Corona-Pandemie
Virologe Kekulé spricht sich gegen Impfpflicht aus

Köln – Der Virologe Alexander Kekulé hat sich vehement gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. „Ich war schon bei der Delta-Variante gegen die allgemeine Impfpflicht, weil sie epidemiologisch nicht erforderlich war. Bei Omikron ist sie noch viel weniger angemessen“, sagte er im Podcast „Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ im Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach. Eine Pflicht zu Impfung hilft nach Ansicht Kekulés nicht: „Ich verstehe nicht, warum man Impfstoffe, die für die ursprüngliche Wuhan-Variante gemacht wurden, verpflichtend machen will für eine künftige Variante, von der man die Eigenschaften gar nicht kennt.“ Wenn der Impfstoff gegen Omikron ausgeliefert werde, sei die Omikron-Welle durch. Er gehe davon aus, dass die Herbst-Welle eher noch leichter verlaufen werde. „Dann sind wir mit der Pandemie im Sinne von sozialen und wirtschaftlichen Disruptionen durch. Dann wird es eine weitere Infektionskrankheit sein.“ Der Virologe kritisierte zudem, dass künftig der Status als Genesener nur noch für drei Monate gültig ist: „Ein Genesener hat einen viel besseren Immunschutz als ein Geimpfter“, so Kekulé. Es gebe keine wissenschaftliche Begründung dafür zu sagen „die Geimpften haben neun Monate Schutz, die Genesenen nur drei Monate“. Der Augsburger Verfassungs- und Medizinrechtler Josef Lindner äußerte Zweifel, ob eine Impfpflicht für alle verfassungsgemäß wäre. „Eine allgemeine Impfpflicht ab 18 ist verfassungsrechtlich wesentlich schwerer zu begründen als eine Impfpflicht ab 60 oder wie in Italien ab 50“, sagte er. Wenn sich Corona zu einem „gesteigerten Erkältungsvirus entwickeln sollte, wäre eine allgemeine Impfpflicht nicht mehr gerechtfertigt. Bei Omikron stellt sich die Frage, ob es noch das Maß an Gefährlichkeit hat, das eine Impfpflicht rechtfertigt.“

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Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

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Ukraine-Krise
Matthias Platzeck kritisiert Umgang des Westens mit Russland

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BONN – Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck (SPD), hat den Umgang des Westens mit seinem russischen Nachbarn scharf kritisiert. Man habe sich daran gewöhnt, dass Russland keine Interessen habe. Nun da es wieder welche entwickle, wüsste der Westen nicht, damit umzugehen, so Platzeck im phoenix-Interview. Dabei betone das größte Land der Welt schon seit Jahren, es wolle Gespräche auf Augenhöhe und in die Sicherheitsarchitektur des Westens eingebunden werden. Bisher seien diese Appelle der Russen vergebens gewesen.
Angesichts des Truppenaufmarsches an der ukrainischen Grenze würden nun, aus russischer Sicht, die Forderungen endlich gehört. Der Westen trage hieran Mitschuld: „Wir im Westen waren nachlässig bis arrogant“, so Platzeck. Einer möglichen NATO-Mitgliedschaft der Ukraine erteilte Platzeck eine Absage und warnt davor, den Glauben daran zu nähren: „Wir wissen, wir tun es sowieso nicht.“ Er schlug vor, die Ukraine stattdessen in die Europäische Union aufzunehmen, das würde die Sicherheit verbessern. Er fordert, nicht mit weiteren Sanktionen zu drohen, der Westen sollte schnellstmöglich die wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland wieder enger flechten. Jede weitere Abhängigkeit verringere Kriegsgefahr, erklärte Platzeck bei phoenix. Andernfalls rücke Russland immer näher an China heran. Der daraus resultierende Konflikt würde weder in den USA, noch in Sibirien, sondern mitten in Europa zu spüren sein. Momentan sei man aber dabei, alle wirtschaftlichen Verbindungen durch Sanktionen zu lösen. Darin liege eine große Gefahr, so Platzeck.

