Im Oktober Treffen mit Erdogan
„Obelix“ Gerard Depardieu möchte „Türke“ werden

Istanbul (nex) – Der weltberühmte französische Schauspieler Gerard Depardieu (69) möchte nach eigenen Aussagen die türkische Staatsbürgerschaft erwerben. Depardieu werde im Oktober in die Türkei reisen und sich dort mit Präsident Recep Tayyip Erdogan treffen, berichten türkischen Medien unter Berufung auf die Tageszeitung Aydinlik. Zur Zeit befindet sich der Schauspieler in Pjänjang, um an den Feierlichkeiten zum 70. Gründungstag Nordkoreas teilzunehmen. Dort werde er auch mit Machthaber Kim Jong-un zusammenkommen. Neben der französischen Staatsbürgerschaft besitzt Depardieu seit 2013 auch die russische. Der Franzose gehört seit den 1970ern zu den bekanntesten Schauspielern Frankreichs und spielte in den Asterix-Filmen die Rolle des Obelix.

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– Istanbul – Lindsay Lohan: Türkei ist zu meiner zweiten Heimat geworden

Die für ihren bunten Lebensstil bekannte US-amerikanische Schauspielerin hat türkischen Medienberichten zufolge erneut die Türkei besucht.

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Menschenrechtsverletzungen in China
Malaysischer Politiker Anwar Ibrahim: Muslimische Regierungen fürchten China

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Hong Kong (nex) – In einem Interview mit Bloomberg Television, sagte der ehemalige und wohl auch zukünftige Premierminister Malaysias Anwar Ibrahim, dass sich muslimische Regierungen „vor China fürchten“ und aus diesem Grund zu den Repressalien Pekings gegen muslimische Chinesen und den sogenannten Umerziehungslagern schwiegen. „Sie haben Angst. Niemand will etwas sagen“, so Anwar in dem  Gespräch mit Bloombergs  Sophie Kamaruddin. Anwars Äußerungen gehören zu den bisher schärfsten eines führenden Politikers in der islamischen Welt, der die Misshandlungen der muslimischen Minderheiten in China verurteilt. Tatsächlich halten sich Regierung muslimischer Länder zu der Situation der Muslime in China mit Kritik zurück, obwohl in den USA und Europa immer mehr Forderungen an China gerichtet werden, die Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Selbst die Türkei, die sich in der Vergangenheit für etwa die turksprachige Minderheit der Uiguren laut machte, bleibt ungewohnt ruhig. Wirtschaftliche Gründe Das zweisprachige malaysische Nachrichtenportal „Free Malaysia Today sieht dafür wirtschaftliche Gründe. China sei eines der größten Wirtschaftspartner vieler muslimischer Länder. Kuala Lumpur habe eine starke Haltung gegenüber Peking eingenommen und vor einer „neuen Version des Kolonialismus“ gewarnt, während Malaysia zudem „Milliardenprojekte annulliert“ habe, die von chinesischen Staatsbetrieben unterstützt würden. Bis zu einher Million Inhaftierte: Umerziehungslager in der Autonomieregion Xinjiang Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert. Inzwischen halte China eine unglaublich große Zahl von Personen der weitgehend muslimischen Minderheit in über den ganzen Nordosten verstreuten Lagern gefangen. Dazu gehörten auch säkulare Personen sowie alte und gebrechliche Menschen, berichtet der WSJ. Bis zu einer Million, etwa sieben Prozent der muslimischen Bevölkerung in der chinesischen Region Xinjiang, sind nach staatlichen Beamten der USA und Experten der Vereinten Nationen jetzt in einem sich erweiternden Netzwerk von „politischen Umerziehungslagern“ eingesperrt. Der volle Umfang des Internierungssystems war lange Zeit deswegen im Dunkel, weil viele Uiguren sich fürchteten auszusagen, so WSJ. Jetzt erzählen mehr von ihren Erfahrungen, einschließlich von sechs früheren Häftlingen, die das Journal interviewt hat; sie beschrieben, wie sie oder andere Gefangene an Stühle gebunden wurden oder kein adäquates Essen erhielten. China kämpfte jahrzehntelang separatistische Gefühle unter seiner turksprachigen uigurischen Bevölkerung zu unterdrücken, die zweimal, in den dreißiger und vierziger Jahren, staatliche Unabhängigkeit erreichten. Einige der 11 Millionen Uiguren streben immer noch nach einer eigenen Heimat in dem ölreichen Gebiet, das sie Ostturkestan nennen. Peking beschuldigt die Uiguren dutzender Attacken auf Regierungseinrichtungen und behauptet, sie hätten jihadistische Verbindungen. Einige jüngere Angriffe tragen jihadistische Züge und Antiterrorexperten behaupten, Dutzende von Uiguren hätten sich dem IS in Syrien und Irak angeschlossen. Trotzdem behaupten viele Experten für die Region und uigurische Aktivisten, dass der Unmut viel eher durch Chinas harte Hand bei seiner Polizeiüberwachung, seiner starken Einschränkung religiöser Aktivitäten und bevorzugte Behandlung von nicht-uigurischen Einwanderern in die Region getrieben wird. China hat viele dieser Repressalien in der letzen Zeit verstärkt: es hat Männern verboten, Bärte wachsen zu lassen, Frauen ein Kopftuch zu tragen; man hat nach Expertenmeinung das umfassendste elektronische Überwachungssystem der Welt eingerichtet. Der Ausbau des Internierungssystem weist darauf, dass China inzwischen bestrebt ist, jedes Gefühl einer islamischen Identität unter Uiguren und anderen islamischen Minderheiten auszulöschen, und zwar in dem größten Programmen von außergerichtlichen Massenverhaftungen seit den fünfziger Jahren, so formulieren es Forscher.    

