil einer hierarchischen Organisation, deren Zentrale in Köln direkt der türkischen Religionsbehörde unterstellt sei, die ihre Anweisungen von Erdogan höchstpersönlich erhalte. Ob sich Özdemir, der auch gegen deutsche Rechtsradikale und die AfD schießt, sich mit denen an einem Tisch setzen würde? Lamya Kaddor, die Islamwissenschaftlerin ist und den Liberal-Islamischen Bund gründete, forderte ebenfalls die NRW-Landesregierung auf, die Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband DITIB auszusetzen. Ferner hält sie die DITIB für den verlängerten Arm Erdogans in Deutschland und macht den Moscheeverband für das „Integrations-Dilemma“ verantwortlich. Auch hier stellte sich die Frage, ob Kaddor im Bundestags-Café mit MdBs der AfD ein Käffchen schlürfen würde? Nicht minder schwer schießt Düzen Tekkal in Richtung DITIB. Sie macht den Moscheeverband sogar für Antisemitismus, Judenhass und Entstehung von Feinbildern verantwortlich. Schließlich kämen diese Probleme nicht aus dem Nichts, sie würden angelegt werden; von wem? Selbstverständlich von der DITIB, nicht wahr? Wäre Tekkal einer Einladung der DITIB zum Iftar gefolgt? Man sitzt doch nicht mit solchen Burschen an einem Tisch, nicht wahr? Der freie Journalist Eren Güvercin übt sich derweil als Dolmetscher der DITIB- oder IGMG-Aktivitäten. Die DITIB bzw. IGMG halte die Republikgründung der Türkei, die Dardanellenschlacht, den 23. April (bekannt auch als Kinderfest), den gescheiterten Putschversuch von 2016, den 1921 in Berlin ermordeten ehemaligen Innenminister des Osmanischen Reiches Talât Pascha hoch; was offensichtlich Güvercin ziemlich auf den Senkel geht oder damit zu Punkten versucht. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, denn das Spektrum, was Güvercin zusammen mit Mitgliedern der Alhambra-Gesellschaft derzeit abdeckt, ist enorm. Sie haben sich zu Türkei-Experten, German-Islam-Experten, Türken-Experten gemausert und greifen entsprechend grob die Themen auf, um sie in reißerischer Manier dem Publikum zu servieren. Würden solche Experten Ihre Andacht in einer DITIB-Moschee verrichten? Ganz sicher nicht! Wie man unschwer erkennen kann, saßen sich also am Donnerstagabend kurz vor 21 Uhr, dennoch die Crème de la Crème der Erdogan-Gegner beim Iftar-Essen mit Vertretern der DITIB gegenüber, um Zweisamkeit zu demonstrieren. Eben jener Moscheeverband, das zuvor von jedem Einzelnen durch den Wolf gedreht wurde; und ganz gewiss danach fortgesetzt wird. Es spielt keine Rolle, ob diese Damen und Herren in irgendeiner Art mehr oder weniger mit der DITIB oder IGMG (Milli Görüs) zuvor zusammengearbeitet oder sich dort gar zertifizieren ließen. Es geht darum, dass diese Burschen und Mädels unsere Intelligenz beleidigen, weil sie alle Mitglieder oder Moscheegänger der DITIB bzw. IGMG nicht als Individuum betrachten, sondern als ein einziger langer Arm eines Landes zeichnen. Dieser Moscheeverband namens DITIB existiert seit 1984 und seither hat dieser Verband und haben ihre angegliederten Moscheegemeinden mehr geleistet, als diese Truppe je leisten imstande wäre. Dieser Verband und die über 900 Gemeinden vertreten nicht nur die Interessen von Türken (türkische Staatsbürger) und Deutschen (mit oder ohne türkischen Migrationshintergrund, gar Doppelstaatler), sondern sind auch Dreh- und Angelpunkt der türkischen Identität, der türkischen Kultur und türkischen Religionsauffassung. Dieser Moscheeverband ist auch nicht aus dem Nichts entstanden, auch nicht in Riad, Abu Dhabi oder in Afghanistan. Dieser Moscheeverband wurde in Deutschland von Türken gegründet, türkischen Staatsbürgern, die u.a. hier sozialisiert sind. Dieser Verband und die Gemeinden vertreten die meisten Türken und Türkischstämmigen in Deutschland mit sunnitischem, aber auch alevitischem Hintergrund, was offensichtlich ein Problem darstellt. Das ist der eigentliche Grund, weshalb diese German-Islamisten sich wie Trolle verhalten. Nicht die DITIB oder wir Türken und Deutsche mit Migrationshintergrund sind auf diese Truppe angewiesen, sondern Sie auf uns. Lassen wir es also nicht zu, dass Sie uns vorführen; in dem wir zu allem Ja und Amen sagen oder zum Iftar eingeladen werden, bei der gleichzeitig solche Opportunisten am Tisch sitzen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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– Meinung – DITIB: Niemand hat diesen Gastarbeitern zu Beginn unter die Arme gegriffen

