Die Art zu arbeiten steht in einem ständigen Wandel. Gab es früher noch keine Alternative zum typischen Nine-to-Five-Job im Büro, sieht dies heute schon ganz anders aus. Gleitzeiten, durch die sich Mitarbeiter ihren Arbeitsbeginn und Feierabend zu einem gewissen Grad selbst festlegen können, sorgten bereits vor einigen Jahren für mehr Flexibilität bei der Arbeit.
Strikte Arbeitszeiten sind außer beim Schichtbetrieb heutzutage kaum noch üblich. Noch mehr Flexibilität und Unabhängigkeit konnte durch das zunehmende Angebot von Homeoffice-Lösungen erzielt werden. Mehr und mehr Unternehmen ermöglichen es heute ihren Mitarbeitern, zumindest tageweise von zu Hause aus zu arbeiten. Noch einen Schritt weiter gehen diejenigen, die vollkommen online arbeiten und sich ihren Lebensunterhalt über das Internet verdienen. Der Trend steigt stetig an mit immer mehr sogenannten digitalen Nomaden, die Reisen und Arbeiten miteinander verbinden und vollkommen ortsunabhängig Geld verdienen.
Die Arbeitswelt wird global
Durch die Digitalisierung verlieren Ländergrenzen zunehmend an Bedeutung. Konferenzen finden heute immer mehr virtuell statt, über das Internet kann auch mit Kollegen am anderen Ende der Welt in hoher Qualität telefoniert werden. Tatsächlich vor Ort zu sein wird somit immer unbedeutender. Unternehmen sehen darin Chancen und bieten ihren Mitarbeitern Homeoffice-Lösungen an.
Zumindest zu einem gewissen Grad kann so die Arbeit auch von zu Hause oder jedem anderen Ort der Welt erledigt werden. Besonders wenn die Tätigkeit digital durchgeführt werden kann, wie etwa beim Programmieren, Schreiben und Designen, eignet sich das neue Arbeitskonzept. Viele bieten ihre Dienste vollkommen digital über das Internet an. Für Firmen ergeben sich so neue Möglichkeiten der Spezialistenrekrutierung, da diese nicht mehr zwingend im Büro erscheinen müssen und dementsprechend auch in einem anderen Land angeheuert werden können.
Selbstständig im Internet
Doch nicht nur Angestellte arbeiten zunehmend mobil, denn auch die Anzahl der Menschen, die sich mit einer digitalen Tätigkeit selbstständig machen, steigt. Das Internet hat eine Vielzahl an neuen Jobmöglichkeiten ins Leben gerufen. Viele Selbstständige schreiben ihren eigenen Blog, betreiben Affiliate Marketing oder verkaufen etwas über das Internet. Softwareentwickler, Web-Designer, Übersetzer und Texter bieten ihre Services häufig in Form eines Freelancer-Daseins an, und auch dem Coaching und Videostreaming kommt zunehmend Bedeutung zu.
So werden inzwischen verschiedenste Kurse über das Internet angeboten, so gibt es Tutorials zum Thema Online Arbeiten, Yogastunden erfolgen über Video und Sprachen werden über Skype unterrichtet. Auch Spiele werden heute über Videoplattformen übertragen. Professionelle eSportler und Pokerspieler streamen ihre Spiele online und verdienen damit Geld, indem andere ihnen zusehen und von den besten Strategien im Poker und Videospiel lernen. Durch Videoplattformen wie Twitch und YouTube werden solche Tätigkeiten heute ermöglicht.
Der digitale Nomade
(Beispielfoto: pxhere)
Durch neu gefundene Arten des Geldverdienens im Internet hat sich der Trend der digitalen Nomaden entwickelt. Immer mehr Menschen machen sich selbstständig, um online zu arbeiten während sie die Welt bereisen. Anstatt im Büro zu sitzen, wird im Café, am Strand oder auch in sogenannten Coworking Spaces gearbeitet, und das vollkommen orts- und häufig auch zeitunabhängig. Wahre Hotspots für eine solche Art zu Arbeiten sind in erster Linie Ziele in Südostasien, wie Bali und Thailand, und Südamerika, wie Chile.
