"Humanitäre Krise verhindert"
Sotschi: Erdogan und Putin entscheiden Entmilitarisierung von Teilen Syriens

Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation "Erdogans mit Russland" titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche in Syrien zu entmilitarisieren. 

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Sotschi (nex) – Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation „Erdogans mit Russland“ titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche zu entmilitarisieren.

„Wir haben uns auf die Einrichtung einer waffenfreien Zone zwischen den von der Opposition und dem Regime kontrollierten Gebieten geeinigt“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Putin in der Schwarzmeerküstenstadt Sotschi nach einem Treffen der beiden Staatschefs.

„Die Einzelheiten zu diesem Thema werden in den folgenden Stunden mit der syrischen Seite abgestimmt“, sagte der russische Verteidigungsminister  Sergey Shoigu den Reportern nach dem Treffen zwischen Erdogan und Putin.

Im Anschluss an das Treffen unterzeichneten Ankara und Moskau eine Absichtserklärung, in der die Stabilisierung der Situation in der Deeskalationszone Idlibs gefordert wird und in der Aggressionen verboten sind

„Ich denke, dass wir mit diesem Memorandum eine große humanitäre Krise in Idlib verhindert haben“, betonte Erdogan.

„Ich glaube, dass nicht nur unsere Region, sondern auch die Augen der ganzen Welt jetzt auf Sotschi gerichtet sind“, sagte Erdogan weiter und fügte hinzu, dass die Ergebnisse der Gespräche in Sotschi der Region neue Hoffnung bringen werden.

Putin sagte, dass sich die entmilitarisierte Zone bis zum 15. Oktober zwischen 15 und 20 Kilometer tief in Idlib erstrecken wird.

Er fügte hinzu, dass die Einrichtung der Zone mit dem Abzug von bewaffneten Gruppen, einschließlich der al-Nusra-Front, einhergehen würde.

Erdogan seinerseits sagte, dass „Terrornester“ östlich des Euphratflusses die „größte“ Bedrohung für die Zukunft Syriens seien.

Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“

Putin sagte, die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“.

„Was den Handel betrifft, so wächst er stark. Unsere Beziehungen verbessern sich auch in Bezug auf die regionale Sicherheit“, fügte Putin hinzu.

Erdogan wird von dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu, dem Minister für Energie und natürliche Ressourcen Fatih Donmez, dem Finanzminister Berat Albayrak, dem Verteidigungsminister Hulusi Akar, dem Handelsminister Ruhsar Pekcan, dem Leiter des Nationalen Nachrichtendienstes (MIT) Hakan Fidan, dem Präsidentensprecher Ibrahim Kalin und dem Kommunikationsdirektor der Präsidentschaft Fahrettin Altun begleitet.

Zu der russischen Delegation gehören der russische Außenminister Sergej Lawrow, der Energieminister Alexander Nowak, der Verteidigungsminister Sergej Shoygu und der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland, Wirtschafts- und Energiefragen sowie regionale und internationale Fragen, insbesondere Syrien, gehörten zu den erwarteten Themen.

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