Fußball-WM 2022
Nach Argentinien-Sieg: Saudi-König ordnet Feiertag an

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Riad – Der Uberraschungssieg Saudi-Arabiens gegen Argentinien hat das Land in eine Euphorie versetzt. Saudi-arabische Medien bejubelten am Dienstag einen „historischen Sieg“. „Tausend, tausend Glückwünsche, ihr Helden“, schrieb der saudische Sportminister Abdulaziz Bin Turki Al Faisal auf Twitter. König Salman ordnete für Mittwoch sogar einen Feiertag an. „Es wird angeordnet, dass der morgige Mittwoch ein Feiertag für alle Beschäftigten in allen Bereichen des Staates und der Privatwirtschaft sowie Studenten und Studentinnen aller Bildungsstufen sein soll“, so Salman auf Twitter. „Wir sind sehr glücklich über dieses Ergebnis. Es war ein außergewöhnliches Spiel unserer Falken“, sagte Ghassan Alwan (42), Marketingdirektor im saudischen Wohnungsbauministerium. „Unser Glaube an unsere Spieler war am richtigen Platz. Wir haben heute Abend Geschichte geschrieben.“ „Unglaublich, gewaltig, erstaunlich, fantastisch“, fügte Abdulrahman Abed, ein Sportredakteur, hinzu. „Glückwunsch an alle. Das bedeutet jedem Saudi sehr viel. Das wird jeder arabischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft einen enormen Auftrieb geben.“ Ein Treffer von Saleh Al-Shehri in der zweiten Halbzeit und ein schönes Tor von Salem Al-Dawsari schockierten die Fußballwelt am Dienstag, als Saudi-Arabien in Lusail einen bemerkenswerten 2:1-Sieg gegen Argentinien errang. Saudi Arabia will go on to face Lewandowski’s Poland side on Saturday.  

Kampf gegen Terror
USA: Die Türkei hat ein Recht auf Selbstverteidigung

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Washington – „Die Türkei sieht sich weiterhin einer reellen terroristischen Bedrohung ausgesetzt, insbesondere im Süden des Landes. Sie hat sicherlich jedes Recht, sich und ihre Bürger zu verteidigen“, sagte der Koordinator des Nationalen Sicherheitsrates für strategische Kommunikation, John Kirby, gegenüber Reportern am Dienstag. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am Sonntag eine Bodenoperation im Nordirak und Nordsyrien angekündigt, um „die terroristische Bedrohung zu beseitigen“. Er fügte hinzu, dass die Türkei im Kampf gegen den Terrorismus nicht schweigen werde. „Wir haben unsere Antwort auf den abscheulichen Angriff, der sechs Unschuldige das Leben gekostet hat, gegeben, indem wir die terroristischen Ziele im Nordirak und in Syrien zerstört haben“, sagte Erdoğan bei einer Eröffnungsfeier in der nordöstlichen Provinz Artvin. Erdoğans Äußerungen erfolgten, nachdem die Türkei am frühen Sonntag die Operation „Klauenschwert“ gestartet hatte, eine grenzüberschreitende Militäroperation gegen die Terrorgruppe PKK und ihren syrischen Ableger YPG. Laut der türkischen Regierung haben die Terrorgruppen an der irakischen und syrischen Grenze Unterschlüpfe, von wo sie Anschläge auf türkischem Boden planen. „Es handelt sich dabei nicht nur um eine Luftoperation“, betonte Erdoğan und fügte hinzu, dass die zuständigen Einheiten ihre Beratungen durchführen und entsprechende Maßnahmen ergreifen würden. Die türkische Luftoperation folgte auf den Terroranschlag vom vergangenen Sonntag auf der belebten Istiklal-Straße in Istanbul, bei dem mindestens sechs Menschen getötet und 81 verletzt wurden. „Die Operation Klauenschwert, die am 19. November in den nördlichen Gebieten Iraks und Syriens gestartet wurde, war die größte, umfassendste und effektivste Luftoperation gegen die Terrororganisation in der letzten Zeit“, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar in seiner Rede im Parlament in der Hauptstadt Ankara. Die PKK wird von den USA, der Türkei und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft, und die Unterstützung Washingtons für ihre syrische Schwesterorganisation hat die bilateralen Beziehungen zu Ankara stark belastet. Die PKK/YPG kontrolliert einen Großteil des Nordostens Syriens, nachdem sich die Truppen des syrischen Regimechefs Bashar Assad 2012 zurückgezogen haben. Die USA haben sich im Kampf gegen die Terrorgruppe IS vor allem mit den PKK/YPG-Terroristen in Nordostsyrien zusammengetan. Die Türkei hingegen lehnte die Präsenz der PKK/YPG in Nordsyrien entschieden ab. Unter dem Vorwand, den IS zu bekämpfen, haben die USA der PKK/YPG trotz der Sicherheitsbedenken ihres NATO-Verbündeten eine militärische Ausbildung gewährt und sie mit LKWs militärisch unterstützt. Um zu unterstreichen, dass man nicht eine Terrorgruppe unterstützen kann, um eine andere zu besiegen, führte die Türkei ihre Antiterroroperationen durch, bei denen es ihr gelang, eine beträchtliche Anzahl von Terroristen aus der Region zu entfernen.