Beim Arbeiten online kann man sich an solchen Orten unterschiedliche Lohnniveaus zunutze machen, indem man starke Währungen wie Dollar verdient, während man auf günstigen Währungen wie Pesos lebt. Auch bei einem verhältnismäßig geringen Einkommen kann man so eine hohe Kaufkraft erlangen. Digitale Nomaden erfüllen sich mit dieser Art zu Leben den Traum vom unbegrenzten Reisen. Eine solche Arbeitsweise kommt mit vielen Freiheiten und viel Flexibilität, allerdings sind Eigenverantwortung, eine Entgrenzung der Arbeitszeit und Freizeit und damit einhergehende Risiken ständige Begleiter.
Der Alltag wird in der heutigen Zeit ständig digitaler, da bleibt auch die Arbeitswelt nicht verschont. Die Art zu arbeiten hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. An Stelle von strikten Arbeitszeiten und fest definierten Arbeitsplätzen treten ein höherer Grad an Flexibilität und Ortsunabhängigkeit. Homeoffice-Lösungen werden stärker unterstützt und remote Arbeit für digitale Nomaden immer beliebter. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt auch in Zukunft noch entwickeln wird.
Auch interessant
– Amt für Auslandstürken –
Hochschulbildung: „Die Türkei entwickelt sich zum globalen Zentrum“
Die Türkei wird bis zum Jahr 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen und somit ein globales Zentrum für Hochschulstudium werden, so der Vorsitzende des Amtes für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften (YTB), Abdullah Eren.
New York (nex) – Die Türkei wird bis zum Jahr 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen und somit ein globales Zentrum für Hochschulstudium werden.
Bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York City sprach der Vorsitzende des Amtes für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften (YTB), Abdullah Eren, „Türkei-Stipendien“ an, mit dem man ausländischen Bewerbern in der Türkei ein Studium ermöglicht, berichtet TRT.
Laut den Zahlen von 2019 gäbe es weltweit etwa sieben Millionen Studenten, die im Ausland studieren, davon mehr als 150 Tausend in der Türkei. Diese Zahl sei in den vergangenen 10 Jahren um das 7-Fache gestiegen, so Eren weiter. Die YTB vergebe an 17.000 ausländischen Studenten Stipendien.
„Die Türkei möchte bis 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen. Wir haben das Ziel, die Türkei zu einem globalen Zentrum des Hochschulstudiums zu verwandeln“, zitiert TRT Eren. Bei seinem Besuch in New York kam Eren im Generalkonsulat der Türkei auch mit türkischen Studierenden zusammen.
Das YTB ist ein Amt der türkischen Republik und hat etwa 300 Mitarbeiter. Das Amt wurde gesetzlich am 6. April 2010 errichtet und untersteht dem Präsidenten der Türkei.
Zu den Aufgaben gehört die Zusammenarbeit mit den türkischen Staatsangehörigen, Türkeistämmigen und ihren Verbänden im Ausland zu entwickeln und Aktivitäten zu koordinieren. Das Amt arbeitet auch mit den Muslimen auf dem Balkan zusammen. Es verfügt über ungefähr 300 Mitarbeiter.
Auch interessant
– Frauen in der Wissenschaft –
Türkei: Anteil weiblicher Wissenschaftler höher als in Frankreich oder Deutschland
Der Anteil weiblicher Wissenschaftler und Ingenieure in der Türkei lag 2017 laut Eurostat-Erklärung vom Montag deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Berlin (nex) – Die Türkei begrüßte am Donnerstag die jüngste Entscheidung Deutschlands, zwei PKK-nahe Verlage zu verbieten.
„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte die türkische Botschaft in Berlin der Nachrichtenagentur Anadolu und fügte hinzu, dass die Türkei von den deutschen Behörden weitere Schritte erwartete, um „die Propaganda-, Rekrutierungs- und Spendenaktionen der terroristischen Organisation zu unterbinden“.
Am Dienstag verbot das Bundesinnenministerium zwei Vereinigungen, die zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehören sollen. Nach Ministeriumsangaben nutzt die Terrororganisation Deutschland als Rückzugsraum und zur Rekrutierung von Nachwuchs. Bei den Verlagen handelt es sich um die „Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH“ sowie die „MIR Multimedia GmbH“ im nordrhein-westfälischen Neuss.
