Von Kemal Bölge
Selten gab es eine türkische Rockgruppe, die 1968 gegründet, den Stil des anatolischen Rock so eindrucksvoll prägte wie die Band Moğollar.
Sie waren es, die die türkische Rockmusik mit der Volksmusik kombinierten. Instrumente wie die Laute (Bağlama), die kleine Langhalslaute (Cura) sowie die faszinierenden Rhythmen und Tänze gelangten auch nach Europa. Die Wege von Engin Yörükoğlu, Cahit Berkay, Murat Ses und Aziz Ahmet kreuzten sich 1967, da alle zuvor bei verschiedenen Musikgruppen Erfahrungen gesammelt hatten. Als die vier beschließen, ihre musikalischen Gemeinsamkeiten als Team zu verfeinern, gesellt sich der Bassist Haluk Kunt dazu.
Die erste 45er-Single mit dem Song Artık Çok Geç (Jetzt ist es zu spät) veröffentlichen Moğollar 1968. Für die späten 60er-Jahre ist dieses melancholische Lied der erste Erfolg. Die zweite Single Mektup (Der Brief) entwickelt sich zu einem echten Hit. Der psychedelic Rock der 60er-Jahre ist deutlich hörbar. Den endgültigen Durchbruch schaffen sie im gleichen Jahr beim Musikwettbewerb des goldenen Mikrofons mit dem Titel Ilgaz. Dabei geht es um den gleichnamigen Berg Ilgaz in Kastamonu/Türkei.
Der ungewohnten Popularität folgt eine Konzerttour durch die gesamte Türkei und ein Plattenvertrag mit CBS in Paris. Mit dem neuen Vertrag in der Tasche bringen Moğollar das englischsprachige Lied Behind The Dark heraus. Das Glück ist hold mit den fünf Musikern und ihnen gelingen weitere Hits und 1971 die erste LP.
Während des Aufenthalts in Paris lernen sie Barış Manço kennen, der zu dieser Zeit in Belgien lebt, sich aber gerade in der französischen Hauptstadt aufhält. Manço erkennt das musikalische Potenzial und beschließt, mit der Gruppe zusammenzuarbeiten. Die Entscheidung zum Musikprojekt sollten sie nicht bereuen.
Ein Song von dieser kongenialen Zusammenarbeit ist İşte Hendek İşte Deve (1971). Als Gruppe veröffentlichen Moğollar zwei LPs und eine Single. Es folgt ein weiterer Vertrag mit einer Plattenfirma, aus dem unter anderem das Lied Düm Tek entsteht. Das Jahr 1976 ist ein einschneidendes Jahr für die Band, denn es kommt in Paris zum Zerwürfnis und zur Trennung. Es ist Spekulation, ob es am musikalischen Erfolg lag, der Moğollar zu Kopf gestiegen war oder die unterschiedlichen Ziele der Musiker.
Wir schreiben das Jahr 1992: Die Redaktion der Zeitschrift Leman hat eine pfiffige Idee. Moğollar sollen als Gruppe wieder Musik machen. Dazu wird eine Unterschriftenaktion gestartet und am Ende der Kampagne kommen mehrere Tausend Unterschriften zusammen. Die Musiker bitten um Bedenkzeit und feiern 1993 mit einem Konzert in Istanbul ein musikalisches Revival.
Motiviert vom großen Zuspruch und Erfolg bringt die Gruppe bis 2004 fünf weitere Alben heraus. Neben Serhat Ersöz stößt der Sohn von Cem Karaca, Emrah Karaca zur Band. 2009 gelingt ein qualitativ richtig gutes Album Umut Yolunu Bulur (Die Hoffnung wird seinen Weg finden). Hier ein Absatz aus dem Song, den ich sinngemäß übersetzt habe.
Savrulurken düşünceler her an aklımda
Ben kalırım zaman gider bakmaz ardına
Gün değirmeni boş duvarlarda
Dur dönüp durma dur dönüp durma
Während ich verwehe, sind meine Gedanken jederzeit in meinem Kopf
Ich bleibe, die Zeit vergeht und blickt nicht zurück
Die Tage vergehen schnell, die Tage vergehen schnell
Lass die Zeit stehen bleiben
Die Künstler brachten 2014 ein weiteres Album mit alten Songs heraus. Ein großer Verlust für die Gruppe war der Tod des Schlagzeugers Engin Yörükoğlu 2010 sowie des Solisten Aziz Ahmet, der 2018 verstarb. Ein bekannter Protestsong ist Dinleyiverin Gari (Hört euch das mal an). Das Video dazu ist vom Konzert 2019 in Ankara. Von den ursprünglichen Bandgründern ist nur noch Cahit Berkay übriggeblieben, der über eine lange Zeit als der Kopf der Musiker galt. Bleibt zu hoffen, dass diese großartigen Musiker als Gruppe erhalten und vielen Menschen noch lange in Erinnerung bleiben mögen.
