Türkisch-ungarische Beziehungen
Ungarischer Außenminister Szijjarto: EU respektlos gegenüber Türkei

Die "Spielchen" die die EU im Zusammenhang mit dem Beitritt der Türkei spiele, seien ein Zeichen der Respektlosigkeit, so der ungarische Außenminister Péter Szijjártó.

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New York (nex) – Die „Spielchen“ die die EU im Zusammenhang mit dem Beitritt der Türkei spiele, seien ein Zeichen der Respektlosigkeit, so der ungarische Außenminister Péter Szijjártó.

Da die Türkei kurz davor stehe, eine der zehn führenden Volkswirtschaften der Welt zu werden, nehme sie für die Europäische Union eine entscheidende Rolle ein, sagte Szijjártó in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu. Ebenso verkörpere sie eine wichtige Position in der EU-Sicherheit, da das Land zahlreiche Flüchtlinge daran hindere, die Grenzen der EU zu überschreiten.

„Wir schätzen es nicht wirklich, wie die Europäische Union mit der Türkei umgeht, weil dies ein Signal der Respektlosigkeit ist“, so Szijjártó. Die Art und Weise, wie die EU, insbesondere die Europäische Kommission, mit der Türkei verfährt, sei „inakzeptabel, nicht fair, und es ist eine Frage der Respektlosigkeit“, so der ungarische Politiker.

„Es gibt jetzt Länder innerhalb der EU, die definitiv gegen die Mitgliedschaft der Türkei ein Veto einlegen würden“, sagte er. „Also denke ich, wir sollten nach einem anderen Weg suchen, der eine Art strategisches Bündnis zwischen der Türkei und der EU wäre“, sagte Szijjártó.

Im Jahr 2016 unterzeichneten die Türkei und die EU ein Abkommen, das die visumsfreie Einreise türkischer Staatsangehöriger im Schengen-Raum ermöglicht. Im Gegenzug vereinbarte die Türkei, strengere Maßnahmen gegen Menschenschmuggler zu ergreifen und die irreguläre Migration durch das Ägäische Meer zu verhindern. Die Türkei beklagt, dass die EU ihren Teil der Abmachung noch immer nicht eingehalten habe.

Ungarisch-türkische Wirtschaftsbeziehungen

Szijjártó erwähnte im Gespräch mit Anadolu auch die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und der Türkei.

„Unser Ziel ist es, im bilateralen Handel so schnell wie möglich die 5-Milliarden-Dollar-Marke zu erreichen und mehr türkische Investoren nach Ungarn zu holen“, sagte Szijjarto. Er beschrieb die Beziehung zwischen Ankara und Budapest als eine von Freundschaft geprägter strategischer Allianz und wirtschaftlichem Wohlstand.

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