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Türkischer Minister: Megaprojekt Kanal Istanbul wird fortgesetzt

Der türkische Umwelt- und Stadtminister Murat Kurum hat erklärt, dass das Projekt zum Bau eines Kanals in Istanbul, der das Schwarze Meer und das Marmarameer westlich des Bosporus verbindet, wie geplant verlaufen wird.

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Ankara (nex) – Der türkische Umwelt- und Stadtminister Murat Kurum hat erklärt, dass das Projekt zum Bau eines Kanals in Istanbul, der das Schwarze Meer und das Marmarameer westlich des Bosporus verbindet, wie geplant verlaufen wird.

„Der Kanal Istanbul ist das wichtigste Projekt im 100-Tage-Aktionsplan unseres Ministeriums“, sagte Kurum bei einem Treffen über die städtische Transformation in der Westprovinz Bolu am Freitag.

Das Kanalprojekt wird nach einer langwierigen Ausschreibung fortgesetzt, sagte Kurum auch und merkte an, dass auch das Verkehrsministerium und die Metropolgemeinde Istanbul in den Prozess einbezogen werden.

Die geschätzten Kosten des Kanal Istanbul betrugen laut früheren Berichten mindestens 15 Milliarden Dollar.

Die Schätzung wurde vor dem Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Monat vorgenommen und könnte verdoppelt werden, da das Projekt nach den bisherigen Wechselkursen läuft.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am 14. September angekündigt neue Regierungsinvestitionen auf Eis zu legen und neue Ausgaben zu zügeln. Somit sollte ein weiterer Wertverlust der Lira eingedämmt werden.

Viele Megaprojekte haben das letzte Jahrzehnt der Türkei geprägt, vom neuen Flughafen Istanbul, der am 29. Oktober eröffnet werden soll, über den Eurasien-Tunnel, einen Straßentunnel, der beide Seiten von Istanbul verbindet, bis hin zur Yavuz Sultan Selim Brücke, der dritten Brücke über den Bosporus.

Im Januar wurde bekannt gegeben, dass der Korridor Küçükçekmece-Sazlıdere-Durusu als „geeignetste Route“ für das 45 Kilometer lange Projekt Kanal Istanbul gewählt wurde.

Die Route beginnt am Küçükçekmece-See, der zwischen den Bezirken Esenyurt und Avcılar auf der europäischen Seite Istanbuls liegt. Von dort wird der Kanal weiter nach Norden durch den Istanbuler Staudamm Sazlıdere führen und das Schwarze Meer östlich des Terkos-Damms, der sich im Dorf Durusu im Bezirk Çatalca befindet, erreichen.

Die türkische Regierung erhofft sich durch den neuen Kanal eine Entlastung des Bosporus vom Schiffsverkehr, insbesondere dem Öltankerverkehr, der die Meeresenge durchquert. Kanal Istanbul werde eine Kapazität von 160 Schiffen pro Tag haben und soll bis 2023 fertiggestellt sein.

Offiziellen Meldungen zufolge würden am Bau des Kanals voraussichtlich rund 5000 Menschen beschäftigt sein. Nach Fertigstellung soll er noch etwa 1000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten.

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