Antisemitismus
Zentralrat der Juden warnt vor AfD

Der Präsident des Zentralrats der Juden warnt vor Regierungsteilhabe der Rechtspopulisten in Sachsen und Brandenburg. Die AfD hetze gegen Minderheiten und schüre damit auch ein Klima gegen Juden. Das berichtet die Welt. „Die AfD ist meiner Meinung nach viel enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Sie schürt Ängste und fördert ein Klima der Ausgrenzung von Minderheiten“, so Josef Schuster im Interview mit der WELT AM SONNTAG. Die AfD verbände Anschläge islamistisch motivierter Täter mit populistischer Propaganda, um generell gegen Minderheiten zu hetzen, und schüre damit ein Klima letztlich auch gegen Juden. Wie die Welt weiter berichtet, warnt Schulz im Interview mit der WELT AM SONNTAG vor der Möglichkeit, dass sich Parteien nach der Wahl in Sachsen und Brandenburg in einer Minderheitsregierung von der AfD dulden lassen.
„Eine Minderheitsregierung unter Tolerierung der AfD würde bedeuten, dass sie bei ihren Entscheidungen immer auch nach rechts schielen müsste, um zu überleben. Das wäre für mich ein Vorbote dafür, dass eine der demokratischen Parteien über kurz oder lang doch ein Bündnis mit der AfD schließen würde.“

Norwegen
Angriff auf Moschee verhindert: Norwegische Polizei dankt muslimischen Senioren

Die norwegische Polizei bedankte sich am Samstag bei den zwei muslimischen Senioren, die einen Angreifer auf eine Moschee überwältigten und somit eine mögliche Tragödie verhinderten.

Lisbeth Hammer von der örtlichen Polizei begrüßte Mohamed Rafiq (65) und Mohamed Iqbal Jave (70) im Präsidium mit Blumen. Polizeichefin Beate Gangas Krog dankte den beiden Männern für ihren Mut und sagte, dass ihre heldenhaften Taten viele Leben gerettet hätten.

Der mutmaßlich rechtsextreme Phillip Manshaus war am 10. August mit mit zwei Schrotflinten und einer Pistole  in eine Moschee in einem Vorort von Oslo eingedrungen.

Manshaus wollte offenbar ein Massaker anrichten wie der von ihm verehrte Brenton Tarrant im März in Neuseeland. Der Australier hatte in Christchurch in zwei Moscheen 51 Muslime erschossen. Der 21-Jährige wird zudem verdächtigt, vor dem Angriff auf die Moschee seine 17-jährige Stiefschwester getötet zu haben. Ihre Leiche wurde in seiner Wohnung gefunden.

             

Balkan
Serbien: „Ein weiteres Land zieht die Anerkennung des Kosovo zurück“

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Belgrad – Der serbische Außenminister Ivica Dačić kündigte im staatlichen TV-Kanal RTS an, dass er nächste Woche den Namen des 15. Landes nennen werde, das die Anerkennung des Kosovo entzogen habe. „Momentan erkennen weniger als 100 Länder die Unabhängigkeit des Kosovo an“, so Dačić. „Wir haben kontinuierliche Aktivitäten mit Ländern, die das Kosovo anerkannt haben oder keine klare Meinung dazu haben, und wir haben mit einer Liste begonnen, die aus 116 Ländern besteht, die das Kosovo anerkannt haben. Wir haben diese Liste geändert, und jetzt ist die Anzahl der Länder auf der Liste unter 100. Es gibt 14 Länder, die die Anerkennung entzogen haben“, sagte Dačić. Zu der Weigerung des Gerichtshofs in Skoplje, das ehemalige Mitglied der UCK, Tomor Morino, an Serbien zu übergeben, sagte Dačić, dass er nicht sagen könne, dass es eine Überraschung sei, aber es sei sicherlich eine Verletzung internationaler Vorschriften. „Expansionistischer türkischer Einfluss“ Der renommierte ägyptische Journalist Abdel Latif El Menawy fordert in einem Kommentar in der ägyptischen Tageszeitung Al-Masry Al-Youm die Entscheidung Kairos während der Regierungszeit Mohamed Mursis Kosovo als Staat anzuerkennen, wieder rückgängig zu machen. Diese Entscheidung, so El Menawy, sei ein Fehler gewesen, da es die Beziehungen Ägyptens zu Serbien verschlechtert habe. Mursi habe auf Druck eines „expansionistischen türkischen Einflusses“ gehandelt, mit dem Ziel Ankaras, seine Einflussphäre im Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches wiederzuerlangen. El Menawy steht, nach Einschätzung internationaler Experten, der gegenwärtigen ägyptischen Regierung unter Abdel Fatah El-Sisi nahe. Kairo erkannte Kosovo am 26. Juni 2013 an – nur wenige Tage bevor das ägyptische Militär den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes stürzte.

