Saarbrücken – Sie gelten als aggressiv, äußerst gewalttätig und machthungrig: Die schwer bewaffnete und mehrheitlich aus kurdischen Männern zusammengesetzte Gruppe „Bahoz“. Der in Baden-Württemberg gegründeten Gang, wird eine enge Verbindung zur Terrororganisation PKK nachgesagt.
Die Gruppe ist aus der seit 2013 verbotenen „Red Legion“ hervorgegangen und mittlerweile ebenfalls verboten und angeblich aufgelöst.
Wie die „Bild am Sonntag“ (Bams) in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, scheint „Bahoz“ jedoch noch aktiv zu sein. Dabei zitiert die Zeitung aus internen Ermittlungsakten des saarländischen Landespolizeipräsidiums. Der erste Fall habe sich Ende Juni ereignet. Damals habe eine Gruppe im Großrosseler Ortsteil Naßweiler, nahe der französischen Grenze, eine Person angegriffen. Ein türkisches Opfer, das schwer zugerichtet wurde, sagte der Polizei, er sei „von circa 15 Kurden mit Messern, Schlagstöcken und Baseballschlägern zusammengeschlagen worden. Die hätten ihn totschlagen wollen„, zitiert „Bams“ aus einem internen Bericht. Die Polizei habe daraufhin einen Tatverdächtigen festgenommen.Nur rund einen Monat später, habe der Tatverdächtige vor einem Saarbrücker Döner-Grill zusammen mit „20 offenbar kurdischen Angreifern“, einen weiteren jungen Mann attackiert, so heißt es im Medienbericht. Das Opfer habe den Beamten gegenüber angegeben, dass die Täter Mitglieder der „Bahoz“ gewesen seien.
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– Düsseldorf –
Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos
Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.
In einer Rostocker Grundschule im Stadtteil Evershagen hat sich am Mittwoch gegen 10 Uhr ein unglaublicher Vorfall ereignet. Nur drei Tage nach Schulbeginn hat eine Grundschülerin ihre Lehrerin krankenhausreif geprügelt.
Die Zweitklässlerin soll wutgeladen auf ihre Lehrerin losgegangen, habe sie getreten und auf sie eingeschlagen. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, hat die Schülerin der Lehrerin zudem in den Arm gebissen. Die verletzte Frau habe daraufhin den Notruf gewählt. Durch ruhiges Zureden sei es den Polizisten und Rettungskräften gelungen die Schülerin zu beruhigen.
„Ein 7-jähriges Mädchen einer Grundschule hat am Mittwochvormittag ihre Lehrerin angegriffen. Die Lehrkraft erlitt dabei Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden“, so Christopher Hahn, Polizeioberkommissar und Sprecher der Rostocker Polizei.
Die Grundschülerin wurde ebenfalls einem Krankenhaus zugewiesen. Die weiteren Maßnahmen werden in Abstimmung mit dem Jugendamt getroffen“, so Hahn weiter.
Die Polizei prüfe nun in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und dem Schulamt die weiteren Hintergründe des Vorfalls. Die Schulklasse sei im Anschluss von Schulpädagogen betreut worden, berichten Medien weiter.
Zum Thema
– Gesundheit –
Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Depression
Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren wird immer häufiger eine Depression diagnostiziert. Das geht aus Hochrechnungen der Barmer Krankenkasse hervor.
Die FDP hat die Bundesregierung angesichts der Konjunkturschwäche aufgefordert, den für 2021 geplanten Abbau des Solidaritätszuschlags auf 2020 vorzuziehen.
„Wir brauchen mit dem 1. Januar 2020 ein Auslaufen des Soli“, sagte FDP-Wirtschaftssprecher Michael Theurer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Durch das Vorziehen der Maßnahme würden die Bürger rechtzeitig entlastet, um die Binnenkonjunktur weiter zu stützen.
Der Soli müsse zudem komplett entfallen, nicht nur für 90 Prozent der Steuerzahler. Die Union habe bisher beim Soli „nicht wie versprochen geliefert“, sagte Theurer. Fraktionsvize Theurer übte heftige Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der am Mittwoch den kompletten Soli-Abbau erneut für die kommende Legislaturperiode versprach.
