Evim Türkiye 2019
Düsseldorf: Großes Interesse an türkischer Immobilienmesse

Von Helene Milde Am vergangenen Wochenende öffnete die 1. türkische Immobilienmesse in Deutschland ihre Tore. Sie fand nicht nur großen Anklang bei den Besuchern, viele konnten auch aufgrund der niedrigen Lira das eine oder andere Schnäppchen ergattern. Laut Veranstalter habe es schon während der Messe Verkäufe im Wert von fast 17 Mio Euro gegeben. Zusammen mit den unterschriebenen Kaufabsichten betrage die Summe sogar fast 69 Millionen Euro. Veranstaltet wurde die Messe vom türkischen Ministerium für Umwelt und Urbanisierung in Zusammenarbeit mit Demirören Media und der ISTexpo Messeorganisation. Wiedererlangung des Kundenvertrauens “Das Kundenvertrauen wieder erlangen”, das war für einen Großteil der türkischen Bauunternehmen der Grund, an dieser Messe teilzunehmen. In der Vergangenheit wurden viele gutgläubige Deutschtürken beim Immobilienerwerb in der Türkei über den Tisch gezogen. Mit dieser Messe soll das verloren gegangene Vertrauen wiedergewonnen werden. Der türkische Staat habe in den letzten Jahren bereits zahlreiche Schritte unternommen, um die Kunden zu schützen und ein Betrugsrisiko auszuschließen. „Wir sind uns bewusst, dass viele im Ausland lebende türkische Bürger beim Erwerb von Immobilien in der Türkei, negative Erfahrungen gemacht haben. Sie stehen nun einem Kauf natürlich kritisch gegenüber. Wir möchten helfen, diese Ängste aus der Welt zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir an dieser Messe teilgenommen. Hier hat der Kaufinteressent die Möglichkeit, sich vorab mit etablierten und vertrauenswürdigen Baufirmen zu treffen und sich zu informieren“, so Cem Ergüven von MESA gegenüber NEX24.
Cem Ergüven (rechts), Bauunternehmen MESA.
Ergüven rät den interessierten Käufern, sich über die jeweilige Baufirma ausgiebig zu informieren und nicht einfach drauflos zu kaufen. MESA sei vor 50 Jahren gegründet worden und habe bis heute fast 100.000 Immobilienobjekte erstellt. Das Unternehmen sei auch im Ausland aktiv und gehöre zum Beispiel in Polen zu den drei größten, sagte Ergüven. MESA habe im vergangenen Jahr zudem den European Property Awards Preis gewonnen. Das Bauunternehmen ist in der Türkei sehr bekannt. Durch die Messe in Düsseldorf wird sein Unternehmen nun auch in Deutschland etwas bekannter, so Ergüven. Mit der Aufgeschlossenheit der Kunden und dem MESA gegenüber gezeigten Interesse sei er sehr zufrieden. Jetzt sei der ideale Zeitpunkt für eine Investition in der Türkei, so der Sprecher des Unternehmens. Istanbul gehört zu den teuersten Städten der Welt. Hier wechseln die Villen am Bosporus für zwei- oder sogar dreistellige Millionenbeträge die Besitzer. Ein Beispiel ist die Wohnung mit dem Namen „Erbilginler Yalısı”, für deren Erwerb der katarische Geschäftsmann Abdulhadi Mana Al-Hajri vor einigen Jahren 100 Millionen Euro hingeblättert hatte.
Schon ab 49.000 Euro
Die Immobilien der MESA-Projekte sind da schon günstiger zu haben. Bei der Wohnsiedlung „Mesa Cadde“ zum Beispiel, fangen die Preise für die luxuriösen Wohnungen schon bei 49.000 Euro an. „Mesa Cadde“ liegt im Istanbuler Stadtteil Maltepe, auf der asiatischen Seite der Millionenmetropole und ist nur 10 Minuten von der berühmten Bağdat Caddesi (dt: Bagdadstraße) entfernt.
Mesa Cadde
Sicher in der Türkei investieren Ähnlich äußerte sich auch der Repräsentant von Turyap, Hüseyin Atici. Turyap gehört zu den größten Immobilienmaklern der Türkei. Ziel der Messe sei es, die Branche durchsichtiger zu machen und die Kunden besser zu informieren. Der Kauf soll vereinfacht werden. “Unsere Kunden müssen in ihrem wohlverdienten Urlaub teilweise wochenlang nach Immobilien suchen, das ist sehr stressig und kann frustrierend sein. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, sich schon hier ausgiebig informieren zu können. Dies gilt für Fragen zu rechtlichen Vorgaben ebenso, wie zu Fragen der Finanzierung. Aus diesem Grund haben wir auch in Mannheim eine Geschäftsstelle unserer Firma eröffnet. Insgesamt ist Turyap in elf Ländern präsent, die Eröffnung in Großbritannien war erst vor wenigen Tagen”, sagte Atici gegenüber NEX24. Turyap habe in der Messe in Düsseldorf 27 Bauunternehmen vertreten.
Neues Vertrauen schaffen
Auch der Sales-Chef des staatlichen Bauunternehmens Emlak Konut, Ahmet Oğulbal, brachte die nachteiligen Erfahrungen der Deutschtürken beim Immobilienkauf in der Türkei zu Wort: „Wenn man betrogen wurde, ist es gleichgültig, ob es sich um 1000 oder 100.000 Euro handelt. Die Menge spielt keine Rolle und es wird schwierig für diejenigen, wieder neues Vertrauen zu fassen. Die türkische Immobilienbranche muss gemeinsam mit dem Staat dafür sorgen, dass diese Zeiten der Vergangenheit angehören“, so Oğulbal im Gespräch mit NEX24.
