Treffen in Sotschi
UN-Sonderbeauftragter zu Erdogan-Putin-Treffen: „Endlich Hoffnung!“

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New York (nex) – Das Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinem russischen Amtskollegen Vladimir Putin über Syrien sei „sehr wichtig“, sagte ein UN-Beamter am Montag. Der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stephane Dujarric, betonte, dass das Gespräch „positive“ Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in Syriens nordwestlicher Provinz Idlib haben würde, da sie „einem großen Risiko“ ausgesetzt ist. Seine Bemerkungen kamen, nachdem die Türkei und Russland am Montag vereinbart hatten, Idlib in eine entmilitarisierte Zone zu verwandeln. Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation „Erdogans mit Russland“ titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche zu entmilitarisieren. „Wir haben uns auf die Einrichtung einer waffenfreien Zone zwischen den von der Opposition und dem Regime kontrollierten Gebieten geeinigt“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Putin in der Schwarzmeerküstenstadt Sotschi nach einem Treffen der beiden Staatschefs. Jan Egeland, Senior Advisor des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, forderte am Montag die syrische Regierung und die bewaffnete Opposition auf, das Abkommen einzuhalten und kein Blutvergießen zu provozieren und humanitären Zugang zu gewähren. „Endlich Hoffnung für die drei Millionen syrischen Zivilisten in Idleb: Russland und die Türkei einigen sich auf einen Plan, der einen schrecklichen Krieg unter Vertriebenen verhindern kann“, schrieb Egeland auf Twitter.

Zum Thema

Sotschi: Erdogan und Putin entscheiden Entmilitarisierung von Teilen Syriens

"Humanitäre Krise verhindert"
Sotschi: Erdogan und Putin entscheiden Entmilitarisierung von Teilen Syriens

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Sotschi (nex) – Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation „Erdogans mit Russland“ titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche zu entmilitarisieren. „Wir haben uns auf die Einrichtung einer waffenfreien Zone zwischen den von der Opposition und dem Regime kontrollierten Gebieten geeinigt“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Putin in der Schwarzmeerküstenstadt Sotschi nach einem Treffen der beiden Staatschefs. „Die Einzelheiten zu diesem Thema werden in den folgenden Stunden mit der syrischen Seite abgestimmt“, sagte der russische Verteidigungsminister  Sergey Shoigu den Reportern nach dem Treffen zwischen Erdogan und Putin. Im Anschluss an das Treffen unterzeichneten Ankara und Moskau eine Absichtserklärung, in der die Stabilisierung der Situation in der Deeskalationszone Idlibs gefordert wird und in der Aggressionen verboten sind „Ich denke, dass wir mit diesem Memorandum eine große humanitäre Krise in Idlib verhindert haben“, betonte Erdogan. „Ich glaube, dass nicht nur unsere Region, sondern auch die Augen der ganzen Welt jetzt auf Sotschi gerichtet sind“, sagte Erdogan weiter und fügte hinzu, dass die Ergebnisse der Gespräche in Sotschi der Region neue Hoffnung bringen werden. Putin sagte, dass sich die entmilitarisierte Zone bis zum 15. Oktober zwischen 15 und 20 Kilometer tief in Idlib erstrecken wird. Er fügte hinzu, dass die Einrichtung der Zone mit dem Abzug von bewaffneten Gruppen, einschließlich der al-Nusra-Front, einhergehen würde. Erdogan seinerseits sagte, dass „Terrornester“ östlich des Euphratflusses die „größte“ Bedrohung für die Zukunft Syriens seien. Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“ Putin sagte, die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“. „Was den Handel betrifft, so wächst er stark. Unsere Beziehungen verbessern sich auch in Bezug auf die regionale Sicherheit“, fügte Putin hinzu. Erdogan wird von dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu, dem Minister für Energie und natürliche Ressourcen Fatih Donmez, dem Finanzminister Berat Albayrak, dem Verteidigungsminister Hulusi Akar, dem Handelsminister Ruhsar Pekcan, dem Leiter des Nationalen Nachrichtendienstes (MIT) Hakan Fidan, dem Präsidentensprecher Ibrahim Kalin und dem Kommunikationsdirektor der Präsidentschaft Fahrettin Altun begleitet. Zu der russischen Delegation gehören der russische Außenminister Sergej Lawrow, der Energieminister Alexander Nowak, der Verteidigungsminister Sergej Shoygu und der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland, Wirtschafts- und Energiefragen sowie regionale und internationale Fragen, insbesondere Syrien, gehörten zu den erwarteten Themen.

