Balkan
Kosovo gründet erste Nationalarmee

Pristina (nex) – Nach der ersten Abstimmungsrunde im kosovarischen Parlament, bezüglich der Umwandlung der leichtbewaffneten Kosovo Security Forces (KSF) in eine offizielle Nationalarmee, findet am 14. Dezember die zweite und entscheidende Abstimmung statt. Im Falle der Zustimmung des Parlaments, werden die 2500 Mann starken Sicherheitskräfte des Kosovo, sie wurden bisher nur zum Schutz von Zivileinrichtungen und zur Krisenreaktion eingesetzt, zu einer Nationalarmee transformiert. Es sei geplant die Armee auf 5000 Soldaten aufzustocken und sie mit schwerer Bewaffnung auszurüsten. Der Parlamentsvorsitzende des Kosovo, Kadri Veselji, gab sich über den Ausgang der Abstimmung zuversichtlich. „Wir werden am 14. Dezember offiziell über eine kosovarische Armee verfügen, wenn wir über die Gesetzesentwürfe zur Umwandlung der Sicherheitskräfte in eine Armee abstimmen“, sagte er auf einer Pressekonferenz. Die NATO unterstützt diesen Schritt. Das Militärbündnis, das seit 1999 im Kosovo Truppen zur Friedenssicherung stationiert hat, sicherte den kosovarischen Politikern, die sich für eine eigene Armee aussprachen, stets seine Unterstützung zu. Mit der Gründung einer kosovarischen Armee werde die NATO zwar nicht ihr Mandat beenden, jedoch sei eine Verkleinerung der stationierten Kräfte dadurch möglich. In der ersten Abstimmung im Oktober stimmten 98 der 120 Parlamentarier für den Gesetzesentwurf. Laut Verfassung muss eine zweite Wahlrunde abgehalten werden. Während der ersten Abstimmung boykottierten elf serbische Abgeordnete die Wahl. Sie halten die Einführung einer Nationalarmee für verfassungswidrig. Die Regierung Serbiens sieht die Gründung der Armee sehr kritisch. Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovos nicht anerkennt, sieht diesen Schritt als Bedrohung. Die Gründung einer kosovarischen Armee sei „die größte Gefahr für den Frieden und die Sicherheit auf dem Balkan.“ (Foto: Wikipedia)

– Ausland – Kosovo: Türkei soll bei Gründung der Nationalarmee unterstützen

Kosovo: Türkei soll bei Gründung der Nationalarmee unterstützen
 

Türkei
Ankara: Indonesischer Diplomat stirbt am Flughafen

Ankara (nex) – Wie türkische Medien am Montag berichten, ist ein indonesischer Diplomat am gestrigen Sonntag am Esenboga-Flughafen in der Hauptstadt Ankara ums Leben gekommen. Sebastionus Sayoga Kadarisman, der als stellvertretender Botschafter der indonesischen Botschaft in der Türkei tätig war, habe sich nach einem Flug aus Istanbul unwohl gefühlt und sei daraufhin zusammengebrochen. In einem Krankenhaus in Ankara verstarb der Diplomat. Zu der Todesursache gibt es bisher noch keine Informationen. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu habe am Montag mit seinem indonesischen Amtskollegen Retno Marsudi ein Telefongespräch geführt und ihm sein Beileid ausgesprochen

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– Chaos in Paris – Türkei spricht Reisewarnung für Frankreich aus

Das türkische Außenministerium hat infolge der anhaltenden Auseinandersetzungen und Ausschreitungen in Frankreich eine Reisewarnung ausgesprochen.