Die serbische Tageszeitung Vecernje Novosti schrieb im Januar 2018, dass sich die Beziehungen Serbiens mit Ägypten seit dem Sturz Mursis wieder verbessert hätten und betonte, dass Kairo seit der Anerkennung Kosovos als Staat vor fast fünf Jahren noch immer keine Botschaft in Pristina eröffnet habe und es auch sonst keine diplomatischen Beziehungen gebe.

Vecernje Novosti berichtete, dass serbische Behörden in den kommenden Monaten die Liste aller Länder, die den Kosovo anerkannt haben, durchzugehen, um ihre eigene Liste derjenigen zu bestimmen, die diese Entscheidung möglicherweise widerrufen könnten, darauf werde „bald eine groß angelegte diplomatische Kampagne“ folgen.      

Essen
NRW-Landesregierung dringt auf sozialverträglichen Umbau von Thyssenkrupp

Essen – Angesichts der Krise von Thyssenkrupp dringt die NRW-Landesregierung auf einen sozialverträglichen Umbau des Essener Konzerns. „Wir beobachten die Entwicklung sehr aufmerksam und sind mit dem Management und den Arbeitnehmervertretern in enger Abstimmung“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Dabei hat ein sozialverträglicher Umbau des Konzerns für uns hohe Bedeutung.“ Auch Transfergesellschaften zur Abfederung von Stellenabbau seien „im konkreten Bedarfsfall eine Option“. Erlöse eines Börsengangs oder aus möglichen Teilveräußerungen der Aufzugsparte „müssen in die Zukunftsfähigkeit von Thyssenkrupp insgesamt investiert werden“, forderte Pinkwart im WAZ-Interview. „Nur so kommen sie auch den Beschäftigten und den Standorten zugute und stärken das Unternehmen langfristig.“ Pinkwart sieht erheblichen Investitionsbedarf bei Thyssenkrupp: „Im Stahlbereich sind im kommenden Jahrzehnt Milliarden-Investitionen erforderlich, damit Thyssenkrupp langfristig weitgehend klimaneutral produzieren kann.“

"Heroes of the Sea"
Fotograf York Hovest will ohne Seeerfahrung über den Atlantik rudern

Osnabrück – Obwohl alle drei über keinerlei Hochseeerfahrungen verfügen, plant der Münchner Fotograf York Hovest (41) zusammen mit zwei Freunden für Anfang Dezember eine Ruderüberquerung des Atlantiks von Gran Canaria nach Barbados. „Ich war auch kein Leistungsbergsteiger, bevor ich am Mount Everest war, und ich hatte noch nie den Dschungel wirklich betreten, bevor ich 124 Tage im Amazonas verschwunden bin,“ sagte Hovest der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Die Leistung entsteht im Kopf und nicht in den Muskeln.“ Derzeit trainiert Hovest auf dem Starnberger See für sein Vorhaben. Den Vergleich, das sei in etwa so, als ob man in der Badewanne dafür trainiere, den Ärmelkanal zu durchschwimmen, hält er für durchaus treffend: „Ich finde es sehr luxuriös, dass ich überhaupt am Starnberger See die Möglichkeit habe zu trainieren. Nicht vergleichbar mit dem Ozean, aber immerhin. Ich würde mir natürlich auch ein riesiges Jochen-Schweizer-Wellenbad wünschen. So müssen wir uns überraschen lassen, wie es auf dem Atlantik wird.“ Geplant sei, acht Stunden am Tag zu rudern, sagte Hovest weiter. „Wichtig ist es aber, dass jeder viermal am Tag zwei Stunden schläft. Der Rest der 24 Stunden geht für Rudern, Essenszubereitung, Toilette, Navigieren und so weiter drauf.“ Mit der Atlantiküberquerung und seinem neuen Fotoband „Heroes of the Sea“ will Hovest auf eine Online-Plattform zur Rettung der Ozeane aufmerksam machen: „Mein Ziel ist eine Aufklärungsarbeit, die jedem Nutzer auf der Welt zugutekommen kann. Wir würden alle gerne etwas tun, wissen aber nicht, was und wie. Deshalb programmieren wir zurzeit eine Datenbank, die wie Google und Wikipedia gleichermaßen funktioniert: eine Plattform, die alle Hilfsmaßnahmen für unsere Ozeane vereint und dem User die Möglichkeit bietet, individuell herauszufiltern, welche Informationen ihn interessieren. Wo zum Beispiel er aktiv werden kann und wie er sich selbst engagieren kann.“ Noch könne die Website allerdings nicht aufgerufen werden: „Unter der Domain www.heroesofthesea.com ist zurzeit noch die Atlantiküberquerung zu sehen. Nach unserer Rückkehr im Frühjahr 2020 wird sie dann in die globale Datenbank umgewandelt, mit der ich weltweit das Bewusstsein der Menschen für unsere Verantwortung den Meeren gegenüber schärfen möchte.“

