Werbung
Glücksspielstaatsvertrag: Sind Online Casinos mittlerweile legal?

0
WERBUNG Die Verwirrung um die rechtliche Situation von Online Casinos in Deutschland ist groß. Ist das Spielen legal und wenn nicht, warum gibt es dann trotzdem so viele Anbieter im Netz, die auch noch regelmäßig Werbeblöcke im Fernsehen schalten? Geregelt ist das Verbot der Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel in dem am 1. Juli 2012 in Kraft getretenen Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Diesem haben sich mit einer Ausnahme alle Bundesländer unterworfen. Glücksspielstaatsvertrag als Grundlage für das Glücksspiel
Auf rechtlicher Ebene regelt der Glücksspielstaatsvertrag, dass die Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel in Online Casinos illegal ist. (Symbolfoto: pixa)
Zocken im Netz ist populär, doch unter den Spielern herrscht permanent eine große Ungewissheit. Ist das Ganze legal und wenn nicht, was passiert mit etwaigen Gewinnen? Die besten Online Casinos sind heutzutage für Glücksspieler leicht auf Seiten wie bestencasinos.info zu finden. Fein säuberlich werden hier sämtliche populäre Anbieter inklusive ihrer besonderen Angebote, ihrer Boni und ihres Spielangebots aufgelistet. Wissen sollten Glücksspieler auf rechtlicher Ebene, dass die Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel im Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag geregelt ist. Dieser ist am 1. Juli 2012 in Kraft getreten und reguliert in Sachen Glücksspiel unter anderem folgende Spiele: Bundesländer könnten bald wieder eigene Lizenzen vergeben
Die Bruttospielerträge im Online-Poker in Deutschland sind von 2013 bis 2017 immer weiter gesunken. Statistikquelle: Gemeinsame Geschäftsstelle Glücksspiel, Statista
Nicht nur für die Regierungsparteien der Länder ist die rechtliche Situation unbefriedigend, sondern auch für die Spieler. Dies äußerte sich über die Jahre hinweg in sinkenden Bruttospielerträgen bei Online-Casino-Spielen. So ging der Bruttospielertrag im Online-Poker gemäß obiger Grafik von 2013 bis 2017 kontinuierlich zurück. Er lag 2013 noch bei 192,1 Millionen Euro, zwei Jahre später bei 123 Millionen Euro und 2017 waren es nur noch 118 Millionen Euro. Wie sich die rechtliche Lage weiter entwickeln wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss. Die Frist für eine potenzielle Einigung der Länder läuft Ende 2019 aus und es gibt auch schon Bundesländer, die eine eigenständige Lizenzvergabe forcieren:
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rhein-Pfalz
Die Frist geht aus dem in Hessen abgeschlossenen Koalitionsvertrag hervor, welcher eine umfassende Neuregelung für das Glücksspiel vorsieht. Wird die Frist versäumt, werden sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz voraussichtlich dem Wege Hessens anschließen. Dann dürften jede Menge Onlinelizenzen – selbst solche, deren Antrag schon lange zurück liegt – direkt ausgestellt werden.  

Syrien
USA und Türkei planen PKK-freie Sicherheitszone entlang der Grenze

0
Washington (nex) – Washington arbeitet mit der Türkei an einer PKK/YPG-freien Sicherheitszone entlang der türkischen Grenze, sagte der US-Sonderbeauftragte für Syrien am Montag. „Wir suchen nach einer Lösung, die den Bedürfnissen aller gerecht wird“, sagte James Jeffrey, der auch als Sonderbeauftragter für die Anti-IS-Koalition dient, auf einer Pressekonferenz im US-Außenministerium. „Wir arbeiten mit der Türkei zusammen, um eine Sicherheitszone entlang der türkischen Grenze zu schaffen, in der es keine YPG-Kräfte geben wird“, so Jeffrey. US-Präsident Trump habe dies dem türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bereits zugesichert. Letzten Monat verkündete das Pentagon, dass nach dem US-Abzug einige hundert Soldaten in Syrien bleiben würden, um entlang der türkisch-syrischen Grenze eine Schutzzone zu schaffen. Sean Robertson, ein Sprecher des Pentagons, sagte, dass die Truppen Teil einer multinationalen Streitmacht sein würden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow vertrat die Auffassung, dass die Schutzzone „auf der Grundlage des 1998 unterzeichneten Abkommens zwischen der Türkei und Syrien“, dem so genannten Adana-Abkommen, geschaffen werden könnte. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, verantwortlich. Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.