„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an. Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“, schreibt dazu Eva Quadbeck in der Rheinischen Post am Mittwoch.
In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.
Zum Thema
„Deutscher Imperialismus“: PKK droht BRD mit Terror
PKK-nahe Organisationen drohen in einer Erklärung Deutschland mit Terror. Der Krieg in Nordsyrien gegen die YPG werde vor allem seitens des deutschen Kapitals unterstützt und finanziert.
Düsseldorf – Die IG Metall hat ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt und einem Urlaubsgeld von 1800 Euro für die Stahlarbeiter verteidigt. Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und zugleich Verhandlungsführer, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“:
„Das Volumen ist ordentlich, aber angemessen.“ Den Verweis auf ein sich eintrübendes konjunkturelles Umfeld ließ er nicht gelten: „Für die Arbeitgeber war entweder das zurückliegende Jahr zu schwierig, oder aber die Konjunkturaussichten sind zu düster. Da wünsche ich mir mehr Realitätssinn“, sagte er. Wenn man die Arbeitgeberseite reden höre, wähne man sich in der Rezession, sagte der Gewerkschafter. „Wir befinden uns in einer stabilen Seitwärtsbewegung, und da bekommt man auch ordentliche Tarifabschlüsse hin.“
Giesler warnte zugleich mit Blick auf die anhaltenden Warnstreiks: „Wenn die Arbeitgeber auch beim nächsten Treffen unbeweglich bleiben, dann, glauben Sie mir, wird die Branche mit dem höchsten gewerkschaftlichen Organisationsgrad die passende Antwort darauf finden. Steigerungsfähig sind wir.“ Der letzte richtige Streik sei 40 Jahre her.
„Die Arbeitgeber sollten sich deshalb aber nicht in Sicherheit wiegen: Wir könnten das aus dem Stand heraus. Wir fordern derzeit bereits die Beschäftigten dazu auf, Notdienstvereinbarungen in ihren Betrieben zu schließen.“
Düsseldorf – Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat in der Debatte um mehr Spenderorgane in Deutschland vor einer Widerspruchslösung gewarnt, wonach jeder Bürger potenzieller Organspender wäre, es sei denn, er widerspricht.
„Die Widerspruchsregelung setzt darauf, dass der Bürger sich mit der Organspende nicht beschäftigt und schweigt“, sagte Brysch der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Denn über Sterben und Tod nachzudenken, mache Angst. Die bewusste Entscheidung für die Organspende würde durch eine Widerspruchslösung faktisch abgeschafft.
„Aber Schweigen ist nicht Zustimmung. Auch sind Spenden immer etwas Freiwilliges.“ Brysch forderte vielmehr eine stärkere Rolle des Staates bei der Organisation der Organspende.
„Will der Staat wirklich etwas für die Schwerstkranken auf der Warteliste tun, hat er selbst Verantwortung zu übernehmen. Das fehlt bisher. Deshalb muss der Bundestag sowohl für die Verteilungsgerechtigkeit als auch für die staatliche Organisation und Kontrolle sorgen.“
Istanbul (nex) – Das festgenommene PKK-Mitglied İhsan Köçeroğlu hat bei seiner Vernehmung gestanden, dass die Terrororganisation einen Anschlag auf das Hauptgebäude der Mediengruppe Turkuvaz geplant hatte. Das berichtet die “Daily Sabah“ (DS), deren Redaktion sich ebenso in dem Gebäude befindet. Der Angriff auf die Geschäftsräume im Istanbuler Bezirk Beşiktaş, sei aufgrund der strengen Sicherheitsmaßnahmen vor Ort abgebrochen worden.
Wie DS weiter berichtet, gehört Köçeroğlu zu den acht Verdächtigen aus dem PKK-Netzwerk, die sich in den kommenden Tagen in Istanbul vor Gericht verantworten müssen.
Im Gegenzug für ein vermindertes Strafmaß habe Köçeroğlu einige brisante Aussagen und Geständnisse abgelegt.
Demnach wies Erhan Porsipi, ein führendes Mitglied der Terrororganisation PKK, Köçeroğlu an, einen Angriff auf das Gebäude der Turkuvaz Mediengruppe durchzuführen. Köçeroğlu habe dann zusammen mit dem PKK-Mitglied Reşat Tekin den Anschlagsplan vorbereitet, berichtet DS weiter.