Idealer Zeitpunkt für Immobilienerwerb in der Türkei
Wie auch die Vertreter der anderen teilnehmenden Bauunternehmen, betonte Oğulbal den derzeit günstigen Zeitpunkt für den Erwerb von Immobilien in der Türkei. Die Lira habe ihren Tiefstand gegenüber dem Dollar und dem Euro im vergangenen Jahr erreicht. Oğulbal denke nicht, dass die türkische Währung weiter fallen werde. Er erwähnte zudem die günstigen Konditionen für Kredite, die momentan in der Türkei gelten.
„Die Liebe für die Heimat“
Zeki Akbal, Vorstandsmitglied des Bauunternehmen Fuzul: „Unsere Bürger im Ausland haben in der Vergangenheit beim Immobilienerwerb in der Türkei leider sehr viele negative Erfahrungen machen müssen. Und trotzdem haben sie die Liebe für ihre Heimat nie aufgegeben. Deshalb müssen wir alle dafür sorgen, dass der Immobilienerwerb in der Türkei ohne Risiko abläuft. Auch der türkische Staat hat diesbezüglich bereits viele wichtige Vorkehrungen getroffen, um sämtliche Risiken auszuschließen. Diese Messe ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Hier können sich unsere Bürger vorab informieren und sich mit etablierten Bauunternehmen der Türkei in Verbindung setzen“, sagte Akbal gegenüber NEX24.
Zeki Akbal (links), Vizechef des Bauunternehmens Fuzul.
Er bekräftigte, dass ihm bewusst ist, dass das verlorene Vertrauen in die Branche verständlicherweise nicht so einfach zurückzugewinnen sei. Dafür hätten die im Ausland lebenden Bürger viel zu oft schlechte Erfahrungen machen müssen. Er versicherte jedoch, dass man bei den an dieser Veranstaltung teilnehmenden Unternehmen absolut sicher sein könne. Mit dieser Messe in Düsseldorf sei ein Anfang gemacht. Akbal betonte, dass eine Fortsetzung auch in anderen deutschen Städten mit türkischer Bevölkerung wünschenswert sei. Es gebe bereits Gespräche in diese Richtung. Türkische Bürger seien jedoch nicht die einzige Zielgruppe für derartige Messen. Immer mehr Ausländer zeigten in den vergangenen Jahren ein großes Interesse an Immobilien in der Türkei.
Vadiyaka Başakşehir. Ein Projekt des Bauunternehmen Fuzul.
Die Türkei hat im vergangenen Jahr für Ausländer daher auch die erforderlichen Mindestvorgaben für den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft gesenkt. Nun können Ausländer, die in der Türkei Immobilien im Wert von mindestens 250.000 Dollar besitzen, statt wie bisher 1 Million Dollar, die türkische Staatsbürgerschaft erwerben.
Große Begeisterung bei Besuchern
Die 1. türkische Immobilienmesse in Düsseldorf fand auch bei den Besuchern sehr großen Anklang. „So eine Messe war unbedingt notwendig. Unser Vertrauen in diese Branche ging schon vor Jahrzehnten verloren, diese Messe hat sehr geholfen, dieses wieder neu aufzubauen. Außerdem ist es sehr praktisch, wenn man schon hier die Hausmodelle ansehen und sich darüber informieren kann“, so Selma Yörükoglu, die extra mit dem Auto aus den Niederlanden angereist sei. „Ich habe mir eine kleine Wohnung in Istanbul gekauft. Ich bin oft beruflich dort, aus diesem Grund macht es Sinn. Außerdem auch günstiger als die Hotels, in denen ich einige Male im Monat übernachte“, sagte ein Herr aus Köln, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Neun Kilometer zum neuen Flughafen
Auch Mehmet Ali Nerse, Projektmanager des Bauunternehmen Fimar, zeigt sich mit der Messe zufrieden. „Es war eine einmalige Gelegenheit uns mit den Kunden zu treffen und deren anfänglichen Unsicherheiten aus der Welt zu schaffen“, sagte Nerse im Gespräch mit unserer Zeitung. Es habe ein großes Interesse für die Projekte der Fimar gegeben, so Nerse. Besonders die Wohnanlagen „Livera Homes“ in Kemerburgaz, ein Städtchen in der Provinz Istanbul, hätten die Neugierde der Besucher auf sich gezogen. „Die Wohnungen liegen sehr ruhig in der Nähe des Belgrader Waldes und trotzdem ist die Innenstadt Istanbuls sehr leicht zu erreichen“, so Nerse. Die geplante Metro sei fußläufig zu erreichen und der neue Istanbuler Flughafen nur neun Minuten entfernt. Auch die Bosporusbrücken „Yavuz Sultan Selim“ und „Fatih Sultan Mehmet“ befänden sich in unmittelbarer Nähe. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt um hier zu investieren. Die Nähe zum neuen Istanbuler Flughafen wird die Preise für Immobilien in dieser Gegend in sehr naher Zukunft in die Höhe treiben“ so Nerse.
Livera Homes
 