Rüstungsindustrie
Türkischer Kampfjet: Prototyp bis 2023 einsatzbereit

Samsun (nex) – Die Türkei wird möglicherweise sehr bald dem exklusiven Kreis der wenigen Länder, die Kampfflugzeuge der fünften Generation herstellen, beitreten. Geplant seien laut türkischem Verteidigungsministerium 200 Kampfjets. Der Testflug des Prototyps des ersten türkischen Kampfflugzeugs ist für 2023 geplant, so der Vizechef der türkischen Verteidigungsindustrie, Celal Sami Tüfekçi, bei einem Besuch des Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnologie UZAYTEM in Samsun am Montag. Die Türkei habe in den vergangenen 15 Jahren wichtige Erfolge verzeichnet und mache damit von sich reden, so Tüfekçi Der Preis eines Jets werde bei 100 Mio Dollar liegen, die Gesamtkosten der Entwicklung sollen 25 Milliarden US Dollar betragen. Im Gespräch mit den Medien in London im vergangenen Jahr sagte der damalige Verteidigungsminister Nurettin Canikli: „Wir werden alle Schritte so schnell wie möglich abschließen. Es wird keine Verzögerung geben. Canikli wollte kein genaues Datum nennen, das primäre Ziel sei es, das Kampfflugzeug bis zum Jahr 2023 einsatzbereit zu haben. Canikli betonte, dass viele Länder, darunter auch Großbritannien, im Rahmen des Projekts, technologische Unterstützung leisteten. Die Türkei werde für das Projekt nicht von einem einzigen Land oder Unternehmen abhängig sein, so Canikli. „Wenn man mit einem einzigen Unternehmen zusammenarbeitet, oder wenn man von einem einzigen Land abhängig ist, kann es in bestimmten Phasen des Projekts zu unterschiedlichen Problemen kommen“, fügte er hinzu. Die Entscheidung der Türkei, einen eigenen Kampfjet zu entwickeln, fiel bereits im Dezember 2010. Im August des darauffolgende Jahres erteilte das türkische Verteidigungsministerium dem staatseigenen Luft- und Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in Ankara TAI (TUSAŞ Aerospace Industries), den Auftrag zur Entwicklung eines heimischen Trainings- und Kampfjets. https://youtu.be/4usi3JLAuE8 Unternehmen der Türkei und Großbritanniens unterschrieben während eines Besuchs der britischen Premierministerin Theresa May in der türkischen Hauptstadt Ankara im Januar 2017 ein Rüstungsabkommen. Das britische Unternehmen BAE Systems und die türkische Waffenschmiede TAI würden eine neue Generation von türkischen Kampfflugzeugen im Rahmen des türkischen Rüstungsprojekts TF-X entwickeln, hieß es in einer Erklärung. „Dies ist der Beginn einer neuen intensiveren Handelsbeziehung mit der Türkei und wird voraussichtlich für die nächsten Jahrzehnte britische und türkische Arbeitsplätze sowie Wohlstand sichern“, so May in der Erklärung „Unsere Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit ist gerechtfertigt und wichtig, da die Türkei ein wichtiger Nato-Partner ist“, habe eine Sprecherin der britischen Premierministerin erklärt. Ian King, CEO von BAE Systems, habe bekannt gegeben, dass das Abkommen die Fortsetzung der Arbeiten an Design und Entwicklung des Flugzeugs bestätige und „einen neuen aufregenden Schritt in den Beziehungen zwischen der Türkei und dem Vereinigten Königreich durch die Zusammenarbeit von BAE Systems und TAI darstellt.“

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Islam in Deutschland
Ditib Niedersachsen: „Wir können keine 08/15-Imame in unseren Moscheen akzeptieren“

