"Türkei Tourismusland 2018"
Türkei: 60 Prozent mehr Touristen aus China

Die zahlreichen Aktivitäten des türkischen Tourismusministeriums in China, waren erfolgreich. In 2018 wurden 60 Prozent mehr chinesische Urlauber verzeichnet.
Nachdem 2018 als das Jahr des türkischen Tourismus in China erklärt wurde und das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus, in Zusammenarbeit mit ihren chinesischen Kollegen in China für das Touristenziel Türkei geworben haben, kann nun eine erfolgreiche Bilanz dieser Anstrengungen gezogen werden.
Chinesische Urlauber sind trotzt der vielen Vorurteile sehr beliebt bei Reiseveranstaltern. Durch ihre Freude an Aktivitäten und Veranstaltungen werden sie als spendierfreudige Urlauber angesehen. In 2017 machten über 145 Millionen Chinesen weltweit Urlaub. Diesen riesigen Markt weiter zu erschließen, das war eines der Hauptziele des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus.

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Populismus
Konzerne warnen vor „europafeindlichen Kräften“

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Die Chefs der Unternehmen Eon, Evonik, RWE und Thyssenkrupp warnen vor einem Erstarken der Populisten in Europa und wenden sich mit einem Wahlaufruf an die Beschäftigten. „Jahrzehntelang gab es einen europäischen und überwiegend auch globalen Konsens, dass mehr Zusammenarbeit zu mehr Wohlstand für alle führt. Dieser Konsens ist durch eine Reihe von Entwicklungen bedroht“, sagte Eon-Chef Johannes Teyssen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Eine hohe Wahlbeteiligung könne den Zusammenhalt in Europa stärken „und zugleich die Wahlchancen von Populisten verringern“. Auch Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff zeigte sich gegenüber der WAZ mit Blick auf die aktuelle politische Lage in Europa besorgt. „Es ist schon erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit es manchen gelingt auszublenden, was Europa für uns bedeutet“, sagte Kerkhoff. „Da sind aus meiner Sicht auch wir als Unternehmen gefordert.“ Daher plane Thyssenkrupp einen Aufruf an die Mitarbeiter in Europa, im Mai zur Wahl zu gehen. „Es ist wichtig und richtig, die EU, unsere EU, jetzt zu stärken – statt sie zu schwächen, wie viele Populisten es fordern“, sagte Rolf Martin Schmitz, der Chef des Essener Energiekonzerns RWE, der WAZ. Er werbe bei den Mitarbeitern dafür, das „demokratische Recht wahrzunehmen und im Mai wählen zu gehen“. „Die Abstimmung in Großbritannien ist auch so ausgegangen, weil es nicht gelungen ist, junge Menschen zu mobilisieren“, sagte Evonik-Chef Christian Kullmann mit Blick auf das Brexit-Votum. „Das gleiche Risiko besteht nun in Europa – und für die Wahlen Ende Mai. Die Gefahr, dass europafeindliche Kräfte an Einfluss gewinnen, ist real.“ Deshalb rufe er die Mitarbeiter auf, wählen zu gehen.

Berlin
Martin Schulz fordert Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Im Konflikt um die Nicht-Akkreditierung deutscher Journalisten in der Türkei hat nun auch die SPD einen EU-Beitritt des Landes für undenkbar erklärt. „Die Türkei kann nur eine europäische Perspektive haben, wenn sie eine demokratische Regierung hat“, sagte der frühere Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Solange dies nicht der Fall ist, ist ein EU-Beitritt undenkbar“, erklärte Schulz. Der Ex-SPD-Vorsitzende kritisierte das Vorgehen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Präsident Erdogan verletzt kontinuierlich alle fundamentalen Prinzipien der Europäischen Union“, sagte Schulz. Die Meinungsfreiheit und der Schutz von Journalisten seien nicht verhandelbar. „Unter solchen Umständen macht es keinen Sinn, die Beitrittsverhandlungen fortzusetzen“, so Schulz.