USA
Kurz vor seinem Tod: Epstein war zwei Stunden mit „junger, hübscher Frau“ eingesperrt

In dem ohnehin bereits bizarren Fall rund um den Tod des US-Millardärs Jeffrey Epstein ist ein neues pikantes Detail aufgetaucht. Der wegen mutmaßlicher Sexualverbrechen an minderjährigen Mädchen angeklagte frühere Investmentbanker wurde US-Medienberichten zufolge von einer „jungen, hübschen, mysteriösen Frau“ mindestens zwei Stunden lang besucht, kurz nachdem er wegen eines vorausgegangenen Suizid-Versuchs mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen untergebracht wurde. „Epstein verbrachte mindestens zwei Stunden allein mit einer jungen Frau in einem privaten Raum, der für Häftlinge und ihre Anwälte reserviert war, so ein Anwalt, der an diesem Tag das Gefängnis besuchte“, berichtete das Wirtschaftsmagazin Forbes am Donnerstag. „Ihr Aussehen überraschte. Weil sie jung war. Und hübsch“, sagte der namentlich nicht genannte Anwalt der Forbes und fügte hinzu: „Wenn ich er wäre, hätte ich einen alten kahlen Kerl eingestellt.“ Die Quelle wies darauf hin, dass die junge Frau weder Reid Weingarten, die Hauptanwältin Epsteins, noch eine den Medien bekannte Rechtsberaterin war. Außerdem hatte die mysteriöse Frau keine Akten bei sich und trug das, was der Anwalt „Sunday Brunch Outfit“ nannte. „Es waren Hosen und eine Bluse“, sagte er und fügte hinzu: „Es könnten Jeans oder eine andere Art von Hose gewesen sein.“ Nach tagelangen Spekulationen über den Epsteins, hat am Freitag eine Autopsie den Suizid des 66-Jährigen bestätigt. Epstein habe sich im Gefängnis erhängt, teilte die Gerichtsmedizin am Freitag mit. Nach Epsteins Tod waren Verschwörungstheorien darüber aufgekommen, der Geschäftsmann und Milliardär sei ermordet worden.    

Auto-News
1600 PS: Bugatti stellt 9-Millionen-Dollar Supersportwagen Centodieci vor

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Bugatti präsentierte am Freitag auf einer Oldtimer-Show in Kalifornien sein neuestes limitiertes Modell. Der Bugatti Centodieci wird 9 Millionen Dollar kosten und nur 10 davon werden hergestellt. Dieses Auto ist eine Hommage an den Bugatti EB110 Supersportwagen der frühen 90er Jahre. Centodieci bedeutet 110 auf Italienisch. Der EB110 wurde im norditalienischen „Motor Valley“ gebaut, unweit von Lamborghini, Ferrari und Maseratis. Es war ein Versuch, die Marke Bugatti, die seit den 1950er Jahren inaktiv war, wiederzubeleben. Das Design des Centodieci erinnert an das niedrige, aggressive Aussehen des EB110. „Mit dem Centodieci verneigen wir uns vor dem Supersportwagen EB110, der in den 1990er-Jahren entstand und zu unserer traditionsreichen Geschichte gehört. Mit dem EB110 katapultierte sich Bugatti nach 1956 wieder mit einem neuen Modell an die automobile Weltspitze“, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti. Der W16-Zylinder leistet im Centodieci 100 PS mehr als im Chiron, also 1600 PS. Laut Bugatti beschleunigt der neue Supersportler von 0 auf 100 km/h in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 6,1 Sekunden und auf 300 km/h in 13,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 km/h elektronisch begrenzt. „Durch die Mehrleistung und das niedrigere Gewicht verbessert sich nochmals die Performance – für eine noch bessere Beschleunigung für hohe Geschwindigkeiten. Der Centodieci bietet unseren Kunden ein verbessertes Leistungsgewicht und ein noch dynamischeres Fahrverhalten“, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti.