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Osnabrück. Die beiden niedersächsischen Islamverbände waren nach eigenen Angaben nicht in den Vorstoß des niedersächsischen Wissenschaftsministers zur Imam-Ausbildung eingebunden. Schura: Sollten uns an einen Tisch setzen „Die Idee des Wissenschaftsministers beschreibt einen ersten Anfangsgedanken. Ich würde mir aber wünschen, dass man sich gemeinsam an einen Tisch setzt und darüber spricht“, sagte der Schura-Vorsitzende Recep Bilgen im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Grundsätzlich halte ich es für ein positives Signal, dass über die Imamausbildung nachgedacht wird. Wir müssen aber darüber diskutieren, wie das konkret aussehen kann.“ Ditib: Können keine 08/15-Imame akzeptieren Am Ende komme es darauf an, welchen Plan die Landesregierung ausarbeite, sagte der Vorsitzende des Ditib-Landesverbandes Niedersachsen und Bremen, Yilmaz Kilic. „Klar ist: Wir können keine 08/15-Imame in unseren Moscheen akzeptieren“, betonte Kilic. Die Weiterbildung eines Volltheologen zum Imam dauere in der Türkei drei Jahre. Voraussetzung sei eine Institution, die eine hochwertige Ausbildung leisten könne – analog zum katholischen Priesterseminar. Die Osnabrücker Universität hatte der Minister bereits eingebunden. Uni-Vizepräsidentin Martina Blasberg-Kuhnke warnte jedoch davor, dauerhaft Lehrer mit nur einem Fach ausbilden zu wollen. „Wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, dass nun ein dauerhaftes Sondermodell geschaffen werden soll“, sagte Blasberg-Kuhnke der „NOZ“. „Im Moment sollten wir uns aber nach dem tatsächlichen Bedarf richten: Wir könnten einerseits gut und gerne 200 islamische Religionslehrer in Niedersachsen gebrauchen. Und andererseits hat jetzt schon der zweite Jahrgang den Studiengang Islamische Theologie abgeschlossen. Es ist sinnvoll, diesen Volltheologen eine Perspektive zu bieten.“ Der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hatte in der vergangenen Woche vorgeschlagen, Absolventen des Master-Studiengangs Islamische Theologie der Universität Osnabrück könnten künftig zur Hälfte in Moscheegemeinden und zur Hälfte an niedersächsischen Schulen eingesetzt werden.

Türkei
Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung vertraut türkischer Wirtschaft

Ankara (nex) – Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) glaubt an ein langfristiges Wachstum der Türkei, so der Geschäftsführer der Bank in der Türkei. Arvid Tuerkner betonte, dass die EBWE seit 2009 in der Türkei tätig ist und sagte, dass der türkische Markt der größte Investitionsstandort der EBWE sei. Die Türkei ist seit der Einstellung der Kreditvergabe an Russland im Jahre 2014 zum größten Investitionspartner der EBWE geworden. „Seit 2009 ist die Türkei wirklich eine Erfolgsgeschichte für die EBWE“, sagte Tuerkner der Nachrichtenagentur Anadolu. Er betonte, dass 96 Prozent der Investitionen der Bank in der Türkei im privaten Sektor getätigt werden. Die EBWE habe ein breites Investitionsprofil, mit einem besonderen Fokus auf Projekte in der Infrastruktur und Erneuerbare-Energien, sowie Unternehmen, die an der Herstellung und dem Export von Produkten beteiligt sind. „Wir haben seit 2009 insgesamt fast 11 Milliarden Euro (rund 12,8 Milliarden Dollar) in die Projekte in der Türkei investiert“, fügte er hinzu. Tuerkner erklärte, dass die EBWE eine nachfrageorientierte Organisation sei, und sagte angesichts der „Investitionsbereitschaft“ in der Türkei, dass die Bank immer bereit sei, die tragfähigen Projekte zu finanzieren. Er hob auch die Rolle der türkischen Banken und Finanzinstitute hervor, wenn es darum geht, KMU (kleine und mittlere Unternehmen) und Frauen in der Wirtschaft zur Finanzierung ihrer Projekte zu erreichen. In Bezug auf die jüngsten Schwankungen des Devisenmarktes im Land sagte Tuerkner, dass die EBWE an den türkischen Markt glaubt und unabhängig von den momentan schwierigen Umständen das Geschäft in der Türkei weiter führt. „Die aktuelle Periode ist für die Türkei schwierig, sie ist ein sehr volatiles Umfeld. Unabhängig davon bleibt die EBWE weiterhin offen für Geschäfte“, so Tuerkner Die EBWE hat ein Darlehen von 80 Mio. € (fast 94 Mio. $) für den Bau einer neuen 7,2 Kilometer langen U-Bahn-Linie in der türkischen Provinz Izmir bereitgestellt, sagte die Bank in einer Erklärung am Donnerstag. Zuvor hatte die Bank mehr als 55 Millionen Euro (mehr als 64 Millionen Dollar) für neue Fahrzeuge für die U-Bahn in Izmir und neue Autofähren bereitgestellt, um eine umweltfreundliche Alternative zu den belebten Straßen der Stadt zu unterstützen. Allein 2017 investierte die EBWE 1,6 Milliarden Euro (rund 1,8 Milliarden Dollar) in 51 Projekte im Land – fast ein Drittel dieser Mittel wurde in türkischer Lira bereitgestellt. Seit 2009 hat die EBWE fast 11 Milliarden Euro (rund 13 Milliarden Dollar) in die Türkei investiert – ein Top-Ziel für die Finanzierung der Bank.

