Türkisch-amerikanische Beziehungen
Türkei: Der 100-Milliarden-Dollar-Besuch aus den USA

Der US-Handelsminister Wilbur Ross kam am gestrigen Freitag in Istanbul mit seiner türkischen Amtskollegin Ruhsar Pekcan zusammen. 

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Ankara – Der US-Handelsminister Wilbur Ross kam am gestrigen Freitag in Istanbul mit seiner türkischen Amtskollegin Ruhsar Pekcan zusammen.

Unter anderem sei besprochen worden welche Schritte unternommen werden müssten, um das derzeitige Handelsvolumen zwischen der Türkei und den USA von derzeit etwas mehr als 20 Milliarden Dollar auf 100 Milliarden Dollar zu steigern, sagte die türkische Handelsministerin in einem Tweet am Samstag.

„Wir besprachen die Mobilisierung des Exportpotenzials der Türkei in die USA in verschiedenen Sektoren und Branchen wie der Zivilluftfahrt, der Automobilindustrie, der Automobilzulieferung, dem Schmuck, der Möbelindustrie, der Textil- und Bekleidungsindustrie usw“, so Pekcan.

(Foto: Pekcan/Twitter)

Ross werde voraussichtlich bis Dienstag in der Türkei bleiben und sich mit Vertretern der Privatwirtschaft treffen. Die türkische Ministerin hoffe ihren amerikanischen Amtskollegen am Dienstag noch einmal zu treffen, um das Ergebnis des Besuchs zu besprechen und einen Fahrplan festzulegen.

Wilbur Louis Ross Jr. arbeitete 24 Jahre lang als Banker für N M Rothschild & Sons und spezialisierte sich auf den Aufkauf und die Neustrukturierung bankrotter Unternehmen. Seit dem 28. Februar 2017 ist er Handelsminister der Vereinigten Staaten.

High-Tech-Kooperationszone

Bereits im April kündigte Pekcan bei einem Besuch in den USA eine Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ankara und Washington an.

Dafür soll unter anderem eine zollfreie High-Tech-Kooperationszone in der Türkei entstehen. „Ich lade alle amerikanischen High-Tech-Unternehmen ein, dort allein oder gemeinsam mit türkischen Partnern zu investieren“, sagte die Ministerin. Pekcan war Teil einer türkischen Delegation, darunter auch Verteidigungschef Hulusi Akar und Erdogan-Sprecher Ibrahim Kalin, die im April Washington besuchte. 

Im Februar hatten sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der US-Präsident Donald Trump darauf geeinigt, die Wirtschaftsbeziehungen auszubauen. Um die hierfür nötigen Schritte zu besprechen, empfing Trump im April den türkischen Finanzminister im Weißen Haus. Auch US-Finanzminister Steve Mnuchin und Trumps Chefberater Jared Kushner, nahmen an dem Treffen teil.

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