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Inspiriert durch den Rock ’n’ Roll der damaligen Zeit, gründete 1958 ein Jugendlicher aus Istanbul mit 15 Jahren seine erste Musikband mit dem Namen „Kafadarlar“ und ein Jahr später gab er sein erstes Konzert am Galatasaray-Gymnasium.
Ein internationaler Think Tank platzierte am Sonntag die First Lady der Türkei unter den zehn einflussreichsten muslimischen Persönlichkeiten der Welt.
Das Institut für Frieden und Entwicklung (INSPAD), das in Belgien und Pakistan ansässig ist, hat Emine Erdoğan für ihre Verdienste in verschiedenen Bereichen für den internationalen Friedenspreis 2020 nominiert. Das Institut INSPAD zeichnet muslimische Persönlichkeiten aus aller Welt für ihre Verdienste aus.
Auf der Liste stehen auch der ehemalige malaysische Premierminister Mahathir bin Muhammad, die Vorsitzende des Frauenrats von Bahrain, Shaikha Noora Al Khalifa, der Generalsekretär der muslimischen Weltliga, Mohammad bin Abdulkarim Al-Issa aus Saudi-Arabien, und die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar.
Darüber hinaus das Mitglied des britischen Oberhauses Lord Nazir Ahmed, der Vorsitzende des Muslimischen Instituts von Pakistan Sahibzada Sultan Ahmed Ali und Ibrahim Bin Salah Al-Naumi, der Unterstaatssekretär für Hochschulbildung und Vorsitzender des Internationalen Zentrums für interreligiösen Dialog in Katar/ Doha, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.
Der Präsident von INSPAD, Muhammad Tahir Tabassum, sagte gegenüber Anadolu, dass Emine Erdogan wegen ihrer enormen Verdienste im Bereich der sozialen Entwicklung mit Schwerpunkt auf der Stärkung der Rolle der Frau, der Umwelt, der Kultur, der Kunst und des sozialen Bewusstseins ausgewählt wurde.
Das Gremium, dem 5.000 Friedensbotschafter und über 12.000 Mitglieder aus verschiedenen Ländern angehören, wählt jedes Jahr bedeutende muslimische Persönlichkeiten aus aller Welt aus.
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London: Türkische First-Lady Emine Erdogan mit „Changemaker“-Preis ausgezeichnet
„Ich nehme diese Auszeichnung im Namen des großzügigen türkischen Volkes entgegen, dessen Herzen schmerzen, wenn sie ein Kind unter Tränen sehen, und das einen Ausländer nicht mit Argwohn, sondern als göttlichen Gast betrachtet“, sagte Erdogan in ihrer Dankesrede.
New York – Die Ratingagentur Moody’s warnte vor einer möglichen Zahlungsbilanzkrise und stufte das Kreditrating der Türkei auf „Ramsch“ (B2) herab. Dies sei die niedrigste Einstufung, die das Land je erhalten habe, berichtet Bloomberg.
„Die externe Verwundbarkeit der Türkei nimmt zu“
Moody’s verwies auf die sich „verschärfende externe Verwundbarkeit, die Aushöhlung der fiskalischen Puffer und die institutionellen Herausforderungen“.
Die Agentur stufte die Ratings für staatliche Emittenten und vorrangige unbesicherte Schuldtitel der Türkei von B1, fünf Stufen unter Investment Grade, auf B2 herab und behielt einen negativen Ausblick für das Land bei. Die Herabstufung bringt die Türkei auf eine Stufe mit Tansania, Ruanda und Jamaika.
„Es ist immer wahrscheinlicher, dass sich die externe Verwundbarkeit der Türkei in einer Zahlungsbilanzkrise herauskristallisiert“, so Moody’s. „Da die Risiken für das Kreditprofil der Türkei zunehmen, scheinen die Institutionen des Landes nicht willens oder nicht in der Lage zu sein, diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen“, so Moody’s.