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Türkei
Xiaomi: Viertgrößter Smartphone-Hersteller der Welt eröffnet Mi Store in Istanbul

Istanbul (nex) – Chinas führender Gerätehersteller und der viertgrößte Smartphone-Hersteller der Welt Xiaomi hat am Freitag in Istanbul einen „Mi Store“ eröffnet, den ersten in der Türkei. Alle Investitionen sind für die Türkei wertvoll, sagte Onur Con – stellvertretender Generaldirektor von Evofone, Xiaomis Vertriebspartner in der Türkei – während der Eröffnungsfeier des Ladens gegenüber dem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Anadolu Agency. „Xiaomi überzeugt die Anwender mit seiner innovativen Perspektive und seinen preiswerten Produkten“, sagte Con. Über 160 Xiaomi-Produkte wie Smartphones, Zubehör, Computer und Heimgeräte werden in dem Geschäft in der Vadi Istanbul Mall verkauft. Mit der Eröffnung des Stores wurde das neue Smartphone Mi 8 von Xiaomi in der Türkei zum Verkauf angeboten. Der Name Mi Store wird für den autorisierten Shop der Marke verwendet. Evofone plant die Eröffnung neuer Filialen und Investitionen, um den Marktanteil von Xiaomi in der Türkei zu erhöhen. Xiaomi wurde 2010 gegründet und wurde bereits im Dezember 2013 kurzzeitig Marktführer bei Smartphones in China. Das Unternehmen produziert Smartphones, Zubehör, Laptops, Fernseher und Internetgeräte.  

Jahrestag der Menderes-Hinrichtung
Adnan Menderes vor Prostata-Untersuchung: „Ich schäme mich“