NRW
Wohnungsmangel: Neubau von Sozialwohnungshochhäusern im Gespräch

Düsseldorf – Gegen den Mangel an günstigem Wohnraum bringen SPD, Mieterbund und Teile der Wirtschaft den Neubau von Sozialwohnungshochhäusern mit bis zu zehn Stockwerken in NRW ins Gespräch. „Wo es zu wenig Baugrundstücke gibt, muss eben in die Höhe gebaut werden“, sagte der Fraktionsvize der SPD im Landtag, Jochen Ott, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Ohne einen neuen, öffentlich geförderten Hochhaus-Bau ist der Bedarf an Sozialwohnungen in den großen Städten in NRW nicht zu decken.“ Die Entstehung von sozialen Brennpunkten und die Stigmatisierung solcher Gebäude will die SPD mit einer weiterentwickelten Belegungsstrategie vermeiden. „Wenn in einem zehnstöckigen Sozial-Wohnhaus die Stockwerke für Sozialwohnungen und frei finanzierte Wohnungen gemischt werden, wäre schon viel gewonnen“, sagte Ott. Silke Gottschalk, Chefin des Deutschen Mieterbundes in NRW, sagte: „Wenn die neuen Sozial-Hochhäuser sich gut in die Landschaft einfügen und für mehr sozialen Wohnraum sorgen, ist das eine gute Idee.“ Thomas Hegel, Chef des Immobilienkonzerns LEG, der in NRW unter anderem 34.000 Sozialwohnungen vermietet, sagte der Redaktion: „Angesichts des knappen Baulandes könnten wir beim sozialen Wohnungsbau auch in die Höhe denken. Auch der Ansatz, Menschen mit unterschiedlichen Einkommen innerhalb eines Hochhauses eine bezahlbare Wohnung zu bieten, ist richtig.“

Düngeregeln
Albrecht: Bundesregierung verspielt Vertrauen der Bauern in die Politik