Die Herabstufung von Moody’s erfolgt drei Wochen, nachdem Fitch Ratings seinen Ausblick für die langfristigen Emittentenausfallratings der Türkei von stabil auf negativ revidiert hat. Diese Revision war eine Folge der zunehmenden finanziellen Risiken des Landes aufgrund der Erschöpfung der Devisenreserven, der schwachen Glaubwürdigkeit der Geldpolitik, der negativen Realzinsen und des beträchtlichen Leistungsbilanzdefizits, das zum Teil durch einen starken Kreditimpuls angeheizt wurde.
Moody’s behielt seinen negativen Ausblick für die Türkei bei und sagte, dass sich die finanzpolitischen Kennzahlen im kommenden Jahr schneller verschlechtern könnten als derzeit erwartet.
Sie warnte auch vor einem „erhöhten Niveau“ geopolitischer Risiken, da die Beziehungen der Türkei zu den USA und der Europäischen Union sowie die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum eine Krise beschleunigen könnten.
Die Devisenreserven der Türkei, ausgenommen Gold, sind nach Angaben der Rating-Agentur seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar am 4. September gefallen.
Athen – Die griechische Regierung bezeichnet die Rückkehr der Oruc Reis aus den umstrittenen Gewässern nach wochenlanger Spannung als „einen positiven Schritt“.
„Die Rückkehr der Oruc Reis ist ein positiver erster Schritt, ich hoffe, dass es Kontinuität geben wird. Wir wollen mit der Türkei reden, aber in einem Klima ohne Provokationen“, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor Reportern in Thessaloniki.
Ein türkisches Erdgas-Erkundungsschiff, dessen Forschungen in einem umstrittenen Gebiet des östlichen Mittelmeers im Mittelpunkt einer wochenlangen Konfrontation zwischen Ankara und Athen standen, ist in die Gewässer in der Nähe der südlichen Türkei zurückgekehrt – ein Schritt, den Griechenland als einen positiven ersten Schritt zur Entspannung der Spannungen im Zusammenhang mit den Offshore-Ressourcen bezeichnete.
Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte dagegen, das Schiff sei im Rahmen des vorgegebenen Plans an Land zurückgekehrt, und betonte, dies bedeute nicht, dass die Türkei ihre Ansprüche aufgegeben habe. Vielmehr gebe es „geplante Bewegungen zurück und vorwärts“.
Die Türkei habe sich immer im Sinne guter nachbarschaftlicher Beziehungen verhalten und erwarte das auch von der anderen Seite. Die Türkei unterstütze Frieden und Dialog, „wenn unsere Wünsche und Forderungen erfüllt sind“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Akar.
Mitsotakis sagte, der Streit mit der Türkei müsse im Dialog beigelegt werden. Er sei bereit, Gespräche über mögliche Erdöl- und Erdgasvorkommen wieder aufzunehmen. „Wenn wir Anzeichen einer Deeskalation in der Praxis sehen, werde ich der Erste sein, der sich an den Verhandlungstisch setzt“, berichtet die tagesschau.Auch der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu rief zu einem Dialog auf
Çavuşoğlu betonte die Notwendigkeit einer prinzipientreuen Haltung und eines ehrlichen Handelns und forderte Griechenland auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und seine Haltung zu erklären, wenn es tatsächlich Vertrauen in seine Argumente hat.
„Wir sind dafür, uns an den Tisch zu setzen, weil wir Vertrauen in uns selbst haben, aber Griechenland scheint diesen Ansatz nicht zu akzeptieren“, sagte Çavuşoğlu während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem kongolesischen Amtskollegen Claude Gakosso in Istanbul und fügte hinzu, dass die Türkei bereit sei, Gespräche ohne Bedingungen zu führen.
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„Der Frieden wird siegen“: Türkische Stadt sendet Botschaft an Griechenland
Inmitten der Spannungen zwischen Ankara und Athen hat eine türkische Stadt eine schöne Botschaft des Friedens an Griechenland gesendet.
Kaxgar – Die uigurischen Bewohner mindestens eines Dorfes in der Stadt Kaxgar in der nordwestchinesischen Autonomen Region Xinjiang, haben sich seit Jahren nicht mehr das Gesicht gewaschen, aus Angst, dass sie beschuldigt werden, muslimische Gebetswaschungen durchgeführt zu haben, und in ein Internierungslager geschickt zu werden, so ein örtlicher Beamter.