Theurer sagte: „Herr Altmaier ist ein guter Bundes-Ankündigungsminister, aber ein Totalausfall als Wirtschaftsminister.“
Doha – Die Türkei wird in diesem Herbst eine neue Militärbasis in der Nähe der bestehenden gemeinsamen Kommandozentrale in Katar eröffnen und ihre Truppenpräsenz im Golfemirat deutlich ausbauen.
Die Türkei errichtete 2017 ihre erste Militärbasis in Katar auf der Grundlage eines Ende 2015 unterzeichneten bilateralen Sicherheitsabkommens, wobei die Basis Teil einer breiteren Sicherheitsbemühung der beiden Länder zur Bekämpfung nicht spezifizierter „gemeinsamer Feinde“ sein soll.
Türkische Soldaten wurden erstmals im Oktober 2015 nach Katar entsandt, um die bilateralen Beziehungen zu stärken. Doch seit die Nachbarn Katars, angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, das kleine Land im Juni 2017 unter eine Blockade gestellt haben, hat die militärische Präsenz der Türkei an Bedeutung gewonnen.
„Die Anzahl der Soldaten wird steigen. Unter Berücksichtigung der Interessen und der Sicherheit der Türkei werde ich keine genauen Zahlen angeben, aber ich kann sagen, dass sie eine drastische Menge erreichen wird“, so Hande Firat, die für die Tageszeitung Hurriyet Daily News Katar besuchte. Die Militärbasis werde voraussichtlich im Herbst von Katari Emir Tamin bin Hamad Al Thani und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eingeweiht werden. Laut Hurriyet soll die Basis unweit der Militärbasis Tariq bin Ziyad im Süden Dohas liegen, wo bereits rund 3.000 türkische Soldaten stationiert sind. Der Bau der neuen Basis soll bereits abgeschlossen sein.
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Katar unter Druck gesetzt, seine militärische Zusammenarbeit mit der Türkei zu beenden, wobei die beiden Länder und ihre Verbündeten dem kleinen Golfkönigreich Mitte 2017 eine Handels- und Reiseblockade auferlegten. Die Türkei reagierte unbeeindruckt und entsandte noch mehr Truppen in das Land, was zu einer Abkühlung der Beziehungen zwischen Ankara und Riad führte.
Hurriyet nannte die türkische Präsenz im Golf ein „Gegengewicht“ sowohl für den Iran als auch für Saudi-Arabien und verwies auf den riesigen Reichtum an Erdgas in Katar und betonte die Bedeutung der Basis, insbesondere wenn man die Energiekriege in der Region betrachte.
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– Golfkrise –
Vier arabische Staaten fordern Schließung des türkischen Militärstützpunktes in Katar
Vier arabische Staaten, die Katar wegen dessen angeblicher Unterstützung von Terror boykottieren, haben ihm ihm eine Liste mit 13 Forderungen zukommen lassen, in der unter anderem die Schließung des TV-Senders Al Jazeera gefordert werden.
Zwei russische strategische Bomber Tu-160 sind am Mittwoch im Rahmen einer Übung erstmals auf dem Flugplatz „Anadyr“ auf der Tschuktschen-Halbinsel gelandet.
Das berichtet die Nachrichtenagentur Sputnikunter Bezugnahme auf eine Meldung des russischen Verteidigungsministeriums. Anadyr liegt etwa 600 Kilometer zur Grenze des US-Bundesstaates Alaska.
„Zwei strategische Bomber vom Typ Tu-160 der russischen Fernfliegerkräfte haben erstmals einen Nonstopflug von ihrem Stationierungsort zum Flugplatz ‚Anadyr‘ absolviert“, zitiert Sputnik das russische Verteidigungsministerium.