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Das erste unbemannte Kampfflugzeug der Türkei, Bayraktar Kızılelma, hat am Sonntag seinen ersten Rolltest erfolgreich abgeschlossen.

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Terrorismus
Türkei: Tote und Verletzte bei Raketenangriffen

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Raketen- und Mörsertreffer in der türkischen Grenzgemeinde Karkamış und am Grenzübergang Öncüpınar fordern Tote und Verletzte. Die Angriffe hatte die völkisch-kurdische Terrororganisation YPG angekündigt. Während in Deutschland Politiker sich in der Kritik gegenüber der Türkei gegenseitig übertrumpfen, sich wie Vertreter einer inoffiziellen Schutzmacht der syrischen Terrororganisation YPG aufführen, schlagen bis zur Stunde Raketen und Mörser in die türkisch-syrische Grenzregion in der Provinz Gaziantep ein. Seit den Mittagsstunden schlugen mehr als 10 Projektile in der türkischen Grenzgemeinde Karkamış ein, die von der YPG – dem syrischen Ableger der PKK – abgefeuert wurden. Dabei wurden in den Mittagstunden 3 Menschen getötet, 19 weitere zum Teil schwer verletzt. Einer der Projektile schlug in einer Grundschule ein. Dabei starb eine 22-jährige Lehrerin. In unmittelbarer Nähe schlug eine weitere Granate in ein Wohnhaus ein, bei der eine schwangere Frau sowie ein 5-jähriger Junge getötet wurden – wie sich später herausstellt, ein Neffe des CHP-İzmir Abgeordneten Mahir Polat. Die Provinzverwaltung verfügte nach den tödlichen Angriffen die vorläufige Schließung aller Schulen in der Grenzregion von Gaziantep. Weitere Projektile schlugen nahe von Wohngebieten oder auf Parkplätzen ein und fügten Schäden an Wohngebäuden und Fahrzeugen, während das deutsche Auswärtigen Amt die Türkei aufforderte, sich zurückzuhalten, um das Völkerrecht zu achten und insbesondere „Zivilistinnen und Zivilisten zu jeder Zeit“ zu schützen. Erst gestern waren bei Raketeneinschlägen am Grenzübergang Öncüpınar bei Kilis 8 türkische Sicherheitskräfte, darunter 6 Polizisten verletzt worden. Fragt sich nur, von welcher Kriegspartei der Sprecher des Auswärtigen Amtes da sprach, denn außer der Türkei gibt es kein weiteres souveränes Land, dessen Völkerrecht man verletzt hätte. Syrien ist ein souveränes Land, die mit der Türkei im Adana-Abkommen festgelegt hat, wann und wie man Terrorismus bekämpft. Wenn die Bundesregierung sich jedoch als Schutzmacht der PKK und primär des syrischen Ablegers YPG behaupten will, sollte sie demnächst diese völkerrechtlich verbriefte Regelung bei den Vereinten Nationen beanspruchen, oder ganz einfach den Rand halten. Der Bundesregierung ist wohl entgangen, dass die YPG und dessen politischer Arm PYD in Nordsyrien mit Tyrannei und Gewalt Völker im Namen schönklingelnder zivilisatorischer Errungenschaften unterdrückt und ermordet. Seit die türkische Militäroperation u. a. die nordsyrische Stadt A’zaz zur Schutzzone für die syrischen Binnenflüchtlinge erklärt hat und militärisch überwacht, vergeht kein Tag, in der die YPG nicht Zivilisten mit Granaten, Raketen oder Sprengfallen in den Tod reißt oder Krankenhäuser beschießt, wie eine niederländische Akademikerin stets unterstreicht, wenn sie anderslautende Meinungen entdeckt. Die Politiker in Deutschland sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass die Türkei seit Jahren mit einer Terrororganisation zu tun hat, die in der türkisch-syrischen Grenzregion Terror verbreitet und sie bei Bedarf in die Türkei trägt. Dann sollten sie sich nicht zuweit hinauslehnen und sich nicht den Terroristen anbiedern, die sie sich zuvor schöngeredet haben. Ob es den deutschen Politikern und Politikerinnen nun passt oder nicht, die türkische Bevölkerung ist entschlossen, diesem Treiben nicht weiter zuzuschauen und den westlichen „Verbündeten“ alles durchgehen zu lassen; inklusive der Lieferung von Waffen, Munition und Finanzmitteln an die YPG. Sollte wider Erwarten der Terror der YPG nicht nur in der Türkei, sondern in Nordsyrien fortgesetzt werden, ist eine Bodenoffensive unumgänglich. Dabei hat die türkische Regierung die Unterstützung der Opposition und die volle Solidarität der Bevölkerung, exklusive der völkisch-kurdischen Partei HDP. Wer die Lage in der Türkei mit Terror verschärfen, Angst und Schrecken etablieren will, der kann sich als Terrororganisation nicht auf das Völkerrecht berufen oder hinter Verbündeten in Deckung begeben, während sie selbst Zivilisten ermordet. Dafür kann die Türkei als souveränes Land sich auf Artikel 51 der UN-Charta berufen, um in Nordsyrien aufzuräumen, ohne die westlichen Verbündeten oder Russland um Erlaubnis zu fragen. Die Terrororganisation kann gar nichts und hat schlichtweg keine Rechte! Wie schnell das passieren kann, hat die Türkei seit 2016 viermal unter Beweis gestellt. Also, stellt die Türkei und die Bevölkerung nicht auf die Probe und redet der Terrororganisation YPG und PKK gut rein, statt die Türkei über das Völkerrecht zu belehren! Das Land hat es satt, als Verbündeter mit Verbündeten in fremden Ländern nach Terroristen Ausschau zu halten und dabei von „Freiheit“ zu faseln. Sie ist sich überdrüssig, zuzuschauen wie Verbündete legale Regierungen stürzen und dabei von „Demokratie“ sprechen. Sie will nicht mehr als Verbündeter wie Statisten beobachten, wie Verbündete das Völkerrecht selbst bis ins unkenntliche dahin massakrieren und von „Menschenrechten“ träumen und bei Terrorismus ganze Landstriche in Schutt und Asche legen und dabei über „Sicherheit“ sinnieren und ihre Völker damit in Trance versetzen. Die Türkei hat auch nicht mehr das Bedürfnis, zuzuschauen und das Leid hinunter zu schlucken, weil Verbündete trotz Warnungen sich weiterhin mit Terrororganisationen solidarisieren oder gar bewaffnen, sie indirekt in Schutz nehmen. Besonders heuchlerisch wird das, wenn man von solchen Verbündeten auch noch Beileidsbekundungen erhält, während diese Terrororganisationen im Land weiterhin wüten.    

