Österreich
Wien-Wahl 2020: SÖZ bei Türkischstämmigen bereits auf Platz 2

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Wien – Das OGM-Institut hat für die Wiener Gemeinderatswahl errechnet, wen die beiden größten Zuwanderergruppen gewählt haben. In Wien leben mehr als 220.000 Zuwanderer mit österreichischer Staatsbürgerschaft, in ganz Österreich über 400.000. Sowohl Bürger mit Wurzeln in Serbien als auch in der Türkei tendieren demnach stärker zur SPÖ als die Gesamtbevölkerung. Die erst im vergangenen Jahr gegründete SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft) erreichte bei türkischstämmigen Österreichern beachtliche 20 Prozent. Die von Hakan Gördü gegründete SÖZ hatte ihre stärksten Ergebnisse in Gemeindebausprengeln, so Clara Himmelbauer von OGM gegenüber ORF. Die SPÖ habe bei Austro-Türken 45 Prozent erreicht und liegt somit auf Platz 1. Die ÖVP liegt mit 10 Prozent auf dem dritten und die Grünen mit 9 Prozent auf dem vierten Platz in dieser Gruppe. Auch Serben wählen SPÖ Auch bei den Wählern aus Serbien führt die SPÖ mit 45 Prozent die Liste an. In der Summe unterscheide sich das Stimmverhalten der Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Serbien aber weniger deutlich vom Gesamtergebnis als jenes der in der Türkei geborenen Österreicher, so ORF. Die ÖVP erreicht mit 16 Prozent den zweiten und die Grünen mit 12 Prozent den dritten Platz. Die rechtspopulistische FPÖ erreichte bei Serbischstämmigen jedoch mit 9 Prozent mehr als im Gesamtergebnis Österreichs, wo sie auf 7,1 Prozent kam. Gesamtergebnis SPÖ 41,6 Prozent ÖVP: 20,4 Prozent Grüne: 14,8 Prozent NEOS: 7,5 Prozent FPÖ: 7,1 Prozent Strache: 3,3 Prozent

Zum Thema

– Österreich – Kommunalwahlen in Wien: SÖZ hat ein Wort mitzureden

1,9 Millionen Menschen (knapp 22 Prozent) der österreichischen Bevölkerung leben in der Hauptstadt Wien. Deshalb waren die diesjährigen Landtags- und Gemeinderatswahlen auch ein wichtiger Test für die politische Gesamtstimmung im Land.

Kommunalwahlen in Wien: SÖZ hat ein Wort mitzureden
 

Energie-News
Türkei beginnt bald mit Lithium-Produktion für eigenes E-Auto TOGG

Ankara – Die Türkei will künftig selbst mit dem Abbau und der Produktion von Lithium beginnen, teilte Fatih Dönmez mit, der Minister für Energie und natürliche Ressourcen des Landes. „Wir werden in der Türkei zum ersten Mal mit der Produktion von Lithium beginnen, mit deren Bau in diesem Jahr begonnen wurde“, sagte Fatih Dönmez gegenüber Reportern am Rande eines Besuchs im Technologieentwicklungszentrum Eti Maden am Montag. Der Minister betonte, dass das Lithium auch in dem ersten in der Türkei produzierten Elektroauto TOGG zum Einsatz kommen soll. „Wir werden die hier hergestellten Lithiumbatterien auch in dem im Inland hergestellten Auto verwenden“, so Dönmez. Lithium ist einer der wichtigsten Rohstoffe für Zell- und Batterietechnologien – und teuer. Nach deutlich fünfstelligen Preisen in einer zwischenzeitlichen Hochlaufphase kostet eine Tonne aktuell gut 7000 Euro. In der derzeit im Bau befindlichen Anlage in der Zentralprovinz Eskişehir will die Türkei zunächst mit der Produktion von rund 10 Tonnen des Rohstoffs pro Jahr beginnen. Dieser Wert soll in den nächsten zwei bis drei Jahren auf fast 500 Tonnen steigen. Aktuell importiert die Türkei jährlich fast 1200 Tonnen Lithium, berichtet Elektroauto-News. Das Lithium soll auch in „wichtigen Technologien wie Handys und Tablets“ eingesetzt werden, so Dönmez. Türkisches E-Auto Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde. TOGG-Fabrik Im Juli dieses Jahres legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan daraufhin bereits den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Man habe mit dem Bau eines „riesigen Produktionskomplexes  begonnen, der die Wahrnehmung einer Fabrik in den Köpfen der Menschen radikal verändern wird, so Erdogan. Er sei stolz darauf so ein gigantisches Projekt, trotz Einschränkungen durch die Coronakrise, realisieren zu können. Das erste einheimische Auto sei ein seit 60 Jahren währender Traum der Türkei und diese Fabrik somit ein historischer Schritt.


