Nach Mord an Dissidenten
Niederlande: Demonstranten attackieren iranische Botschaft

Eine Gruppe, die gegen die Morde an zwei iranischen Dissidenten in den Niederlanden demonstrierte, griff am späten Mittwoch die iranische Botschaft in Den Haag an.

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Den Haag (nex) – Eine Gruppe, die gegen die Morde an zwei iranischen Dissidenten in den Niederlanden demonstrierte, griff am späten Mittwoch die iranische Botschaft in Den Haag an, berichten niederländische Medien.

Der Protest habe friedlich begonnen, wurde aber später gewalttätig. Einige der Demonstranten sollen Steine und Gegenstände auf die Botschaft geworfen und versucht haben, das Gebäude zu stürmen.

Die Polizei verhaftete daraufhin vier Verdächtige. Darunter den Sohn von Ahmad Mola Nissi, einem Führer der separatistischen Gruppe Arab Struggle Movement for the Liberation of Ahwaz (ASMLA), die von Teheran als terroristische Organisation angesehen wird.

Nissi, 52, wurde im November 2017 vor seiner Haustüre in Den Haag erschossen. Der andere Dissident, Ali Motamed, wurde im Dezember 2015 in ähnlicher Weise außerhalb seines Amsterdamer Hauses getötet. Beide waren im Besitz der niederländischen Staatsbürgerschaft. Die iranische Regierung wirft Motamed vor, für einen Bombenanschlag in Teheran im Jahre 1981 verantwortlich zu sein.  Bei dem Anschlag starben mehr als 70 Menschen.

Am Dienstag beschuldigt die niederländische Regierung den Iran, kriminelle Banden angeheuert zu haben, um die beiden Männer zu ermorden. Der niederländische Geheimdienst AIVD habe „starke Hinweise“, dass die Regierung in Teheran dahinter stecke. Die niederländische Regierung sprach von einer „inakzeptablen Verletzung der niederländischen Souveränität“. Am Dienstag verhängte zudem die EU Sanktionen gegen den Iran.

Die ASMLA. eine arabisch-nationalistische Gruppe, hat das Ziel,  in der ölreichen südwestlichen Provinz Chuzestan im Iran, einen eigenen Staat zu gründen.

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