Die deutsche Polit- sowie Medienlandschaft hat sich auf Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., kurz DITIB eingeschossen. Wie konnte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auch nur mit der DITIB einen Vertrag zur Zusammenarbeit im Islamunterricht unterschreiben, lautet der einhellige kritische Meinungsbildungspool.

DITIB: Niemand hat diesen Gastarbeitern zu Beginn unter die Arme gegriffen

Tierschutz
Türkei: 2-jährige Haftstrafe für Kätzchenmörder

Trabzon – Mann erhält zweijährige Haftstrafe für die Tötung eines Kätzchens. Lokalen Medien zufolge, sei der 36-Jährige der erste, der für ein solches Verbrechen ins Gefängnis muss. „Noch nie ist jemand wegen Gewalt gegen Tiere verurteilt worden. Das wird die Menschen ein wenig einschüchtern“, so ein Mitglied des Tierschutzvereins Trabzon Animals Rights Society (TRAHAYKO) gegenüber der Tageszeitung Hürriyet. Lokalen Medien zufolge warf E. das Kätzchen an die Wand, als er sich am 7. Dezember 2021 mit seiner Frau in ihrem Haus stritt. Das Kätzchen, das zur Behandlung gebracht wurde, verlor nach 10 Tagen sein Leben. E., der nach einer offiziellen Anzeige der TRAHAYKO verklagt wurde, wies die Vorwürfe vor Gericht zurück und sagte, dass er wütend auf seine Frau war:
„Ich war wütend auf meine Frau. Ich dachte, es sei ein Kissen, trat gegen etwas, und es schlug gegen die Wand.“
In Anbetracht der Aussagen seiner Frau verhängte das Gericht gegen den Beschuldigten eine zweijährige Haftstrafe nach dem türkischen Tierschutzgesetz. Japaner wird abgeschoben Im vergangenen Sommer wurde ein in der Türkei lebender Japaner abgeschoben, weil er Straßenkätzchen gegessen haben soll. Medienberichten zufolge habe ein Anwohner ihn dabei beobachtet, wie er Straßenkätzchen gefangen und in einem Eimer in seine Wohnung gebracht habe. Daraufhin habe der Nachbar die Polizei alarmiert. Bei der Befragung habe der Japaner gestanden, die Kätzchen erwürgt und gegessen zu haben. Er wurde zu einer Geldstrafe von etwa 1.000 Euro verurteilt und daraufhin abgeschoben. Istanbul ist bekannt für seine vielen Katzen und seine Katzenliebe. In der Stadt leben bis zu 125.000 streunende Katzen, die von den Behörden und Bürgern betreut werden. Kedi, türkisch für „Katze“, ist ein türkischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 unter der Regie von Ceyda Torun über die vielen streunenden Katzen, die in Istanbul leben.

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Ein Katzenstädtchen in der nordtürkischen Provinz Samsun, das im vergangenen Jahr für Straßenkatzen gegründet wurde, vergrößert sich von Tag zu Tag – und die Zahl seiner „Einwohner“ hat sich bereits vervierfacht.