Waffendeal
Bericht: Israel verkauft Raketenabwehrsystem Iron Dome an Saudi Arabien

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Riad (nex) – Saudi-Arabien soll das Raketenabwehrsystem Iron Dome aus Israel gekauft haben. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien wie etwa Al-Khaleej Online unter Berufung auf diplomatische Kreise. Der Verkauf werde die sich seit bereits vielen Monaten entwickelnde Annäherung zwischen den einstigen Erzfeinden verstärken und die Beziehungen weiter vertiefen. Saudi-Arabien will nicht nur eine politische Annäherung mit Israel, so „The Gulf Online“, sondern versucht auch, ein Niveau zu erreichen, auf dem es öffentlich schwere und hochentwickelte Waffen aus Tel Aviv kaufen kann, wie es auch die Vereinten Arabischen Emirate tun. In der Tat sind die israelisch-saudischen Beziehungen so gut wie noch nie in der Geschichte der beiden Staaten. Der Stabschef der israelischen Armee, General Gadi Eisenkot, sagte kürzlich in einem Interview mit der britischen Zeitung Saudi Elaph, dass Israel bereit sei, Geheimdienstinformationen mit den Saudis zu teilen, um dem Einfluss des Iran einzudämmen. Die beiden Staaten sehen Iran als die größte Gefahr in der Region. Darüber hinaus enthüllte ein ehemaliger hoher Beamter der israelischen Armee, dass er kürzlich zwei Treffen mit zwei prominenten saudischen Offiziellen hatte, die bestätigten, dass Israel nicht mehr ein Feind Saudi-Arabiens sei. Die Quellen bestätigten, dass bei einem geheimen trilateralen Treffen mit Israel und den USA Saudi Arabien mit Hilfe der USA Israel davon überzeugt habe Riad das Iron Dome System zu verkaufen. Die israelische Zeitung Haaretz berichtet allerdings, dass Tel Aviv den Verkauf dementiert habe.

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– Erdogans Afrika-Reise – Sudan übergibt Sawakin-Insel an die Türkei

Sudans Staatspräsident Omar al-Baschir habe seinem türkischen Amtskollegen zugestimmt, die sudanesische Sawakin Insel für Wiederaufbauarbeiten vorübergehend an die Türkei zu übergeben.