Türkei spricht Reisewarnung für Frankreich aus

Menschenrechtsverletzungen in China
Kommentar: Die Liste der in China inhaftierten muslimischen Intellektuellen ist sehr lang

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Folgend gebe ich eine kleine Auswahl von Intellektuellen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die in jüngster Zeit in Xinjiang verhaftetet wurden. Nach einem Bericht von Radio Free Asia vom 30.11.2018, wurde der prominente kirgisische Historiker, der auch Mitglied der Akademie der Gesellschaftswissenschaften von Xinjiang ist, Askar Yunus, verhaftet. Auf Anfrage erklärte die Akademie, dass der Grund der Verhaftung nicht genannt wurde. Man vermutet, dass man ihn als „doppelzüngigen Beamten“ bezeichnen würde. Der 49-jährige Askar Yunus blickt auf 29 Jahre wissenschaftliche Arbeit mit mehreren Büchern und über 40 Artikeln, vor allem zur Geschichte seiner Volksgruppe, zurück. 2018 wurde Alim Ahet (45), Dozent an der Xinjiang University, ein führender IT – Experte, Erfinder von Systemen zur Digitalisierung des Uigurischen und Kasachischen, ebenfalls interniert. Dasselbe gilt für Gheyretjan Osman (60), Professoren für klassische uighurische Literatur und prominenter Literaturkritiker. Ein weiterer seit 2017 Internierter Intellektueller ist Prof. Abduqallad Jalalidin (54), Professor an der Normal University of Xinjiang, Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Das sind einige ganz wenige Beispiele. Im folgenden beschränke ich mich zusätzlich auf eine kurze, ebenso unvollständige Liste, nähre Informationen zu den genannten Personen finden sich jeweils in den genannten Tweets der Concerned Scholars of Xinjiang:
Adil Ghappar. Seit 2017.
Abdurehim Rahman. Seit 2018
Gülnar Obul. Seit 2018 
Qalqun Rozi. Seit 2016
Arslan Abdullah. Seit 2018 
Halide Istayil. Seit 2018
Muhammed Salih Haji. Starb Anfang 2018 in Polizeigewahrsam.
Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Wollte man eine einigermaßen vollständige versuchen würde die ein Buch füllen. Man muss nur den Twitteraccount von ,Concerned Scholars of Xinjiang‘ einsehen. Fast täglich finden sich dort Einträge zu verschwundenen Intellektuellen. Wie es ein chinesischer Folterknecht gegenüber einer Zeugin der Verhältnisse in Chinas Folterkammer ausgedrückt hat: es ist ein Verbrechen Uigure zu sein. Jedes Stück der Kultur muslimischer Minderheiten wird systematisch eliminiert. Jeder lebt in ständiger Angst und Schrecken. Gegenüber dem, was heute in Xinjiang vor den Augen der Weltöffentlichkeit geschieht, wirkt Stalins großer Terror wie ein Kinderspiel.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Menschenrechtsverletzungen in China – Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert.

Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Kommentar
Prof. Dr. Günther: Nachtrag zur Islamkonferenz

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Ich hatte zwar an sich in meinem Artikel zur Islamkonferenz gesagt, jedes Wort dazu ist zu viel. Doch angesichts des Nachspiels eine kurze Bemerkung. Sich über gewisse Personen aufzuregen, ist sinnlos. Obszöne Sprache in der öffentlichen Diskussion zu verwenden, unangebracht und kontraproduktiv. Allerdings ist es legitim, sich gegen Unverschämtheit zu wehren – und zwar deutlich. Blutwurst und Alkohol auf einer Islamkonferenz sind unverzeihlich. Antwort darauf als Muslim: rausgehen. Die Speise- und Getränkeauswahl ist ja auch nur Ausdruck des Klimas, das in der ,Diskussion‘ herrscht: Personen führen das große Wort, die für Mainstreammuslime eine Beleidigung sind. Eine Diskussion mit letzteren auf Augenhöhe findet nicht statt. Angemessene Antwort: rausgehen und in aller Sachlichkeit und Klarheit deutlich machen: wenn es nur darum geht, den Islam zu beleidigen, wenn deutscher Islam Blutwurstislam mit Ersatz des Quran und der Sunna durch das Grundgesetz in der Auslegung bestimmter Herrschaften ist, wenn es nur Imame vom Niveau gewisser Damen gibt, nein Danke! Solange es keine sinnvolle und respektvolle Diskussion gibt: lasst uns einfach in Ruhe und wir lassen euch in Ruhe! Und zuletzt: Muslime haben in deutschen Mainstreamparteien, so wie sie derzeit sind, nichts verloren. Die sind noch nicht einmal wählbar. Wortlos austreten.
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– Menschenrechtsverletzungen – in China China: Uigurischer Autor Mutällip Sidiq Qahiri verhaftet