„Ich war für den Angriff auskundschaften, als ich einen Polizeiwagen und zwei bewaffnete Wachmänner sah. Ich dachte, es würde schwierig sein, einen bewaffneten Angriff durchzuführen und habe den Angriff abgebrochen“, zitiert DS den Angeklagten unter Bezugnahme auf die Vernehmungen. Köçeroğlu habe darüber hinaus auch geheime Waffenlager der Terrororganisation in Istanbul, wo Gewehre und Sprengstoffe aufbewahrt wurden, verraten.
In seinem Geschäft im Istanbuler Stadtteil Fatih, seien außerdem Handgranaten und eine Pistole gefunden worden. Wie DS unter Berufung auf die Anklageschrift weiter berichtet, ist die PKK-Zelle, der Köçeroğlu untergeordnet war, auch für den Terroranschlag auf das Vodafone Park-Stadion verantwortlich. Bei dem Anschlag waren 44 Menschen ums Leben gekommen. Das Stadion ist nur wenige Kilometer von der Daily Sabah-Redaktion entfernt.
Der PKK und deren verlängerter Arm in Syrien, der YPG, werden immer wieder Repressalien gegen Medienhäuser und Einschränkungen der Medienfreiheit, wie etwa in Nordirak oder Syrien, vorgeworfen. Der kurdische Nachrichtensender Rudaw etwa, sei regelmäßigen Schikanen ausgesetzt und wurde in den von der Terrororganisation besetzten Gebieten wiederholt verboten.
Die YPG begründete diese Schritte damit, dass Rudaw „Feindseligkeit innerhalb der kurdischen Nation“ provoziert habe. Der Sender habe einem Statement der PKK-Satellitenpartei zufolge „zur Gewalt angestachelt und Spannungen geschürt“ sowie „Vorurteile verbreitet“.
Rudaw wies die Vorwürfe zurück und verteidigte seine Arbeit in den syrischen Kurdengebieten. Die Berichterstattung der Rudaw-Teams in Rojava (der syrischen Kurdenprovinz) sei wesentlich professioneller als jene der YPG-Medien, weshalb Rudaw auch in der dortigen Bevölkerung beliebter sei und als glaubwürdiger betrachtet werde. „Rudaw hat ausgewogen sowohl über positive als auch über negative Entwicklungen in diesem Teil Kurdistans berichtet“, so der Sender. Bereits in der Vergangenheit wäre Rudaw-Journalisten in den von der PYD kontrollierten Gebieten das Leben schwer gemacht worden.
Viele Mitarbeiter des Senders seien verhaftet oder aus ihren Häusern vertrieben worden. Die syrische PKK-Sektion YPG würde in ihren Hochburgen ein Klima der Angst und Einschüchterung gegenüber oppositionellen Medienmitarbeitern verbreiten. Man habe sich in dieser Angelegenheit auch an internationale NGOs für Medienrechte gewandt. Rudaw forderte die YPG auf, von weiteren Beschränkungen der Pressefreiheit Abstand zu nehmen.
Diese würden „in Menschen den Eindruck erwecken, sie lebten in Nordkorea“, so der Sender weiter.
Der Präsident der KRG, Masoud Barzani, hatte Terroranschläge der PKK verurteilt und diese für das Ende des Friedensprozesses in der Türkei verantwortlich gemacht. Damit hat er den Zorn der Terroristengruppe auf sich gezogen. Es ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Repressionen gegen Rudaw TV in Rojava mit diesen Entwicklungen im Zusammenhang stehen.
In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.
Verbot von PKK-nahen Verlagen in Deutschland
Erst am Dienstag verbot das Bundesinnenministerium zwei Vereinigungen, die zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehören sollen. Nach Ministeriumsangaben nutzt die Terrororganisation Deutschland als Rückzugsraum und zur Rekrutierung von Nachwuchs. Bei den Verlagen handelt es sich um die „Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH“ sowie die „MIR Multimedia GmbH“ im nordrhein-westfälischen Neuss.
„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an. Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“, schreibt dazu Eva Quadbeck in der Rheinischen Post am Mittwoch.