Wie Radio Free Asia (RFA) berichtet, werden Uiguren, die einfache religiöse Praktiken wie das Gebet ausüben, regelmäßig des religiösen Extremismus beschuldigt werden, und dass die Behörden darauf angewiesen sind, dass Nachbarn sich gegenseitig überwachen, um festzustellen, ob jemand „schuldig“ ist.
Diejenigen, bei denen „extremistische Tendenzen“ festgestellt wurden, müssen demnach mit einer Inhaftierung innerhalb des ausgedehnten Netzes von Internierungslagern in Xinjiang rechnen, in denen die Behörden vermutlich bis zu 1,8 Millionen Uiguren und andere muslimische Minderheiten seit April 2017 festhalten.
Die Uiguren waschen demnach ihre Gesichter morgens bereits seit zwei Jahren nicht mehr, aus Sorge, dass sie verdächtigt würden, die vor den rituellen täglichen Gebeten der Muslime erforderlichen Waschungen vorgenommen zu haben, so ein dörflicher „Brigadeführer“ in Kashgar – ein Freiwilliger, der für die Überwachung von zehn Haushalten verantwortlich ist, gegenüber RFA.
Der Brigadeführer, der seine Pflichten als „Abstimmung mit der Regierung und die Beseitigung religiöser Praktiken“ bezeichnete, sagte, die Dorfkader hätten die Einwohner davor gewarnt, sich das Gesicht zu waschen, da es sonst „Ärger für Sie bedeutet“.
„Morgens gehen wir hin und fragen die Leute, was sie vorhaben, um zu sehen, was sie tun – machen die Leute Namaz (rituelles Gebet) oder nicht, waschen sie sich? Wir sehen uns solche Dinge an“, zitiert RFA den Aufpasser, der aus Angst vor Strafmaßnahmen unter der Bedingung der Anonymität gesprochen habe.
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– Xinjiang –
China: „Uigurische Babys wie Abfall weggeworfen“
Um das Bevölkerungswachstum der unerwünschten muslimischen Uiguren zu beschränken, habe Chinas kommunistische Regierung angeordnet, dass Babys kurz vor oder nach der Geburt getötet werden.
Istanbul – Im Streit um türkische Gasbohrungen im östlichen Mittelmeer hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Kritik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an seiner Politik zurückgewiesen und ihn vor Einmischung gewarnt.
Erdogan erinnerte in einer Rede in Istanbul an Frankreichs Massaker in Algerien und Ruanda und sagte, der französische Präsident könne der Türkei „keine Lektionen über Menschlichkeit erteilen“. „Herr Macron, Sie werden noch viel mehr Probleme mit mir haben“, so Erdogan bei einer Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Militärputsches von 1980.
In einer direkten Anspielung auf Präsident Emmanuel Macron sagte Erdogan: „Sie [Macron] haben keine Kenntnis der Geschichte. Sie kennen die Geschichte Frankreichs nicht“.
„Sie können uns keine Lehren über die Menschlichkeit erteilen“, fügte er hinzu und erinnerte an die Massaker in Algerien, bei denen etwa eine Millionen Menschen getötet wurden und an Ruanda, wo 800.000 Menschen ums Leben kamen.
„Legen Sie sich nicht mit der Türkei und dem türkischen Volk an“, fügte Erdogan hinzu.
„Rote Linie“
Macron sagte am Donnerstag, der NATO-Partner Türkei sei seiner Ansicht nach kein Partner mehr in der Mittelmeerregion.
„Unsere roten Linien sind einfach der Respekt vor der Souveränität eines jeden europäischen Mitgliedstaates, die Achtung des Völkerrechts“, so Macron bei einem Gipfeltreffen von Staats- und Regierungschefs aus sieben südlichen EU-Staaten auf Korsika.
Die Türkei verurteilte Macron am Donnerstag daraufhin wegen seiner „arroganten“ Äußerungen mit „kolonialen Reflexen“. In einer Erklärung sagte das türkische Außenministerium, Macron gefährde mit seiner „individuellen und nationalistischen Haltung“ die Interessen der EU.
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– Genozid von Ruanda –
Bericht: Franzosen am Völkermord in Ruanda beteiligt
Laut einem neuen Untersuchungsbericht waren französische Regierungs- und Militärbeamte im Jahre 1994 an der Lieferung von Waffen an die Täter des Völkermords von Ruanda beteiligt und behinderten Bemühungen, sie vor Gericht zu bringen.