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Anfang dieses Jahres sagte Gurcan Karakas, der CEO der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), dass das Werk im Jahr 2022 mit einer Jahreskapazität von 175.000 Einheiten die Massenproduktion aufnehmen werde, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu weiter. Über eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2030 auf den Straßen der Türkei unterwegs sein, so der türkische Energie- und Rohstoffminister Fatih Donmez im Januar. „Bis 2022 oder 2023 hoffen wir, unser eigenes einheimisches Auto auf den Straßen zu sehen“, sagte Dönmez in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Am Freitag wurde neben der SUV-Variante auch eine Limousine vorgestellt. Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus.   

Tarifverhandlungen
„Streiks in Krankenhäusern gerade jetzt unpassend“

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat der Deutsche Städtetag die für den Wochenbeginn geplanten Warnstreiks der Gewerkschaften scharf kritisiert. „In diesen schwierigen Corona-Zeiten sind die Menschen genug belastet und brauchen nicht auch noch massive Störungen im Bus- und Bahnverkehr“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Und Streiks in Krankenhäusern empfinde ich gerade jetzt als unpassend.“ Er verteidigte das Angebot der Arbeitgeber. „Die Arbeitgeber haben ein Angebot vorgelegt, das sich sehen lassen kann“, sagte Dedy und sprach den Arbeitnehmern zugleich ein Anrecht auf Gehaltsanpassungen zu: „Die Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst soll selbstverständlich verbessert werden“, sagte Dedy. Das hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eindeutig verdient. Dedy weiter:
„Eine faire Lösung lässt sich aber nur am Verhandlungstisch finden. Die Warnstreiks sind nicht nötig, um nun einen Kompromiss zu finden.“
Die Gewerkschaften haben für Montag in Bayern und Dienstag in Nordrhein-Westfalen zu flächendeckenden Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaften fordern bei einer einjährigen Laufzeit ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern von Verdi, dbb und Tarifunion ist für Donnerstag und Freitag (22. und 23. Oktober) angesetzt.

Corona-Krise
CDU: Einen zweiten Shutdown kann sich Deutschland nicht leisten

Der CDU-Wirtschaftsrat fürchtet vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Infektionswelle neue Einschränkungen für Unternehmen und hat das unterschiedliche Vorgehen der Länder kritisiert. „Ich vermisse eine stringente bundesweite Strategie“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, der Düsseldorfer „Rheinischen“. Vor dem Hintergrund der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse warne er davor, „den Überbietungswettbewerb der Bundesländer fortzuführen“, sagte Steiger. „Einen zweiten Shutdown oder gar Grenzschließungen wie im Frühjahr wird sich auch unser reiches Land nur sehr schwer leisten können, selbst wenn er nur teilweise erfolgen sollte.“ Anstatt die Wirtschaft zu verunsichern sollte bei Verstößen gegen Abstandsgebote, Maskenpflicht und Quarantäneauflagen wesentlich härter und konsequenter durchgegriffen werden, forderte Steiger. Ansonsten werde die Zustimmung der Bevölkerung für Maßnahmen der Corona-Bekämpfung perspektivisch massiv sinken. „Der Kontrollverlust in einigen Großstädten ist auch entstanden, weil seit Monaten unter den Chiffren ,Partyszene‘ oder ,Familienfeste‘ wesentliche Infektionsketten vernebelt werden. Hier sind breite, mehrsprachige Aufklärungskampagnen dringend erforderlich“, sagte Steiger.

Bergkarabach-Konflikt
Kommentar: „Bei dem Konflikt unterstützt die Türkei lediglich das Völkerrecht“