Mölln-Anschlag
Mölln-Überlebender verurteilt Umgang mit Familie

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Köln – Ibrahim Arslan, Überlebender des rechtsextremistischen Brandanschlags von Mölln am 23. November 1992, hat den Umgang des Bonner „Haus der Geschichte“ mit seiner Familie scharf kritisiert. Das Museum habe „Objekte aus unserem Haus ausgestellt, ohne uns vorher zu fragen“, sagte Arslan, dessen Großmutter, Schwester und Cousine bei der Tat starben, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Die Objekte wurden ihnen wohl von einem Politiker übergeben, mit dem sie dann angeblich einen Vertrag gemacht haben. Wir sind mit dem Haus der Geschichte deswegen im Rechtsstreit. Wir werden die Objekte, die zweifelsfrei aus unserem früheren Haus in der Mühlenstraße in Mölln kommen, einklagen“, sagte Arslan.
„Es war ein herabwürdigender Umgang mit einer Migrantenfamilie, die Opfer des rassistischen Anschlages geworden ist. Ein weiterer, zweiter Anschlag.“
Ibrahim Arslan war sieben Jahre, als zwei Neonazis in Mölln in der Nacht auf den 23. November 1992 erst ein Haus in der Ratzeburg Straße in Brand setzen und wenig später das Wohnhaus seiner Familie in der Mühlenstraße. 42 Menschen türkischer Herkunft waren insgesamt betroffen. 30 Jahre nach der Tat fühlt sich Arslan weiterhin stigmatisiert. „Es gab sehr viele zweite Anschläge“, sagte der 37-Jährige. Als Beispiel nannte Arslan, dass der Familie Hunderte von Solidaritätsbriefen, die nach dem Anschlag aus aller Welt ans sie geschickte wurden, bis zum Jahr 2019 nicht ausgehändigt worden seien. Seine Familie überlege weiterhin, die Stadt Mölln deswegen anzuzeigen.

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Mevlüde Genc verlor ihre Familie bei einem rechtsextremistischen Anschlag 1993. Ihre besonnenen Botschaften gegen den Hass machten sie zu einem Symbol für Toleranz und Antirassismus in ganz Deutschland.
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Istanbul-Anschlag
Ahlam Albashir und das Terrornetzwerk in Istanbul

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Die völkisch-kurdische Partei HDP spricht ungeniert von lebensverlängernden Maßnahmen der Regierung in Zusammenhang mit dem Istanbuler Bombenanschlag. Die westlichen Medien fokussieren sich ebenfalls auf angebliche Ungereimtheiten, während sie unentwegt die Dementis der YPG und PKK teilen.

Auch nach einer Woche ebben die Gerüchte nicht ab – bewusst nicht!

Eine Woche sind nach dem verheerenden Bombenanschlag in Istanbul auf der İstiklal Caddesi vergangen, aber die Gerüchte reißen nicht ab, dass die türkische Regierung den Bombenanschlag als Vorwand nimmt, um weitere Operationen gegen die Terrororganisation PKK und deren syrischen Ableger YPG zu legitimieren.

Auf die Aktion hin folgt die Reaktion

Nun hat die türkische Armee in der Nacht zum Sonntag eine Militäroperation in Nordsyrien und Nordirak gestartet. Damit erhalten die Gerüchte eine neue Dimension. Dabei ist die Sachlage längst klar, nur nicht unter jenen, die eine gewisse Politik oder ganz andere Interessen verfolgen.