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Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert, Russland im Ukraine-Konflikt stärker unter Druck zu setzen.

Hardt fordert im Ukraine-Konflikt mehr Druck auf Moskau (nex24.news)  

Berlin
Corona-Sonderzahlungen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Bundesvorstand

Berlin – Gegen die scheidenden Bundesvorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie weitere Mitglieder des Vorstands der Grünen hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Corona-Sonderzahlungen in Höhe von 1.500 Euro aufgenommen. Darüber berichtete am Mittwoch das Nachrichtenmagazin der Spiegel. Die Anklagebehörde gehe dem Anfangsverdacht nach, dass es sich bei den vom Bundesvorstand 2020 an sich selbst gezahlten Sonderzahlungen um Untreue zum Nachteil der eigenen Partei gehandelt habe. Eingeleitet wurden die Ermittlungen durch Anzeigen von Privatpersonen. Der Grünen-Bundesvorsitzende Habeck erklärte bei einer Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder am Donnerstag in München, dass die Bundesgeschäftsstelle und die betroffenen Vorstandsmitglieder vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft kooperierten, um den Sachverhalt aufzuklären. Ein Parteisprecher der Grünen erklärte, die Corona-Sonderzahlungen seien 2020 an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle sowie an den Bundesvorstand gezahlt worden. Die Boni hätten die Vorstandsmitglieder bereits zurückbezahlt. Die Corona-Sonderzahlungen der Grünen wurden letztes Jahr publik. Die jetzige Außenministerin Baerbock wurde damals kritisiert, weil sie die Sonderzahlungen der Partei gegenüber dem Bundestag verschwieg und nicht als Nebeneinkünfte deklarierte. Kemal Bölge/Berlin

