Sea-Watch
Millî Görüs spendet Seenotrettern 10.000 Euro

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG) und der Hilfsverein „HASENE International e.V.“ spenden 10.000 Euro an „Sea Watch“ für ihren Einsatz zur Rettung von Menschenleben im Mittelmeer. Außerdem rufen sie Muslime zum Spenden auf als Ausdruck für ihren Unmut über die europäische Flüchtlingspolitik. „Es stellt unser Gerechtigkeitsempfinden auf den Kopf, wenn die Rettung von Menschenleben unter Strafe gestellt wird. Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union hat die Schwelle des Fremdschämens schon lange überschritten. Mit der Kriminalisierung und Verhaftung von Seenotrettern hat sie schließlich auch die Schwelle des Erträglichen überschritten“, erklärt Bekir Altas, Generalsekretär der IGMG. „Als islamische Religionsgemeinschaft sieht sich die IGMG in der Pflicht, Haltung zu zeigen und sich bei den Seenotrettern zu bedanken für ihren selbstlosen Einsatz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit“, so die Organisation in einer Pressemitteilung. „Wir rufen Muslime auf, sich an den Spenden für die Seenotrettung zu beteiligen. Jeder Euro wird den verantwortlichen Regierungen ein Zeichen sein, dass wir nicht einverstanden sind mit dieser herzlosen Politik“, so Bekir Altas weiter. Mesud Gülbahar, Vorsitzender des Hilfsvereins „HASENE International e.V.“, ergänzt: „Wir wissen aus erster Hand, aus welchen menschenunwürdigen Verhältnissen die Menschen fliehen müssen. Das Leid, das die Menschen in den Herkunftsländern erdulden müssen, ist in unseren Breitenkreisen kaum vorstellbar. Und Europa ist an Fluchtursachen, nicht unbeteiligt. In den meisten Brandherden kommen Waffen ‚Made in Europe‘ zum Einsatz, in den armen Regionen konkurrieren einheimische Bauern und Unternehmen vergeblich mit subventionierten Waren aus Europa und verlieren ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage.“ HASENE International bereist im Rahmen seiner weltweiten Hilfsprojekte viele Kriegs- und Konfliktregionen sowie arme Länder und kennt die Fluchtursachen. „Deshalb darf es für uns Europäer keine Rolle spielen, ob ein Mensch vor Verfolgung, vor Krieg oder vor dem sicheren Hungertod flieht. Wir tragen in jedem Falle Mitverantwortung und müssen ihr gerecht werden“, erklärt Mesud Gülbahar.

G20-Gipfel
Kommentar: Vorherrschaft der USA und die Dominanz des US-Dollars gehen zu Ende