China: Uigurischer Autor Mutällip Sidiq Qahiri verhaftet

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Abschied vom Ölkartell
Katar steigt aus der OPEC aus

Von Thomas Bernhard und John Whatkins Für die Einen mag es eine Überraschung sein, die Anderen haben den Schritt, den Katar nunmehr im nächsten Monat vollziehen wird, längst erwartet: Wie Katars Energieminister Saad al-Kaabi in Doha ankündigte, wird sein Land im Januar kommenden Jahres aus der OPEC austreten. Das Land gehörte dieser Organisation 57 Jahre lang an. Der Rückzug spiegele den „Wunsch Katars wider, sich auf die Steigerung der Gasproduktion zu konzentrieren“. Katar teilt sich mit dem Iran das sogenannte „South-Pars-Feld“, welches Experten als das wohl bisher größte entdeckte Gasfeld der Erde ansehen. Auf der Liste der weltweit größten Gasfelder hat es mehr gewinnbare Reserven als alle anderen Felder zusammen. Das Gasfeld befindet sich im Persischen Golf und erstreckt sich von der Küste Katars quer über fast die gesamte Breite des Meeresarms. Die Fläche des Gasfeldes beträgt knapp 10.000 km², wovon etwas mehr als 2/3 in Katar liegen. Die Gasreserven des Feldes betragen geschätzte 1.300 TCF (englischtrillion cubic feet, Billionen Kubikfuß). Etwa 500 TCF liegen auf iranischem Gebiet. Das Nord-Feld oder Nord-Gasfeld ist der auf dem Gebiet von Katar liegende Teil des South-Pars-Gasfelds. Es erstreckt sich vor der Küste des Lands über eine Fläche von 6.000 km² und beinhaltet mit 900 Billionen Kubikfuß (25,5 Billionen Kubikmeter) etwa 20 % der bekannten Erdgasreserven. Es ist von großer wirtschaftlicher und geostrategischer Bedeutung und soll u. a. ein Grund für den Syrienkrieg sein. Katar will, wie schon länger bekannt ist, die Gasförderung bis spätestens 2024 von jährlich 77 Millionen Tonnen auf 110 Millionen Tonnen erhöhen. Die Entscheidung Katars könnte auch zum Teil, zumindest was den Zeitpunkt der Bekanntgabe anbelangt, mit dem erbitterten Streit mit dem Nachbarland Saudi-Arabien zusammenhängen, obgleich das Emirat dies zurückweist. Im Sommer 2017 hatten Saudi-Arabien sowie Bahrain und andere arabische Länder wie Ägypten eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Golfstaat Katar verhängt. Gleichzeitig erfolgte der Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Die Türkei wiederum steht Katar seit Juni 2017 bei, als als Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate begannen, den Kleinstaat mit einem bis heute bestehenden Embargo zu isolieren. Seither liefert die Türkei die Produkte, die Katar nicht mehr von seinen Nachbarn beziehen kann, bis hin zu Milch. Die Türkei richtete auch in Katar eine Militärbasis ein, die offenbar auch dem Zweck dient, die Hürde der Abschreckung für einen Überfall auf das Land höher zu hängen. Eng sind auch die übrigen wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen beider Länder. Katar hat in den vergangenen Jahren viel in der Türkei investiert. Die „Qatar National Bank“, eine der größten Banken in der arabischen Welt, hat z.B. die türkische „Finansbank“ erworben; 15 Prozent ihrer Aktiva haben bereits einen Türkeibezug. Und die katarische „Commercial“ kaufte die „Alternatifbank“.
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Zum Thema

– Golfkrise – Türkei: Bis zu 5.000 Soldaten für Militärstützpunkt in Katar geplant

Eine Dreier-Delegation von Vertretern der türkischen Streitkräfte ist nach Durchführung von Bewertungen für einen Militärstützpunkt in Katar wieder in der Türkei angekommen.

