Krise in Venezuela
Erdogan verurteilt Putschversuch in Venezuela

Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Dienstag den Putschversuch in Venezuela verurteilt. „Wir als Land, das Putsche und ihre negativen Folgen erlebt hat, verurteilen das Putschversuch in Venezuela“, sagte Erdogan auf Twitter. Die Welt müsse die demokratischen Entscheidungen der Menschen in Venezuela respektieren. „Diejenigen, die versuchen, in Venezuela, wo das Volk souverän und der Staatschef durch Wahlen an die Macht kam, einen postmodernen Kolonialgouverneur zu ernennen, sollten wissen, dass nur demokratische Wahlen entscheiden wie ein Land geführt wird“, sagte Erdogan. „Die Wahlurne ist in Demokratien unerlässlich“, fügte er hinzu. Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaido veröffentlichte auf Twitter am Dienstag ein Video, in dem er neben Soldaten zu sehen war und zu einem Aufstand aufrief, um die „widerrechtliche Aneignung“ von Präsident Nicolas Maduro zu beenden. Er habe bereits die Unterstützung der Streitkräfte des Landes erhalten  und kündigte die so genannte „Endphase“ an. Ihm gelang es jedoch nicht die Massen zu bewegen. Maduro seinerseits forderte die Menschen auf, auf die Straße zu gehen, um „die Heimat und die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen“.  

DNA-Untersuchungen
Wissenschaftler: Europäer stammen aus der Türkei

Konya (nex) – Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des polnischen Nationalen Wissenschaftszentrum, haben Europäer ihren Ursprung in Anatolien. DNA-Untersuchungen von Menschenknochen aus der Jungsteinzeit die in beiden Regionen gefunden wurden, wiesen genetische Ähnlichkeiten auf. Bei dem Ausgrabungsort in Anatolien handelt es sich um Catalhöyük. eine neolithische Siedlung in der Provinz Konya. Nach der Auffassung vieler Wissenschaftler handelt es sich um die älteste Stadtkultur der Welt. Sie wird auf den Zeitraum zwischen 7.00 und 5.700 v. Chr. datiert und hatte mehrere tausend Einwohner. Der türkische Archäologe Prof. Dr. Mehmet Özdogan vertritt bereits seit vielen Jahren die These, dass die europäische Kultur und auch Menschen ihren Ursprung in Anatolien haben. In einem Gespräch mit der Hürriyet sagte der Wissenschaftler: „Wir haben diese These bereits mit archäologischen Studien bestätigt. Es war offensichtlich, dass es hier eine Interaktion mit Europa durch Migration, kulturelle Einflüsse und Eheschließungen gab. Die DNA-Ergebnisse bestätigen die archäologischen und wissenschaftlichen Daten. Die Migrationswelle begann um 7.400 v. Chr. und dauerte einige tausend Jahre“. Unter Bezugnahme auf eine wissenschaftliche Veröffentlichung der Nature, berichtete kürzlich der Nachrichtensender BBC zudem, dass das weltberühmte Stonehenge von Migranten aus Anatolien gebaut worden seien. Forscher hätten hierfür die DNA, die aus jungsteinzeitlichen menschlichen Überresten aus ganz Großbritannien extrahiert wurden, mit denen von Ur-Bewohnern Anatoliens verglichen. Auch hier seien genetische Ähnlichkeiten entdeckt worden. Diese Bevölkerungsgruppen hätten Großbritannien etwa 4.000 v. Chr erreicht, berichtet BBC weiter. Die Migration nach Großbritannien war nur ein Teil einer allgemeinen, großen Auswanderung der Menschen aus Anatolien seit etwa 6.000 v. Chr. Sie hätten unter anderem auch die Landwirtschaft in Europa eingeführt.  