Der Terroranschlag zieht sich wie ein roter Faden bis hin nach Kobanê

Eigentlich gibt es zum Bombenanschlag, zu den Verantwortlichen dieses teuflischen Plans keine „Rätsel“, wie es u. a. Tomas Avenarius von der Süddeutschen erklärt oder PKK-nahe Persönlichkeiten, die Partei HDP, Medien oder Organisationen zu Wissen glauben und entsprechend verbreiten. Schließlich wurde dieses Gerücht auch von der YPG/PKK von Beginn an selbst in die Welt gesetzt.

Ahlam Albashir und das Terrornetzwerk in Istanbul

Es gibt eine Attentäterin, die von einem PKK/YPG-Netzwerk im syrischen Kobanê betreut wurde, um gemeinsam mit einem gewissen Bilal Hassan über Afrin mit gefälschten Papieren am 27. Juli illegal in die Türkei zu gelangen und sich von dort nach Istanbul durchzuschlagen.

In Istanbul angekommen, kommt Ahlam Albashir sofort in einem Haus in Istanbul-Esenler unter, in der Syrischstämmige kaum auffallen. Insbesondere der Bezug zu syrischen Arabern wird von gewissen Kreisen stets unterstrichen, obwohl innerhalb der PKK/YPG auch arabische Elemente, vor allem in Syrien, vorzufinden sind. Das Haus gehört jedenfalls dem syrischen Textilunterunternehmer Ferhat Habeş sowie Fatma Berkel. Später wechselt das augenscheinliche Paar den Wohnort und zieht in das Textilatelier um, wo sie auch teilweise arbeiten.

Albashir unternimmt Tatort-Begehungen

Vor der Tat werden aus dem Atelier heraus erste Erkundungen in Taksim unternommen. Die erste übernimmt ein gewisser Ahmet Elşeybun am 22. Oktober zusammen mit Albashir unter Zuhilfenahme des illegal tätigen Taxifahrers Yasir al Korali. Das heißt, die Attentäterin Albashir begab sich zuvor zum Tatort, was die weitere Rückverfolgung der Videoaufzeichnungen durch Ermittlungsbehörden ergeben haben.

Am 4. November unternimmt Albashir ein weiteres Mal eine Begehung des Tatorts, zu der sie vom Taxifahrer erneut hingefahren wird. Vor dem Anschlag wird Albashir zuletzt am 8. November am Tatort noch einmal auftauchen, nach dem eine weitere Begehung am 12. November kurzfristig abgesagt wird. Am 13. November steigen Albashir sowie Hassan in das Taxi von Yasir Al Koral ein. Um 15:17 Uhr wird Albashir am Taksim-Platz abgesetzt. Hassan und der Taxifahrer kehren zurück ins Textilatelier, was die GPS-Daten der Handys wiedergeben.

Albashir erhält Anruf und lässt Tasche bewusst liegen

Albashir setzt sich um 15:30 auf eine Bank mitten auf der İstiklal Caddesi und wartet dort 41 Minuten. Dann erhält Albashir einen Anruf von einem weiteren Mitglied des Terror-Netzwerks namens „Haci“, der ihr die Anweisung gibt, die Tasche auf der Bank liegenzulassen und den Ort zu verlassen. Albashir steht um 16:11 Uhr auf, lässt die Tasche zurück und begibt sich erst langsam, dann aber im Eiltempo in Richtung Taksim-Platz, nach dem sie um 16:14 Uhr die Detonation mitbekommt.

Flucht in Richtung Esenler, dann Versteck in Küçükçekmece

Am Taksim-Platz kommt Albashir um 16:17 Uhr an, wo sie in ein Taxi steigt und zurück nach Esenler fährt; dem ersten Anlaufpunkt seit der Einreise in die Türkei. Hier wartet bereits Ahmed Jarkas, der Albashir in ein Haus in Küçükçekmece fährt.

Polizei wertet 1.200 Kameras, Telefonate und Chats aus

10 Stunden nach der Tat führt die Polizei um 2:50 Uhr Razzien in 21 unterschiedlichen Adressen, nach dem man über 1.200 Videokamera-Aufzeichnungen ausgewertet und Telefongespräche sowie Chats ausgewertet hat. Dabei werden zunächst 46 Verdächtige, darunter auch Ahlam Albashir, Ahmet Jarkas und Ammar J. festgenommen. Bilal Hassan ist bis zur Stunde flüchtig.

Hassan will ins europäische Ausland, aber der Plan misslingt

Hassan soll sich nach der Tat sofort nach Edirne begeben haben, um von dort mithilfe eines Schmugglerrings nach Bulgarien geschleust zu werden. Der Plan wird jedoch kurzfristig verworfen, weil nach Angaben bulgarischer Medien, Grenzschutzbeamte, die an diesem Tag Schicht hätten, abgelöst worden seien. Ein „islamistischer Terrorist“, gar IS-Anhänger, der ins europäische Ausland flüchten will? Gehts noch? Unter Flucht ins sichere Ausland versteht man eigentlich etwas anderes!