Zum Thema

– Kampf gegen den Terror – Türkei und Iran planen weitere gemeinsame Militäroperationen gegen die PKK

Rund 600 türkische und iranische Streitkräfte haben an der Ostgrenze der Türkei kürzlich eine gemeinsame Militäroperation gegen die PKK durchgeführt, sagte der Innenminister des Landes am Montag.

Türkei und Iran planen weitere gemeinsame Militäroperationen gegen die PKK
 

London
Kommentar: Harter Brexit immer noch denkbar?

Harter Brexit immer noch denkbar? Von Klaus Jurgens London (nex) – Der zaghafte erste Frühlingssonnenschein, den die britische Hauptstadt London gerade erlebt und die normalerweise damit verbundene Lebensfreude ist trügerisch, denn im Parlament werden wieder einmal, oder besser gesagt immer noch, die rhetorischen Messer gezückt. Von Harmonie und Einklang, egal ob mit der Natur oder mit den politischen Kontrahenten (und oftmals noch nicht einmal mit den eigenen Parteifreunden) ist wenig bis gar nichts zu spüren. Und draußen, vor den Toren des Westminster Palace, wo sich die nationale und internationale Medienwelt einfindet – mittlerweile in einem eigens dafür hergerichteten Zelt-Dorf – herrscht weiterhin Ratlosigkeit. Man kommentiert, man lädt hochrangige Gesprächspartner auf sein Podium ein, aber zumeist bekommt man als Antwort nur eine Repetition der allseits bekannten Optionen zu hören, anstelle eines soliden „ja, genau so wird es ausgehen“. Es weiß nämlich niemand mit Ausnahme vielleicht von Premierministerin Theresa May selber, was letztendlich passieren wird; nur falls sie es weiß, hat sie gelernt, perfekt Katz und Maus zu spielen. Sie war so oft in Brüssel, nur sie weiß, was hinter verschlossenen Türen besprochen wurde, falls doch noch alles aus dem Ruder laufen würde… und sie muss doch auch Insider-Freunde in London haben, die ihr genau sagen, wer was will… oder etwa nicht? Polarisierung schlägt hohe Wellen Unabhängig davon, wie man zum geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union steht, eines ist sicher: es wird Jahre, sehr viele Jahre dauern, bis sich die politische Landschaft im Vereinigten Königreich wieder normalisiert haben wird. Junge Menschen wenden sich von der Politik ab und immer mehr fortgeschrittene Generationen wollen mit dem B-Wort nichts mehr zu tun haben. Und diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die noch Interesse zeigen, gehen oftmals auf verbalem Frontalangriff. Zum Glück gab es bisher noch keine Ausschreitungen, aber man hört durchaus vermehrt verbale Entgleisungen und Benutzer der gängigen sozialen Medien glänzen ebenso nicht mit Netiquette. In diesem Zusammenhang wird auch dringlich vor einem No-Deal gewarnt, der unabhängig von der Wirtschaftsfrage die ohnehin tief gespaltene Gesellschaft weiter radikalisieren könnte. Und aus Nordirland hört man ohnehin meistens Kritik – harter Brexit hieße harte irische Grenze, und May’s Brexit mit Backstop hieße im schlimmsten Falle eine Art Abkopplung Nordirlands vom Vereinigen Königreich. Und wieder wird ausgezählt Diesen Mittwoch gibt es dann also einen neuerlichen Anlauf. Am späten Montagabend beschloss das britische Unterhaus in knapper Abstimmung (329 Stimmen dafür, 302 Stimmen dagegen), dass am 27. März das Parlament eingreift und eine Reihe von alternativen Vorschlägen berät und darüber befindet. Noch vorher hatte Theresa May die Abgeordneten daran erinnert, dass wie auch immer das Unterhaus am Mittwoch entscheidet, es nicht alleine neue Weichen stellen kann sondern nur die Hälfte des Spektrums darstelle – die EU müsse ja auch noch zustimmen. Und bindend sind die Vorschläge ohnehin nicht, aber vom Tisch wischen kann May sie so einfach auch nicht. Nur zur Erinnerung: May’s Minderheitsregierung wird von der nordirischen DUP gestützt, beide Parteien zusammen haben aber gerade nur einmal 327 Abgeordnete, eine auch an normalen Tagen hauchdünne Mehrheit im 650 Sitze starken Unterhaus. Von Tag 1 nach dem Referendum und den Wahlen im darauffolgenden Jahr wurde deutlich, dass eben diese 327 Stimmen nicht garantiert sind, Brexit also vom ersten Tag an auf eine breitere Koalition angewiesen ist.Nur, das hatte in der Regierungspartei bis zur letzten Minute anscheinend niemand wahrhaben wollen. Von den sieben alternativen „Modus operandi“, die am Mittwoch anstehen, stechen besonders der über ein 2. Referendum sowie der über einen No-Deal Brexit hervor. Dann gibt es Ideen für einen softeren Brexit mit engerer EU-Anbindung sowie den Vorschlag, gleich alles zu annullieren und den Brexit für immer zu streichen. Auch ein Norwegen-Modell und ein Kanada-Modell kommen wahrscheinlich mit auf die Tagesordnung. Fakt ist zur Zeit nur eines: die EU hat sich mit May darauf geeinigt, dass entweder diese Woche ihr Paket im dritten Anlauf die Hürde nimmt und der Brexit in geordneter Form am 22. Mai um 23.00 Uhr Ortszeit doch noch über die Bühne geht, oder, dass im Falle einer erneuten Ablehnung im Unterhaus, bis Freitag 12. April 23.00 Uhr Ortszeit, London der EU verbindliche neue Vorschläge unterbreiten muss. Letzteres würde mit Sicherheit eine erheblich längere Laufzeit bedeuten, inklusive der Teilnahme an den Europa-Wahlen im Mai dieses Jahres. May doch noch Brexit-Heldin? Hier in London hört man oftmals Kritik an der Premierministerin und dass ihre Tage gezählt seien. Manche gehen sogar soweit, dass sie, vom ersten Tag ihrer Amtszeit angefangen, den Brexit-Wagen an die Wand gefahren hätte. Aber sie ist ja trotzdem immer noch am Ruder! Und da melden sich so langsam all jene zu Wort, die vermuten, dass Frau May doch weitaus mehr politisches Kalkül besitze, als man ihr zutraut. Was wäre denn, falls am Mittwoch niemand eine Mehrheit, für welchen Vorschlag auch immer, bekommen würde, die Frist 12. April im Raume steht und einen harten Brexit eigentlich fast alle vermeiden wollen? Und an den Europawahlen will doch eigentlich – und trotz der immensen Gehälter – niemand so recht mehr teilnehmen. Würde dann am Freitag dem 29. März 2019 spätabends eventuell doch noch eine knappe Mehrheit für May’s EU-Austrittsabkommen gefunden werden? Hätte ihre Strategie – falls es denn eine war – den Brexit auszusitzen oder wie man hier so treffend sagt, ‚to run down the clock‘ doch funktioniert? Fragen über Fragen, Spekulationen über Spekulationen. Das einzig aufmunternde ist, dass diese kurze Analyse bestens in das weitere mediale Umfeld hier vor Ort passt. Egal ob CNN, die mittlerweile manchmal einen Großteil ihres gesamten Londoner Studios hierhin verlegt haben, so wie diesen Montag, oder ob das erste britische Fernsehen BBC, Politiker aller Couleur befragt, um auch nicht schlauer zu werden… alle Kommentatoren melden Vermutungen bis zu dem Moment, wo der Sprecher des Unterhauses, John Bercow, neue Abstimmungsresultate offiziell verkündet. Die Brexit-Saga geht in eine neue Runde, vielleicht in eine entscheidende. Aber auch das haben wir Journalisten schon viel zu oft vermeldet. Abwarten und Tee trinken scheint die beste Lösung, zumal schon wieder Regenwolken am Londoner Himmel aufkommen.