Verkehrspolitik
Städtebund: E-Scooter erst ab 15 Jahren

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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat eine generelle Altersbeschränkung bei der Nutzung von E-Scootern ab 15 Jahren gefordert. „Der Elektroroller ist ein modernes Kleinfahrzeug, das in vielen europäischen Städten gerade von jungen Menschen gerne genutzt wird“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Um die Regulierung von Schadensereignissen sicherzustellen, sollte eine Versicherungsplakette vorgeschrieben werden und die Nutzung erst ab dem 15. Lebensjahr erlaubt sein“, fügte Landsberg hinzu. Eine in der Verordnung des Bundesverkehrsministeriums vorgesehene Differenzierung nach der Höchstgeschwindigkeit, bei der bis zwölf Stundenkilometer auf dem Gehweg gefahren werden darf, lehnt der Städte- und Gemeindebund als „nicht sachgerecht, da kaum kontrollierbar“ ab. „Grundsätzlich sollte der E-Scooter wie ein Fahrrad behandelt werden, sodass die Nutzung auf Radwegen und, wo diese nicht vorhanden sind, auf der Straße möglich sein sollte“, sagte Landsberg. „Die Freigabe von Gehwegen sollte je nach lokalen Rahmenbedingungen im Ermessen der Kommunen liegen.“

Fußball International
Süper Lig: Wer holt sich die Meisterschaft in der Türkei?

An Weihnachten war die Situation in der türkischen Süper Lig noch so unerwartet wie selten zuvor. Mit sechs Punkten Vorsprung stand Istanbul Basaksehir einsam an der Tabellenspitze, während von der städtischen Konkurrenz wenig bis gar nichts zu sehen war. Diese Lage hat sich aktuell etwas gewendet. Noch immer steht der als Außenseiter in die Saison gegangene Klub vorne, doch Istanbuls Großklubs schoben sich mittlerweile heran und können zum Ende der Spielzeit vorbeiziehen. Ein Blick auf das Finale.

Basaksehir verspielt beste Meisterschaftschancen

Konstanz Fehlanzeige – so ließe sich die bisherige Süper Lig Spielzeit exzellent zusammenfassen. Lange Zeit sah es so aus, als ob Istanbul Basaksehir die Meisterschaft einfahren könnte. Trotz aller Fragezeichen hinsichtlich der mutmaßlichen Regierungsnähe des Hauptsponsors wäre es eine besondere Geschichte geworden, wenn ausgerechnet einer der kleinen Klubs in die Phalanx von Istanbuls elitärem Dreigestirn eindringen könnte. In der seit 1959 bestehenden Süper Lig konnten bislang erst zwei Klubs einen Titelgewinn vonseiten Galatasaray, Besiktas  oder Fenerbahce  verhindern. Letztmals war das Bursaspor in der Saison 2009/2010. Doch mittlerweile hat sich das Blatt wieder zugunsten der Großen gewendet, die bereits jetzt in Form von Galatasaray vorbeiziehen können. Drei Punkte betrug der Abstand zum Zeitpunkt dieses Artikels zu Basaksehir, wobei Gala mit besserem Torverhältnis noch ein Spiel auszutragen hat. Entsprechend winkt die Tabellenführung. Dahinter lauert Besiktas, ebenfalls mit drei Punkten Abstand auf den kleinen Istanbuler Klub. Die Situation ist 2018/19 damit etwas mit jener in Deutschland zu vergleichen, wo sich Bayern München und Borussia Dortmund wohl bis zum Ende um die Meisterschaft streiten werden. In den Bundesliga Quoten liegen die Münchner derzeit mit 1,12 (Stand 29. April) vorne. Schlecht lief es für Basaksehir eigentlich nicht in der Rückrunde, schließlich verlor die Mannschaft von Trainer Abdullah Avci nur zwei Spiele. Doch ausgerechnet jetzt, in der heißen Phase der Saison, droht das Team, den Fokus aus den Augen zu verlieren. Ein Punkt aus den letzten drei Spielen ließ den Vorsprung zusammenschmelzen, während Galatasaray sieben Zähler holte und Besiktas gar sechsmal in Folge gewann.

