The third @Google case: @Google is fined €1,49bn for illegal practices in search advertising brokering to cement its dominant market position. They shouldn’t do that – it denied consumers choice, innovative products and fair prices.
— Margrethe Vestager (@vestager) March 20, 2019
Brüssel
EU verhängt Milliarden-Strafe gegen Google
Brüssel (nex) – Wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei Online-Werbung, hat die EU eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro gegen den US-Internetkonzern Google verhängt.
Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, habe Google durch restriktive Klauseln in Verträgen mit Webseiten von Dritten verhindert, dass Konkurrenten Werbeanzeigen auf diesen Seiten platzieren konnten.
Die EU-Kommission hatte das Verfahren bereits im Jahr 2016 gestartet und untersuchte, ob der Internetriese die Kunden seiner Werbeplattform AdSense daran hinderte, auch Werbung der Konkurrenz anzuzeigen.
Google AdSense ist ein Online-Dienst, der Werbung auf fremden Seiten platziert. Nun teilte die Kommission mit, dass andere Anbieter unerlaubterweise behindert worden seien.
Acipayam
Fast 20 Jahre nach Gölcük: Erdbeben erschüttert Westen der Türkei
Denizli (nex) – Am Mittwochmorgen erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,6 den Südwesten der Türkei. Den Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde AFAD zufolge, lag das Epizentrum bei Acipayam in der Provinz Denizli.
Laut der Nachrichtenagentur Anadolu habe es mehrere kleine Folgeerschütterungen gegeben, jedoch keine Opfer oder größeren Schäden.
Nach Angaben des Seismologischen Zentrum Europa-Mittelmeer erreichte das Beben eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala.
Das Erdbeben von Gölcük
Es war eine der verheerendsten Erdbeeben des vergangenen Jahrhunderts: Vor fast zwanzig Jahren erschüttern schwere Erdstöße den Nordwesten der Türkei. Über 18.000 Menschen starben beim Erdbeben rund um die türkische Stadt Gölcük. Das Beben ereignete sich am 17. August 1999 um 03:02 Uhr Ortszeit und erreichte 7,6 auf der Momenten-Magnituden-Skala.
https://twitter.com/m_mustafa_onuk/status/1108275963383738368
Autoindustrie
EU-Parlamentarier Gieseke warnt VW vor einseitiger Elektro-Strategie
CDU-Abgeordneter sieht kleine Standorte wie Osnabrück und Emden in Gefahr
Osnabrück – Der niedersächsische CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke hat den Autobauer VW vor einer einseitigen Konzentration auf Elektroautos gewarnt und fürchtet einen massiven Stellenabbau in den VW-Werken Osnabrück und Emden.
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Gieseke: „Ich halte die Entscheidung, nur noch auf E-Mobilität zu setzen, für sehr bedenklich. Die These der Alternativlosigkeit ist falsch, man muss die Zukunft des Autos technologieneutral angehen und diversifizieren.“ Seiner Ansicht nach wird es in Zukunft einen Mix an Antriebsarten geben – zumal bei Elektroautos das Problem der Batteriezellen-Produktion und der flächendeckenden Auflade-Stationen ungelöst sei.
Bei einer zu einseitigen Festlegung auf E-Antriebe fürchtet Gieseke einen noch stärkeren Stellenabbau: „Die reine Konzentration auf E-Mobilität wird signifikante Auswirkungen auf die Beschäftigung haben.“ Studien zeigten schon jetzt, dass durch den Umstieg 75.000 Jobs deutschlandweit verloren gehen könnten: „Wenn wir uns zu einseitig auf E-Mobilität ausrichten, könnten diese Zahlen noch höher sein“, warnte Gieseke. VW hatte in der vergangenen Woche angekündigt, 7000 Stellen abzubauen, Ford 5000 Stellen.
