Interpol-Fahndung
Polnische Polizei fahndet nach mutmaßlicher Drogen-Patin Magdalena Kralka

Warschau – Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat auf Antrag der polnischen Ermittlungsbehörden die mutmaßliche Drogen-Patin Magdalena Kralka zur Fahndung ausgeschrieben. Interpol gab eine „Rote Notiz“ an ihre 194 Mitgliedsländer heraus, Die 30-jährige Polin wird beschuldigt, der Kopf einer Drogenorganisation zu sein. Kralka habe im Zeitraum von zwei Jahren in den Gebieten Woiwodschaft Westpommern und Malopolski 65 Kg Marihuana und Kokain vertrieben. Nach der Festnahme des früheren Kopfes der Organisation 2017 ist Kralka an seine Stelle getreten, so die polnische Polizei. Ihre Gruppe habe auch Verbindungen zu den berüchtigten Krakauer Fußball-Hooligans gehabt und diese auch mit Drogen beliefert, berichtet Daily Mail. Kralka ist 1,72 Meter groß und von schlanker Statur. Sie hat blonde Haare und grüne Augen. Als letzten bekannten Aufenthaltsort gab die Polizei die südpolnische Stadt Krakau an. https://www.facebook.com/Malopolska.Policja/photos/a.578930048843617/2964055066997758/?type=3&theater
(Foto: Screenshot)

Balkan
Kosovo: Parlament aufgelöst

Pristina – Das kosovarische Parlament hat sich am Donnerstag selbst aufgelöst. Bei einer Abstimmung sprachen sich 89 der 120 Abgeordneten für eine Selbstauflösung aus. Somit hat das Parlament den Weg für Neuwahlen freigemacht. Präsident Hashim Thaci muss nun innerhalb von 30 bis 45 Tagen einen Termin für vorgezogene Parlamentswahlen festlegen. Im vergangenen Monat hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet.  Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.
Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtiger für Kriegsverbrechen vorgeladen.

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– Balkan – Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt

16 Monate nach der umstrittenen Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen aus dem Kosovo in die Türkei im März 2018 sollen 22 Mitglieder der kosovarischen Polizei in einem Bericht genannt worden sein, der sie mit dem vom Polizeiinspektorat des Kosovo, IPK, veröffentlichten Fall verbindet.

Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt
 

Berlin
Nach Streit um Uiguren: Digitalausschuss sagt China-Reise ab

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Die für morgen geplante Reise des Digitalausschusses des Bundestags ist nun offiziell abgesagt. Ausschusssprecher Schipanski bedauert, dass es von Chinas Seite nicht mehr Akzeptanz gegeben hat – dennoch setzen die Parlamentarier weiter auf den Dialog mit Peking. Nach dem Streit um das Einreiseverbot für die Grünen-Menschenrechtsexpertin Margarete Bause (Grüne) musste der Bundestagsausschuss Digitale Agenda seine für Freitag geplante Reise nach China absagen. Aufgrund der geplanten Teilnahme von Bause sei der gesamten Delegation keine Einladung seitens der Volksrepublik ausgesprochen worden. „Daher kommt diese Reise nun nicht zustande“, erklärte Tankred Schipanski (CDU), Sprecher des Digitalausschusses und Leiter der Delegationsreise, auf Anfrage des „Tagesspiegel“-Fachdienstes „Background Digitalisierung & KI“. „Ich bedauere das sehr“, sagte Schipanski. Er habe „mehr Akzeptanz dafür erwartet, dass es eine selbstbestimmte Entscheidung des Bundestages ist, wer an einer Delegation teilnehmen darf.“ Dennoch setzen Peking und die Parlamentarier weiter auf einen Dialog. Die chinesische Botschaft habe mitgeteilt, dass „eine Einladung auf Grundlage der ursprünglich gemeldeten Delegation grundsätzlich zu einem späteren Zeitpunkt besteht“, sagte Schipanski. „Diese Option sollten wir prinzipiell offenhalten“, betonte er, denn: „Zum einen muss es unser Interesse als Parlamentarier sein, den Dialog fortzusetzen. Zum anderen ist China einer der führenden Akteure im Bereich digitale Technologie und Innovation“, deshalb sei der Austausch für den Ausschuss Digitale Agenda „von großem Interesse“. Insbesondere auch deshalb, „da aufgrund unserer unterschiedlichen staatlichen Systeme im Bereich der Digitalisierung auch ein unterschiedliches Verständnis von Datenschutz, Privatheit und Selbstbestimmung besteht“. Deutschland und China würden in vielen Bereichen „partnerschaftlich zusammenarbeiten“, trotzdem würden „grundsätzliche Meinungsunterschiede bezüglich der Freiheits- und Menschenrechte“ bestehen. Deshalb seien ein regelmäßiger Rechtsstaatsdialog und ein Menschenrechtsdialog etabliert worden.