Galatasaray hat im Endspurt alles in der Hand

Mittlerweile ist es Galatasaray, das im Endspurt alles in der eigenen Hand hat. Das Restprogramm der Mannschaft von Trainer Fatih Terim beinhaltet sowohl Spiele gegen Besiktas als auch Basaksehir. Dazu kommen Spiele gegen die Mittelfeldklubs Konyaspor, Rizespor und Sivasspor. Auf Basaksehir wartet zunächst ebenfalls Sivasspor, ehe es nacheinander gegen MKE Ankaragücü, Galatasaray und Alanyaspor geht. Auf Besiktas wartet zunächst das Derby gegen den Erzrivalen, ehe es gegen drei Teams aus der oberen Tabellenhälfte geht: Alanyaspor, Trabzonspor und Kasimpasa warten. Die aktuelle Form spräche angesichts der Siegesserie von Besiktas sogar für den Dritten im Bunde. Vor allem die Offensive zeigte sich gut in Schwung und führt die Süper Lig mittlerweile an. Der erfolgreichste Stürmer spricht freilich wieder mehr als deutlich für Galatasaray. Senegals Nationalstürmer Mbaye Diagne erzielte in 25 Spielen bislang 28 Tore und könnte zum entscheidenden Faktor auf der Zielgerade des Titelrennens werden. Vor allem die direkten Duelle versprechen in den kommenden Wochen große Spannung bis zum letzten Moment. Wer holt sich die Meisterschaft in der Türkei?

Digital
Online-Unterhaltung – diese Trends bestimmen 2019

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WERBUNG Auch im Jahr 2019 setzt sich der Trend fort, dass Menschen immer mehr Zeit online verbringen. In Deutschland sind inzwischen mehr als 90% Prozent aller Menschen online. Die Altersgruppe der 14 bis 29-Jährigen verbringt unglaubliche 553 Minuten online. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt immer besseren mobile Services geschuldet. Doch was sind die populärsten Zeitfresser im Internet im Jahr 2019? Wir haben uns die aktuellen Trends angesehen.

Video Streaming

Video Streaming gehört seit einigen Jahren zu den absoluten Gewinnern im Online-Entertainment. Zum einen wächst Youtube, das weltweit größte Videoportal der Welt, seit Jahren nach wie vor. In den vergangenen 5 Jahren hat sich nun auch Netflix mit seinem High-Quality-Content hervorgetan, und verzeichnet längst hunderte Millionen von Kunden. Aber auch im Bereich Live Streaming tut sich so einiges, was vor allem die junge Generation zwischen 14 und 29 Jahren anspricht: So wird etwa die Plattform Twitch immer populärer. Auf Twitch können User sich gegenseitig beim Livestreaming zusehen – mitunter funktioniert dies auch per Bezahlmodell. Vor allem gestreamtes Video Gaming ist hierbei besonders populär.

Musik Streaming und Hörbücher

Nach iTunes und MP3 hat nun das Musik-Streaming die Musikindustrie innerhalb von wenigen Jahren ein weiteres Mal revolutioniert. Dank Services wie Spotify, Google Play und Apple Music, braucht heute niemand mehr eine Musiksammlung aufzubauen. Nahezu jeder Track, der jemals aufgenommen wurde, ist per Streaming gratis, oder für einen geringen monatlichen Betrag verfügbar. Und auch Podcasts und Hörbücher werden zunehmend beliebter.

Online Glücksspiel

Das Online Glücksspiel ist vor allem durch die immer besser werdenden Mobilgeräte auf der Überholspur. Längst sind zahlreiche Apps und Browser Casinos verfügbar, die einen hohen Spielspaß und hochwertige Grafik zu bieten haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa Casumo. Und auch eine technologische Entwicklung hat dem Online Glücksspiel sehr gut getan. HTML5 hat es ermöglicht, dass Spiele ganz einfach über den Webbrowser gespielt werden können. Für unterwegs und ein bisschen Poker oder Roulette zwischendurch waren diese Entwicklungen sehr förderlich, und die Spieler nehmen es dankend an.