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– Türkei – Alanyas Ausländer: Wir sind hier glücklich und fühlen uns sicher

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Umfrage
Burnout und Depressionen bei Ärzten weit verbreitet

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Neue Medscape-Umfrage zeigt: Jeder vierte Arzt in Deutschland hat Depressionen, jeder fünfte eine Kombination aus Burnout und Depression. Im internationalen Vergleich geht es Medizinern bezüglich Burnout hierzulande noch gut – bei Depressionen liegen sie an der Spitze. Fast jeder zweite Arzt in Deutschland berichtet von Gefühlen körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung. Dies ergab die Umfrage „Burnout und Depressionen bei Ärzten in Deutschland“ von Medscape, einem führenden Informationsportal für Ärzte und andere Gesundheitsberufe. Psychische Probleme wie Burnout oder Depressionen sind unter deutschen Ärzten weit verbreitet: 24 Prozent der Ärzte geben in der Umfrage an, dass sie unter Depressionen und depressiven Verstimmungen leiden. 9 Prozent bezeichnen ihre Symptome als eine Kombination aus Burnout und Depression. 12 Prozent sprechen nur von Burnout. Nur 56 Prozent sagen, dass sie keine dieser Erkrankungen haben oder deren Symptome an sich wahrnehmen. Die Ursachen sehen die Ärzte vor allem in ihrem Job. Jeder Zweite mit einer Depression gibt an, dass sein Berufsalltag zu seinen Symptomen beiträgt. Wer im Krankenhaus arbeitet, nennt diesen Grund etwas häufiger als niedergelassene Ärzte. Das sind die Faktoren, die krank machen Ärzte in Deutschland, die unter einem Burnout leiden, empfinden vor allem die Verwaltungsaufgaben (52 Prozent) als große Belastung. Zu viele Arbeitsstunden (50 Prozent), mangelnde Anerkennung im sozialen Umfeld (36 Prozent), die zu starke Gewinnorientierung (32 Prozent), die unzureichende Vergütung (26 Prozent), staatliche Regulierungen (18 Prozent) oder die zunehmende Computerisierung (18 Prozent) sind weitere wichtige Faktoren. Die Symptome eines Burnouts dauern bei 60 Prozent seit mehr als einem Jahr an. Die Mehrheit beschreibt sie als „mittlere Intensität“. Auch wenn Ärzte sich nicht scheuen, von einer Depression zu sprechen – so stufen sie ihr Leiden doch als nicht so dramatisch ein: Dreiviertel der Befragten, die angeben, dass sie unter einer Depression leiden, bezeichnen die Symptome als eher leicht. Sie fühlen sich traurig oder „down“, was als depressive Verstimmung definiert wird. In den Kommentaren äußern die Teilnehmer häufig, dass sie „gereizt sind, schlecht schlafen, sich erschöpft fühlen und zurückziehen. Freunde und Familie werden vernachlässigt.“ Die gute Nachricht: Nur 6 von 100 Ärzten würden von ihren psychischen Problemen als schwere Form, also einer „klinisch manifesten“ Depression sprechen. Wie sehr leiden die Patienten unter überlasteten Ärzten? 41 Prozent der Ärzte mit einer Depression gehen selbst davon aus, dass sich ihre persönlichen Probleme nicht auf das Verhältnis zu ihren Patienten auswirken. Aber gleichzeitig sagen 37 Prozent, dass sie genervt sind, 25 Prozent bezeichnen sich als manchmal unfreundlich. Die Umfrage macht auch deutlich: Am häufigsten lassen Ärzte Ihre Unzufriedenheit an ihren Mitarbeitern aus. Medscape fragte seine registrierten Ärzte, welche Symptome eines Burnouts oder einer Depression sie haben. Dazu zählen zum Beispiel auch Frustration und Zynismus im Job, sowie Zweifel an der eigenen Kompetenz und Qualität der Arbeit. 615 Leser haben den ausführlichen Fragebogen der Umfrage (nicht repräsentativ) beantwortet. Der Report zeigt auch auf, wo sich Ärzte Hilfe holen und was sie selbst unternehmen, um einen gesunden Ausgleich zum Stress im Job zu schaffen. So ist ein differenziertes Bild über die Ursachen und unterschiedlichen Formen der Überlastung im Arztberuf entstanden. Deutschen Ärzten geht es noch vergleichsweise gut Dass die Probleme über die Grenzen hinweg gravierend sind und Mediziner auch in anderen Ländern an ihre Belastungsgrenzen stoßen, dokumentiert der internationale Burnout-Report „Global Physicians‘ Burnout and Lifestyle Comparisons“ von Medscape. Außer in Deutschland wurde die gleiche Umfrage auch in fünf weiteren Ländern – Frankreich, Portugal, Spanien, USA und Großbritannien – durchgeführt. Insgesamt haben 20.000 Ärzte daran teilgenommen. Demnach fühlt sich im internationalen Durchschnitt mehr als jeder dritte Arzt (37 Prozent) ausgebrannt oder leidet unter beidem: Burnout und Depression (1). Im Ländervergleich schneidet Deutschland bei Burnout (12 Prozent) oder Burnout plus Depressionen (21 Prozent) also noch vergleichsweise gut ab. Ärzte aus Portugal und Spanien melden dabei noch deutlich höhere Burnout-Raten als ihre Kollegen in anderen Ländern (47 Prozent beziehungsweise 43 Prozent). In Großbritannien liegt die Rate bei 32 Prozent, in den USA bei 40 Prozent und in Frankreich bei 42 Prozent. Dafür liegen die Deutschen im Ländervergleich bei Depressionen mit Abstand an der Spitze. Fast jeder vierte deutsche Arzt (24 Prozent) gibt an, depressiv zu sein. Im Vergleich zu den Kollegen aus Frankreich (6 Prozent), Vereinigtes Königreich und USA (4 Prozent), Portugal (3 Prozent) und Spanien (1 Prozent) liegen die Deutschen Mediziner hier weit vorne. Wenige Ärzte suchen Hilfe Die Mehrheit der deutschen Ärzte gab an, keine professionelle Hilfe bei Burnout und/oder Depressionen zu suchen (60 Prozent). Die Gründe: Die Erkrankung ist nicht schwer genug (46 Prozent), zu wenig Zeit durch die Arbeit (33 Prozent) oder die Einschätzung, die Situation auch ohne professionelle Hilfe bewältigen zu können (38 Prozent). Im Bereich der eigenen Lebensführung bleiben Ärzte hinter den Empfehlungen für ihre Patienten zurück. So treiben zum Beispiel in Deutschland nur die Hälfte der Ärzte mehrmals pro Woche Sport. Was kann langfristig am besten gegen Burnout helfen? Eine bessere Bezahlung, sagen immerhin 38 Prozent der Kollegen in dieser Umfrage. „Medscapes erster globaler Vergleichsbericht über Burnout und Depressionen bei Ärzten zeigt, dass viel zu viele Ärzte unter Burnout und Depressionen leiden, vor allem aufgrund übermäßiger Bürokratie“, sagt Veronique Duqueroy, Redaktionsmitglied von Medscape Global und Mitautorin des Berichts. „Viele Ärzte haben keine Unterstützung am Arbeitsplatz und manch einer denkt daran, die Medizin aufzugeben. Der Bericht zeigt daher deutlich, dass sich die Arbeitsbedingungen zum Wohle der Ärzte und ihrer Patienten global deutlich verbessern müssen.“