Ein Kommentar von Ernst Wolff Das am Samstag zu Ende gegangene G-20-Gipfeltreffen im japanischen Osaka hat gezeigt, dass die gegenwärtige Weltordnung immer schneller zerbricht. Die globale Vorherrschaft der USA wie auch die Dominanz des US-Dollars gehen unwiderruflich zu Ende, während China zusehends an Macht und Einfluss gewinnt. Für US-Präsident Trump geriet die Veranstaltung zu einem politischen Debakel. Hatte er noch im Vorfeld des Treffens neue Strafzölle gegen China angekündigt, so sah er sich gezwungen, sie in Osaka ohne jede Gegenleistung auszusetzen. Auch seine Drohungen gegen den chinesischen Telekommunikations-Giganten Huawei ließ er fallen und gab stattdessen bekannt, dass US-Lieferanten wieder freie Hand hätten, Huawei zu beliefern.  Zudem musste Trump hinnehmen, dass die EU und das südamerikanische Staatenbündnis Mercosur sich über die Einrichtung einer gigantischen Freihandelszone einigten – eine mehr als deutliche Antwort der südamerikanischen Staaten auf Trumps Kündigung des Nafta-Abkommens mit Mexiko und Kanada. Insbesondere die Zustimmung des als Trump-Freund geltenden brasilianischen Präsidenten Bolsonaro zu dem Abkommen dürfte ein zusätzlicher Tiefschlag gewesen sein.   Die schwerste Demütigung aber erlitt Trump von Seiten der EU: Noch während des Gipfeltreffens nahm sie das neue Zahlungssystem Instex in Betrieb und versetzte damit der Monopolstellung des dollarbasierten Zahlungssystems SWIFT vor den Augen der Weltöffentlichkeit einen demonstrativen Schlag.  Die EU-Maßnahme geht auf die einseitige Kündigung des Iran-Atomabkommens durch die USA im Mai 2018 zurück. Trump hatte diverse iranische Banken nach Ablauf zweier Fristen vom Zugang zur Zahlungsverkehrsorganisation SWIFT ausschließen lassen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die an dem Abkommen festhalten wollen, gründeten daraufhin im Januar 2019 die Zweckgesellschaf „Instex“ (Abkürzung für „Instrument zur Unterstützung von Handelsaktivitäten“), um europäischen Unternehmen auch weiterhin Geschäfte mit dem Iran zu ermöglichen.  Instex verrechnet als Vermittlungsstelle Forderungen europäischer und iranischer Unternehmen miteinander. Führt der Iran Öl oder andere Produkte aus, fließt das Geld dafür nicht über Banken in den Iran, sondern an europäische Unternehmen, die zum Beispiel Medikamente, Nahrungsmittel oder Industriegüter an den Iran verkaufen. Auf diese Weise werden die US-Sanktionen umgangen.  Obwohl US-Außenminister Pompeo bereits im vergangenen September ankündigte, sein Land werde ein solches Vorhaben nicht tolerieren und US-Botschafter Grenell in Berlin öffentlich dagegen wetterte, ließen die drei EU-Staaten von ihren Plänen nicht ab. Dass das System ausgerechnet während des G-20-Gipfels den Betrieb aufnahm, kann nur als ein gezielter Affront der EU gegen die USA und ein Austesten der Reaktion Washingtons gewertet werden.  Grund für den immer deutlicheren Anti-US-Kurs der EU dürfte in erster Linie der unaufhaltsame Aufstieg Chinas sein. Die mittlerweile größte Handelsmacht der Welt wird die USA in absehbarer Zeit auch ihrer Wirtschaftsleistung nach überholen und treibt seit 2013 mit der Neuen Seidenstraße das größte Wirtschaftsprojekt aller Zeiten voran. Hierbei spielt der Iran auf Grund seiner geostrategischen Lage und seiner Öl- und Gasvorkommen eine Schlüsselrolle. Genau das ist der Grund, warum die USA den Iran mit immer schärferen Sanktionen belegen und militärisch bedrohen. Trumps Ziel ist es, das Mullah-Regime zu stürzen, um eine US-hörige Regierung zu installieren und so den wichtigsten Knotenpunkt der Neuen Seidenstraße – nämlich den Iran als Energielieferanten und Schnittstelle zwischen den Kontinenten – zu torpedieren. Ziel der europäischen Länder ist es, sich einen Teil vom Kuchen Seidenstraße zu sichern und die Tür zum Iran wirtschaftlich und finanziell offenzuhalten. Deshalb verfolgen mehrere von ihnen seit einiger Zeit eine Doppelstrategie: Sie versuchen, sowohl mit den USA, als auch mit China und seinen Verbündeten auszukommen. Das aber wird wegen des zunehmend heftigeren Konfliktes zwischen den USA und China immer schwieriger und dürfte in nicht allzu ferner Zukunft eine klare Entscheidung für die eine oder andere Seite erfordern. Dass sich nun neben Deutschland und Frankreich mit dem Vereinigten Königreich auch der bisher treueste US-Verbündete so offen gegen die USA stellt, zeigt: Das Ende der Supermacht USA rückt unaufhaltsam näher.  Damit verbunden ist allerdings auch ein Ansteigen der Kriegsgefahr im Iran, denn es ist überaus unwahrscheinlich, dass die USA als mit Abstand größte Militärmacht der Erde nicht mit Waffengewalt versuchen werden, sich dem eigenen Abstieg und dem unaufhaltsamen Gang der Geschichte zu widersetzen. 
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff

Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

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– Krise in Venezuela – Kommentar: Den USA geht es in Venezuela um den Petro-Dollar

In den vergangenen zwanzig Jahren haben mehrere Staatschefs versucht, dem Petro-Dollar den Kampf anzusagen – mit der Folge, dass sie umgebracht und ihre Länder auf Jahrzehnte hinaus destabilisiert wurden. Genau dieses Schicksal droht Venezuela jetzt.

