Corona-Krise
Experte Böhm: Vielen Kindern geht es ohne Kita-Stress besser
Corona-Krise
IG Metall warnt vor „Corona-Generation“
Corona-Krise
SPD-Fraktionschef Kutschaty fordert Testzentren auch an Bahnhöfen und Fernbusbahnhöfen
Kanzleramtschef: „Test muss verpflichtend sein“
Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat Forderungen nach verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. „Wenn man mit einer frischen Infektion aus einem Risikogebiet kommt, dann dauert es zwei bis drei Tage, bis ein Test überhaupt positiv werden könnte. Wenn dann ein negativer Test vorliegt, kann eine Quarantäne auch vorzeitig beendet werden. Ein Test muss aber verpflichtend sein“, sagte Braun der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Der CDU-Politiker äußerte Unverständnis über Diskussionen in Deutschland, „ob das Virus überhaupt so ernst zu nehmen ist, weil wir im Vergleich bisher gut durch die Krise gekommen sind“. „Ich finde das verwunderlich. Wenn man international schaut, wie viele Länder es gibt, die jetzt in einer sehr ernsten Lage sind, weil sie von einer großen oder zweiten Welle mit hohen Infizierten- und auch Totenzahlen erfasst werden, dann zeigt das doch, in was für einer ernsten Lage wir immer noch sind“, sagte Braun gegenüber der NOZ. Der Vergleich der Zahlen sei nicht immer ganz einfach, weil unterschiedliche Länder unterschiedlich viel testen. „Aber wenn man alle Länder und alle Strategien vergleicht, kommt man zu dem Schluss: Wer gut durch die Krise kommen will, muss viel und transparent testen. Wir haben das von Anfang an getan, und weltweit tun es jetzt immer mehr Länder“, sagte der Kanzleramtschef.
Libyen-Krise
Libyen: Ägypten fordert von China Hilfe gegen die Türkei
Rebellenkommandeur Chalifa Haftar hatte bei seinem Kampf gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis Unterstützung von Kairo angefordert. Die Türkei unterstützt Libyens Präsident Fayiz As-Sarradsch.
Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Regierungschef as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Tripolis konnte somit die von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland unterstützten Truppen des abtrünnigen Militärkommandanten Haftar zurückdrängen.
Zum Thema
– Libyen-Krise – Libyen: Türkei und USA stärken zusammenarbeit
Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay sagte am Freitag, dass sich die verstärkte Zusammenarbeit der Türkei mit den USA in Libyen, positiv auf die Lage in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land auswirken könne.
Libyen: Türkei und USA stärken zusammenarbeit
Türkisch-albanische Beziehungen
Kooperationsabkommen: Türkei soll Albaniens Militär modernisieren
Rüstungsindustrie: Türkische Waffen weltweit gefragt
Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit. Der Professor und Militärexperte Andreas Krieg sagte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass die Türkei zur Schutzmacht der arabischen Golfstaaten aufsteigt und seine rüstungsindustriellen Fähigkeiten erfolgreich ausbaut. „Zahlreiche Panzerfahrzeugmodelle, die sich in der Türkei bewiesen, wurden zu wettbewerbsfähigen Exportprodukten“, erklärte ein Beamter für militärische Prokurator, der auf Rüstungsexport spezialisiert ist, im Gespräch mit dem Militärfachportal Defense News. „Das lässt sich als positiver Teufelskreis beschreiben: Erfolgreich lokal entwickelte Fahrzeuge bekommen zunächst die Chance, ihre Fähigkeiten auf heimischem Boden zu beweisen. Dann werden die Produkte an ausländische Akteure verkauft. Das verdiente Geld kann in neue Technologien investiert werden, was wiederum die Produktion vorantreibt“, fügte der Beamte hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ein solches Erfolgsunternehmen ist Nurol Makina, dessen Hauptgeschäft der Bau von allradbetriebenen taktischen Panzerfahrzeugen ist. Der rasante Anstieg der Arbeitsbelegschaft unterstreicht den Erfolg des Unternehmens, die von 110 Arbeitnehmern im Jahr 2012 auf 480 im vergangenen Jahr angestiegen ist. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum von nur fünf Millionen US-Dollar auf fast 100 Millionen US-Dollar zu. Das entspricht einem 20-fachen Anstieg in nur vier Jahren. Nurol verkaufte bereits 250 Exemplare seines Aushängeprodukts Ejder Yalcin. Das ist ein schwereres Kampfpanzerfahrzeug mit konventioneller und ballistischer Panzerung gegen Minen und improvisierte Sprengstoffe. Die Auftragsbücher für Ejder Yalcin übersteigen 500 Stück. Ejder Yalcin wird sowohl vom türkischen Militär als auch von Sondereinsatzkräften der Polizei im Südosten Anatoliens verwendet. Dort kämpft der türkische Staat gegen die terroristisch-separatistische kurdische PKK-Organisation seit 1984 einen blutigen Krieg. Unterdessen hat Nurol ein leichteres Schwestermodell des Ejder Yalcin unter dem Namen Ilgaz entwickelt. Die ersten zwei Einheiten wurden exportiert.