Gesundheit
Gesund im Homeoffice: So vermeiden Sie Augenprobleme am Arbeitsplatz

Ein großer Teil der Bevölkerung arbeitet heutzutage vor einem Bildschirm – egal, ob Verwaltung, Software-Entwicklung oder Textproduktion. Rein biologisch gesehen sind wir Menschen jedoch dafür gemacht, auf der Suche nach Nahrung durch die Savanne zu streifen. Wenn auch die Bildschirmarbeit körperlich deutlich weniger anstrengend ist, gehen damit gewisse gesundheitliche Herausforderungen einher. Diese betreffen Verspannungen in Schultern, Hals und Nacken, Übergewicht sowie Probleme mit den Augen. Um Letztere geht es in diesem Artikel: Warum werden die Augen im Homeoffice so schnell trocken? Können Sehschwächen durch Büroarbeit begünstigt werden? Wie können Sie sich bestmöglich unterstützen? Das „Office-Eye-Syndrom“ Viele Menschen kennen es: Nach einiger Zeit vor dem Bildschirm werden die Augen rot, jucken und brennen. Grund dafür ist meist fehlende Feuchtigkeit. Normalerweise blinzeln unsere Augenlider automatisch alle paar Sekunden. Dies ist wichtig, um Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf der Oberfläche des Auges zu verteilen. So wird zum einen die Bindehaut befeuchtet, zum anderen können Viren und Bakterien vom Auge weg transportiert werden. Bei der Bildschirmarbeit sind wir jedoch oft so konzentriert, dass die Augen zu starren beginnen. Der Blick ist dabei auf einen einzigen Punkt, in diesem Fall den Bildschirm, fokussiert – und das über mehrere Minuten oder gar Stunden. Dadurch wird weniger geblinzelt – die Augen trocknen aus. Zusätzlich kann auch die trockene Heizungsluft, die vor allem im Winter oft in Büroräumen vorherrscht, das Austrocknen begünstigen. In diesem Fall hilft es bereits, häufiger zu lüften und einen Luftbefeuchter anzuschaffen. Wer bemerkt, dass er lange auf den Bildschirm starrt, sollte sich regelmäßig daran erinnern, zu blinzeln. Außerdem können Augentropfen zusätzlich die Feuchtigkeit im Auge aufrechterhalten. Diese Mittel sind in jeder Apotheke frei verkäuflich. Sehschwäche durch Computerarbeit? Mittlerweile sind zunehmend auch jüngere Menschen von Sehschwächen betroffen. Dies kann viele Gründe haben. Jedoch ist davon auszugehen, dass auch der vermehrte Gebrauch von Notebooks und Smartphones dazu beiträgt. Versuchen Sie daher stets, einen Ausgleich zur Bildschirmarbeit zu schaffen. Sitzen Sie tagsüber im Homeoffice, dann versuchen Sie, nach der Arbeit nach draußen zu gehen. Treffen Sie sich mit Freunden oder treiben Sie Sport für die Sommerfigur und psychische Gesundheit. Besteht bereits eine Sehschwäche, ist es nützlich, sich eine spezielle Arbeitsplatzbrille anzuschaffen. Der Vorteil gegenüber Lese- oder Gleitsichtbrillen ist der, dass Sie damit den gesamten erweiterten Nahbereich im Blick haben. Sie können also alle Dinge, die sich auf Ihrem Bildschirm befinden, betrachten, ohne ständig den Kopf drehen zu müssen. So wird Verspannungen in den Schultern vorgebeugt und das Arbeitserlebnis insgesamt komfortabler. Außerdem muss in der Regel entweder die Krankenkasse oder der Arbeitgeber arbeitsrechtlich die Kosten für eine solche Brille übernehmen. Informieren Sie sich also vor dem Kauf unbedingt über die Möglichkeiten der Rückerstattung – eine Arbeitsplatzbrille gehört zur Schutzausrüstung am Schreibtischarbeitsplatz. Gesunde Augen im Büro Genauso wie Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch einrichten, um keine Rückenprobleme zu bekommen, sollten Sie dabei auch an Ihre Augen denken. Das bedeutet vor allem, den Abstand zum Bildschirm zu beachten. Je dichter Sie an Ihrem Bildschirm sitzen, also je geringer der Abstand ist, umso anstrengender wird es für Ihre Augen. Empfohlen ist ein Abstand zwischen 50 und 80 Zentimetern – in etwa eine Armlänge lang. Auch genügend Licht trägt viel zur Gesundheit der Augen bei. Die beste Beleuchtung ist dabei das Tageslicht. Nicht jeder hat jedoch die Möglichkeit, seinen Schreibtisch direkt ans Fenster zu stellen. In diesem Fall ist es wichtig, auch durch künstliche Lichtquellen genügend Helligkeit zu erzeugen. Im Winter kann eine Tageslichtlampe dazu beitragen, zum einen den Schreibtisch zu erhellen, zum anderen auch die Stimmung zu heben und uns wacher zu machen. Empfehlenswert ist dabei weißes Licht, das an normales Tageslicht angepasst ist. Doch auch Licht mit einem höheren Orange- oder Rotanteil kann eingesetzt werden. Wenn Sie mehrere Stunden hintereinander am Bildschirm arbeiten, ist es außerdem wichtig, zwischendurch kurze Pausen zu machen. Heben Sie regelmäßig den Blick und lassen Sie ihn in die Ferne schweifen. Nutzen Sie Ihre Mittagspause, um kurz vor die Tür zu gehen und bewusst von Nah- auf Fernsicht umzuschalten. Ernähren Sie sich ausgewogen, um Ihren Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Tanken Sie ausreichend frische Luft und achten Sie darauf, täglich mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Spezielles Augentraining kann dazu beitragen, dass Ihre Augen sich wieder frischer und ausgeruhter anfühlen. Wenn Sie all diese Maßnahmen beachten, sind Ihre Augen optimal darauf vorbereitet, auch längere Bildschirmarbeit auszuhalten.