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Sachsen-Anhalt
Generalstaatsanwaltschaft will Auslieferung von Pariser Terrorverdächtigem Adis A. zustimmen

Die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen-Anhalt will einer Auslieferung des Bosniers Adis A. nach Belgien zustimmen. Das erfuhr das ARD-Magazin „FAKT“ aus Kreisen der Generalstaatsanwaltschaft. Der 39-jährige Adis A. wurde am 20. Juni in Bad Dürrenberg festgenommen. Er soll laut bosnischen Medien Kopf eines Waffenschmugglerrings gewesen sein. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hatte bestätigt, dass Ermittler die DNA von Adis A. an einer der Tatwaffen der Terrorschläge von Paris im Jahr 2015 gefunden hatten. Wie die Lebenspartnerin von Adis A. dem ARD-Magazin erklärte, war er nach Bad Dürrenberg geflüchtet, um sich der Strafverfolgung in Bosnien zu entziehen. Bosnische Ermittler hätten ihn wegen des Verdachts auf Drogenhandel gesucht. Ein Freund und angeblicher Mithäftling von Adis A. sagte „FAKT“, dass der 39-Jährige bereits wegen eines Drogendelikts in bosnischer Haft gewesen sei. Dresdner Waffenfund deutlich umfangreicher als bislang bekannt Auf die Spur zu Adis A. ist die Staatsanwaltschaft durch einen Waffenfund vor dem Dresdner Hauptbahnhof im Februar gekommen. Dieser ist deutlich umfangreicher als bisher bekannt. Nach „FAKT“-Informationen sind damals in einem Pkw etwa 100 Handgranaten gefunden worden. Ermittler der Bundespolizei hatten in dem Auto außerdem vier Sturmgewehre Typ AK47 und acht Handfeuerwaffen entdeckt. Bisher war von lediglich 18 gefundenen Handgranaten die Rede. Bei den festgenommenen Pkw-Insassen handelt es sich nach „FAKT“-Informationen um zwei Bosnier aus dem Großraum Tuzla im Alter von 17 und 28 Jahren. Ermittler werteten nach der Festnahme der beiden Bosnier deren Kommunikationsdaten aus, die sie letztlich zu Adis A. führten.

e-Devlet
Türkei: Neues System e-Rapor ermöglicht Onlineregistrierung Neugeborener

Ankara (nex) – Alle Identitätsdokumente von Neugeborenen in der Türkei kommen demnächst direkt per Post nach Hause. Dank des vom türkischen Gesundheitsministerium entwickelten Internetsystems „e-Rapor“, können nun auch Geburtenanzeigen von Neugeborenen von den Krankenhäusern nach der Geburt direkt elektronisch übertragen werden. Geburtenanzeigen, die die Bürger bisher in Standesämtern persönlich vornehmen mussten, werden die Eltern in der nahen Zukunft nicht mehr vor Ort erledigen müssen Die Identitätsdokumente aller Neugeborenen werden dann an die Adresse der Eltern geschickt. Nach dem „e-Nabız“ System, bei dem alle Bürger auf ihre eigenen Gesundheitsakten zugreifen und diese selbst verwalten können, kommt das „e-Rapor“ System dazu. Mit dem vom Ministerium entwickelten System ist es bald möglich, alle Dokumente, von der Musterung beim Militär über den Schwerbehindertenstatusbericht bis hin zu Führerscheindokumenten und der Geburtenanzeige, in das elektronische System zu übertragen. Laut dem stellvertretenden Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Şuayip Birinci, ist es dann mit dem „e-Rapor“ System möglich, die verschiedenen Dokumente, die in Gesundheitseinrichtungen erstellt wurden, mit den ihnen verbundenen Institutionen und Organisationen zu teilen und diese Dokumente der Bürger sind dann ebenfalls jederzeit über das „e-Devlet“ Tor zu erreichen, berichtet NTV Türkei. Das Pilotprojekt wurde bereits in Ankara gestartet. Das Internetsystem besteht aus den Systemen e-Doğum (für Geburten), e-Yoklama (für das Finanzamt), e-Sürücü (für Führerscheine), e-Engelli (für Behinderte), e-Sporcu (für Sportler) und e-Asker (für Soldaten) wo die Dokumente gespeichert werden, informierte Şuayip Birinci und fügte hinzu: „Die vom Krankenhaus abgesandten Geburtenanzeigen werden im Datensystem des Standesamtes angezeigt. Nach der Geburt ist eine Eigeninitiative der Eltern nicht nötig, alle Identitätsdokumente werden in kurzer Zeit nach Hause versendet. Barrieren für Behinderte werden damit abgebaut. Zunächst wurde von uns auch die Musterung beim Militär gestartet. Der Soldat geht zum Hausarzt und kann dort alle Behandlungen durchführen lassen.“