Das Auto dominiert als Verkehrsmittel die deutsche Verkehrsinfrastruktur. Trotz öffentlicher Debatten um Klimaschutz und Verkehrswende stieg allein von 2009 bis 2019 die Pkw-Dichte in Deutschland um 12 % von durchschnittlich 509 auf 569 Pkw pro 1 000 Einwohner, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sowie eigener Berechnung mitteilt. Im selben Zeitraum erhöhte sich der Bestand an Pkw um 14 % von 41,3 Millionen auf knapp 47,1 Millionen.
In den Bundesländern im Westen fiel die Pkw-Dichte 2019 mit 586 Fahrzeugen auf 1 000 Einwohner höher als in den östlichen Bundesländern (497) aus.
Im Saarland war 2019 die Pkw-Dichte mit 640 Pkw je 1 000 Einwohner am größten, gefolgt von Rheinland-Pfalz (619) und Bayern (613). Die Stadtstaaten weisen – aufgrund unterschiedlicher infrastruktureller Gegebenheiten wie etwa dem überwiegend gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) – die geringste Pkw-Dichte auf. In Berlin gibt es mit Abstand am wenigsten Pkw pro 1 000 Einwohner (335), gefolgt von Bremen (430) und Hamburg (434).
Ausbau von Straßen des überörtlichen Verkehrs vor allem in Ostdeutschland
Während die Zahl der Autos in Deutschland seit Jahren steigt, stagnierte die Länge des Straßennetzes des überörtlichen Verkehrs. Von 1995 bis 2019 wuchs es in Deutschland um rund 1 200 Kilometer auf 230 000 Kilometer (+0,5 %).
Nach der deutschen Vereinigung standen vor allem Straßen in den östlichen Bundesländern im Fokus. Während zwischen 1995 und 2019 die Länge der Straßen des überörtlichen Verkehrs dort von 54 450 Kilometern auf 56 300 Kilometer anstieg (+3,4 %), ging im selben Zeitraum die Straßenlänge in den westlichen Bundesländern geringfügig zurück: von rund 174 150 auf 173 500 Kilometer (-0,4 %).
Mehr Autobahnkilometer
Eine Autobahn-Anbindung ist für den Transport von Waren und damit für die Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor. Die Autobahnlänge stieg in Deutschland stark an: von 1995 bis 2019 um 18 % auf gut 13 100 km. Aufgrund des besonderen Nachholbedarfs in den östlichen Bundesländern legte die Autobahnlänge dort um 57 % auf 3 050 Kilometer zu, in Westdeutschland um knapp 10 % auf 10 100 Kilometer.
Straßennetz fast sechsmal so dicht wie Schienenstreckennetz
2019 standen knapp 230 000 Kilometer Straßen des überörtlichen Verkehrs etwa ein Sechstel an Schienen-Streckenlänge gegenüber (42 000 Kilometer inklusive Straßen- und Anschlussbahnen). Von 2005 bis 2019 wuchs das Schienenstreckennetz bundesweit um 1,5 %. Während der Bestand in den westlichen Bundesländern um rund 200 Kilometer auf gut 28 900 (-0,6 %) abnahm, wurde dieser im hier betrachteten Zeitraum in den östlichen Bundesländern um etwa 800 Kilometer auf gut 13 000 (+6,6 %) erweitert.
8 % mehr beförderte Passagiere im Liniennahverkehr (2010 bis 2019)
Die mit der wachsenden Bevölkerung gestiegene Mobilität schlägt sich auch in Fahrgastzahlen im Linienverkehr nieder. So nahm die Zahl der beförderten Personen in Bussen und Bahnen in Deutschland zu: von 10,6 Milliarden im Jahr 2010 auf 11,4 Milliarden im Jahr 2019 – eine Zunahme um 8 %. Im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland kehrte sich allerdings das Verhältnis um. Während bei der Pkw-Dichte die westlichen Bundesländer höhere Zuwachsraten aufwiesen, nahm die Zahl der Menschen, die den ÖPNV nutzten, in den östlichen Bundesländern stärker zu (+14 %) als in den westlichen (+6,5 %). Besonders stark war dabei das Wachstum in Berlin (hier dem Osten zugeordnet) mit 24,6 %. In den übrigen östlichen Bundesländern betrug das Wachstum dagegen nur 1,6 %.