Demnach hätten die Maschinen innerhalb von acht Stunden eine Strecke von mehr als 6.000 Kilometern zurückgelegt. Der Flug sei ohne Nachtanken und im Rahmen einer planmäßigen flugtaktischen Übung der russischen Fernfliegerkräfte erfolgt, berichtet Sputnik weiter. Die Übung werde bis Ende dieser Woche andauern. Dabei seien insgesamt zehn Kampfjets im Einsatz, darunter auch strategische Bomber Tu-160 und Tu-95MS sowie Tankflugzeuge Il-78. Die Tupolew Tu-160 ist ein Überschall-Bomber mit interkontinentaler Reichweite und das größte Kampfflugzeug der Welt.
Wie Sputnik weiter berichtet, hatten die USA und Kanada im Zusammenhang mit dem Flug von russischen strategischen Bombern Tu-160 über der Arktis im Januar ihre Kampfjets aufsteigen lassen. Die US-Kampfjets starteten von einer Luftwaffenbasis in Alaska.
Russische Kampfflieger vertreiben Nato-Jet nahe Minister-Flugzeug
Laut einem Bericht des russischen Staatsfernsehens haben am gestrigen Dienstag russische Kampfjets ein F-18 Nato-Kampfflugzeug in der Nähe einer Maschine von Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu vertrieben. Der Nato-Kampfjet habe versucht, sich über neutralen Gewässern der Ostsee Schoigus Flugzeug zu nähern, berichteten der russische Medien. Das russische Militär habe den Nato-Kampfjet schließlich vertrieben.
Istanbul – Das türkische Handelsministerium verkauft über das Zollamt beschlagnahmte Waren und Fahrzeuge. Diese werden dort über Online-Ausschreibungen abgewickelt. Auch zwei voll ausgestattete Rennwagen sollen nun über eine Online-Ausschreibung bei der Regionaldirektion für Zoll und Außenhandel in Istanbul verkauft werden.
Seit 2014 ist die Adresse www.eihale.gov.tr über das staatliche Online-System e-devlet für Interessenten solcher Autos abrufbar. Es wurden seit der Einführung des e-ihale Systems in der Türkei bereits 26.486 Fahrzeuge und weitere 13.522 Artikel über Ausschreibungen verkauft. Aktuell haben sich 600.000 Nutzer angemeldet.
Gülten Kılınç von Erenköy Tasfiye İşletme (Erenköy Liquidations-Management) gegenüber CNN Türk: „Beim e-ihale System handelt es sich um ein neues, effektives System für unsere Bürger. Sie können uns unter der genannten Adresse erreichen und im Bereich FAQ Antworten auf ihre Fragen finden.“
Ein weiteres, sehr ausgefallenes Fahrzeug, das Modell eines Caterham SP/300. R 2, Baujahr 2011, erregt die allgemeine Aufmerksamkeit. Alle diese Autos befinden sich im Lager vom Zollamt Istanbul. Fahrzeuge, die vom türkischen Zoll beschlagnahmt wurden, werden in Kürze über das Online-Portal e-ihale, in einer Ausschreibung verkauft. Der Preis des Fahrzeugs wird von einer Kommission geschätzt und festgesetzt. Kılınç teilte zudem mit, dass in naher Zukunft detaillierte Informationen über die zum Verkauf angebotenen Rennwagen veröffentlicht werden sollen. Autoliebhaber können die Verkaufs- und Ausschreibungsprozesse unter der Adresse eihale.gov.tr verfolgen.
Kılınç: „Durch das e-ihale System haben wir seit 2014 Waren im Wert von rund 870 Millionen TL veräußert. Das System ist leicht zugänglich. Alle unsere Verkäufe sind transparent. Unsere Bürger können dort problemlos auf alle Arten von Fahrzeugen und Gütern zugreifen.“
Ankara – Mit der Einrichtung einer Sicherheitszone in Nordsyrien hofft die Türkei, syrischen Flüchtlingen eine sichere Rückkehr zu ermöglichen.
Türkische Militärbeamte und ihre US-Pendants besprachen am vergangenen Mittwoch Einzelheiten der geplanten Sicherheitszone und sagten, dass beide Parteien sich darauf geeinigt haben, das Gebiet in einen „Friedenskorridor“ zu verwandeln, und dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Rückkehr von Syrern zu gewährleisten, die durch Gewalt aus ihrem Land vertrieben wurden.