Sudan übergibt Sawakin-Insel an die Türkei

"Riss durch die Gesellschaft"
August Zirner: Man hätte die AfD verbieten müssen

Osnabrück – Der in Deutschland populäre amerikanisch-österreichische Schauspieler August Zirner (62) sorgt sich um den Zustand der Gesellschaft: „Viel mehr Leute trauen sich heute, Sachen zu sagen, die sie vor fünf Jahren noch nicht gesagt hätten“, sagte der 62-Jährige im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es geht ein Riss durch die Gesellschaft – früher zwischen arm und reich, heute zwischen informiert und uninformiert, empathisch und unempathisch.“ Zirner fragt sich: „Wo ist der differenzierte Blick auf Dinge? Was bedroht die Leute wirklich, die sich heute bedroht fühlen? Was ist das denn für eine Kultur, auf die da gepocht wird? Ich finde, dass man die AfD hätte verbieten müssen, aber dafür ist es jetzt zu spät.“ Mittlerweile sei es „irgendwie cool“, mit der AfD zu sympathisieren, sagte der 62-Jährige und fügte hinzu: „Ich finde Coolness inzwischen ziemlich langweilig.“ Die Kunst wird nach Zirners Worten in solchen Zeiten „automatisch“ politischer: „Weil man ja dieses Entsetzen, die Wut und die Überforderung mit der Dummheit in sich trägt.“ Die Schuld an der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft sieht der Schauspieler durchaus auch bei den etablierten Parteien: „Mich entsetzt zum Beispiel das Ausmaß der sanktionierten Wirtschaftskriminalität. Vom Dieselskandal bis zu irgendwelchen Optionsgeschäften – ich versteh nicht, warum es nicht mehr so etwas wie eine ökonomische Moralinstitution gibt. Daran sieht man, dass der Staat überholungsbedürftig ist, genauso wie es die EU ist. Das heißt nicht, dass der Staat oder die EU schlecht wären, aber wie in Amerika hat die Wirtschaft mittlerweile den Staat in der Hand.“ „Die ersten 15 Jahre im Beruf waren höllisch“ Er selbst habe die ersten 15 Jahre in seinem Beruf als „höllisch“ empfunden, räumte Zirner ein: „Weil ich nichts konnte und so unsicher war. Ich war halt sehr jung und in den Fängen ziemlich starker Regisseure. Andererseits war ich ziemlich bockig und eigenwillig, aber auch sehr verunsicherbar. Inzwischen vertraue ich auf meinen Bock, aber das hat lange gedauert.

Berlin
SPD-Generalsekretär Klingbeil hält Seehofer für eine Belastung der Koalition

Saarbrücken – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist nach Ansicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zu einer Belastung für die Große Koalition geworden. Klingbeil sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Ich hatte gehofft, die Sommerpause täte ihm gut. Das ist leider nicht der Fall gewesen.“ Es sei nicht einfach für die Koalition, „wenn der Bundesinnenminister immer wieder mit Querschüssen kommt, statt seinen Job ordentlich zu machen“, so Klingbeil weiter. Wer die AfD wieder klein machen wolle, müsse über Probleme bei Rente, Mieten, Pflege und Bildung reden. „Leider hat das noch nicht jeder in der Bundesregierung begriffen.“ Klingbeil bekräftigte die Forderung der SPD nach Entlassung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. „Es geht nicht um Umfragen, sondern darum, das Richtige zu tun.“ Maaßen habe sich nach den Vorfällen in Chemnitz „zum Stichwortgeber rechter Verschwörungstheorien gemacht“. Deswegen sei es jetzt „Aufgabe der SPD als Regierungspartei ganz klar zu bewerten, ob er noch unser Vertrauen hat. Und das hat er nicht mehr“, so Klingbeil.

"Keine Alternative für Bayern"
Bayerns Innenminister Herrmann: AfD hat immer mehr extremistische Tendenzen

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Bonn – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am Rande des CSU-Parteitags die AfD scharf angegriffen und gleichzeitig bestätigt, dass einzelne AfD-Mitglieder schon jetzt von den Sicherheitsbehörden beobachtet werden. „Die AfD mag eine Alternative zur NPD sein, aber keine Alternative für Deutschland und schon gar nicht für Bayern“, äußerte sich Herrmann am Rande des Parteitags im Fernsehsender phoenix. Die AfD radikalisiere sich quasi von Monat zu Monat. „Sie hat immer mehr extremistische Tendenzen, da machen sich immer mehr Leute mit rassistischem, antisemitischem Gedankengut breit, die nicht ausgegrenzt werden“, kritisierte Herrmann. Die Sicherheitsbehörden in Bayern schauten deshalb genau hin und registrierten die Veränderungen in der AfD genau. „Wir haben in Bayern heute bereits einzelne Personen, die wir aus dem rechtsextremen Spektrum kennen, unter Beobachtung, von denen wir wissen, dass sie inzwischen in der AfD sind und dort auch Funktionen wahrnehmen“, stellte der CSU-Minister fest. Man werde dies intensivieren, falls es eine Notwendigkeit gebe. „Wir sind ständig unterwegs, zu sehen, ob es entsprechende Grundlagen für noch mehr Beobachtung der AfD gibt.“