Bulgaren verhaften Schmugglerring

Nur wenige Tage später verhaftet die bulgarische Polizei 5 Personen in Zusammenhang mit dem Fluchtplan Bilal Hassan’s, der ja schon von Interpol gesucht wird. Ihnen wirft die Generalstaatsanwaltschaft vor, Beihilfe bei einem Terroranschlag geleistet zu haben und Menschenschmuggel zu betreiben.

PKK verbreitet Gerücht und der Westen und HDP setzt darauf

Und dennoch behaupten gewisse Kreise weiterhin, dass die Tat der Regierung in die Hände gespielt hat oder, dass die Regierung sogar in den Plan involviert war bzw. hinweggesehen hat. Die Tat an sich oder die YPG/PKK kommen in diesen Argumenten erst gar nicht vor.

Diesen Kreisen missfällt schlicht die Option, dass die Terrororganisation YPG/PKK diesen Plan ausgeheckt haben könnte, um die türkische Regierung, inmitten von Vorwürfen angeblicher Nervengas-Einsätze der türkischen Armee auf PKK-Stellungen, zu einer Reaktion zu bewegen.

Man ignoriert konsequent eine weitaus logischere Schlussfolgerung. Die, dass der Terroranschlag das vorherrschende Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung negativ beeinflusst und damit die Regierung aufgrund der eigenen Sicherheits- und syrischen Flüchtlingspolitik in Bedrängnis bringt.

Reaktionen werden weiterhin herausgefordert

Währenddessen setzt die YPG/PKK zusammen mit den USA gerade jetzt vermehrt auf Publicity. Nur wenige Tage nach dem verheerenden Anschlag von Istanbul gratuliert ein US-Offizier der Spezialkräfte in Nordsyrien publikumswirksam einer neu gebildeten sogenannten Antiterror-Einheit der YPG.

An der Glaubwürdigkeit der USA, die türkische Interessen trotz anderslautender Bekundungen seit fast einem Jahrzehnt zuwiderlaufen und jetzt erneut vor Augen geführt wird, scheint niemand ernsthaft zu rütteln. Nicht einmal die PKK-nahen Persönlichkeiten, wollen die Abhängigkeit von den USA in Abrede stellen, schon gar nicht die HDP, die über europäische sowie US-amerikanische Kanäle um Solidarität mit Kobanê aufruft.

 
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar
 

Kizil Elma Kampfjet
Türkei: Unbemannter Kampfjet absolviert erfolgreich erste Tests

Tekirdag – Während die Verhandlungen über die Verkäufe des US-Jets F-16 an die Türkei noch laufen, hat das erste unbemannte Kampfflugzeug der Türkei, Bayraktar Kızılelma, am Sonntag seinen ersten Rolltest erfolgreich abgeschlossen. Die Tests fanden unter der Leitung von Selçuk Bayraktar, Vorstandsvorsitzender der türkischen Rüstungsschmiede Baykar, statt. Somit kam der Kampfjet seinem für das kommende Jahr geplanten Erstfluges einen Schritt näher. Die ersten Bewertungen von Experten deuten darauf hin, dass Kizilelma das Potenzial hat, die türkische Kampfjettechnologie in die sechste Generation zu führen und Länder wie die USA und Russland zu übertreffen. Laut Experten wird Baykar mit Kızılelma, wie zuvor auch mit der Kampfdrohne TB2, das Schlachtfeld revolutionieren. Der unbemannte Kampfjet wurde entwickelt, um auf Schiffen mit kurzer Landebahn landen und starten zu können. Hierduch werde der Jet eine wichtige Rolle bei Überseemissionen spielen. Im Gegensatz zu Drohnen oder bemannten Kampfflugzeugen, werde Kızılelma, ein düsengetriebenes Überschallflugzeug mit integrierter Tarnkappenfunktion, imstande sein, sehr aggressive Manöver und Luftkämpfe durchzuführen. Das unbemannte Kampfflugzeug soll viele Facetten moderner Kampfjets abdecken, einschließlich Luft-Luft-Kämpfe, Bodenangriffe und allgemeine Aufklärung. Während das türkische Flugzeug der 5. Generation mit dem vorläufigen Namen TF-X einen wichtigen Meilenstein in der Kategorie der bemannten Kampfjets darstellt, ist Bayraktar Kizilelma ein weiteres technologisches Wunderwerk, das die Messlatte im Bereich der unbemannten Flugzeuge noch höher legt. Seine Tarnkappeneigenschaften, eine Nutzlastkapazität von mehr als 1500 kg, eine Geschwindigkeit von 0,9 Mach (für den ersten Typ namens Kizilelma-A) und Turboprop-Triebwerke unterscheiden es von anderen Drohnen. Der in der Türkei ansässige Verteidigungsexperte Muhammad Walid ist der Ansicht, dass die Bayraktar Kizilelma möglicherweise die Aufgaben der US-amerikanischen F-16 übernehmen und eine große Bedrohung für die gegnerischen Kampfflugzeuge darstellen könnte. „Anstatt eine weitere F-16 zu kaufen, kann die Türkei bis zu vier Kizilelma-Drohnen zum gleichen Preis erwerben und sie in den feindlichen Luftraum einfliegen“, sagt Walid gegenüber TRT World. Außerdem, so Walid, würden die Stealth-Eigenschaften der Kizilelma und ihre Fähigkeit, in einer Höhe von 55.000 Fuß zu fliegen, ihr eine Luftüberlegenheit verschaffen und es ihr ermöglichen, tief im feindlichen Gebiet zu operieren.