Dortmund (nex) – Morgen vor 57 Jahren wurde der damalige türkische Ministerpräsident Adnan Menderes, der bei den Wahlen von 1957 mit über 50 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt worden war, von der Militärdiktatur, die 1960 die Macht an sich gerissen hatte, hingerichtet. Nur wenige Stunden vor seiner Hinrichtung führte man an ihm eine – laut Menderes‘ damaligem Verteidiger Hüsamettin Cindoruk völlig unnötige – Prostatauntersuchung durch, um ihn, so Cindoruk weiter, „zu erniedrigen und ein weiteres Mal zu bestrafen“. „Der außergewöhnliche Staatsmann Adnan Menderes, der in der Entwicklung, dem Fortschritt und der Demokratisierung unseres Landes eine wichtige Rolle spielt, hat unauslöschbare Spuren in unserem politischen Leben und im Herzen unseres Volkes hinterlassen“, so der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede. Menderes war der neunte Ministerpräsident der Türkei, der infolge des blutigen Militärputsches im Jahr 1960 hingerichtet wurde. Menderes‘ Exekution wurde zu einem Symbol eines dunklen Abschnitts der Geschichte der Türkei. Er wurde nach dem Militärputsch vom 27. Mai 1960 zusammen mit allen Führungskräften der Demokratischen Partei (DP) festgenommen. Der Vorwurf lautete Verletzung der Verfassung und Veruntreuung von Staatsmitteln. Die Abgeordneten wurden vor ein Militärgericht auf Yassiada, einer der Prinzeninseln im Marmarameer, gestellt, die seitdem als ein Symbol der Trauer der türkischen Demokratie betrachtet wird. Das Gericht verurteilte am Ende des einjährigen Prozesses Menderes, Zorlu und Polatkan zum Tod durch den Strang. Das Urteil wurde auf der Insel Imrali im Marmarameer vollstreckt. Menderes hatte bei den allgemeinen Wahlen von 1957 mehr als 50 Prozent der Stimmen gewonnen, bevor er eingesperrt und vor das Gericht eines Militärregimes gestellt wurde, das seine Regierung gestürzt hatte. Viereinhalb Stunden vor der Vollstreckung des Todesurteils wurde Menderes von Ärzten untersucht. Kurz vor der Ausstellung des Attests, dass Menderes gesund sei und erhängt werden könne, schlug Dr. Sedat Tavat vor, die Prostata zu untersuchen. Menderes erwiderte, dass er sich geniere, doch ein weiterer Arzt forderte ihn auf, sich nach vorne zu beugen und führte die Untersuchung durch. Genau viereinhalb Stunden nach diesem Gespräch und der Untersuchung wird Adnan Menderes hingerichtet werden.
Dr. Tavat: „Wir haben etwas vergessen. Wir sollten die Prostata untersuchen.“ Menderes: „Wie bitte?“ Dr. Tavat: „Wir müssen die Prostatauntersuchung durchführen.“ Menderes: „Nein… Es ist alles in Ordnung…“ Dr. Tavat: „Aber das muss gemacht werden.“ Menderes: „Wie wird dies durchgeführt?“ Dr. Tavat: „Nun… mit einem Handschuh. Ist die Prostata geschwollen oder so?“ Menderes: „Bitte… Ich kann nicht…“ Dr. Tavat: „Erlauben Sie einmal, bitte, Ihnen wurde nämlich ein Blasenkatheter gelegt. Ziehen Sie die Hosen aus. Stellen Sie sich so an den Untersuchungstisch, ich bitte darum, bitte.“ Menderes: „Bitte… Ich schäme mich.“ Dr. Zeki: „Bücken Sie sich nach vorne, weiter, weiter, legen Sie die Hände auf den Untersuchungstisch…“
Die Prostatauntersuchung wird rektal durchgeführt Die bei Männern über 50 Jahre lebenswichtige Prostatauntersuchung wird vom Arzt digital-rektal, d. h. mit dem Finger vom Mastdarm aus, durchgeführt. Der Arzt streift sich dafür einen dünnen Untersuchungshandschuh über, trägt Gleitcreme auf seinen Finger auf und führt diesen ins Rektum ein. So kann er feststellen, ob eine gefährliche Vergrößerung oder Verhärtung besteht. Sollte dies der Fall sein, kann eine Blutuntersuchung, der so genannte PSA-Test, durchgeführt werden.

Köln
Neuer Chef des Flughafens Köln/Bonn plant Bau einer Airport City

Köln – Der neue Chef des Flughafens Köln/Bonn, Johan Vanneste, will den Airport künftig wirtschaftlicher aufstellen. Er habe schon vor seinem Amtsantritt erkannt, dass „die wirtschaftlichen Ergebnisse nicht gut sind. Wir müssen also anfangen, mehr Geld zu verdienen“, sagte der Belgier dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Neue Einnahmequellen sieht Vanneste unter anderem durch Vermietung und Verpachtung, etwa durch den Bau einer neuen Airport City auf freien Flächen des Flughafen-Geländes.
„Wir haben große, attraktive Flächen in Terminal-Nähe zur Verfügung, um neue Bürogebäude für Airline-Kunden oder Unternehmen zu bauen, die regelmäßig den Flughafen nutzen.“
Zunächst sei ein Hotel geplant, für das jetzt auch ein Betreiber gefunden worden sei. Vanneste:
„Wir müssen in der Lage sein, unsere Eigentümern und der gesamten Region einen Mehrwert zu bieten und gleichzeitig so viele Erträge zu erwirtschaften, dass wir unsere Investitionen stärker aus eigener Kraft finanzieren können.“