Nord-Agrarminister sehen erneute Verschärfung der Düngeregeln kritisch Osnabrück. Schleswig-Holsteins Agrarminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat angesichts der erneuten Verschärfung der Düngeregeln die Agrarpolitik der Bundesregierung kritisiert. Albrecht erklärte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, der Bund sei mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Dünge-Reform nicht ausreiche, um Grundwasser vor Nitrat zu schützen. Die Bedenken seien aber einfach vom Tisch gewischt worden. „Das rächt sich jetzt zu Lasten der Landwirtinnen und Landwirte“, so Albrecht. Die Bauern müssten sich erneut auf neue Regeln einstellen. „So schafft man kein Vertrauen in Politik.“ Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) teilte der „NOZ“ mit, ihr Bundesland sei „nicht vollständig überrascht“, dass nun nachgebessert werde. „Allerdings sage ich auch ganz deutlich: Wir hätten uns gewünscht, dass die aktuellen Änderungen der Düngeverordnung erst gelebt werden und greifen.“ Ihr Ministerium werde die Änderungsvorschläge aus Berlin prüfen. Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) bezeichnete die Änderungsvorschläge insgesamt zwar als akzeptabel. Die pauschale Absenkung des Düngebedarfs von Pflanzen in besonders Nitrat-belasteten Gebieten um 20 Prozent sei „fachlich allerdings nicht zu vertreten und müssen hinterfragt werden.“ Backhaus mahnte, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe nicht gefährdet werden dürfe. Auf Druck der EU-Kommission hatte die Bundesregierung Ende Januar Verbesserungsvorschläge für die erst 2017 novellierten deutschen Düngeregeln nach Brüssel geschickt. Aus Sicht der Kommission stellte die Reform keinen ausreichenden Schutz des Grundwassers sicher. Zuvor war Deutschland bereits vor dem Europäischen Gerichtshof wegen zu hoher Nitratwerte in zurückliegenden Jahren verurteilt worden.

Türkei-Immobilien
Düsseldorf: 1. Türkische Immobilienmesse „Evim Türkiye 2019“ startet am Freitag