Syrienkrise
Bericht: Assad-Armee greift erneut türkischen Beobachtungsposten an

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Streitkräfte des syrischen Regimes haben am Donnerstag erneut einen Beobachtungsposten der türkischen Armee im Nordwesten des Landes angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Demnach feuerten Kampfjets Assads in der Nähe des Beobachtungspunktes Nr. 8 Schüsse ab. Die Schüsse verursachten jedoch keine Schäden, berichtet Anadolu weiter. Am 19. August griff die syrische Luftwaffe zudem einen Konvoi der türkischen Armee an, der, wie Ankara mitteilte, auf dem Weg zum Grenzübergang Nr. 9 in der Provinz Idlib war. Die Türkei beschuldigte Syrien für den Tod von drei Soldaten und erklärte, dass der Vorfall im Widerspruch zu „Vereinbarungen und dem Geist der Zusammenarbeit mit Russland“ stehe. Einige Medien erwarten bereits ein Ende der türkischen Zusammenarbeit mit Moskau im Sinne des Astana-Prozesses. Das Aufflammen in Idlib wird jedoch die gemeinsamen Anstrengungen Russlands und der Türkei in Syrien nicht beeinträchtigen und nicht zur Unterbrechung des Sotschi-Deals führen, sagte die Staatsduma gegenüber der russischen Tageszeitung Iswestija.

Politiker und Experten, die von der Zeitung interviewt wurden, glauben, dass Ankara nicht riskieren wird, die Beziehungen zu Russland unmittelbar vor der zweiten Lieferung Raketenabwehrsystems S-400 zu verschlimmern. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Wladimir Schamanow, sagte gegenüber Iswestija, dass der Zusammenstoß zwischen den syrischen und türkischen Militärs im Süden Idlibs die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Türkei nicht einschränken wird.

„Wir haben Meinungsverschiedenheiten zu einer Reihe von Fragen mit der Türkei, die es zu lösen gilt. Aber im Allgemeinen sollte dieser Vorfall den Ton unserer Beziehungen nicht beeinflussen“, stellte der Politiker fest. Laut dem Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses Andrey Krasov ist der gemeinsame Kampf gegen Extremisten in Syrien weitaus wichtiger als die derzeitigen Widersprüche, so dass die militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern nicht darunter leiden wird. „Die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Ankara im Bereich der militärischen Ausrüstung, die Anschaffung der S-400 und die Differenzen über Syrien sollten nicht vermischt werden. Die Eskalation in Idlib wird wahrscheinlich nicht zu einer akuten Krise oder einer Unterbrechung der Versorgung der zweiten Ladung der russischen Raketensysteme führen, die für September geplant ist“, sagte Juri Mawaschew, Direktor des Zentrums für das Studium der modernen Türkei.  

Berlin
Deutschland will Allianz mit Türkei bei Künstlicher Intelligenz

Berlin – Deutschland und die Türkei wollen bei der Erforschung der Künstlichen Intelligenz stärker zusammenarbeiten. Das vereinbarte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei einem Treffen mit dem türkischen Industrie- und Technologieminister Mustafa Varank anlässlich der Deutsch-Türkischen Konferenz zu Künstlicher Intelligenz in Berlin. Wie das Wirtschaftsportal finanzen.net. weiter berichtet, hatte Altmaier Varank zu dieser Veranstaltung eingeladen. „Um die digitale Transformation der Wirtschaft erfolgreich voranzutreiben, ist daher die internationale Zusammenarbeit zentral – zum Beispiel, wenn es um den Austausch von Daten oder einheitliche Normen und Standards geht“, zitiert finanzent.net den Bundeswirtschaftsminister. Wirtschaftsexperten, Forscher und Wissenschaftler aus der Türkei und Deutschland treffen sich am Donnerstag in Berlin, um über Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Industrie 4.0 zu diskutieren. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Wittke erinnerte daran, dass das EU-Schwergewicht Deutschland nach wie vor der wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner der Türkei ist. Wittke betonte, dass beide Länder über ein großes Potenzial für bilaterale Zusammenarbeit verfügen, und sagte, dass die Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Transformation fortgesetzt werden kann. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte er. Um das Potenzial zu nutzen und die Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei zu erhöhen, müsse die türkische Regierung konkrete Schritte unternehmen. Sahin Albayrak, ein Wissenschaftler der Universität Berlin, betonte, wie wichtig es für die Türkei sei, die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden. „Um schnell zu den fortgeschrittenen Ländern aufzuschließen, muss die Türkei enge Beziehungen zu ihnen aufbauen, um die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden“, sagte er. Er bekräftigte, dass beide Länder begonnen hätten, ihre Marktposition durch die Kopplung von KI an ihre Produkte und Dienstleistungen anzupassen, und sagte, die Konferenz sei ein Schritt weiter.