Pkw-Dichte war 2019 im Saarland am höchsten mit 640 Pkw pro 1000 Einwohner
Länge des Autobahnnetzes nahm in den östlichen Bundesländern von 1995 bis 2019 um 57 % zu
Liniennahverkehr erfuhr von 2010 bis 2019 vor allem in den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin starken Zulauf
Die FDP-Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für das Düsseldorfer Oberbürgermeisteramt bei der NRW-Kommunalwahl am Sonntag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Bundesregierung aufgefordert, Tausende Flüchtlinge aus dem abgebrannten Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos zu evakuieren.
„Europa darf nicht weiter zuschauen, was in Griechenland passiert. Deutschland sollte mit Beispiel voran gehen und einen Großteil der Flüchtlinge evakuieren“, sagte Strack-Zimmermann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Es hätten sich genügend deutsche Städte angeboten, sie aufzunehmen.
Es sei erschreckend, wie sprachlos Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bisher gewesen sei. „So viel zum Namen seiner Partei ,Christlich Soziale Union'“, sagte die FDP-Politikerin. Seit fünf Jahren diskutiere Europa, wie mit den Flüchtlingen umgangen werden soll. Deutschland müsse seine derzeitige EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, eine gemeinsame europäische Asylpolitik zu schaffen.
Dazu gehöre, jene EU-Länder finanziell zur Kasse zu bitten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen.
„Ich hatte die große Hoffnung, dass unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft endlich eine Lösung gefunden wird und die nicht-willigen europäischen Länder entsprechend mit finanziellen Sanktionen rechnen müssen, wenn sie sich weiter sperren, sich auch um Flüchtlinge zu kümmern .“
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In der Corona-Krise erfuhr jeder Deutsche am eigenen Leib, wie schnell sich die gewohnte Situation verändern kann. Durch Einschränkungen wurden nicht nur große Menschenansammlungen verboten, sondern auch zahlreiche Unternehmen mussten ihre Schotten schließen.
Betroffen waren hiervon auch Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros, sodass Sportfans oder Casinospieler keinerlei Chance mehr hatten, ihrem Hobby nachkommen zu können. In diesem Zeitraum konnten Online Casinos mit Spielautomaten, Roulette, Black Jack und vielen weiteren Games einen deutlichen Zuwachs erzielen.
Dadurch, dass jede Spielhalle in Deutschland geschlossen war, profitierten die Online und Roulette Casinos. So konnte beispielsweise das Mr Green Casino durch seine TV-Werbung profitieren und erhielt zahlreiche neue Anmeldungen. In einem Online Casino fühlen sich Spieler zumeist rundum wohl, da es viele Unterschiede zu einer Spielhalle gibt. Mehr zu den Vorteilen wollen wir Ihnen heute aufzeigen.
Wir haben uns in der Casinobranche ein wenig umgesehen und konnten zahlreiche Eigenschaften eines Online Casinos entdecken, die in einer Spielhalle nicht angeboten werden. All diese Vorteile werden wir Ihnen nun präsentieren. Aber auch ein kleiner Blick auf den Nachteil des Onlineangebotes wollen wir aufzeigen.
Die Auswahl eines passenden Online Casinos mit Roulette
Beginnen wir erst einmal mit der Auswahl eines geeigneten Anbieters. Dadurch, dass die Glücksspielindustrie nahezu jährlich neue Rekordumsätze verzeichnen kann, kommen auch Betrüger auf die Idee, sich ein Stück des Kuchens sichern zu wollen. Immer häufiger gibt es inzwischen Testberichte über unseriöse Spielstätten im Internet. Diese sollten Sie natürlich vermeiden, sodass Sie vor der Anmeldung erst einmal einen Erfahrungsbericht lesen sollten, um über die Sicherheit und Seriosität eines Casinoportals aufgeklärt zu sein.
Nur wenn ein Casino eine gültige Glücksspiellizenz besitzt und auch sonst einen sehr guten Eindruck hinterlässt, sollte eine Anmeldung und anschließende Einzahlung vollzogen werden, um mit etwas Glück den Jackpot knacken zu können. Auch der Kundenservice und viele weitere Eigenschaften geben einen Einblick, auf die Sicherheit und Seriosität eines Online oder Roulette Casinos.