Wirtschaft
Türkei: Exporte brechen Allzeitrekord

Ankara – Mit 88,2 Milliarden Dollar erreichten die Exporte der Türkei in der ersten Jahreshälfte 2019 den höchsten Wert ihrer Geschichte, sagte die türkische Handelsministerin am Dienstag. „Trotz der Abwärtsrevision in der Weltwirtschaft, insbesondere bei den Wachstumsaussichten des wichtigsten Exportmarktes Eurozone, stiegen die türkischen Exporte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2,18 Prozent auf 88,2 Milliarden Dollar und erreichten somit einen Rekord in der Geschichte der Türkischen Republik“, sagte Ruhsar Pekcan in einer Erklärung.  Die türkischen Importe sanken laut den Daten des Handelsministeriums um 20,3 Prozent auf Jahresbasis und erreichten im Zeitraum Januar-Juni 102,2 Milliarden Dollar. Das Außenhandelsdefizit der Türkei habe sich in der ersten Jahreshälfte auf 13,96 Milliarden Dollar verringert und das Außenhandelsvolumen des Landes sei von Januar bis Juni um 11,3 Prozent auf 190,4 Milliarden Dollar gesunken. „Die Deckungsquote der Exporte zu den Importen erreichte im Zeitraum Januar-Juni 86,3%, gegenüber 67,3% im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, betonte sie. Ruhsar erwähnte das langsame Wachstum der Weltwirtschaft, Handelskriege, protektionistische Tendenzen und ein möglicher Brexit ohne Abkommen: „Trotz all dieser Herausforderungen erwarten wir, dass die Türkei ihre positive Entwicklung der Exporte auch 2019 fortsetzen wird.“ (nex/aa)

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– Türkei – Nach Treffen mit Erdogan: VW entscheidet sich für Türkei

Der Volkswagenkonzern wird in der Türkei ein neues Produktionswerk errichten. Der Konzern will dafür zwei Mrd. Euro investieren. Die Provinzen Balikesir, Kocaeli, Sakarya und Izmir kämpfen um die lukrative Investition.

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G20-Treffen
Donald Trump zum S-400-Kauf: Die Türkei trägt keine Schuld

Osaka (nex) – Wie der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan mitteilte, erklärte ihm gegenüber sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, dass die Türkei bezüglich ihrer Entscheidung, S-400-Luftabwehrsysteme aus Russland zu kaufen, keine Sanktionen befürchten müsse. Dies widerspricht allerdings bisherigen Verlautbarungen aus Washington. Nach denen würde die USA gegen die Türkei eine Reihe wirtschaftlicher Sanktionen verhängen, sollte der Kauf der S-400-Systeme durchgeführt werden. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump sagte am Samstag beim G20-Treffen in Osaka, dass er bei allen Angelegenheiten die USA stets an erster Stelle setze, er die unfairen Behandlung der Türkei gegenüber allerdings nicht ignorieren könne. Der S-400-Deal sei zwar „ein Problem für die USA“, die Türkei trage jedoch keine Schuld, da ihr während der Obama-Regierung der Kauf der US-amerikanischen Patriot-Systeme untersagt worden sei.  “Die Obama-Regierung sagte, nein, nein, nein zur Türkei, als diese Patriotraketen kaufen wollten, sie [die Türkei] kauften deshalb die S-400“, sagte Trump und nannte die Zurückweisung der Obama-Regierung und das Versäumnis, das Patriot-Abwehrsystem an die Türkei zu verkaufen, ein “Chaos“. Trump beschuldigte die Obama-Regierung für die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Ländern und betonte, es sei nicht die Schuld der Türkei oder des türkischen Präsidenten. „Also ging er zu den Russen und kaufte die S-400. Er bezahlte viel Geld dafür. Dann sagten sie ‚Hör zu, wir wollen nicht, dass du dieses System benutzt, denn es ist nicht das NATO-System‘, usw usw – ihr kennt die Gründe“, sagte Trump. „Erdogan ist ein harter Kerl, aber ich komme mit ihm gut klar“, sagte Trump. Die Türkei habe eine „große Armee“ und Türken seien „großartige Kämpfer“, so Trump. Trump dankte dem türkischen Präsidenten auch für die Freilassung des amerikanischen Pastors Andrew Brunson, der in der Türkei wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem Staatsstreich gegen die türkische Regierung 2016 inhaftiert war. Er wurde im Oktober vergangenen Jahres freigelassen, ein Schritt, der von der US-Regierung begrüßt wurde.