Ein Leserbrief von Asif Masimov (Politikwissenschaftler MA) an das Nachrichtenmagazin „der Spiegel“ Liebe Redaktion von der Zeitschrift „der Spiegel“ und lieber Herr Esch, hiermit nehme ich Bezug auf den Artikel – „Die Welt hat einen neuen Krieg. Im Konflikt um Bergkarabach sieht sich Armenien nicht nur von Aserbaidschan angegriffen, sondern auch von der Türkei“ – von Herrn Christian Esch, welcher in der Ausgabe Nr. 42/10.10.2020 auf der Seite 98 erschienen ist. Als ich den Artikel von Herrn Esch las, war ich kaum überrascht, denn die Berichterstattung ist in Deutschland in Bezug auf den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach einseitig, pro-armenisch und manchmal beinahe phantasievoll. Da die Zeitschrift „Der Spiegel“ zu den bekanntesten und seriösesten Zeitschriften Deutschlands gehört, war ich sehr enttäuscht. Falls solche Erfinder wie Christian Esch als Journalisten für die Spiegel-Redaktion arbeiten dürfen, was kann ich dann noch von anderen Redaktionen erwarten? Im Weiteren möchte ich den Artikel von Herrn Esch analysieren und einige Fragen stellen. In diesem Artikel wird Bezug auf den Genozid an den Armeniern genommen, obwohl diese Thematik mit dem heutigen Konflikt gar nichts zu tun hat. Wenn aber in diesem Zusammenhang der Völkermord angesprochen wird, warum wird die Tragödie von Chodschali im Jahre 1992, infolgedessen armenische Streitkräfte 613 aserbaidschanische Zivilisten massakriert haben, nicht erwähnt? Es mag sein, dass Herr Esch der Wert eines Aserbaidschaners nicht in Relation sieht. Herr Esch – wie viele weitere, deutsche Journalisten – erwähnt gerne, dass die Region Bergkarabach mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nun möchte ich gerne einige Fakten enthüllen. Laut armenischer Statistik zählt die Zahl der armenischen Bevölkerung in der Region Bergkarabach 145.000 Personen. Einige Quellen sprechen sogar von bis zu 130.000 Armenier. Herr Esch ist vielleicht nicht informiert, oder aber er möchte die Tatsache nicht erwähnen, dass die aserbaidschanische Gemeinde Berg-Karabachs, deren Zahl mittlerweile bei 86.000 liegt, bereits in den 90-er Jahren durch armenische Streitkräften vertrieben wurden. Herr Esch ist wahrscheinlich nicht vertraut mit der weiteren Tatsache, dass die von den Armeniern besetzte Region aus Berg-Karabach und Talkarabach besteht. D.h. also, armenische Streitkräften haben nicht nur Berg-Karabach, sondern auch sieben Bezirke Aserbaidschans in Talkarabach besetzt. Die aserbaidschanische Bevölkerung des Talkarabachs, deren Zahl bereits ca. 1 Mio. ausmacht, wurde ebenso in 90-er Jahren durch armenischen Besatzungstruppen vertrieben. Die Region Berg-Karabach ist fast doppelt so klein, wie die besetzten sieben Provinzen von Talkarabach. Herr Esch schreibt in seinem Artikel, dass Ilham Alijew auf Zivilisten keine Rücksicht nimmt, da Bergkarabach und Stepanakert beschossen werden. Herrn Esch interessiert wahrscheinlich auch nicht, dass während dieser Gefechte Aserbaidschan innerhalb der Kampfzone auf eigenem Territorium blieb, Armenien hingegen sowohl aus Armenien als auch aus den besetzten Gebieten die aserbaidschanische Zivilbevölkerung in den Städten Gandscha, Baku, Mingatschewir, Agdam, Barda, Terter usw. mit den ballistischen Raketen in der Mitternacht bombardiert hat. Infolge dieser Angriffe sind bereits über 60 aserbaidschanische Zivilisten ums Leben gekommen. Herr Esch, ist ein einziger armenischer Zivilist auf dem armenischen Territorium ums Leben gekommen? Ich möchte noch auf eine Aussage des Beraters des armenischen Premierministers Nikol Paschinjan Vagharshak Harutyunyan aufmerksam machen, in welchem dieser in der Sendung eines russischen Fernsehsenders offen zugab, dass Armenien zielgerichtet friedliche Städte Aserbaidschans beschießen wird, um die aserbaidschanische Bevölkerung in Panik zu versetzen. Herr Esch behaupten, dass „die Türkei mindestens tausend syrische Rebellen als Kämpfer gegen Armenien angeworben hat“. Haben sie wesentliche Fakten oder einfach diese Information von anderen Quellen, die diese selbst nicht bestätigt haben, kopiert? Weiter geht es in dem Artikel:
„Und so sieht sich das kleine Armenien mit seinen drei Millionen Einwohnern derzeit von einer doppelten Übermacht angegriffen“.
Lieber Herr Esch, dieses harmloses Armenien besetzt nun schon seit fast 30 Jahren völkerrechtswidrig aserbaidschanisches Territorium. Ich weiß, dass Sie Aserbaidschaner wahrscheinlich als Unmenschen betrachten, dennoch haben über 1 Mio. Aserbaidschaner das Recht, auf eigenem Territorium zu leben. Aserbaidschan führt seit 26 Jahren Verhandlungen über die OSZE Minsker Gruppe. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan schließt bei allen Reden vor seinem Volk die Möglichkeit einer Rückgabe nicht nur Bergkarabachs, sondern auch der sieben unumstrittene aserbaidschanischen Provinzen. Wer ist nun kein Friedensstifter aus Ihrer Perspektive? Natürlich Aserbaidschaner, weil Aserbaidschaner mehrheitlich Muslime sind, weil sie der Türkei kulturell nahe sind. Lieber Herr Esch, falls das Ziel Ihres Artikels die deutliche Kritik der Türkei war, dann liegen Sie an dieser Stelle deutlich daneben. Bei dem Konflikt unterstützt die Türkei lediglich das Völkerrecht, während Sie einen Besatzer rechtfertigen. Falls Sie einen generellen Wissensmangel bezüglich dieser Region haben, kann ich Sie gerne kostenlos beraten. Mit freundlichen Grüßen Asif Masimov
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Bergkarabach-Konflikt – Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan

Der deutsche Weltmeister von 2014 hat sich in einem Tweet zu den Konflikten um die Kaukasusregion Berg-Karabach geäußert.

Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan

Bergkarabach-Konflikt
„Armenien möchte Russland zur militärischen Intervention bewegen“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de In der Nacht von Freitag auf Samstag hat Armenien wieder die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans Gandscha mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei starben nach Medienberichten 13 Zivilisten, darunter 3 Kinder. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag erklärt hatte, stellen die Angriffe auf Wohngebiete bzw. Zivilisten ein Kriegsverbrechen dar. Jetzt haben einige Medien über den Raketenangriff berichtet. Das Entscheidende jedoch ist, wie sie darüber berichtet haben. Die Ausgabe der F.A.Z. vom 17. Oktober 2020 veröffentlichte dazu eine Meldung mit der Schlagzeile „Raketenangriff fordert zahlreiche Tote in Gandscha“ und unter dem Titel eine kurze Zusammenfassung, wonach Scud Raketen mehrere Häuserreihen zerstört hätten. Ein neugieriger Leser wird sich fragen, von wo bzw. wer diese Raketen abgefeuert hat. Zunächst wird auf den Einschlag und die Zahl der Todesopfer hingewiesen, um dann gleich darauf hinzuweisen, dass Armenien jegliche Beteiligung zurückgewiesen habe und Aserbaidschan beschuldigt hätte, selbst hinter dem Angriff zu stecken. Darüber hinaus wird die Anschuldigung „armenischer Kräfte“ betont, wonach Aserbaidschan zivile Ziele in Berg-Karabach angegriffen habe. Der nächste Satz hat es allerdings in sich. Nach armenischen Angaben gebe es in Gandscha eine „Reihe von militärischen Einrichtungen, ein Flugplatz, Spezialkräfte sowie Benzin- und Munitionsdepots.“ Gemäß dem Fall Armenien steckt nicht hinter dem Angriff auf eine Stadt, die 60 km von Kriegsgebiet entfernt liegt, warum wird dann auf militärische Einrichtungen in Gandscha hingewiesen? Die mögliche Antwort könnte lauten: Armenien steckt sehr wohl hinter dem Angriff auf Zivilisten, weil es mit dem Beschuss von Wohngebieten Aserbaidschan provozieren möchte, um damit Russland zur militärischen Intervention zu bewegen. Armenien und Russland sind Mitglied der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). Laut aserbaidschanischen Medien existieren in der Stadt Gandscha keine militärischen Einrichtungen. Welche Reaktion zeigte die internationale Staatengemeinschaft auf die armenischen Angriffe? Die Türkei hat die Angriffe auf aserbaidschanische Städte und Gemeinden scharf verurteilt. Russland wies auf den Waffenstillstand hin, die eingehalten werden müsse. Die EU habe den Beschuss der aserbaidschanischen Stadt „bedauert“, wie auch die F.A.Z. zu den Reaktionen von Russland und der EU geschrieben hat. Es ist bezeichnend, wenn die EU den Angriff auf aserbaidschanische Wohngebiete „bedauert“ oder Russland auf den vereinbarten Waffenstillstand hingewiesen hat, denn sowohl Russland als auch Frankreich stehen der Minsker-Gruppe vor, die seit 26 Jahren den Status quo, also die völkerrechtswidrige Besetzung aserbaidschanischen Territoriums, ausgesessen haben. Die eigentliche Aufgabe dieser Minsker-Gruppe bestand darin zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und eine Lösung für diesen ungelösten Konflikt zu finden. Stattdessen wird Armenien geradezu ermutigt, weitere Kriegsverbrechen zu begehen. Das Armenien den Angriff auf Gandscha abstreitet und stattdessen Aserbaidschan beschuldigt, ist nichts Neues in der armenischen Propagandamaschinerie. Schauen wir auf das Jahr 1992, als armenische Einheiten ein Massaker in der Ortschaft Hodschali begingen, bei dem 613 aserbaidschanische Zivilisten grausam getötet und 1.275 deportiert wurden. Auch damals bestritt Armenien das Kriegsverbrechen und beschuldigte wie heute Aserbaidschan für das Massaker verantwortlich zu sein. Der frühere Spiegel-Reporter Erich Wiedemann war bei der armenischen Offensive vor Ort und berichtete über Gräueltaten armenischer Einheiten. Hier ein Auszug aus seiner erschütternden Reportage, nachzulesen im Spiegel, Smartes Stück Kolonialismus vom 18.10.1993, S. 215.:
„Daß die karabachischen Landsleute nach der Erstürmung von aserbaidschanischen Orten zurückgebliebene Zivilisten, vorwiegend Alte und Kinder, gruppenweise mit Kälberstricken zusammenbanden und dann mit Maschinengewehren erschossen, wird in Rumpfarmenien nicht prinzipiell bestritten. Wenn es Massaker gegeben habe, so sei es gewiß auf die Erregung über vorausgegangene aserbaidschanische Greueltaten zurückzuführen, hieß es in Eriwan. Der Bauer Suleiman Abdulajew aus Gari Gyschlag, einem Dorf im Korridor zwischen Karabach und Armenien, beobachtete aus einem Versteck, wie eine armenische Einheit einen Autobus mit 43 Frauen, Kindern und alten Männern überfiel, dem der Sprit ausgegangen war. ‘Kein Sprit?’ rief der Kommandeur. ‘Wir helfen euch.’ Er ließ im Bus zwei Kannen Benzin ausschütten und legte dann Feuer. Wer aus dem brennenden Autobus zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Suleiman Abdulajew sagt, er werde die Schreie der Kinder in dem brennenden Bus nie im Leben vergessen. ‘Ich werde nie wieder einem Armenier in die Augen sehen können, ohne ihn zu hassen.’“
Bis heute prägt vor allem das Massaker von Hodschali die aserbaidschanische Gesellschaft und ist zu einem Synonym für armenische Kriegsverbrechen geworden. Ich kann die Spiegel-Reportage von Erich Wiedemann über den Krieg um Berg-Karabach als Lektüre nur empfehlen, da der Journalist für keine Seite Partei ergriffen hatte, sondern die Situation so beschreibt, wie es tatsächlich war. Solche investigativ arbeitenden Journalisten vom Schlage Wiedemanns könnte es ruhig mehr geben.
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Zum Thema