Kampf dem Terror
Italien: Anti-Terror-Einheit beschlagnahmt Pass von YPG-Mitglied

Rom (nex) – Anti-Terror-Einheiten in Westitalien durchsuchten das Haus eines verdächtigen italienischen YPG/PKK-Mitglieds und beschlagnahmten seinen Pass, berichten lokale Medien am Samstag. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, durchsuchte die Polizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen „Kriegsaktivitäten im Ausland“ in den Städten Nuoro und Cagliari auf der Insel Sardinien die Häuser von drei italienischen Staatsangehörigen. Wie italienische Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter berichten, plante einer der Verdächtigen, Pierluigi Caria, dessen Zugehörigkeit zu YPG/PKK bestätigt worden sei, bald in den Irak und daraufhin weiter nach Syrien zu reisen. Sein Pass sei von der Anti-Mafia-Einheit in Cagliari beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen gegen die drei Personen wurde eingeleitet, nachdem ein Foto mit zwei YPG/PKK-Mitgliedern aufgetaucht ist. Die mutmaßlichen Terroristen auf dem Foto, der Franzose Olivier Francois Jean le Clainche und der Italiener Pierluigi Caria, waren mit einer Kalaschnikow zu sehen. Ihre Identitäten wurde durch Flaggen, die auf dem Foto zu sehen waren, festgestellt. Einer so genannten antifaschistischen Organisation in Bretonnien, Frankreich und die Flagge der Insel Sardinien. Der französische Terrorist mit dem Codenamen Kendal Breizh wurde am 18. Februar während der Anti-Terror-Operation Olivenzweig von den türkischen Streitkräften im syrischen Afrin getötet. Caria wird im Rahmen des Artikels 270 des italienischen Strafgesetzbuches wegen Handlungen, die mit dem Ziel des Terrorismus begangen wurden, und wegen Gewalttaten gegen den Staat angeklagt. Der Artikel enthält auch Gewalttaten gegen einen ausländischen Staat, eine Institution und internationale Organisationen mit terroristischen Zwecken.

Airline News
Albanisch-türkisches Joint-Venture: Air Albania

Istanbul (nex) – Albaniens erste nationale Fluggesellschaft – ein Joint Venture mit der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines – startete am Samstag ihren ersten Flug vom Internationalen Flughafen Tirana Mutter Teresa nach Istanbul. Nach dem Testflug von Istanbul nach Tirana am Freitag kehrte die Maschine mit 80 albanischen Studenten an Bord nach Istanbul zurück. Der albanische Premierminister Edi Rama, der türkische Botschafter in Tirana Murat Ahmet Yoruk und die albanischen Minister sowie Vertreter von Turkish Airlines nahmen am Freitag an einer Feier teil. Bei der Eröffnungsfeier sagte Rama: „Es ist ein symbolischer Flug. Es wird den ganzen Monat über ähnliche Flüge geben.“ Am Mittwoch gab Turkish Airlines die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens bekannt. In einer Erklärung gab die halbstaatliche Fluggesellschaft am Mittwoch bekannt, dass das neue Unternehmen im Bereich des Personen- und Güterverkehrs tätig sein wird. „Das geplante Unternehmen wird mit einem Kapital von bis zu 30 Millionen Dollar gegründet“, sagte THY. Wie THY weiter mitteilte, werde die türkische Fluggesellschaft 49 Prozent und das Investitionsunternehmen MDN Investment SHPK 41 Prozent der Anteile halten. Die restlichen 10 Prozent sollen Albcontrol, die den Luftraum und den Luftverkehr Albaniens verwaltet und die Regierung Albaniens vertritt, gehören.