Reisehinweis für die Türkei
Auswärtiges Amt: Es gibt keine Reisewarnung für die Türkei

Berlin (nex) – Das Auswärtige Amt betonte am Montag, dass es sich bei dem Hinweis vom Sonntag nicht um eine Reisewarnung handele.  „Es handelt sich nicht um eine Reisewarnung – diese wird nur ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Das Auswärtige Amt möchte niemanden davon abhalten, in der Türkei Urlaub zu machen“, so das Ministerium in einer Mitteilung am Montag. Das Auswärtige Amt hatte am Wochenende jedoch die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei aktualisiert. Als Grund wurde die Nicht-Akkreditierung deutscher Journalisten genannt. Die Pressekarten ausländischer Korrespondenten laufen jedes Jahr Ende Dezember ab und müssen dann neu beantragt werden. „Dass einige deutsche und andere europäische Korrespondenten ihrer Arbeit in der Türkei nicht frei nachgehen können, ist für uns nicht akzeptabel. Nach den jüngsten Entwicklungen können wir nicht ausschließen, dass die türkische Regierung weitere Maßnahmen gegen Vertreter deutscher Medien ergreift. Wir werden die Hinweise weiter der Lage anpassen und ständig aktualisieren“, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. Es wurde zudem vor „willkürlichen Verhaftungen“ gewarnt. Das Auswärtige Amt verweist dabei auf Aussagen des türkischen Innenministers, dass Personen, die im Ausland an Versammlungen von in der Türkei verbotenen Organisationen teilgenommen haben, verhaftet werden könnten. Süleyman Soylu hatte bei einer Veranstaltung in Ankara gedroht, Touristen aus Deutschland und Europa nach der Einreise in die Türkei verhaften zu lassen, wenn sie im Ausland an Kundgebungen für die Terrororganisation PKK teilgenommen haben. Diese wird in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und ist auch in Deutschland verboten. Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.

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Türkei
Trotz Krise: Türkische Wirtschaft wächst um fast 3 Prozent

Istanbul (nex) – Die türkische Wirtschaft überrascht Beobachter erneut mit einem kräftigen Wachstum. Trotz Währungskrise legte das Bruttoinlandsprodukt auch 2018 um fast drei Prozent zu. Wie das Statistikamt TurkStat am Montag bekannt gab, wuchs die türkische Wirtschaft im Jahr 2018 um 2,6 Prozent. Laut TurkStat betrug das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr 3,7 Billionen türkische Lira (rund 784 Milliarden Dollar). Politische Spannungen zwischen den USA und der Türkei lösten im vergangenen Jahr an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem US-Präsident Donald Trump damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um dem in der Türkei inhaftierten Pastor Charles Brunsons Freilassung zu sichern. Trump genehmigte im August infolge der Inhaftierung eine Verdoppelung der Zölle auf türkischen Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte darauf mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel daraufhin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder. Wie die türkische Zentralbank am heutigen Montag mitteilte, sank zudem das Leistungsbilanzdefizit des Landes im ersten Monat dieses Jahres um bemerkenswerte 88,4 Prozent. Im Januar verzeichnete die Leistungsbilanz ein Defizit von 813 Millionen Dollar und verbesserte sich damit um 7 Milliarden Dollar im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Hierzu Finanzanalyst Clemens Schmale im Dezember vergangenen Jahres: Die schwache Währung hat vor allem dazu geführt, dass weniger importiert wurde. Importe brachen um ein Drittel ein. Im Gegenzug konnten die Exporte ansteigen. Zum ersten Mal seit 30 Jahren überstiegen die Exporte die Importe. Gleichzeitig konnte der Tourismus von der schwachen Lira profitieren. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle. Er litt 2016 unter dem Putschversuch. 2017 kam es zu einer Erholung. Trotzdem blieben die Einnahmen unter den Werten von 2015 zurück. 2018 konnte dieser Wert wieder erreicht werden. Das brachte dringend benötigte Devisen ins Land. Tourismus ist ein Dienstleistungsexport. Betrachtet man sämtliche Importe und Exporte (Waren, Dienstleistungen), so ist die Handelsbilanz erstmals seit 2008 wieder positiv. Betrachtet man nur die Waren, muss man in die 80er Jahre zurückblicken.  Zusammen mit Transferleistungen und der Kapitalbilanz ergibt sich die Leistungsbilanz, die nun bereits drei Monate in Folge stark positiv ist. Es fließt effektiv wieder Geld ins Land. Das hat in den vergangenen Wochen zu einer deutlichen Aufwertung der Währung geführt. Die Inflation ist mit über 20 % immer noch hoch. Es wird noch Monate dauern bis sie sich wieder normalisiert hat. Die Wirtschaft ist im dritten Quartal geschrumpft. Es ist also noch nicht alles wieder rosig. Das wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Das Hauptproblem, das Leistungsbilanzdefizit, ist behoben. Das geschah in absoluter Rekordzeit. Es brauchte keine Hilfskredite vom Internationalen Währungsfonds oder aus Europa. Die Regierung wollte keine Kredite, um weiterhin frei agieren zu können. Das hat zu einer Schockanpassung geführt. Das Ziel wurde erreicht, wenn auch ziemlich brutal. Der Theorie nach sollte genau das geschehen. Die Geschwindigkeit ist allerdings bemerkenswert. Es gleicht schon fast einem Wunder, was die freien Marktkräfte so anstellen können.  