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Schwarzer Januar
Das Geständnis von Michail Gorbatschow: „Der 20. Januar hat mir eine Lehre erteilt“

Ein Gastbeitrag von Dr. Gurban Alakbarov In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1990 drangen sowjetische Truppen (einschließlich des KGB und Innenministeriums) auf direkte Anweisung des sowjetischen KP-Führers Michail Gorbatschow in Baku und die umliegenden Regionen ein und richteten unter Einsatz von schwerem Kriegsgerät und anderen Waffen ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. Der Hauptzweck der Intervention der UdSSR-Truppen bestand darin, die von den Aserbaidschanern begonnene Befreiungsbewegung zum Verlassen der Union zu zerschlagen. Der Einmarsch der sowjetischen Truppen führte zu einer noch nie dagewesenen Tragödie für Aserbaidschan. 131 Menschen wurden getötet, 744 schwer verletzt und 841 unrechtmäßig verhaftet. Infolge der Operationen der sowjetischen Armee wurden 200 Wohnungen, Häuser, privates und staatliches Eigentum zerstört. Unter den Getöteten befanden sich auch Frauen, Kinder und ältere Menschen sowie Mitarbeiter des medizinischen Notdienstes. Obwohl seit diesen blutigen Tagen viele Jahre vergangen sind, erinnern sich die Aserbaidschaner an die schreckliche Nacht, die viele unschuldige Menschenleben forderte, und begehen jedes Jahr den Jahrestag der Tragödie vom 20. Januar. Der 20. Januar ist im Gedächtnis der aserbaidschanischen Nation als Tag der landesweiten Trauer verewigt „Eine große Anzahl von Einwohnern Bakus wurde getötet, es ist schwer. Im Januar 1990 wurde das Leben vieler Einwohner von Baku ausgelöscht. Das ist hart, sehr hart“, schrieb Michail Gorbatschow in seinem Buch „Leben und Reformen“ über den blutigen Einmarsch der sowjetischen Armee in Baku am 20. Januar. Im Versuch, sich von diesen blutigen Ereignissen zu distanzieren, versucht Gorbatschow, die militärische Intervention der sowjetischen Truppen in Baku mit einem primitiven Argument zu rechtfertigen – dem Ausnahmezustand: „Am 13. Januar randalierten Rowdys in Baku und töteten Menschen. Dieser Schritt wurde unternommen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.“ „Der 20. Januar hat mir eine Lehre erteilt“. Damit gab Gorbatschow die Verantwortung für das Massaker vom 20. Januar zu, wenn auch indirekt. „Ich habe aus dieser Tragödie eine Lehre gezogen. Die Regierung kann sich nicht weigern, in einer Notsituation Gewalt anzuwenden. Diese Aktion muss jedoch gerechtfertigt sein, und die Schritte müssen sich auf sehr strenge Maßnahmen beschränken. Die Lösung des Problems darf nur auf politischem Wege gefunden werden“, so Michail Gorbatschow in seinen Memoiren. Ja, meine Damen und Herren, leider leben wir in einer Welt, in der Gorbatschow, der am 20. Januar 1990 die Tötung Hunderter unschuldiger Menschen anordnete, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Einunddreißig Jahre sind seit den Ereignissen des 20. Januar 1990 vergangen, die in die Geschichte des aserbaidschanischen Volkes als die Tragödie des blutigen Januars eingegangen sind.

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Fremdenfeindlichkeit
NRW will islamfeindliche Straftaten besser erfassen