Von Helene Milde Am kommenden Wochenende öffnet die “Evim Türkiye 2019” Messe in Düsseldorf ihre Tore. Das türkische Ministerium für Umwelt und Urbanisierung veranstaltet in Zusammenarbeit mit Demirören Media und der ISTexpo Messeorganisation vom 8. – 10. Februar 2019 die türkische Immobilien- und Investitionsmesse. “Wir werden Istanbul nach Düsseldorf verlegen”, mit diesen Worten begrüßt der Präsident der Istanbuler Handelskammer, ITO, Sekib Avdagic, diese erstmalig stattfindende Messe. Die ITO, die ebenfalls mit einem Stand vertreten sein wird, ist mit ihren 428.000 Mitgliedern weltweit die zweitgrößte Handelskammer. ITO vertritt den türkischen Immobiliensektor und stellt ihn den Millionen in Deutschland sowie allen Nachbarländern lebenden Türken vor. Für Avdagic liegt der Sinn der Messe auch darin, den im Ausland lebenden Mitbürgern, den Gurbetcis, den Wunsch zum Eigenheim in der Türkei zu ermöglichen. “Wir kommen zu Ihnen, damit Sie auf dieser Messe Ihr neues Heim, mit allen gewünschten Besonderheiten und zu günstigen Bedingungen finden können.” Der Heimat einen Schritt näher kommen Laut repräsentativen Umfragen zufolge, wollen etwa 50 Prozent der Türken, die in Deutschland leben, wieder zurück in ihre Heimat. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Wollen die einen ihren Ruhestand und das bessere Wetter in der Türkei genießen, ist es für einen großen Teil aber auch der Heimataspekt, der sie wieder in ihr Ursprungsland zieht. Auch wenn für die Rückkehrwilligen die Zeit, um ganz in der Türkei zu leben, noch etwas in der Ferne liegt, sind die Veranstalter überzeugt, dass gerade jetzt der richtige Moment gekommen ist, für die Zukunft vorzusorgen. Dies sieht auch der Präsident der Istanbuler Handelskammer so. Nach seiner Auffassung “bietet sich derzeit den im europäischen Ausland lebenden Türken, die nicht von der türkischen Krise betroffen sind, eine besondere Chance”. Sie haben die Möglichkeit ihre Ersparnisse gut und sicher im Immobiliensektor zu investieren. Es werden Immobilienangebote in allen Preisklassen zu finden sein. Doch der Vorteil dieser Messe, so Avdagic, ist auch für die Türkei gegeben. “Die türkischen Bauunternehmer haben die Gelegenheit, ihren Immobilienverkauf nach Europa zu erweitern. Gleichzeitig ist dies für die Türkei eine große und wichtige Deviseneinnahme. Die Investoren kommen dabei ihrer Heimat einen großen Schritt näher und die Türkei erhält eine weitere Möglichkeit, durch einen neuen Kundenmarkt die derzeitige Flaute zu reduzieren. Der momentane Binnenmarkt ist aufgrund der hohen Zinslast stark angegriffen, sodass der Immobilienverkauf an Mitbürger, die im Ausland leben, eine große Chance für das Land und den Bausektor darstellen. Aber nicht nur für die im Ausland lebenden Türken bieten sich momentan große Chancen, auch für Ausländer öffnen sich zur Zeit gute Gelegenheiten. Im vergangenen Jahr senkte die türkische Regierung die Mindestanforderungen für eine Einbürgerung. Ausländer, die in der Türkei Immobilien im Wert von mindestens 250.000 Dollar statt einer Million Dollar besitzen, können die türkische Staatsbürgerschaft erwerben. Der Verkauf von Wohnimmobilien in der Türkei an Ausländer hat sich bereits im vergangenen Jahr gegenüber 2017 mehr als verdoppelt, berichtete das Türkische Statistische Institut (TurkStat). Murat Kurum, Minister für Umwelt und Urbanisierung, erwarte durch den Verkauf von Immobilien an Ausländer in diesem Jahr Deviseneinnahmen von über 10 Milliarden Dollar. Es ist nicht nur der Bauseketor, der durch die Evim Türkiye beeinflusst wird. Über 200 weitere Unternehmensbereiche sind direkt oder indirekt positiv davon betroffen. Dies wirkt sich auf breiter Ebene erfolgreich für die gesamte Türkei aus. An drei Tagen haben potenzielle Käufer die Möglichkeit, von speziellen Messeangeboten sowie flexiblen Zahlungsbedingungen für ihre Zukunft vorzusorgen. Vielseitige Projekte in allen Preisklassen werden zur Auswahl stehen. Neben den unterschiedlichsten Markenfirmen, die eine Baubranche ausstatten, werden auch Promis auf der Messe erwartet. Schauspieler und Filmproduzenten werden ebenso für Unterhaltung sorgen, wie der deutsch-türkische Fußballstar Hamit Altintop. Ein Wochenende mit Heimatgefühl erwartet die Besucher.

MESSE DÜSSELDORF

D-40474 DÜSSELDORF, AM STAAD (STOCKUMER HÖFE). HALL 8B.

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Verurteilung des Musa Asoglu
Hamburg: Fast sieben Jahre Haft für türkischen Terrorchef Musa Asoglu