"Aufstehen"
Simone Lange lehnt Nachfolge von Sahra Wagenknecht bei „Aufstehen“ ab

Flensburg –  Simone Lange will nicht den Platz von Sahra Wagenknecht an der Spitze der linken Sammelbewegung „Aufstehen“ übernehmen. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ und im „Flensburger Tageblatt“ kommentierte die Flensburger Oberbürgermeisterin (SPD) die Nachricht vom Rückzug Wagenknechts aus der Führung der Bewegung mit den Worten: „Das heißt jetzt nicht: Simone Lange kommt.“ Ihr Hauptaugenmerk liege weiterhin „hier in Flensburg“. Sie sei zum Auftakt von „Aufstehen“ dabei gewesen, um die Initialzündung „mitzugeben“. Doch sie habe von Anfang an gesagt, es sei wichtig, dass eben keine Berufspolitiker die Bewegung vorantreiben. Deshalb habe sie sich nicht in den Vordergrund gedrängt. Und diese Position ändere sich auch nicht. Die Initiative sei als Angebot an Menschen entstanden, die sich gerade von der Politik zurückgezogen und vom Wählen verabschiedet haben. Es sollen sich neue Gesichter finden, die neue Ideen und Impulse einbringen, Strukturen schaffen, es müsse Regionalität geben, erklärte Lange.