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In einer von einem Journalisten initiierten Sammelaktion schlossen sich zahlreiche Litauer zusammen, um die türkische Kampfdrohne TB2-Bayraktar zu kaufen.

Litauer sammeln Millionen für Kauf türkischer Kampfdrohnen

Regionalliga
Türkgücü München: Kurdistan-Banner sorgt für Spielabbruch

von Nabi Yücel Ein nicht angemeldetes Banner des Bayern-Fanclubs Kurdistan hat am Samstag beim Regionalliga-Spiel zwischen Türkgücü München und der U23 des FC Bayern München für einen Spielabbruch gesorgt. Am Samstag waren die zweite Mannschaft des FC Bayern zu einem Regionalliga-Derby bei der Türkgücü München. Der Ball wollte aber nicht recht rollen, weil auf der Fanseite der Bayern-Anhänger ein Schriftzug mit „Bayern-Fanklub Kurdistan“ hing, das auch zu Spielbeginn trotz Aufforderung der Gastgeber nicht abgenommen wurde. Die Polizei forderte daraufhin den Gästeblock auf, den Banner abzunehmen, es kam anschließend zu Schlagstock- und Sprayeinsatz. Die Spieler beider Mannschaften wurden in die Kabine geschickt, kamen eine gute halbe Stunde später noch einmal aufs Feld, doch die Partie wurde letztlich nicht mehr angepfiffen. Während sich Türkgücü-Fans und auch Vertreter des FC Bayern über das gezeigte Banner empört zeigten, warfen Bayern-Fans der Polizei einen völlig unverhältnismäßigen Einsatz vor. Videos zeigen, dass die Polizei massiv von Schlagstock und Pfefferspray Gebrauch machte. Mehrere Personen sollen verletzt worden sein. Unter Einsatz von Pfefferspray sei die Fahne abgenommen worden, um „die Provokation nicht länger aufrechtzuerhalten“, so der Münchner Polizeisprecher Werner Kraus. Fans von Türkgücü bezeichneten die Situation als gewollte Eskalation, schließlich habe man bis zum Spielanpfiff den Banner geduldet, die Fans aber gebeten es vor Spielbeginn abzunehmen. Die Lage war bereits vor dem Spielanpfiff angespannt, weil nur wenige Tage zuvor der verheerende Bombenanschlag von Istanbul mit „Kurdistan“ assoziiert wird, die in der Konsequenz einen Bezug zur Terrororganisation PKK bildet. Der „Bayern-Fanklub Kurdistan“ wird von Münchner Türken als Ableger und Tummelplatz von Sympathisanten der PKK betrachtet. Ein Fan der Türkgücü erklärte, man habe angesichts des Terroranschlag genug Rücksicht gezeigt und bis zum Spielanpfiff auf den Banner nicht reagiert. Diese Geste sei wohl bei den Bayern-Fans nicht angekommen oder mutwillig ausgenutzt worden. Trotz dieses Wissens hatten Vertreter der Türkgücü die Lage bis zum Spielanpfiff unter Kontrolle gehabt. Der Bayern-Fanblock wollte das aber nicht honorieren und setzte ihre gewollte Provokationen fort.

Ratgeber
Dating: So kommt das Liebesleben für Singles wieder in Fahrt

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Viele Singles stellen sich die Frage, wie sie wieder für neuen Schwung in ihrem Liebesleben sorgen können. Zahlreichen Menschen fällt es schwer, die gewünschte Zahl an sexuellen Kontakten aufzubauen. Die Zahl der Ratgeber, die sich schon in der Vergangenheit diesem Thema gewidmet haben, ist groß. Doch welche Tipps können wirklich ein Teil der Lösung sein? Darauf richten wir den Blick hier in diesem Artikel.

Fokus auf eigene Stärken richten

In einem ersten Schritt ist es für Singles wichtig, sich selbst nicht hängen zu lassen und im Selbstmitleid unterzugehen. Nicht nur ist dies ein enormes Risiko für das persönliche Wohlbefinden. Auf der anderen Seite sinkt die Attraktivität erheblich, wenn der Glaube an sich selbst verloren geht. Umso wichtiger ist es, weiterhin die eigenen Stärken in den Vordergrund zu kehren und möglichst ein Leben zu leben, das den eigenen Vorstellungen entspricht. Dazu zählt zum Beispiel eine schöne Wohnung, die nicht etwa vernachlässigt wird, weil nur eine alleinstehende Person darin wohnt. Wer auf sich achtet und sich mit den schönen Dingen des Lebens umgibt, wird auf diese Art und Weise deutlich an Attraktivität gewinnen können. Es gibt also gute Gründe, sich für genau diesen Weg zu entscheiden.