Seit dem Ausbruch eines blutigen Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 mussten Millionen von Menschen aus ihrem vom Krieg zerrütteten Land fliehen. In der Türkei leben derzeit insgesamt 3,6 Millionen Syrer, von denen sich viele auf die Rückkehr in ihre Heimat freuen.
„Es ist über vier Jahre her, dass wir mit meiner Familie hierher gezogen sind. Wir haben viele Möglichkeiten, aber wir sehnen uns nach unserer Heimat“, so etwa der in der türkischen Hauptstadt Ankara lebende Mohammad al-Saadi, 42, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
Saadi habe früher in der nordwestsyrischen Stadt Idlib gelebt, musste jedoch aufgrund regelmäßiger Luftangriffe durch das Regime und russischer Kampfjets flüchten.
„Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwierig es ist zu schlafen, während du den Überschnallknall von Kampfflugzeugen, Explosionen und Schüssen hörst“, sagt er und fügt hinzu, dass fast alle syrischen Bürger, die in oppositionell kontrollierten Regionen leben, psychische Störungen durch den endlosen Kriegszug des Regimes und seiner Verbündeten erlitten haben.
Auf die Frage, ob er eine Rückkehr nach Syrien in Betracht ziehen würde, sobald eine Sicherheitszone im Norden des Landes eingerichtet wurde, antwortete er: „Nicht nur ich, es gibt mindestens ein Dutzend [Leute], die ich kenne, die sofort zurückkehren würden, wenn das der Fall wäre. Es ist vielleicht nicht meine Heimatstadt, aber es ist Teil meines Landes.“
„Ich will kein Ausländer sein“
Ein weiterer Syrer in der Türkei, Omar al-Maher, sagt, er habe bis 2014 als Mechaniker in der Stadt Homs gearbeitet. Nach Zusammenstößen zwischen Oppositionskräften und des Regimes, war er jedoch gezwungen, seine Heimat für Idlib zu verlassen.
„Man kann nicht beschreiben, wie es sich anfühlt, unter ständiger Todesangst zu leben. Wir hatten vor dem Bürgerkrieg ein bescheidenes Leben geführt, aber in den darauffolgenden Jahren hat sich alles verändert“, beklagte er. „Ich vermisse sogar die schwierigen Arbeitstage, über die ich mich den ganzen Tag beschwert habe.“
„Meine Familie und ich würden nach Hause zurückkehren, es spielt keine Rolle, ob es der Norden oder Süden ist, wenn wir eine Chance hätten. Die Türken waren gut zu uns, das ist eine Tatsache. Aber ich will nirgendwo ein Ausländer sein, weder in der Türkei noch in Europa. Wir wollen nur zurückkehren, es ist so schwierig, von seiner Heimat fern zu sein“, sagte er.
Eine 29-jährige Syrerin, die unter der Bedingung der Anonymität mit Anadolu sprach, sagt, dass viele der Menschen, die in der Türkei Schutz suchen, in ihre Heimat zurückkehren würden, sobald das Gebiet von terroristischen Elementen befreit und die Sicherheit der Syrer gewährleistet sei.
„Es gibt Menschen [Terrorgruppen] mit bösen Absichten, sie müssen zuerst gehen, damit wir ein normales Leben führen können. Niemand möchte an einem Ort leben, an dem Kugeln jeden Moment auf dich zielen können“, sagte sie.