Hamburg (nex) – Das Hamburger Oberlandesgericht hat am heutigen Mittwoch einen Führungsfunktionär der linken Terrorgruppe DHKP-C zu fast sieben Jahren Haft verurteilt. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland erhielt Musa Asoglu eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Wie „hamburg.de“ berichtet, sei der 57-Jährige von Ende 2009 bis zu seiner Festnahme am 2. Dezember 2016 als Europaverantwortlicher Bindeglied zwischen der DHKP-C-Führung und Kadern in verschiedenen Ländern gewesen. Die DHKP-C (Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front) sei eine terroristische Organisation im Ausland, die für Anschläge in der Türkei verantwortlich sei und auch Abtrünnige ermordet habe. In Deutschland ist die DHKP-C seit 1998 verboten. Asoglu ist niederländischer Staatsbürger und wurde von den USA und der Türkei als Terrorist gesucht. Neben der Türkei und den USA, haben auch die Europäische Union die DHKP-C als Terrororganisation eingestuft. Die Gruppe übernahm die Verantwortung für verschiedene Terroranschläge in der Türkei, darunter den Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara im Jahre 2013. Das türkische Innenministerium hatte auf Hinweise, die zur Verhaftung führen, ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Euro ausgesetzt. Die USA setzten drei Millionen Dollar auf seinen Kopf aus. 1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C in Damaskus gegründet Die DHKP-C wurde 1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C (bzw. deren Nachfolgeorganisationen Devrimci Yol und Devrimci Sol) in Damaskus gegründet. Wie im Fall der PKK (bis 1998), wird auch die DHKP-C (bis heute) vom Assad-Regime protegiert. Die Geschichte der DHKP-C ab 1994 ist mit ihrem Gründer und langjährigen Führer Dursun Karataş eng verknüpft. Karataş Leben als Untergrundaktivist liest sich wie ein Agenten-Thriller. Nach dem Militärputsch von 1980 verhaftet, konnte Karataş 1989 unter bis heute ungeklärten Umständen aus dem Gefängnis fliehen. Sein Weg führte ihn bald ins nahe Nachbarland Syrien. Dort hatten sich schon andere Genossen, wie der Führer einer weiteren THKP-C Abspaltung Mihraç Ural oder der „Große Vorsitzende“ der PKK  (Abdullah Öcalan stammte ursprünglich ebenfalls aus dem Umfeld der THKP-C der frühen 70er Jahre) eingefunden.  Als Anfang 1994 die DHKP-C offiziell ins Leben gerufen (bzw. wiederbelebt) wurde, begab sich Karataş umgehend nach Westeuropa. Obwohl schon bei seiner ersten Einreise in Frankreich verhaftet, konnte er sich irgendwie aus der Affäre ziehen und tauchte unter. Zuvor gab es im Jahre 1992 einen innerparteilichen Putsch gegen Karataş. Von seinem Gegner Bedri Yağan für einige Monate festgesetzt, gelang Karataş wieder einmal die Flucht. In einem kurzen aber blutigen innerparteilichen Krieg wurde der Yağan-Flügel praktisch ausgelöscht. Bis zu seinem Tod im Jahre 2008 in Amsterdam soll sich Karataş im Länderdreieck Deutschland-Belgien-Holland aufgehalten haben. Seit 1998 ist die DHKP-C in Deutschland verboten. Auch wenn die Organisationsstrukturen der DHKP-C als äußerst konspirativ eingestuft werden, bleibt es ein Mysterium, wie Karataş sich fast zwei Jahrzehnte in Westeuropa verstecken konnte. Zwar kann die DHKP-C in Westeuropa auf ein Netzwerk von ideologischen Unterstützern (bspw. linke Parteien in Deutschland) rechnen, dass Karataş aber über einen derart langen Zeitraum unbehelligt von deutschen, belgischen und niederländischen Geheimdiensten agieren konnte, ist äußerst merkwürdig. Ein Hauptverantwortlicher der Untergrundorganisation nach dem Tod von Karataş ist bisher namentlich nicht bekannt. Berichten türkischer Sicherheitskreise zufolge hat die DHKP-C in der Türkei bis zu 400 aktive Kader und etwa 6000 Sympathisanten. Als politische wie auch ideologische Kraft innerhalb der (legalen) kommunistischen bzw. sozialistischen Parteien in der Türkei, spielt sie nur eine marginale Rolle. In der breiten Öffentlichkeit ist die Untergrundorganisation in etwa so populär wie die linksextremen Autonomen in Deutschland. Das Mobilisierungspotenzial der DHKP-C gegenüber den „Volksmassen“ tendiert also gegen Null.  

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– Gelbwesten-Proteste – Demos in Frankreich: Sicherheitsbehörden besorgt über „ausländische Extremisten“

Französische Sicherheitskreise zeigen sich besorgt darüber, dass die seit Wochen anhaltenden Krawalle während der „Gelbwesten“-Proteste im Land, auch durch ausländische extremistische Organisationen entfacht werden.

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Fußballnews
Fußball-Legende Rudi Assauer tot

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Gelsenkirchen (nex) – Medienberichten zufolge ist der ehemalige Fußballstar Rudi Assauer verstorben. Wie die „Bunte“ berichtet, soll Assauer am Mittwochnachmittag gestorben sein. „Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig, aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig“, zitiert das Blatt die ehemalige Lebensgefährtin Assauers, Beate Schneider. Im Jahr 2012 wurde bekannt, dass Assauer an Alzheimer erkrankt ist.  