– Bergkarabach-Konflikt – Putin zum Bergkarabach-Konflikt: Kampfhandlungen finden nicht in Armenien statt

Russlands Verpflichtungen gegenüber Armenien als Teil eines von Moskau geführten regionalen Sicherheitsblocks schließen nicht die umstrittene Region Berg-Karabach ein, in der die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan wüten, sagte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch.

Putin zum Bergkarabach-Konflikt: Kampfhandlungen finden nicht in Armenien statt

Bergkarabach-Konflikt
Präsident Ilham Alijew: Terrorgruppe PKK kämpft aufseiten Armeniens

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Baku – Der aserbaidschanische Präsident erklärte in einem Interview mit türkischen Medien, dass im Konflikt um Bergkarabach Söldner mit kanadischen und libanesischen Pässen für die Terrororganisation PKK aufseiten Armeniens kämpften. „Schon vor den Kämpfen hatten wir Informationen darüber, dass auch die PKK-Gruppen ihr Lager in Karabach aufgeschlagen haben, weil Berg-Karabach ein unkontrolliertes Gebiet war. Es gab keinen internationalen Kontrollmechanismus. Das ist ein unkontrollierter Bereich. Daher gab es hier einen Schmuggel, Drogenhandel sowie ein Lager, in dem bewaffnete Gruppierungen und die PKK ihre Kämpfer drillten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie hier auch am Bau dieser Befestigungsanlagen beteiligt waren“, so Alijew in einem Interview mit dem türkischen TV-Sender A-Haber, berichtet die aserbaidschanische Nachrichtenagentur AZERTAC. Die genaue Zahl der PKK-Lager wisse er nicht, da diese ihren Ort oft wechselten, es seien jedoch viele. Unter den getöteten Kämpfern aufseiten der Armenier seien Menschen mit libanesischen und kanadischen Pässen. „Es gibt Menschen, die nicht identifiziert werden können. Aber es ist klar, dass sie keine armenischen Soldaten sind. Das heißt, sie sind Söldner“, so Alijew weiter. „Armenien bringt terroristische Gruppen nach Bergkarabach“ Auch der Vertreter des aserbaidschanischen Botschafters in der Türkei warf der armenischen Regierung vor in Bergkarabach „terroristische Gruppen“ einzusetzen. Armenien habe terroristische Gruppen, darunter die PKK und die so genannte Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens (ASALA), in die besetzte Region Berg-Karabach gebracht und mit Waffen versorgt, sagte Khazar Ibrahim in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu bereits im vergangenen Monat. Armenien: Söldner aus Syrien kämpfen aufseiten Aserbaidschans Unterdessen wirft die armenische Regierung der Türkei vor, Söldner aus Syrien in das umkämpfte Gebiet in Bergkarabach geschickt zu haben. Armeniens Botschafter in Russland, Vardan Toganian, erklärte Ende September gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, dass die Türkei 4.000 syrische Kämpfer nach Bergkarabach geschickt habe. Macron: „Dschihadistische Kämpfer“ Auch der französische Präsident Emmanuel Macron behauptet Informationen zu haben, dass Söldner aus Syrien in Bergkarabach kämpften. „Wir haben jetzt Informationen, die darauf hindeuten, dass syrische Kämpfer aus dschihadistischen Gruppen über Gaziantep [im Südosten der Türkei] in den Einsatzort Berg-Karabach gelangt sind“, sagte Macron gegenüber Reportern bei einem EU-Gipfel am 1. Oktober in Brüssel. „Es ist eine sehr ernste neue Tatsache, die die Situation verändert. Türkei und Aserbaidschan bezeichnen Vorwürfe als Unsinn Hikmat Hadschijew ein Berater des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev, sagte, dass „Gerüchte über die angebliche Umsiedlung von Militanten aus Syrien nach Aserbaidschan eine weitere Provokation der armenischen Seite und völliger Unsinn“ seien. Der türkische Minister für Angelegenheiten der Europäischen Union, Ömer Celik, nannte solche Berichte „Lügen“, die von Armenien verbreitet wurden, „um ihre eigene Feindseligkeit zu vertuschen und zu versuchen, einen Schirm dunkler Propaganda über die Türkei zu schaffen“.

Zum Thema

-Bergkarabach-Konflikt – Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan

Der deutsche Weltmeister von 2014 hat sich in einem Tweet zu den Konflikten um die Kaukasusregion Berg-Karabach geäußert.

Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan
 

Börse
Trading: Wem nützt ein Trading Demokonto?