E-Sports und Online Gaming

E-Sports ist ein großer Trend, der sich nun auch ins Jahr 2019 fortsetzt. Hierbei handelt es sich um professionelle Videospiel-Wettbewerbe. Diese sind längst so populär geworden, dass sich ganze Konzerthallen bei E-Sports Turnieren füllen lassen. Die Spieler haben eine riesige Fangemeinde und verdienen längst mehr als so mancher Spitzensportler einer “altmodischen” Sportart. Und auch das Gaming allgemein ist weiter auf dem Vormarsch. Angetrieben von MMORPG-Games, bei welchen mitunter tausende Spieler gleichzeitig gegeneinander in virtuellen Online-Welten spielen, verbringen immer mehr Menschen von jung bis alt ihre Zeit online.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke dominieren die Unterhaltung im Internet nun schon seit vielen Jahren. Und obwohl in den letzten Jahren kaum größere Innovationen zu verzeichnen waren, sind diese nach wie vor überaus beliebt. Doch das betrifft nicht alle Plattformen. Allen voran Instagram kann nach wie vor weiter wachsen, während Facebook zunehmend an Attraktivität zu verlieren scheint – vor allem bei jüngeren Menschen. Weiterhin sehr beliebt sind Whatsapp, Snapchat und Kik. Die Unterhaltung im Internet ist auch im Jahr 2019 weiter am wachsen. Milliarden von Menschen verbringen Zeit im Internet, um sich zu unterhalten. Die wichtigsten Trends sind wie genannt Gaming, Video Streaming und weiterhin Soziale Netzwerke. Wie sich die Branche in der Zukunft entwickeln wird, ist nicht ganz einfach zu prognostizieren. Klar ist aber, dass die technische Entwicklung eine wichtige Rolle spielen wird. Vor allem durch 5G erhofft man sich Impulse vor allem in Sachen Virtual Reality und Augmented Reality. Man wird sehen, wie diese beiden Segmente der Unterhaltungsindustrie von der breiten Massen angenommen werden wird. Bis dahin werden wohl die User weiterhin viel Zeit auf Instagram, Twitch und Netflix verbringen.

Geld für Krisenprävention
Brot für die Welt: Bundesregierung setzt völlig falsche politische Schwerpunkte zugunsten des Militärs

Hilfsorganisation fordert angesichts des Sipri-Berichts Umdenken: „Mehr Geld für Krisenprävention und humanitäre Hilfe nötig“ Osnabrück – Angesichts weltweit weiter steigender Militärausgaben übt die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ heftige Kritik an der Bundesregierung. „Die Staaten, die heute die Weltrangliste bei den Militärausgaben anführen, sollten endlich umsteuern und mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit, für die Vorbeugung und für die Bewältigung der Ursachen von Gewaltkonflikten aufwenden“, sagte „Brot für die Welt“-Referentin Martina Fischer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Höhere Militärausgaben machten die Welt nicht sicherer. Wolle die Bundesregierung ihren eigenen Ansprüchen genügen, so die Hilfsorganisation, „muss deutlich mehr in zivile Krisenprävention und Friedensförderung als in den militärischen Bereich investiert werden“. Deutschland liegt nach jüngsten Zahlen des Friedensforschungsinstituts Sipri bei den Militärausgaben im internationalen Vergleich auf Platz acht; mit rund 49,5 Milliarden Dollar waren die Militärausgaben 2018 um 1,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Bis 2024, so die Ankündigung von Kanzleramt und Verteidigungsministerium, sollen die deutschen Militärausgaben weiter steigen, von 1,24 Prozent auf 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. „Gleichzeitig hat die Bundesregierung in ihren Eckwerten für den Haushalt 2020 der Entwicklungsfinanzierung eine Nullrunde verordnet. Sollte ihre mittelfristige Finanzplanung umgesetzt werden, wird der Anteil der Ausgaben für Entwicklung und humanitäre Hilfe an der deutschen Wirtschaftsleistung in den Folgejahren absinken“, mahnte die „Brot für die Welt“-Referentin in der „NOZ“. Weiter sagte Fischer: „Die Selbstverpflichtung, 0,7 Prozent für Entwicklung bereitzustellen, wird Deutschland damit nicht erfüllen. Hier werden völlig falsche politische Schwerpunktsetzungen zugunsten des militärischen Bereichs vorgenommen.“