Armenischer Gedenktag
Türkischer Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu verurteilt Frankreich

Ankara (nex) – Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Türkei hat am Mittwoch die Entscheidung Frankreichs, den 24. April zum Nationalfeiertag des so genannten armenischen Völkermords zu erklären, scharf verurteilt. „Drittländer können die Spuren dieser Tragödie nicht auslöschen und die Wunden mit unbegründeten und unnötigen Entscheidungen heilen“, sagte Kemal Kilicdaroglu, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei (CHP), in einer schriftlichen Erklärung. Der Oppositionsführer sagte, dass die Ereignisse von 1915 für das türkische und armenische Volk „traumatisch“ seien und „tiefe Wunden“ in den kollektiven Erinnerungen der beiden Gemeinschaften hinterlassen hätten. „Die Erwähnung schmerzhafter Ereignisse der Vergangenheit helfen nicht, eine Brücke zwischen der Türkei und Armenien zu bauen“, sagte Kilicdaroglu. Neue Generationen sollten die Zukunft auf friedliche Weise und nicht in Konflikten sehen, so Kilicdaroglu. Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie.

Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

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– NEX24-Interview – Protest gegen Armenien-Resolution: Nach 21 Jahren aus CDU ausgetreten

Der Siegener Politikwissenschaftler und Leiter des Forschungszentrums Südosteuropa und Kaukasus, Dr. Christian Johannes Henrich, hat bereits in seiner Doktorarbeit die westliche Einseitigkeit in der Bewertung der Ereignisse von 1915 in Ostanatolien kritisiert. Er ist 2015 aus Protest gegen die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages nach 21 Jahren aus der CDU ausgetreten.

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Türkei
Istanbul: Mehrstöckiges Gebäude eingestürzt – ein Toter geborgen

Istanbul (nex) –  Im Istanbuler Stadtteil Kartal ist am heutigen Mittwoch ein mehrstöckiges Gebäude eingestürzt. Wie türkische Medien berichten, handele es sich um ein sechs- oder achtstöckiges Wohnhaus in dem zwölf oder 14 Familien leben. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet von 43 Bewohnern. Wie viele zum Zeitpunkt des Einsturzes zu Hause waren, ist noch unklar. Zahlreiche Feuerwehrleute, Polizeibeamte, Rettungskräfte, sowie der nationale Katastrophenschutz (AFAD) seien bereits vor Ort. Berichten zufolge sei bislang ein Toter geborgen worden. Es gebe viele Verletzte. Laut Meldungen in den sozialen Netzwerken, seien drei Etagen illegal errichtet worden. Was den Einsturz auslöste, sei noch unklar. Es habe keine Explosionen gegeben.    

Tsipras in Ankara
Türkei und Griechenland wollen Zusammenarbeit stärken

Ankara (nex) – Alle Fragen mit Griechenland können „auf einer gleichberechtigten Basis und auf friedliche Weise gelöst werden“, sagte der türkische Staatspräsident am Dienstag. „Unsere Erwartung an Griechenland ist, dass es kein sicherer Hafen wird, in dem FETO, PKK oder DHKP-C Terroristen Zuflucht suchen“, sagte Recep Tayyip Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras in Ankara. Die türkische Regierung macht den in der USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch im Jahre 2016 verantwortlich. Erdogan erwähnte zudem das im März 2016 zwischen der Türkei und der EU unterzeichnetes Flüchtlingsabkommen und sagte, dass die EU die Visaliberalisierung und das Einwanderungsabkommen nicht umsetze, und forderte die Union auf, ihre Versprechungen einzuhalten. Das Abkommen von 2016 zielte darauf ab, die irreguläre Migration durch das Ägäische Meer zu verhindern, indem strengere Maßnahmen gegen Menschenhändler ergriffen und die Bedingungen für mehr als drei Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei verbessert wurden. Es ermöglichte auch die Beschleunigung des EU-Beitritts der Türkei und die Visumfreiheit für türkische Staatsangehörige im Schengen-Raum. Tsipras sagte, dass sein Land „nicht zu regionalen Problemen verdammt“ sein werde und versuche, Lösungen im Dialog mit der Türkei zu finden. „Wir haben mit der Türkei vereinbart, die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken“, fügte er hinzu. Tsipras sagte, die Türkei und Griechenland hätten sich darauf geeinigt, die Spannungen in der Ägäis abzubauen und vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. (aa)

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800.000 serbische Opfer
Holocaust-Experte Dr. Gideon Greif: Jasenovac war schrecklicher als Auschwitz