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– Washington – USA und Türkei möchten Handelsvolumen auf 75 Milliarden Dollar steigern

Die USA und die Türkei planen, das derzeitige Handelsvolumen von etwas mehr als 20 Milliarden Dollar, um mehr als das Dreifache auf 75 Milliarden Dollar zu steigern, sagte die türkische Handelsministerin am Dienstag.

USA und Türkei möchten Handelsvolumen auf 75 Milliarden Dollar steigern
       

Gesundheitspolitik
Bayerische Landesärztekammer für Tabak-Werbeverbot

„Der Streit um ein Werbeverbot für Tabak ist ein besonders beschämendes Politikbeispiel“, meldet sich Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), in der aktuellen Debatte um ein Tabakwerbeverbot in Deutschland zu Wort. Quitterer unterstreicht damit die Forderung der Ärzteschaft – auch von Deutschen und Bayerischen Ärztetagen wiederholt ausgesprochen – nach einem vollständigen Verbot der Tabakwerbung. Dies müsse auch elektronische Zigaretten mit einschließen. Umfragen nach sprechen sich 69 Prozent der Befragten für ein vollständiges Verbot der Tabakwerbung aus. „Die Bundesregierung sollte diesem Wunsch der Bevölkerung endlich nachkommen. In Anbetracht von 120.000 Tabak-Toten jährlich ist ein solches Verbot längst überfällig“, betont Quitterer. Kein anderes EU-Land reguliere Tabakwerbung bislang so lax wie die Bundesrepublik. Nur in Deutschland dürfen Zigarettenkonzerne ihre gesundheitsgefährdenden Produkte noch auf Plakaten und Litfaßsäulen anpreisen. Ärztliche Prävention werde damit konterkariert.