Medienfreiheit
Türkei: DW, BBC, France24 und VOA starten gemeinsamen YouTube-Kanal

Istanbul (nex) – In dem für Medien mutmaßlich restriktiven Markt der Türkei, hat die Deutsche Welle (DW) zusammen mit der britischen BBC, Frankreichs France 24 und dem US-amerikanischen Voice of Amerika den neuen YouTube-Kanal +90 gestartet. „Wir denken, dass wir mit dem neuen Angebot gezielt an jüngere Nutzer herankommen“, zitiert die Süddeutsche Zeitung DW-Intendant Peter Limbourg. Nicht nur die „aktuelle prekäre Lage“ der Türkei sei ein Grund die Aktivitäten der Auslandssender zu verstärken. „Wir haben so viele Verbindungen dorthin, und es gibt da ein großes gegenseitiges Informationsbedürfnis“, so Limbourg gegenüber der Süddeutschen. Koordiniert werde das Projekt, bei dem die internationalen Partner selbstständig ihre Beiträge einstellen, von der Deutschen Welle. Man werde auch ein Auge auf die Social-Media-Einbindung werfen und insbesondere der Gefahr, dass Nutzer, denen die Inhalte nicht passen, gezielt die Kommentarspalten fluten, vorbeugen, so die Süddeutsche. 

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– Medienfreiheit – Jamal Karslı: „Die einseitige Berichterstattung über die Türkei ist sogar vielen meiner Freunde aufgefallen“

„Was mich jedes Mal erheitert, sind die EU-Drohgebärden, die gegenüber der Türkei gebetsmühlenartig wiederholt werden“, so Karslı.

Jamal Karslı: „Die einseitige Berichterstattung über die Türkei ist sogar vielen meiner Freunde aufgefallen“
   
       