Südhessen
Bad Soden-Salmünster: 19-jähriger Deutsch-Marokkaner getötet

Bad Soden-Salmünster – In der südhessischen Stadt Bad Soden-Salmünster ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hanau ein 19-jähriger Deutsch-Marokkaner zu Tode gekommen. Medienberichten zufolge sei das Opfer Sala-Edine R. am Freitagabend auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs mit einem 17-jährigen in eine blutige Auseinandersetzung geraten und dabei getötet worden. Der 17-jährige wurde bereits als Tatverdächtiger festgenommen. Der „Fuldaer Zeitung“ zufolge handele es sich bei dem Verhafteten um einen Deutschen. Zu den Hintergründen wollte sich Dominik Mies, Sprecher der Staatsanwaltschaft, aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht äußern. Wie die Tageszeitung „BILD“ berichtet, ging es bei dem Streit um ein 17-jähriges Mädchen. Der Schüler galt dem BILD-Bericht zufolge als nett und freundlich und habe am Kinzig-Stausee als Strandwärter gejobbt. Die Leiche des Deutsch-Marokkaners soll nun obduziert werden. Ob der 17-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werde, werde im Laufe des Wochenendes geklärt, so die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei in Gelnhausen haben die Ermittlungen übernommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen behält sich die Staatsanwaltschaft vor, zunächst keine weiteren Einzelheiten zum Sachverhalt zu veröffentlichen. Zeugen die Angaben zur Sachen machen können, werden gebeten sich bei der Kriminalpolizei in Gelnhausen unter der Telefonnummer 06051 827-0 zu melden.        

Menschenrechtsverletzungen in China
Repressalien gegen Muslime in China: Demos in Indien und Bangladesch