Türkei: Bis zu 5.000 Soldaten für Militärstützpunkt in Katar geplant

Brief aus Kaschgar
Prof. Dr. Günther: Es geht China um die Auslöschung des Islam

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Ein von der Uyghur American Association in englischer Übersetzung veröffentlichter von der chinesischen Internetplattform Wechat stammender Brief eines Einwohners von Kaschgar schildert die gegenwärtige Situation dort aus erster Hand. Achtzig Prozent der Bevölkerung ist in Umerziehungslagern interniert, Fünfzehn Prozent im Gefängnis. Die restlichen fünf Prozent müssen schweigend ein Leben in Erniedrigung und unter Verbot jeder islamischen Lebensweise führen. Ein falsches Wort führt zur Internierung, islamische Hochzeiten, Bestattungen sind verboten, von Gebet, Besitz des Qurans ganz zu schweigen. Die Kleidung muss Han-chinesischen Standards angepasst werden. Kinder haben fast alle ihre Eltern in KZs verloren, seit 2 Jahren gibt es nicht genügend Nahrung. Inzwischen ist jeder, dem es finanziell einigermaßen gut ging verschwunden. Unter den noch nicht Internierten geht die Angst um, aufgrund bereits internierter Verwandter verhaftet zu werden. Die Internierten sind einer derartigen Tortur ausgesetzt, dass ihre psychische und physische Gesundheit für immer zerstört wird, sofern sie das Lager überhaupt je lebend verlassen. Es scheint, China hat den Job im Xinjiang so gut wie erledigt. Prompt geht es – wie zu erwarten – weiter. Inzwischen sind dieselben Regelungen wie in Xinjiang in der Hui-muslimischen Provinz Ningxia eingeführt worden. (SupChina) Damit wird unmissverständlich klar: es geht der VR China um die Auslöschung des Islam. Die Behauptung der Regierung, die Maßnahmen in Xinjiang dienten der Terrorbekämpfung sind damit von der Regierung selbst widerlegt. Es gab nie die Gefahr eines Hui-muslimischen Terrors. Hui-Muslime sind im allgemeinen sozial gut integriert. Sie waren zwar als Muslime ebenfalls gegenüber anderen Minderheiten diskriminiert, doch hielt sich die Diskriminierung in Grenzen (sie wurden immer besser behandelt als Muslime in Xinjiang) und wurde durch das im allgemeinen recht gute finanzielle Niveau ausgeglichen. Eine Terrorgefahr gab es nie. Die Intensivierung der Maßnahmen in Xinjiang, die Ausdehnung der Maßnahmen auf einen weiteren Teil Chinas zeigt: die chinesische Regierung schert sich um den zahnlosen internationalen Protest nicht im geringsten. China glaubt, sich jedes Verbrechen erlauben zu können. Die einzige Sprache, die China versteht, ist knallharter wirtschaftlicher Druck. Wann wird die Welt verstehen, dass ein derart entarteter und völlig schamlos agierender Verbrecherstaat, zumal auf dem Niveau einer Weltmacht, eine Gefahr für die Welt insgesamt darstellt und unverzüglich gestoppt werden muss.
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– Menschenrechtsverletzungen in China – Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert.

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Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Dieselgipfel
Braun fordert von Autobauern neue Umtauschprogramme „ohne erhebliche Zuzahlungen“

Düsseldorf – Vor dem Beginn des Dieselgipfels mit den Kommunen hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Autohersteller aufgefordert, neue Umtauschprogramme anzubieten. „Aufgrund der aktuellen Urteile müssen in vielen Städten schnell die Luftwerte verbessert werden, um Fahrverbote zu vermeiden“, sagte Braun der Düsseldorfer „Rheinischen Post„. „Deshalb haben wir die Automobilhersteller aufgefordert, die neuen Umtauschprogramme so auszugestalten, dass auch der attraktive Tausch der vom Fahrverbot bedrohten Diesel gegen ein sauberes Gebrauchtfahrzeug ohne erhebliche Zuzahlungen möglich sein soll“, sagte Braun. Das müsse so attraktiv sein, dass viele jetzt handeln und eben nicht Fahrverbote erst abwarten. „Viele gehen noch davon aus, dass massive Zuzahlungen erforderlich sind, dann wirkt das Programm natürlich nicht richtig“, sagte der Kanzleramtschef. Zugleich rief er die Kommunen auf, das Sofortprogramm saubere Luft des Bundes zu nutzen und Maßnahmen zur Vermeidung von Fahrverboten umzusetzen. „Wichtig ist nun, dass alle auf den Weg gebrachten Maßnahmenpakete zügig und wirksam von allen Beteiligten in ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten umgesetzt werden“, sagte Braun. Der Bund habe Ende letzten Jahres das Sofortprogramm saubere Luft mit einem Fördervolumen von einer Milliarde gestartet. „Die Programme werden stark nachgefragt, Bescheide über 600 Millionen Euro sind bereits übergeben worden“, sagte Braun.