Düsseldorf – Nach der Schändung von rund 30 muslimischen Gräbern auf dem Hauptfriedhof in Iserlohn will die nordrhein-westfälische Landesregierung anti-islamische Straftaten künftig besser erfassen. „Wir wollen neben der Meldestelle Antisemitismus, die in diesem Jahr ihre Arbeit aufnimmt, neue Meldestellen für anti-muslimischen Rassismus, für Antiziganismus, anti-schwarzen und anti-asiatischen Rassismus sowie für Queer-Feindlichkeit aufbauen“, sagte NRW-Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert (CDU) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Diese neuen Meldestellen sollten in Gemeinden und Vereinen eingerichtet werden, zu denen potenziell Betroffene ein besonderes Vertrauensverhältnis hätten. „So bekommen wir einen genaueren Einblick und können noch zielgerichteter unterstützen“, sagte Türkeli-Dehnert weiter. Die neue Staatssekretärin mutmaßte eine hohe Dunkelziffer bei anti-muslimischen Übergriffen: „Es ist leider auch davon auszugehen, dass in den Statistiken über politisch motivierte Kriminalität insgesamt viele islamfeindliche Straftaten nicht erfasst werden. Betroffene bringen Übergriffe oder Sachbeschädigungen oftmals nicht zur Anzeige.“ In der Silvesternacht hatten Unbekannte im muslimischen Teil des Hauptfriedhofs in Iserlohn rund 30 Grabsteine umgeworfen und Dekoration zerstört. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. Der Vorfall hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. Am 20. Januar wird sich der Innenausschuss des Landtags mit den Grabschändungen befassen. Die Grünen haben bereits eine Dunkelfeldstudie zu besseren Erfassung anti-muslimischer Straftaten gefordert.

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Türkei
Erdogan kündigt Besuch des israelischen Präsidenten Herzog an

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte am Dienstag mit, dass ein möglicher Besuch des israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog im Gespräch sei. „Wir führen Gespräche mit Präsident Herzog. Herr Herzog könnte die Türkei besuchen“, sagte Erdogan Reportern während eines Besuchs in Albanien, wie türkische Medien berichten. „Wir werden unser Bestes tun, um auf einer Win-Win-Basis zusammenzuarbeiten“, erklärte der türkische Staatschef weiter. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan. Israelische Quellen bestätigten, dass vorläufige Gespräche im Gange sind, erklärten aber, dass noch kein Termin festgelegt wurde, berichtet die Haaretz. Seit seinem Amtsantritt hat Präsident Herzog bereits mehrere Telefongespräche mit Erdogan geführt. Beim ersten Mal rief Erdogan an, um Herzog zu seiner Wahl zu gratulieren. Beim zweiten Mal rief Herzog Erdogan im Rahmen der Bemühungen um die Freilassung eines israelischen Ehepaars an, das in der Türkei verhaftet worden war. In der vergangenen Woche rief Erdogan Herzog an, um zum Tod von dessen Mutter zu kondolieren. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück. Türkische Politiker kritisieren Israels Politik gegenüber den Palästinensern, einschließlich der illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland und in Jerusalem sowie der humanitären Lage im Gazastreifen. EastMed-Pipeline Israel und Griechenland arbeiten an einer gemeinsamen Pipeline, die Gas aus dem östlichen Mittelmeer nach Europa bringen soll. Die EastMed-Pipeline wurde auch von der ehemaligen Regierung von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Washington habe Griechenland in der vergangenen Woche jedoch mitgeteilt, dass die USA das Pipeline-Projekt nicht mehr unterstützen werde, da es zu regionalen Spannungen mit der Türkei führe. Am Dienstag schlug Erdogan daraufhin eine israelisch-türkische Koordinierung für eine Gaspipeline nach Europa vor.

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Gastbeitrag
Wer ist für die Spannungen über dem Ägäischen Meer verantwortlich?