Tourismusmesse
ITB Berlin: 160.000 Besucher

Berlin – Unvermindertes Wachstum auf hohem Niveau: ungeachtet einer sich abkühlenden Weltwirtschaft erfreut sich die globale Reiseindustrie weiterhin einer äußerst stabilen Nachfrage. Zum Abschluss der ITB Berlin prognostiziert die weltumspannende Branche für 2019 am Sonntag erneut ein positives Geschäftsjahr. Die Bilanz der fünftägigen Leistungsschau auf dem Berliner Messegelände: mit einer Steigerung der Fachbesucher um über drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 113.500 Teilnehmer, unterstreicht die ITB Berlin auch in Zeiten von zahlreichen geo- und wirtschaftspolitischen Unsicherheitsfaktoren wie dem Brexit oder Handelskonflikten weiterhin ihre Position als Weltleitmesse der internationalen Tourismusindustrie. „Der ITB Berlin als führende Plattform der globalen Reiseindustrie kommt insbesondere in Zeiten einer allgemeinen Verunsicherung besondere Bedeutung zu. Die persönliche Begegnung als vertrauensbildende Maßnahme und der direkte Austausch unter Geschäftspartnern zu Fragen, die die Branche rund um den Globus bewegen, sind auch in einer digitalisierten Welt über modernste Kommunikationswege nicht zu ersetzen. Davon lebt die ITB Berlin“, so Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. Die anhaltend dynamische Entwicklung in ausnahmslos sämtlichen Bereichen der Branche in Deutschland ist erneut der erfreulichen Lage am Arbeitsmarkt und der allgemein zuversichtlichen Stimmung unter den Verbrauchern geschuldet. Besonders erfreulich für das Reiseland Deutschland: der Inlandstourismus boomt weiter. Die deutschen Bundesländer gehen für 2019 von einer Neuauflage des Rekordsommers vom vergangenen Jahr aus. Weltweit geht die World Tourism Organisation UNWTO für das laufende Jahr von einem Wachstum der internationalen Ankünfte in der Größenordnung von drei bis vier Prozent aus. Ausgesprochen zufrieden mit der ITB Berlin 2019 zeigten sich Fachbesucher gleichermaßen wie Aussteller. Gemäß einer Befragung attestierten sie der Messe Bestnoten für Innovationen. So feierte die ITB Berlin unter anderem die gelungene Premiere des Segments Technology, Tours & Activities (TTA). Ihren Erfolgskurs setzt die ITB auch international weiter fort. Nach der ITB Asia in Singapur und der ITB China in Shanghai, wird die Messe Berlin vom 15. bis 17. April 2020 die erste ITB India in Mumbai ausrichten. Indien gilt für die Reiseindustrie als einer der wichtigsten Quellmärkte der Zukunft. Zahl der Fachbesucher gestiegen – 160.00 Besucher insgesamt Die bereits seit Monaten ausgebuchte ITB Berlin gilt als der zuverlässige Konjunkturbarometer und richtungsweisender Kompass für die weltumspannende Reiseindustrie. Der ITB Berlin Kongress als anerkannter Think Tank und Impulsgeber der Branche, war erneut im Fokus zahlreicher Fachbesucher. Er war in diesem Jahr hochkarätig und international besetzt wie nie zuvor. Die neue Location im CityCube Berlin wurde ebenfalls hervorragend angenommen. Thematisch widmete sich der Kongress unter anderem Overtourism, Nachhaltigkeit und Klimawandel, den veränderten Ansprüchen insbesondere von Kunden im Luxus-Segment sowie dem Thema Future Mobility. Auch bei den Privatbesuchern steht die weltweit größte Leistungsschau weiterhin hoch im Kurs: Am Samstag und Sonntag besuchten wieder zahlreiche Privatbesucher die 26 Messehallen unter dem Berliner Funkturm, um sich informieren und inspirieren zu lassen. Der „Internationale Frauentag“, der am Freitag in Berlin erstmals als gesetzlicher Feiertag begangen wurde, wirkte sich nach vorläufiger Schätzung nur leicht