Wahlen in der Ukraine
Ukraine: Jüdischer Komiker Wladimir Selenskij wird neuer Präsident

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Kiew (nex) – Den ersten Hochrechnungen zufolge, liegt bei der Stichwahl in der Ukraine Herausforderer Wladimir Selenskij deutlich vor dem bisherigen Präsidenten Petro Poroschenko. Wie verschiedene Medien berichten, kommt der 41-jährige Politik-Neuling auf 73,2 Prozent der Stimmen. Der bisherige Amtsinhaber Poroschenko erhielt nur rund 25 Prozent der Stimmen. Poroschenko räumte bereits seine Niederlage ein und gratulierte seinem Herausforderer zum Sieg. Schon bei der ersten Wahl vor drei Wochen hatte Selenskij gewonnen, weil er jedoch die absolute Mehrheit verpasste, musste er nochmals in der Stichwahl antreten. Der Schauspieler spielt in einer Comedy-Serie, in der er den ukrainischen Präsidenten darstellt, der mit der korrupten Machtelite aufräumt.
 

Sudan-Krise
Sudan: Saudi-Arabien und VAE sagen Militärregierung drei Milliarden Dollar Hilfe zu

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Riad (nex) – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) teilten am Sonntag mit, dass sie sich bereit erklärt hätten, die neue Militärregierung des Sudan mit Hilfen im Wert von drei Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Wie die staatlichen Nachrichtenagenturen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate in parallelen Erklärungen mitteilten, werden 500 Millionen Dollar auf die sudanesische Zentralbank überwiesen. Der Rest der Hilfe erfolge in Form von Lebensmitteln, Medikamenten und Erdölprodukten. „Dies soll die Finanzlage stärken, den Druck auf das sudanesische Pfund verringern und die Stabilität des Wechselkurses erhöhen“, sagte die saudische Presseagentur. Es ist die erste große öffentlich angekündigte Hilfe für den Sudan aus den Golfstaaten seit mehreren Jahren. Die beiden Golfstaaten haben durch ihre Beteiligung an den von Saudi-Arabien geführten Koalitionskämpfen im Jemen Verbindungen zum Chef des sudanesischen Übergangs-Militärrates, Abdel Fattah al-Burhan, und seinem Stellvertreter, Mohamed Hamdan Dagalo. Der Sudan leidet unter einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise, die zu Liquiditätsengpässen und langen Warteschlangen in Bäckereien und Tankstellen geführt hatte. In den letzten Jahren vermehrte die sudanesische Regierung die Geldmenge, um die Kosten für teure Subventionen für Treibstoff, Weizen und Arzneimittel zu decken, was zu einer jährlichen Inflation von 73 Prozent und einem Wertverlust des sudanesischen Pfunds gegenüber dem Dollar führte.

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Sudan übergibt Sawakin-Insel an die Türkei

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Terrorismus
Terroranschläge in Sri Lanka: Zwei türkische Ingenieure unter Opfern

Colombo (nex) – Unter den Opfern der Terroranschläge in Sri Lanka befinden sich auch zwei türkische Ingenieure, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf diplomatische Quellen. Nähere Angaben zu den Opfern wurden nicht gemacht- Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die feigen Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka aufs schärfste verurteilt. „Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit“, schrieb Erdogan am Sonntag auf Twitter. Er sprach persönlich und im Namen der Türkei den Angehörigen der Opfer und der Bevölkerung Sri Lankas sein Beieid aus und wünscht den Verletzten schnelle Genesung. Mindestens 190 Toesopfer Bei einer Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels sind in Sri Lanka am Ostersonntag über 190 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch auch mindestens 35 Ausländer, darunter Niederländer, Briten und US-Bürger. Das teilten die Polizei und Krankenhäuser mit. Über 400 Menschen seien verletzt worden. Medienberichten zufolge ereigneten sich die mutmaßlichen Terroranschläge innerhalb einer halben Stunde in drei Luxushotels und drei Kirchen. Einige Stunden später habe es drei weitere Explosionen gegeben.

Regierungssprecher Steffen Seibert und Außenminister Heiko Maas verurteilten die Anschläge.

„Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden. Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen“, schrieb Seibert auf Twitter.