Türkei
Erdogan: Türkei seit Gezi-Protesten Ziel von Wirtschaftsterrorismus

Ankara (nex) – Die Türkei werde sich „dem wirtschaftlichen Terrorismus nicht beugen, so wie sie sich auch dem bewaffneten und diplomatischen Terrorismus“ nicht beuge, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Parteitreffen in der Hauptstadt Ankara am Sonntag. Trotz „anhaltender Angriffe aus dem Ausland“, entwickle sich die Wirtschaft der Türkei positiv. „Die Herausforderungen haben uns daran erinnert, dass wir nie unseren Ehrgeiz aufgeben sollten, eine große und starke Türkei aufzubauen. Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir entweder überleben oder untergehen werden. Es gibt keinen anderen Weg“, sagte Erdogan. Die türkische Wirtschaft werde seit den Gezi-Protesten 2013 von ausländischen Mächten angegriffen, wobei die letzte große Intervention im vergangenen Sommer beobachtet worden sei, sagte der türkische Staatspräsident.  In den nächsten vier Jahren werde die Hauptaufgabe der Regierung sein, darauf hinzuarbeiten, die angekündigten Ziele bis 2023 zu erreichen, betonte Erdogan. „Jemand versucht, unsere Ziele für 2023 als Traum darzustellen, als Fata Morgana. Aber wenn wir an sie glauben und alle zusammenarbeiten, ist es möglich, dass wir diese Ziele sogar übertreffen“ so der türkische Staatschef. Erdogan forderte türkische Geschäftsleute und Investoren auf, beim türkischen Volk zu stehen und ihre Investitionen entsprechend auszurichten. „Wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir unser Versprechen einlösen, bis Ende dieses Jahres 2,5 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte er. Am vergangenen Donnerstag sagte Erdogan, dass die Türkei die Debatte zu den Kommunalwahlen langsam hinter sich lassen und auf Themen wie die Wirtschaft konzentrieren müsse. „Bei den Themen, die das Überleben unseres Landes betreffen, müssen wir, alle 82 Millionen Bürger, unsere politischen Differenzen beiseite legen und gemeinsam als Türkei-Allianz fortfahren“, sagte Erdogan in seiner Eröffnungsrede zum neuen Gebäude des Angestellten Dachverbandes in Ankara.  Für eine Türkei, die ihren Bürgern Sicherheit gibt, müsse man gemeinsam anpacken. Es sei die Zeit, „das heiße Eisen wieder abzukühlen“, es beginne die Zeit der Solidarität, der Umarmung und der Einheit. Die Streitereien zur Wahl sollten beendet werden, man müsse sich wieder auf wichtige Themen, wie Wirtschaft und Sicherheit, konzentrieren. Erholende Wirtschaft Die türkische Wirtschaft überraschte Beobachter erneut mit einem kräftigen Wachstum. Trotz Währungskrise legte das Bruttoinlandsprodukt auch 2018 um fast drei Prozent zu. Wie das Statistikamt TurkStat im März bekannt gab, wuchs die türkische Wirtschaft im Jahr 2018 um 2,6 Prozent. Laut TurkStat betrug das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr 3,7 Billionen türkische Lira (rund 784 Milliarden Dollar). Politische Spannungen zwischen den USA und der Türkei lösten im vergangenen Jahr an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem US-Präsident Donald Trump damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um dem in der Türkei inhaftierten Pastor Charles Brunsons Freilassung zu sichern. Trump genehmigte im August infolge der Inhaftierung eine Verdoppelung der Zölle auf türkischen Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte darauf mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel daraufhin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder. Wie die türkische Zentralbank im vergangenen Monat mitteilte, sank zudem das Leistungsbilanzdefizit des Landes im ersten Monat dieses Jahres um bemerkenswerte 88,4 Prozent. Im Januar verzeichnete die Leistungsbilanz ein Defizit von 813 Millionen Dollar und verbesserte sich damit um 7 Milliarden Dollar im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Hierzu Finanzanalyst Clemens Schmale im Dezember vergangenen Jahres: Die schwache Währung hat vor allem dazu geführt, dass weniger importiert wurde. Importe brachen um ein Drittel ein. Im Gegenzug konnten die Exporte ansteigen. Zum ersten Mal seit 30 Jahren überstiegen die Exporte die Importe. Gleichzeitig konnte der Tourismus von der schwachen Lira profitieren. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle. Er litt 2016 unter dem Putschversuch. 2017 kam es zu einer Erholung. Trotzdem blieben die Einnahmen unter den Werten von 2015 zurück. 2018 konnte dieser Wert wieder erreicht werden. Das brachte dringend benötigte Devisen ins Land. Tourismus ist ein Dienstleistungsexport. Betrachtet man sämtliche Importe und Exporte (Waren, Dienstleistungen), so ist die Handelsbilanz erstmals seit 2008 wieder positiv. Betrachtet man nur die Waren, muss man in die 80er Jahre zurückblicken. 

Zusammen mit Transferleistungen und der Kapitalbilanz ergibt sich die Leistungsbilanz, die nun bereits drei Monate in Folge stark positiv ist. Es fließt effektiv wieder Geld ins Land. Das hat in den vergangenen Wochen zu einer deutlichen Aufwertung der Währung geführt. Die Inflation ist mit über 20 % immer noch hoch. Es wird noch Monate dauern bis sie sich wieder normalisiert hat. Die Wirtschaft ist im dritten Quartal geschrumpft. Es ist also noch nicht alles wieder rosig. Das wird noch Zeit in Anspruch nehmen.