Aufgrund bahnbrechender Technologien in der Automobilindustrie und KI aus China und den USA in den letzten Jahren will sich Deutschland auf die Investitionen in diesen Bereichen konzentrieren. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr beschlossen, mehr als drei Milliarden Euro für die KI bereitzustellen und bis 2025 ein Team von 100 Professoren für die Systementwicklung zu bilden.

Gamescom
Verfassungsschutz startet YouTube-Kanäle zur Salafismus-Prävention

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz ist als erste Sicherheitsbehörde in Deutschland mit eigenen Kanälen zur Salafismus-Prävention auf der Videoplattform YouTube aktiv. Minister Herbert Reul stellte die beiden Kanäle am heutigen Donnerstag auf der Computer- und Videospielemesse Gamescom in Köln vor. „Sie können auf diesem Portal Dinge sehen, die junge Menschen dazu bringen sollen, sich von unserer freiheitlichen, demokratischen Art zu leben abzuwenden. Dem müssen wir uns entgegen stellen. Deshalb entlarven wir die Propaganda der Salafisten mit den stärksten Waffen unserer freiheitlichen Demokratie: Witz, Humor und Fakten“, sagte Reul. Die ersten Videos der Verfassungsschützer sind von heute an online. „Jihadi Fool“, so der Name des ersten Kanals, ist ein Sketch-Comedy-Format, das die Absurdität von Radikalisierung, Terrorismus und Islamismus satirisch thematisiert. „hinter.gründlich“ ist ein Wissensformat, das sich auf den Comedy-Kanal bezieht und salafistischer Propaganda Fakten entgegensetzt. „Die 3.100 extremistischen Salafisten in Nordrhein-Westfalen haben sich nicht in Luft aufgelöst, nur weil das sogenannte Kalifat des ‚Islamischen Staates‘ zerschlagen ist, und die ‚Lies!‘-Stände aus den Innenstädten verschwunden sind. Sie sind weiterhin aktiv und benutzen dabei alle Kanäle, auf denen sie junge Menschen finden“, so der Minister. „Ein Verfassungsschutz, der seinen Auftrag zur Prävention ernst nimmt, kann eigentlich nicht darauf verzichten, auf solchen Portalen aktiv zu sein“, sagte Reul, „wir müssen dahin gehen, wo unsere Zielgruppe ist.“ Mehr als 1,9 Milliarden Menschen sind bei YouTube angemeldet, Videos mit einer Gesamtdauer von über einer Milliarde Stunden werden jeden Tag dort angesehen. „Und leider geht es dabei nicht nur um Zoobesuche und lustige Missgeschicke, die irgendwelchen Hauskatzen passieren“, so der Minister. Produziert werden die Formate des Verfassungsschutzes von der Produktionsfirma BlueLaserBoys, die viel Erfahrung im Bereich der YouTube- und Comedy-Szene hat. Einmal in der Woche soll das Comedy-Format online gehen, alle zwei Wochen das Wissensformat, zunächst ein Jahr lang. „Wir dürfen dieses Feld einfach nicht den Extremisten überlassen“, so Reul. Bereits zum dritten Mal ist der Verfassungsschutz deshalb auch mit einem eigenen Stand auf der Gamescom präsent, kommt hier mit den Spielern ins Gespräch, schärft deren Sinne für extremistische Inhalte, für Propaganda, und wirbt für die Demokratie. Mehr als 35 Millionen Menschen spielen regelmäßig am PC oder an der Konsole. „Wir brauchen diese Menschen. Nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen. Denn – um im Bild zu bleiben – Demokratie ist ein Multi-Player-Game“, sagte der Minister.