Der renommierte Holocaust-Experte und leitende Forscher am Holocaust-Institut Shem Olam in Israel, hat in einem Interview mit dem serbischen TV-Sender Pink-TV die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit über die Opfer von Folterungen im Todeslager Jasenovac vorgestellt. Jasenovac war ein Todeslager für Serben, Juden und Roma in Kroatien, das vom Ustascha-Regime des nationalsozialistischen Unabhängigen Staates Kroatien (NDH) während des Zweiten Weltkriegs eingerichtet und betrieben wurde. Auf der Grundlage von Daten, die er während seiner vierjährigen Arbeit an einer Studie mit dem Titel „Jasenovac, das Auschwitz des Balkans“ zusammenstellte, sagte Greif, dass mindestens 800.000 Serben und etwa 40.000 Juden in Jasenovac auf brutalste Weise getötet worden seien. „Jasenovac war das Reich des Todes“, betont Greif und fügt hinzu, dass der Revisionismus einen zweiten Mord an den Opfern darstellt. „Wir müssen alle unsere Kräfte gegen den Revisionismus einsetzen, damit die Opfer nicht wieder zu Opfern werden. Fakten sind Fakten, und wir können sie nicht unter den Teppich kehren, die Wahrheit kommt immer zum Vorschein. Ich halte all diese Versuche, die Geschichte zu revidieren, für kindisch, sie sind alle zum Scheitern verurteilt“, zitiert der Nachrichtensender B92 den Forscher. In Jasenovac habe es 57 unterschiedliche Tötungsmethoden gegeben. „Ich bin sicher, dass es nicht einmal in Auschwitz so viele gab. Es ist ein Weltrekord. Es hat in der Geschichte der Menschheit nichts dergleichen gegeben“, sagte er und fügte hinzu, dass es keinen Zweifel an der Zahl der (Gesamt-) Opfer geben sollte. Er erinnerte daran, dass die Untersuchung einer gemeinsamen kroatisch-serbischen Kommission ergab, dass diese Zahl 1,4 Millionen betrug. Greif habe seiner Forschungsarbeit vier Jahre gewidmet und betont, dass es kein einziges Archiv gebe, das er nicht studiert habe. Die Ergebnisse seien schockierend für ihre Grausamkeit und ihren Sadismus. Das 46 Quadratkilometer große Jasenovac-Lager – sechsmal größer als Auschwitz – sei ein Spiegelbild der reinen Grausamkeit gewesen, so Greif.  Die Ustaschas hätten ihre Grausamkeit, Menschen zu foltern und zu töten, genossen. „Ich würde sagen, dass sie den Tod perfektioniert hatten“, sagte Greif. „Die kroatischen Hände sind vollständig mit dem Blut unschuldiger Serben, Roma und Juden befleckt“ Es sei kaum zu glauben, dass Jasenovac auch heute weltweit noch ziemlich unbekannt ist, ungeachtet der enormen Bedeutung, die es nicht nur für die regionale, sondern auch für die europäische und die Holocaust-Geschichte habe, sagte der Forscher in einem Interview mit der in Belgrad ansässigen Zeitung Večernje Novosti. Nach den Aussagen der Überlebenden sei die Folter in Jasenovac viel monströser und dämonischer gewesen. Außerdem sei das Todeslager ohne die geringste Beteiligung deutscher Soldaten gegründet und betrieben worden. „Es war die Hölle auf Erden. Deshalb sind die kroatischen Hände vollständig mit Blut befleckt“, so der Forscher. Zu den Unterschieden zwischen Jasenovac und Auschwitz sagte er, dass die (deutschen) Nationalsozialisten bei den Tötungen ungern zusahen, sie mochten „saubere Todesfälle“ – während die Ustaschas das Leid ihrer Opfer spüren wollten. „Es gibt einen Unterschied, das sehen wir auf den Fotos von Jasenovac. Die Deutschen bevorzugten Gaskammern bei denen sie den Tod nicht mitansehen mussten, es war sozusagen ein ’steriler‘ Tod“, so der Forscher.  Greif zufolge sei ein weiterer Unterschied, dass die Deutschen neben der Demütigung und der Folter für ihre Opfer auch ihre körperliche Arbeit nutzten, während in Jasenovac das Leiden der einzige Zweck war – das Leiden der Opfer, bis zu ihrem Tod.

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