Türkei
Ankara: Angriff auf Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu

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Anbkara (nex) – Bei der Beerdigungzeremonie eines gefallenen türkischen Soldaten in Ankara, ist der Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu angegriffen worden. Wie türkische Medien berichten, sei der Politiker von einer Gruppe angegriffen worden. Vor dem Angriff habe es Buhrufe gegeben. Kilicdaroglu sei ean einen sicheren Ort gebracht worden. Ihm gehe es gut. Anhänger der regierenden AKP und der MHP werfen der größten Oppositionspartei CHP immer wieder vor, sich von der Terrororganiation PKK und deren politischen Arm HDP nicht klar genug zu distanzieren. Auch der gefallene Soldat war am Freitag bei Kämpfen gegen die Terrororganisation ums Leben gekommen.

Terroranschläge in Sri Lanka
„Angriff auf gesamte Menschheit“: Erdogan verurteilt Anschläge auf Kirchen in Sri Lanka

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die feigen Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka aufs schärfste verurteilt. „Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit“, schrieb Erdogan am Sonntag auf Twitter. Er sprach persönlich und im Namen der Türkei den Angehörigen der Opfer und der Bevölkerung Sri Lankas sein Beieid aus und wünscht den Verletzten schnelle Genesung Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nannte die Anschläge „feige, barbarisch und kaltblütig“. genau so wie die im vergangenen Monat in Neuseeland verübten Angriffe auf Moscheen. Terror habe keine Religion, Nation oder Geografie. Auch der Islamrat verurteilte die Anschläge. „Wir sind entsetzt über die Terroranschlägen in . Wir verurteilen die Anschläge auf das Schärfste. Wir sind mit unseren Gedanken bei den Angehörigen und bei den Opfern. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung“, schrieb der Verband auf Twitter. Über 180 Tote bei Anschlagsserie Bei einer Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels sind in Sri Lanka am Ostersonntag über 180 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch auch mindestens 35 Ausländer, darunter Niederländer, Briten und US-Bürger. Das teilten die Polizei und Krankenhäuser mit. Hunderte weitere Menschen seien verletzt worden. Medienberichten zufolge ereigneten sich die mutmaßlichen Terroranschläge innerhalb einer halben Stunde in drei Luxushotels und drei Kirchen. Einige Stunden später habe es drei weitere Explosionen gegeben.

Regierungssprecher Steffen Seibert und Außenminister Heiko Maas verurteilten die Anschläge.

„Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden. Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen“, schrieb Seibert auf Twitter.

Terrorismus
Terroranschläge in Sri Lanka: Opferzahl steigt auf über 180

Colobmbo (nex) – Bei einer Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels sind in Sri Lanka am Ostersonntag über 180 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch auch mindestens 35 Ausländer, darunter Niederländer, Briten und US-Bürger. Das teilten die Polizei und Krankenhäuser mit. Hunderte weitere Menschen seien verletzt worden. Medienberichten zufolge ereigneten sich die mutmaßlichen Terroranschläge innerhalb einer halben Stunde in drei Luxushotels und drei Kirchen. Einige Stunden später habe es drei weitere Explosionen gegeben.

Regierungssprecher Steffen Seibert und Außenminister Heiko Maas verurteilten die Anschläge.

„Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden. Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen“, schrieb Seibert auf Twitter. https://twitter.com/HeikoMaas/status/1119863538288402432

Menschenrechte
Kommentar: China unterstützt die Verfolgung von Zeugen Jehovas in Russland