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Immer wieder werfen griechische Regierungen der Türkei vor, den griechischen Luftraum verletzt zu haben und für Spannungen über dem Ägäischen Meer verantwortlich zu sein. Wie stichhaltig sind die Anschuldigungen? Am vergangenen Freitag berichteten griechische Medien, türkische Kampfflugzeuge hätten den griechischen Luftraum über der Ägäis überflogen. Eigentlich nichts Neues sollte man meinen, denn die Vorwürfe über vermeintliche Verletzungen des griechischen Luftraums werden seit Jahrzehnten erhoben. Die griechische Tageszeitung Kathimerini berichtete in ihrer Freitagsausgabe vom 14. Januar unter Berufung auf den griechischen Generalstab, dass an diesem Tag „14 Rechtsverstöße“ durch türkische Flugzeuge festgestellt worden seien. Bei sechs dieser Verstöße handle es sich um Verletzungen des Luftraums. Am Freitagnachmittag wäre, so Kathimerini, eine türkische Drohne in die Fluginformationsregion Athen „eingedrungen“, ohne dabei einen Flugplan übermittelt zu haben. Darüber hinaus hätten F-16 Kampfflugzeuge, eine F-4s Phantom, vier Hubschrauber und ein Seeaufklärer des Typs Airbus CN-235 der türkischen Luftwaffe und Marine die Fluginformationsregion Athen verletzt. Aus der Fluginformationsregion (FIR) leiten sich keine Souveränitätsrechte ab Was in dem Bericht von Kathimerini nicht erwähnt wird: Bei der Fluginformationsregion Athen handelt es sich eine Luftraumkontrolle, bei dem Flugkontrollstellen die technische Überwachung sowie Lenk- und Sicherungsfunktionen des Luftverkehrs wahrnehmen, Souveränitätsrechte leiten sich daraus nicht ab. Es kommt noch ein Widersinn hinzu, denn Griechenland beansprucht für seinen Luftraum 10 Seemeilen, was wiederum die Türkei in Anlehnung an das Chicagoer Abkommen für die internationale Zivilluftfahrt nicht anerkennt und auf die 6 Seemeilen-Praxis im Ägäischen Meer verweist. Daher dürfe Athen nur 6 Seemeilen Luftraum beanspruchen. US-Autoren: Die meisten Staaten, einschließlich der USA, erkennen die Ausdehnung des Luftraums von Griechenland auf 10 Seemeilen nicht an Die USA erkennen ebenfalls den griechischen Anspruch auf 10 Seemeilen in der Luft nicht an. In ihrem Buch „Expressive Maritime Claims“ von J. Ashley Roach und Robert W. Smith (Third Edition, S. 347) erläutern die Autoren, weshalb die meisten Staaten den Anspruch Griechenlands auf 10 Seemeilen Luftraum nicht anerkennen. In einem Absatz der Publikation heißt es:
„Greece claims a 10-mile airspace around its Aegean islands. Most countries, including U.S., do not recognize the 10-mile airspace. The general rule, which most countries, including the U.S. recognize, is that airspace should be equal to the territorial sea. Greece claims a six-mile territorial sea around its Aegean Islands.“
Ein Aufsatz von George Assonitis (The Greek Airspace: The Legality of „Paradoxs“), der im Journal of Legal Studies der Akademie der U.S. Air Force erschien, verweist auf die Standpunkte der USA und der Türkei, da beide Länder in dem Anspruch Griechenlands auf eine 10-Meilen-Grenze in der Luft einen Verstoß gegen die Regeln des internationalen Sorgfalts- und Wettbewerbsrechts sehen, weil die Grenzen des territorialen Luftraums mit denen der Territorialgewässer übereinstimmen müssten. Assonitis erklärt:
„Both, U.S. and Turkey, do not recognize the ten nautical mile limit oft he Greek airspace (they view as contrary to the rule of international customary and conventional law which provides that territorial airspace should correspond with territorial sea limits).“
Politikanalyst Thodoros Tsikas: Widerspruch Griechenlands zwischen Territorialgewässern und Luftraum In einem Artikel der Heinrich-Böll-Stiftung („Is there a solution to the Aegean dispute“) verweist der Politikanalyst und Experte für internationale Beziehungen, Thodoros Tsikas, auf den Widerspruch Griechenlands zwischen den sechs Seemeilen Territorialgewässern in der Ägäis und eine 10-Seemeilengrenze für seinen Luftraum zu beanspruchen. Einem breiten Spektrum von Kräften in Griechenland sei diese Diskrepanz aufgefallen, weil dies zu ständigen Spannungen in der Ägäis führe und keine internationale Unterstützung habe. Tsikas betont:
„On the other hand, the 10-mile range of Greek airspace that was established by a simple Presidential Decree in 1931 on the ‘policing of civil aviation’ is a global paradox, since Greek territorial waters only extend to 6 miles. The realization has matured, among a broad spectrum of forces in Greece, that the discrepancy between airspace and the underlying territorial waters creates complications, is a constant source of tensions in the Aegean, and does not have international support.“
Die rhetorische Polarisierung und historische Türkenfeindschaft in Griechenland verhindern eine Lösung mit der Türkei Griechenland klammert sich an ein Dekret aus dem Jahre 1931, wonach der griechische Luftraum 10 Seemeilen beträgt, nur erkennen das die meisten Staaten nicht an. Selbst die NATO erkennt nur einen Luftraum von 6 Seemeilen an, was bei NATO-Manövern schon zu Beschwerden der griechischen Regierung geführt hat, aber am Standpunkt der Vereinigten Staaten oder der Türkei hat sich nichts geändert. Fast jeden Tag fliegen türkische Maschinen über der Ägäis und griechische Flugzeuge versuchen diese daran zu hindern, obwohl die Türkei sich an die sechs Seemeilen über dem Luftraum hält. In regelmäßigen Abständen werfen griechische Regierungen der Türkei vor, für Spannungen in der Ägäis verantwortlich zu sein, jedoch zeigt das Fallbeispiel des Luftraums, dass Athen selbst die Spannungen erzeugt, weil es internationale Verträge und Normen missachtet bzw. ignoriert. Eine Lösung des Konflikts könnte darin bestehen, Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu führen, jedoch ist die Bereitschaft in Griechenland nicht sehr groß, weil durch eine rhetorische Polarisierung politischer Parteien und Entscheidungsträger die Thematik an sich sowie eine historische Türkenfeindschaft eine mögliche Lösung eher behindert. Seit geraumer Zeit finden Gespräche zwischen beiden Ländern statt, was grundsätzlich zu begrüßen ist, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit als gering einzustufen, dass substanzielle Fortschritte dabei erzielt werden. Ein weiterer Faktor, der eine Einigung verhindert, ist die EU-Mitgliedschaft Griechenlands. Seit dem EU-Beitritt 1981 versucht es, die Probleme zwischen beiden Ländern auf die Agenda der EU zu bringen, um politische Zugeständnisse von Ankara zu erwirken, ohne selbst etwas auf den Verhandlungstisch bringen zu müssen.
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Tennis
Australian Open: Wann beginnt das Turnier und wer ist der Favorit?