Der CDU-Politiker sorgt sich insbesondere um die kleinen VW-Werke: „Wenn ich von einer Motorenfabrik auf Elektro-Antriebe wechsle, dann geht jeder zweite Job verloren und das ist eine bittere Nachricht für die VW-Beschäftigten.“ Bei einem großen Konzern wie VW laufe das Geschäft nur über den Mengenabsatz: „Und da haben kleine Standorte wie Osnabrück oder Emden es überproportional schwer.“
Volkswagen-Chef Herbert Diess hatte jüngst erklärt, es gebe keine Alternative mehr zum Elektroauto und gesagt: „Wir müssen uns fokussieren. Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole.“
Flüchtlingspolitik
SPD-Fraktion weist Kritik der Länder an Kürzung der Flüchtlingsausgaben zurück
Düsseldorf – Im Streit zwischen Bund und Ländern um die Ausgaben für Flüchtlinge hat der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Kahrs, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) den Rücken gestärkt.
„Acht Milliarden Euro sind eingeplant bis zum Jahr 2021, um Ländern und Kommunen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen zu helfen“, sagte Kahrs der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Schon im laufenden Jahr 2019 würden es 4,6 Milliarden Euro sein.
„Wenn man sich an das hält, was man versprochen hat, ist das nicht kritikwürdig, sondern richtig“, betonte Kahrs, der auch darauf verwies, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Koalitionsvertrag mitverhandelt habe. Zuvor hatten mehrere Ministerpräsidenten die Pläne von Olaf Scholz kritisiert, die Ausgaben für Flüchtlinge im Bundeshaushalt zu kürzen.
Köln
Ford zahlt Mindestabfindung von 30.000 Euro
Köln – Ford will den Abbau von 5000 Stellen durch Abfindungen vorantreiben, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ziel ist, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.
Wie aus einem internen Ford-Papier hervorgeht, das der Zeitung vorliegt, sollen jedem Beschäftigten, der das Unternehmen freiwillig verlässt, mindestens 30.000 Euro Abfindung gezahlt werden.
Die Regelungen sind nach Alter gestaffelt. Laut dem Papier wird jedem, der nach dem 1. März 2006 bei Ford angefangen hat, oder bei denen, die schon vorher bei Ford waren und nicht älter als 49 Jahre sind, ein Sockelbetrag von 30 000 Euro angeboten. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit bei Ford um ein Monatsgehalt. Mindestens gibt es fünf, maximal 18 Monatsgehälter auf den Sockel.
Langjährige Mitarbeiter können so auf eine sechsstellige Abfindung kommen. Für Mitarbeiter, die älter als 50 Jahre sind, gibt es gestaffelte Zuschläge, abhängig vom Alter. Die Angebote gelten nur für unbefristet Beschäftigte. Mitarbeitern über 55 Jahre werden 55 Prozent des Brutto-Lohns bis zum Alter von 63 Jahren angeboten.
Ford beteuert laut dem Papier: „Die Abfindungssumme ist nicht individuell verhandelbar.“ Und: „Die Konditionen werden sich im Laufe der Zeit nicht verbessern.“ Ein Sprecher von Ford betonte, dass der Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestaltet werden soll, wollte die konkreten Zahlen aber nicht weiter kommentieren.
Mesut Özil Hochzeit
Mustafa Yeneroglu will Steinmeier und Erdogan als Trauzeugen für Özil gewinnen
Köln – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollte gemeinsam mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan als Trauzeuge an der Hochzeit des türkischstämmigen deutschen Fußballers Mesut Özil teilnehmen.
Das schlägt der türkische AKP-Politiker Mustafa Yeneroglu vor. „Ich fände es schön, wenn sowohl der türkische als auch der deutsche Präsident Seite an Seite als Trauzeugen die deutsch-türkische Verbundenheit mitbezeugen würden“, sagte Yeneroglu dem „Tagesspiegel“
Wie türkische Medien berichten, soll der Ex-Fußballnationalspieler den türkischen Präsidenten zu seiner Hochzeit im Sommer eingeladen haben. Angaben des türkischen Präsidialamts zufolge trafen sich Özil und dessen Verlobte am Freitag mit Erdogan. Özil soll bei dem Treffen Erdogan auch gebeten haben, sein Trauzeuge zu werden.