Von Massimo Introvigne Am 6. Februar 2018 verurteilte ein russisches Gericht den dänischen Staatsbürger Dennis Christensen zu sechs Jahren Gefängnisstrafe wegen seiner Beteiligung an den Aktivitäten der Zeugen Jehovas, einer in Russland verbotenen Vereinigung. Nach Christensens Verurteilung führt die Polizei in verschiedenen russischen Provinzen neue Razzien durch und verhaftet dabei weitere Zeugen Jehovas. 2017 wurden die Zeugen Jehovas in Russland unter dem Vorwurf des „Extremismus” „liquidiert”. Internationale Organisationen und demokratische Länder – angefangen vom US-Außenministerium bis hin zur Europäischen Union – reagierten einhellig auf diese Entscheidungen und forderten die sofortige und bedingungslose Freilassung von Christensen. Außerdem für die Zeugen Jehovah das Recht „auf Versammlungsfreiheit in Frieden und ohne Einmischung, wie es in der Verfassung der Russischen Föderation, durch internationale Verpflichtungen Russlands und in den internationalen Menschenrechtsstandards garantiert ist.” Russland kann sich hingegen auf einen “unmittelbaren und vorbehaltlosen” Verbündeten verlassen – China. Die KPCh weiß genau, dass die Vorstellung von „extremistischen religiösen Bewegungen” in China im Grunde der Kategorie der xie jiao in China entspricht. Wie der Hongkonger Wissenschaftler Ed Irons ausführte, gilt die „chinesische Anti-Kult-Website” in China als Sprachrohr der KPCh in allen Angelegenheiten, die sich auf Gruppen beziehen, die als „Kult” bezeichnet werden. Ihre Erklärungen genießen einen halboffiziellen Status. Während die Welt auf Christensens Verurteilung wartete, veröffentlichte diese an die KPCh angeschlossene Website einen detaillierten Beitragzur Unterstützung der russischen Haltung gegenüber den Zeugen Jehovas. „Es ergibt Sinn, Zeugen Jehovas streng zu kontrollieren oder sogar ganz zu verbieten.” (“耶和华见证人” 受到严厉控制甚至全面取缔乃属情理之中), hieß es in dem Artikel. Zudem wurde eine Liste von Anti-Kult-Vorwürfen gegen die Zeugen Jehovas erwähnt. Zwischen der russischen Verfolgung “extremistischer Gruppen” und der chinesischen Unterdrückung von xie jiao gibt es jedoch einen Unterschied: Während die KPCh versucht, sich selbst vor jeder möglichen Bedrohung durch religiöse Bewegungen zu schützen, die sie als parteifeindlich erachtet, versucht Russland, die Monopolstellung der Russisch-Orthodoxen Kirche, eines entschiedenen Verbündeten des Regimes, vor jeder unerwünschten Konkurrenz zu schützen. Die chinesische Anti-Kult-Website scheint diesen Unterschied nicht vollständig zu berücksichtigen. Sie unterstützt die russische Haltung eines Verbots der Zeugen Jehovas, weil „sie die russische Mainstream-Religion bedrohen – den Ruf und das Lebensumfeld der Orthodoxen Kirche” (而且威胁着俄罗斯主流宗教——东正教的声誉和生存环境) und „das Fundament der Orthodoxen Kirche aushöhlen” (也在明显侵蚀着东正教的根基). Dass die Orthodoxe Kirche vor ihren Kritikern geschützt werden sollte, ist in einer Publikation der KPCh eine merkwürdige Feststellung. Doch innerhalb der KPCh gibt es ebenfalls sehr wohl einige Stimmen, die in ähnlicher Weise argumentieren, nämlich dass die Monopolstellung des christlich-protestantischen Glaubens der von der KPCh kontrollierten Three-Self gleichermaßen beschützt werden sollte. Die Zeugen Jehovas sind in China im Untergrund tätig, mit einer schwer einzuschätzenden Zahl an Mitgliedern. Sie sind nicht auf der Liste der xie jiao angeführt, aber ihre Aktivitäten werden als illegal betrachtet. Bitter Winter hat über das Durchgreifen gegen Bekehrungsaktivitäten von Zeugen berichtet, die aus Korea nach China kommen.

Erschienen auf Bitter Winter.


Massimo Introvigne (14. Juni 1955 in Rom) ist ein italienischer Religionssoziologe. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Zentrums für Studien zu neuen Religionen (CESNUR), einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern, welche sich mit neuen religiösen Bewegungen auseinandersetzen. Introvigne ist Autor von mehr als 70 Büchern und über 100 Artikel im Fachgebiet der Soziologie und Religion. Er war Hauptautor der „Enzyklopädie von Religionen in Italien“. Er ist Redaktionsmitglied vom „Interdisciplinary Journal of Research on Religion“ und der Geschäftsleitung der Universitätszeitung von Kalifornien „Nova Religio“. Vom 5. Jänner bis 31. Dezember 2011 hat er in der Organisation für Sicherheit und Kooperation in Europa (OSZE) als Vorsitzender zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gearbeitet, mit speziellem Fokus auf die Diskriminierung von Christen und Mitgliedern anderer Religionen. Von 2012 bis 2015 war er Vorsitzender im Observatorium für Religionsfreiheit, eingerichtet vom italienischen Außenministerium, um Probleme der Religionsfreiheit weltweit zu überwachen.