auf die Privatbesucherzahlen aus. Viele Berliner nutzten das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub. Garant für die stabile Nachfrage nach dem „Produkt Reisen“ ist gegenwärtig in Deutschland nach den Worten von Dr. Christian Göke erneut die robuste Verfassung des Beschäftigungsmarktes und die daraus resultierende positive Konsumlaune der Bundesbürger. Dr. Christian Göke: „In der Reisesaison 2018 sind nach den Ergebnissen der Deutschen Tourismusanalyse so viele Bundesbürger verreist wie nie zuvor. Die Urlaubsreise zählt in unserer Gesellschaft zu den beinahe selbstverständlichen Grundbedürfnissen. Mit diesem Rückenwind ist die Reiseindustrie in das neue Jahr gestartet. Allerdings scheinen in Deutschland viele Menschen auf eine Wiederholung des Rekordsommers 2018 zu setzen und ihre Reisepläne in diesem Jahr mit Blick auf die Wetterprognosen kurzfristig treffen zu wollen.“ Nach den Worten von Dr. Christian Göke besteht guter Grund zu der Annahme, dass auch das Reisejahr 2019 für die weltweit agierende Industrie zufriedenstellend verlaufen wird: zum einen habe die Reiseindustrie gelernt, mit den Folgen einer schwächelnden Konjunktur umzugehen. Zum anderen ließen sich die Verbraucher in Deutschland bislang ganz offensichtlich nicht von dem schwindenden Optimismus anstecken, der gegenwärtig in der Weltwirtschaft um sich greife. Zwischen dem 6. und 10. März 2019 präsentierten sich auf dem Messegelände in 26 Hallen mehr als 10.000 ausstellende Unternehmen aus 181 Ländern und Regionen den Besuchern. Die nächste ITB Berlin findet von Mittwoch bis Sonntag, 4. bis 8. März 2020 statt. Dr. Michael Frenzel, Präsident, Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW): „Die ITB Berlin hat auch in diesem Jahr wieder unter Beweis gestellt, dass sie zu Recht die Leitmesse der Tourismusbranche ist. Ein wichtiger Schwerpunkt lag natürlich auf vielen erfolgreichen Geschäftsabschlüssen und der Veröffentlichung und Diskussion aktueller Branchenkennzahlen. Die Reiselaune ist weiterhin erfreulich positiv und die Branche gut aufgestellt, all das lässt uns hoffen, dass auch 2019 – trotz etwas eingetrübter Konjunkturaussichten – ein gutes Reisejahr wird.  Die Messe bot den Teilnehmern aber auch einmal mehr reichlich Inspiration, Informationen aus erster Hand zu zentralen Zukunftsthemen und viel Raum, um sich gegenseitig besser kennenzulernen. In einer Welt, in der aktuell viel zu häufig Konfrontation im Mittelpunkt steht, ist genau diese Völkerverständigung, ist dieser kulturelle Austausch – für den Tourismus wie keine andere Branche steht und der auch auf der ITB Berlin Jahr für Jahr intensiv gelebt wird – unverzichtbar. „Ja zu Weltoffenheit!“ und „Nein zu Fremdenfeindlichkeit!“: Das sind unsere klaren Botschaften, die wir als Tourismuswirtschaft auch weiterhin in alle Welt tragen werden.“ Norbert Fiebig, Präsident, Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV): „Die ITB Berlin ist die führende Tourismusmesse weltweit. Auch in diesem Jahr war es toll zu sehen, wie Berlin zum zentralen internationalen, weltoffenen Treffpunkt der Tourismuswirtschaft wurde. Die deutsche Reisewirtschaft blickt optimistisch auf ein Jahr, das einige Herausforderungen für uns bereithält – aber die Deutschen sind in bester Reiselaune und die Branche ist gut aufgestellt. Auf der ITB haben wir uns über die großen Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit ausgetauscht und Projekte in der Entwicklungszusammenhalt nach vorne gebracht. Wir haben dabei viele internationale Kontakte geknüpft, alte Freunde wiedergetroffen und neue gewonnen.“