„Alles, was ich will, ist ein normales Leben in meinem Land zu führen und meine Kinder großzuziehen, ohne an ihre Sicherheit zu denken, während sie Fußball spielen“, sagte sie. „Es ist das Recht, ohne Angst zu leben, ich bin ein Mensch, ist es zu viel, um ein normales Leben zu verlangen?“
Vanessa Tinker, eine Wissenschaftlerin an der Universität für Sozialwissenschaften in Ankara, argumentierte, dass vertriebene Syrer bei der Anpassung an die Region anfängliche Schwierigkeiten haben könnten, und dass ihre Sicherheit gewährleistet sein müsse, um diesen Prozess zu erleichtern.„Abgesehen von den Lebensbedingungen, sind die anhaltenden Sicherheitsbedrohungen beunruhigender. Trotz der Vereinbarung vom Mittwoch, zwischen der Türkei und den USA, eine „sichere Zone“ zu schaffen, gab es keine Informationen darüber, woraus diese Vereinbarung bestehen würde“, sagte Tinker, eine Expertin für Konfliktlösung.
Sie fügte hinzu, dass die Umsiedlung von Syrern in der Türkei nach einer bevorstehenden Operation in Nordsyrien akribisch arrangiert werden sollte, da eine Kollision – zwischen kurdischer und arabischer Bevölkerung – zu Unruhen in der Region führen könnte.
Laut UNO sind seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 über 5,6 Millionen Menschen aus Syrien geflohen. Unter den Ländern, in denen Syrer leben, hat die Türkei mit 3,6 von ihnen innerhalb ihrer Grenzen die meisten aufgenommen. Andere wichtige Gastgeberländer sind der Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten, in der Reihenfolge der Anzahl der untergebrachten Syrer.
Von Li Guang
In der Stadt Luoyang in der Zentralprovinz Henan leben zahlreiche Hui-Muslime. Dort gibt es viele Moscheen sowie Geschäfte, Hotels und andere Unternehmen dieser Volksgruppe. Ihre Häuser sind mit islamischen Symbolen und Ornamenten verziert. Seit im Dezember 2017 ein neues Gesetz zum Islam verabschiedet wurde und danach der Fünf-Jahres-Plan zur „Sinisierung“ aller chinesischen Muslime außerhalb von Xinjiang in Kraft trat, verschwanden alle islamischen Symbole und sogar Architekturelemente in der Stadt. Arabische Schilder und Ausdrücke wie Allāhu akbar (“Gott ist der Größte”) wurden entfernt oder bedeckt.
Alle islamischen Symbole und Architekturelemente müssen verschwinden
Eine Quelle berichtete dem Onlinemagazin Bitter Winter, dass das Büro für Religiöse Angelegenheiten im Luoyanger Stadtbezirk Chanhe der Hui vor kurzem ein Dokument herausgegeben hat, welchem zufolge alle islamisch anmutenden Kuppeln von den Hui-Moscheen entfernt werden müssen.
Von mehreren Moscheen im Luoyanger Stadtbezirk Chanhe der Hui wurden die Kuppeln entfernt.
Die Quelle berichtete weiter, dass die zielgerichtete Zerstörungskampagne im Juni begann. Mittlerweile wurden bereits die islamisch anmutenden Kuppeln von mehreren Moscheen zerstört – unter anderem von den Moscheen im Stadtviertel Beiyao, am Busbahnhof Ost und an der Xinjie-Straße. Das Ethnische Hotel in dem Stadtbezirk erlitt das gleiche Schicksal und es werden auch weiterhin Kuppeln von anderen Moscheen entfernt.
Die Kuppeln des Ethnischen Hotels im Stadtbezirk Chanhe der Hui wurden entfernt.
Im Mai ließen die Regierungen der Stadt Shangqiu und des Kreises Puyang (im Zuständigkeitsbereich der gleichnamigen Regierungsbezirksstadt) gewaltsam Kuppeln und Stern- und Halbmond-Symbole von Moscheen entfernen. Die Beamten, die für diese Entfernungen zuständig waren, erklärten, dass es sich dabei um eine landesweite Kampagne handle: Sämtliche islamischen Symbole müssten geändert werden.
Moscheen nach „Facelifting“ nicht mehr als solche zu erkennen
Abgesehen von der Entfernung der Kuppeln werden die Moscheen im Namen der „Sinisierung“ noch weiteren Umwandlungen unterworfen und verlieren so ihr islamisches Aussehen.
Die Tawan West-Moschee wurde derart verändert, dass sie nicht wiederzuerkennen ist.