         

Kriminalität
Streit im Pflegeheim: 63-Jähriger attackiert Mitbewohner mit Messer

Hannover (nex) – In einem Pflegeheim in Hannover ist bei einem Streit zwischen zwei Bewohnern am Donnerstagabend ein 58-jähriger Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, attackierte der 63-Jährige nach einem Streit seinen Mitbewohner mit einem Messer und verletzte ihn. Das Opfer konnte Pfleger auf die Situation aufmerksam machen, die sofort Rettungskräfte und Polizei alarmierten. Beide seien stark alkoholisiert gewesen. Der Verletzte kam mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik. Eine Lebensgefahr bestehe nicht. Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Die Staatsanwaltschaft prüft nach Behördenangaben, ob sie einen Haftbefehl gegen den Mann beantragt.  

Notre-Dame-Brand
Kölner Ex-Dombaumeisterin koordiniert deutsche Hilfe für Wiederaufbau von Notre-Dame

Die frühere Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat auf Bitten von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Koordination möglicher deutscher Hilfen beim Wiederaufbau der durch einen Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame übernommen. Sie solle Experten zusammenbringen, Ideen sammeln und den Franzosen in gebündelter Form Hilfen anbieten, sagte Schock-Werner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ein Durcheinander gutgemeinter Ratschläge oder Besserwisserei kann niemand gebrauchen.“ Für ein erstes Sondierungsgespräch reisen Schock-Werner und Grütters am 30. April nach Paris. Als wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme nannte Schock-Werner die Sicherung des Baubestands. Dazu müsse die Tragfestigkeit der erhalten gebliebenen Gewölbe und des Strebewerks geprüft werden. Sollten Teile des Gesteins vom Feuer so sehr ausgeglüht oder in sich verschoben sein, dass Einsturzgefahr besteht, müssten die entsprechenden Partien ausgetauscht werden. Ähnlich bedeutsam sei die schnelle Trocknung des vom Löschwasser durchnässten Gebäudes. Mit einem provisorischen Dach muss es möglichst bald vor Regen geschützt werden. Hieran könnten zum Beispiel deutsche Gerüstbauer mitwirken. Auch personelle Hilfe beim Wiederaufbau hält die Ex-Dombaumeisterin für denkbar, da französische Experten bereits vor einem Mangel an heimischen Fachkräften (Steinmetze, Zimmerleute, Gerüstbauer) warnen. Eine weiterer Engpass könnte nach Schock-Werners Einschätzung beim Baumaterial auftreten. „So viele abgelagerte Eichenstämme, wie für einen Ersatz des Dachstuhls in traditioneller Holzbauweise benötigt würden, gibt es vermutlich in ganz Frankreich nicht. Eine Idee könnte es also sein, in Deutschland nach geeigneten Beständen zu suchen und diese den Franzosen zur Verfügung zu stellen.“ Grundsätzliche Fragen der Restaurierung und der Denkmalpflege könnten in internationalen Experten-Kolloquien erörtert werden: Welcher Zustand des Gebäudes soll für die Wiederherstellung von Notre-Dame maßgeblich sein? Soll der Dachstuhl in Holz rekonstruiert werden oder möglicherweise – wie beim Kölner Dom oder beim Wiener Stephansdom – mit Eisen beziehungsweise Stahl neu gebaut werden. Schock-Werner erinnert daran, dass wesentliche Bauteile, die jetzt durch den Brand vernichtet wurden, nicht mittelalterlichen Ursprungs waren, sondern auf Arbeiten des 19. Jahrhunderts durch den berühmten Restaurator Eugène Viollet-Le-Duc (1814 bis 1879) zurückgehen. Von ihm stammte zum Beispiel der Entwurf für den eingestürzten Vierungsturm (1844). Erste Vorgespräche, zum Beispiel mit dem Bamberger Bauhistoriker Stephan Breitling, hat Schock-Werner nach eigenen Angaben bereits geführt.