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Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hatte gehofft, den Dreikampf mit Roger Federer und Rafael Nadal um die meisten Grand-Slam-Einzeltitel seiner Karriere zu gewinnen und seinen 21. Doch die langwierige Geschichte um den 34-jährigen Serben fand am Sonntag endlich ein Ende, als drei Richter einstimmig die Entscheidung des australischen Einwanderungsministers bestätigten, Djokovics Visum aus Gründen des öffentlichen Interesses zu annullieren, weil er nicht gegen COVID-19 geimpft ist, und den Starspieler abzuschieben. Da Djokovic nicht mehr im Spiel ist, hat Daniil Medvedev eine viel größere Chance, einen zweiten Grand-Slam-Titel in Folge zu gewinnen, wenn er bei den Australian Open 2022 antritt, die am Montag im Melbourne Park beginnen. Mehr erfahren auf Betano App jetzt! Caesars Sportsbook listet Medvedev, der seinen ersten Grand-Slam-Titel in seiner Karriere bei den U.S. Open 2021 gewann, als +140-Favorit in den neuesten Quoten für die Australian Open 2022. Alexander Zverev (+250), Nadal (+550) und Stefanos Tsitsipas (+1600) vervollständigen die Liste der vier Top-Anwärter für die Australian Open 2022. Bevor Sie einen Tipp für die Australian Open 2022 abgeben, sollten Sie sich die Tennis-Tipps und Analysen des berühmten Handicappers Sean Calvert ansehen. Calvert ist der berühmte Handicapper, der den Sieg von Stan Wawrinka bei den Australian Open 2014 mit einer Quote von 60:1 voraussagte – der letzte australische Titel, der nicht von Djokovic oder Federer gewonnen wurde. Im Jahr 2019 hat Calvert unter anderem mit einer Quote von 80:1 auf den Sieg von Dominic Thiem in Indian Wells getippt und damit für Aufsehen gesorgt. Und 2021 hat er beide Wetten für das Wimbledon-Finale im Herreneinzel richtig getippt: Djokovic besiegt Matteo Berrettini in drei Sätzen (+275) und Djokovic gewinnt und beide Spieler gewinnen einen Satz (+130). Wer seinen Tipps folgt, liegt weit vorne. Top 2022 Vorhersagen für die Australian Open der Herren Ein Schocker: Calvert tippt nicht auf Nadal, obwohl der 35-jährige Spanier mit +550 einer der Favoriten ist. Nadal stand 2009 erstmals im Finale der Australian Open und besiegte Federer in einem Fünf-Satz-Match, das als eines der besten in der Geschichte des Turniers gilt. Aber er ist nur viermal zurückgekommen und hat jedes Mal verloren – zuletzt 2019 gegen Djokovic. Viele Fragen umgeben Nadal in Bezug auf seine Gesundheit. Eine Fußverletzung behinderte ihn über weite Strecken des Jahres 2021 und veranlasste ihn, seine Saison Ende August, kurz vor den US Open, offiziell zu beenden. Im vergangenen Monat nahm er an der Mubadala World Tennis Championship in Abu Dhabi teil, wurde aber nach seiner Rückkehr positiv auf COVID-19 getestet, so dass sein Status für die Australian Open in der Schwebe hängt. Nadal kehrte Anfang des Monats auf den Tennisplatz zurück und holte sich mit dem Sieg beim Melbourne Summer Set seinen 89. ATP-Titel in seiner Karriere. Aber es war nicht gerade ein Kinderspiel für ihn, da er im ersten Satz des Finales einen Tiebreak gewinnen musste, und der Weg zu seinem 21. Grand-Slam-Titel im Einzel wird wahrscheinlich nicht leicht sein. So tippen Sie auf die Australian Open 2022 bei den Herren Calvert hat seine besten Wetten abgeschlossen, darunter zwei Außenseiter, die große Gewinne bringen würden. Er ist vor allem von einem Spieler überzeugt, der „das Zeug dazu hat, die Art von Leistung zu erbringen, die wir hier vor all den Jahren von Stan Wawrinka gesehen haben, als er das Turnier mit einer Chance von +6000 gewann“. Sie sollten sich seine Tipps und Analysen ansehen, bevor Sie eine Wette auf die Australian Open 2022 in Betracht ziehen.