Wirtschaft
700 Millionen Euro: Norwegen investiert erneut in türkische Unternehmen

Ankara – Nach Beteiligungen an türkischen Unternehmen wie Garanti Bank, Dogtas Kelebek und Mavi Giyim erweitert der norwegische Staatsfond sein Portfolio mit Investitionen in den türkischen Energiesektor. Norwegens Zentralbank Norges Bank, welche die Investitionen des Staatsfonds leitet, verkündete offiziell den Erwerb weiterer Anteile an türkischen Unternehmen, die im Dezember 2018 getätigt wurden. Laut dem Investmentmanagement der Norges Bank wurden Anteile von acht Energieunternehmen im Wert von 111 Mio. Dollar erworben. Die größte Investition beträgt mit 63,6 Mio. Dollar die Beteiligung am türkischen Energieriesen TÜPRAS, was einem Aktienanteil von 1,016 % entspricht. TÜPRAS besitzt in der Türkei vier große Ölraffinerien, die jährlich 28 Mio. Tonnen Öl verarbeiten. Der Anteil von 0,59 % an den Eisen- und Stahlwerken in Eregli wurde mit einer Investition von 28,8 Mio. Dollar erworben. An AYGAZ ist der Staatsfond nun mit 0,99% beteiligt, wofür 6,3 Mio Dollar angelegt wurden. Aktienanteile an den Energieunternehmen AKSA, PETKIM, Ulusoy Electric, ENERJISA und Kardemir sind ebenfalls Teil vom Portfolio des norwegischen Staatsfonds. Die Gesamtinvestition des Staatsfonds in türkische Unternehmen beträgt nach dem Erwerb dieser Anteile 707 Mio. Dollar. Norwegens Staatsfond ist mit einem Vermögen von einer Billion Dollar der größte Staatsfond der Welt. Die Funktion des Fonds ist es, die staatlichen Einnahmen aus der Ölproduktion nachhaltig zu investieren. Norwegen, der größte Ölproduzent Europas, will somit für eine Zukunft vorsorgen, in der die Einnahmen aus der Ölproduktion schwinden könnten. Der Fond ist ebenfalls größter Einzelaktionär am europäischen Aktienmarkt und bekannt für seine ethischen Richtlinien, die Grundlage für die Investitionen sind. Die Ethik-Richtlinien des Staatsfonds verbieten es, in Unternehmen zu investieren, die Massenvernichtungswaffen herstellen, Umweltschäden verursachen oder Menschenrechte missachten.