Kampf gegen den Terror
Türkei und Iran planen weitere gemeinsame Militäroperationen gegen die PKK

0
Ankara (nex/aa) – Rund 600 türkische und iranische Streitkräfte haben kürzlich an der Ostgrenze der Türkei eine gemeinsame Militäroperation gegen die PKK durchgeführt, sagte der Innenminister des Landes am Montag. „Wir haben in den Provinzen Igdir, Hakkari, Van und Agri in Koordination mit dem Iran die seit langer Zeit geplante Antiterroroperation abgeschlossen“, sagte Suleyman Soylu und fügte hinzu, dass die Operation zwischen dem 18. und 23. März durchgeführt wurde. Die beiden Seiten erklärten, dass sie entschlossen sind, solche gemeinsamen Anti-Terror-Maßnahmen fortzusetzen. Der stellvertretende türkische Innenminister Muhterem Ince und sein iranischer Amtskollege Hussein Zulfiqari erklärten letzte Woche, sie seien erfreut, eine Einigung über die Einleitung einer gleichzeitigen Operation gegen Terrorgruppen, die die Sicherheit beider Länder bedrohen, erzielt zu haben, sagte das türkische Innenministerium in einer Erklärung. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, verantwortlich. Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.  

“Alptug-Sözen-Station”
Alptug-Sözen-Station: Ehre für den Helden von Frankfurt

Von Helene Milde
Er war noch jung, als er bei einer Hilfsaktion sein Leben verlor. Nun soll eine Gedenktafel an sein heldenhaftes Verhalten erinnern. Die bisherige S-Bahn-Station “Ostendstraße” wird ab Juni einen Zusatz bekommen: “Alptug-Sözen-Station” wird ihr neuer Name sein.
Ehre wem Ehre gebührt
Alptug Sözen, ein 17-jähriger Schüler mit türkischen Wurzeln, ist im vergangenen November an dieser S-Bahn-Station gestorben. Er hat sein Leben verloren, als er einem anderen das Leben retten wollte.
Ein Obdachloser war in das Gleisbett gefallen, Alptug Sözen und ein Inder stiegen in das Gleisbett, um den Gestürzten zu bergen. Bei dieser Rettungsaktion wurden sie von der herannahenden Bahn erfasst, der Frankfurter Held verstarb noch am Unfallort.
Nach dem Tod des Schülers hatten Tausende Menschen in einer Online-Petition gefordert, dass diese S-Bahn-Station den Namen des verunglückten Helfers erhalten soll.
„Dem Anliegen eines würdigen und dauerhaften Gedenkens seines selbstlosen und ehrenvollen Handelns werden wir mit der nun gefundenen Lösung gerecht“, erklärte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).
Konkret sei geplant, in der großen Eingangshalle der Station eine Gedenktafel anzubringen. Ebenfalls soll die Station “Ostendstraße” erhält den Zusatz  “Alptug Sözen Station”.
Zudem sollen an verschiedenen Zugängen sowie am Unglücksort entsprechende Zusatzschilder, die an den jungen Schüler erinnern, angebracht werden. Die offizielle Einweihung der Gedenktafel ist für den Juni geplant.

Terror in Neuseeland
Österreich: „Identitäre Bewegung“ erhielt Spende vom Christchurch-Attentäter

0
Wien (nex) – Martin Sellner, Co-Chef der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, hat eine Spende vom Christchurch-Attentäter erhalten. Im Raum steht der Straftatbestand „Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung“.

Wie die Tagesschau weiter berichtet, bestätigte das österreichische Innenministerium eine Hausdurchsuchung bei Sellner. Eine mögliche Verbindung zwischen Sellner und dem Christchurch-Attentäter werde geprüft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Bacher.

Hintergrund sei eine Spende des Attentäters an die österreichischen Identitären in Höhe von 1500 Euro, die bei Ermittlungen in einer anderen Angelegenheit aufgefallen war, berichtet die Tagesschau weiter. Im Raum stehe der Straftatbestand „Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung“.

Am späten Montagabend habe Sellner ein 15-minütiges Video veröffentlicht, in dem er von einer Hausdurchsuchung bei sich und seinen Eltern berichtet. Die österreichische Polizei habe sämtliche Kommunikationsmittel wie Smartphones und Computer, aber auch EC-Karten beschlagnahmt. Gegen ihn laufe ein Ermittlungsverfahren.

Der Australier Brenton Tarrant und drei Neuseeländer verübten am Freitag Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen mindestens 50 Menschen getötet und fast 40 verletzt wurden. Unter den Opfern befinden sich auch Kinder. Bei drei der Verletzten handele es sich um türkische Staatsbürger. „Wir kommen nach Konstantinopel“ Bei einem vor dem Anschlag veröffentlichten Manifest ruft Tarrant dazu auf, Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bürgermeister von London, Sadiq Khan, zu töten.

Das Manifest hat einen Abschnitt mit dem Titel „für Türken“, in dem Tarrant droht, alle Türken zu töten, die auf der europäischen Seite der Türkei und anderswo in Europa leben. Östlich des Bosporus dürften Türken jedoch weiterhin friedlich leben, so Tarrant in seinem mittlerweile gelöschten Manifest.

„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so der Text weiter. Der Tod von Erdogan werde einen Keil zwischen den „türkischen Invasoren, die derzeit unsere Länder besetzen“ und dem ethnisch europäischen Volk treiben sowie gleichzeitig die „Macht der Türkei“, einem „Hauptfeind Russlands“, in der Region schwächen und die NATO destabilisieren, so das Manifest.

