Internationaler Tag der Arbeit
Arbeitskosten in der EU: Deutschland mit durchschnittlich 35,00 Euro auf Platz 6

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Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tags der Arbeit am 1. Mai weiter mitteilt, lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland damit innerhalb der Europäischen Union (EU) wie im Jahr zuvor auf Rang 6. Dänemark hatte mit 44,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde, Bulgarien mit 5,30 Euro die niedrigsten. Arbeitskosten in Deutschland insgesamt 32 % über dem EU-Durchschnitt Gemessen am EU-Durchschnitt von 26,60 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen 32 % mehr für eine Stunde Arbeit. In den EU-Mitgliedstaaten mit den höchsten Arbeitskosten (Spitzengruppe: Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden, Frankreich und Deutschland) kostete sie mit 36,30 Euro durchschnittlich 36 % mehr. Anders in den Ländern mit den geringsten Arbeitskosten (Aufholende Länder: Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland, Polen und Ungarn). Hier kostete eine Arbeitsstunde 8,50 Euro und damit 68 % weniger als im EU-Durchschnitt. Abstand zwischen EU-Spitzengruppe und aufholenden Ländern verringert sich Insgesamt betrugen die Arbeitskosten in der Spitzengruppe mehr als das Vierfache (427 %) des Wertes der aufholenden Länder. Dieser Abstand hat sich seit dem Jahr 2004, als erstmals vergleichbare Zahlen für alle relevanten Mitgliedstaaten vorlagen, allerdings mehr als halbiert. Damals betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten in der Spitzengruppe mit 28,00 Euro noch fast das Achtfache (772 %) des Niveaus der Kontrastgruppe von 3,60 Euro. Diese Annäherung der relativen Arbeitskosten resultiert daraus, dass in Ländern mit niedrigen Arbeitskosten die Wachstumsraten bereits seit vielen Jahren deutlich über denen der Länder mit bereits hohen Arbeitskosten liegen. Dies wird deutlich beim Vergleich zwischen Deutschland und Bulgarien: Während die Arbeitskosten je geleistete Stunde in Deutschland von 2004 bis 2018 um 30 % stiegen, haben sie sich in Bulgarien mehr als verdreifacht (+231 %). Arbeitsstunde in der deutschen Industrie 48 % teurer als im EU-Durchschnitt Im Verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2018 durchschnittlich 40,00 Euro. Beschränkt auf diesen Wirtschaftsbereich lag Deutschland im EU-Vergleich auf Rang 4. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 48 % teurer als im EU-Durchschnitt (27,00 Euro). Bei den marktbestimmten Dienstleistungen lag Deutschland mit Arbeitskosten von 32,40 Euro pro Arbeitsstunde europaweit auf dem 9. Platz (22 % über dem EU-Durchschnitt). Deutschland bei Lohnnebenkosten auf Rang 14 innerhalb der EU Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2018 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in Branchen des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 30 Euro. Im EU-weiten Ranking lag Deutschland im Mittelfeld auf Platz 14. Auf 100 Euro Lohn wurden in Schweden (48 Euro) die höchsten Lohnnebenkosten gezahlt, in Malta (8 Euro) die niedrigsten.

Onlineshopping
Direktbestellungen aus dem Ausland: Im Nachhinein doch nicht so günstig