Das Hauptproblem, das Leistungsbilanzdefizit, ist behoben. Das geschah in absoluter Rekordzeit. Es brauchte keine Hilfskredite vom Internationalen Währungsfonds oder aus Europa. Die Regierung wollte keine Kredite, um weiterhin frei agieren zu können. Das hat zu einer Schockanpassung geführt. Das Ziel wurde erreicht, wenn auch ziemlich brutal. Der Theorie nach sollte genau das geschehen. Die Geschwindigkeit ist allerdings bemerkenswert. Es gleicht schon fast einem Wunder, was die freien Marktkräfte so anstellen können.

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– Adana – 8-Milliarden Dollar: Petrochemie-Anlage in der Türkei geplant

Gemeinsam mit südkoreanischen, niederländischen und algerischen Partnern soll in der südtürkischen Provinz Adana eine Mega-Industriezone für acht Milliarden US-Dollar entstehen.

8-Milliarden Dollar: Petrochemie-Anlage in der Türkei geplant

Köln
Kickbox–Weltmeister Harun Saglam: „Möchte mit dem Boxclub Jugendliche von der Straße holen“

Chapeau vor dieser geballten Leistung. Hochachtung für ein Engagement, das weit über den (Kick-)Boxsport hinausgeht. Harun Saglam, der 22-jährige Kölsche Jung, hat in seinem jungen Leben schon viel erreicht. Bereits im Alter von gerade Mal 19 pflasterten gleich mehrere Meistertitel, und nicht zuletzt der hoch begehrte Weltmeistertitel im Kickboxen, seinen stets zielstrebig verfolgten Siegesweg. Aber dem nicht genug: Harun Saglam darf in jeder Hinsicht als Vorbild, vor allem für Jugendliche auf ihrem Pfad zur Selbstfindung, gesehen werden. Köln – 2015 wurde für den damals erst 18-jährigen Kickbox-Sportler Harun Saglam zum Jubeljahr. Just zu diesem Zeitpunkt gewann Saglam den Weltmeistertitel in Deutschland und ließ mit seinen wahrhaft strategisch-dynamischen Angriffsweisen, die Herzen seiner Fans deutlich höher schlagen. Harun gönnte seinen begeisterten Anhängern keine Verschnaufpause, ganz im Gegenteil, gleich im darauf folgenden Jahr folgte der zweite Weltmeistertitel, diesmal in England, in Manchester (Verband WFMC). Aber auch zwischenzeitlich ließ Harun Saglam keine Fragen offen. „Fünf Mal Deutscher Meister im Kickboxen und es geht immer noch mehr“, verriet der ehrgeizige Kölner Kickbox-Profi den Reportern vor Ort. Wie alles begann: Harun Saglam auf dem Weg zum Erfolg! Es war die koreanische Kampfkunst Taekwondo, welche den Auftakt für seine weiteren sportlichen Erfolge einläutete. Damals war Harun sechs Jahre alt und noch auf der Suche nach der richtigen Herausforderung. Es fiel ihm leicht, den Schwarzen Gürtel zu ergattern. Angespitzt von seiner Errungenschaft, schaute sich Harun Saglam nach etwas Neuem um und fand seine Leidenschaft im Kickboxen sowie im „normalen“ Boxsport. Auf die Frage, welcher Riesensportler ihn inspiriert, antwortete er in einem Interview 2016 gegenüber NEX24: „Ganz klar! Die niederländisch-türkische Kickbox- und Muay-Thai-Legende Gökhan Saki.“ „Ich bin sehr stolz darauf mit meinem eigenen Boxverein an den Start zu gehen“ Seit etwa sechs Jahren ist Harun Saglam Trainer im Kickboxen und außerdem lizenzierter Trainer im Boxen (C-Lizenz). Seit dem 1. April ist er zudem nun auch stolzer Besitzer einer Kampfsporthalle. Im Angebot stehen Kickboxen und herkömmliches Boxen. Harun Saglam leitet den eingetragenen sowie körperschaftsbefreiten Verein namens „Champ’s of Cologne“ und fungiert persönlich als Trainer. Zu finden ist „Champ’s of Cologne“ an der Olpenerstraße 690 in 51109 Köln (Brück). Sponsoren sind natürlich gern gesehen und höchst willkommen! Mit seinem Angebot richtet sich der Kickbox-Profi vor allem an die Jugend. „Kampfsport gibt den Jugendlichen einen optimalen Ausgleich und lehrt sie, sich selber besser einzuschätzen bzw. selbstbewusster zu werden!“, meint Saglam in einem aktuellen Gespräch mit uns. Da ist viel Wahres dran. Sport, insbesondere Kickboxen, trägt wunderbar zum Frustabbau bei. Zudem steigert Sport das Durchhaltevermögen und hilft dabei, jede Menge an Achtung, Respekt und Disziplin nachhaltig dazu zu gewinnen. Gerade Respekt wird in Harun Saglams Kampfsporthalle immens groß geschrieben. Hier wird niemand ausgegrenzt oder gemobbt. Hier gewinnen Zusammenhalt sowie das bewusste Miteinander. Nationalität, Religion, Größe, Gewicht spielen keine Rolle. Ob Kind oder Greis, ob gesund oder in der Bewegung eingeschränkt: wer mitmachen will und mit Eifer, Toleranz und eben Respekt ganz bei der Sache ist, ist in Saglams „Kampfsportarena“ jederzeit herzlich willkommen. Aber nicht nur für Jugendliche ist der Sport geeignet, Saglams älterster Schüler ist 47 und immer noch topfit. Neben der verlockenden Möglichkeit eine etwaige Kickbox- oder Boxkarriere zu starten, eignet sich dieser würdevolle Kampfsport auch optimal als Nur-Fitness-Training für zwischendurch. Kommen, sehen und Harun Saglams frische Welt des (Kick-)Boxens hautnah erleben.