Brüssel
Urheberrechtsreform: EU stimmt für Uploadfilter

Brüssel – Das Europaparlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen zugestimmt. Auch der besonders kontrovers diskutierte Artikel, der Plattformen wie Youtube stärker in die Pflicht nimmt, fand eine Mehrheit unter den Abgeordneten. Das berichtet die Tagesschau. 274 Abgeordnete stimmten dagegen, 348 Abgeordnete stimmten für eine Reform. Die EU-Mitgliedsstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die Richtlinie umzusetzen. Vor allem der Artikel 13, der Plattformen wie Youtube dazu zwingt, größere Anstrengungen im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen zu unternehmen, rückte in den Fokus der Öffentlichkeit. Am vergangenen Wochenende demonstrierten in Deutschland mehr als 100.000 Menschen gegen Teile der Reform.        

Brüssel
EU-Parlament stimmt für Abschaffung der Zeitumstellung

Brüssel (nex) – Das EU-Parlament hat ein Ende der Zeitumstellung im Jahr 2021 befürwortet. Für die tatsächliche Abschaffung muss allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedsstaaten erzielt werden.

Psychische und physische Erkrankungen, Einschlafprobleme, Schlafstörungen: Aus medizinischer Sicht ist die Zeitumstellung offenbar eine derart starke Belastung für den Körper, dass sich ein Gros der Schlafmediziner gegen einen halbjährlichen Wechsel ausspricht, berichtet die Tagesschau.

„Es gibt keinen medizinischen Grund für eine Zeitumstellung“, zitiert Tagesschau Peter Young, Leiter der Schlafmedizin am Universitätsklinikum Münster und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Der Mini-Jetlag hätte erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Auch bei Menschen ohne Schlafprobleme dauere es bis zu drei Tage, bis sich der Körper von der Zeitumstellung erholt habe.

Die Fachgesellschaften in ganz Europa seien sich einig, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden müsste.

Türkei schaffte Zeitumstellung bereits 2016 ab Die Türkei schaffte die Zeitumstellung bereits im September 2016 ab. Seitdem gilt dort im ganzen Jahr die Sommerzeit.

Ziel sei eine bessere Nutzung des Tageslichts auch im Winter.

„Ab diesem Jahr wird es keine Sommer- und Winterzeit mehr geben. Das haben wir aufgehoben. Es wird keine Verwirrung mehr geben. Sowohl im Sommer als auch im Winter wird die Zeit gleich sein“, so der damalige Ministerpräsident Binali Yildirim.

Autonews
Elektromobilität – wird die Revolution kommen?