Für immer mehr Berliner Online-Shopper, die besonders günstige Waren außerhalb der EU bestellt haben, endet der Online-Kauf beim Zollamt Schöneberg. Allein im vergangenen Jahr war hier für mehr als 90.000 Paketsendungen, die außerhalb der EU aufgegeben wurden, Endstation – sie waren nicht richtig deklariert. Die Zahl der vom Zoll gestoppten Sendungen hat sich in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Das haben Recherchen des rbb-Verbrauchermagazins SUPER.MARKT ergeben. Oft ärgern sich Kunden, wenn Waren, die sie außerhalb der EU in einem Onlineshop bestellt haben, durch zusätzliche Zollabgaben zum teuren und lästigen Einkauf werden. Denn durch die zusätzlichen Kosten ist das vermeintliche Schnäppchen meist gar keines mehr, und dann muss man auch noch die Zoll-Formulare ausfüllen. Der Großteil der Online-Shopper bestellt die Waren im Glauben, sie von einem einheimischen Lieferanten zu bekommen. „Viele Kunden stellen erst im Nachhinein fest, dass ihr Produkt eigentlich aus Asien oder aus anderen Drittländern außerhalb der EU kommt“, sagt Claudia Rossow-Scholl, stellvertretende Pressesprecherin des Hauptzollamts Berlin gegenüber SUPER.MARKT. Das könne durchaus auch bei großen Anbietern wie Amazon passieren. Probleme bereiten etwa viele Produkte aus Fernost, die keine CE-Kennzeichnung haben. Damit ist eben nicht klar, ob sie den Anforderungen der EU an entsprechende Produkte genügen. Darüber hinaus habe der Artenschmuggel extrem zugenommen, sagt Claudia Rossow-Scholl. „Die Krokodilledertasche, die früher über Flughäfen eingeschmuggelt wurde, wird heute über den Online-Handel bestellt.“ Mehr als 70 Prozent der deutschen Online-Shopper ordern heute bereits im Ausland, wobei jeder Vierte das erst im Nachhinein bemerkt. Über die Hälfte dieser im Internet bestellten Waren kommt aus China.

Geschichte
Irland: Die osmanischen Hilfsschiffe

Eine wenig bekannte, aber eine wahre Begebenheit, widerspricht dem Bild eines barbarischen Staates, welches die europäische Literatur vom Osmanischen Reich und dem Islam seit jeher zeichnete. Das Wappen der irischen Stadt Drogheda sei wegen der Dankbarkeit der Menschen, die sie für die Hilfe des Osmanischen Reiches empfanden, um einen Stern und einen Halbmond erweitert worden. Man schreibt das Jahr 1845. In diesem Jahr herrschte in Irland eine große Hungersnot. Die Nahrungsmittel wurden knapp. Schuld daran waren Kartoffelmissernten. Zwischen den Jahren 1845 und 1852 seien bis zu einer Million Iren verhungert. Über zehn Prozent der damaligen irischen Bevölkerung und fast 30 Prozent der nordirischen Stadt Drogheda seien bei dieser Hungerkatastrophe ums Leben gekommen. Millionen von Iren kehrten ihrer Heimat den Rücken und wanderten aus. Der damalige osmanische Sultan Abdülmecid I. erhielt eine Nachricht von der Hungersnot in Irland und sagte spontan 10.000 Pfund Soforthilfe zu. Da die englische Königin Victoria allerdings selbst nur 2.000 Pfund spendete, erlaubte sie Abdülmecid I. nur eine Spende von 1.000 Pfund. Auf Anweisung des Sultans legten jedoch heimlich noch fünf mit Lebensmitteln, Getreide und Medizin beladene Schiffe am Bosporus ab. Trotz einer Seeblockade seien die Schiffe in Irland angekommen. Der türkische Botschafter Taner Baytok weihte 1995 mit dem Bürgermeister von Drogheda eine Gedenktafel ein. Sie wurde an dem Hotel angebracht, in dem 1845 osmanische Matrosen während der Hilfsaktion untergebracht gewesen seien. Der irische Fussballclub Drogheda United, der 1919 gegründet wurde, trägt in seinem Wappen immer noch den Halbmond und den Stern.  