Wie Bitter Winter bereits berichtete, wurden im April die Stern- und Halbmond-Symbole sowie die Kuppel der Tawan West-Moschee im Stadtbezirk Chanhe der Hui entfernt. Als wir vier Monate später vor Ort kamen, wurde augenscheinlich, dass die Moschee weiter verändert worden war: Alle islamischen Stilelemente waren verschwunden und sie ähnelt nun auffallend einem daoistischen Tempel.
Die Kuppeln auf der Taxi-Frauenmoschee wurden „sinisiert“.
Die Taxi-Frauenmoschee in dem Stadtbezirk wurde ebenfalls einem „Facelifting“ unterzogen. Die islamischen Aufbauten auf der Moschee wurden so verändert, dass sie chinesischer wirken. Eine andere Moschee in der Gegend wurde in „Taxi-Garten“ umbenannt.
Eine Moschee im Stadtbezirk Chanhe der Hui wurde in „Taxi-Garten“ umbenannt.
Die Hui-Bewohner im Stadtbezirk werden Tag für Tag Zeuge, wie die Regierung ihre Religion, ihre Kultur und ihre Traditionen zerstört – doch niemand wagt es aufzubegehren, weil alle Vergeltung seitens der Behörden befürchten. Als Bitter Winter ein paar ältere Bewohner des Stadtbezirks fragte, wie sie sich angesichts dieser staatlich angeordneten Umwandlungen fühlten, weigerten sich diese zu antworten. Sie waren sichtlich aufgewühlt und konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. „Wir sind alt und verstehen nicht viel, aber wir mischen uns nicht in anderer Leute Angelegenheiten ein“, sagten sie und gingen weiter.
Ein anderer Hui-Anwohner meinte: „Wir können nichts ändern. In Xinjiang sterben jedes Jahr viele Menschen.“
Über 300 arabische Schilder entfernt
Arabische Schilder, die an Geschäften in den Hui-Stadtvierteln von Luoyang angebracht waren, sind ebenfalls umfassend entfernt worden. Im Stadtbezirk Chanhe der Hui und in den umliegenden Gegenden wurden bereits mindestens 300 Schilder von Unternehmen geändert oder übermalt, zahlreiche weitere werden gerade neu gestaltet.
Ladenbesitzer erzählten Bitter Winter, dass das Büro für Stadtverwaltung des Stadtbezirks Chanhe der Hui im Mai die, von Hui geleiteten, Unternehmen angewiesen habe, alle arabischen Schilder durch neue, chinesische, zu ersetzen. Um sicherzustellen, dass diese Anweisung auch umgesetzt wird, verlangte der Leiter des Büros für Religiöse Angelegenheiten von den Besitzern, dass sie – nach dem sie die Schilder ausgetauscht haben – Fotos von den alten und den neuen Schildern an das Büro schicken sollen. Er erklärte, dies sei ein landesweites, politisches Vorgehen.
Arabische Schilder wurden übermalt oder von den, von Hui geleiteten, Geschäften entfernt.
Ein Hui-Anwohner sagte bezüglich der angeordneten Änderung der Schilder, dass die Menschen Angst hätten, sich den Regierungsanweisungen zu widersetzen. „Wer würde schon wagen, sie nicht zu ersetzen? Der Schwache kann den Starken nicht besiegen. Wir können nichts dagegen tun“, klagte er.
„Sämtliche halal-Symbole wurden entfernt oder versteckt. Die Beamten des Büros für Religiöse Angelegenheiten verbieten uns, mit irgendjemandem darüber zu sprechen. Was bleibt noch an Symbolismus, nachdem alle diese Symbole entfernt wurden?“ meinte ein Ladenbesitzer verdrossen.