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Um nach ihrem in Deutschland scharf kritisierten Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan „Missverständnisse aus dem Weg zu räumen“, besuchten die deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan am Samstag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
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Diskriminierungsvorwürfe
Türkisch-Verbot: BMW widerspricht Meldungen
München (nex) – Wie Medien unter Bezugnahme auf eine Meldung der „Bild-Zeitung berichteten, soll ein BMW-Vorarbeiter türkischen Mitarbeitern verboten haben, auf der Arbeit Türkisch zu sprechen.
BMW widerspricht jedoch den Vorwürfen und sagt, dass es nur eine auf Arbeitsthemen bezogene „Bitte“ gegeben habe.
BMW-Unternehmenssprecher Jochen Frey bestätigt, dass es einen Hinweis auf ein solches Verhalten gegeben haben soll. „Wir haben das gründlich und umgehend überprüft und mit mehreren Mitarbeitern aus dem Umfeld gesprochen“, so Freygegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Bei BMW arbeiteten Menschen aus mehr als 120 Nationen zusammen. „Wir tolerieren keinerlei Diskriminierung“, betont Frey.
„Den Mitarbeitern der BMW Group wird in keiner Weise vorgeschrieben, in welcher Sprache sie private Unterhaltungen führen sollen. In einer Arbeitsbesprechung wurde lediglich darum gebeten, dann Deutsch zu sprechen, wenn verschiedene Nationalitäten beisammen sind und es sich um Arbeitsthemen handelt, da nur so sichergestellt werden kann, dass alle Mitarbeiter aller Nationalitäten auch auf dem gleichen Stand sind“, zitiert die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post Frey.
Kultur
München: 30 Jahre Türkische Filmtage
Von Helene Milde
30 Jahre Türkische Filmtage in München. Auch dieses Jahr dürfen sich die Freunde türkischer Filme wieder auf ein breites und spannendes Film- und Begleitprogramm freuen.
Vom 21.03. bis 31.03.2019 laden die 30. Türkischen Filmtage zu einer Reise in die verschiedenen Regionen der Türkei ein. 12 Spielfilme, 5 Dokumentarfilme, 8 Kurzfilme und 1 Film für Kinder werden dem Publikum präsentiert.
Türkische und deutsche filmbegeisterte Münchner gründeten vor 30 Jahren den Verein „SinemaTürk Filmzentrum“. Seitdem ist dieses Filmfestival ein wichtiger Bestandteil und eine große Bereicherung der Münchner Kulturszene. Diese Tage dienen damit auch der Verständigung beider Kulturen.
Auf dem Programm der Filmtage werden Filme gezeigt, die politisch unabhängig sind und sich nicht am Mainstream orientieren. Es sind die gesellschaftlichen Konflikte, die die Filme beherrschen. Margit Lindner, die Vereinsvorsitzende von “Sinema Türk Filmzentrum” wird dazu im br.de radio so zitiert: „Das wird durch Geschichten erzählt und ich glaube, dass man da schon auch spürt, diese Auseinandersetzung, diese Fragestellung: Was passiert bei uns in der Gesellschaft? Wie entwickeln wir uns? Was wollen wir? Was will der Einzelne in dieser Gesellschaft? Was für Möglichkeiten hat der Einzelne? Auszubrechen beispielsweise aus Strukturen, andere Wege zu gehen.“
Mit dem Film ”Son Çıkış (Siren’s Call)”, von Ramin Martin, werden die Filmfestspiele am Donnerstag eröffnet. Dabei handelt es sich um eine gesellschaftskritische Komödie, in der ein überarbeiteter Architekt versucht, dem Istanbuler Großstadttrubel zu entkommen und sich dabei durch seine eigenen Bauprojekte kämpfen muss.