Cannabis-Industrie
Studie schätzt Cannabis-Markt auf über 344 Milliarden Dollar

Trotz weltumspannender Verbote konsumieren 263 Millionen Menschen rund um den Globus jedes Jahr Cannabis New Frontier Data, der führende Anbieter von Datenanalysen und Business Intelligence zur globalen Cannabis-Industrie, hat seinen Bericht Global Cannabis Report: 2019 Industry Outlook herausgegeben. Darin wird der weltweite erreichbare Cannabis-Markt (reguliert und illegal) auf insgesamt 344 Mrd. USD geschätzt. Als wichtigste regionale Märkte werden Asien (132,9 Mrd. $), Nordamerika (85,6 Mrd. $), Europa (68,5 Mrd. $), Afrika (37,3 Mrd. $) und Lateinamerika (9,8 Mrd. $) angeführt. Laut New Frontier Data gibt es auf dem weltweiten Markt derzeit 263 Millionen Cannabis-Konsumenten. „Weltweit haben mehr als 50 Länder Medizinalcannabis in irgendeiner Form legalisiert. Sechs Länder haben Cannabis für den Erwachsenenkonsum legalisiert (auch als Freizeitkonsum bezeichnet)“, sagte Giadha Aguirre de Carcer, Gründer und CEO von New Frontier Data. „Die legale Cannabis-Industrie ist heute in der Tat ein weltweites Phänomen. Trotz weit reichender Verbote steigt der Cannabis-Konsum, und die kritische Haltung zum typischen Cannabis-Konsumenten weicht sich weiter auf. Durch diesen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel ist ein Weltmarkt mit enormem Potenzial für Akteure in Dutzenden Sektoren jenseits traditioneller vertikaler Segmente entstanden, die sich direkt mit dem Anbau beschäftigen.“ Dieser Bericht liefert die erste umfassende Analyse des globalen Cannabis-Markts. Darin werden verschiedene gegensätzliche regionale Aspekte beleuchtet, unter anderem Nachfrage, Konsumraten, Preisniveau, Patientenreichweite und sogar die andauernde Cannabis-Kannibalisierung von Alkohol. Es folgen einige der wichtigsten Erkenntnisse: – Weltweit gibt es schätzungsweise mehr als 263 Millionen – Cannabis-Konsumenten; die aktuelle weltweite Nachfrage nach – Cannabis wird auf 344,4 Mrd. USD geschätzt. – Weltweit leiden schätzungsweise 1,2 Milliarden Menschen an – Gesundheitsproblemen, bei denen Cannabis einen nachweislichen therapeutischen Nutzen hat. Wenn sich die Behandlung mit Medizinalcannabis auch nur bei einem kleinen Teil dieser Population durchsetzen würde, entstünde ein riesiger Markt. – Kanada, das Land mit dem weltweit größten legalisierten Markt für Erwachsenenkonsum von Cannabis, ist der Pionier des Cannabis-Handels und exportierte 2018 fast 1.500 kg getrockneten Cannabis (die dreifache Menge gegenüber 2017). – Regionen wie Lateinamerika und möglicherweise Afrika könnten dank niedrigen Produktionskosten und optimalen Klimabedingungen potenziell im Exportmarkt konkurrieren. Asien ist zwar das Schlusslicht beim Tempo der Legalisierung, bietet aber durch niedrige Löhne und eine lange Tradition der Hanfproduktion trotzdem enorme Perspektiven. – Viel mehr jüngere Erwachsene sprechen sich für die Legalisierung aus als ältere Erwachsene; mit dem Generationenwandel ist daher eine Ausdehnung der Legalisierung und Normalisierung der gesellschaftlichen Haltung zu Cannabis zu erwarten.

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Die Ankündigung des türkischen Staatspräsidenten, Cannabis industriell anbauen zu wollen, stößt bei Investoren und Unternehmern in der Türkei auf großes Interesse.

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