Post will nach Porto auch Paketpreise erhöhen

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Nach der Erhöhung des Briefportos will die Deutsche Post auch die Paketpreise der Konzerntochter DHL anheben. „Generell müssen sich die Kunden auf steigende Paketpreise einstellen“, sagte Post-Chef Frank Appel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Schon im vergangenen Jahr habe DHL angefangen, die Preise für Pakete bei den Geschäftskunden und Anfang des Jahres auch bei einem Filialpaket zu erhöhen. Appel sagte zur Begründung, das Unternehmen müsse Lohn- und Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben. Als Marktführer müsse die Post mit ihrer Marke DHL auch zukünftig die Preise erhöhen. „Ich vermute auch, dass sich unsere Wettbewerber daran orientieren“, sagte Appel. Mit einem Marktanteil von mehr als 45 Prozent ist DHL bundesweit das führende Unternehmen bei Paketen. Eine Voraussetzung für die angestrebten Preiserhöhungen sei eine „hohe Qualität“, sagte der Post-Chef. „Und schließlich wollen wir auch unsere Mitarbeiter anständig bezahlen und keinen Niedriglohnwettbewerb. Gute Qualität und gute Löhne für unsere Zusteller gibt es aber nicht zum Nulltarif.“ Auch Briefe zu versenden, wird bald deutlich teurer. Die Bundesnetzagentur gewährt der Deutschen Post eine Preiserhöhung von mehr als zehn Prozent bezogen auf einen Zeitraum von drei Jahren. „Wir werden in den nächsten Tagen über die zukünftigen Preise für die einzelnen Briefprodukte entscheiden“, kündigte Appel an. „Ob es 80, 85 oder 90 Cent für den Standardbrief werden, hängt auch von den künftigen Preisen für andere Produkte wie Kompakt-, Groß-, Maxibrief und Postkarte ab. Glatte Beträge wären sicher von Vorteil.“ Der Auswirkungen eine höheren Portos seien für die Bürger „überschaubar“, verteidigte Appel die geplante Preiserhöhung. „Umgerechnet auf einen Haushalt geht es um durchschnittlich 23 Cent mehr im Monat. Verglichen mit Preissteigerungen für Strom oder Telekommunikation sei das „nun wirklich eine kleine Summe“, sagte der Post-Chef. „Um 23 Cent an anderer Stelle zu sparen, reicht es hin und wieder schon aus, am Nachmittag und nicht morgens zur Tankstelle zu fahren.“ Die Rivalen der Post im Paketgeschäft wie DPD, GLS und Hermes werfen dem deutschen Konzern vor, durch höhere Einnahmen aus dem Briefgeschäft die Paketsparte zu subventionieren.

Rechtsterrorismus
Bericht: Rechtsextreme bereiten sich auf Bürgerkrieg vor

In erster Linie würde eine Vernetzung zwischen kleinen Gruppen im Internet stattfinden. Deshalb müssten vor allem die Internetaktivitäten von Rechtsextremisten vom Nachrichtendienst beobachtet werden. Die rechtsterroristischen Ansätze und das Potenzial, vor dem der Inlandsnachrichtendienst warne, sei hoch und es würde sich eine rechtsextremistische Szene der unterschiedlichsten Strömungen und Spektren entwickeln. In Erscheinung getreten wären in erster Linie gut organisierte Kleinstgruppen und Einzelpersonen, aber auch solche, die nur am Rand oder völlig außerhalb der Szene zu suchen wären. Das Risiko einer „Radikalisierung, Mobilisierung und Konspiration“ im Internet sei hoch. Wie die WamS weiter berichtet, würden Themen wie „Islam“, Migration“ und „Asyl“ die rechtsterroristischen Ideen entzünden. Der Einsatz von Schusswaffen gehöre auch zu Überlegungen der beteiligten Rechtsextremen, die sich auf das Szenario eines Bürgerkrieges und den Zerfall der öffentlichen Ordnung vorbereiten würden. „Rechtsextremistische Strukturen sind heute für unsere Demokratie so gefährlich wie noch nie nach 1945. Diese Entwicklung, auch ihre eventuelle Steuerung aus dem Ausland, sind unzureichend verfolgt und aufgeklärt worden“, zitiert die WamS Konstantin von Notz, Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) im Bundestag.

Völkermord in Algerien
Türkei: Oppositionspolitiker fordert Gedenktag wegen „Völkermord an Algeriern“