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Es ist kein Geheimnis, dass ein Trading Demokonto gerne von Anfängern genutzt wird, um risikofrei einen Eindruck vom Handel mit Börsenkursen zu bekommen. Doch ein Trading Demokonto kann mehr, als nur als einen Eindruck von Ablauf und Möglichkeiten zu vermitteln. Mit manchen davon kann man unter realen Bedingungen traden und sich so effektiv auf den Handel mit echtem Geld vorbereiten. Doch auch fortgeschrittene Trader können von der Nutzung profitieren, da sie hier ohne Risiko neue Strategien und Ansätze erproben können. Welche Ansprüche man dafür an ein Trading Demokonto stellen sollte, wollen wir hier etwas genauer beleuchten. Wichtige Kriterien für ein Trading Demokonto Sucht man nach einem Trading Demokonto, welches den Handel mit Börsenkursen unter realen Bedingungen ermöglicht, dann sollte man zunächst einmal Börsenspiele außen vorlassen. Hier werden meist historische Kurse oder selbst erzeugte Kurse verwendet, sodass man auch ohne Internetverbindung dem Spiel frönen kann. Allerdings ist es eben genau das; ein Spiel; nicht mehr! Börsenspiele können zwar Spaß machen, erfüllen aber nicht den Zweck zur tatsächlichen Vorbereitung auf den Echtgeldhandel. So ist es wichtig darauf zu achten, dass hier bereits die echten Börsenkurse zur Verfügung stehen. Oft ist das nicht auf den ersten Blick ersichtlich, sollte aber in den AGBs zu finden sein, die man normalerweise akzeptieren muss, um sich für ein Trading Demokonto anzumelden. Was keinesfalls in der gewählten Demo fehlen darf, ist die Berechnung der Gebühren, welche für das Trading mit echtem Geld anfallen. Schließlich möchte ja auch der Online Broker etwas verdienen und das passiert häufig in Form von Spreads, was den Unterschied zwischen Brief- und Geldkurs darstellt, oder einem Fixbetrag pro Order. Egal wie die Abrechnung stattfindet, diese muss auch im Trading Demokonto Berücksichtigung finden. Ist dies nicht der Fall, so entsteht ein verzerrtes Bild der eigenen Fähigkeiten, weil man ja keinerlei Gebühren wettmachen muss, bevor man in die Gewinnzone rutscht. Böse Zunge würden behaupten, dass manch ein Online Broker in seinem Demokonto absichtlich auf das Miteinbeziehen der Kosten verzichtet, damit der Trader dort leichter Erfolge erzielt. Immerhin sind Erfolge im Demo Account nicht unbeträchtlich daran beteiligt, dass ein Demotrader geneigt ist zum Echtgeldhandel zu wechseln, durch welchen der Anbieter erst an ihm verdienen kann. Das aber nur als Denkanstoß nebenbei! Wer mehr über darüber wissen möchte, worauf man bei einem Trading Demokonto zu achten hat, der kann hier mehr erfahren. Bedeutend für den Aktienhandel Wer sich mit einem Demokonto in erster Linie auf den Aktienhandel vorbereiten möchte, der sollte auch ein Augenmerkt darauf legen, ob in diesem Dividenden ausgeschüttet werden. Immerhin ist das für viele Trader ein entscheidendes Element ihrer Anlagestrategie. Auch bei außerbörslichen Finanzinstrumenten wie CFDs, wo es rein um die Spekulation auf die Kursentwicklung geht, man aber keine tatsächlichen Anteile erwirbt, werden häufig Dividenden berücksichtigt. Im Falle von CFDs kann die Ausschüttung dem Trader aber auch Geld kosten. Hält dieser nämlich eine Short-Position (d.h. er spekuliert darauf, dass der Kurs sinkt) während des Ex-Dividenden-Tags, so wird die Dividende als Verlust verbucht. Besondere Relevanz hat dies natürlich auch für Daytrader, die vorzüglich mit gehebelten Finanzinstrumenten arbeiten.

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– Wirtschafts-News – Österreich: Post übernimmt türkischen Paketzusteller Aras Kargo

Die Österreichische Post AG hat ihren Anteil am türkischen Paketdienstleister von 25 Prozent auf 80 Prozent erhöht.