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Mumbai (nex) – Während den Palästinensern bei ihren Freiheitsbestrebungen die Unterstützung und der Zuspruch der islamischen Welt sicher sind, stößt das Leid der Muslime in China weitgehend auf taube Ohren.   Dies scheint sich zumindest in den islamischen Ländern des fernen Ostens nun zu ändern: Tausende Muslime demonstrierten in den vergangenen Tagen in Indien und Bangladesh gegen sogenannte Umerziehungslager für Muslime in China.  Die Demonstranten riefen „Nieder mit China“, als sie nach dem Freitagsgebet vor einer Moschee in Mumbai, der indischen Finanzmetropole,  zusammenkamen. Ein Organisator, Mohammed Saeed Nori, beschuldigte China, viele Muslime in Lagern festgehalten zu haben und sie „ihrer Religionsfreiheit zu berauben“. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtler werfen Peking vor, seit Jahren ein wachsendes Netzwerk von Internierungslagern errichtet zu haben.  China habe zudem die Beschränkungen für den islamischen Religionsunterricht und der uigurischen Sprache verschärft, um die Minderheit in die chinesische Mehrheitsgesellschaft zu assimilieren, der von der ethnischen Gruppe der Han dominiert wird. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert. Inzwischen halte China eine unglaublich große Zahl von Personen der weitgehend muslimischen Minderheit in über den ganzen Nordosten verstreuten Lagern gefangen. Dazu gehörten auch säkulare Personen sowie alte und gebrechliche Menschen, berichtet der WSJ. Bis zu einer Million, etwa sieben Prozent der muslimischen Bevölkerung in der chinesischen Region Xinjiang, sind nach staatlichen Beamten der USA und Experten der Vereinten Nationen jetzt in einem sich erweiternden Netzwerk von „politischen Umerziehungslagern“ eingesperrt. Während die Lager an Größe gewachsen seien, sagen Uiguren, die außerhalb von China leben, gegenüber dem WSJ, dass Verwandte von ihnen – zumeist, doch nicht immer ältere Menschen – während oder kurz nach ihrer Entlassung gestorben seien. Vom Wall Street Journal und einem Experten in Fotoanalyse untersuchte Satelliten Bilder zeigen, dass die Lager gewachsen sind. In den letzten Wochen wurden an einigen Bauarbeiten durchgeführt. Einschließlich an einem westlich von Kaschgar, das Reporter des Journals letzten November besucht hatten. Der volle Umfang des Internierungssystems war lange Zeit deswegen im Dunkel, weil viele Uiguren sich fürchteten auszusagen, so WSJ. Jetzt erzählen mehr von ihren Erfahrungen, einschließlich von sechs früheren Häftlingen, die das Journal interviewt hat; sie beschrieben, wie sie oder andere Gefangene an Stühle gebunden wurden oder kein adäquates Essen erhielten. „Man sprach mit uns auch über Religion, man sagte, es gebe keine Religion, warum glaubst du an Gott, es gibt keinen Gott“, zitiert das Blatt den 22-jährigen Uiguren „Ablikim“, ein ehemaliger Lagerinsasse, der darum gebeten habe, anonym zu bleiben. WSJ sprach auch mit drei Dutzend Verwandten von Häftlingen; fünf davon berichteten, dass Familienmitglieder in den Lagern oder kurz nach der Entlassung gestorben seien. Viele sagten, sie mussten dafür kämpfen, zu erfahren, wo ihre Verwandten festgehalten wurden oder was ihr Gesundheitszustand sei. Peking weist Vorwürfe zurück Es heißt, dass der Prozess den armen Menschen in Xinjiang wirtschaftlichen Nutzen bringen wird. China verleugnet die Exixtenz der Lager und behauptet, man führe notwendige Maßnahmen durch um Terrorismus, religiösen Extremismus und Separatismus zu bekämpfen.  Ein hochrangiger chinesischer Staatsbeamte von der Abteilung ,Vereinte Arbeitsfront‘, hat in der vergangenen Woche zum ersten Mal öffentlich zugegeben, dass es die Lager gibt, er sagte jedoch, es seinen Zentren zur beruflichen Bildung. In seiner Antwort vor der UN-Kommission sagte er, es gebe keine ,,willkürlichen Verhaftungen“, und er bestritt, dass eine Million inhaftiert seien. Er sagte nicht, wie viele Personen sich in den Zentren befinden. China kämpfte jahrzehntelang separatistische Gefühle unter seiner turksprachigen uigurischen Bevölkerung zu unterdrücken, die zweimal, in den dreißiger und vierziger Jahren, staatliche Unabhängigkeit erreichten. Einige der 11 Millionen Uiguren streben immer noch nach einer eigenen Heimat in dem ölreichen Gebiet, das sie Ostturkestan nennen. Peking beschuldigt die Uiguren dutzender Attacken auf Regierungseinrichtungen und behauptet, sie hätten jihadistische Verbindungen. Einige jüngere Angriffe tragen jihadistische Züge und Antiterrorexperten behaupten, Dutzende von Uiguren hätten sich dem IS in Syrien und Irak angeschlossen. Trotzdem behaupten viele Experten für die Region und uigurische Aktivisten, dass der Unmut viel eher durch Chinas harte Hand bei seiner Polizeiüberwachung, seiner starken Einschränkung religiöser Aktivitäten und bevorzugte Behandlung von nicht-uigurischen Einwanderern in die Region getrieben wird. China hat viele dieser Repressalien in der letzen Zeit verstärkt: es hat Männern verboten, Bärte wachsen zu lassen, Frauen ein Kopftuch zu tragen; man hat nach Expertenmeinung das umfassendste elektronische Überwachungssystem der Welt eingerichtet. Der Ausbau des Internierungssystem weist darauf, dass China inzwischen bestrebt ist, jedes Gefühl einer islamischen Identität unter Uiguren und anderen islamischen Minderheiten auszulöschen, und zwar in dem größten Programmen von außergerichtlichen Massenverhaftungen seit den fünfziger Jahren, so formulieren es Forscher.

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– Xinjiang – China: Behörden bedrohen Hui-muslimischen Dichter Cui Haoxin

Cui Haoxin, ein Angehöriger der Minderheit der Hui-Muslime, bekannt durch seinen Schriftstellernamen An Ran, wurde durch die Sicherheitspolizei einer Befragung unterzogen, nachdem er Posts über die Umerziehungslager und Masseninhaftierungen von Uiguren und anderen Minderheiten in Xinjiang veröffentlichte.

China: Behörden bedrohen Hui-muslimischen Dichter Cui Haoxin