Auch interessant
– Militäroperation Olivenzweig –
„Deutscher Imperialismus“: PKK droht BRD mit Terror
PKK-nahe Organisationen drohen in einer Erklärung Deutschland mit Terror. Der Krieg in Nordsyrien gegen die YPG werde vor allem seitens des deutschen Kapitals unterstützt und finanziert.
Osnabrück – An den deutschen Flughäfen haben private Sicherheitsdienste bei den Passagierkontrollen auch 2018 hunderttausende angeforderte Stunden zu wenig geleistet.
Insgesamt arbeitete das Sicherheitspersonal von Januar bis Juli an den deutschen Flughäfen, an denen die Bundespolizei zuständig ist, 286.000 Stunden weniger als angefragt worden waren.
Das entsprach 4,5 Prozent der insgesamt 6,1 Millionen Stunden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage des Linken-Politikers Jan Korte hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt. Besonders groß war die Diskrepanz am Frankfurter Flughafen, dem internationalen Drehkreuz, wo mehr als 55.000 Stunden oder zehn Prozent fehlten.
Viele Reisende müssen deshalb immer wieder lange Warteschlangen in Kauf nehmen. Die Linke sieht als Grund in erster Linie Personalmangel. Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, erklärte gegenüber der „NOZ“: „Wenn der Mangel an Sicherheitspersonal an den Flughäfen eher die Regel ist als die Ausnahme, dann stimmt etwas am System nicht.“
Private Sicherheitsdienstleister seien entweder nicht in der Lage, genug Personal zu den von ihnen angebotenen Arbeitsbedingungen zu finden, oder sie drückten ihre Kosten dadurch, dass sie weniger Personal vorhielten. Korte sagte: „Das zeigt: Profitstreben und höchstmögliche Sicherheit passen nicht zusammen.“ Die Bundesregierung verweist als Grund für die Diskrepanz zudem auf Flugausfälle, Verschiebungen im Flugplan wegen Verspätungen und Unwettern sowie aktualisierte Fluggastprognosen.
Linke und Polizeigewerkschaft fordern Verstaatlichung der Kontrollen
Die Linke fordert ebenso wie die Gewerkschaft der Bundespolizei die Verstaatlichung der Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, Ernst Walter, sagte: „Die Sicherheitskontrollen müssen wieder in staatliche Hand zurückkommen – so wie es in Bayern der Fall ist.“
Der Staat dürfe sich nicht von privaten Firmen, die nur auf Gewinn aus seien, abhängig machen: „Sicherheit muss vor Profit gehen.“ Walter warnte zudem: „Aus Polizeisicht könnten die jetzigen Probleme zu einem Sicherheitsproblem werden.“
So gut Sport für die Gesundheit auch ist – nach einer Erkältung ist zunächst Schonung wichtig. „Fünf bis zehn Prozent aller viralen Infekte weisen eine Herzmuskelbeteiligung auf“, erklärt der Direktor der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum des Saarlandes, Professor Michael Böhm, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.
Meistens gelinge es dem Immunsystem, „die Eindringlinge zu überwältigen“, bevor sie das Herz schädigen. Doch hat sich jemand noch nicht von einer Infektion erholt, „kann körperliche Anstrengung aus einer stummen, unbedeutenden Herzmuskelentzündung eine ernsthafte Erkrankung machen“, warnt der Kardiologe.
Die Symptome seien dabei häufig unspezifisch, sagt der Heidelberger Kinderkardiologe Professor Herbert E. Ulmer. Brustschmerzen, Atemnot oder Herzstolpern, die sich leicht dem Herzen zuordnen lassen, sind eher selten. Viel öfter stehen unklare Beschwerden wie Leistungsschwäche, Abgeschlagenheit, Übelkeit oder Erbrechen im Vordergrund.
„Das macht die Krankheit so tückisch und schwer zu diagnostizieren.“ Ulmer rät, eine solche zweite Welle einer Erkrankung ernst zu nehmen: „Zeichen einer verschleppten Grippe sollten immer auch an eine Herzbeteiligung denken lassen.“
Steht die Diagnose, ist das oberste Ziel der Behandlung, das Herz zu schützen. Das gelingt unter anderem mit entzündungshemmenden Medikamenten und absoluter Schonung. „Nur so lassen sich bleibende Schäden wie eine Herzschwäche vermeiden“, so Ulmer.