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Es ist Weihnachten. Da passt es ganz gut, wenn man über ein Wunder berichten kann. Dieses Wunder fand in der türkischen Wirtschaft statt und nennt sich freier Markt.

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Mezopotamya Cinema Collective
Türkei: Erstes kurdisches Filmfestival findet in Istanbul statt

Istanbul (nex) – Zum ersten Mal veranstaltet Istanbul ein Filmfestival, bei dem Dutzende kurdischer Filme gezeigt werden. Einige der Filme schildern die Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung durch ehemalige türkische Regierungen, andere beschäftigen sich mit sozialen Fragen der Kurden auf der ganzen Welt. „Es ist sehr aufregend, zum ersten Mal zum Festival nach Istanbul zu kommen“, so der iranische Regisseur Kaveh Moeinfar gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw. Er verwies dabei auf die Erfolge des Festivals, das kurdische Schauspieler, Regisseure und Produzenten aus der ganzen Welt versammelt. Das Mezopotamya Cinema Collective sponsert dieses Filmfestival, das am Mittwoch begann und bis Sonntag dauert. Es werden rund 30 Filme aufgeführt. Einer der Filme, der auf dem Festival gezeigt wird, “14 Temmuz”, erzählt die Geschichte von Kurden und Linken, die nach dem Militärputsch von 1980 im Gefängnis von Diyarbakir festgehalten und gefoltert wurden. Eine Vorführung des Films wurde Ende letzten Jahres in Sulaimani, eine Stadt in der kurdischen Autonomieregion im Irak, verboten. Millionen von Kurden leben in Istanbul. Der kurdische Direktor, Hasim Aydemir, nennt Istanbul “die Stadt, die die Mehrheit der Kurden umfasst“. Aydemir bezeichnete das Festival als „sehr großen Schritt“ und hofft auf bessere Dinge in der Zukunft. Im Jahre 2013 startete die türkische Regierung einen Friedensprozess (“çözüm süreci”) mit der PKK, um den jahrzehntelangen Konflikt mit der Terrororganisation zu beenden. Bereits 2005 brach der damalige Ministerpräsident Erdogan ein Tabu, indem er bei einem Besuch der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz Diyarbakir als erster Regierungschef seines Landes von einem „Kurdenproblem“ sprach. Nur durch Schaffung von Wohlstand und den Ausbau der Demokratie könne dieses Problem gelöst werden, so Erdogan damals. Das Militär und die Opposition kritisierten Erdogan für seine Worte und warfen ihm vor, die Einheit des Landes zu gefährden. Anfang 2009 ging der erste kurdische TV-Sender der Türkei auf Sendung und Erdogan schlug sogar vor, kurdische Ortsnamen für Dörfer wieder einzuführen. Zudem durften Politiker bei Wahlkämpfen auch auf Kurdisch um Stimmen werben und an Universitäten entstanden kurdische Sprachinstitute. Der Prozess brach jedoch im Jahr 2015 zusammen, als die PKK ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder aufnahm. Die Terrororganisation befürchtete einen Machtverlust durch den Demokratisierungsprozess und einen „fehlenden Feind“, so Beobachter des Konflikts.

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