Dating-Apps nutzen

In manchen Fällen ist es schlicht eine mangelnde Zahl an Kontakten, unter der das Liebesleben leidet. Dating-Apps präsentieren sich in diesem Fall als eine lohnende Alternative. Denn direkt nach der Registrierung auf der Plattform besteht die Möglichkeit, mit zahlreichen potenziellen Partnerinnen und Partnern aus der Umgebung in Kontakt zu kommen. Dating-Apps gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Welche davon die richtige ist, hängt am Ende des Tages vor allem von den persönlichen Zielen ab. Während in der einen App die Suche nach der großen Liebe im Mittelpunkt steht, ist es an anderer Stelle eher das Casual Dating. Unter dem Strich gibt es wohl für jeden die passende App, welche die Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung erheblich in die Höhe treiben kann. Andere Plattformen vermitteln Sexualkontakte gegen Bezahlung und können unter Umständen eine Alternative sein. Dort haben in erster Linie Männer die Möglichkeit, Escort-Dienste für sich in Anspruch zu nehmen. Wer mehr lesen möchte, findet hier auf dieser Seite die entsprechenden Infos.

An sich selbst arbeiten

Es gibt Situationen, in denen führt erst einmal kein Weg daran vorbei, an sich selbst zu arbeiten. Vielleicht ist es eine ganz konkrete Unzufriedenheit, welche für die schlechte Ausstrahlung verantwortlich ist. Hier gilt es nach der Ursache zu suchen, um sie im nächsten Schritt möglichst schnell aus der Welt zu schaffen. Kleidung und Auftreten sind die beiden Hauptpunkte, bei denen schnelle Erfolge möglich sind. Vielleicht gibt es ein paar Tipps von Freunden, die dafür beherzigt werden können. So sind Fortschritte in jedem Fall in Reichweite.

Schöne Dates genießen

Am Ende des Tags bleibt es wichtig, nicht zu verkrampft in die Dates zu gehen, die sich daraus entwickeln werden. Eine gute und entspannte Stimmung ist entscheidend, damit ein Treffen zu einem Erfolg werden kann. Dies gilt es im Hinterkopf zu behalten, auch wenn die Nervosität einmal besonders groß sein sollte.

Ukraine-Krieg
Ukraine: Ankara lässt Ahiska-Türken ausfliegen

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Ankara/Cherson – Nach wochenlangen Bemühungen ist es der Türkei gelungen, 84 Einwohner der türkischsprachigen Volksgruppe der Mescheten (Ahıska Türkleri) aus der von Russland besetzten und vor kurzem befreiten ukrainischen Stadt Cherson ausreisen zu lassen.

Wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf diplomatische Quellen berichtet, habe die Aktion das Außenministerium in Ankara und die türkische Botschaft in Moskau koordiniert.

Türkische Diplomaten führten offenbar seit Oktober Gespräche mit der russischen Regierung über eine Ausreise der Mescheten aus Cherson. Ob die ukrainische Regierung oder Behörden über die Ausreise der türkischsprachigen Volksgruppe involviert waren, war zunächst unklar. Aber es ist jedoch davon auszugehen, dass die ukrainische Regierung darüber in Kenntnis gesetzt wurde. Nach einer langen strapaziösen Reise erreichte die überwiegend aus alten Menschen bestehende Gruppe aus Russland kommend den Grenzübergang nach Georgien.

Während der Durchfahrt durch die Russische Föderation kamen noch weitere vier meschetische Flüchtlinge hinzu, die ebenfalls aus Cherson ausgereist waren. Die 88 Mescheten waren am 31. Oktober aus Cherson aufgebrochen, um von Russland über Georgien in die Türkei zu reisen. Die türkische Botschaft in Tiflis schrieb auf Twitter „Es erfüllt uns mit Stolz, die aus Cherson evakuierten meschetischen Türken begrüßen zu dürfen. Wir begleiten die Gruppe in Richtung Türkei.“

Die aus Cherson evakuierten Flüchtlinge trafen am Samstag am georgisch-türkischen Grenzübergang Sarp/Artvin ein, wo sie unter anderem vom Landrat von Hopa, Gürkan Üçüncü, begrüßt wurden.

Am 14. April 1944 wurden auf Geheiß des sowjetischen Staatschefs Josef Stalin etwas mehr als 100.000 Mescheten aus ihrer angestammten Heimat (Meschetien) in Georgien vertrieben und in weit entfernte Gebiete Zentralasiens deportiert. Aus sowjetisch-russischen Archivbeständen geht hervor, dass die Vertreibungen die „ethnische Säuberung der Region von Türken“ zum Ziel hatte. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert.

Kemal Bölge

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– Türkei – Nach Erdogan-Anweisung: Zahl der eingebürgerten Ahiska-Türken erreicht 40.000

Die Zahl der in der Türkei eingebürgerten Ahiska-Türken (Mescheten) habe laut dem Leiter der Weltunion der Ahiska  (DATÜB) mittlerweile 40.000 überschritten.