Türkei
Türkischer Minister: Megaprojekt Kanal Istanbul wird fortgesetzt

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Ankara (nex) – Der türkische Umwelt- und Stadtminister Murat Kurum hat erklärt, dass das Projekt zum Bau eines Kanals in Istanbul, der das Schwarze Meer und das Marmarameer westlich des Bosporus verbindet, wie geplant verlaufen wird. „Der Kanal Istanbul ist das wichtigste Projekt im 100-Tage-Aktionsplan unseres Ministeriums“, sagte Kurum bei einem Treffen über die städtische Transformation in der Westprovinz Bolu am Freitag. Das Kanalprojekt wird nach einer langwierigen Ausschreibung fortgesetzt, sagte Kurum auch und merkte an, dass auch das Verkehrsministerium und die Metropolgemeinde Istanbul in den Prozess einbezogen werden. Die geschätzten Kosten des Kanal Istanbul betrugen laut früheren Berichten mindestens 15 Milliarden Dollar. Die Schätzung wurde vor dem Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Monat vorgenommen und könnte verdoppelt werden, da das Projekt nach den bisherigen Wechselkursen läuft. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am 14. September angekündigt neue Regierungsinvestitionen auf Eis zu legen und neue Ausgaben zu zügeln. Somit sollte ein weiterer Wertverlust der Lira eingedämmt werden. Viele Megaprojekte haben das letzte Jahrzehnt der Türkei geprägt, vom neuen Flughafen Istanbul, der am 29. Oktober eröffnet werden soll, über den Eurasien-Tunnel, einen Straßentunnel, der beide Seiten von Istanbul verbindet, bis hin zur Yavuz Sultan Selim Brücke, der dritten Brücke über den Bosporus. Im Januar wurde bekannt gegeben, dass der Korridor Küçükçekmece-Sazlıdere-Durusu als „geeignetste Route“ für das 45 Kilometer lange Projekt Kanal Istanbul gewählt wurde. Die Route beginnt am Küçükçekmece-See, der zwischen den Bezirken Esenyurt und Avcılar auf der europäischen Seite Istanbuls liegt. Von dort wird der Kanal weiter nach Norden durch den Istanbuler Staudamm Sazlıdere führen und das Schwarze Meer östlich des Terkos-Damms, der sich im Dorf Durusu im Bezirk Çatalca befindet, erreichen. Die türkische Regierung erhofft sich durch den neuen Kanal eine Entlastung des Bosporus vom Schiffsverkehr, insbesondere dem Öltankerverkehr, der die Meeresenge durchquert. Kanal Istanbul werde eine Kapazität von 160 Schiffen pro Tag haben und soll bis 2023 fertiggestellt sein. Offiziellen Meldungen zufolge würden am Bau des Kanals voraussichtlich rund 5000 Menschen beschäftigt sein. Nach Fertigstellung soll er noch etwa 1000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. https://youtu.be/q9aKoBeQDiM

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Der sich noch im Bau befindliche dritte Flughafen in Istanbul wird nach den Worten des türkischen Ministers für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, einen großen Beitrag für die Wirtschaft leisten und Arbeitsplätze schaffen.