Chaos in Paris
Türkei spricht Reisewarnung für Frankreich aus

Paris (tp) – Infolge der anhaltenden Auseinandersetzungen und Ausschreitungen in Frankreich hat das türkische Außenministerium eine Reisewarnung ausgesprochen. Das türkische Außenministerium hat nach den seit Wochen anhaltenden Ausschreitungen in einer aktuellen Reisewarnung Reisende nach Frankreich aufgefordert, aufmerksam die aktuellen Meldungen der türkischen Vertretungen in Frankreich zu verfolgen. Bei den Ausschreitungen in Frankreich, u.a. in der Hauptstadt Paris, liefern sich seit dem 17. November randalierende Demonstranten mit der Polizei Straßenschlachten. Es entstand erheblicher Schaden, zwei Menschen kamen dabei ums Leben und 850 Personen wurden mittlerweile verletzt. Laut der Meldung des türkischen Außenministeriums, sollen Reisende öffentliche Plätze, größere Boulevards und Straßen meiden. Die Reisenden sollen Vorsicht walten lassen und vor allem Paris und größere Städte derzeit wenn möglich meiden. Die Reisenden werden aufgefordert, sich bei den nächsten türkischen Vertretungen zu melden und weitere Informationen vor Ort einholen.

Zum Thema

– Bürgerkriegsähnliche Zustände – Demos in Frankreich: PKK-nahe Gruppen unter Randalierern

Situation in Frankreich eskaliert: Geplünderte Läden, brennende Fahrzeuge und Gewalt gegen Polizisten führen zu über 400 Festnahmen.

Demos in Frankreich: PKK-nahe Gruppen unter Randalierern
 

G20-Treffen
USA-China: Handelskrieg vorerst abgewendet

Buenos Aires (nex) –  Trump und XiJi Ping konnten im Zuge von Verhandlungen während des G20 Treffens in Buenos Aires im Handelsstreit zwischen den beiden Staaten eine vorläufige Einigung erzielen. Beide Seiten einigten sich unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen um innerhalb von 90 Tagen die Handelsstreitigkeiten beizulegen. Der Pressesprecherin des Weißen Hauses zufolge werden die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. Dollar zunächst weiterhin auf 10 Prozent beschränkt bleiben. Somit wird die Anhebung der Zölle auf 25 Prozent, die für den 1.Januar 2019 geplant war, nicht stattfinden, falls eine Einigung erzielt werde. Im Gegenzug stimmte China zu mehr Waren aus den USA zu importieren. China sei bereit eine „beträchtliche“ Menge an Agrargütern, Energieprodukten und anderen Waren aus den USA zu erwerben um das Handelsungleichgewicht zu minimieren. Der chinesische Außenminister Wang Yi sprach von einem „freundlichen und offenen“ Meeting zwischen den beiden Staatschefs, die ebenfalls Verhandlungen bezüglich der Abschaffung aller Zölle beschleunigen wollen würden. Auf der Rückreise von Buenos Aires erklärte Trump Medienvertretern: „Falls es klappt, wird es einer der größten Abkommen, die jemals getroffen wurde. Es wird eine unglaublich Positive Auswirkung auf die Agrarwirtschaft haben, auf industrielle Produkte, Computer und jegliche andere Arten von Produkten.“ Das Weiße Haus verkündete ebenfalls, dass wenn die nun beginnenden Verhandlungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern, die Zölle in 90 Tagen auf 25% angehoben würden.