Ankara (nex) – Der türkische Präsident verurteilte bereits vergangenen Mittwoch die Länder, insbesondere Frankreich, die der Türkei vorwarfen, Anfang des 20. Jahrhunderts einen Völkermord an den Armeniern begangen zu haben. Jetzt reagierte der stellvertretende IYI Partei Gruppenvorsitzende Lütfü Türkan auf den von Frankreich am 24. April begangenen Gedenktag des Völkermords an den Armeniern mit einem Gesetzesvorschlag. Bei der Parlamentsversammlung schlug er den 8. Mai als türkischen Gedenktag zur Erinnerung an den Völkermord Frankreichs an den Algeriern vor. Mit der von Frankreich gegenüber der Türkei erfolgten Anerkennung einer Völkermordschuld an den Armeniern, erinnerte Türkkan an die Konvention der Vereinten Nationen über die Verhütung und Bestrafung eines Völkermordes und an die Definition von Völkermord nach Artikel II der Konvention. In seinen Ausführungen zur Begründung des Gedenktages am Völkermord der Algerier erklärte er, dass die Türkei diese Konvention im Rahmen eines internationalen Abkommens anerkannt habe und Taten, die zur teilweisen oder vollständigen Beseitigung einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe begangen werden, das Verbrechen eines Völkermords darstellten. Frankreichs Regierung hätte am 8. Mai 1945 in Algerien, systematisch und geplant, zum Zwecke einer demografischen Transformation in der Region, 45 000 Zivilisten getötet, die gegen ihre Unabhängigkeit demonstrierten und damit gegen die Konvention verstoßen. Die Massentötungen Frankreichs an den Algeriern bis ins Jahr 1962, entsprächen der Definition des Völkermords nach der Konvention der Vereinten Nationen. Es wurden mehr als 1 Mio. Algerier getötet. Es wird von der Türkei akzeptiert, dass infolge eines Aufstands der armenisch stämmigen Osmanen, die Seite an Seite mit den in die Türkei einfallenden Russen kämpften, viele starben. Ankara betrachtet dies jedoch nicht als Völkermord. „Wir wissen bereits, dass diejenigen, die mit ihren sogenannten Völkermordanschuldigungen an den Armeniern Unfrieden stiften, insbesondere Frankreich, nicht die Absicht haben, die Wahrheit zu erfahren, und wir wollen, dass auch die ganze Welt dies erfährt“, so Erdogan am Mittwoch bei einem Symposium über Archive und historische Forschung in der türkischen Hauptstadt Ankara. “Wir stellen fest, dass diejenigen, die versuchen, uns über Demokratie und Menschenrechte zu belehren, selbst eine blutige Vergangenheit haben”, so Erdogan weiter. Forscher, die bestrebt sind, in den nationalen Archiven nach der Wahrheit zu suchen, seien jederzeit willkommen, betonte der türkische Staatschef.

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– Genozid von Ruanda – Bericht: Franzosen am Völkermord in Ruanda beteiligt

Laut einem neuen Untersuchungsbericht waren französische Regierungs- und Militärbeamte im Jahre 1994 an der Lieferung von Waffen an die Täter des Völkermords von Ruanda beteiligt und behinderten Bemühungen, sie vor Gericht zu bringen.

Bericht: Franzosen am Völkermord in Ruanda beteiligt

Sawakin Insel
Türkei: Abkommen mit dem Sudan bleiben bestehen

Ankara (nex) – Ankara hat Medienberichte vom Freitag dementiert, wonach ein Abkommen mit dem Sudan über den Wiederaufbau von Artefakten aus der osmanischen Zeit auf einer Insel im Roten Meer gekündigt worden sei. Das Türkische Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (türkisch Türk İşbirliği ve Koordinasyon Ajansı Başkanlığı, TİKA) setze die Wiederaufbauarbeiten auf der Insel Sawakin (Suakin) an der Ostküste des Sudan fort, bestätigte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, gegenüber Reportern. Er fügte hinzu, dass gegenteilige Nachrichten nicht der Wahrheit entsprächen. Am Donnerstag berichteten verschiedene Medien, dass das Abkommen zwischen dem Sudan und der Türkei bald gekündigt werden könnte. Am 11. April 2019 kam es zu einem Militärputsch im Sudan, in Rahmen dessen der langjährige Staatspräsident des Landes Umar al-Baschir abgesetzt wurde. Im Jahr 2017 unterzeichneten der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und al-Baschir bei einem Wirtschaftsforum im Sudan zwölf separate Kooperationsabkommen in den Bereichen Sicherheit, Tourismus und militärische Zusammenarbeit, während die Türkei mit dem Wiederaufbau eines maroden osmanischen Seehafens auf der Insel und eines Hafens für zivile und militärische Zwecke beauftragt wurde. Sawakin, einer der ältesten Seehäfen Afrikas, wurde seinerzeit von afrikanischen Muslimen genutzt, die zu einer Pilgerfahrt in die heilige Stadt Mekka in Saudi-Arabien aufbrachen. Die Osmanen nutzten die Hafenstadt, um die Provinz Hedschas im heutigen westlichen Saudi-Arabien vor Angreifern zu schützen, die über das Rote Meer kamen. „Sie sollten uns die Insel für eine Weile überlassen und wir werden sie in ihrer ursprünglichen Form wieder aufbauen und wiederbeleben. Mein Bruder Omar al-Baschir sagte okay“, so Erdogan damals.