Istanbul
Türkei: Mutmaßlicher Spion der Emirate begeht im Gefängnis Selbstmord

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Istanbul (nex) – Ein in der Türkei inhaftierter mutmaßlicher Spion aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat im Gefängnis Selbstmord begannen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am heutigen Montag berichtet, sei der Mann am Sonntag im Duschraum des Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul aufgehängt gefunden worden. Ein Vertreter des türkischen Innenministeriums bestätigte den Bericht. Der Mann war Anfang April unter dem Verdacht der Spionage für die Vereinigten Arabischen Emirate zusammen mit einem weiteren mutmaßlichen Agenten festgenommen worden. Wie Anadolu weiter berichtet, prüften türkische Behörden Verbindungen der Männer zum Mord an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi. Die Verdächtigen wurden zudem der politischen und militärischen Spionage beschuldigt.

Der regelmäßige Kolumnist der US-Zeitung Washington Post wurde Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Khashoggi verschwand, nachdem er am 3. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Saudi Arabien hatte mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Journalisten eingeräumt.

Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, was zu seinem Tod führte, berichteten saudische Staatsmedien. Riad hatte die Kenntnis über den Verbleib Khashoggis stets abgestritten. Medienberichten zufolge soll er in dem Konsulat schwer gefoltert und zerstückelt worden sein.

Erdogan: Befehl für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi kam von den obersten Ebenen der saudischen Regierung  Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am 2. November, dass der Befehl für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi von den obersten Ebenen der saudischen Regierung kam. In einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ schrieb Erdogan: „Wir wissen, dass sich die Täter unter den 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen befinden. Wir wissen auch, dass sie kamen, um ihre Befehle auszuführen: Khashoggi töten und flüchten.“ „Schließlich wissen wir, dass der Befehl, Khashoggi zu töten, von den höchsten Ebenen der saudischen Regierung kam“, sagte Erdogan.