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Gastbeitrag
Bergkarabach-Konflikt: „Medien berichten pro-armenisch“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Verwendete Metaphern bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan Seit dem wieder ausgebrochenen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan am 27. September berichten viele Medien in Deutschland nicht nur pro-armenisch, sondern verwenden dabei auch bestimmte Metaphern, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Auch wenn einige Presseorgane versuchen, die kriegerischen Auseinandersetzungen deskriptiv darzustellen, fallen dabei bestimmte Merkmale ins Gewicht. Religion In fast allen Presseartikeln wird die Religion der Kriegsparteien benannt und auf den Unterschied zwischen dem „islamisch geprägten“ Aserbaidschan und dem „christlichen“ Armenien hingewiesen. Obwohl es sich nicht primär und einen religiös motivierten Krieg handelt, sondern um einen ethnisch-territorialen Konflikt. Die Berichterstattung über den Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan erinnert zum Teil an die Politik der Päpste während der Kreuzzüge, die einen Krieg zwischen den christlichen Staaten in Europa verhindern wollten und an die Führungen dieser Staaten appellierten, den Fokus stattdessen auf die „Ungläubigen“ richten sollten. Mit „Ungläubigen“ waren vornehmlich Moslems gemeint, aber die Päpste hatten nicht nur diese im Visier, sondern auch Ketzer und andere, die sich gegen den Vatikan stellten. Die Kreuzzüge waren zwar in politischer, militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht nicht sinnvoll, aber zur Förderung der Einheit und der christlichen Identität in Europa waren diese förderlich. Das Ziel bestand darin, eine religiöse Differenzierung bzw. Abgrenzung gegenüber dem Islam zu erreichen. Im aktuellen Fall der Berichterstattung wird durch die Betonung der Religion zunächst eine Abgrenzung zwischen Armeniern und Aserbaidschanern vorgenommen, um damit in der Öffentlichkeit einen Solidarisierungseffekt mit den christlichen Armeniern zu erzielen. Opfer Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Darstellung der Armenier in den Medien als Opfer, die von Aserbaidschanern „angegriffen“ wurden, obwohl Armenien der Aggressor ist, Zehntausende von Aserbaidschanern von armenischen Einheiten getötet, eine Million Aserbaidschaner vertrieben und aserbaidschanisches Territorium rechtswidrig besetzt hält. Die ständige Wiederholung der Opfer-Rolle soll als Argument dienen, keine kritischen Fragen zur armenischen Okkupation zu stellen und die rechtswidrig besetzten Gebiete Aserbaidschans sowie die begangenen Kriegsverbrechen zu rechtfertigen. Die Opfer-Rolle bzw. das armenische Narrativ wird durch die armenische Diaspora und ihrer Unterstützer durch regelmäßige Print- und Onlinepublikationen, Filme, Ausstellungen etc. zu den Ereignissen von 1915 aufrechterhalten, wenngleich kein historischer Zusammenhang besteht. Feindbild Eine weitere verwendete Metapher ist das konstruierte Feindbild des Türken, das historisch betrachtet bis zu den Kreuzzügen zurückreicht. Die