Wie jedes Jahr werden auch bei den 30. Filmfestspielen wieder zahlreiche Regisseurinnen und Regisseure sowie Schauspielerinnen und Schauspieler eingeladen sein. Sie werden nach den Vorführungen mit dem Publikum zusammen die Filme diskutieren.
Supersport-WM
„Mag Politik nicht“: Kenan Sofuoglu plant Comeback
Ankara (nex) – Der türkische Pilot ist der erfolgreichste Fahrer seit der Gründung der Supersport-WM 1999. Kenan Sofuoglu wurde fünf Mal Weltmeister und gewann 43 Rennen. Zudem stand er 85 Mal auf dem Podest und 34 Mal auf Pole-Position.
Im Mai 2018, nach der Teilnahme an den Qualifikationsrunden der 5. Supersport-Weltmeisterschaft in der italienischen Stadt Imola, gab Sofuoglu das Ende seiner aktiven Sportkarriere bekannt. Daraufhin trat er der von dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten Partei AKP bei. Seit den Wahlen im Juni vergangenen Jahres sitzt Sofuoglu nun als Abgeordneter im türkischen Parlament. Sehr glücklich scheint er mit seiner Entscheidung allerdings nicht geworden zu sein.
„Körperlich bin ich in einem Zustand, dass ich nach wie vor gute Leistungen im Rennsport bringen kann. Ich habe den Rennsport zu schnell aufgegeben und fand mich anschließend in der Politik wieder. Jeder erzählte mir damals, dass ich die Politik nach einigen Monaten mögen würde, aber ich mag sie bis heute nicht – nach fast einem Jahr. Mein Leben hat sich durch die Politik sehr verändert, ich bin sehr eingespannt“, so der Rekordweltmeister gegenüber dem Motorsportportal Speedweek.
Sofuoglu habe bereits mit Manuel Puccetti [Kawasaki-Teamchef, Anm d. Red] über einen Wiedereinstieg gesprochen, berichtet „Speedweek weiter. „Imola ist das Heimrennen von Puccetti Kawasaki, dort sind viele Fans und Sponsoren des Teams und ich mag die Strecke sehr. Ich möchte im Design von Topraks Motorrad antreten“, so Sofuoglu.
Zwar sei er offiziell zurückgetreten, bräuchte jedoch „Ziele in seinem Leben“.
„Momentan habe ich keine. Ich brauche einen Antrieb, um meinen Körper fit zu halten und motiviert zu bleiben. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich ohne ein Ziel. Ich erledige meinen Job in der Politik, kann aber nicht sagen, dass ich ihn genieße“, zitiert Speedweek den 34-jährigen Türken weiter.
Sofuoglu glaube nicht, dass Erdogan etwas dagegen habe.
„Ich glaube nicht, dass sich mein Präsident darüber beschwert, das hoffe ich zumindest. Dann könnte ich ihm immerhin sagen, dass ich im Design der Türkischen Föderation fahren möchte“, so Sofuoglu der Speedweek.
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Islam in Deutschland
Unionsfraktionsvize Linnemann fordert Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren
Düsseldorf – Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, will bundesweit ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren durchsetzen.
„Bundespolitisch müssen wir regeln, dass ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren eingeführt wird“, sagte Linnemann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Mädchen sollten genauso frei und unbeschwert wie Jungen aufwachsen dürfen, forderte Linnemann, der auch Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung ist.
Dazu sei er mit den Innenpolitikern in seiner Fraktion bereits im Gespräch. Bei kleinen Kindern will Linnemann stärker auf die Sprachentwicklung achten lassen und aus nicht bestandenen Sprachtests im Kindergarten Konsequenzen ziehen:
„Ich bin dafür, eine Vorschulpflicht für Kinder einzuführen, die bei Sprachstandserhebungen im Alter von vier Jahren nicht altersgemäß abschneiden. Natürlich für alle Kinder – egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.“
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