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– Berlin – BKA will Kampf gegen Rechtsterrorismus verstärken

Deutsche Sicherheitsbehörden sollen im Kampf gegen Rechtsterrorismus und Hasskriminalität neu aufgestellt werden.

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Balkan
Belgrad: Serbien soll Eurasischer Wirtschaftsunion beitreten

Ein Abkommen über die Einrichtung einer Freihandelszone zwischen Serbien und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) kann am 25. Oktober unterzeichnet werden. Der Beitritt zur EAWU sei ein Beispiel für die ausbilanzierte Politik Belgrads und für das Herangehen an die internationale Geschäftsführung unter Berücksichtigung eigener nationaler Interessen, zitiert die Nachrichtenagentur Sputnik den russischen Botschafter in Serbien Alexander Bozan-Chartschenko. Für Belgrad narkiere die Umsetzung des Dokuments eine ganz neue Etappe der Präsenz im eurasischen Raum und den Eintritt in einen Markt, der 182 Millionen Verbraucher umfasst und dessen gesamtes Bruttoinlandsprodukt mehr als 1,9 Billionen US-Dollar beträgt, zitiert Sputnik den Botschafter weiter. Die Eurasische Wirtschaftsunion ist ein Zusammenschluss aus fünf Staaten im Nordosten Eurasiens zu einem Binnenmarkt mit Zollunion. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor. Mitgliedsstaaten sind Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland  und Weißrussland.

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– Balkan – Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt

16 Monate nach der umstrittenen Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen aus dem Kosovo in die Türkei im März 2018 sollen 22 Mitglieder der kosovarischen Polizei in einem Bericht genannt worden sein, der sie mit dem vom Polizeiinspektorat des Kosovo, IPK, veröffentlichten Fall verbindet.

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"Capnocytophaga canimorsus"
Hund leckte Wunde: US-Frau wurden Hände und Beine amputiert

Ohio – Nur wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub meldete sich Marie Trainer mit Rückenschmerzen und Übelkeit von der Arbeit krank. Als sie hohes Fieber bekam, wurde sie in den frühen Morgenstunden des 11. Mai in die Notaufnahme des Stark County Krankenhauses in Ohio gebracht. Nachdem Trainer neun Tage später in einem Krankenhausbett aufwachte, waren ihre Hände und Beine amputiert worden. Die Friseurin aus Ohio erinnert sich, dass sie mit grippeähnlichen Symptomen wie Übelkeit und Schmerzen zu kämpfen hatte. Kurz nachdem sie sich zur Ruhe gelegt hatte, wurde sie von ihrem besorgten Mann ins Krankenhaus gebracht, da sie hohes Fieber bekam. Neun Tage später erwachte sie aus einem Koma mit teilweise amputierten Armen und Beinen. „Als ich meine Augen öffnete, wusste ich nicht, wo ich war“, sagte Trainer dem TV-Sender Fox 8 Cleveland. „Es war für mich sehr schwer zu erfahren, dass sie meine Beine und Arme amputieren mussten. Sehr schwer zu verkraften“. Es dauerte mehrere Tage, bis die Ärzte feststellten, dass Trainer nicht durch eine tropische Reisekrankheit, sondern durch das Lecken ihrer Schäferhunde eine schwere Infektion erlitten hatte. Laut den Ärzten haben ihre Hunde eine kleine Wunde an ihrem Arm geleckt und dadurch eine Infektion durch ein Bakterium namens Capnocytophaga canimorsus verursacht. Viele gesunde Katzen, Hunde und sogar Menschen haben Spuren der Bakterien im Mund und obwohl sie normalerweise nicht schädlich sind, kann sie in seltenen Fällen, wie z.B. bei Marie Trainer, das Blut vergiften. Die Infektion begann, kleine Gefäße in ihren Armen, Händen, Beinen und Füßen anzugreifen, ihre Gliedmaßen wurden wund und dann nekrotisch- ohne Amputation wäre sie gestorben.

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Flixbus übernimmt das türkische Unternehmen Kamil Koc und weitet sein Angebot auf die Türkei aus.