stereotypischen Klischees haben ihren Ursprung in der Geschichte des Osmanischen Reiches und dem Zusammentreffen mit dem christlichen Europa. Damals charakterisierten europäische Christen, Türken und Muslime als „blutrünstige Wilde/Barbaren“, deren „natürliche Eigenschaft darin bestand, Christen zu töten“. Europäische Humanisten bezeichneten die osmanischen Türken als „Barbaren“ und „natural born killers“, „Plünderer“, „Vergewaltiger“ sowie „Feinde der Zivilisation“. Ein großer Teil der Presseartikel unterstreicht die Religion und die ethnische Herkunft der Aserbaidschaner, um ein in der Vergangenheit konstruiertes Feindbild über die Türken auf die Aserbaidschaner zu übertragen.
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Der deutsche Weltmeister von 2014 hat sich in einem Tweet zu den Konflikten um die Kaukasusregion Berg-Karabach geäußert.

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Liberty Steel
Gupta: Zusammenschluss mit Thyssenkrupp sichert Arbeitsplätze

Der Inhaber des britischen Konzerns Liberty Steel, Sanjeev Gupta, sieht die europäische Stahlindustrie in einer schwierigen Situation. Gupta, dessen Unternehmen am Freitag ein Angebot für die Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben hatte, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“:
„Die Werke sind nicht ausgelastet und die Klimabilanz der Branche ist alles andere als gut. Deshalb müssen wir Stahl möglichst schnell CO2-neutral produzieren. Das treibt mich an, als Familienvater und Unternehmer. Gemeinsam mit Thyssenkrupp können wir das deutlich besser und früher erreichen.“
Gupta zeigte sich optimistisch mit Blick auf grünes Licht vonseiten der EU-Wettbewerbsbehörden: „Liberty Steel ist stark in osteuropäischen Wachstumsmärkten und in der Bauindustrie, während Thyssenkrupp seine Stärken in Westeuropa und in der Automobilindustrie hat. Und auch die Auslastung von Duisburg wird sich erhöhen, da wir mehr Stahl brauchen, als wir zurzeit herstellen. Ich gehe davon aus, dass dies auch die Wettbewerbsbehörden berücksichtigen werden.“ Der Manager versuchte zugleich, Bedenken der Gewerkschaft zu zerstreuen: „Auf unserem bisherigen Weg haben wir alle Veränderungen immer gemeinsam mit den Mitarbeitern erreicht. Das ist mir wichtig und das wird auch bei Thyssenkrupp so sein.“ Gupta brachte es auf die Formel: „Mit einem Zusammenschluss verbessern wir die Auslastung auf beiden Seiten und sichern so Arbeitsplätze.“ IG-Metall-Bezirksleiter Giesler warnt vor „Managern mit offenen Rechnungen bei Thyssenkrupp“ Die IG Metall in NRW stemmt sich gegen einen Verkauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp an den britischen Konzern Liberty Steel. NRW-Bezirksleiter Knut Giesler sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Wir benötigen keinen Investor ohne industrielles Konzept und können keine Manager gebrauchen, die noch offene Rechnungen mit Thyssenkrupp besitzen.“ Giesler spielte damit auf die gestrige Ernennung von Premal Desai zum Chief Operating Officer bei der Liberty-Steel-Mutter GFG Alliance an. Desai war von Juni 2019 bis Ende Februar 2020 Stahlchef bei Thyssenkrupp.