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Afghanistan
Kabul: Mindestens 10 Tote bei erneutem Angriff auf Moschee

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Kabul – Erneut wird Afghanistan von einem Anschlag erschüttert. Bei einer Explosion in einer Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens zehn Menschen getötet und 15 verletzt worden. Nach Angaben eines Taliban-Sprechers wurden bei einer schweren Explosion in einer sunnitischen Moschee in Kabul mindestens 10 Gläubige getötet und 20 verwundet. Hunderte von Gläubigen hatten sich am letzten Freitag des muslimischen heiligen Monats Ramdan zum Gebet versammelt, und die Khalifa-Aga-Gul-Jan-Moschee war überfüllt, wie Anwohner gegenüber Medien berichteten. Sie befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Der von den Taliban ernannte Sprecher des Innenministeriums, Mohammad Nafi Takor, konnte keine näheren Angaben machen, und Sicherheitsleute der Taliban riegelten das Gebiet ab. Die Ursache der Explosion war nicht sofort bekannt, und niemand hat die Verantwortung für die Explosion übernommen. Die Explosion war die jüngste in einer Reihe solcher Explosionen inmitten unablässiger Angriffe im ganzen Land. Ähnliche Anschläge auf Moscheen richteten sich in letzter Zeit gegen die schiitische Minderheit des Landes und wurden von der regionalen Schwesterorganisation der Gruppe „Islamischer Staat in der Provinz Chorasan“ (IS-K) verübt. Der IS hat seine Angriffe in ganz Afghanistan verstärkt und ist seit der Übernahme des Landes durch die Taliban im vergangenen August zum Hauptfeind der neuen Regierung geworden.

Energiepolitik
Abschaffung der EEG-Umlage: Aufatmen bei Stromkunden

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Berlin – Aufatmen bei den Stromkunden: Der Mittelstand begrüßt die jetzt endlich im Deutschen Bundestag beschlossene Absenkung der EEG-Umlage auf 0 Cent pro Kilowattstunde als wichtigen Beitrag zur Dämpfung der Strompreisentwicklung. „Die Umlage war über Jahre ein Preistreiber für Haushalte wie für Unternehmen – mit dem Ergebnis, dass Deutschland zum unangefochtenen Strompreis-Europameister aufgestiegen ist“, erklärt Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, zum aktuellen Aus der EEG-Umlage. Seit Jahren hatte der Mittelstand eine Absenkung der enormen Zusatzbelastung für die Verbraucher gefordert. „Mit der nun beschlossenen Abschaffung der EEG-Umlage ist die Bundesregierung einen ersten, wenn auch wichtigen Schritt auf dem Weg zu konkurrenzfähigeren Energiepreisen und damit für die Wirtschaft besseren Rahmenbedingungen gegangen“, so Jerger weiter. „Ohne weitere Begleitmaßnahmen wird die Entlastung jedoch nahezu wirkungslos verpuffen.“ In den Entwürfen des sogenannten Osterpakets der Bundesregierung sind diese notwendigen Begleitmaßnahmen aus Sicht der mittelständischen Unternehmen noch nicht hinreichend abgebildet. Professor Dr. Eicke R. Weber, Vorsitzender der Fachkommission Energie und nachhaltiges Wirtschaften im BVMW: „Nur ein dezentrales, auf erneuerbare Energien ausgerichtetes Energiesystem wird die Preise nachhaltig senken können. Damit der Mittelstand den Aufbau dieses Energiesystems vorantreiben kann, brauchen die Unternehmen ein klares und einfach handhabbares Regelwerk. Viele bürokratische Hürden werden aber leider auch nach der Umsetzung des Osterpakets der Bundesregierung bestehen bleiben. So wird der Eigenverbrauch im Unternehmen durch unterschiedliche Vergütungstarife weiter benachteiligt.“ „Für sinkende Strompreise werden wir jede Kilowattstunde verbrauchsnah erzeugten Stroms benötigen, die wir bekommen können. Der Mittelstand steht bereit, diese zu liefern – wenn die Bundesregierung endlich die verbliebenden bürokratischen Hürden wirksam und schnell abbaut“, so Jerger abschließend. Die EEG-Umlage wird seit dem Jahr 2000 erhoben und dient der Finanzierung der Energiewende. Mit der Umlage wurden Verluste der Netzbetreiber ausgeglichen, die durch die verpflichtende Abnahme von erneuerbarem Strom von privaten Produzenten angefallen waren.

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