Nach Erdogan-Anweisung: Zahl der eingebürgerten Ahiska-Türken erreicht 40.000

Klimawandel
Grüne Technologien – enormes Synergiepotential für die Türkei und Österreich

Ein Gastbeitrag von Klaus Jürgens

COP 27 macht gerade große Schlagzeilen, aber wenn wir ehrlich sind für die meisten BürgerInnen unter uns sind vage energiepolitische Zukunftspläne angesichts steigender Lebenshaltungskosten in Europa eher Visionen denn greifbare Realität.

Aber das Konferenzthema in Sharm El-Sheikh – Klimawandel – erlaubt auch darüber nachzudenken was im hier und heute getan werden kann und sollte, um unseren Planeten für unsere Kinder zu bewahren. Vorhang auf für grüne Technologien und wie sie das tägliche Leben positiv beeinflussen und was noch zu tun bleibt, um sie viel stärker in unser Bewusstsein zu rücken.

Und hierfür bietet es sich an einmal einen Blick auf diesbezügliche Vorhaben in Österreich und der Türkei zu stellen da beide Länder dem Klimawandel den Kampf angesagt haben.

Diese Woche Dienstag fand in der Hauptstadt der Türkei Ankara eine hochinteressante Veranstaltung statt, die Unternehmensvertreter österreichischer Firmen mit Medienvertretern zusammenbrachte. Der Büroleiter der Handelsabteilung der Botschaft der Republik Österreich, Advantage Austria, Dr. Christian Maier hatte zum #greentechaustria‘ – Frühstück geladen.

Advantage Austria ist die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreichs, mit Büros in Ankara und Istanbul präsent, und seit 70 Jahren in der Türkei vertreten. Wie im ersten Satz erwähnt sind große globale Fragestellungen oftmals abstrakt und gar nicht so einfach einem breiteren Publikum zu vermitteln – nicht so hier bei der WKÖ wo faszinierende aber vor allem greifbare Details und Lösungen vorgestellt wurden.

Grüne Technologien sind während der Herstellung aber auch bei der Lieferkette umweltfreundlich. Das betrifft alternative Brennstoffe ebenso wie saubere Energieerzeugung an sich. Dr. Maier führte dazu aus, dass die österreichische GreenTech-Branche 2019 einen Umsatz von rund 12 Milliarden Euros erwirtschaftete und am heutigen Tag fast 40000 Menschen einen Arbeitsplatz garantiert.

Wichtig zu bemerken, dass die Exportquote in diesem innovativen Industriesektor bei 72 Prozent liegt. Dr. Maier erläuterte dann, dass Österreich bis 2030 zu 100 Prozent erneuerbaren Strom erzeugen wird und zehn Jahre danach, 2040, vollständig klimaneutral sein will. Er sagte weiterhin, dass bereits heute beinahe 80 Prozent der gesamten Stromproduktion in Österreich aus erneuerbaren Energiequellen stammt – der europäische Spitzenreiter.

In der Türkei tut sich ebenso sehr viel in diesem Bereich. Investitionen werden vor allem Richtung Windenergie, Solarenergie, Biomasse und Geothermie getätigt. Um nur eine Erfolgsstory zu nennen, im Bereich Windenergie steht Türkiye z. Zt. bereits in den Top 5 der europäischen Investoren.

Um diese Entwicklung in einem breiteren Rahmen zu diskutieren, sollten wir Mehmet Yavuz, Generalsekretär der Entwicklungsagentur in Izmir (IZKA) an der Westküste des Landes anhören, der während einer anderen Veranstaltung vor kurzem bestätigte, dass grüner und blauer Wachstum Hand in Hand gehen müssen, vor allem mit der über 8000 Kilometern langen Küstenlinie der Türkei ein überzeugender Ansatz.

Synergiepotential: enorm! Strategische Partnerschaften zwischen Firmen beider Länder, Erfahrungsaustausch zwischen Managern beider Staaten, Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung, voneinander lernen… Wer profitiert am Ende? Natürlich müssen Unternehmen Gewinne erzielen, dass ist das Prinzip einer funktionierenden Marktwirtschaft die in beiden befreundeten Ländern den wirtschaftlichen Ton angibt.

Aber vor allem auch die o.a. BürgerInnen werden profitieren – bezahlbare Energie, saubere Umwelt, neue Arbeitsplätze in Türkiye und Österreich, eine Zukunft die greifbar ist und nicht nur in Konferenzdokumenten ad Acta gelegt wird. Kompliment an die Advantage Austria, um hier den Weg zu weisen.

Zum Thema

– Klimaschutz – Türkei: 7 Mrd. Dollar Einsparung durch erneuerbare Energien

Allein im vergangenen Jahre habe die Türkei laut dem Fachportal WindEurope eine Milliarde Dollar in neue Windparks investiert.

Türkei: 7 Mrd. Dollar Einsparung durch erneuerbare Energien

Klaus Jürgens

Political Analyst and Journalist

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