Türkei
Nach Treffen mit Erdogan: VW entscheidet sich für Türkei

Der Volkswagenkonzern investiert in die Türkei; vier Regionen kämpfen um den Zuschlag Von Ahmet Cetinkaya, Istanbul Der Volkswagenkonzern wird in der Türkei ein neues Produktionswerk errichten. Der Konzern will dafür zwei Mrd. Euro investieren. Die Provinzen Balikesir, Kocaeli, Sakarya und Izmir kämpfen um die lukrative Investition. Nach einem Treffen zwischen dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und VW-Chef Herbert Diess sei die Entscheidung für den Standort Türkei gefallen, berichten türkische Medien. Zwischen den Provinzen Izmir, Sakarya, Kocaeli und Balikesir habe bereits ein Wettrennen um die Investition des weltweit größten Automobilherstellers begonnen. Der Präsident der Handelskammer in Sakarya, Akgün Altug, habe dem Konzern bereits ein Angebot unterbreitet. „Sakarya ist der beste Standort für eine Investition in dieser Größenordnung. Viele namhafte Weltunternehmen produzieren bereits in unserer Region. Wir beschäftigen uns schon seit Längerem mit diesem Thema und haben der Volkswagengruppe ein konkretes Angebot unterbreitet. In Karasu haben wir ein entsprechend großes Areal, welches als Standort für solch ein Projekt ideal wäre. Seit 1994 produziert Toyota ebenfalls in Sakarya. Wir besitzen nicht nur das technische Know how, sondern verfügen auch über das nötige Fachpersonal. Darüber hinaus hat Karasu einen eigenen Hafen. Um es kurz zu machen, auch wir sind noch im Rennen“ so Altug im Gespräch mit türkischen Medien. Ein Unternehmen aus Kocaeli produziert bereits Kurbelwellen für Volkswagen „Wie Sie wissen ist Kocaeli das Herz der türkischen Automobilindustrie. Der Autohersteller Hyundai produziert hier. Kocaeli besitzt sowohl die Logistik, als auch die nötige Know-how für solch ein Projekt. Volkswagen wünscht ein Grundstück, das ihm die öffentliche Hand zur Verfügung stellt. Leider haben wir in unserer Region kein Areal in dieser Größenordnung, das dem Staat gehört. Darüber hinaus sind unsere Fördermöglichkeiten begrenzt. Natürlich würden wir uns glücklich schätzen, wenn sich VW trotzdem für uns entscheiden würde. Viele renommierte Weltkonzerne produzieren in Kocaeli. Eine Firma hier fertigt zum Beispiel Kurbelwellen für den VW Konzern an. Zudem sind wir auch eine Hafenstadt“, sagte Zeytinoglu gegenüber türkischen Medien. Torbali in der Provinz Izmir Auch der Präsident der Handelskammer Torbali, eine Stadt nahe der westtürkischen Millionenmetropole Izmir, zeigt sich zuversichtlich:
„Wir haben das benötigte Areal, die nötige Erfahrung, die Infrastruktur, sowie das Personal und die Zulieferindustrie. Wir sind der ideale Partner. Torbali wird Europas Ersatzteilzentrum werden“, so Abdulvahap Olgun. Das in Torbali gelegene Opel Gelände sei seit 18 Jahren unbenutzt. Nachdem Opel von der PSA Gruppe übernommen wurde, sei Bewegung in die Sache gekommen.
„Das Areal wird zum Ersatzteilzentrum für Europa aufgebaut. Diese Information werden wir den Verantwortlichen von VW übermitteln. Das Gebiet in Torbali wurde 18 Jahre nicht genutzt. Nachdem die PSA Gruppe Opel übernommenen hatte, haben wir den Kontakt zu PSA gesucht und Möglichkeiten für das Areal aufgezeigt. Unsere Vorschläge haben bei PSA Anklang gefunden. Das hat uns sehr erfreut, so Olgun weiter. Saudi Arabien weiterer möglicher Standort In deutschen Medien wird bisher allerdings noch nicht von einer endgültigen Entscheidung des Konzerns berichtet. Auch VW selbst hat sich hierzu noch nicht geäußert. Man sei weiterhin in einem ergebnisoffenen Auswahlprozess, schreibt die VW-Pressestelle Nach einem Bericht der tagesschau buhlt nun auch das Königreich Saudi Arabien um den deutschen Autobauer. Saudi-Arabien bemühe sich seit 25 Jahren um ein Automobilwerk, und das Land könne jedes Angebot toppen, berichtet die tagesschau unter Berufung auf Lobbyisten-Kreise weiter. Das Königshaus habe angeboten jedes gebaute Auto mit mindestens 1000 US-Dollar über mehr als 10 Jahre zu fördern.

Der Staat würde dem Werk pro Jahr in fünfstelliger Höhe PKW abnehmen. Die Umsatzsteuer liege bei fünf Prozent. Land, Gebäude und die entsprechende Infrastruktur würden zur Verfügung gestellt werden. Aus- und Weiterbildung wolle man finanzieren, berichtet die tagesschau weiter. Allerdings ist die Qatar Holding mit fast 15 Prozent am Volkswagenwerk beteiligt, sodass man mit hoher Sicherheit davon ausgehen kann, dass diese sich gegen eine Investition in Saudi-Arabien aussprechen werden.

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– Velaro-Bestellung – Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land

Neuer Großauftrag für das deutsche Traditionsunternehmen Siemens: Die türkische Staatsbahn hat für 340 Millionen Euro (etwa 420 Millionen US-Dollar) zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro bestellt.

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"Sea Watch"
Kommentar: „Gesetze sind nichts wert, wenn Menschen sterben“