Unterschiede zwischen Spielhallen und einem Online Casino
Bereits beim Betreten einer Spielhalle oder einer Spielbank, gibt es einige Unterschiede zu einem Online Casinoportal. So sind in einer Spielhalle oder Spielbank zahlreiche weitere Spieler an den Automaten oder Tischspielen zu finden, während in einem Internet Casino Sie ganz auf sich alleine gestellt sind.
Der Vorteil, dass Sie an einem Automaten Ihrer Wahl spielen können, ist nur in einem Online Casino zu finden, da eine Spielhalle nur eine gewisse Anzahl an Automaten bereitstellt und diese durch ein hohes Besucheraufkommen allesamt besetzt sein können.
Durch die neuen Regelungen der Bundesregierung ist auch das Aufladen eines Spielautomaten sehr nervig geworden. So werden nach wenigen Sekunden 0,20 Euro auf das Konto gebucht, während eine Einzahlung im Online Casino sofort vollständig zur Verfügung steht und Sie deshalb mit einem hohen Einsatz starten können, sodass gleich zu Beginn höhere Gewinne zustande kommen können.
Bonusangebote für Spielautomaten und das Live Casino
Sicherlich wird der ein oder andere Leser bereits mit einem Online Casino konfrontiert worden sein. Durch TV-Werbung und Werbung im Internet erfährt man bereits viel über das Bonusangebot, welches für Neukunden bereitgestellt wird.
Auch diese Eigenschaft ist ein Vorteil, den Sie nur in einem Online Casino finden können. So bietet inzwischen nahezu jedes Portal einen Willkommensbonus an, welcher das eingezahlte Guthaben verdoppelt und zusätzlich auch Freispiele auf das neuerstellte Konto bringt. Mit dem erhöhten Startkapital und den Bonusdrehungen können sich Spieler bereits zu Beginn deutlich höhere Einsätze erlauben, sodass auch die Gewinne ansteigen können.
Bevor das erhaltene Bonusguthaben und damit erzielte Gewinne ausgezahlt werden können, müssen Sie jedoch die Bonusbedingungen beachten, die mit jeder Bonusinanspruchnahme einhergehen. So muss das erhaltene Bonusguthaben mehrfach eingesetzt werden, bevor es durch den Anbieter in Echtgeld umgewandelt wird und somit zur Auszahlung bereitsteht.
Spielsucht – der Nachteil eines Online Casino
Immer häufiger ist in den Medien zu lesen, dass Spieler schnell an einer Spielsucht leiden und zu viel Guthaben in einen Spielautomaten stecken. Während die Aufsicht in einer Spielhalle angehalten ist, das Spielverhalten eines Zockers dauerhaft zu überprüfen, wird dies bei vielen Online Casinos vernachlässigt, sodass schnell mal eine zu hohe Summe verspielt wird.
Um sich vor solch einem Szenario zu schützen, empfehlen wir jedem neuen Spieler, dass er sich selbst limitiert. Bereits kurz nach der Anmeldung können Einsätze, eine maximale Einzahlungssumme und die Zeit, welche im Casino verbracht wird, eingeschränkt werden. Nahezu jedes Online Casino bietet eine solche Limitierung an, die vom Spieler selbst eingestellt werden kann.
Generell sollten Casinofans nur mit Guthaben spielen, welches ohnehin nicht für lebensnotwendige Dinge benötigt werden. Nur so, kann der Spaß und die Spannung weiterhin im Vordergrund stehen.
Nach einer Demonstration der Veranstaltungsbranche in Berlin hat der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann (CDU), deutlich gemacht, dass nicht alle Firmen staatliche Unterstützung erwarten können:
„Entscheidend ist, dass wir Unternehmen unterstützen, denen es vor der Krise richtig gut ging, die innovativ sind, die jetzt sich auch umstrukturieren. Firmen, denen es bereits vor der Krise schlecht ging, können wir jetzt kaum helfen, weil wir dann vielen helfen, die sowieso in die Insovlenz gehen“, sagte Linnemann, der auch Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion ist, am Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin. Diese Gratwanderung sei schwierig, aber notwendig.
Die Veranstaltungsbranche erleidet seit Ausbruch der Corona-Pandemie massive Umsatzverluste. Viele Veranstalter sehnten sich vor allem nach einer Perspektive, so Linnemann. „Ich freue mich über Bürgermeister und Landräte, die Veranstaltungen unter Corona-Bedinungen und Hygiene-Vorschriften erlauben, damit die Veranstalter schon mal eine kleine Perspektive haben“, sagte Linnemann.