Er habe al-Baschir den Vorschlag während eines gemeinsamen Besuchs der Insel gemacht. Erdogan fügte hinzu, dass türkische Pilgerreisende für einen Besuch zuerst auf der Insel landen könnten, um von dort aus mit der Fähre weiter nach Dschidda zu reisen. Dies würde die Beziehungen zwischen dem Sudan und der Türkei weiter stärken und die „Geschichte wieder aufleben lassen“, so Erdogan. Bei dem in türkischen Medien als „historisch“ bezeichneten Besuch Erdogans im Sudan haben sich die beiden Länder darauf geeinigt, einen strategischen Kooperationsrat einzurichten und den Handel zu intensivieren. Das aktuelle jährliche Handelsvolumen von 500 Mio. US-Dollar soll zunächst auf 1 Mrd. und in den kommenden Jahren auf 10 Mrd. US-Dollar gesteigert werden.

„Wir ermutigen Geschäftsleute, im Sudan zu investieren“, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz und fügte hinzu, dass sein Land sich des wirtschaftlichen Potenzials des Sudan bewusst sei.  

Forstwirtschaft
Nach Sturm und Dürre 2018 müssen 114.000 Hektar Wald neu aufgeforstet werden

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Durch die Baumschäden aufgrund von Sturm und Dürre seit Anfang 2018 müssen nach Schätzungen der Bundesregierung in Deutschland 114.000 Hektar Wald neu aufgeforstet werden. Das entspricht in etwa einer Fläche von 160.000 Fußballfeldern. Erfahrungsgemäß dauere es mehrere Jahre bis die Forstwirtschaft einen solch großen Schaden bewältigt habe, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Ein Drittel der Baumschäden seien auf Sturmschäden zurückzuführen, zwei Drittel auf Borkenkäfer, deren Aufkommen erheblich durch die Trockenheit verstärkt worden sei. Nach ersten, noch vorläufigen Schätzungen der Länder müssten in Privat- und Körperschaftswäldern 76.000 Hektar und im Staatswald 38.000 Hektar wieder aufgeforstet werden. Der FDP-Abgeordnete Karlheinz Busen sagte, der Schaden sei eine „Katastrophe für die Waldwirtschaft“. Die 25 Millionen Euro, die die Regierung in den nächsten fünf Jahren als Nothilfe zahlen wolle, seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Da bleibt nicht einmal ein Euro für jeden Baum in den staatlichen Wäldern übrig.“ Er forderte steuerliche Erleichterungen für die Waldbauern, damit schneller in neue Maschinen und eine schnellere Behebung der Schäden investiert werden könne.

Großbritannien
London: PKK-Ahänger stürmen TRT World Gebäude

London (nex) – Eine Gruppe von etwa 50 PKK-Anhängern ist am späten Mittwoch in ein Gebäude in London eingedrungen, in dem sich auch die Büroräume des internationalen türkischen Nachrichtensenders TRT World befinden. Die Gruppe habe in der Lobby ein Poster von Abdullah Öcalan, dem verurteilten Anführer dieser terroristischen Vereinigung, aufgehängt und eine Fahne mit seinem Abbild geschwenkt. Sicherheitsleute hätten ein weiteres Vordringen ins Gebäude verhindert. Nach etwa einer Stunde habe die Londoner Polizei das Gebäude von den PKK-Anhängern räumen können und rund um das Gebäude Sicherheitsmaßnahmen getroffen. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, verantwortlich. Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung. Auch interessant

– Kampf gegen den Terror – Türkei und Iran planen weitere gemeinsame Militäroperationen gegen die PKK

Rund 600 türkische und iranische Streitkräfte haben an der Ostgrenze der Türkei kürzlich eine gemeinsame Militäroperation gegen die PKK durchgeführt, sagte der Innenminister des Landes am Montag.