„Unglücklicherweise gibt es keine deutlichen Zeichen, dass sich die Konflikte in diesem Teil der Welt in den nächsten drei Jahren legen werden. Nehmen wir zum Beispiel die türkischen Militäroperationen in Syrien. Diese werden vorläufig nicht enden. Auch wenn sie es tun sollten, wird die türkische Armee als Abschreckungsmacht wohl in Syrien bleiben.“Mehr als 15.000 Kämpfer der verbotenen PKK-Organisation und über 1.000 türkische Sicherheitskräfte haben ihr Leben seit dem erneuten Ausbruch des Krieges im Juli 2015 verloren. Diese Auseinandersetzungen und die aktive Bekämpfung der Terrormiliz IS (Daesh) in Syrien und Irak zwangen Ankara, ein Augenmerk auf verschiedene Typen von gepanzerten Fahrzeugen zu werfen. Die Teilnahme an asymmetrischen Kriegsschauplätzen erhöht die Nachfrage für intelligente Lösungen aus dem Bereich gepanzerter Fahrzeuge. Alleine in diesem Jahr kauft das türkische Innenministerium 440 taktische Panzerfahrzeuge und 50 Wasserwerfer zur Zerschlagung von Demonstrationszügen. Die Gendarmerie erwirbt laut offiziellen Angaben 200 Panzerfahrzeuge und 100 minenwiderstehende und hinterhaltgeschützte Fahrzeuge. Golfregion größter Wachstumsmarkt für Türkei Vertreter des militärischen Beschaffungsamtes teilten auf Anfrage mit, dass Polizei und Militär „für fast alle Typen gepanzerter Fahrzeuge“ eine große Nachfrage hätten. Ein Beamter erklärte:
„Wir erwarten auch eine beachtliche Nachfrage für türkische Verteidigungslösungen von ausländischen Märkten, insbesondere aus der arabischen Golfregion und Nordafrika.“Der türkische Rüstungsexperte Yusuf Akbaba kommentierte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass „die Golf-Region den wichtigsten Wachstumsmarkt mit dem größten Potenzial für türkische Rüstungsprodukte darstellt“. Ein Zeichen für den wachsenden Einfluss der Türkei sei der Abschluss eines millionenschweren Rüstungsabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während der Internationalen Rüstungsmesse in Abu Dhabi Ende Februar unterzeichnete das türkische Unternehmen Otokar ein Abkommen in Höhe von 661 Millionen US-Dollar mit den Streitkräften der Vereinigten Arabischen Emirate für den Bau eines gepanzerten Infanteriefahrzeuges vom Typ Arma 8×8. Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Professor der militärwissenschaftlichen Abteilung am renommierten Kings College in London, Andreas Krieg, der für die katarischen Streitkräfte tätig war. Auf die Frage, welche Rolle politische Allianzen Ankaras mit der Golfregion für die Nachfrage türkischer Rüstungsprodukte spielten, antwortete der Professor:
Eine verteidigungspolitische Quelle aus Ankara, die nicht namentlich genannt werden will, bestätigte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass es gegenwärtig Verhandlungen zwischen der türkischen Regierung und Saudi-Arabien sowie Bahrain über die eventuelle Errichtung von Militär- und Ausbildungsbasen gebe. Mit Blick auf die rüstungsindustriellen Fähigkeiten der Türkei bemerkte Krieg:„Ankaras Rolle in der Region hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Vor allem in Riad und Doha wird die Türkei als moralischer und wirtschaftlicher Partner gesehen. Man hat gemeinsame Interessen und Ziele, vor allem in Syrien und im Irak. Die Türkei positioniert sich zudem als Schutzmacht am Golf, vor allem in Katar. Das heißt, dass nicht nur die Rüstungsindustrie in der Türkei davon profitieren soll, sondern auch dass das türkische Militär am Golf Trainingsbasen aufbaut, um die dortigen Streitkräfte auf die Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus, gegen Aufständische für die Freiheit der Handelswege vorzubereiten.“