Mein Vater wurde vor über fünfzig Jahren angeworben, um in Deutschland zu arbeiten. Als Ende der 70er die Türkei kurz vor einem Bürgerkrieg stand, hat er uns nachgeholt. Sich etwas Besseres für sich und seine Familie wünschen. Das Normalste der Welt. Aus dem Grund arbeiten sogar zehntausende deutsche Ärzte und Pflegekräfte in der Schweiz, obwohl sie hier mit ihrem Beruf bestimmt nicht hungern müssten. Wie soll es dann einem gehen, der in seinem Land nur Hunger und Krieg kennt? Der keine Perspektive hat und nur ein kleines Stückchen vom Glück sucht? Niemand nimmt die Strapazen, die Gefahren und den Tod in Kauf, wenn er nicht verzweifelt ist. Dass man nicht allen helfen kann, ist klar. Dass nicht Millionen Menschen kommen können und das, was man sich in Jahrzehnten aufgebaut hat, gefährden und vielleicht sogar belasten, kann ich auch verstehen. Aber Menschen ertrinken lassen? Und die Retter, die sie vor dem Ertrinken bewahren, einsperren? Gesetze sind nichts wert, wenn Menschen sterben. Eine Wertegemeinschaft wie die EU ist nichts wert, wenn sie allein nur zuschaut, wie sie ertrinken. Abkommen, sie in ein Land zurückzubringen, von dem wir dachten, wenn wir nur genug Bomben drauf werfen, sind sie frei und demokratisch, wo sie gefoltert und ermordet werden? Wertlos. Eine einfache Lösung ist nicht in Sicht. Am Ende geht es nur darum, wie menschlich wir bleiben. Sahin Karanlik

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– USA – Trumps Flüchtlingspolitik fordert immer mehr Opfer

Das ergreifende Bild eines toten Vaters und seiner kleinen Tochter aus El Salvador erschüttert die Welt. Beide Körper, die mit dem Gesicht nach unten leblos am Ufer des Rio Grande an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko lagen, erinnerten in grausamer Weise an vergangene Versäumnisse der Politiker bei der weltweiten Problematik zum Thema Migration.

Trumps Flüchtlingspolitik fordert immer mehr Opfer

Made in Turkey
Türkischer Mehrzweckhubschrauber „Gökbey“ absolviert erfolgreich Testflug

Ankara (nex) – Der in der Türkei entwickelte Mehrzweckhubschrauber „Gökbey“ absolvierte am Samstag erfolgreich seinen 45-minütigen Testflug. Beim gestrigen Test handelte es sich um den zweiten Prototyp der T625. Bereits im September vergangenen Jahres gab es einen kürzeren Testflug mit dem ersten Prototyp des türkischen Hubschraubers. Der T625 ist ein zweimotoriger 6-Tonnen-Hubschrauber der neuen Generation, der nach Angaben der Turkish Aircraft Industries Corporation (TAI) als Reaktion auf eine wachsende Marktnachfrage entwickelt wurde.

Der Mehrzweckhubschrauber hat eine Spannweite von 15, 87 Meter, 2 Motoren und 5 Blätter am Hauptrotor. Der Durchmesser des Hauptrotors beträgt 13,2 Meter.

Die Treibstoffkapazität beträgt 1020 Kilogramm und das Fahrwerk ist einziehbar. Das Cockpit des sechs Tonnen schweren Mehrzweckhubschraubers sei mit modernster Avionik ausgestattet.

Der T625 wurde hauptsächlich für den militärischen Einsatz gebaut, kann aber auch als Luftambulanz, bei Offshore-Einsätzen, Such- und Rettungsaktionen verwendet werden.

Türkische Verteidigungsindustrie „Wir haben die Türkei im Verteidigungssektor erfolgreich zu einem Wachstum angeregt“, sagte Erdogan auf dem Gipfel der türkischen Verteidigungsindustrie in der Hauptstadt Ankara im Dezember vergangenen Jahres. Erdogan betonte, dass jetzt auch einheimische Kampfpanzer, die mit neuen Technologien entwickelt wurden, den türkischen Streitkräften zur Verfügung stehen würden. („Altay“: Erster türkischer Kampfpanzer geht in Serienproduktion)

Mit der Unterstützung der Regierung hat die türkische Verteidigungsindustrie eine Produktionskapazität von 5 Milliarden US-Dollar sowie eine Exportkapazität von 1,65 Milliarden US-Dollar erreicht (Stand 2017). Der Sektor wächst bereits seit Jahren mit den einheimischen, für die Streitkräfte entwickelten, Projekten.

„Die einheimischen Kasirga-, Bora- und Som-Raketen befinden sich nun in der Massenproduktion und unsere Arbeiten an neuen Modellen werden fortgesetzt“, fügte Erdogan hinzu. Auch einheimische Langstreckenraketen seien geplant und deren Testläufe bereits abgeschlossen, so der türkische Staatschef.