Andere Geschäfte haben sich geweigert, neue Schilder anzufertigen und haben einfach nur die arabischen Teile überdeckt. Der häufigste Text lautete „Allah ist der Größte“. „Ich möchte das arabische Schild nicht entfernen. Wenn in Zukunft wieder arabische Texte erlaubt werden, dann werde ich die versteckten Teile wieder freilegen“, erklärte der Besitzer eines Nudel-Restaurants, während er zu seinem Schild mit dem versteckten arabischen Text hinaufblickt. „In meiner Heimatstadt sind arabische Schilder schon seit langem verboten. Nur chinesische sind erlaubt. In China kann nur die Kommunistische Partei die Größte sein.“
Beobachter gehen davon aus, dass die Entfernung der arabischen Schilder und Symbole nicht nur Teil der „Ent-Islamisierungs-“Politik der kommunistischen Regierung ist, sondern von der vollständigen Ablehnung der Regierung gegenüber allen Religionen zeugt. Jeglicher Hinweis auf eine Autorität, die möglicherweise über der KPCh stehen könnte, wie zum Beispiel „Allah ist der Größte“ oder „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ – geben der kommunistischen Regierung Anlass zu Ärger. Jegliche Zurschaustellung einer solchen „Illoyalität“ muss berichtigt werden, koste es, was es wolle.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.Erschienen bei Bitter Winter
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro rät Umweltschützern, die ihn wegen des starken Anstiegs der Entwaldung unter seiner Regierung angreifen, weniger zu essen und zu versuchen, „nur alle paar Tage Kaka zu machen“.
„Es reicht, etwas weniger zu essen. Sie sprechen von Umweltverschmutzung. Es reicht, alle paar Tage Kaka zu machen“, antwortete Bolsonaro während einer Pressekonferenz einem Journalisten, der fragte, ob es möglich sei, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Wirtschaft zu steigern und die Menschen der Welt zu ernähren. „Das wird für die ganze Welt besser sein“, fügte er hinzu.
Laut Wissenschaftlern findet im Amazonas seit dem Amtsantritt von Herrn Bolsonaro eine enorme Entwaldung statt. Die Daten der brasilianischen Raumfahrtagentur zeigten im Juni einen Anstieg der Entwaldung um 88% im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Als größter Regenwald der Welt ist der Amazonas ein wichtiger Kohlenstoffspeicher, der das Tempo der globalen Erwärmung verlangsamt.
Antalya – Nachdem Washington die Türkei aufgrund des Erwerbs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 aus dem F-35-Kampfjet-Programm ausgeschlossen hatte, drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Ende Juli, Bestellungen für mehr als 100 Boeing-Jets zu stornieren. Bei den geplanten Bestellungen gehe es um 63 Boeing 737 Max, 24 Boeing 787 und drei Boeing 777-Frachter für Turkish Airlines.Wie das Luftfahrtportal Aerotelegraphweiter berichtet, habe einige Tage zuvor der russische Energieminister Alexander Novak nach einem Treffen von Regierungsvertretern beider Länder in der südtürkischen Sonnenmetropole Antalya eine Alternative für die Boeing 737 Max ins Spiel gebracht.Man diskutiere nicht nur über die Möglichkeit einer gemeinsamen Helikopterproduktion. Man führe auch Gespräche über Lieferungen und einer gemeinsamen Produktion von Superjet 100 und Irkut MS-21, sagte Nova in einem russischen TV-Interview, so Aerotelegraph. Bereits im März 2017 habe Irkut erklärt, dass man mit mehreren türkischen Fluglinien über die MS-21 verhandle. Im November des selben Jahres unterzeichneten der staatliche Luft- und Raumfahrtkonzern Turkish Aerospace Industries und Irkut auf der Dubai Air Show dann eine Absichtserklärung für gemeinsame Entwicklung und Produktion in der Zivilluftfahrt, berichtet Aerotelegraph. Da das Flugzeug neu entwickelt ist, während es sich bei den westlichen Konkurrenten um neue .Varianten eines 51 Jahren alten und eines 21 Jahre alten Modells handelt, habe die MS-21 wirklich Potenzial, eine Alternative für türkische Fluggesellschaften zu werden und der Boeing 737 und dem Airbus A320 Neo Konkurrenz zu machen. berichtet Aerotelegraph weiter.
https://youtu.be/v9tz-pQGB3Q