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Motorsport
Rally-Türkei: WRC 2-Sieg für SKODA Pilot Jan Kopecký

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Marmaris – Jan Kopecký und Pavel Dresler (CZE/CZE) haben mit ihrem Sieg in der WRC 2-Kategorie bei der Rallye Türkei Marmaris (13 bis 16.09.2018), dem zehnten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft, einen großen Schritt in Richtung Titel im WRC 2-Championat gemacht. Lediglich ihre Teamkollegen Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) haben rein rechnerisch ebenfalls noch Titelchancen, der nächste WRC 2-Champion ist in jedem Fall ein SKODA Werksfahrer. Außerdem konnte SKODA Motorsport drei Rallyes vor dem Saisonfinale vorzeitig zum vierten Mal in Folge die FIA WRC 2-Meisterschaft für Teams für sich entscheiden (vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA). Die Rallye Türkei Marmaris bot ein Wechselbad der Gefühle für das SKODA Werksteam. Nach dem Ausfall von Pontus Tidemand/Jonas Andersson, die am Freitag ihren beschädigten SKODA FABIA R5 vorzeitig abstellen mussten, hatten deren Teamkollegen Jan Kopecký und Pavel Dresler auf ihrem Weg zum Sieg zwei Reifenschäden am Freitag und am Samstag ein Problem mit der Kraftübertragung zu überstehen. Für die Tschechischen Rallye-Meister fand am Ende eine fantastische Saison ihre Fortsetzung. 2018 haben die beiden bislang jede Rallye gewonnen, bei der sie angetreten sind. Sie waren erfolgreich bei den WRC 2-Läufen Rallye Monte Carlo, Rallye Korsika, Rallye Sardinien, Rallye Deutschland und Rallye Türkei. In ihrem Heimatland gewannen sie außerdem sechs Läufe zur Tschechischen Rallye-Meisterschaft und damit erneut vorzeitig den Titel. Nach dem Sieg in der Türkei können nur noch Kopecký oder Teamkollege Tidemand WRC 2-Champion werden. SKODA Motorsport gewann außerdem vorzeitig zum vierten Mal in Folge die WRC 2-Teammeisterschaft, dieses Mal drei Rallyes vor dem Saisonfinale (vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA). SKODA war außerdem die zahlenmäßig stärkste Marke in den Top-10 der Rallye Türkei Marmaris, inmitten der deutlich leistungsstärkeren WRC-Konkurrenz. Henning Solberg und Ilka Minor (NOR/AUT), die nicht für die WRC 2-Wertung punkteberechtigt waren, fuhren mit ihrem privat eingesetzten SKODA FABIA R5 zu einem sensationellen sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die WRC 2-Sieger Jan Kopecký/Pavel Dresler wurden in der Gesamtwertung Siebte, die SKODA Privatiers Chris Ingram/Ross Whittock (GBR/GBR) eroberten den dritten Platz in der WRC 2-Kategorie und landeten auf Gesamtrang 9. SKODA Motorsport-Chef Michal Hrabánek war überglücklich. „Dieses fantastische Resultat ist der verdiente Lohn für unsere gesamte Mannschaft. Glückwunsch an Jan und Pavel. Sie haben trotz einiger Rückschläge eine tolle Moral und erneut eine fehlerfreie Leistung gezeigt.“ Jan Kopecký freute sich ebenso: „Vielen Dank an das gesamte Team dafür, dass sie mir so einen tollen SKODA FABIA R5 hingestellt haben, der auch die härtesten Schotterprüfungen gut weggesteckt hat. Nun sind Pavel und ich ganz knapp davor, unsere Karrieren mit dem Titelgewinn in der WRC 2-Kategorie zu krönen.“ Endergebnis Rallye Türkei Marmaris (WRC 2)

1. Kopecký/Dresler (CZE/CZE), SKODA FABIA R5, 4:17.49,7 Stunden 2. Tempestini/Itu (ROM/ROM), Citroën C3 R5, +1.11,9 Minuten 3. Ingram/Whittock (GBR/GBR), SKODA FABIA R5, +1.56,1 Minuten 4. Kajetanovicz/Szepaniak (POL/POL), Ford Fiesta R5, +2.48,7 Minuten 5. Heller/Olmos (CHL/CHL), Ford Fiesta R5, +7.41,2 Minuten

Gesamtwertung WRC 2 (nach 10 von 13 Läufen)

1. Jan Kopecký (CZR), SKODA, 125 Punkte 2. Pontus Tidemand (SWE), SKODA, 93 Punkte 3. Gus Greensmith (GBR), Ford, 55 Punkte