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Hardt fordert im Ukraine-Konflikt mehr Druck auf Moskau

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Berlin – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert, Russland im Ukraine-Konflikt stärker unter Druck zu setzen. Der CDU-Politiker sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, sollte Russland in die Ukraine einmarschieren, müsse klargestellt werden, dass die Ostsee-Pipeline Nordstream 2 nicht ans Netz gehen könne: „Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir in einer hohen Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland bleiben, wenn Russland ein völkerrechtlich derart kritischer Partner ist. Ich glaube, dass wir generell in Europa darüber nachdenken müssen, wie weit wir uns von einzelnen Gasquellen abhängig machen. […] Ich kann mir schon vorstellen, dass wir uns stärker diversifizieren, damit wir nicht politisch erpressbar werden. Das hängt natürlich davon ab, wie sich Russland in den nächsten Wochen verhält.“ Hardt spricht sich allerdings dagegen aus, Russland als Sanktionsmaßnahme aus dem internationalen Zahlungssystem Swift herauszuwerfen. Auch Deutschland müsse schließlich seine russischen Gasrechnungen bezahlen, außerdem könnte die Welt künstlich in zwei Finanzwelten gespalten werden: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man in Peking einen solchen Schritt ausgesprochen begrüßen würde, weil man selbstverständlich Russland anbieten würde, auf der Basis chinesischer Finanzmacht ein entsprechendes Zahlungssystem zu entwickeln. Ich glaube, die Idee, Swift als Keule zu verwenden, ist nicht ausgereift.“

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