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Bürgerläden
Zahl der Lebensmittelgeschäfte auf dem Lande geht stark zurück

Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte auf dem Lande geht stark zurück. Das belegen Daten der statistischen Landesämter, die das MDR-Magazin „Umschau“ ausgewertet hat. Verglichen wurden Einzelhandelsläden, die Nahrungs- und Genussmittel, Getränke und Tabakwaren verkaufen und in Gemeinden bis 1.500 Einwohner angesiedelt sind. Besonders drastisch ist die Entwicklung in Sachsen: Hier ging die Zahl der Dorfläden von 2010 bis 2017 um rund 47 Prozent zurück (von 32 auf 17). In Thüringen hat im selben Zeitraum etwa ein Drittel der Dorfläden geschlossen (von 153 auf 102). In Sachsen-Anhalt beträgt der Rückgang 4 Prozent (von 24 auf 23). Bundesweit ist die Zahl der Dorfläden von 2010 bis 2017 um rund 23 Prozent zurückgegangen, wie Zahlen des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels zeigen. Diese Entwicklung wollen viele Dorfgemeinschaften nicht hinnehmen: „Die Zahl der kleinen Lebensmittelgeschäfte sinkt zwar, aber immer mehr Einwohner nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, denn die Leute auf dem Land sind die Schließungen leid“, sagte Günter Lühning der „Umschau“. Lühning ist der Vorsitzende der „Bundesvereinigung Dorfläden“, die sich vor drei Jahren gegründet hat und Initiativen bei der Gründung von sogenannten „Bürgerläden“ unterstützt. Bürger tun sich zusammen und gründen, meist genossenschaftlich organisiert, ein Lebensmittelgeschäft in ihrem Dorf. Zirka 300 solcher Bürgerläden gebe es nach Einschätzung von Günter Lühning mittlerweile in Deutschland, die Mehrzahl in Bayern: „In Ostdeutschland beginnt die Welle jetzt erst.“ Fünf ostdeutsche Bürgerläden sind bisher Mitglied in der Bundesvereinigung. Die Bürgerläden haben es allerdings nicht leicht: So können kleine Geschäfte seit einer Gesetzesänderung von Januar dieses Jahres keine oder nur noch sehr geringe Fördersummen für die Erneuerung von Kühlanlagen bekommen. Diese bleiben Läden mit hohen Energiekosten, also den großen Betrieben, vorenthalten. Günter Lühning sieht darin eine Ungleichbehandlung: „Der Mindestlohn gilt für alle. Die Nachteile also gelten für alle, die Vorteile nur für die Großen. Damit legt man Axt am ländlichen Raum an, denn dort sind nur kleine Läden.“ Im September will Lühning deshalb im Bundeswirtschaftsministerium vorstellig werden.

USA
Trump: „Ich bin der Auserwählte“

  • US-Präsident Donald Trump hat zugegeben, dass sein Leben einfacher wäre, wenn er keinen Handelskrieg mit China begonnen hätte, erklärte aber, er sei „der Auserwählte“, der es mit Peking aufnehmen würde.
Der US-Präsident bestand darauf, dass er gegen China „gewann“ und „wahrscheinlich“ einen Deal zur Behebung des Handelsungleichgewichts abschließen würde. „Jemand musste es tun“, sagte er Reportern vor dem Weißen Haus. Als er zum Himmel hinaufblickte, fügte er hinzu: „Ich bin der Auserwählte.“ Die selbstverherrlichende Proklamation von Trump kam während einer Pressekonferenz, auf der er sich dafür einsetzte, angesichts einer drohenden Rezession einen Handelskrieg mit Peking zu führen. Seine Regierung soll ab September einen 10-prozentigen Zoll auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar (etwa 270 Mrd Euro) erheben, weitere Produkte sollen im Dezember besteuert werden. Die USA haben bereits 25 Prozent Zölle auf chinesische Waren im Wert von rund 250 Milliarden Dollar eingeführt, was China veranlasste, als Gegenmaßnahme Zölle auf US-amerikanischer Einfuhren im Wert von 110 Milliarden Dollar zu erheben. Trump bestätigte erneut, dass der Handelskrieg der US-Wirtschaft schaden könnte, besteht jedoch darauf, dass eine Rezession nicht in Sicht sei. Auch das unparteiische Congressional Budget Office (CBO) warnte am Mittwoch vor den Folgen der Tarife, die Trump China und anderen Ländern auferlegt hat. „Das ist nicht mein Handelskrieg, das ist ein Handelskrieg, der schon vor langer Zeit hätte stattfinden sollen“, sagte er. „Jemand musste es tun, also trete ich gegen China im Handel an. Und wisst ihr was? Wir gewinnen.“