Großbritannien
Brexit-Chaos: Pensionsfonds der türkischen Armee will „British Steel“ kaufen

Den insolventen britischen Stahlhersteller British Steel will der Pensionsfonds der türkischen Armee OYAK kaufen. Der Fonds habe eine entsprechende Vereinbarung über exklusive Verhandlungen mit dem britischen Unternehmen unterzeichnet, zitiert die Nachrichtenagentur AFP OYAK am Freitag. OYAK hoffe darauf, dass seine Ataer Holding den Kauf bis Ende dieses Jahres abschließen könne, berichtet das manager magazin weiter. Wie der Fonds weiter mitteilt, sei der Plan, British Steel zu übernehmen, Teil der „regionalen Wachstumsstrategie“ von OYAK in der Stahlbranche. Mit einem Vermögen von über 16 Milliarden Euro ist OYAK laut der britischen Tageszeitung The Guardian der größte Pensionsfonds in der Türkei und führt den Vorsitz in einem weitläufigen Imperium von Investitionen in sehr vielen Bereichen, von der Automobilherstellung über Energie und Finanzen. Der Fond ist auch der größte Aktionär des türkischen Stahlherstellers Erdemir.

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– Wirtschaft – Nach Erdogan: Immer mehr Länder senken Zinsen

Im vergangenen Monat ließ der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Leitzinsen um 4,25 senken und erntete dafür von der Opposition und auch von hiesigen Politikern und Medien viel Kritik und Spott.

Nach Erdogan: Immer mehr Länder senken Zinsen

Rentenpolitik
Rentenexperten: Ost-Renten-Angleichung ist in Wahrheit Rentenkürzung

Die bis 2024 beschlossene Angleichung der Ost-Renten an West-Niveau ist eigentlich eine Rentenkürzung für künftige Ost-Rentner. Das erklärten Rentenexperten gegenüber der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Sollte der Lohnabstand aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen bestehen bleiben oder sich sogar vergrößern, drohen künftige Ost-Rentner im Vergleich zu ihren westdeutschen Kollegen schlechtergestellt zu werden als unter den Bedingungen im Status quo“, sagte Jochen Pimpertz vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. „Denn für sie gilt bei der Ermittlung ihrer Rentenansprüche dann nicht mehr der Vergleichsmaßstab aller ostdeutschen Beitragszahler, sondern der aller Versicherten in Deutschland“, sagte Pimpertz. Dieser Nachteil der Ost-Renten-Angleichung werde aber bis heute „verdrängt“ und schon gar nicht im ostdeutschen Wahlkampf erwähnt, sagte auch der Düsseldorfer Rentenexperte Bert Rürup der Zeitung. Die Löhne in Ostdeutschland werden bisher mit dem sogenannten Umrechnungsfaktor für die Rentenberechnung aufgewertet. Damit soll kompensiert werden, dass die Durchschnittslöhne in Ostdeutschland auch 30 Jahre nach dem Mauerfall noch niedriger sind als in Westdeutschland. Im Zuge der beschlossenen Angleichung der Rentenwerte Ost an West wird diese Hochrechnung der Ost-Löhne jedoch schrittweise abgesenkt. Das kann für viele künftige Ost-Rentner ein merklicher Nachteil sein.

Tierschutz
Streit um Tierwohllabel: Verbraucherschützer stellen hinter Klöckner

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Osnabrück – Die Verbraucherschützer haben sich im Streit über ein Tierwohllabel hinter den Plan von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für ein freiwilliges Siegel gestellt. „Deutschland sollte jetzt mit einem freiwilligen Label starten, statt durch Endlosdiskussionen den Status quo zu zementieren. In einem ersten Schritt muss jetzt das freiwillige Tierwohllabel kommen!“, sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (vzbv), im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Länder und Industrie dürfen den ersten Schritt nicht weiter verzögern. Wer jetzt auf einem sofort verpflichtenden Label beharrt, wird sich verheben.“ Klöckner hat einen Gesetzentwurf für ein Tierwohllabel ausgearbeitet. Wegen des Widerstandes der Industrie und von Ländern wie Niedersachsen, die ein verpflichtendes Label fordern, liegt der Entwurf auf Eis. „Sehr viele Verbraucher wollen endlich wissen, wie es dem Tier vor dem Schlachten ergangen ist, und warten seit Jahren auf ein transparentes, staatliches Siegel“, sagte Müller. „Jetzt gibt es die Möglichkeit, und die darf die Bundesregierung nicht verstreichen lassen.“ Wenn es ein vertrauenswürdiges staatliches Label gebe und Handel und Landwirte Fleisch mit höheren Tierwohlstandards anbieten, „wird ein relevanter Teil der Bevölkerung dafür auch mehr bezahlen. Davon bin ich überzeugt“, sagte Müller, mahnte zugleich aber weitere Schritte an: „Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in einem Jahr sollte der Weg zu einer EU-weiten Kennzeichnungspflicht geebnet werden. Überdies muss sich Julia Klöckner viel stärker dafür einsetzen, dass Europas Bauern gefördert werden, wenn sie für mehr Tierwohl sorgen. Das, was die Ministerin in Berlin erzählt, muss sie in Brüssel umsetzen.“