Von Helene Milde
Luxemburg – Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft, der am 11. Februar begangen wurde, veröffentlichte Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, eine Erklärung, wie viele Frauen als Wissenschaftler oder Ingenieurinnen in den einzelnen Ländern arbeiten. Der Anteil weiblicher Wissenschaftler und Ingenieure in der Türkei lag 2017 laut Eurostat-Erklärung vom Montag deutlich über dem EU-Durchschnitt. Laut Eurostat gab es im Jahr 2017 rund 18 Millionen Wissenschaftler und Ingenieure in der EU. 59 Prozent davon waren männlich, 41 Prozent weiblich. Im selben Zeitraum gab es in der Türkei 951.200 Wissenschaftler und Ingenieure. Davon waren 525.000 männlich, das entspricht 55 Prozent und 427.000 weiblich, das entspricht exakt 45 Prozent. Das heißt, dass der Anteil der türkischen Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen höher ist, als in anderen Ländern der EU, wie zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Die meisten Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen in der EU arbeiten in Litauen mit 57 Prozent, die niedrigste Rate wurde in Luxemburg und in Ungarn, mit jeweils 25 Prozent, verzeichnet.
Zum Thema
– Women in Science –
Türkische Wissenschaftlerin gewinnt UNESCO-Stipendium
Die türkische Wissenschaftlerin Bilge Demirköz wurde zu einer von insgesamt 15 Empfängerinnen des von der UNESCO in Partnerschaft mit L’Oréal vergebenen „L’Oréal-UNESCO For Women in Science International Rising Talents“-Stipendiums auserwählt.
Kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz hat der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, die USA wegen ihrer Vorwürfe gegen Russland scharf kritisiert und vor einem Rückfall in die Rhetorik aus den Zeiten des Kalten Kriegs gewarnt.
„Leider erinnert die rhetorische Schärfe in der Auseinandersetzung an die Zeiten des Kalten Krieges“, sagte Netschajew der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Vorwürfe, dass Russland den INF-Abrüstungsvertrag gebrochen habe, wies er zurück.
„Wir haben in einem beispiellosen Vorgang alle technischen Details zu unseren Raketensystemen offengelegt. Sie übersteigen die 500-Kilometer-Reichweite nicht, sie können nur bis 480 Kilometer fliegen. Alleine die Tankanlage ist zu einer größeren Reichweite nicht in der Lage. Wir erfüllen den Vertrag. Aber die USA ist an Beweisen offenbar nicht interessiert“, sagte der Botschafter.
„Von uns geht keine Aggression aus.“ Mit Blick auf die Gaspipeline Nord Stream 2 warf Netschajew den USA eine „Politisierung“ der Angelegenheit vor. „Die USA haben das Thema unnötig politisiert, weil sie sich unliebsamen Wettbewerb auf dem europäischen Energiemarkt vom Hals halten wollen.“ Für Russland sei Nord Stream 2 ausschließlich ein wirtschaftliches Projekt.
„Wir politisieren grundsätzlich den Wirtschaftsaustausch mit anderen Ländern nicht“, sagte der Botschafter. „Wir haben Erdgas, und können es sicher und zuverlässig nach Deutschland liefern. Wir bekommen Devisen, Deutschland eine sichere und zuverlässige Energielieferung. Unser Gas ist sicherer als Atomkraft und wird ökologisch sauberer gewonnen als das amerikanische Flüssiggas.“
Auf die Frage, ob durch die Ostsee-Pipeline künftig weniger Gas durch die Ukraine geleitet werde, antwortete Netschajew: „Höchstwahrscheinlich, ja. Das ist eine rein ökonomische Frage.“ Die Bedenken Frankreichs gegen das Pipeline-Projekt hätten Russland überrascht, so Netschajew. „Wir haben uns über die plötzlichen Bedenken Frankreichs gewundert und waren auch irritiert, aber wir freuen uns, dass es nun weitergeht.“
Auch interessant
TurkStream Gas-Pipeline: Türkei und Russland möchten Handelsvolumen auf 100 Milliarden Dollar erhöhen