Ein Gastbeitrag von Ali Yandim Seit Jahren wird darüber diskutiert, wann und ob die Revolution der Elektromobilität (doch noch) kommen wird. Allen voran wurden die Dieselmotoren verteufelt, dazu hat der Abgasskandal einen großen Beitrag geleistet. Allerdings sollte man bei dieser Diskussion die CO2 Bilanz im Gesamten betrachten. Zum einen im Hinblick auf die während der Fahrt verursachten CO2 Werte, aber auch auf die Herstellung der Fahrzeuge. Das Herstellen und das Recyceln der Motoren/Batterien, sollte hier gegenübergestellt werden. Während größtenteils alle modernen Verbrennungsmotoren aus Aluminium hergestellt werden, welche problemlos recycelt werden können, sieht es bei den Batterien wesentlich problematischer aus. Reichweitenproblem: Laut des neuen Messverfahrens zur Bestimmung der Abgasemissionen und des Kraftstoff-/Stromverbrauchs (WLTP) schafft die neueste Generation Elektroautos eine beachtliche Reichweite von 400 Kilometern, dies ist der neuen Technologie der Feststoffbatterien zu verdanken. Allerdings entstehen da einige Probleme mit der Heizung im Winter, bei der Kühlung der Akkus auf Betriebstemperatur (hierbei ist eine Luftkühlung nicht ausreichend) und bei schnellen Fahrten auf der Autobahn mit dieser Reichweite. Neuesten Berichten zufolge soll ein chinesisch-deutsches Joint Venture eine neue Batterietechnik konzipiert haben, bei der die Luftkühlung ausreichend ist, wodurch ca. 200 Kilogramm an Gewicht eingespart werden können – nähere Informationen werden vom Hersteller vorerst nicht verraten. Fahrzeuge mit Dieselmotoren schaffen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von über 800 Kilometern. Während das Betanken mit konventionellen Kraftstoffen nur einige Minuten dauert, muss man sich beim Aufladen der Akkus von Elektroautos lange gedulden. Gibt es an der Tankstation keine Ladesäule mit Starkstromanschluss, so verlängert sich diese Zeit um ein vielfaches. Das macht Elektroautos für Langstrecken, im direkten Vergleich zu Verbrennungsmotoren, ungeeignet. Ein weiterer Nachteil der Elektromobilität ist, dass Arbeitsplätze massiv wegfallen werden: „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Arbeitsplätze, aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb beim Pkw, verloren gegangen sein“, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zwischenlösung – Elektrifizierung der Fahrzeuge? Schaeffler, ein namhafter Zulieferer der Automobilindustrie, geht für das Jahr 2030 von folgendem Szenario aus: 30 % aller neu produzierten Autos wären mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, 40 % mit einem Hybridantrieb und 30 % wären elektrisch angetrieben. Viele Hersteller steigen jetzt schon auf die 48V Technologie um, bei der das Fahrzeug eine zusätzliche, größere Batterie erhält und somit als ein Mild-Hybrid eingestuft wird. CO2 Einsparung ist hier das Ziel. Dem Video können weitere Informationen entnommen werden. Ein Elektroauto kaufen – Ja? Nein? Meiner Meinung nach sollte man den Sinn hinterfragen. Für kurze Strecken (überwiegend in den Innenstädten) ist ein Elektroauto sinnvoll, insbesondere, da die Lärm- und Abgasbelastung weitestgehend nicht vorhanden sind. Weitestgehend deshalb, weil neue Elektroautos einen „Sound“ von sich geben müssen, als Warnung für Menschen mit Sehbehinderung. In Innenstädten haben E-Autos, was das Parken angeht, einen Bonus. Für Vielfahrer, Außendienstler und Pendler, wird der Erwerb eines Elektroautos unvorteilhaft werden. Vielleicht wird die nahe Zukunft weitere Schlüsseltechnologien für die Speicherkapazität der Batterien mit sich bringen. Leider schaut es momentan eher nach einer Evolution als nach einer Revolution aus, was die Elektromobilität betrifft. In jedem Fall können wir uns in den nächsten Jahren auf viele technische Innovationen freuen.

Golan-Entscheidung
UN-Chef widerspricht Trump: Golan-Status hat sich nicht geändert

New York (nex) – Für den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, ist es „klar, dass sich der Status von Golan nicht geändert hat“, sagte der UN-Sprecher Stephane Dujarric am Montag, nachdem US-Präsident Donald Trump die Golanhöhen als israelisches Gebiet anerkannt hatte. „Die Politik der UNO zu den Golanhöhen spiegelt sich in den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates wider und diese Politik hat sich nicht geändert“, sagte Dujarric. Israel eroberte das strategische Land von Syrien im Nahostkrieg 1967. Trump hat die von Israel annektierten syrischen Golanhöhen am Montag formell als Staatsgebiet Israels anerkannt. Bei einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Washington, unterzeichnete Trump eine entsprechende Proklamation. Die Zeremonie fand im Weißen Haus statt. Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg besetzt und 1981 annektiert. International ist dies nicht anerkannt. Trump hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, die seit 1967 besetzten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen, er löste damit international Proteste aus.

Bundesaußenminister Heiko Maas lehnt eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion der Golanhöhen ab. Er erkenne die Sicherheitsinteressen Israels auf den annektierten Golanhöhen an, lehne jedoch eine völkerrechtliche Anerkennung dieser Annexion ab, so Maas in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

„Unsere völkerrechtliche Position und Haltung ändert sich nach dem Tweet von Trump nicht. Wir erkennen die Annexion, im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nicht an“, sagte Maas. Türkischer Außenminister: „Die USA haben das Völkerrecht wieder einmal ignoriert“ Auch der türkische Außenminister verurteilte am Montag Trumps Entscheidung. „Die USA haben das Völkerrecht wieder einmal ignoriert. Diese Entscheidung wird jedoch nie die israelische Besatzung legitimieren“, so Mevlüt Cavusoglu in einer Stellungnahme über den Kurznachrichtendienst Twitter. Im Gegenteil, diese Entscheidung werde die Spannungen in der Region weiter verschärfen, indem sie die Friedensbemühungen im Nahen Osten verhindere, sagte Cavusoglu.