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Fall Edward "Eddie" Gallagher
Kriegsverbrechen: US-Elitesoldat soll Schulmädchen und andere Zivilisten erschossen haben

Washington – Ab Mai wird dem Elitesoldaten der Seals, Special Operations Chief Edward „Eddie“ Gallagher, vor einem Militärgericht der Prozess gemacht. Der hochdekorierte Soldat soll im Irak grausame Kriegsverbrechen begangen haben. Wie der Spiegel berichtet, soll er laut Zeugenaussagen wehrlose Zivilisten, darunter auch ein Schulmädchen, erschossen und erstochen haben. Besonders grausam soll Gallagher mit einem jungen Gefangenen umgegangen sein. Wie der Spiegel weiter berichtet, hätten Sanitäter der Seals den kaum 15 Jahre alten IS-Kämpfer nach einer Verwundung versorgen wollen. Doch dann sei Gallagher dazu gekommen und habe den wehrlosen Jugendlichen mit einem Messer in den Nacken und den Bauch gestochen. Anschließend habe er mit einer US-Flagge über dem Toten posiert und sich dabei fotografieren lassen. 2017 soll er im irakischen Mossul als Anführer des „Alpha Platoons“ im sogenannten Seal-Team Sieben immer wieder auf Zivilisten geschossen haben. Er habe sich mit seinem Gewehr versteckt und drei- bis viermal so viele Schüsse abgegeben wie andere Scharfschützen, berichtet der Spiegel. Bei einer Gelegenheit habe er ein Schulmädchen erschossen, das am Ufer des Tigris spazieren ging, ein anderes Mal einen alten Mann, der Wasser holen wollte. Das geht aus einem internen 439 Seiten langen Untersuchungsbericht der US-Marine hervor, der der „New York Times“ vorliegt. Dass die mutmaßlichen Kriegsverbrechen publik wurden, sei der Hartnäckigkeit einiger Navy Seals zu verdanken, die mit ihm im Irak gedient haben. Obwohl sie intern zunächst auf große Widerstände gestoßen sein sollen, setzten sie eine Untersuchung des Falls durch, berichtet der Spiegel weiter. Einige Soldaten, die mit Gallagher im Irak im Einsatz waren, hätten die Verbrechen zuerst an den für ihre Einheit zuständigen Leutnant gemeldet. Jedoch sei nichts geschehen. Nach der Rückkehr in die USA hätten sich die sieben Männer dann beim zuständigen Kommandeur der Seals in San Diego gemeldet und eine offizielle Untersuchung gefordert. Von den zuständigen Offizieren seien sie jedoch gewarnt worden die Sache auf sich beruhen zu lassen. Ihre Karrieren könnten sonst in Gefahr geraten. Beide Offiziere waren laut New York Times mit Gallagher befreundet, berichtet der Spiegel weiter. Gallagher habe für seinen Einsatz im Irak noch einen Orden verliehen bekommen. Die Soldaten, die ihn beschuldigten, soll er unterdessen als „Verräter“ beschimpft haben. Seit Mai 2018 sitzt er in Untersuchungshaft und wurde im November wegen vorsätzlichen Mordes und schwerer Körperverletzung angeklagt. Viele, die Gallagher trotz der Vorwürfe für einen Kriegshelden halten, kämpfen seit Monaten für seine Freilassung. Bei der ganzen Sache handle es sich um eine Verschwörung unzufriedener Männer, die sich an ihm rächen wollen. Auch US-Präsident Donald Trump setzt sich für Gallagher ein.

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Wie Recherchen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ergeben haben, befinden sich die Geheimgefängnisse auf Militärstützpunkten, an See- und Flughäfen und sogar in privaten Villen sowie einem Nachtclub.

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