Nach Meinung eines Beamten aus dem Verteidigungsministerium in Ankara, der ebenfalls anonym bleiben möchte, konkurriert die Türkei in Nahost erfolgreich mit westlichen, israelischen und südkoreanischen Unternehmen. Der Beamte fügte hinzu:„Während das Training des türkischen Militärs sehr gut ist und auch mit den Trainingsstandards westlicher Streitkräfte mithalten kann, ist die Rüstungsindustrie noch nicht ganz da, wo sie sein muss oder soll.“
„Ironischerweise ist in diesem Sektor auch die Kooperation zwischen Rivalen eine willkommene Möglichkeit. Einige ausländische Unternehmen wünschen sich sehr, mit den kosteneffizienten und verlässlichen türkischen Rüstungsherstellern zusammenzuarbeiten.“Laut Nurol-Geschäftsführer Aykol gehört die Türkei zu jenen Staaten, die auf hohem Niveau Rüstungsprodukte anbieten. „Wir konkurrieren mit US-amerikanischen und israelischen Herstellern.“ Dazu Professor Krieg vom Kings College:
„Die türkischen Produkte sind nicht schlecht und können sicherlich mit denen Pakistans, Chinas und in einigen Gebieten sogar mit westlichen Produkten mithalten. Sie sind aber im Vergleich um einiges günstiger als die Produkte aus dem Westen. Wenn es um Mannschaftstransportwagen geht oder um Schützenpanzer, da sind FNSS und Otokar nicht mehr so weit weg von der westlichen Konkurrenz, was die Qualität angeht.“Er fügte hinzu, dass der gefallene internationale Ölpreis auch die Golfstaaten dazu zwang, auf den Preis zu schauen. Deshalb „kann die Türkei den Golfstaaten eine günstige Alternative zu den geläufigen westlichen Produkten“ erfolgreich anbieten. Er bemerkte:
„Der Preis spielt am Golf momentan eine große Rolle. Die Türkei kann den Golfstaaten helfen, sich aus der Abhängigkeit vom Westen zu befreien. Katar zum Beispiel hat eine Initiative gegründet, um zusammen mit der Türkei und Pakistan ein neues Rüstungsunternehmen zu gründen. Außerdem sind die türkischen Produkte ein gutes Add-On zu den vorhandenen teuren westlichen Produkten. Das heißt, Golfkooperationsländer kaufen ein kleines Kontingent an westlichen Produkten und bauen darum Bataillone auf, die zu 30 Prozent westlich gerüstet sind und zu 70 Prozent aus der Türkei, Finnland, Pakistan und anderen Staaten beliefert werden.“
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Cumhurbaşkanı Erdoğan, Cuma namazını, 86 yıl sonra ibadete açılan Ayasofya-i Kebir Cami-i Şerifi’nde kıldı https://t.co/OUt3ZwLP8r pic.twitter.com/N8wy8i4NP8
— T.C. Cumhurbaşkanlığı (@tcbestepe) July 24, 2020
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Moskau verurteilt „Gewalt gegen russische Journalisten“ in den USA
We strongly condemn the police attack on the @channelone_rus journalists covering the protests in 🇺🇸 Portland. We call on American colleagues to implement the provisions of the #OSCE Ministerial Council decision on safety of journalists pic.twitter.com/mX71JX6WuY
— Russian Mission OSCE (@RF_OSCE) July 22, 2020


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