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– Menschenrechtsverletzungen in China – Internationale Union Muslimischer Gelehrter fordern freie Religionsausübung in China

Heute hat die Internationale Union Muslimischer Gelehrter (engl. IUMS) einen Text zur Verfolgung des Islams in China, insbesondere in Xinjiang, veröffentlicht. Das Statement könnte nicht klarer und besonnener sein.

Internationale Union Muslimischer Gelehrter fordern freie Religionsausübung in China

London
Menschenrechtler Dr. Maung Zarni sagt wegen China Rohingya-Rede ab

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Auf seiner Website  „Zarni’s Blog“ hat der hochangesehene burmesische Menschenrechtsaktivist und Genozidforscher Maung Zarni, Fellow des Genocide Dolumentation Center Cambodia/ Sleuk Rith Institute, Member des Board of Advisors of Genocide Watch USA und Advisor to the European Center for the Study of Extremism, Cambridge, UK, einen offenen Brief an den Chairman Prof. Xiangqun Cheng und das Organisationskomitee des 5. Global China Dialogue on Governance for Global Justice in der British Academy veröffentlicht. Er begründet darin, warum er seine Teilnahme mit einem Vortrag zum Genozid an den Rohingya in Myanmar absagen muss. Angesichts der Vorgänge in Xinjiang könne er an keiner offiziell von der chinesischen Regierung unterstützten Veranstaltung teilnehmen. Er weist auf die Entscheidung der CERD hin und vor allem auf die Zeugenaussagen von Auslandsuiguren über ihre Verzweiflung über das Schicksal ihrer Verwandten in China. Als jemand, der seit 30 Jahren im Exil lebe und kaum Kontakt zu seiner Familie habe, habe ihn das Schicksal der Uiguren besonders berührt. Als Buddhist, Erzieher und Menschenrechtsaktivist könne er sich mit den Verbrechen der chinesischen Regierung nicht gemein machen. Er weist auch darauf hin, dass er als ein Asiate aus dem Bereich des britischen Kolonialismus einst seine Hoffnung auf China als eine blockfreie Macht gesetzt habe; die neokolonialistische Politik des jetzigen Chinas habe ihn zutiefst enttäuscht und er könne nur hoffen, das fortschrittliche chinesische Intellektuelle sich gegen diese Politik wenden werden. Diese Geste ist nicht nur ein weiteres Zeichen, dass es auch in der internationalen akademischen Gemeinschaft Personen gibt, die Chinas Verbrechen nicht wortlos hinnehmen. Letztens wurde ein von zahlreichen Gelehrten unterzeichneter Protestbrief veröffentlicht: Global coalition of scholars calls for added pressure on China over Uygur internment camps in Xinjiang Dr. Zarni zeigt durch sein Verhalten, was das Ethos eines engagierten und verantwortlichen Intellektuellen heute fordert. Die British Academy sollte sich schämen, Gastgeber einer von China unterstützte Veranstaltung mit diesem Titel zu sein. Angesichts der zum größten Teil – nicht völlig! – beschämenden Reaktion, die ich auf meinen Brief zum Weltkongress der Philosophie erhalten habe, habe ich wenig Lust, einen weiteren an die British Academy zu schreiben. Jedenfalls sollten sich angesichts des Verhaltens von Dr. Zarni diejenigen Akademiker umso mehr schämen, die schön betreute Vortragsreisen nach China und wohlorganisierte Propagandakongresse ihrer menschlichen und akademischen Sauberkeit vorziehen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Kommentar – Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt

Es ist Zeit, das sich etwas ändert. Und zwar schnell. Ich befürchte, für die Muslime in China wird es zu spät sein. Die Welt hat die Uiguren und ihre Kultur zum Abschuss freigegeben. Die schon fast abgeschlossene Vernichtung der Uiguren wird einmal – wie die Vernichtung der Juden, der Indianer, der australischen Ureinwohner – eine Schande nicht nur für ihre Mörder, sondern auch für die Welt sein, die dabei zugesehen hat, besonders für die Muslime.

Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.